Nikon D800E – Dias kopieren mit Nikon ES-1

Bereits vor einigen Monaten habe ich Euch in diesem Artikel „Nikon D7000 mit Slide Copying Adapter ES-1“ gezeigt, wie man mit der Nikon D7000, dem AF-S 2.8/40mm Micro Nikkor in Verbindung mit dem Nikon ES-1 Dias abfotografieren kann. Aufgrund der vielen Anfragen könnte man den Eindruck gewinnen, das einige unter Euch trotz des übermächtigen „Digitalbooms“ noch immer analog fotografieren. Andere haben sicherlich noch viele analoge Schätze in ihren Archiven. Dieses Material zu digitalisieren kann extrem zeitaufwändig sein. Verwendet man beispielsweise einen Nikon Coolscan V ED so benötigt ein wirklich guter Scan schon mal 15 Minuten und mehr. Das liegt nicht daran, dass der Scanner so langsam wäre. Für ein perfektes Ergebnis sind oft mehrere Testscans notwendig. Inklusive der praktisch immer notwendigen Nachbearbeitung kann man mit dem Scannen seiner Bilder schnell mehrere Wintermonate verbringen.

Nikon ES-1 Diakopiervorsatz

Aber das muss nicht sein, bewaffnet mit dem Nikon ES-1 und einer großen Dose Druckluft bekommt man einen 36er Film in ca. 30 Minuten abgelichtet. Inklusive einiger Nacharbeiten ist man damit deutlich schneller als mit einem Scanner. Und die Resultate können sich durchaus sehen lassen. Mit der D7000 und dem AF-S 2.8/40mm Macho Objektiv kann man im Live-View sehr schön das Dia perfekt ausrichten und dann mit voller Autofokusunterstützung ablichten.

Nikon D7000 mit Nikkor AF-S 40mm DX-Macro und Nikon ES-1

Heute wollen wir mal schauen ob die Nikon D800E gegenüber der D7000 noch einen Vorteil bringt. Die Frage ist, ob die D800E noch mehr Details aus den Dias herauszuholen vermag.

Für meinen Test habe ich das geniale Micro Nikkor AiS 2.8/55mm nebst zugehörigem Zwischenring an die D800E montiert. In das 52mm Filtergewinde passt perfekt der Nikon ES-1 Slide-Copying Adapter. Beim Versuch mit dem AF-S 2.8/40mm fällt auf, dass dieses Objektiv für den kleineren Bildkreis der D7000 gerechnet ist und das Dia zwar scharf und vollständig auf dem Chip der D800E abbildet, aber eben nur auf etwa der halben Fläche des Chips. Damit hat das Ergebnis etwa die gleiche Auflösung wie bei der D7000. Es ist also keine optimale Kombination.

Gern hätte ich es mal mit dem sauguten AF-D 2.8/60mm versucht, aber dieses Objektiv hat ein 62mm Filtergewinde. Hier passt der ES-1 daher nur mit einem Filteradapter (den ich leider nicht habe).

Aber das 2.8/55mm macht auch mit dem ES-1 eine gute Figur. Um den perfekten Fokuspunkt zu finden, wählt man Blende 2.8 und bringt die D800E in den Live-View-Modus. Dann fokusiert man grob vor, wählt den Ausschnitt indem man den ES-1 hin und her schiebt. Man fokussiert nach, optimiert den Ausschnitt, schiebt, fokussiert usw. Passt der Ausschnitt betätigt man den + Knopf und zoomt in das Live-View-Bild hinein. Möglichst an einer Stelle mit vielen Details. Hier kann man nun die Fokussierung optimieren. Anschließend wählt man bei ISO-100, mit Zeitautomatik Blende 8 oder 11 und hält die Kamera vor eine gleichmäßig ausgeleuchtete Lichtquelle. Klickt und schon ist man (fast) fertig…

