Wandern am Guerges-Steig

Heute soll es eine kleine Abschlusswanderung mit Edith und Wolfgang geben. Wolfgang ist um 10h unten im Hotel, er hat es tatsächlich gefunden 🙂 Mit seinem Auto geht es hoch über die Dächer von Garachico. An einem Mirador laden wir die Edith ein. Dann geht es über Santiago del Teide zum Einstieg in den Guerges-Steig. Den Namen hat dieser Wanderweg wohl von der Finca die man am Ende des Weges nach etlichen Mühen erreicht. Inzwischen ist sie wohl verlassen und während wir dorthin wandern verstehe ich auch warum!

Meine Wanderschuhe habe ich daheim in Bonn vergessen und Wanderstöcke habe ich auch keine dabei. Gut, dass Wolfgang mir einen seiner Stöcke ausleihen kann. An einer Stelle rutschen mir dann doch die Füße weg und ich falle mit dem Hintern in einen abgebrochenen Strauch. Das tut weg wie die Hölle und ich bin nicht der Einzige der da schon drauf gefallen ist. Etwas vorsichtiger geht es weiter. Die Ausblicke in die Schlucht von Masca sind grandios. Nach etwa zwei Stunden zieht dann Nebel auf – Mist – schon wieder!! Bei der Wanderung zum kleinen Gala vor ein paar Wochen hatten wir auch Nebel. Immer das gleiche… Grummel Grummel…

Also Pause machen, Wasser trinken, Obst essen und dann umkehren. Wieder am Auto war die Wanderung trotzdem toll und ich merke dass der Trainingseffekt des USA-Trips im letzten Frühjahr schon wieder verblasst ist. Eigentlich bin ich ganz froh, als es dann zum Essen geht. Das Restaurant liegt an der Straße von Santiago del Teide nach Garachico. Hier gibt es vorzügliches Kaninchen!

_DSC2557

_DSC2666

_DSC2790

Wieder zurück in Garachico inspiziert Edith das Hotel und ist von der tollen Ausstattung und den vielen Möbelklassikern sehr angetan. Wir kopieren noch die Geburtstagsbilder auf eine Speicherkarte und dann düsen die zwei auch schon wieder ab. Es ist 18h und gleich werden Koffer gepackt. Vorher noch kurz ein wenig was für das BLOG schreiben und dann ab ins Bett. Morgen geht es früh raus und dann um 11h wieder zurück nach Frankfurt. Übermorgen wieder an die Arbeit. Aber ich komme wieder 🙂  

Verbindung nicht möglich – Oder: Dänemark ist überall

Vorgestern findet das automatische Update für mein 32-Bit Vista das Service-Pack 2. Mit leicht mulmigem Gefühl starte ich das Update. Die Festplattenlampe blinkt dann eine Stunde lang munter lustig vor sich hin und der Ventilator des Notebooks vollbringt echte Höchstleistungen. Nach dem Neustart ist dann kein Verbindungsaufbau zum WLAN des Hotels mehr möglich. Prima, so hatte ich mir das vorgestellt – ich bin ausgesperrt. Wieder ein mal! In den USA war es WLAN immer wieder mal tot, aber ich konnte es immer wieder reparieren. Auf der Reise durch Dänemark, Schweden und Norwegen dann das gleich Spiel, mal geht es mal nicht. In Dänemark war auf einem der vom ADAC hochgelobten Campingplätze habe ich versucht mich über eine Webseite in Dänischer Sprache am WLAN anzumelden. “Heilige Scheiße” schoss es mir damals im Minutentakt durch den Kopf. Heute bin ich wieder soweit, nur was ist heute das Problem? Sind irgendwelche Sicherheitseinstellungen vom SP2 verändert worden, hat das Service-Pack die Treiber für die WLAN-Netzwerkkarte aktualisiert oder ist einfach nur der Router des Hotels irgendwie hinüber? Egal, es ist blöd und es macht keinen Spaß! Es ist der letzte Tag und ich kann keine Mails abrufen, nichts geht!

Da muss irgendwer aber nochmal ran – denke ich und schaue meine Bilder des letzten Tages durch.

