Teneriffa 2012 – Nachlese

Es ist der zweite Weihnachtsfeiertag 2012 und ich bin wieder zurück auf deutschem Boden. Die erste Nacht im eigenen Bett war eine Wohltat. So schön es auf Teneriffa auch ist, im eigenen Bett schläft es sich noch immer am besten. Den gesamten Weihnachtsstress haben wir verpasst. Statt noch schnell einen Weihnachtsbaum zu kaufen und dann festzustellen, dass die Schrauben am Christbaumständer verrostet sind, all das ist mir auch in diesem Jahr erspart geblieben. Statt gemeinsam mit hektischen leicht frustriert wirkenden jungen Männern in einem der Bonner Kaufhäuser nach einem Geschenk für die Kids und die Liebste zu suchen war ich mit Freunden im sonnigen Süden Teneriffas. An der „Surferbude“ in El Medano gab es ein leckeres frühstück und danach eine ausgedehnte Wanderung am Strand. Das Thermometer ist bis auf 30°C geklettert und wir sind alle zusammen immer mal wieder am Meer stehen geblieben, haben uns grinsend angeschaut und dann etwas ungläubig im Chor gesagt „Hey, es ist Weihnachten…“

Zur Auflockerung des Textes habe ich hier einige Bilder aus der Panasonic HC-X909 eingefügt. Alle Bilder sind 1000 Pixel breit, einfach in einem neuen Fenster oder TAB öffnen wenn Ihr sie größer anschauen wollt.

Tenerife - Teneriffa - El Medano - Panasonic HC-X909

Für den Weg von El Medano zurück zum Hotel in Puerto de la Cruz haben wir uns den kurvenreichen Weg ausgesucht. Es ging vom Meer hoch bis auf 2250 Meter durch die Canadas del Teide und auf der anderen Seite wieder hinab über La Orotava zum Hotel. Eine tolle Tour und meine Freunde Alexandra und Walter haben bei allen Stops die Kameras gezückt und damit wie wild um sich geschossen. Teneriffa, bei diesem Begriff haben sie bislang eher an eine langweilige Urlaubsinsel für fußkranke Rentner gedacht. Dass sie hier eine solch majestätische Bergwelt voll schroffer Schönheit antreffen würden, das hat sie offensichtlich überrascht.

Teneriffa Tenerife 2012 - Panasonic HC-X909

Die Frage warum ich seit vielen Jahren immer wieder hierher komme, diese Frage hat sich für sie damit wohl beantwortet. Teneriffa hat mehr zu bieten als nur Strand, Meer und Sonne. Es ist ein Mikrokontinent voller Geheimnisse mit vielen Sehenswürdigkeiten und einer außerordentlich abwechslungsreichen Bergwelt. Zwischen all den Hotels und Touristen findet man hier auch Ruhe, man muss nur einwenig hinauf in die Berge fahren und schon ist man allein.

Teneriffa Tenerife 2012 - Panasonic HC-X909

Dementsprechend bin ich bei unserer Abreise wie immer ein wenig wehmütig. Diese Insel habe ich während der letzten Jahre einfach lieb gewonnen und ich fühle mich hier wie in einer zweiten Heimat. Somit ist auch unsere Fahrt zum Flughafen eher eine stille Angelegenheit. Der neue USB-Stick ist bereits in der Notebooktasche verpackt, also schweigt heute das Radio. Am ersten Weihnachtsfeiertag sie die meisten Bewohner am Morgen noch daheim bei ihren Familien. Die Touristen vielleicht gerade beim Frühstück und wir fast ganz allein auf der Autobahn. Vom täglichen Stau vor La Laguna ist nichts zu sehen und die Fahrt zum Flughafen klappt in Rekordzeit von etwa 50 Minuten. Schnell das Auto abgeben und auf zum Check-In. Dort warten wir nur kurz und sind als zweites Paar an der Reihe. Bei den Sicherheitskontrollen ist nichts los, alles geht in Sekundenschnelle. Danach haben wir zwei Stunden Zeit. Sandra liest ihre neuen Bücher auf dem amazon-Kindle den ich ihr zum letzten Geburtstag geschenkt habe. Dieses kleine Ding ist überaus praktisch. Man kann einen großen Stapel spannender Krimis mit in den Urlaub nehmen und all das wiegt fast nichts. Vor einigen Jahren noch ein Wunschtraum, heute praktische Realität.

Teneriffa Tenerife 2012 - Panasonic HC-X909

Durch den frühen Check-In haben wir tolle Plätze. Ich sitze weit vorn auf Platz 6A, direkt am Fenster noch vor den Triebwerken. Hier ist die Sicht ganz großartig und ich freue mich schon auf den Flug. Mit der Panasonic HC-X909 filme ich immer wieder kurze Sequenzen und freue mich insgeheim schon auf mein „Heimreise-Video“. In Düsseldorf angekommen geht es mit dem Skytrain zum Flughafenbahnhof und dann ein Stück zu Fuß zu meinem Auto. Es ist noch alles in bester Ordnung, nur die Bremsen sind wieder einmal völlig festgerostet. Das feuchte Wetter und das viele Salz auf den Straßen haben ihre Spuren hinterlassen.

