Nikon P7100 – Tipps für bessere Fotos

Es ist Sonntag und das Wetter ist durchwachsen. Da unsere Hirne ein wenig Sauerstoff sehr gut gebrauchen könnten entschließen wir uns zu einem kleinen Spaziergang durch den herbstlich gefärbten Bonner Rheinauen-Park. Viel Gepäck will ich nicht mitnehmen, schließlich ist das Wetter durchwachsen und wir wollen nur einen kleinen Spaziergang wagen.

So oder ähnlich geht es tagtäglich vielen tausend Besitzern kleiner preiswerter Kameras. Man will nicht viel mit sich herumschleppen und glaubt eh nicht daran, dass sich an diesem Tag ein großartiges Motiv bieten wird. Aber bevor man im Falle eines Falles völlig „unbewaffnet“ ist, steckt man statt der großen schweren Spiegelreflexkamera eine kleine Kompaktkamera ein. Später daheim werden vielfach die Fotos des Tages angeschaut und die meisten Fotofreunde denken sich „Siehst Du, da hätte ich die Kamera auch daheim lassen können!“

Aber das muss nicht sein! Schaut man sich intensiv um, so findet man oft Motive die mehr oder weniger offensichtlich am Wegesrand darauf warten entdeckt zu werden.

Schauen wir uns doch mal ein paar Beispiele an. Beginnen wir mit einem Negativbeispiel, einem typischen aussagelosen Allerweltsfoto:

Was ist falsch an diesem Bild? Es ist korrekt belichtet, es ist scharf und der Horizont ist gerade? Falsch ist, dass es im Grunde genommen einfach nichts zeigt. Es ist kein Bildaufbau erkennbar und die Ente, oder sind es zwei Graugänse (KEINE ENTEN – Siehe Kommentar von Alex weiter unten…), sind viel zu klein abgebildet. Was könnte man hier besser machen? Schauen wir uns das nächste Foto des gleichen Motivs an.

Beispielfoto - Sample Picture - Nikon P7100

Hier nun ein Foto mit langer Telebrennweite und extrem tiefer Kameraposition. Durch die relativ lange Telebrennweite gelingt sogar mit dem winzigen Chip der Nikon P7100 eine leichte Unschärfe im Vordergrund und auch im Hintergrund. Das Bild ist im RAW-Modus aufgenommen, durch die Korrekturen während der „RAW-Entwicklung“ sind die Farben Satt und leuchtend. Das „Enten-Motiv“ ist weit nach rechts gerückt, in den „Goldenen Schnitt“. Dort wohin die Ente schaut ist viel Platz und die Augen des Betrachters folgen diesem Blick unfreiwillig. Man fragt sich was die Ente wohl beäugt haben wird. Und dann diese komischen Füße? Erst beim zweiten Hinsehen fällt auf, das sind zwei Enten in identische Körperhaltung. Durch die Perspektive ergibt sich ein reizvolles „Wechselspiel“.

Welches Foto ist aussagekräftiger und macht Spaß beim Anschauen, das obere Knipsbild oder das reduzierte Foto mit einer erkennbaren Komposition und Bildaussage?

Und weiter geht es mit dem nächsten Foto. Hier geht es nun darum die farbenfrohe herbstliche Stimmung einzufangen. Wie macht man das mit einer kleinen Kompaktkamera? Beginnen wir mit dem gleichen Ansatz wie beim letzten Foto, der tiefen Aufnahmeposition. Dankt des neuen Schwenkdisplays der P7100 lassen sich Bilder bei denen die Kamera fast auf dem Boden liegt sehr einfach realisieren. Man muss sich nicht auf die nasse Wiese legen sondern geht einfach etwas in die Hocke und schon kann man sein Foto komponieren. Das geht mit einer „erwachsenen“ teuren Profikamera nicht so einfach!