Beim Wechseln der Dias muss man neu fokussieren, denn meist verschiebt man den Tubus des ES-1 ungewollt ein wenig, schließlich sitzen die Dias ziemlich stramm. Nach den ersten Testbildern habe ich auch festgestellt, dass der Tonwertumfang der Dias oft bedenklich groß ist. Hier die geeignete Belichtung zu finden ist gar nicht so einfach. Um es mir leichter zu machen habe ich jeweils eine 3-fach Belichtungsreihe mit 1.0 EV Unterschied aufgenommen. Später bei der RAW-Konvertierung kann man sich dann das Bild mit der am besten geeigneten Belichtung aussuchen. Manchmal bietet es sich sogar an ein HDR zu erstellen. Das ist zwar sehr zeitaufwändig, aber so kann man das was in den guten alten Dias „steckt“ wirklich perfekt herausarbeiten.

Hier habe ich nun ein Testbild für Euch. Dieses Bild habe ich im Jahr 2005 im Tierpark Hagenbeck mit einer Nikon F100 und dem Nikon AF-D VR 80-400mm Objektiv auf Kodak Extra-Color 100 aufgenommen. Dieses Teleobjektiv ist zwar leicht, kompakt und preiswert, ist allerdings bei der Abbildungsqualität eher durchschnittlich. Verkleinert man das riesige Bild aus der D800E nach der RAW-Konvertierung auf 1000 Pixel (lange Seite) so wirkt das Ergebnis scharf und detailreich. (Anklicken für 1000er Auflösung!)

Nikon D800E - Slide Copy with Nikon ES-1 - Kodak Elitechrome Extra Color 100

Doch schauen wir nun ob die hohe Auflösung der D800E uns echte Vorteile bringt…

Hier habe ich einen 1:1 Ausschnitt bei einer Auflösung von 36 Mega-Pixeln. Das Filmkorn wird hier recht gut abgebildet, aber das Ergebnis ist insgesamt eher mäßig.

Nun schauen wir mal wie ein 1:1 Ausschnitt bei 24 Mega-Pixeln aussehen würde.

Nun eine Variante die auf 12 Mega-Pixel verkleinert ist.

Und jetzt eine Version die auf lediglich 6 Mega-Pixel eingeschrumpft ist…

Schaut man sich diese Ergebnisse an so kommt man schnell zur Einsicht, dass die D800E hier einfach „too much“ ist. Sie liefert riesige Bilddateien, aber im Dia steckt gar nicht das drin was die Kamera herausholen könnte. Letztlich wäre man mit einem „Scan“ aus einer Nikon D70 aus dem Jahre 2004 auch gut bedient. Dieses Kamera löst zwar nur 6 Mega-Pixel auf, aber mehr steckt eben in dieser Vorlage nicht wirklich drin. Mit etwas Finetuning bei der Fokussierung usw. ließe sich vielleicht noch etwas mehr erreichen. Und ein Nikon Coolscan V ED würde vielleicht noch ein klein wenig mehr aus der Vorlage heraus kitzeln. Aber wenn wir ganz ehrlich sind, dann bringt das alles nicht wirklich viel und der Aufwand ist unverhältnismäßig groß.

Mein Fazit

Ja, es geht, aber es ist nicht wirklich sinnvoll! Der Speicherplatzbedarf der „Scans“ ist gewaltig. Und in den Bildern ist einfach eine Menge „Luft“. Hat man ein wirklich perfektes Diapositiv, so reichen eine Nikon D2x oder eine noch viel preiswertere Nikon D60 für die Digitalisierung völlig aus. Bildinhalt die in einer Vorlage nicht enthalten sind, lassen sich auch mit einer Nikon D800E nicht „erkaufen“. Nicht zuletzt ist das Handling ohne Autofokus wirklich unpraktisch. Ich werde meine Dias künftig mit der D2x abfotografieren. Sie hat (ähnlich der D800E) ein sehr gemäßigt arbeitendes Tiefpassfilter und zeigt für eine Kamera mit „nur“ 12 Mega-Pixeln außergewöhnlich viele Details. In Verbindung mit dem AF-S 2.8/40mm und dem ES-1 wird die D2x sinnvolle Resultate liefern.