Teneriffa Tenerife 2012 - Panasonic HC-X909

Als wir daheim ankommen freuen wir uns auf einen spannenden Krimi via Apple-TV und unsere vertrauten Betten. Endlich wieder richtige Kopfkissen und leichte warme Bettdecken. Daheim ist es irgendwie auch ganz schön.

Während meine Freundin am nächsten Tag unterwegs zu ihrer Wohnung ist, sichte ich die „Beute“ der letzten beiden Tage auf Teneriffa. Meine schwere Fotoausrüstung habe ich im Hotel gelassen und nur mit der kleinen Panasonic Videokamera gefilmt und fotografiert.  Die Ergebnisse sind erstaunlich gut. Die Kamera kann eigentlich alles was man sich in einem Urlaub wünscht. Wer keine riesigen Prints drucken und mit Infrarotfilter usw. fotografieren will, für den ist die Panasonic HC-X909 der perfekte Urlaubsbegleiter.

Teneriffa Tenerife 2012 - Panasonic HC-X909

Verglichen mit den letzten Reisen war es diesmal sogar relativ preiswerte. Die Reise haben wir via Internetplattform OPODO gebucht und sind letztlich bei Neckermann gelandet. Die beiden Non-Stop Flüge Düsseldorf – Teneriffa – Düsseldorf wurde von Condor und Air Berlin durchgeführt. Beides durchaus gute Fluglinien mit gutem Service und ordentlichen Bedingungen. Inkl. Hotel und Frühstück hat mich diese 16 tägige Reise für zwei Personen 1.305,- Euro gekostet. Für den Mietwagen hat CICAR 240 Euro abgerechnet. Drei Abendessen im Hotel haben inkl. Minibar & Co. etwa 100 Euro gekostet. Für 168h Stunden Internet habe ich 20 Euro bezahlt. benötigt habe ich davon allerdings nur einen Bruchteil. Es heißt „7 Tage für 20 Euro“ – damit sind wirklich 7 Tage gemeint – Non-Stop!! Hätte ich für 5 Euro 24 Stunden gebucht, so wäre dies wohl völlig ausreichend gewesen. Die Zimmermädchen haben 20 Euro bekommen, ich habe viermal getankt und bin fast 2.000 Kilometer mit einem recht ordentlichen Opel Astra gefahren. Für Mittagessen und Getränke sind nochmals etwa 500,- Euro draufgegangen.

Alles in allem also keine billige Reise, aber auch nicht so richtig teuer. Wer All-Inclusive bucht, den Shuttel-Bus nutzt, keinen Mietwagen fährt und sich nur am Pool herumtreibt, der kann hier für etwa 400 Euro pro Woche und Person einen sehr sonnige Winterzeit verbringen.

Teneriffa 2012 – Tag 16

Heimreise

Morgen soll es um 9h zum Frühstück auf die gegenüberliegende Seite der Insel gehen. Dort gibt es am Strand von El Medano eine kleine „Surferbude“ die ab 10h ein gutes Frühstück serviert. Danach „gehen die Männer fotografieren und die Frauen vergnügen sich am Strand“. Meine Freunde Walter und Alexandra werden auch wieder dabei sein. Nach dem Besuch im sonnigen Süden wollen wir vorbei am Pico del Teide zurück nach Puerto de la Cruz fahren.

Monasterio Los Realejos - Tenerife - Teneriffa

Abends gibt es dann im Monasterio für uns ein göttliches Weihnachtsmenü mit 5 Gängen. Danach heißt es dann die Koffer zu packen und am Dienstag wieder heim ins kalte Deutschland zu fliegen – igittt…. Gern wäre ich noch eine Woche länger geblieben, setzt doch gerade erst die richtige Erholung ein. Aber meine Freundin muss nach Weihnachten gleich wieder arbeiten. Ein gelungener Jahresabschluss war diese Reise dennoch.

Teneriffa 2012 – Tag 15

Der kleine Waldspaziergang

Am Tag nach meiner schlaffen Vorstellung oben am Pico del Teide soll es eine kleine Wanderung in den Wäldern oberhalb von El Sauzal geben. Wir wollen uns um 10h am Mirador de Humboldt oberhalb von La Orotava treffen.

Ausblick vom Mirador Humboldt

Sandra fühlt sich am Morgen gar nicht gut und beschließt im Hotel zu bleiben. Ich greife mir nach den Erfahrungen des Vortages nur die kleine leichte Videokamera, das kleine Manfrotto Carbon-Stativ und einige kleine Tüten mir Fruchtsaft. Nach dem reichhaltigen Frühstück fahre ich dann allein hinüber zum Lieblingsplatz des Alexander von Humboldt. Wenig später treffen dann auch meine Wanderfreunde ein. Es geht ein Stück über die Autobahn in Richtung Norden bis wir ins El Sauzal abbiegen und steil den Berg hinauf fahren. Die Straßen sind ein wenig abenteuerlich aber das kenne ich inzwischen und es ängstigt mich hier fast nichts mehr. Nach einer Weile erreichen wir bei 935 Höhenmetern mitten in einem Waldstück einen dieser großen Grillplätze die für Teneriffa so typisch sind. Hier treffen sich die Familien am Wochenende um gemeinsam zu grillen und den Tag zu genießen.

