Nikon D800 – Der Werbefeldzug ist angelaufen

Mit der D800 löst Nikon die D700 ab und das mit einem Paukenschlag! 36,3 Megapixel zum Preis von voraussichtlich deutlich unter 3.000€, das ist eine Ansage. Kurz nach der Ankündigung der D700 wurde sie zu ähnlichen Preisen gehandelt, zuletzt für etwa 1.900€, Gemessen an der stabil für fast 7.000€ gehandelten D3x ist das ein signifikanter Preisverfall. Sicher ist dieser Trend auch auf die lange Wartezeit und die vielen Spekulationen im Internet zurückzuführen. Viele Kunden waren verunsichert und obwohl die D700 eine tolle Kamera ist lag sie, wenn überhaupt noch lieferbar, in den letzten Wochen wie Blei in den Regalen.

Das alles hat nun ein Ende, der neue Star ist da und das zu einem Verkaufspreis der für viele ambitionierte Amateure so gerade eben am oberen Rand der Schmerzgrenze liegt. Damit sie trotzdem kaufen sobald eine signifikante Stückzahl lieferbar ist, müssen sie „angefixt“ werden und was ist billiger und funktioniert besser als das Underground-Marketing bei YouTube und Co?

Aber die Flut der Stimmen, Videos und BLOG-Artikel hat auch positive Seiten. Bis sie endlich lieferbar sein wird, kann man sich in aller Ruhe selbst ein Bild machen. Wem die D800 jetzt noch zu teuer ist, der wartet einfach 2-3 Jahre und ist bis dahin mit seiner D7000 oder dem was er so hat ganz glücklich. Der Preis wird fallen, so ist es immer. Und nach der D800 kommt die D900 und dann wird sich die ganze Hysterie erneut abspielen.

Was Nikon mit der D800 verspricht ist allerdings auch wirklich spannend und lässt den Fans die Handflächen feucht werden. „Wann kann ich sie endlich anfassen?“ Solange das nicht geht, müssen Videos ausreichen, ein netter Zeitvertreib sind sie mit Sicherheit 🙂

Hier zeigt Rob Van Petten sehr eindrucksvoll, dass auch die D800 im Grunde genommen „nur“ ein Werkzeug ist. Wirklich gute Fotos macht sie nicht von ganz allein, dazu braucht es Können, Ideen und einige andere Zutaten. Welche das sind wollt Ihr wissen? Dann schaut Euch einfach sein Video an 🙂

 

Hier noch einige Videos die entweder mit der D800 produziert sind oder in denen es um die D800 geht.

 

 

 

 

A tribute to my BMW K1200r

Eigentlich sollte es ja nur ein kleines Testvideo mit Bildern und Videosequenzen aus der neuen Nikon AW-100 werden. Aber dann passte es mit der Musik nicht und so habe ich noch ein wenig in den GoPro-Videos des Jahres herum gesucht. Am Ende habe ich dann so etwas wie eine „Verbeugung“ vor einem Stück genialer deutscher Motorradtechnik. Neben der K1300 ist die K1200 für mich eines der besten Motorräder der Welt. Kinderleicht im Handling, 100% alltagstauglich, pfeilschnell und trotzdem für wirklich lange Touren geeignet. Das tolle Koffersystems ermöglicht mir den Transport von Kleidung, Notebook und was ich während einer Arbeitswoche alles brauche. So bin ich mesit mit meiner blauen und ab und zu auch mal mit der weißen K1200r Sport nun seit April fast ausschließlich unterwegs gewesen.

Irgendwann hat es an einem Montagmorgen so stark geregnet, dass ich mit meinem Auto zur Arbeit nach Mainz gefahren bin. Aber das war eine der ganz ganz wenigen Ausnahmen. Soviel wie in diesem Jahr bin ich schon ganz lange nicht mehr Motorrad gefahren. Und die vielen glücklichen Momente an Rhein, Mosel, Eifel, Hunsrück, Taunus und vielen anderen schönen Ecken möchte ich nicht missen. Ein Jahr auf zwei Rädern und was für eines!

Heute ging es bei leicht frostigen Temperaturen zurück von Mainz nach Bonn. Ab Montag werde ich wieder mein Auto benutzen. Mein beiden BMWs waren jetzt zur Inspektion, haben frisches Öl in allen Behältern, reichlich Profil auf den Reifen und sind bereit für einen hoffentlich kurzen Winterschlaf.