_DSC1984

Gestern

Und der gestrige Tag war eigentlich gar nicht übel! Das Frühstück war zwar relativ ernüchternd. Verglichen mit der Finca San Juan oder gar dem Quartier 65 – GAR KEIN VERGLEICH! Es scheint hier eine Frühstückszutatenmafia zu geben. Der Käse schmeckt nach nichts, die Salami sieht überall exakt gleich aus und der Rest ist echt übersichtlich. Der frische O-Saft ist aber ganz ok und es gibt frisch gemachten Obstsalat. Die Nachbarn sind irgendwie cleverer drauf, sie kriegen sogar Rührei mit Speck. Ich überlege wie das wohl Auf Spanisch heißt. Irgendwas mit Huevos und Salmón oder so? Egal ich kann es im Internet nachschauen, ach nein – geht ja nicht – Mist…

Nach dem Frühstück geht es in Richtung Los Silos. Das ist ein kleiner netter Ort und ganz anders als der Name es vermuten lässt werden dort keine Silos gebaut oder verkauft. Es stehen auch keine in der Gegend herum. Ich könnte es ja mal im Internet nachschlagen, aber das geht ja nicht – Mist – da muss irgendjemand noch mal ran!!

Irgendwann stehe ich unterhalb von Los Silos am Meer und vor mit ist ein Skelett eines Wales auf zwei großes Stützen montiert. beeindrucken! Die Wolken haben sich verzogen und die Sonne scheint. Ich friemle einen neuen Film in meine urige Hasselblad SWC und versuche mein Glück in der Nähe des Wassers. Die Kamera wird immer wieder mit Meerwasser vollgespritzt. Ist der Sucher trübe ist es Zeit das Objektiv zu putzen. Sucherkameras sind was sehr spezielles. Als der Film dann voll ist geht es mit der D300 weiter. Auch sie ist ständig eingesaut. Gut, dass ich ein sauberes Taschentuch dabei habe.

_DSC1963 _DSC1972

_DSC1885 _DSC2049

Wie hat Ulrikes Papa im Jahr 2003 oder 2004 mal gesagt: Zum Objektive putzen gibt es nichts besseres als ein Taschentuch das schon 100 mal gewaschen wurde. Recht hat er!

Irgendwann ist es so warm, dass ich weiter will. Es geht nach Masca zum Mirador. Dort ist Schatten und es gibt was zu trinken. 7up mit Cerveza – lecker – und jetzt genau richtig. Danach runter in den Ort, es ist noch genau ein Parkplatz freu – ja! Die Palmen und Häuser sind zum Teil noch von den Bränden im Jahr 2006 gezeichnet. Fast alles Palmen sind unten herum pechschwarz, aber oben sind sie alle wieder grün! Irgendwann stehe ich vor der Bar La Terazza oberhalb des Heimatmuseums. Hier hat das Feuer ordentlich gewütet. Aber der lustige Besitzer ist noch da und es gibt noch Zumo naturale mixta – Naranja – Papya und Banan – so verstehe ich das jedenfalls – und es schmeckt wie immer großartig! Zwei Gläser sollen dann zusammen 5 Euro kosten, ein Dumpingpreis! Ich habe gerade 10 Euro in der Hosentasche und er freut sich über das kleine Trinkgeld ganz königlich. So macht das dann auch mir Spaß.

 _DSC2017  _DSC2052

Es geht weiter zum Mirador de Chirche. Dort sieht der Sonnenuntergang vielleicht besonders gut aus. Am Mirador angekommen steht dort ein leicht verwirrter Tourist. Hm, ist es wieder Montag? Jau, Mist Mist Mist – es ist schon wieder Montag – Montags sind sie nie da – was nun? Kein Thema, 5 Minuten die Straße hoch ist ein schöne Bar mit toller Terrasse. Da ist die Küche schon zu – au Backe – heute ist kein guter Tag. Aber der Kellner kann noch ein Omelette mit Salat und Schinken offerieren. Und das schmeckt sogar ganz gut 🙂 Dazu gibt es nochmal 7up und Cerveza – ich bin im siebten Himmel! Die Sonne läutet so langsam aber sicher das Ende des Tages ein. Es geht hoch zum Pico del Teide. Nach ein paar Kilometern ist die Sicht auf den Pico und das Meer auf der anderen Seite sehr gut. Also schnell parken, was warmes anziehen und ein wenig durch die Lavaasche den Berg hoch kraxeln.