Ausblick vom Mirador Humboldt

Wir grillen auch heute nichts sondern machen eine kleine Wanderung. Es ist mehr ein Spaziergang durch abwechslungsreiche urige dichte Wälder. Etwa zwei Stunden später kehren wir in einem Lokal in der Nähe von Agua Garcia ein. Dort sind frittierte Champignons mit einer speziellen Avocado-Creme die Spezialität des Hauses. Dazu gibt es große Kalbsschnitzel und ein leckeres kaltes Bier – genial!

Zum Dessert fahren wir den Berg hinab zu der tollen Eisdiele die am Mittwoch geschlossen hatte. Es ist ein Italiener aus Venedig der hier Eis in guter Qualität mit einem überwältigenden Ausblick serviert. So kann man es aushalten!

Nach diesem Dessert trennen sich dann wieder unsere Wege, bis zum nächsten Jahr!

Es geht zum Hotel, dort wartet meine Freundin Sandra schon. Es geht ihr etwas besser, sie hat wieder Hunger – das ist ein gutes Zeichen. Gemeinsam mit meinen beiden Freunden Alexandra und Walter, die gestern hier eingetroffen sind, besuchen wir erneut unser Lieblingsrestaurant, das Monasterio. Nach einer kleinen Besichtigungsrunde gibt es für uns noch etwas zu Trinken. Sandra gönnt ihrem strapazierten Magen eine gesunde Hühnersuppe.

Ausblick vom Mirador Humboldt

Gegen 20h sind es hier noch 19°C. Wir sitzen etwas geschützt fast unter freiem Himmel. Walter erwähnt gelegentlich, dass wir morgen Weihnachten haben und dass es deutlich wärmer als in Deutschland ist. Auch Alexandra kann es kaum glauben. Gestern bei meiner Abreise zum Pico del Teide zeigte das Thermometer um 7h in der Frühe bereits 19°C. Während der Fahrt hinauf zum Pico del Teide fiel das Thermometer auf 200 Höhenmetern jeweils um 1°C. Als ich an der unteren Station der Seilbahn eintraf waren es noch 9°C. Oben knapp unterhalb des Gipfels waren es im Schatten zunächst etwa 2°C. In der Sonne hat es sich allerdings nicht so kalt angefühlt.

Monasterio - Los Realejos - Tenerife - Teneriffa

Wirklich fotografiert habe ich heute nicht. Nach der Erfahrung des Vortages wollte ich mir die schöne Wanderung mit der schweren Fotoausrüstung nicht vermiesen. Die Fotos in diesem Artikel habe ich mit der Panasonic HC-X909 am Mirador Humboldt aufgenommen.

Teneriffa 2012 – Tag 14

Gipfelstürmer

Als der 14. Tag für mich anbricht ist es 6:30. Ich beeile mich so gut es geht und bin um kurz vor 7h auf der Autobahn. Mein Ziel ist die Seilbahn die hier auf den schönen Namen „Teleferico“ hört. Dort will ich mich mit meinem facebook-Freund Aschraf treffen und ihn endlich im „richtigen Leben“ kennenlernen. Als ich die Mondlandschaft des “ Parque National del Teide“ in etwa 2200 Metern erreiche geht gerade die Sonne auf. Der zierlichen Wolkenstreifen am Himmel leuchten in zartem Rosa und über der Kraterwand der Canadas del Teide wird es langsam hell. Ich halte kurz an und montiere meine kleine GoPro HD HERO 1080 an das hintere linke Seitenfenster. Nachdem sie gestartet ist und ich mich versichert habe, dass sie auch gerade ausgerichtet ist, geht es weiter um Fuße des höchsten Berges der Spanier. Ein paar Minuten später treffe ich dort und. Es ist jetzt etwa 8:30 und ich bin der erste Besucher. Schnell ist das Auto geparkt, ich springe wie elektrisiert heraus, reiße den Kofferraum auf und baue in Windeseile mein kleines Video-Stativ auf. Die GoPro wird provisorisch auf eine kleine Mauer gelegt und so filmen zwei Kameras diesen kostenlose tägliche Naturschauspiel. Mit der Nikon D800E mache ich schnell ein paar Fotos und bin überrascht, dass das ganze Schauspiel nur einige wenige Minuten dauert.