Beispielfoto - Sample Picture - Nikon P7100

Diesmal habe ich im Makromodus auf die braunen Blätter im Vordergrund fokussiert, den Auslöser gedrückt gehalten (AF-Speicher), den Bildausschnitt neu gewählt und dann durchgedrückt bis die Kamera aus gelöst hat. Um Hintergrund ergibt sich eine malerische Unschärfe. Die vielen bunten Blätter tun ein übriges. Die Blätter im Vordergrund „erklären“ was man eigentlich sieht. Die Blätter sind verwelkt: „Aha, es ist Herbst!“ Die „Horizont“ liegt im unteren Drittel des Bildes, in Verbindung mit dem extremen Schärfeverlauf ergibt sich ein ungewöhnliche Foto das die Mehrzahl der Freizeitfotografen so nicht aufnehmen würde.

Bleiben wir beim bunten Herbstlaub und schauen wir uns das nächste Foto an.

Beispielfoto - Sample Picture - Nikon P7100

Diesmal habe ich auf den Hintergrund fokussiert und durch die tiefe Aufnahmeposition eine extrem Vordergrundunschärfe erzeugt. Der hell gelb leuchtende Strauch ist wieder in den goldenen Schnitt gerückt. Eigentlich ein stimmungsvolles Foto, doch der Ast stört irgendwie? Also versuchen wir es mal mit einem Ausschnitt aus diesem Foto (2000 Pixel breit, einfach anklicken oder in einem neuen Fenster öffnen).

Beispielfoto - Sample Picture - Nikon P7100

Der störende Ast ist weg und übrig bleibt ein stimmungsvolles Panoramafoto.

Wir sind an einem Teich und hier ist überall Schilf. Warum versuchen wir es nicht einmal mit einer Makroeinstellung, oder dem was Hersteller von Kompaktkameras als „Makro“ versprechen…

Beispielfoto - Sample Picture - Nikon P7100

Der Makromodus lässt den Hintergrund in Unschärfe verschwimmen und ein Stückchen Schilf ragt fast in das Objektiv hinein. Im goldenen Schnitt ist ein Wassertropfen. Leider ist es sehr klein, manchmal muss man nehmen was man kriegt. Aber er liegt genau im eng begrenzten Schärfebereich, wodurch die Blicke sehr schön auf ihn gelenkt werden und dieser helle Wassertropfen das Bild dominiert. Alles in allem nicht mehr als ein Beispielfoto. Damit es spannend und wirklich gut wird müsste der Wassertropfen deutlich größer sein. Im Hintergrund noch ein Spinnennetz mit ein paar Tautropfen dran und das Gegenlicht der untergehenden Sonne? Mit diesen „Zutaten“  könnte aus dieser Bildidee ein Spitzenfoto werden!

Die herbstliche Stimmung lässt sich aber auch anders darstellen. Schauen wir uns das nächste Beispiel an.

Beispielfoto - Sample Picture - Nikon P7100

Der vorderde Felsbrocken liegt ist im goldenen Schnitt positioniert. Der zweite Brocken lenkt dem Blick nach oben links auf die knallig roten Sträucher welche das Pendant zum vorderen Gestaltungselement darstellen. Der kleine Chip der Kamera kommt mit kurzen Brennweiten aus und so ist einfach alles scharf abgebildet. Mit einer Großformat-Kamera wäre solch ein Bild wohl kaum möglich gewesen. Die extreme Tiefenschärfe der Kameras mit kleinen Chips ist oft nervig, aber man kann sie auch gezielt in der Bildgestaltung nutzen.

Kommen wir zu einem weiteren Negativbeispiel. Kaum ist das Laub der Bäume herrlich bunt versuchen viele Fotografen dies in ihren Bildern festzuhalten. Manch einer kennt Fotos wie dieses hier.

Auch dieses Bild zeigt „alles gar nichts“. Es enthält viele Details, ist scharf und dennoch mehr als langweilig. Will man hier ein aussagekräftige Foto aufnehmen so lautet das Moto „Reduktion“ und „Ran an das Motiv“, vielleicht so wie im nächsten Beispiel.

Beispielfoto - Sample Picture - Nikon P7100

Im Gegenlicht aufgenommen leuchtet das Blatt in wunderschönen roten Farben. Es gibt ein aufsteigende Diagonale die das Auge zum oben liegenden Schwerpunkt des Bildes lenkt. Eine Waagerechte und eine Senkrechte treffen (fast) im goldenen Schnitt mit der Diagonalen zusammen. Die von Raupen gefressenen Löcher erklären dem Betrachter die Vergänglichkeit des Motivs.