Für alle „Pixelpeeper“ habe ich hier noch einen unbearbeiteten „Scan“ im JPG-Format aus der D800E in Originalgröße abgelegt. Einfach hier klicken. (Achtung: 19,3 MB)

Wer Fragen hat oder weitere Beispielfotos sehen möchte, der kann einfach die Kommentarfunktion verwenden.

Zu kaufen gibt es dieses preiswerte und wirklich nützliche Zubehörteil beispielsweise hier.

Nikon ES-1 Diakopiervorsatz

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Mit vier BMWs durch das Sauerland

Auch wenn der Wetterbericht nicht viel Gutes verheißt, es ist das erste und letzte Wochenende an dem mein Bruder, mein Schwager, meine Freundin und ich gemeinsam die Zeit für eine ausgedehnte Motorradtour finden. Es soll kreuz und quer durch das Sauerland gehen. Bereits als kleiner Bub habe ich viel Zeit bei der Oma in Scharfenberg bei Brilon verbracht. Noch gut erinnere ich mich an die „Sommerfrischler“ die meine Oma von Jahr zu Jahr im eigenen Haus beherbergte und verköstigte. Sommerfrischler, das waren meist Gäste aus Holland. Besucher aus dem Land ohne Berge die einmal im Jahr etwas anderes sehen wollten als Deiche und plattes Land.

Morgenstimmung am Möhnesee

Unter ihnen war auch die Familie Mulder. Während ich noch die Grundschule besuchte haben wir immer wieder die  Sommerferien im Haus dieser Familie in Den Helder an der Nordsee verbracht. Die Mulders haben während dieser Zeit bei meiner Oma gewohnt. So hatten wir Kinder Strand und Sonne und die Mulders sonnige Tage in einem wunderschönen Mittelgebirge.

Beim Gedanken an eine Motorradtour durch das Sauerland rümpfen hartgesottene Alpen-Biker schnell die Nase. Aber wer dieses schöne Fleckchen Erde erst einmal kennen gelernt hat, den zieht es immer wieder dorthin.

Warten auf die anderen Biker

Als Ausgangspunkt für unserer Reise haben wir uns das kleine Café an der Staumauer des Möhnesee ausgesucht. So haben wir alle eine recht moderate Anreise zu bewältigen. Sandra und ich entscheiden uns für die Autobahn. Sie sucht sich heute wieder mein Mädchenmotorrad aus, eine BMW K1200r Sport mit 163 PS. Ich entscheide mich für meine 11 Jahre alte BMW K1200RS mit „nur“ 131 PS. Mein Bruder wird mit seiner BMW R1150R (86PS) anreisen und meine Schwager wird seine wunderschöne chromblitzende BMW R1200C Classic (61PS) ausführen. Gemeinsam haben wir damit fast 5 Liter Hubraum, 12 Zylinder und satte 442 PS. Das alles bei einem Benzinverbrauch von etwa 24 Litern/100km und einem Gesamtgewicht von ca. 1000 KG – Nicht schlecht!!

BMW R1200C Classic

Um kurz nach 11h sind wir vollzählig und es geht los. Mein Bruder hat die Tour daheim am PC geplant und die Route in sein Garmin GPS übertragen. Er kennt sich hier gut aus und so ist er der Anführer unserer Truppe. Sobald Kurven in Sicht sind „verlässt“ er uns und wartet auf der nächsten Gerade bis wir auch da sind. Gern würde ich mal so richtig den Hahn aufreißen, aber wenn man in einer Gruppe fährt muss man lernen sich zusammen zu reißen. Auch wenn es schwer fällt, aber so habe ich als „Schlusslicht“ meine Freundin und meinen Schwager stets im Blick. Ich kann mich auf die reizvolle Landschaft konzentrieren und muss nicht im Spiegel schauen „wo sie denn bleiben“. Das hat auch was und ist auf Dauer sehr entspannt. Man kann auch Spaß haben wenn man nicht am Limit fährt!

Am Nachmittag gibt es eine Pause am am Sorpesee. Hier hole ich kurz meine Nikon AW100 „Immer-Dabei-Kamera“ heraus und lichte für Euch die vier so verschiedenen Motorräder ab.

