Greatest Roads – Klausenpass

Ich kann mich nocht gut daran erinnern, wie es war als ich im Jahr 2000 nach und nach die Schweiz mit meinem alten roten „Dampfer“ erkundet habe. Sustenpass, Pragelpass, Grimselpass, Klausenpass, Furkapass, Brienzer Rothorn, Interlaken, Thun, Chur, Montreux – die Liste der tollen Motorradstrecken könnte fast endlos verlängert werden.

Umso mehr hat es mich gefreut in der letzten Woche am Sonntag einmal wieder über den Klausenpass südlich-östlich von Luzern zu fahren. Das Wetter war nicht so großartig wie erhofft, aber rückblickend muss ich sagen, dass schlechtes Wetter nicht nur gutes Fotowetter ist. Gerade die Wolken, der Nebel und die Schneemassen auf der Passhöhe gaben diesem Tag etwas ganz besonderes.

Aufgrund der eher kühlen Temperaturen haben wir das Dach nicht göffnet und so konnte ich meine GoPro HD HERO 1080 mit dem Saugfus aus dem „Car-Kit“ oben auf dem Dach meines kleinen Spaßmobils positionieren.

Aus insgesamt 120 Minuten Video habe ich für Euch ein nur wenige Minuten langes Video zusammen gestellt. Bei der Videobearbeitung habe ich mich wieder einmal GEGEN den Mac entschieden. Unter Windows 7 mit 30″ Monitor und Magix Video Deluxe MX geht das einfach besser und ist deutlich entspannter.

Um das Ergebnis bei YouTube für die Monetarisierung anmelden zu können, habe ich die Hintergrundmusik selbst erstellt. Dafür habe ich auf dem Mac mit „NI Maschine“ einen kleinen Techno-Soundtrack gebastelt. Das geht wiederum auf dem Mac besser, weil ich auf dem PC für meine Soundkarte keinen ASIO-Treiber habe und man daher nicht wirklich live über den Controller spielen kann, weil alles was man tut mit einer sehr großen Verzögerung hörbar wird. Der hersteller NI liefert eine kleine USB-Audio-Karte. Dafür gibt es ASIO Treiber und die Latenz ist damit deutlich geringer. Mal sehen, vielleicht kaufe ich mir noch dieses kleine Gadget irgendwann einmal.

Umso größer war der Frust als ich gerade erkennen musste, dass YouTube die Monetarisierung selbst für dieses Video mit einem wirklich einfachen Soundtrack selbst gebastelten Soundtrack wieder gesperrt hat. Wer bei YouTube Geld verdienen will hat echt die Pappnase auf. Offenbar geht das wirklich nur indem man blöde Sprüche reißt und seine Freunde dabei filmt wie sie sich mit dem Skateboard auf die Fresse legen. Welch arme Welt…

Doch zurück zur Tour über den Klausenpass, am nächsten Tag habe ich überlegt vielleicht eine Tour über den Sustenpass zu unternehmen. Aber der war leider geschlossen, ganz oben am Tunnel war wohl einfach zu viel Schnee.

Hier habe ich noch ein paar Scans von alten APS-Farbabzügen aus dem Jahr 2000. Mit meiner damaligen Freundin Nina hatte ich eine gute Beifahrerin die mir viel Vertrauen entgegen gebracht hat und selbst auf den krassesten Straßen keine Angst hatte. Statt dessen hat sie manchmal auf dem Sozius ein fröhliches Lied in ihren Helm geschmettert. Das waren schon witzige Zeiten, mit der singenden Beifahrerin durch die Alpen, dass ich das erleben durfte 🙂

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Nina am Brienzer Rothorn mit BMW R80-RT

Wie sich meine singende Beifahrerin damals angehört hat könnt ihr hier sehen und vor allem hören. Sie lebt derzeit in einer „Deutschen Enklave“ in New Mexico und dort wird offensichtlich das „heimische Liedgut“ sehr ansprechend gepflegt 🙂

Kurven räubern mit dem Mercedes SLK R172

Im meinem letzten Post habe ich Euch ja schon eine kurzes Video gezeigt bei dem die kleine GoPro HD HERO 960 mit einem Saugnapf seitlich am Auto befestigt war. Hier habe ich jetzt eine kurze Video-Sequenz die wir auf dem Heimweg aufgenommen haben. In Dernau an der Ahr sind wir in Richtung Grafschaft abgebogen und die schöne kurvenreiche Straße hochgedüst. Zwischendurch hat die Stimme aus meinem Navigationssystem immer mal wieder gesagt „Bitte beachten sie die Höchstgeschwindigkeit“ – wirklich krass haben wir auch nicht darüber gelegen.