Eine weitere beliebte Aufnahmetechnik ist es, mit der Kamera während der Aufnahme zu „zittern“ um so ein künstliche Bewegungsunschärfe zu erzielen. Das Ergebnis ist ein malerisches Farbenspiel das dem Betrachter zunächst ein Rätsel aufgibt, sich dann aber nach und nach erklärt.

Sample Picture - Beispielfoto - Nikon P7100

Ist man im Herbst an einem Teich unterwegs, so liegen im flachen Wasser am Ufer meist viele schöne bunte Blätter. Hier kommt wieder das schwenkbare Display der P7100 zum Einsatz. Man kippt das Display nach unten und hält die Kamera am ausgestreckten Arm lotrecht über das Wasser am Ufer. Fertig ist das wunderbare Farbenspiel.

Beispielfoto - Sample Picture - Nikon P7100

Kommen wir zum nächsten Tipp, dem Aufnahmestandort. Das erste Beispielfoto zu diesem Thema ist grundsätzlich ganz ok. Die Farben sind schön und es zeigt eine herbstliche ruhige Parklandschaft. Die kleine Insel ist im goldenen Schnitt platziert und im Vordergrund gibt es einige herbstliche gelbe Blätter.

Doch gehen wir einfach mal ein paar Schritte zur Seite und prompt finden wir knallig rote knochigen Zweige im Vordergrund.

Beispielfoto - Sample Picture - Nikon P7100

In Verbindung mit den bei der RAW-Entwicklung gepushten Farben ergibt sich eine wesentlich spannendere Komposition, obwohl es grundsätzlich das gleich Foto ist!

Weiter geht es mit der Arbeit an einem eigenständigen Motiv, hier ein unspektakuläres Denkmal. Zuerst das Negativbeispiel, ein Knipsbild aus zu großer Entfernung, das Motiv ist mittig positioniert, langweiliger geht es kaum noch und schief steht der Turm auch noch…

Gehen wir mal näher ran, verwenden den RAW-Modus und geben der tristen Stimmung durch einen nachträglich geänderten Weißabgleich etwas mehr „Herbst-Charakter“.

Beispielfoto - Sample Picture - Nikon P7100

Das ist schon etwas besser, aber auch nicht wirklich gut. Wie wäre es, wenn wir dieses Bild in Photoshop öffnen, die Ebene verdoppeln, mit dem Gaußschen Weichzeichner bearbeiten und dann über eine Ebenenmaske den Turm wieder herausarbeiten? Versuchen wir es mal…

Beipielfoto - Sample Picture - Nikon P7100

Das Ergebnis wirkt ein wenig wie beim derzeit so beliebten „Miniatureffekt“, aber dieser ist hier partiell auf die Baumkronen beschränkt. Das Laub am Boden ist perfekt scharf abgebildet, ach ja, eine künstliche Vordergrundunschärfe haben wir auch erzielt. Das Auge des Betrachters ist zunächst ein wenig verwirrt und wer sich nicht auskennt, dem wird nur auffallen wie deutlich sich jetzt das Denkmal vor seiner Umgebung absetzt. Kein schlechter Trick!

Aber dennoch ist die Perspektive statisch und langweilig. Versuchen wir noch einmal die Stärken der Kompaktkamera für uns zu nutzen. Mit Klappdisplay und „unendlicher Tiefenschärfe“ suchen wir uns eine ungewöhnliche Perspektive. Das Bild das jetzt entsteht ist völlig neu und hat mit unserem oberen „Negativbeispiel“ nichts mehr zu tun.

Beispielfoto - Sample Picture - Nikon P7100

Und weiter geht es… Nun stehen wir auf einer kleinen Brücke und blicken hinüber zum Posttower. Die Spiegelungen im Wasser sind ganz nett, der Bildaufbau ist ok, aber die Farben sind blass und langweilig. Hier wird man auch mit Tonemapping und anderen Tricks nichts ausrichten können, oder doch?

