Alle Jahre wieder – Oder: Mit dem Horse Shoe Bend fing alles an

Irgendwann im Jahr 2008 ist mir in der Galerie der Fotocommunity ein Bild des Horse Shoe Bend aufgefallen. Wo das eigentlich ist war mir völlig unklar. Als ich mich auf Teneriffa mit dem langjährigen USA-Reisenden Wolfgang unterhalten habe, war der Gedanke irgendwann selbst mal nach zu schauen wo dieser Horse Shoe Bend denn nun ist, bereits in meinem Kopf verankert. Im Februar 2009 war ist es dann soweit, es geht los in die USA. Ganz allein und ohne Netz und doppelten Boden, ein Abenteuer!

Im Jahr 2010 ist das dann alles ein alter Hut. Aber irgendwie doch wieder sehr schön! Den ersten Tag in Page begehen Sandra und ich dann auch ganz gemütlich. Lange ausschlafen, stundenlange duschen – ich weiß, das Wasser ist knapp – aber die in Las Vegas haben das noch nicht mitbekommen – und nach der Dusche dann ganz langsam aufbrechen. Es geht zu Denny’s, das geniale Frühstücksrestaurant unterhalb des Golfplates in der nähe des Colorado River. Das Frühstück ist großartig und es macht so satt. Wow!

Danach geht es auf etlichen Umwegen zum Wal-Mart-Supercenter. Irgendwie hatte ich es anders in Erinnerung und so nähern wir uns in konzentrischen Kreisen bis wir es schließlich finden 🙂 Sandra kauft sich ein paar T-Shirts. Die sind hier nicht teuer, ganz anders als daheim und sie wiegen auf dem Hinflug praktisch gar nichts, weil sie ja schon da sind wo wir hin wollen – perfekt!

Ich suche derweil nach einem Auto-Ladekabel für mein Garmin Colorado 300. Ein tolles GPS, leider kann man das Display im Auto nur gut ablesen wenn man den Car-Kit hat. Mit dem 12-Volt Ladekabel ist das Display einfach viel viel heller als wenn das GPS nur auf Batterie läuft. Leider habe ich daheim das falsche Ladekabel eingesteckt und so bin ich nun im Wal-Mart auf der Suche… Ich finde auch recht schnell ein Kabel mit 12-Volt-Anschluß auf der einen Seite und USB-Anschluss auf der anderen Seite. Alles schein perfekt zu sein. Um Auto dann die Ernüchterung. Die Jungs von Garmin haben sich eine spezielle PIN-Belegung einfallen lassen. Die ist bei dem neuen Kabel irgendwie anders. Und so geht das tolle GPS sobald der Motor läuft in den Modus für Datenaustausch. Was bei einem USA-Kabel ja auch korrekt wäre. Leider kann man mit dem Ding nicht navigieren wenn dieser Modus aktiv ist. Es ist also alles nur ein großer Spaß gewesen. Wieder rein in den Laden und eine kleine Umfrage starten. Ergebnis: Das gibt es hier nicht!

Ok, dann muss es heute eben ohne GPS gehen. Ein wenig kenne ich mich ja schon aus. Also geht es zum Horse-Shoe-Bend. Das Wetter ist grandios und ich habe viel Spaß daran wieder hierzu sein. Oben an der Klippe lernen wir ein paar sehr nette Amerikaner kennen. Eigentlich kommen sie aus Rumänien. Sie sprechen sogar ein wenig Deutsch. Ein cooles Land ist das hier!

 

Beim nächsten Stopp sehen wir sie wieder und wir unterhalten uns richtig lange. Dann bei Lees Ferry sind sie auch wieder da. Und wieder quatschen wir eine ganze Weile. Im Visitor Center gibt es ein tolles großes Buch mit vielen schönen Fotos. Ich kenne sie fast alle und kann auf der Karte zeigen wo was ist. Der Verkäufer steht nur da und grinst. Da erklärt ein Typ aus Deutschland in schlechtem Deutsch drei Amerikanern mit Rumänischen Wurzeln wo es welche Sehenswürdigkeiten gibt.