Allein in Deutschland sind im letzten Jahr 3991 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies eine Steigerung von 9,4% dar. Die Polizei will und darf das nicht hinnehmen und so ist in diesem Jahr die Anzahl der Radarkontrollen massiv gestiegen. Verkehrsregeln sind für uns alle da und sie haben ihren Sinn. Daher sollte man auf kleine Hilfsmittel wie die warnende Stimme aus dem Navigationssystem hören, meine ganz private Meinung.

Aber, kann man da überhaupt noch Spaß mit einem Motorrad oder einen Sportwagen haben? Na, irgendwie schon, auch wenn man sich an die Regeln hält. Klar macht die Heizerei Spaß, aber was wenn plötzlich ein Kind auf die Straße läuft oder ein alter Mann sein Fahrrad bergauf schiebt und dadurch eine Spitzkehre gefährlich eng wird? Wer sein Motorrad oder Sportcoupé nach Herzenslaune ausfahren möchte, der kann dies am Hockenheimring, den Nürburgring oder einer anderen Rennstrecke tun. Alternativ kann man sich auch mal in ein Kart setzen und auf der Kartbahn in Mainz Finthen seine Kreise ziehen.

Hier kann man sich eine Liste der Vollkaskoschäden der letzten Jahre anschauen. Allein im Jahr 2010 gab es in Deutschland 22.586 Vollkaskoschäden mit PKW. Die Versicherungen mussten dafür 5.371.000.000 Euro berappen. Das tun sie natürlich nicht freiwillig! Je mehr Schäden es gibt, umso teurer werden die Versicherungen für uns alle!

Wer also das genial gute Fahrwerk des neuen SLK Baureihe R172 ausreizen und nach Herzenslust genießen will sollte diese Zahlen im Kopf haben und vielleicht doch öfter einmal den „Cruise-Modus“ einschalten. Vor diesem Hintergrund gehören kurze Erprobungsfahrten wie diese hier NICHT zu meinem täglichen Spaßprogramm – nur ab und zu 🙂

Fahrt bitte umsichtig damit niemand durch Euch zu Schaden kommt!

Neue Perspektiven mit der GoPro HD HERO 960

Es ist Samstag und als ich die Augen öffne ist es schon fast 10h. Ausschlafen ist schön – definitiv! Drei Stunden später sitze ich zusammen mit meinem Sohn im Cabrio und wir wollen eine kleine Spritztour wagen. Mit im Gepäck ist meine erste GoPro, das Model HD HERO 960. Sie habe ich in den letzten Monaten fast gar nicht benutzt und heute soll sich das ändern. An das Unterwassergehäuse habe ich die offene Rückwand montiert. So kann die Luft zirkulieren und die kleine Frontlinse sollte damit nicht mehr beschlagen. Außerdem habe ich eine Halterung mit einem Saugnapf dabei. Eigentlich ist sie für Die Windschutzscheibe gedacht. Aber wenn man die Türen oder Kotflügel mit ein wenig Glasreiniger und einem Mikrofasertuch behandelt, hält der Saugnapf auch dort. Ok ok, Skrupel hatte ich schon. Diese Kamera bei 150 km/h zu verlieren wäre nicht witzig. Aber man bekommt sie fest, das Geheimnis ist ein wenig ordinäre „Spucke“!!

Etwa 10 Kilometer vor Bad Münsterreifel halten wir an einer meiner liebsten Motorradstrecken an. Mit der Kamera am linken Kotflügel geht es kurz darauf weiter. Später bin ich überrascht wie cool es aussieht wenn die Autos des Gegenverkehrs haarscharf an der Kamera vorbei sausen – super!