Ein paar Meter weiter ist eine Wand aus schwarzem Lavagestein das sehr wahrscheinlich aus der nahegelegenen Eifel stammt. Im Laufe der Jahre haben sich hier Flechten angesiedelt und geben der Oberfläche des dunkeln Steins ein „Gesicht“. Wie wäre es, wenn wir einfach mal beiden Fotos in Photoshop übereinander legen und mit dem „Mischmodus“ der Ebenen experimentieren?

Das Ergebnis könnte aussehen wie hier:

Beispielfoto - Sample Picture - Nikon P7100

Mit einem einfachen Trick haben wir dem langweiligen strukturlosen Himmel eine Struktur gegeben, die viele Betrachter zunächst irritieren wird. „Ist es ein Foto oder gemalt?“ werden sich ungeübte Betrachter fragen. Auch kein schlechter Trick!

Weiter geht es mit der Fotografie von Personen. Ist Man(n) mit seiner Frau unterwegs, so wird diese in der Regel bevorzugt abgelichtet. Ganz gleich wie fotogen sie auch sein mag, nicht jede Perspektive ist auf anhieb erfolgreich. Und wieder ein Negativbeispiel. Das Motiv steht stocksteif in der Gegend und ist viel zu weit weg.

Gehen wir einfach mal ran an unser Model und bitten es doch einfach nur mal die Füße voreinander zu setzen. Schon sieht unser Foto deutlich besser aus…

Beispielfoto - Sample Picture - Nikon P7100

Zudem haben wir unser Model im goldenen Schnitt positioniert, das „Geländer“ verläuft sich schön in der oberen linken Bildecke und der Wasserfall im Hintergrund sorgt für Abwechslung. Es geht sicher noch besser, aber es ist ja auch nur ein Beispiel. Hier sind eben der Kopf und die Kreativität gefragt!

Damit wären wir am Wasserfall angekommen. Ein Stativ haben wir nicht dabei und ich bekomme die Frage gestellt, wie man dieses Wasser so fotografiert, dass es verwischt und unscharf ist. Nun ist die Kenntnis der Möglichkeiten der Kamera gefragt! Wer seine Nikon P7100 kennt der weiß, dass sie einen integrierten elektronischen „Graufilter“ hat. Zuerst aktivieren wir dieses Feature. Dann stellen wir die niedrigste ISO-Empfindlichkeit ein (ISO-100). Danach wählen wir die Zeitautomatik (A) und drehen am vorderen Rädchen der Kamera bis bei leicht gedrücktem Auslöser auf der Rückseite im Display die kleinste Blende angezeigt wird. Der größte Blendenwert, ergibt hierbei die kleinste Blendenöffnung und damit die längste Belichtungszeit. Dann aktivieren wir das Bracketing mit 5-Bildern und 0.7 EV Unterschied zwischen den Bildern. Danach wird noch der Selbstauslöser der Kamera mit einer Vorlaufzeit von 10 Sekunden aktiviert. Nun sind wir startklar! Mit abgeklapptem Display versuchen wir die Kamera irgendwo abzulegen, da wir sie absolut erschütterungsfrei auslösen wollen. Dann betätigen wir vorsichtig den Auslöser, die Kamera piepst und nimmt eine Belichtungsreihe mit fünf „unterschiedlich hellen“ Fotos auf.

Später am Computer öffnen wir diese Bilder mit einem HDR-Programm wie beispielsweise Photomatix Pro und erstellen aus der Belichtungsreihe ein aussagekräftiges HDR Bild.

Beispielfoto - Sample Picture - HDR - Nikon P7100

Schauen wir uns noch ein zweites Foto mit verwischtem Wasser an, diesmal kein HDR.

Hier fällt sehr störend auf, dass die Kamera schief steht und der unter gestalterischen Aspekten korrekt positionierte Posttower umzustürzen droht. Hier hilft die Korrektur der Perspektive beispielsweise in Photoshop.