Nikon D800E - Sunrise - Tenerife - Teneriffa

Danach ist es hell und die Sonne scheint mir fröhlich ins Gesicht. Die ersten Mitarbeiter am Teleferico sind schon bei ihrer täglichen ersten Testfahrt. Während ich mir das Schauspiel ansehe treffen nach und nach die Mitarbeiter ein. Etwa 25 Menschen scheinen hier Tag für Tag zu arbeiten. Aus einem Kleinbus steigen etliche Frauen aus und schleppen Kisten mit frischem Salat, Obst und Gemüse heran. Wenig später trudeln dann auch die ersten Touristen ein. Es ist eine Gruppe junger Spanier. Sie sind gut ausgerüstet, haben Wanderstöcke und kontrollieren am Auto nochmals ihre Ausrüstung. Sie packen Getränke und ein paar kleine Snacks ein. Dann gesellen sie sich zu mir dazu. Aschraf ist inzwischen auch eingetrudelt. Gemeinsam warten wir darauf eintreten zu dürfen. An der Kasse darf ich für 33,- Euro das erste Ticket des Tages lösen – Yeah! Aschraf löst Ticket Nr. 2 und wenige Minuten später geht es schon mit der Seilbahn den Berg hinauf. Als wir oben eintreffen steht dort eine Gruppe Wanderer die wahrscheinlich in der kleinen Hütte unterhalb des Gipfels übernachtet hat, um sich den grandiosen Sonnenaufgang über Gran Canaria in luftiger Höhe anzuschauen. Sie wirken schlapp und müde und es sieht aus als würden sie sich sehr auf die Abfahrt freuen.

Nikon D800E - Sunrise - Tenerife - Teneriffa

Aschraf und ich sind heute die ersten beiden Touristen die bergauf gefahren sind. Ich selbst war eine Weile nicht mehr hier oben und mir ist nicht ganz klar ob wir links oder rechts herum müssen. Wir entscheiden uns für links und trödeln quatschend den Weg hinauf. Die Aussicht ist grandios und wir verharren um den Augenblick zu genießen, da ruft uns von unten einer der Teleferico-Mitarbeiter zurück. Wir sind auf dem Weg zum Gipfel und ohne Genehmigung dürfen wir dort nicht hinauf. Die Genehmigung bekommt man inzwischen auch via Internet, das ist in den letzten Jahren alles viel einfacher geworden. Aber wir haben leider keine Exemplar dieses magischen Passierscheines. Ich bin ein wenig zerknirscht, hätten wir nicht so getrödelt, wir wären schon fast oben gewesen und niemand hätte uns zurück gepfiffen. So müssen wir uns wie erwartet mit der kleinen Fotorunde begnügen. Schade eigentlich, aber rein fotografisch gesehen durchaus wertvoll.

Wir laufen also zurück zur Station der Seilbahn und dann auf der gegenüberliegenden Seite in Richtung Westen. Von dort führt uns ein gut ausgebauter Wanderweg bergabwärts bis zu einem famosen Aussichtspunkt. Dort war ich bereits in den Jahren zuvor und es ist immer wieder atemberaubend. Heute ist es recht klar und wir können La Palma, La Gomera und El Hierro sehen. Vor uns liegt der Krater des jüngsten Vulkanes der Insel, der Pico Viejo. Sein Krater hat einen Durchmesser von ca. 800 Metern und ist etwas 250 Meter tief. Ehrfürchtig halten wir Inne und beschließen einige Höhenmeter in Richtung Pico Viejo abzusteigen. Hier ist der Weg deutlich anspruchsvoller, es ist mehr Krakseln als Wandern. Wir haben keine Wanderstöcke dabei und suchen mit den Händen Halt an den großen schwarzen Lavabrocken. Doch diese sind scharfkantig und rau, ein paar Handschuhe wären jetzt nicht verkehrt. Nach einer Weile müssen wir einsehen, dass wir mit unseren schweren Kamerarucksäcken besser nicht noch weiter absteigen sollten. Der Pico Viejo sieht aus als sei er zum Greifen nahe, aber es sind noch etwas 400 Höhenmeter die uns von der Kante des Kraterrandes trennen.  Und dieser Krater ist wirklich gewaltig, auch wenn er aus luftiger Höhe recht „unscheinbar“ wirkt!

An einer etwas breiteren Stelle halten wir an und bringen unsere Kameras in Stellung.

Der Dunst über den Inseln wird langsam stärker. Ich entschließe mich den IR-72 Infrarotfilter einzusetzen. Damit erhalte ich zwar nur Schwarz-Weiss-Bilder, aber dieser Filter sieht praktisch durch den Dunst hindurch. Wolken vermag er nicht zu durchdringen, aber leichter Dunst verschwindet wie von Geisterhand. Während ich Bild um Bild knipse, experimentiert Aschraf auch mit einem IR-Filter. Er ist mit den Ergebnissen eher unzufrieden. Allerdings hat seine Canon keinen Infrarot-Sperrfilter eingebaut. Er kann also im Live-View Modus auf dem Display sehr schön sehen was die Kamera fotografieren würde. Aber es ist alles dunkelrot und sehr kontrastarm. Ich gebe ihm den Tipp die Kamera in den Schwarz-Weiss-Modus zu bringen, einen Rot-Filter zu simulieren und den Kontrast so weit wie möglich zu steigern. Danach zeigt seine Canon im Live-View ein recht realistisches Bild dessen was die Kamera letztlich in den RAW-Bildern aufzeichnen wird.