Hier ist nun mein neues Video. Am Ende gibt es noch eine kleine Überraschung, 200 km/h im 4. Gang und er ist längst nicht „ausgedreht“…

Panoramafotos mit der Nikon AW-100

Die meisten Menschen mögen Panoramafotos. Wer kennt sie nicht diese Situationen im Urlaub wenn man mit seiner kleinen Kamera vielleicht in der Toskana an einem genialen Aussichtspunkt steht und so überwältigt von dem ist was man sieht, dass man instinktiv versucht alles festzuhalten. Nur wie soll man all das was man da sieht in einem kleinen Foto unterbringen? Also macht man mehrere Fotos und versucht sie später zusammen zu kleben. So war das jedenfalls vor 10 Jahren noch…

Wirklich gut erinnere ich mich auch an meine erste Fuji APS Kamera. Das Ding machte Panoramafotos, wie genial! Wenn ich sie heute anschaue muss ich müde lächeln aber damals waren sie absolut sensationell! Irgendwann kam mir eine Canon G2 ins Haus. Ein kleines feines Ding und sie hatte einen Panorama-Assistenten! Ich weiß noch genau wie ich mal an einem kalten klaren Wintertag damit an der Bonner Museumsmeile herumgewandert bin und versucht habe alles auf ein Bild zu bekommen. Heute weiß ich, dass das Blödsinn war, aber versucht habe ich es dennoch. Und von den ersten Prints eben dieser Bilder auf einem Large-Format-Printer war ich schwerstens beeindruckt. Nie zuvor hatte ich ein Bild mit einem Format von 100×30 cm  und noch viel mehr in Händen gehalten, der absolute Wahnsinn!

Nur wie rahmt man das ein? Wie präsentiert man solche Fotos und an welche Wand kann man sie hängen?

Panoramafotos, wir lieben und wir hassen sie! Lieben weil sie cool sind, hassen weil sie so unhandlich sind. Ich denke, dass 99% aller weltweit geknipsten Panorama-Fotos ausschließlich auf Computern angezeigt werden. Man zoomt hinein und heraus und hat dabei das gleiche Problem, das ein Architekt oder Bauingenieur bei der Arbeit mit Auto-CAD hat. Entweder sieht man den ganzen Plan und erkennt nicht, dass man gerade dummerweise eine winzige Toilettenschüssel in der Einfahrt zur Tiefgarage eingefügt hat oder man sie eine Toilettenschüssel und weiß nicht wo die Aufzüge und Versorgungsschächte sind.

Übersicht versus Detailansicht – ein uraltes Problem – nicht nur in der Panorama-Fotografie.

Trotz aller Probleme liebe ich Panoramafotos und habe mir sogar mal eine wirklich sündhaft teure spezielle NOBLEX Panoramakamera gegönnt. Dieses Monstrum nimmt mit einem rotierenden Objektiv Panorama-Fotos auf die ein Format von 6×12 cm haben. Scannt man das ein, erhält es gewaltige Bilddateien mit irre vielen Details. Blöd nur, wenn diese Kamera eine Macke hat und sich der Film nicht korrekt weitertransportieren läßt. Manch einer gibt sie im Fotoladen zurück und tauscht sie gegen eine hagelneue Hasselblad 500CW 🙂

Hier habe ich ein kleines Video meiner NOBLEX, das ich vor langer Zeit mit meinem Nokia N95 aufgenommen habe.

 

Erst als die letzte TFS-Fehlermeldung bearbeitet und die letzte E-Mail beantwortet ist, werde ich heute bemerken, dass es wieder einmal von Mainz zurück nach Bonn geht. 🙂

Also rauf auf mein weißes „Mädchenmotorrad“ und ab in Richtung Norden. Da sie gerade halbwegs sauber ist, mache ich vor meinem Mainzer Appartement mit der Nikon AW-100 schnell noch ein paar Detailfotos und ein kleines Video. Die Sonne scheint aber es ist nicht wirklich warm. Das Bordthermometer zeigt 12 °C, aber egal, nur die „Harten kommen in den Garten“!

Bei Waldlaubersheim verlasse ich die A61 und fahre kreuz und quer durch Weinberge, Täler, Wälder und lande schließlich auf der Hunsrück Höhenstraße. Dort fällt das Thermometer bis auf 8°C und ich gerate in einen kurzen Hagelschauer. Au Backe, die Motorrad-Saison ist wirklich vorbei! Nur gut, dass ich mich irgendwo in den Weinbergen bei Waldlaubersheim vorher ein wenig aufgewärmt und ein paar Fotos meiner schönen weißen BMW K1200r Sport gemacht habe.

Abends hatte ich im AW-100 Handbuch gelesen, dass die neue Nikon AW-100 einen speziellen Panorama-Modus hat. Das wäre hier in den Weinbergen jetzt genau das Richtige! Eine krasses Panorama auf dem man alles aber auch alles sehen kann!