Beispielfoto - Sample Picture - HDR - Nikon P7100

Nun steht zwar der Turm schön gerade, aber die Farben sind blass und matt. Jetzt zum Vergleich ein HDR aus wieder aus 5 Einzelbildern erstellt wurde. Die Farben sind deutlich kräftiger und das Bild wirkt insgesamt reizvoller. Streiten kann man sich nun über das „Gestrüpp“ im Vordergrund. Hier lohnt es sich entweder ein kleines Stativ in die Jackentasche zu stecken oder die lästigen Grashalme einfach weg zu zupfen. Ich habe den Grashalm hier mal stehen gelassen. Erscheint er doch aufgrund der Perspektive deutlich größer als der etwa  100 Meter hohe Posttower 🙂

Damit wäre ich mit meinem kleinen Tutorial für bessere Fotos mit einfachen Kameras am Ende. Wer Anmerkungen machen möchte ist herzlich eingeladen die Kommentarfunktion zu verwenden. Das geht auch völlig anonym.

Zwei sehr interessante locker und leicht verständlich geschriebene Bücher zu diesem Thema möchte ich Euch auch noch empfehlen:

Die Nikon P7100 gibt es aktuell bei amazon.de für ganze 359,- Euro zu kaufen!

Mercedes SLK B200 – Fahrspaß mit 184 PS?

Zugegeben, als ich ihn ausgesucht habe, musste ich den Bauch aus- und den Verstand einschalten. 184 PS aus nur vier Zylindern, kann das Spaß machen? Ich war ehrlich gesagt ziemlich skeptisch. Aber die ersten Ausfahrten habe diese Skepsis widerlegt. Der “kleine” SLK Modell R172 ist im Unterhalt recht genügsam. Bei nur 1,8 Litern Hubraum sind die KFZ-Steuer niedrig und mit durchschnittlich 7,4 Litern E10 ist der Verbrauch erträglich.

Das moderne Fahrwerk und die elektronische Kraftverteilung am Hinterachsdifferential bringen auf engen kurvenreichen Straßen eine Menge Fahrspaß. Das eng gestufte 7-Gang Automatikgetriebe kann sowohl manuell als auch im ECO und SPORT-Modus betrieben werden. Die Schaltwippen am Lenkrad funktionieren sehr gut. Ist man im Sportmodus und schaltet einmalig herunter, so dass statt des 7. Ganges bspw. der 5. Gang eingelegt ist, schaltet der SLK nicht selbständig wieder hoch. Er bleibt maximal im 5 Gang. Gleiches gilt natrülich auch für die übrigen Gänge. Damit läuft der kleine Motor auf engen kurvenreichen Straßen meist im optimalen Drehzahlbereich. Klar ist man damit kein Schumi, aber innerhalb der Grenzen dessen was auf öffentlichen Straßen erlaubt ist, kommt man damit zügig vorwärts.

Für eine angemessene Soundkulisse sorgt ein spezielles Resonator-System. Ab 3000 U/Min röhrt der kleine Motor ganz herrlich, auch ohne AMG Luftfilter und Sportauspuff. Sehr schön ist das Zwischengas beim Kick-Down. Mit einem deutlich hörbaren Gasstoß zwischen den Gängen kommt in den Schaltpausen fast ein “Bulitt-Feeling” a la Steve McQueen auf.

Hier mein kleiner “Soundcheck” – ok im Vergleich zum Mustang aus Bulitt – KEIN VERGLEICH :-)

Hier noch einige der Videos die ich mit diesem coolen Auto bislang erstellt habe.

Mein Fa(hr)zit:

Der neue 2012er SLK macht auch mit dem kleinen Motor Spaß. Und wer mag kann ihn via Chiptuning von 184 auf 224 PS bringen. Allerdings wird damit wahrscheinlich die Garantie verloren gehen und der Spritverbrauch deutlich ansteigen.

Driving into the sunset

Gestern habe ich ja schon kurz geschrieben, dass ich mir die Wartezeit bis die Nikon D800E endlich lieferbar ist mit schönen „Männerdingen“ zu verkürzen suche. So ist gestern nach langer Zeit endlich mal wieder ein kleiner „Fahrfilm“ entstanden. Unterwegs am Rhein auf der B42 zwischen Königswinter und Rüdesheim habe ich meine kleine GoPro mitlaufen lassen. In meinem Appartement angekommen hatte ich so wieder fast drei Stunden Video-Material eingesammelt aus dem ich kurz vor Mitternacht noch schnell eine kleines Video für Euch geschnitten habe.