Teneriffa - Nikon D800E - Infrared - Infrarot - Tenerife

Als wir unsere Session beendet haben machen wir uns auf den Rückweg zur Seilbahn. Ich habe morgens nur einen Schluck Wasser getrunken und bin dann recht überstürzt zum Auto gehastet. Weil mich der Sonnenaufgang so fasziniert hat habe ich vergessen etwas zu trinken und zu essen vom Kofferraum meines Autos in meinen Fotorucksack umzupacken. Das rächt sich jetzt. Hungrig und durstig kämpfe ich mich mit dem schweren Rucksack und zwei Stativen durch die scharfkantigen Lava-Brocken den Berg hinauf. Alle paar Meter muss ich stehen bleiben weil ich kaum noch Luft bekomme. Ich bin total überrascht, auf dem Hinweg war alles noch ganz cool und jetzt das? Ich fühle mich schlapp und entkräftet, aber nach einer kurzen Pause geht es wieder weiter. Mit der Zeit werden Pausen länger und die Intervalle kürzer. Obwohl es nur noch ein paar hundert Meter bis zur Seilbahn sind scheint sie mir in weiter Ferne zu sein. Während ich nach Luft ringe kommt mir eine ältere Dame entgegen, schaut mich grinsend an und sagt „Are you a smoker?“ Nein bin ich nicht, meine erste und letzte Zigarette habe ich mit 14 gequalmt. Nach meinem ersten Lungenzug war es mir furchtbar übel und ich habe es bleiben lassen. Gott sei dank!!

Als wir nach echt langer Zeit endlich an der Seilbahn angekommen ist mir schwindelig und übel. Ich kann mich nur mit Mühe auf den Beinen halten und bin froh auf einem von der Sonne durchgewärmten Mauervorsprung ausruhen zu können. Aschraf geht mal schauen ob es nicht etwas zu Trinken oder zu Essen gibt. Aber einen Kiosk gibt es hier oben nicht, hier ist jeder für sich selbst verantwortlich. Alle haben etwas zu Essen und zu trinken dabei, nur wir zwei nicht. Statt dessen habe ich fünf Objektive, mehrere Speicherkarten, eine Videokamera und zwei Stative im Gepäck. All das ist gerade eher eine Belastung als eine Hilfe.

Mir fällt auf wie mich einer der Teleferico-Mitarbeiter mustert. Er hat eine Basball-Kappe auf, trägt eine große Sonnenbrille und hat weite Teile seines Gesichts hinter einem Halstuch verborgen. Er arbeitet hier Tag für Tag und er wird wissen warum. Einige Augenblicke später läuft ein junges Paar an mir vorbei. Sie trägt Schuhe die diesen Namen eigentlich nicht verdienen, es sieht aus als könnte sie damit Ballett tanzen. Dazu eine kurze Hose die aussieht als wären ihr knapp unter dem Schritt die Hosenbeine abgerissen worden. Wenn mir nicht schon schwindelig wäre, das wäre der Moment dafür 🙂

Als dieses junge Mädchen dann plötzlich in sich zusammen sackt ist der Teleferico-Mitarbeiter sofort zu Stelle. Sie wird flach hingelegt und jemand hält ihre nackten Beine mit den Schuhen die keine sind in die Höhe. Wenig später liegt sie halb ohnmächtig in der Kabine der Seilbahn. Eingewickelt in eine Decke wird sie in wenigen Minuten etwa 1.400 Meter weit „abgeseilt“. Ich selbst warte inzwischen sehnsüchtig darauf ihr folgen zu dürfen. Da kommt auch schon die zweite Kabine oben an. Sie ist jetzt also unten. Schnell rein in die Kabine und da geht es auch schon los. Ich muss mich festhalten um nicht umzukippen. Als wir wenige Minuten später unten auf 2.250 Metern eintreffen geht es mir schon etwas besser. Wir gehen rüber zum Restaurant und ich bin froh als ich an einem freien Tische einen Sitzplatz finde. Aschraf rettet mich kurz darauf mit einer frischen kalten Cola, einer leckeren Kanarischen Banane und dem wunderbarsten Kuchen den ich seit langem gegessen habe. Schnell geht es mir wieder besser und wir beginnen über die Vor- und Nachteile des Nikon- sowie des Canon-Kamerasystems zu philosophieren. Wenn ich das kann, und das kann ich gut, dann geht es mir definitiv wieder besser 🙂

Nach etwa einer Stunde bin ich wieder hergestellt und wir beschließen zu den „Los Roques“ zu fahren. Es ist nicht weit, wir können sie von der unteren Station der Seilbahn aus sehen. Dort machen wir eine kleine Wanderung und sind immer wieder erstaunt wie genial hier oben das Licht ist und was diese Landschaft aus geologischer wie fotografischer Sicht für ihre Besucher bereit hält.

Pico del Teide Sunset - Los Roques

Um etwa 17h müssen Aschraf und ich uns dann leider verabschieden. Ich fahre zurück zum Hotel, dank der freien Straßen treffe ich schon um 18h dort ein.