_DSC2106 _DSC2320And8more

_DSC2383And8more

Der Sonnenuntergang ist einfach göttlich und die Farben etwa 30 Minuten nach Sonnenuntergang könnten bei einem Atomtest nicht intensiver sein. Wow! Ich verknipse einen ganzen Film mit der schrulligen Hasselblad und dann noch ein paar hundert digitale Bilder mit der Nikon D300. Als man fast nichts mehr sehen kann geht es runter zum Auto. Das Licht am fast neuen Opel Astra ist sehr gut und die Fahrt über La Orotava wird auch nicht langweilig zumal ich mir eine CD mit viel Musik im MP3 Format gebrannt habe. Das Radio klingt zwar ziemlich schrottig, aber die Laune ist trotzdem gut.

Im Hotel dann nur noch duschen und gleich ins Bett – was für ein Tag.

60. Geburtstag – Oder: Der Umzug nach Garachico

Die Zeit auf Teneriffa neigt sich schon fast wieder dem Ende entgegen. Am morgen heißt es dann Umziehen nach Garachico. Alles kein Problem, im Hotel San Roque in Garachico gibt es auch endlich ein WLAN 🙂

Um 13h startet die Geburtstagsparty im Restaurante da Maria zwischen La Orotava und Agua Mansa. Essen im 30 Minuten-Takt, witzige Gespräche, entspannte Gäste, ein schöner Tag. Zum Ausklang geht es noch auf einen kleinen Cocktail in Abaco in der Nähe von Puerto de la Cruz.

Im Hotel tun dann doch die Füße weh, ein langer Tag war das und schön war er. Eigentlich war genau HEUTE der Grund für diese Reise. Fotos sind nicht viele entstanden, am morgen habe ich schnell ein paar Knipsbilder geschossen bevor die Koffer ins Auto wandern mussten.

_DSC1209

_DSC1217

Jetzt beginnt das Abendprogramm und dann geht es auch bald ins Bettchen. Oben im Schlafgemacht läuft schon die Klimaanlage. Während der letzten Tage hatten wir hier den Calima. Ein heißer Wind der von Osten heiße Luft aus Afrika herüber trägt. Leider ist nicht nur die Luft sehr warm, meist bringt diese Wetterlage auch feinen Sand aus der Sahara mit sich. Es war also gestern kein klassischer Nebel der den Fernblick unmöglich gemacht hat, es war feiner Sand aus der Sahara!

Wohl dem der bei diesem Wetter keine Objektive wechseln muss…

Gute Nacht!

Tag fünf oder so…

Langsam schwindet das Zeitgefühl und das ist auch gut so 🙂

Beim gestrigen Spaziergang mit Wolfgang in Puerto de la Cruz gibt es zwischendurch eine Kugel Zitroneneis im Hörnchen. Danach geht es von Minute zu Minute bergab. Der Magen schmerzt, irgendwas war mit dem Eis nicht in Ordnung. Ich sehne mich nach einem Bett. um 16h ist es dann endlich soweit. Alle Gäste von Jo und Caro liegen am Pool – ich liege mit Magenschmerzen im Bett. Später am Abend gibt es einen großen Ramazotti, das hilft erst einmal. Zum Essen gibt es eine geniale Ente, aber ich kann einfach nicht. Also noch einen Ramazotti und wieder in Bett. Wenn sich nachts der Magenkrampf meldet, gibt es schnell einen Schluck Ramazotti und es kehrt wieder Ruhe ein. Die Nacht ist lang und unruhig. Morgens um 7h30 heißt es die Koffer zusammen zu packen. Alles schnell ins Auto, um 10h kommen schon die nächten Gäste. Es gibt ein kleines Frühstück, etwas Magenschonendes findet sich im reihhaltigen Buffet.

Noch schnell bezahlen, das wird gleich zum Problem denn die Telefonleitung ist so schlecht, dass die Geräte der Kreditkartenunternehmen nicht funktionieren. Ich habe zu wenig Bargeld dabei – Mist! Aber Jo regelt das alles ganz souverän, er macht einen Print von meiner Kreditkarte. Ganz wie früher – geht doch! Um 9h30 dann eine herzliche Verabschiedung und es geht weiter zum nächsten Hotel. In Garachico irritieren mich die Einbahnstraßen, aber das Hotel findet sich dann doch. Es gibt sogar einen Parkplatz direkt davon – bueno!!