Nach eine halben Stunde tauschen wir unsere Adressen aus und dann geht es schon wieder weiter. Sandra und ich fahren einfach der Nase nach und genießen die schier endlose Weite. Dann kommt rechts der Abzweig in Richtung “The Wave” – die House-Rock-Road! Also kurz blinken und los geht der Off-Road-Spaß. Nach den ersten paar Kilometern ist das schöne neue Auto bereits komplett verhunzt…

Eine echt staubige Angelegenheit....

Am Trailhead zur Wave halten wir kurz an und ich erzähle ein wenig darüber wie das hier abläuft. Dann geht es weiter, am Highway 89 biegen wir dann in östlicher Richtung ab und fahren wieder zurück nach Page.

Blick auf den Lake Powell

Ein Abstecher zum Aussichtspunkt bei der Wahweap Marina muss aber noch kurz sein… (Einfach anklicken um das Bild in der höheren Auflösung zu öffnen)

Dann im Motel kurz die Bilder auf Festplatte kopieren und dann geht es nach neben an zum Mexikaner. Burrito mit Chicken steht heute auf meiner Speisekarte. Dazu zwei Corona – genial! Sandra isst einen Salat. Der sieht auch gut aus, aber mein Burrito ist viel cooler! Später im Motel bin ich total beschwipst. Noch schnell ein wenig BLOGGEN und dann ab ins Bett.

Mal sehen was morgen schönes passiert.

Die erste Nacht 2010

Als ich wach werde ist es 7:07 – Ortszeit. Von der trockenen Luft im Flieger tut der Hals weh und ich habe das Gefühl als würde ich krank. Bloß jetzt nicht krank werden! Im Kühlschrank gibt es was zu trinken, das hilft! Der Flüssigkeitsverlust während des Fluges war enorm und es wird sicher noch eine Weile Dauern bis der Flug verarbeitet ist. Kurze Zeit später ist Sandra ist schon fertig. Also schnell ins Bad. Dann gibt es bei Denny’s unser erstes Bigbreakfast. Danach schauen wir uns mal mi Walmart um, dann vielleicht das Visitor Center am Glenn Damm. Zu Sonnenuntergang den Horse Shoe Bend? Mal sehen!

Später wird alles berichtet.

Angekommen um 7h07 – sorry – 22h07 (Ortszeit)

Der Flug war lang und anstrengend. Aber ich konnte ein wenig schlafen und so hat es mit der Fahrt nach Page auch noch geklappt. Den Mitarbeiter bei Alamo kenne ich noch aus dem letzten Jahr. Er sieht aus wieder kleine Bruder von Yul Brunner. Er ist sehr freundlich und sorgt sogar persönlich dafür, dass wir einen Jeep Grand Cherokee bekommen. Das Ding ist nagelneu, aber auch eine echt müde Gurke. Sandra stöbert im Handschuhfach weil wir wissen möchten was da für ein Motor drin steckt. Statt dessen finden wir den Kaufvertrag!! Das Ding hat vor ein paar Tagen noch 32.000$ gekostet. Wenn die bei Alamo wüssten was wir damit vor haben 🙂 Im Motel angekommen ist es fast wie “zuhause”. Der supernette Mitarbeiter des letzten Jahres ist wieder hier und er erinnert sich sogar an mich. Diesmal ist nicht Zimmer TwoToOne sondern TwoTwoTwo – direkt neben n – auch ok.

Sandra ist fix und fertig mit den Nerven. Sie will nur noch schlafen. Verstehen kann ich es, wir sind seit 24h auf den Beinen. Ich bin aber so aufgekratzt, dass ich noch schnell im Safeways nebenan etwas zu Essen und BIER einkaufen gehe. Ein kurzes Abendessen – oder ist es ein Frühstück? Und dann liegt Sandra auch schon im Bett.

Schnell noch was für das BLOG schreiben, ein Corona trinken, dann Zähne putzen und dann hinterher – sie schnarcht schon.

Dieses Mal klappt es sogar mit dem WLAN Anhieb 🙂

Was für ein Geburtstag!