Während der introvertierten Fahrt den Berg hinab lasse ich den Tag Revue passieren. Fotografisch gesehen war alles bestens, aber wir konnten es nicht richtig ausnutzen weil mir die Puste ausgegangen ist. Es war fahrlässig und dumm ohne Getränke und etwas zu Essen dort hinaufzufahren. Alles in allem habe ich meinem Körper am Morgen in etwa 2h einen Unterschied von fast 3.800 Höhenmetern zugemutet. Das alles ohne Essen mit viel zu schwerer Fotoausrüstung, das musste schief gehen. Beim nächsten Mal nehme ich weniger Gepäck mit und habe bestimmt ein paar Müsli-Riegel und das eine oder andere zuckerhaltige Erfrischungsgetränk dabei.

Hier zum Vergleich noch ein „normales“ Foto ganz ohne Infrarot-Filter. Man sieht sehr deutlich den Dunst der die anderen Inseln umschließt. Vergleicht man dieses Bild mit der Infrarot-Variante, so ist diese sichtbar klarer und akzentuierter. 

Nikon D800E - Sunrise - Tenerife - Teneriffa

Zurück am Hotel ist Sandra recht entspannt. Sie hat wieder einen schönen Tag in Puerto de la Cruz verbracht. Gemeinsam fahren wir rüber zum Monasterio und gönnen uns ein leckeres Abendessen. Ich habe das Gefühl, dass ich nach diesem Tag Energie brauche und esse ein saftiges Filet-Steak. Das kommt jetzt echt gut, dazu ein Bier und ich bin reif für die Nacht. Später im Hotel werden dann auch nur schnell die Bilder des Tages auf die neue externe Festplatte gesichert. Danach geht es recht früh ins Bett. Dieser Berg da oben hat mich heute echt fertig gemacht. Man wird nicht jünger, das habe ich heute wieder einmal bemerkt.

Nikon D800E - Nikon AF-S 2.8/24-70mm

Nikon D800E - Nikon AF-S 2.8/24-70mm

Teneriffa 2012 – Tag 13

Best Canarian Sunset (ever)

Die Tage hier auf Teneriffa sind gezählt. Nicht mehr lang und das fiese nasskalte deutsche Schmuddelwetter hat uns zurück. Die letzten Stunden sind damit umso wertvoller und heute wollen wir es uns so richtig schön machen.

Canarian Sunset - Nikon D800E - Tenerife - Teneriffa

Nach dem Frühstück geht es in Richtung Westen zum niedlichen Örtchen Garachico. Dort waren wir schon oft und Sandra liebt diesen wunderbaren kleinen Ort. Unter einem Strohdach mit Blick auf das Meer und die Naturschwimmbäder gibt es Seezunge auf „Kanarische Art“. Das heißt, dass die Seezunge in roter Mojo-Sauce und Gemüse serviert wird. Dazu gibt es die typischen in Meerwasser gekochten kleinen Schrumpel-Kartoffeln – ein Göttermahl. Wäre da nicht direkt vor uns dieses unmögliche deutsche Pärchen. Sie bemühen sich nicht einmal die jungen adretten Kellner auf Spanisch zu begrüßen. Statt dessen texten sie die jungen Männer auf Deutsch zu und mischen ein paar deplatzierte Vokabeln darunter welche sie der englischen Sprache zu entnehmen glauben. Nichts ist richtig wie es ist. Immer wenn der Keller neben ihm steht versucht er witzig zu sein und tätschelt den linken Unterarm des Kellners. Er ringt sich Sätze raus wie „You are a jokey man!“ Der Kellner versteht gar nichts und versucht auch diesen überspannten Gast professionell zu bedienen. Der Weißwein ist zu warm, sie bestellen sich Eiswürfel. Der Kellner versteht nicht was sie wollen. Da versucht sie zu übersetzen: „Ice on the rocks“ – keine Ahnung was sie sich dabei gedacht hat, aber Kellner scheint verstanden zu haben und kurze Zeit später steht ein Glas mit einer Zange und einigen Eiswürfeln auf dem Tisch.

Dann wird ihre Seezunge serviert. Sie ist auf einer ovalen Platte angerichtet, das passt ihnen nicht, es geht wieder los, sie versuchen zwei Teller zu bestellen. Als die Teller auf dem Tisch sind will er frischen Pfeffer. Der Kellner kennt das Wort „Pfeffer“ nicht. Daraufhin macht er eine Handbewegung die ein wenig daran erinnert als würde er mit einer Pfeffermühle hantieren. Der Kellner versteht diesen Brauch nicht, es ist hier auch höchst unüblich. „Boah eh der Fisch ist ja voll trocken…“ Nun schmeckt es ihnen nicht. Er trinkt Weißwein mit Eis und im Wechsel eine Pepsi. Dann ein Stück Seezunge, viel zu trocken… Als die Teller leer sind fragt der Kellner ob es ihnen geschmeckt hat. „No, es war nicht so gut, but that is our problem…“ Der Kellner versteht nur Bahnhof, dann ordert der Typ einen weiteren Liter Weißwein und einen Espresso. Der Kellner kennt versteht wieder nichts. Der Typ zeigt mit dem Finger auf die Eichmakierung der Weinkaraffe. Ok, er nickt und bringt eine neue Karaffe und gleich ein Glas mit Eiswürfeln dazu. Irgendwann kommt die nächste Karaffe die beiden haben jetzt den dritten Stuhl herangezogen, die Schuhe ausgezogen und ihre Käsefüße auf dem freien Stuhl gebettet. Nun beginnt er seine Zunge tief in ihren Hals zu stecken. Sandra kriegt langsam die Krise und ist kurz davor ihm eine Ohrfeige zu verpassen. Aber wird sind im Gegensatz zu diesem Typen gut erzogen, ordern auf Spanisch die Rechnung, geben ein großzügiges Trinkgeld und sagen dem wirklich souveränen jungen Kellner, dass es uns ganz ausgezeichnet geschmeckt hat. Er lächelt und verabschiedet uns bevor er sich wieder seinem „Traumpärchen“ widmet.