Die Nikon AW-100 kennt einen „normalen“ Panorama-Modus und einen „automatischen“ Modus. Der normale Modus ist so wie früher bei der Canon G2. Man hat einen „Assistenten“ der beim zweiten Teil-Bild einen Teil des ersten Teil-Bildes anzeigt. Das hilft dabei die Bilder auch ohne Stativ relativ sauber aneinander setzen zu können. Man macht Bild um Bild und erstellt später am Computer mit einem Programm wie bspw. Autopano-Pro sein Panorama.

Das kenne ich schon und das funktioniert recht gut!

Aber wie ist der neue automatische Modus? Also versuchen wir es mal!

Ist dieser Panorama-Modus aktiv und man hat ausgewählt, dass man eine vielleicht ein 180° Panorama aufnehmen will, richtet man die Kamera an eines der „Enden“ des „gedachten“ Panoramas, betätigt den Auslöser und dreht die Kamera dann langsam und gleichmäßig um 180° bis zum gegenüberliegenden Ende. Danach wird kurz gerechnet und fertig ist das Bild. Schwenkt man zu schnell oder ist es zu dunkel klappt es mit dem Panorama nicht. Auch sollte man die Kamera im Hochformat halten, dann ist meiner Meinung nach die Auflösung etwas besser.

Nach all der Vorrede habe ich hier nun ein völlig unbearbeitetes Beispielpanorama aus der Nikon AW-100. Anklicken für Originalgröße – ist doch geil – oder?

Und noch ein paar ergänzende „Out-Of-The-Cam-Shots“ (Anklicken für Originalgröße)

Eine „Immer-Dabei“ Hosentaschenkamera in dieser Qualität habe ich mir immer gewünscht. Da kommt (noch) kein Handy mit und man muss während eines Hagelschauers auch nicht darum fürchten, dass die Kamera in der Brusttasche der Motorradjacke nass werden könnte. Es ist eine All-Wetter Kamera, eben eine AW-100!!

Tausche BMW F800r gegen K1200r

Am späten Nachmittag rufe ich kurz beim Motorradhaus Senger an, sicher ist sicher. Mein weißes „Mädchenmotorrad“ ist abholbereit. Schnell runter in die Tiefgarage und rauf auf mein Leihmotorrad. Irgendwie sieht sie voll gut aus, da muss man doch noch schnell mit der Nikon AW-100 ein paar Fotos machen…

Zu einem meiner Artikel zur Nikon AW-100 hat jemand einen Kommentar geschrieben, dass die Qualität der Bilder die er mit dieser Kamera macht schlecht sei. Das kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Ok, man darf sich die 16.000.000 Bildpunkte nicht mit der Lupe im 100% Modus anschauen. Verkleinert man diese Bilder auf ein „sinnvolles“ Maß, so sehen sie meiner Meinung nach ganz ok aus.

Ok, wenngleich der Kilometerzähler erst bei 18.000 KM steht, wurde doch die 20.000er Inspektion erledigt. Diverse Öle mussten gewechselt werden und auch hier wurde der neue „Überspringschutz“, für die Steuerkette welche die Nockenwellen antreibt, eingebaut. Dieser Teil der Reparatur schlägt inkl. Mwst. mit etwa 60 Euro zu Buche. Da meine Sandra meist hübsch piano fährt, sind beide Reifen noch in Höchstform, was sich auch gleich positiv in den Gesamtkosten niederschlägt. Die 30.000er Inspektion meiner blauen K1200 hat in der letzten Woche inkl. TÜV und Reifen 1145,- Euro gekostet. Heute sind es „nur“ 345,- Euro. Ist immer noch ne Menge Geld, aber verglichen mit der letzten Woche ist es moderat und mir stockt nicht gleich der Atem.

Ein zaghaftes Drehen am Gasgriff zahlt sich also doppelt aus, man (oder auch Frau) fährt sicherer und die Verschleißteile halten länger.

Als ich die schwarz-gelbe F800r beim Motorradhaus abstelle, steht da ein Kundenmotorrad mit einer echt heißen Auspuffanlage. Leider kann mir niemand sagen was es für eine Anlage ist. Vielleicht kommt sie aus Italien und wahrscheinlich hat sie nicht einmal einen Katalysator. Aber scharf sieht sie aus, wirklich messerscharf… Also schnell ein paar Foto mit meiner neuen ständige Begleiterin der Nikon AW-100 machen…

Dagegen wirkt der Auspuff an meiner weißen K1200r Sport wie ein zu groß geratene Thermoskanne, oder?