Schauen wir mal was wir da haben… Zuerst der moderne Klassiker, eine R1150R mit einem klassischen Boxermotor. Halt, so ganz klassisch ist er gar nicht mehr! Dank elektronische gesteuerter Einspritzanlage, geregeltem 3-Wege-Katalysator und Doppelzündung ist es ein sehr modernes Triebwerk. Lange Jahre bin ich etwas ganz ähnliches gefahren. Doch schließlich ging es mir auf den Geist, dass praktisch keine Werkstatt in der Lage war diesen Motor so einzustellen, dass beide Zylinder völlig synchron arbeiten. Das Ergebnis waren stetige Vibrationen die zwar „typisch“ sind, die mir aber irgendwann einfach auf den Geist gegangen sind. Danach brach für mich nach langen Jahren mit verschiedenen Boxer-Motoren die Ära des „4-Zylinders“ an.

BMW R1150 R

Hier haben wir einen dieser Vertreter. Eigentlich war dieses Motorrad für mich gedacht. Doch wegen der niedrigen Sitzbank und des entspannten Superbike-Lenkers wurde es dann mein „Mädchenmotorrad“. Wirklich viel bewegt habe ich dieses krasse Ding in den letzten Jahren nicht, meist ist meine Freundin damit unterwegs… Da ich irgendwann auch mal mit solch einem Geschoß fahren wollte, habe ich mir schließlich das gleiche Ding ein zweites Mal gekauft, allerdings in „Blau“. Hier habe ich ein kleines Video das ein wenig vermittelt wie das Fahrgefühl mit diesem krassen Ding ist.

BMW K1200r Sport

Dieses Geschoß geht ab wie die Hölle, das Triebwerk katapultiert die Fuhre in wenigen Sekunden auf bis zu 260 km/h. Dies ist indes ein Wert von eher theoretischem Nutzen. Bei 260 km/h ist der Lärm unmenschlich, der Winddruck abartig, die notwendige Sitzhaltung eine Katastrophe. Dieses Ding kann zwar schnell fahren, aber es macht keinen wirklichen Spaß. Die Domäne dieser Maschine ist eher die satte Beschleunigung aus dem „Drehzahlkeller“. Im 4. oder 5. Gang hängt sie auf kurvigen Landstraßen gierig am Gas und zaubert mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Eine geniale Fahrmaschine und bislang das beste Motorrad das ich je gefahren bin. Auch wenn es nach Meinung eingefleischter BMW-Fans gar keine echte BMW ist, denn eine echte BMW „muss einen Boxermotor haben“! Naja…

Kommen wir zur R1200C Classic. Dieses Motorrad erregte vor einigen Jahren weltweites Aufsehen als James Bond damit vor einem Hubschrauber voller Bösewichter floh. In der Classic-Edition hat BMW hier verchromte Speichenräder verbaut. Dieses Motorrad ist ein Albtraum für jeden Biker mit „Putzfimmel“. Blitz blank sauber geputzt, ist sie eine echte Augenweide.

BMW R1200C Classic

Im Gegensatz zu anderen modernen Boxermotoren leistet dieses Aggregat „nur“ 61 PS. Das erscheint auf den ersten Blick wenig zu sein, aber es reicht völlig für einen entspannten Ritt über wundervolle einsame Landstraßen. Dieses Motorrad ist eine BMW für Genießer. Wer sich für dieses Maschine entscheidet fährt eine „Harley aus Bayern“ die nicht liegenbleibt und die die Blicke der Passanten nicht wegen einer ohrenbetäubenden Geräuschkulisse auf sich zieht. Dieses Motorrad ist zeitlos elegant und es ist wirklich schade, dass es nicht mehr hergestellt wird!

Kommen wir zu einer ganz anderen BMW, der K1200RS. Mit der K-Reihe hat BMW nach Jahrzehnten neue Wege beschritten. Die Motorräder der K-Reihe hatten einen liegend eingebauten Motor mit drei oder vier Zylindern. In Fahrtrichtung war links der Zylinderkopf und rechts die Kurbelwelle. Von oben wurden die Motoren mit zündfähigem Gemisch beatmet, nach unten ging es in eine ebenso einfach wie effizient konstruierte Auspuffanlage.