Sandra schnappt sich eine warme Jacke, ihren Rucksack und ihren Kindle. Während ich mich auf den Weg zum westlichsten Zipfel der Insel mache hängt sie ihre Füße in eines der Meerwasserbecken, fotografiert Krebse, geht spazieren und genießt den Tag. Auf dem Weg zum Punta de Teno zeigt das Thermometer in meinem Mietwagen zunächst 32°C, das Auto hat eine Weile in der Sonne gestanden.

Canarian Sunset - Nikon D800E - Tenerife - Teneriffa

Als ich am Punta de Teno eintreffe zeigt es noch lässige 25°C, so kann man es aushalten. Ich packe meine Sachen und will gerade los als ein Wanderer auf mich zukommt und sich etwas in den Bart murmelt das Spanisch klingt. „Mi no habla esganol, do you speak englisch?“ „Yes I do!“ Der Akzent kommt mir bekannt vor „Where are you from?“ Er entgegnet: „I‘m from germany!“ Ich: „Na prima, dann können wir auch Deutsch sprechen…“ Nach einer kurzen Runde Smalltalk geht es den Berg hinauf. Als ich fast an meinem Fotospot bin fällt mir auf, dass ich mein Portemonnaie mit fast 1.000 Euro Bargeld und mein Telefon auf dem Beifahrersitz vergessen habe. Ich lasse die beiden Stative mit samt Nikon D800E und Panasonic  Videokamera neben meinem Rucksack zurück und haste schnell den Berg hinab zum Auto. Dort angekommen greife ich mir schnell das Handy und meine Geldbörse und laufe den Berg wieder hinauf. Ich bin nass geschwitzt und aus dem Augenwinkel kann ich sehen, dass ich für den Sonnenuntergang schon fast zu spät bin. Einige Meter unterhalb der Stelle an der ich vor wenigen Minuten meine gesamte Fotoausrüstung abgestellt habe stehen plötzlich mitten in der Einöde zwischen den Kakteen zwei Wanderer. „Hallo Hallo“ entgegne ich und sie sagen „Sind das Ihre Kameras!“ „Ja das sind sie!“ „Oh schade, wir hatten uns gerade schon überlegt, dass wir sie mitnehmen könnten. Das wird dann ja wohl nichts!“ „Nein, die muss ich leider behalten :-)“ Die beiden grinsen und machen sich an den Abstieg.

Ich bin zwar noch nicht an der Stelle die ich mir eigentlich ausgeguckt habe, aber wenn ich jetzt noch dorthin laufe, habe ich das Schauspiel verpasst. Also stelle ich die Video-Kamera auf, aktiviere den Zeitraffer mit einem Intervall von 1s und krabble mit der D800E mehreren Objektiven und dem großen Stativ den Berg hinauf. Etwa einhundert Höhenmeter weiter oben ist der Blick auf den Leuchtturm und La Gomera fast grenzenlos gut. Die Kamera wird aufgestellt und die Show beginnt. Der Spiegel klappert und ich knipse Bild um Bild. Irgendwann fällt mir auf, dass die Videosequenzen die ich zwischen den Fotos mit der D800E aufnehme etwas flackern. Das liegt daran, dass die Zeitautomatik mit Blendenvorwahl aktiviert ist. Also aktiviere ich die „Manuelle Belichtungseinstellung“, nun ändert die D800E während sie filmt weder Zeit, noch Blende oder ISO-Empfindlichkeit. Das ist super, so sollte man es eigentlich IMMER machen. Nichts sieht blöder aus als wenn eine Video-Sequenz einen Helligkeitssprung hat weil der Belichtungsmesser „denkt“ mal wieder etwas arbeiten zu müssen.

Canarian Sunset - Nikon D800E - Tenerife - Teneriffa

Nach der kurzen Videosequenz fotografiere ich einige Belichtungsreichen. Erst sehr spät stelle ich fest, dass eigentlich nur das letzte Bild der Serien korrekt belichtet ist, alles andere ist viel zu dunkel. Was ist jetzt los? Die Antwort ist schnell gefunden, ich habe vergessen von M auf A zurückzustellen. Das ist ärgerlich, aber der beste Teil der Show bricht gerade erst an. Also klappere ich wieder mit dem Spiegel. Alles ist gut, bis ich wieder eine kurze Videosequenz aufnehme. Schnell von A nach M wechseln, so geht das hin und her und ich vergesse im Eifer des Gefechtes mal wieder den Wechsel was erneut zu 16 total unterbelichteten Fotos führt. Mir geht durch den Kopf, dass ich das in meinem Testvideo zur D800E unbedingt erwähnen sollte.