Für die Schnitt habe ich diesmal Final Cut Pro X auf meinem 17″ Mac Book verwendet. Der Core i7 bewegt Final Cut auf diesem Notebook recht zügig. Der Import der riesigen Videodateien ging viel viel schneller als mit iMovie und mit den Schneidefunktionen habe ich mich inzwischen auch angefreundet. Man muss einige wenige Tastatur-Kürzel kennen und so schaltet man schnell zwischen den einzelnen Modi für „Markieren“, „Schneiden“ usw. um. Hat man die Tastaturkürzel „drauf“, so geht die Arbeit mit Final Cut Pro X recht zügig von der Hand.

Damit YouTube nicht wieder einen blöden Content-ID Treffer produziert habe ich bei der Musik ein wenig in der Mottenkiste gekramt und ein paar Musik-Schnipsel ausgegraben die ich in den letzten Wochen auf dem iPad mit Garage-Band zusammen gefummelt habe. Den kurzen Gitarrenriff habe ich auf einer Gitarre gespielt die aussieht wie eine Fender Telecaster. Aber sie stammt von der Firma Young Chang aus Korea und wird unter dem Label „Fenix“ vertrieben. Young Chang ist der größte Hersteller für Musikinstrumente weltweit. Vieles was man für gut und teuer hält kommt aus diesen Fabrikationsstätten. Die Qualität ist durchaus ordentlich und meine „Tele-Copy“ ist mir eine liebe Gitarre geworden. Aber sie ist auch ein wenig modifiziert. Allein dazu könnte ich vielleicht mal einen eigenen Post erstellen.

Na ich erzähl‘ Euch kurz was ich mit diesem Ding angestellt habe…

Also, die „Basis-Gitarre“ hat mich vor vielen Jahren etwa 200 Mark gekostet. Den Hals habe ich sauber abgerichtet, die Bundstäbchen schön rund gefeilt und poliert. Dann habe ich zwei Seymour Duncan Tonabnehmer eingebaut. Am Hals ist ein Jeff Beck Junior, eine Humbucker der so groß ist wie ein Single-Coil. Am Steg ist ein Custom-Custom mit keramischen Magneten. Auch ein Humbucker in der Größe eines Single-Coils, aber mit mächtig viel „Bumms“. Das Ding ist ordentlich laut und produziert fantastische Obertöne! Unter dem schönen neuen Perlmutt-Pickguard ist ein Batteriefach und es gibt einen kleinen Audio-Verstärker der das Signal eines Piezo-Pickups, den ich an der dünnsten Stelle mit Zwei-Komponentenklebstoff auf das Holz geklebt habe, aufbereitet. Damit ist das Sound-Spektrum dieser Gitarre riesig groß. Die Wolken-Ahorn-Decken sehen schön aus und das Teil spielt sich wirklich gut.

In Verbindung mit dem Apogee JAM und einem krassen Preset aus Mainstage kann man damit richtig schönen „Krach“ machen. Mainstage ist ein Programm das zum Lieferumfang von Logic Pro auf dem Mac gehört. Man hat damit Zugriff auf alle Gitarreneffekte und virtuellen Musikinstrumente die Logic Pro mit sich bringt. Eine wirklich tolle Sache wenn man live Musik machen möchte und keine Synthesizer und anderen Krams schleppen will. Einfach einen kleinen Mac, eine USB-Midi-Keyboard anschließen und ab geht die Post. Als Gitarrist nimmt man sich vielleicht noch einen Apogee Jam und einen MIDI-Footswitch und schon hat man alle Gitarrenverstärker dieser Welt auf seinem MacBook dabei. Wirklich cool ist das!

Meine kleines Video findet ihr hier – es ist von 180 Minuten auf etwa 4 Minuten eingedampft und mit dieser Gitarre und diversen kleinen Musik-Apps auf dem iPad „vertont“. Alles in allem nicht wirklich schön, aber eben selten.