Wegen der sehr gewöhnungsbedürftigen Erscheinung dieser Motorkonstruktion hatte diese Baureihe schnell einen Spitznamen: „Flying Brick“ – „Fliegender Ziegelstein“.

Wirkliche Erfolge konnte BMW mit dieser in sich völlig logischen und einzigartigen neuen Konstruktionsweise hingegen nicht feiern. Eingefleischte Fans kauften weiterhin Modelle mit Boxermotoren. Dies änderte sich erst, als die Designer begannen den hässlichen Ziegelstein in einer Vollverkleidung zu verstecken. Im Jahr 1996 erschien die BMW K1200RS. Ein Sporttourer mit engem Kniewinkel und bärenstarkem Motor. Dieses Triebwerk konnte in der offenen Version satte 131PS mobilisieren, das hatte es bei BMW nie zuvor gegeben. Doch die Konstrukteure waren zu spät. Die Konkurrenz aus Japan und Italien hatte bereits sportlichere Motorräder mit deutlich höherer Motorleistung im Angebot.

Doch diese Variante des fliegen Ziegelsteins fand nach und nach doch ihre Fans. Im Jahr 2001 wurde das Motorrad ein wenig überarbeitet. Die Sitzposition ist weniger sportlich und das Design etwas gefälliger. Gebaut bis zum Jahr 2005 ist sie heute ein Meilenstein der Motorradgeschichte.

BMW K1200RS - Flying Brick - Fliegender Ziegelstein

Mein Exemplar dieses Motorrades ist aus dem Jahr 2001, also eines der ersten Exemplare der überarbeiteten Baureihe. Der Tacho zeigt mittlerweile über 100.000 Kilometer an. Doch dank guter Pflege sieht sie noch immer fast aus wie neu. Ich habe diese Maschine vor einigen Wochen für etwas über 3.000 Euro erstanden und sie macht mir immer wieder richtig viel Spaß. Im Gegensatz zur neueren K1200r Sport entfaltet der Motor seine Kraft sehr ruhig und gleichmäßig. Man kann ohne Probleme mit 1.500 U/min durch eine Ortschaft zuckeln und am Ortsausgang ohne zu schalten auf bis zu 240 km/h beschleunigen. Das reicht für alle Lebenslagen, lediglich das mit fast 300 Kilogramm hohe Gewicht bekommt man immer wieder deutlich zu spüren. Diese Maschine ist weniger quirlig als die neuere K1200r. Besonders mit einem AC Schnitzer Superbike-Lenker ist das Handling des neueren Model fast so spielerisch wie bei einem Fahrrad. Fahrer der älteren K1200RS müssen hier schon mal richtig „arbeiten“. Besonders auf den ersten Kilometern ist mir dies mit der alten K1200RS schwer gefallen. Aber es lag an den Reifen! Seit sie mit zwei neuen Michelin Pilot Road 3 (MOR3) bestückt ist, fährt auch dieses Motorrad „wie auf Schienen“.

Unsere Route habe ich mit meinem TomTom Urban Rider mitgeschnitten und hier für Euch ein wenig aufbereitet. Wer die originale GPX-Datei haben möchte, der kann sich einfach bei mir melden.

Beginnen wir mit der Übersicht. Man sieht die Anreise von Bonn aus über die A59, A3, A1 und A44 bis zum Möhnesee. Nach der Runde trennen sich unsere Wege in der Nähe von Brilon und wir fahren über Meschede und Olpe auf der A4 zurück nach Bonn.

Sauerland Tour - Übersicht

Hier die ersten schönen Abschnitte der Tour im Detail.

Sauerland Tour - Details

Sauerland Tour - Details

Am Nachmittag machen wir etwas östlich von Brilon an einem sehr schön gelegenen Bikertreff Rast.

Sauerland Tour - Details

Die Aussicht ist wunderbar.