Auf dem Rückweg ist dann Stau auf der Autobahn, es wird dunkel und es regnet. Die Saison ist wirklich zu Ende. Übermorgen noch einmal am Rhein entlang nach Hause und dann wird wohl der Winterschlag dieser beiden Schönheiten beginnen – schade eigentlich – wir hatten soviel Spaß in diesem Jahr…

Mein neues Buch

Das Buch zu meiner großen Fotoreise gibt es bei amazon.de als Kindle eBook zu kaufen. Auf 573 Seiten gibt es die vollständige Geschichte sowie 200 farbige Fotos, einige Karten und viele Tipps zum Thema Fotografie.

100DaysOfFreedomCover

Wer nicht gern liest, kann mich mit einer kleinen Spende via PayPal unterstützen.

paypal-donation

Meine neue BMW F800 – Nur für einen Tag…


(Foto: Nikon AW-100)

Die Arbeit im Büro gestaltet sich heute wieder einmal schwierig. Beim letzten Deployment sind einige Stored-Procedures nicht korrekt in die Datenbank gewandert und so müssen sie erst noch gegen die aktuellen Versionen ausgetauscht werden. Aus der Produktion wird der eine oder andere Fehler mit hoher Priorität gemeldet. Kaum ist ein Fehler behoben geht das Telefon und es gibt ein neues Problem. Um 17h ist dann alles soweit erledigt, trotzdem raucht mein Kopf. Da tut eine kleine Abkühlung auf der Autobahn ganz gut. Bei 12°C geht es mit meiner weißen BMW K1200r Sport über die A60 nach Rüsselsheim. Beim Motorradhaus Sänger wird schnell abgeklärt, dass wir in der letzten Woche die Service-Hefte vertauscht hatten und dass daher die 30.000er Inspektion beim falschen Motorrad eingetragen ist. Tja wer sich den Luxus zweier identischer Motorräder gönnt, kann schon mal durcheinander kommen! Aber nichts ist unlösbar und bei Senger sowieso nicht. Es dauert nur ein paar Minuten, dann bin ich mit einer fast neuen BMW F800R unterwegs nach Mainz. Sie sieht aus wie eine Tigerente und brummt wie eine wilde Hummel…

Zunächst ist es wein wenig ungewohnt, aber man fühlt sich auf der F800 schnell zuhause. Beim Auffahren auf die Autobahn bin ich überrascht wie der kleine Motor hoch dreht und die Fuhre abgeht. Untermotorisiert ist dieses Motorrad nicht! Die 200 km/h erreicht sie spielend. Jetzt wünsche ich mit eine kleine Verkleidung hinter der ich mich zusammen kauern kann, aber da ist nichts. Auf diesem Ding sitze ich voll im Wind und so mache ich den Gashahn lieber wieder zu 🙂

Später an meinem Appartement angekommen muss ich sagen, das Ding fährt wie auf Schienen. Am 2.500 Umdrehungen geht es zügig vorwärts, aber es wird auch mit kernigen Vibrationen quittiert. Der Lenkungsdämpfer gibt zusätzlich  Ruhe in das ohnehin sehr gute Fahrwerk. Bremsen, Motor, Handling, Sitzposition, alles ist ok. Und doch ist es kein Motorrad für mich. Wenn man jahrelang einen großen „Brummer“ unter dem Hintern hatte, fühlt sich diese F800 an wie ein Fahrrad. Besonders blöd finde ich den neuen Blinker-Hebel. An die beidseitigen Blinkerhebel meiner K1200 musste ich mich gewöhnen, aber nun will ich nichts anderes mehr. Zu blöd, dass genau diese genialen Armaturen nicht mehr hergestellt werden und BMW sie nicht mehr einkaufen kann. Meine Handschuhe sind relativ eng und bei gezogener Kupplung ist es mir fast unmöglich den Blinkerhebel zu bedienen. Das könnte besser sein!

Vor meinem Besuch bei meinem Freund Hermann geht es noch ganz kurz zum Fototermin hoch in den Mainzer Volkspark. Schnell ein paar Bilder mit Video-Sequenzen mit der neuen Nikon AW-100 aufnehmen. Wieder am Appartement noch ein kleiner Soundcheck, schließlich will man ja auch hören wie der Motor der F800 „klingt“.

Dann schnell das Video zusammen stellen, Musik drunter und ab in Richtung YouTube damit.

 

Zusammenfassend könnte man sagen:

  • Die BMW F800R ist eher ein Motorrad für Frauen – daher auch das F in der Typenbezeichnung
  • Eine BMW der K-Serie ist eher was für Männer, daher auch das K wie „Kerl“ in der Typenbezeichnung
  • Eine R1200r ist eher ein „gemütlicher Panzer für betuchte Rentner“, daher auch das R in der Typenbezeichnung