Wer mag kann sich ja mal an einem „richtigen“ Soundtrack versuchen. Das Video schneide ich gern auch noch einmal neu 🙂

10 Jahre Nikon-Fotografie

Das Vorhaben alle meine CD’s in die Apple iCloud zu kopieren gestaltet sich zunehmend als schwierig. Hunderte von CD’s warten noch in Kisten und Kartons auf den Weg in die iCloud aber sie ist voll! Da heißt es jetzt „selektieren“ – auch wenn es weh tut – der Schrott muss weg – definitiv! Doch das gestaltet sich mehr und mehr als Abenteuer. iTunes produziert eine Fehlermeldung nach der anderen und mein „Hauptrechner“ ist unter Windows 7 seit zwei Wochen damit beschäftigt genau die Songs in die Cloud zu „pumpen“, die via iTunes-Match nicht erkannt wurden.

Es muss in großem Stil aufgeräumt werden! Zu blöd, das iTunes sogar auf dem Mac gern einfach mal abschmiert wenn man mehrere hundert Dubletten, ungeeignete Dateien und anderen Schrott aus seiner Mediathek und der iCloud löschen möchte. Aber in all dem Chaos gibt es auch kleine Lichtblicke! So ist mir doch heute eine winzig kleine MP3-Datei ins „Auge gesprungen“ die ich vor sage und schreibe 11 Jahren auf meinem Klavier im meinem Wohnzimmer mit 5 Mikrophonen, einem Mackie-Mischpult und einem DAT-Recorder aufgenommen habe.

Mit dem neuen AKG Kopfhörer klingt das gar nicht mal schlecht, eigentlich sogar gut genug um es nicht auf der 2001er Weihnachts-CD versauern zu lassen. Man könnte diese „meditative kleine Perle“ bei YouTube einstellen, dann kann sie jeder hören und mir sagen wie es ihm gefällt. Mit Final Cut Pro X ist schnell ein Titel gemacht und das Lied darunter gelegt, aber das Ergebnis ist super langweilig. Eigentlich wäre eine Diashow ganz nett? Ich gebe bei der Google-Bildersuche einfach mal Ansgar Hillebrand fotocommunity ein und finde auf einen Schlag viele viele Fotos die ich im Laufe der letzten Jahre in der fotocommunity abgelegt habe. Gleich neben meinen Safari-Webbrowser ist ein Fenster des „Finders“ geöffnet. Via Drag & Drop wandert so ein Bild nach dem anderen in einen Ordner auf der lokalen Festplatte.

Doch wie macht man aus den vielen Bildern ohne großen Aufwand eine ansprechende Diashow? Da kommt mir eine Idee – auf dem Mac gibt es doch iPhoto! Damit habe ich mich schon mehrfach beschäftigt und versucht ansehnliche Fotobücher zu erstellen. Diese habe ich letztlich alle wieder verworfen weil iPhoto bei vielen Fotos kein vernünftiges Fotobuch mehr hinbekommt – Sorry Annette – es waren die Bilder Deines 50. Geburtstages – ich schäme mich ja auch – aber iPhoto kriegt das einfach nicht so hin wie ich es mir gewünscht habe… 😦

Aber vielleicht klappt es ja mit einer Diashow? Und siehe da, das ist gar nicht schwer. Es gibt verschiedene nette Vorlagen, man kann die Musik selbst auswählen, alles ganz einfach. Doch dann dauert es doch etwas länger weil ich die Fotos sortieren möchte. Einen richtigen Leuchttisch hätte ich gern, aber iPhoto stellt einfach nur alle Bilder in einer langen Reihe nebeneinander dar. Man kann sie verschieben, doch wenn es viele Bilder sind, gerät das zur Geduldsprobe. Doch letztlich ist es dann fertig! Ich exportiere die Diashow in Full HD mit allerhöchster Auflösung, das dauert eine ganze Weile, aber es klappt! Doch das Ergebnis haut mich um! Keine 5 Minuten dauert das Video und es hat 2,27 GB – was für ein Wahnsinn dieses HD-Zeitalter doch ist… Also versuche ich mich mit anderen Einstellungen. Schließlich wähle ich „Exportieren für Monitor“. Damit entsteht nach etwa 20 Minuten eine 0,23 GB große Datei – das ist ok! Man sieht zwar deutliche Spuren der krassen Kompression, aber YouTube würde auch die gewaltige Video-Datei auf eine Qualität eindampfen die nur wenig besser wäre, wenn überhaupt… Also ab damit in Richtung YouTube.