Sauerland Tour - Details

Benzingespräche und heißen Kaffee am Bikertreff

Der Blick über das Sauerland

Als wir mit hereinbrechender Dunkelheit daheim in Bonn ankommen sind wir beide ziemlich geschafft. Hinter uns liegen fast 11 Stunden auf dem Motorrad und rund 500 Kilometer. Zieht man etwa 250 Autobahn-Kilometer ab, so bleiben rund 250 Kilometer auf kleinen kurvenreichen Landstraßen mit überwiegend gutem Straßenbelag und recht wenig Verkehr. Das Sauerland lässt das Biker-Herz schneller schlagen. Nach dieser Tour verstehe ich einmal mehr warum meine Oma so oft Besuch aus Holland hatte 🙂

So unterschiedlich unsere vier BMWs auch sind, alle bringen Spaß. Sie sind gut verarbeitet, vermitteln eine sicheres Gefühl und sind in praktisch allen Lebenslagen gut beherrschbar. Bremsen, Fahrwerk, Bedienelemente, alles ist auf einem hohen Qualitätsniveau. Und einmal mehr wird klar, dass man für eine schöne Tour keine 163 PS haben muss, man kommt auch mit „nur“ 61 PS ganz gut vorwärts.

Hier habe ich noch ein kurzes Werbevideo zur neuen Baureihe der K1200r. Der Film bringt sehr schön die Faszination zum Ausdruck die dieses krasse Ding auf mich ausübt…

Hier noch ein schönes Video mit zwei voll verkleideten Modellen. Diese heißen dann BMW K1200S, sind abgesehen von der Verkleidung im Kern aber mit der K1200r Sport identisch.

Anas – Allein auf Weltreise – Teil I

Nach ein paar Jahren als Berater bei der Mummert + Partner Unternehmensberatung AG habe ich im Jahr 2000 meinen Arbeitskollegen Anastasios kennen gelernt. Seine Freunde nennen ihn kurz „Anas“. In den gemeinsamen Jahren als Berater waren wir viel zusammen unterwegs, haben hier und da ein Jahr im gleichen Hotel gewohnt, bis tief in die Nacht hinein schlaue Sachen programmiert und uns danach noch gemeinsam ein Bier genehmigt. Die Nachtwächter kannten uns irgendwann und im Hotel gehörten wir bald zum Inventar. Im Jahr 2005 trennten sich dann unsere beruflichen Wege, doch Freunde sind wir trotzdem geblieben, auch wenn wir uns ein wenig aus den Augen verloren haben.

Vor ein paar Tagen erreichte mich dann diese Postkarte aus China…

Auf die Rückseite hat er in gewohnt knapper Weise diese Worte geschrieben:

Ich war ziemlich platt und als dann ein paar Tage die nächste Postkarte eintrudelte begann ich mich zu wundern. Diese Postkarte sieht so aus:

Hier gibt es diese Worte zu lesen:

In der nächsten Woche fand ich dann diese Postkarte in meinem Briefkasten:

Und wieder gibt es eine Nachricht die kurz und bündig ist:

Am Freitag habe ich dann Abends diese Karte gefunden:

Darauf steht zu lesen:

Spätestens nach dieser Postkarte wurde ich massiv stutzig. Irgendwie war ich der Meinung, dass er vielleicht schon wieder daheim sein könnte und habe ihm eine E-Mail geschickt. Seine Antwort enthielt dann einen Link zu seiner „Reise-Bildersammlung“ die ihre Wurzeln bereits im Mai 2012 hat. Und ich war platt, der Anas macht ein Weltreise, ganz allein mit einer Kamera und einem Rucksack um die Welt. Irgendwann im Januar 2013 will er wieder zurück sein. Bis dahin soll ihn sein Weg über Moskau kreuz und quer durch Asien bis nach Australien führen. Davon eine derart lange Reise zu machen habe ich bislang nur geträumt, verwirklichen lies sie sich bislang leider nicht. Irgendwas kommt immer dazwischen, meist sind es der Job und das notwendige Kleingeld.