Später daheim montiere ich aus mehren Sequenzen, bei denen die Kamera an unterschiedlichen Positionen montiert ist, ein kleines Video zusammen. Beim „Probeschauen“ fällt auf, dass die vielen Windgeräusche ab etwa 100 km/h den schönen Motorensound fies überlagern. Eigentlich hört man vom Motor fast gar nichts mehr. Also könnte ich etwas Musik unterlegen. Aber welche Musik? Wenn ich etwas von der gekauften Royalty Free Musik verwende, so gibt es sehr wahrscheinlich wieder einen YouTube Content-ID Treffer und das Video könnte gesperrt werden. Da kommt mir die Idee aus einem etwas älteren Video, bei dem die Monetarisierung aktiv ist, die Musik zu verwenden. Über den Video-Manager lade ich also schnell das kurze Video als MP4-Datei herunter. Ein schneller Drag & Drop nach Magix Video Deluxe MX, die Gruppierung aufheben, die Video-Spur löschen, den Ton behalten und schon bin ich im Spiel.

Kurz drauf ist alles fertig. Nun schnell der Export. Das dauert etwa 10 Minuten, dann schnell Probeschauen. Hier fällt auf, dass die Tonspur viel zu kurz ist. Der Ton stimmt nach etwa einer Minute überhaupt nicht mehr mit dem Video überein. Was ist das schon wieder? Dieses Video-Schnittprogramm raubt mir nochmal den letzten Nerv… Dann scheint die Ursache gefunden. Die GoPro zeichnet den Ton mit 48 KHz auf, die Tonspur aus dem MP4-Datei hat nur 44,1 KHz. In der Vorschau ist alles gut, aber nach dem Export passt nichts mehr. Ich starte Versuch um Versuch, letztlich ist der Ton erst beim Export im WMV-Dateiformat synchron zum Bild. Der MP4-Codec scheint ein Problem zu haben wenn zwei Tonspuren mit unterschiedlicher Sampling-Frequenz gleichzeitig verarbeitet werden müssen – DOOF!!

Aber es hat ja schließlich geklappt…

Hier ist mein kleines Video

Driving into the sunset

Gestern habe ich ja schon kurz geschrieben, dass ich mir die Wartezeit bis die Nikon D800E endlich lieferbar ist mit schönen „Männerdingen“ zu verkürzen suche. So ist gestern nach langer Zeit endlich mal wieder ein kleiner „Fahrfilm“ entstanden. Unterwegs am Rhein auf der B42 zwischen Königswinter und Rüdesheim habe ich meine kleine GoPro mitlaufen lassen. In meinem Appartement angekommen hatte ich so wieder fast drei Stunden Video-Material eingesammelt aus dem ich kurz vor Mitternacht noch schnell eine kleines Video für Euch geschnitten habe.

Für die Schnitt habe ich diesmal Final Cut Pro X auf meinem 17″ Mac Book verwendet. Der Core i7 bewegt Final Cut auf diesem Notebook recht zügig. Der Import der riesigen Videodateien ging viel viel schneller als mit iMovie und mit den Schneidefunktionen habe ich mich inzwischen auch angefreundet. Man muss einige wenige Tastatur-Kürzel kennen und so schaltet man schnell zwischen den einzelnen Modi für „Markieren“, „Schneiden“ usw. um. Hat man die Tastaturkürzel „drauf“, so geht die Arbeit mit Final Cut Pro X recht zügig von der Hand.

Damit YouTube nicht wieder einen blöden Content-ID Treffer produziert habe ich bei der Musik ein wenig in der Mottenkiste gekramt und ein paar Musik-Schnipsel ausgegraben die ich in den letzten Wochen auf dem iPad mit Garage-Band zusammen gefummelt habe. Den kurzen Gitarrenriff habe ich auf einer Gitarre gespielt die aussieht wie eine Fender Telecaster. Aber sie stammt von der Firma Young Chang aus Korea und wird unter dem Label „Fenix“ vertrieben. Young Chang ist der größte Hersteller für Musikinstrumente weltweit. Vieles was man für gut und teuer hält kommt aus diesen Fabrikationsstätten. Die Qualität ist durchaus ordentlich und meine „Tele-Copy“ ist mir eine liebe Gitarre geworden. Aber sie ist auch ein wenig modifiziert. Allein dazu könnte ich vielleicht mal einen eigenen Post erstellen.