Und hier ist sie nun, meine erste iPhoto-Diashow mit lauter selbst fotografierten Bildern (relativ wahllos ausgewählt) und einem kleinen selbst gespielten Präludium von Johann Sebastian Bach aus dem Jahr 2001 – Violà…

Nikon P7100 – Mercedes SLK – Challenge 2012

Die Arbeit der Woche ist getan und nun geht es bei tollem Wetter „oben ohne“ auf der B42 am Rhein entlang nach Hause. Wie lange habe ich mich auf diese Stunden gefreut, fast mein ganzes Leben lang. Es ist Zeit für einen Film! Und jeder erfolgreiche Blockbuster braucht natürlich einen Trailer – nicht irgendeinen Trailer – einen Theatrical Trailer – der Wahnsinn 🙂

Gefilmt wird mit der kleinen feinen Nikon P7100, das einzige Zubehörteil ist ein kleines leichtes Stativ das ich seit vielen Jahren immer wieder dabei habe. Es ist billig und fast unverwüstlich. Der Ton kommt diesmal direkt aus der P7100. Die Einstellung „Hintergrundgeräusche reduzieren“ habe ausgeschaltet, damit hört man zwar bei höheren Geschwindigkeiten den Wind, aber es wird auch nicht ständig laut und leise!

Auf einem kleinen Parkplatz kurz hinter Rüdesheim halte ich kurz mal an. Die P7100 kommt auf das Stativ, das Dach mache ich mal auf und zu, damit man es auf dem Video auch schön sehen kann. Dann fahre ich einfach mal von der Kamera weg, wieder zurück, stelle die Kamera ans andere Ende des Parkplatzes, fahre wieder darauf zu, wieder zurück und noch einmal das ganze… Die Radfahrer die vorbei kommen halten mich für geisteskrank. Aber sie wissen ja auch nicht, dass ich einen Trailer im Kopf habe, einen Theatrical Trailer 😉

Ich hoffe dieser kurze kleine Spaß gefällt Euch. Über Kommentare und Anmerkungen freue ich mich wie immer sehr!

Edit am nächsten Morgen:

Der kleine Film hat mir so großen Spaß gemacht, dass ich noch eine zweite Version erstellt habe. Hier sind einige Outtakes am Ende zu sehen. Die Kamera habe ich mit den beiden vorderen Beinen des Stativs in den Fußraum gestellt und das hintere Stativ-Bein gegen den Beifahrersitz abgestützt. Prinzipiell hat das gut funktioniert. Nur durch die ganzen Schlaglöcher und das viele Gerüttel hat sich meine kleine „Konstruktion“ immer wieder gelöst und in der einen oder anderen Kurve ist mir die Kamera dann immer wieder umgekippt. So musste ich die meiste Zeit mit einer Hand lenken und mit der anderen Hand das Stativ festhalten. Was man nicht alles für seine Leser und Zuschauer auf sich nimmt 🙂

Dann habe ich den Trailer im Sinne eines Qualitätsvergleichs mal bei VIMEO hochgeladen. So könnt Ihr Euch selbst ein Bild der Bildqualität dieser so unterschiedlichen Plattformen machen. Bei VIMEO muss man grundsätzlich bezahlen, damit man seine Videos dort ablegen darf. Aber es gibt dort praktisch keine Idioten. Bei Youtube ist das anders, da stand schon mal unter einem meiner Videos ein Kommentar mit der Endung „You fucking dog“. So etwas nervt total und ist überflüssig wie ein Kropf. Daher werde ich in den kommenden Monaten immer mal wieder Videos bei VIMEO posten und schauen was dort alles passiert.

Okidoky, eine englische Version meines kleinen Spaß-Trailers habe ich auch erstellt.

Als SLK 55 AMG ist er definitiv ein Männerauto – aber dann kostest er fast das Doppelte. Ob das den Spaß, die verbrannten Reifen und die Schrecksekunden an der Zapfsäule wert ist?