Und hier ein paar „luftige“ Impressionen…

Bloggen am Flughafen

Das Frühstück war super und das Taxi ist pünktlich. “Wohin darf ich sie bringen?” “Nach Las Vegas bitte, mit einem Zwischenstopp in Frankfurt!” Der Taxifahrer grinst. Als wir im Taxi sitzen fragt er wohin er uns denn wirklich bringen darf. “Nach Las Vegas, das war kein Scherz!” Alles gebongt es geht los zum Flughafen.

Nach einem netten Schwätzchen über die Gepflogenheiten in Taxen und anderen Ländern.

Nach 30 Minuten sind wir am Flughafen. Die Koffer sind ja schon hier, alles ist ganz entspannt. Wir wandern durch das Terminal. Ein Gate für unseren Abflug ist noch nicht angeschlagen. Der freundliche Herr am Condor-Schalter weiß aber genau bescheid, es ist C19. Die Passkontrolle klappt reibungslos, wir sind fast allein. Dann gibt es eine Wanderung quer durch den ganzen Flughafen. Wer nicht gut zu Fuß ist hat hier ein Problem. Dann sind wir an der Sicherheitskontrolle.

Hier herrscht auch gähnende Leere, es ist auch noch viel Zeit bis zum Abflug. Boardingtime ist 10h20 – es ist jetzt gerade mal 9h40. Alles ist ganz easy!

Nach langem hin und her habe ich doch die alte Hasselblad SWC eingepackt. Im Fotorucksack sind 6 Pakete mit Fuji Velvia 50 und ein paar Kodak Ektar 100. Filmmaterial für gut 200 Euro. Wie viel davon unbelichtet wieder mit nach Hause fliegen wird weiß ich nicht. Was ich weiß ist, dass sich die Röntgenstrahlen im Durchleuchtungsgerät im Filmmaterial anreichern. Auch bei ISO-50. Röntgt man die Filme nur oft genug sind auch “langsame Film” irgendwann unbrauchbar. Der Typ am der Sicherheitskontrolle sieht ganz nett aus und wir sind die einzigen Fluggäste. Also frage ich ihn ob er die Filme manuell kontrollieren kann. Er ist erst einmal überrascht was ich denn da alles dabei habe. Aber es ist kein Problem, die Film kommen in einen Kunststoffcontainer und ein Kollege begutachtet sie dann ganz genau. Die Pakete sind noch verklebt und im Originalzustand. Ich zeige ihm die alte Kamera, er ist begeistert. “Sind das so diese alten Rollen, die sechs Zentimeter Filme von früher?” “Ja genau!” Ich öffnet ein leeres Magazin und es ihm sofort klar, dass ich total verrückt bin. Wir dürfen passieren – super!

Wir laufen und laufen bis wir am Gate C19 angekommen sind. Hier ist auch noch nicht viel los und es gibt sogar Steckdosen. Das Notebook findet ein WLAN. Die Stunde kostet hier 8 Euro – hui! Dafür gibt es daheim eine Flatrate für einen Monat… Aber es ist eben auch der Flughafen.

Egal, ich möchte meinen kurzen Artikel publizieren. Schauen wir mal ob es mit dem WLAN klappt…

Aufbruch

Die Nacht war kurz, der Schlaf tief und fest. Um 8h gibt es im Quartier 65 ein letztes Mal das mit Abstand beste Frühstück der Welt. Dann schnell noch Sandras neuen iPOD mit Musik für den langen Flug betanken, gleich kommt schon das Taxi…

Mehr gibt es zu lesen wenn wir in Page angekommen sind 🙂

Als Vorgeschmack noch ein Foto das ist im letzten Jahr beim rundFLUG mit der kleinen Cessna gemacht habe.

_DSC9604

Es ist die Stelle an der die ersten Siedler auf dem Weg nach Westen ein Jahr fest gesessen haben weil sie diesen Canyon nicht mit ihren Pferdewagen überwinden konnten. Einige Reiter sind dann umgekehrt und haben Dynamit geholt. Damit haben sie dann ein weiteres Jahr einen schmalen Schlitz in den gewaltigen Felsen gesprengt. Ein modernes Heiligtum vieler Bewohner des Südwestens.