Umso spannender war es für mich in den vielen Bildern zu stöbern die Anas im Web abgelegt hat. Aus den Überschriften der Foto-Ordner kann man seine Reiseroute rekonstruieren. Ich habe ihn per E-Mail gefragt ob ich daraus eine kleine Artikel-Serie für meinen BLOG machen darf und ob er auch die Insel JAVA bereisen wird. Das war natürlich ein Insiderscherz, da wir früher alles in .NET programmiert haben und er inzwischen mit JAVA arbeitet.

Diese Antwort habe ich heute von ihm erhalten:

hi ansgar!

java (die insel gab der kaffeebohne ihren englischen namen) und bali werde ich noch bereisen. sumatra (wie die kaffeesorte die man kaufen kann) werde ich wohl aus zeitmangel streichen. ja, ich weis, ich habe mehr als genug zeit, aber ich will halt nach australien. ich werde in etwa 4 wochen von singapur nach jakarta fliegen, ein mal von west nach ost ueber die insel reisen, dann mit der faehre nach bali uebersetzen. nach einer ruhepause auf der insel geht es dann mit dem flieger nach australien. eine route habe ich nur grob: ich weis wo ich in etwa lang will, aber genaueres kann ich nicht sagen. ich werde z. b. am 27 in bankog ankommen, habe dort kein zimmer (was aber noch nie ein problem war) und keine ahnung ueber welche stops ich nach sueden richtung malaysia (kuala lumpur) und singapur reisen werde. texte gibt es nicht, das ist mir zu aufwendig. da ich quasi jeden tag mehrere mails schreibe moechte ich nicht mehr zit fuer einen blog draufgehen lassen. aber alle mails zusammen sind dann in auszuegen doch so etwas wie ein tagebuch 🙂

wenn du das in deinen blog packen willst … dann muss ich dir ja immer die schoenste karte schicken 🙂 bekommen wirst du noch welche, ich werde ja noch durch kambodscha, thailand, malaysia, singapur, indonesien und australien reisen. wenn du willst kannst du auch ein bild von meinen bildern zum bloggen aussuchen, ich habe die in hoeherer ausfloesung auf der kamera. aber wie das so ist mit den amateuren: alle bilder sind im vorbeilaufen geschossen oder aus einem fahrzeug, ohne vorbereitung oder stativ. der ort ist dem ordnernamen zu entnehmen (moskau, peking, etc.). so, ich muss jetzt mal einen eiskaffee schluerfen gehen. die schmecken hier richtig genial.

beste gruesse,
anas.

Na wenn das keine Aufgabe ist! Hier habe ich seine bisherige Reiseroute rekonstruiert:

Reiseroute von Mai 2012 bis Juli 2012 – Anklicken für volle Auflösung

Hier seine Zwischenstopps im Detail:

  • 2012-05-18 bis 2012-05-24 Moskau
  • 2012-05-24 bis 2012-05-29 Transsib 1
  • 2012-05-29 bis 2012-05-31 Ulan Bator
  • 2012-05-31 bis 2012-06-01 Transsib 2
  • 2012-06-01 bis 2012-06-06 Peking
  • 2012-06-06 bis 2012-06-10 Tokio
  • 2012-06-10 bis 2012-06-12 Kyoto
  • 2012-06-12 bis 2012-06-13 Nara
  • 2012-06-13 bis 2012-06-15 Osaka
  • 2012-06-15 bis 2012-06-16 Nagano
  • 2012-06-16 bis 2012-06-17 Tokio
  • 2012-06-17 bis 2012-06-19 Seoul
  • 2012-06-19 bis 2012-06-21 Syncheon
  • 2012-06-20 Yeosu Expo 2012
  • 2012-06-21 bis 2012-06-26 Seoul
  • 2012-06-26 bis 2012-07-01 Hong Kong
  • 2012-06-28 Macau
  • 2012-07-01 bis 2012-07-05 Hanoi
  • 2012-07-05 bis 2012-07-07 Ha Long und Cat Ba
  • 2012-07-08 bis 2012-07-10 Hue
  • 2012-07-10 bis 2012-07-12 Hoi An
  • 2012-07-10 Easy Rider Tien
  • 2012-07-13 bis 2012-07-14 Nha Trang
  • 2012-07-14 bis 2012-07-15 Da Lat
  • 2012-07-15 bis 2012-07-17 Saigon
  • 2012-07-18 bis 2012-07-20 Phnom Penh
  • 2012-07-21 bis 2012-07-23 Battambang

Hier nun einige Bilder die ich für Euch aussuchen durfte. Ich bin mir sicher, weitere werden folgen 🙂

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Hier geht es weiter mit Teil II seiner wunderbaren Reise.