Es ist schon eine geniale Kamera die vieles ganz toll und echt geschickt macht. Wie sie automatisch das Display beleuchtet während man Sterne fotografiert und es ausschaltet sobald der Verschluss geöffnet ist und viele andere sehr gut durchdachte nette Kleinigkeiten, das ist schon schick. Was aber echt stört ist, dass man beim Wechsel von Photo zu Video die gleichen Einstellungen verwendet. Das sollte man trennen können, möglichst „vollautomatisch“. Eine Einstellung für Video und eine für Fotos, das wäre perfekt. Erst gestern habe ich einige Bilder mit Infrarotfilter gemacht und zum Zwecke der Kontrolle die D800E in den Schwarz-Weiß-Modus gebracht. So kann man sehr gut abschätzen wie das Ergebnis der RAW-Konvertierung aussehen wird. Sind die Schwarz-Weiß-Bilder auf dem Display gruselig, so wird man auch mit einer  aufwändigen RAW-Konvertierung eine tollen Infrarot-Bilder erstellen können. Unmittelbar nach den Infrarot-Fotos habe ich einige Videosequenzen gefilmt und Ihr könnt es Euch schon denken, die sind jetzt in Schwarz-Weiß! Ok, sie sehen schon gut aus, mit simuliertem Rot-Filter und krassen Kontrasten, das ist schon ok, aber es ist nicht das was ich mir gedacht habe. Und wegen des hellen Umgebungslichts ist es mir beim Filmen nicht aufgefallen. Sind die Farben beim Filmen erst einmal weg, so sind sie weg und kommen auch nicht wieder zurück. Mir war es egal, es waren nur ein paar Sekunden, aber es könnte auch mal schwer ins Auge gehen!

Canarian Sunset - Nikon D800E - Tenerife - Teneriffa

Wer mit der D800E filmt sollte unbedingt auch bedenken, dass Einstellungen wie Farbsättigung, Schärfe, Active-Delithing usw. auch auf die Videos und umgekehrt auf die Fotos angewendet werden! Wer wie ich ich grundsätzlich im RAW-Modus fotografiert, den wird das nicht weiter schocken, denn diese ganzen Einstellungen sind bei Fotos reversibel, können also jederzeit wieder geändert werden, es sind eben RAW-Bilder! Bei Videos ist das anders. Was hier mit falschen Einstellungen gefilmt wird kann später nur mit sehr großen Einschränkungen modifiziert werden. Hier würde ich mir für die Nikon D900 eine Erweiterung der Software wünschen!

Als die Show vorbei ist packe ich meine Kamera ein und mache mich auf den Rückweg. Dabei leistet mir auf dem steilen Weg zwischen losem Geröll meine kleine LED-Taschenlampe erneut wirklich gute Dienste. Dieses kleine Ding ist einfach großartig! Und ich finde nach kurzer Suche in der Dunkelheit sogar meine Videokamera – Yeah! Bei der Suche bin ich froh, dass ich ihre Stelle auf dem kleinen Weg markiert habe. So war es wirklich einfach sie auf dem Rückweg „aufzuspüren“. Später im Hotel muss ich dann leider feststellen, dass sie im Zeitraffermodus den schönsten Teil der Show nicht aufgezeichnet hat weil die Batterie nicht mehr genug Energie liefern konnte. Das ist schade aber keine Katastrophe, denn ich hatte das schon befürchtet und habe daher mit der D800E die kleinen Videosequenzen aufgezeichnet. Merke: Wenn man mit einer Videokamera unterwegs ist sollte man immer einen zweiten Akku dabei haben! Ich hatte einen schönen großen voll geladenen zweiten Akku dabei, leider in meinem Rucksack und nicht in der Kamera 😦

Canarian Sunset - Nikon D800E - Tenerife - Teneriffa

Ich mache mich auf den Rückweg. Als ich Sandra anrufen will muss ich feststellen, dass es hier keinen Handy-Empfang gibt. Als ich Sandra dann gut gelaunt einsammeln kann bin ich sehr froh, dass sie auch einen netten Nachmittag in Garachico verbracht hat.

Zum Abschluss gönnen wir uns noch ein kleines Abendessen im Monasterio in Los Realejos und sind später im Hotel wirklich froh, dass wir noch etwas auf dem Sofa abhängen können. Was für eine schöne Reise!

Morgen werde ich versuchen mich halbwegs früh aus dem Bett zu quälen und pünktlich zur Öffnung der Seilbahn oben am Pico del Teide zu sein. Dort will ich mich mit Ashraf aus München treffen. Wir kennen uns via Facebook und wollen hier mal synchron mit den Spiegel klappern. Die Fotos dazu bekommt Ihr dann morgen zu sehen. Gute Nacht 🙂