Das Zimmer ist noch nicht frei. Ok, es gibt erst einmal einen Cafe von leche – und der ist richtig gut – wenn der Magen ihn nur schon wieder vertragen könnte – aber das ist eine andere Geschichte.

Dann kommt die nette Dame vom Empfang und sie hat ein anderes Zimmer. Nummer 114 ist genau wie 116 – nur ist es rot statt grün gestrichen. Was soll’s, das Zimmer ist nett. Es ist in der ersten Etage und man erreicht es über einen rundum laufenden Balkon. Unten sind das Bad, eine Sitzecke und ein Fernseher. Oben das Schlafzimmer mit Klimaanlage, Minibar, Fernseher und großem Doppelbett – Herz was willst Du mehr.

Noch ein kleiner Rundgang, Hotelerkundung, Pool, Frühstück, Dachterrasse, kurz bloggen und dann ist es schon fast 11h. Um 13h haben Wolfgang und Karin zur Geburtstagsparty geladen.

Also los…

Tag drei – Oder: Wie man bei verhangenem Himmel Fotomotive findet

Nach dem großartigen Abendmahl ein kurzer Schreck im Schlafzimmer. Hoch oben an der Wand eine Eidechse, oder ist es ein Gecko? Hm, mal bei Caro Schlichting nachfragen! Ok, die Tiere haben keine Zähne, haben Angst vor Menschen, sind nachtaktiv und mögen keine ebenen Flächen. Es gibt auch einen alten Spruch der besagt, dass es Glück bringt wenn man einen Gecko im Hause hat. Die Tiere fressen alles Ungeziefer, ok dann schlafen wir mal unter Beobachtung eines nachtaktiven Geckos ein…

8h21 – Es hat geklappt – der Gecko ist weg!

Um 9h gibt es wieder ein geniales Frühstück – man ist das gut! Zum Abschluss gibt es noch ein Stück frisch gebackenen Apfelkuchen – wow. Ab 11h kommen dann die deutschen Frühstücksfans. Es hat sich herumgesprochen und Qualität zahlt sich eben aus!

Dennoch ist der Himmel sehr verhangen, Hochnebel könnte man das nennen. Vielleicht ein gutes Wetter für eine kleine Fototour durch die Innenstadt von Garachico? Mal sehen! Erst einmal gibt es ein paar Blümchen die hier überall wachsen und ein neues Kapitel für das tägliche BLOG 🙂

Hier sind die Blümchen:

_DSC0789 _DSC0767

Update um 17h30

Es war einfach kein schönes Fotowetter, der Himmel verhangen und diesig. Nach einem ausgiebigen Zwischenstopp in Garachico geht es weiter zum Punta de Teno. Dort ist so eben noch das Meer zu sehen, von La Gomera keine Spur weit und breit – schade! Aber es muss auch solche Tage geben 🙂 Also rein ins Auto und ab zum Restaurante La Terazza in Los Realejos. Das Wiedersehen ist toll, die Wirtin ist einfach super! Es gibt deutschen Kaffee und Apfelstrudel mit Vanilleeis und Schlagsahne – lecker!

Später in der Finca werden dann die Bilder gesichtet, die Beute ist nicht groß. Aber ein paar nette Schüsse sind doch dabei.

_DSC0834 _DSC0892_3_4_5_6_7_8

_DSC1158 _DSC1059

_DSC1074 _DSC1092 _DSC1139 

Und um 19h gibt es schon wieder Abendessen 🙂

Update um 20h15

Das Abendessen war wieder großes Kino – genial! Frisch gebackene Ciabatta-Brötchen, selbst gemachte Kräuterbutter, vier kleine Blätterteighörnchen mit Käse und Schinken gefüllt – heiß aus dem Ofen. Dann zwei Melonenspalten in einer leckeren Sauce mit vier Röllchen gekochtem Schinken – genial! Dann Putenbrust-Geschnetzeltes mit Wildreis und frischen Gemüse in einer tollen Sauce. Zum Durchatmen einen Ramazotti auf Eis mit Zitrone, danach Vanille-Eis auf Erdbeeren mit Cointraux und frischen Minzblättern – auf Wunsch mit Schlafsahne – wow…

Jetzt noch schnell die Bilder anschauen, dann Duschen und ab ins Bettchen 🙂