Luftaufnahmen einfach selbst erstellen

Welcher engagierte Video-Amateuer hat nicht schon einmal davon geträumt Aufnahmen aus der Luft zu machen? Bislang wawr dies nur mit wirklich teuren Modellhubschraubern möglich, die in der Lage waren eine „richtige“ Kamera zu tragen. Mit dem Erscheinen der ersten GoPro-Kameras wurden die Anforderungen an die Tragfähigkeit des „Luftfahrzeugs“ geringer, aber es war dennoch ein komplexes und exklusives Vergnügen. Mit der AR.DRONE 2.0 ist nun in deutschen Geschäften via Saturn und Mediamarkt zum Preis von etwa 300 Euro eine kleine Drohne erhältlich, die über ein iPad oder ein iPhone bzw. einen iPod Touch der neueren Generation gesteuert werden kann. Der absolute Clou bei der Geschichte ist, dass man während der Steuerung bspw. via iPad sehen kann was die Kamera der Drohne gerade aufzeichnet. Das ist wirklich ziemlich cool!

Der Hersteller der AR.DRONE ist www.parrot.com

Aber man sollte es nicht übertreiben, sonst muss wie in diesem Video gezeigt irgendwann einmal die Feuerwehr ausrücken um eine dieser Drohnen zu „retten“.  Und das könnte ggfs. nicht so glimpflich ausgehen wie bei diesen netten Feuerwehrleuten in Las Vegas!

Hier habe ich ein sehr professionell produziertes Video von Chase Jarvis für Euch. Schaut Euch am Schluß mal an wie sie hier den Flug über die „U-Bahntreppe“ realisiert haben! Da hing eine Nikon D7000 unter einem 2.0000$ Hubschrauber! Das geht inzwischen viel einfacher und presiwerter!

Ganz spannend sind auch die Flugaufnahmen in diesem Video:

Wer jetzt angefixt ist und sich das Ding kaufen geht, der schreibt mir bitte eine E-Mail und schickt mir einen Link zu seinen ersten Videos 🙂

Ombra Mai Fu – Reworked

Die wirklich mangelhafte Qualität der ersten Version meines kurzen „Wolkenfilms“ zum Ombra Mai Fu von Georg Friedrich Händel hat mich nicht ruhen lassen. Ich habe noch einige zusätzliche Zeitraffersequenzen erstellt und Teile des Videos dagegen ausgetauscht. Die Qualität ist bei neuen Version nicht perfekt aber sichtbar besser. Das liegt daran, dass ich diesmal das Video im Quicktime (Apple, MOV) exportiert habe. Damit wählt Magix Video Deluxe MX (VDL) einen anderen Algorithmus für die Kompression. Die resultierende Datei ist mit etwa 483MB statt 75MB auch deutlich größer.

Für alle dies sie nicht kennen, hier ist die erste sichtbar schlechtere Variante.

Ganz witzig finde ich, dass mir bei beiden Videos im YouTube Videomanager angezeigt wird „Übereinstimmende Inhalte von Drittanbietern„. Was soll nur dieser Blödsinn?? Das Playback habe ich selbst erstellt und Nina hat dazu gesungen, welcher Drittanbieter könnte daran die Rechte haben? Die Vorlage stammt aus dem Jahr 1694, die Uraufführung fand in London am 15. April 1738 im Londoner Kings‘ Theatre statt. Wer zum Teufel kann fast 300 Jahre später verbieten dieses Lied zu singen?

Urheberrecht ist ja gut und schön, aber so wie es derzeit bei YouTube gehandhabt wird ist es „voll daneben“ (Ein entsprechendes Zitat aus „The Big Lebowski“ habe ich mir gerade verkniffen!).