Na ich erzähl‘ Euch kurz was ich mit diesem Ding angestellt habe…

Also, die „Basis-Gitarre“ hat mich vor vielen Jahren etwa 200 Mark gekostet. Den Hals habe ich sauber abgerichtet, die Bundstäbchen schön rund gefeilt und poliert. Dann habe ich zwei Seymour Duncan Tonabnehmer eingebaut. Am Hals ist ein Jeff Beck Junior, eine Humbucker der so groß ist wie ein Single-Coil. Am Steg ist ein Custom-Custom mit keramischen Magneten. Auch ein Humbucker in der Größe eines Single-Coils, aber mit mächtig viel „Bumms“. Das Ding ist ordentlich laut und produziert fantastische Obertöne! Unter dem schönen neuen Perlmutt-Pickguard ist ein Batteriefach und es gibt einen kleinen Audio-Verstärker der das Signal eines Piezo-Pickups, den ich an der dünnsten Stelle mit Zwei-Komponentenklebstoff auf das Holz geklebt habe, aufbereitet. Damit ist das Sound-Spektrum dieser Gitarre riesig groß. Die Wolken-Ahorn-Decken sehen schön aus und das Teil spielt sich wirklich gut.

In Verbindung mit dem Apogee JAM und einem krassen Preset aus Mainstage kann man damit richtig schönen „Krach“ machen. Mainstage ist ein Programm das zum Lieferumfang von Logic Pro auf dem Mac gehört. Man hat damit Zugriff auf alle Gitarreneffekte und virtuellen Musikinstrumente die Logic Pro mit sich bringt. Eine wirklich tolle Sache wenn man live Musik machen möchte und keine Synthesizer und anderen Krams schleppen will. Einfach einen kleinen Mac, eine USB-Midi-Keyboard anschließen und ab geht die Post. Als Gitarrist nimmt man sich vielleicht noch einen Apogee Jam und einen MIDI-Footswitch und schon hat man alle Gitarrenverstärker dieser Welt auf seinem MacBook dabei. Wirklich cool ist das!

Meine kleines Video findet ihr hier – es ist von 180 Minuten auf etwa 4 Minuten eingedampft und mit dieser Gitarre und diversen kleinen Musik-Apps auf dem iPad „vertont“. Alles in allem nicht wirklich schön, aber eben selten.

Wer mag kann sich ja mal an einem „richtigen“ Soundtrack versuchen. Das Video schneide ich gern auch noch einmal neu 🙂

Police Mustang versus Ghostriders

Dass man mit den kleinen GoPro Kameras so allerhand anfangen kann weiß inzwischen jeder der sich ein wenig für dieses Thema interessiert. Doch zwischen all den Base-Jumps, Motoradfahrten und was auch immer kommt gelegentlich eine frische neue Perle ans Tageslicht. Eben habe ich ein Video gefunden das verblüffend professionell wirkt. Es gibt tolle Luftaufnahmen, dabei hing eine GoPro an einem kleinen ferngesteuerten Hubschrauber. Es gibt Kamerafahrten bei denen die Kamera nur wenige Zentimerter über dem Asphalt ist, sie war auf ein Modellauto geklebt. Dann die vielen frischen ungewöhnlichen Einstellungen am verschiedensten Positionen an Autos und Motorrädern! Dann der Drift mit dem Mustang ÜBER die GoPro – das ist der Hammer! Allerdings wurde sie dabei wohl auch „getroffen“ – so sieht es jedenfalls bei den Outtakes aus.

Wo wir schon bei den Outtakes sind, dass der Mustang dabei verschrottet wurde ist schon hart! Also genießt den Film und immer daran denken „Kids: don’t do this at home!“