Nikon D800E – At Low Light

Heute habe ich mein erstes Video für Euch. Es ist bereits vor einigen Wochen an einem schönen Sommerabend spät abends südlich von Mainz entstanden. Alle Videosequenzen habe ich mit einem Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm aufgenommen. Die D800E stand dabei auf einem kleinen leichten Manfrotto-Stativ. Beim Starten und Stoppen der Aufzeichnung hat dieses kleine leichte Ding ordentlich gewackelt, daher musste ich bei jeder Sequenz einige Sekunden an Anfang und Ende wegschneiden. Die letzten Szenen sind teilweise voll in die Sonne „geschossen“. Hier habe ich den Belichtungsmesser krass korrigiert, teilweise um -3.0 EV. So wurden die Wolken schön dramatisch dunkel und die Sonne ist noch halbwegs ordentlich konturiert.

Nikon D800E & Nikon AF_S VR 2.8/70-200mm / Nikon TC17-E II

Von der Qualität des Videos bin ich begeistert. Die D800E hat teilweise mit ISO 1600 gearbeitet und dennoch sieht das Ergebnis wirklich gut aus.

Warum ISO1600, das mag sich jetzt der eine oder andere fragen. Der Typ hat doch ein Stativ benutzt, da kann er doch auch ISO100 einstellen?? Die Lösung dieses kleinen Technikrätsels ist ebenso einfach wie einleuchtend. Fotografiert man mit der D800E und hat ein Stativ, so kann man praktisch immer mit ISO 100 arbeiten und hat so einfach die beste erzielbare Qualität. Filmt man jedoch mit der D800E, so liegen die Dinge etwas anders! Hier müssen zwischen 24 und 30 Bilder je Sekunde aufgezeichnet werden. Da wird klar, dass die kürzeste Belichtungszeit  eben 1/30s sein muss. Hat man zu wenig Licht um bei 1/30s noch ein brauchbares Bild zu erhalten, so muss man die Empfindlichkeit des Chips erhöhen, sprich das gelieferte Signal kräftig verstärken. Eine andere Wahl hat man leider nicht. Und genau das ist das Problem mit dem Kameras zu kämpfen haben, die im Gegensatz zur D800E nur einen winzig kleinen Chip verwenden. Filmt man beispielsweise mit einem Handy im letzten Abendlicht, so kann man sich drehen und wenden wie man will, das Ergebnis wird immer nach einem Handy-Video aussehen.

Die Nikon D7000 liefert bei wenig Licht schon recht brauchbare Ergebnisse. Wer mag kann sich einige meiner letzten Unboxings auf meinem YouTube-Kanal anschauen. Sie sind zum Großteil mit einer D7000 bei normalem Lampenlicht aufgenommen.

Im direkten Vergleich setzt die D800E hier nochmals „kräftig einen oben drauf“.  In der Werbung heißt es, die D800 würde Videos in „Broadcast Quality“ liefern und ich weiß nun, das ist nicht gelogen! Wer ganz krass drauf ist, der kann sogar den unkomprimierten Video-Stream am seitlichen HDMI-Ausgang abgreifen und versuchen die Datensintfluten irgendwie aufzuzeichnen. Inzwischen gibt es dafür Lösungen die mit pfeilschnellen SSD-„Festplattten“ arbeiten. Diese Dinger kosten allerdings etwa 1 Euro je Gigabyte. Will man damit etwa 10 Minuten Full-HD Video in unkomprimierter Form aufzeichnen, so sind das etwa 256 Gigabyte. Die anfallenden Kosten wären damit bei 256 Euro, das sind etwa 25 Euro je Minute Videofilm!

Angesichts dieser kleinen Schätzung ist man dann doch froh, dass die D800E den „Video-Wahnsinn“ serienmäßig und ohne weiteres Zutun in komprimierter Form auf einer billigen SDHC-Karte zu speichern vermag.

Letztlich bleibt die unkomprimierte Speicherung derzeit etwas für die absoluten Profis. Wer mit der D800 einen professionellen Videofilm, vielleicht einen Werbespot oder ein Musikvideo produzieren möchte, der wird vielleicht eine unkomprimierte Speicherung erwägen. „Normale“ Menschen werden mit dem serienmäßigen Ergebnis aber sehr zufrieden sein.

Für alle die es noch nicht kennen habe ich hier mein Unboxing zur Nikon D800E, das ich mit einer Panasonic HC-X909 aufgezeichnet habe.

Hier ein Tutorial das ich mit der D7000 aufgenommen habe.

Zum Vergleich hier eine ähnliche Lichtsituation und ein Video aus einer Nikon P7100 deren Chip etwa 25% der Fläche des Chips der Nikon D800 misst. Die Bildqualität ist sichtbar schlechter!

Nikon D800E – Dias kopieren mit Nikon ES-1

Bereits vor einigen Monaten habe ich Euch in diesem Artikel „Nikon D7000 mit Slide Copying Adapter ES-1“ gezeigt, wie man mit der Nikon D7000, dem AF-S 2.8/40mm Micro Nikkor in Verbindung mit dem Nikon ES-1 Dias abfotografieren kann. Aufgrund der vielen Anfragen könnte man den Eindruck gewinnen, das einige unter Euch trotz des übermächtigen „Digitalbooms“ noch immer analog fotografieren. Andere haben sicherlich noch viele analoge Schätze in ihren Archiven. Dieses Material zu digitalisieren kann extrem zeitaufwändig sein. Verwendet man beispielsweise einen Nikon Coolscan V ED so benötigt ein wirklich guter Scan schon mal 15 Minuten und mehr. Das liegt nicht daran, dass der Scanner so langsam wäre. Für ein perfektes Ergebnis sind oft mehrere Testscans notwendig. Inklusive der praktisch immer notwendigen Nachbearbeitung kann man mit dem Scannen seiner Bilder schnell mehrere Wintermonate verbringen.

Nikon ES-1 Diakopiervorsatz

Aber das muss nicht sein, bewaffnet mit dem Nikon ES-1 und einer großen Dose Druckluft bekommt man einen 36er Film in ca. 30 Minuten abgelichtet. Inklusive einiger Nacharbeiten ist man damit deutlich schneller als mit einem Scanner. Und die Resultate können sich durchaus sehen lassen. Mit der D7000 und dem AF-S 2.8/40mm Macho Objektiv kann man im Live-View sehr schön das Dia perfekt ausrichten und dann mit voller Autofokusunterstützung ablichten.

Nikon D7000 mit Nikkor AF-S 40mm DX-Macro und Nikon ES-1

Heute wollen wir mal schauen ob die Nikon D800E gegenüber der D7000 noch einen Vorteil bringt. Die Frage ist, ob die D800E noch mehr Details aus den Dias herauszuholen vermag.

Für meinen Test habe ich das geniale Micro Nikkor AiS 2.8/55mm nebst zugehörigem Zwischenring an die D800E montiert. In das 52mm Filtergewinde passt perfekt der Nikon ES-1 Slide-Copying Adapter. Beim Versuch mit dem AF-S 2.8/40mm fällt auf, dass dieses Objektiv für den kleineren Bildkreis der D7000 gerechnet ist und das Dia zwar scharf und vollständig auf dem Chip der D800E abbildet, aber eben nur auf etwa der halben Fläche des Chips. Damit hat das Ergebnis etwa die gleiche Auflösung wie bei der D7000. Es ist also keine optimale Kombination.

Gern hätte ich es mal mit dem sauguten AF-D 2.8/60mm versucht, aber dieses Objektiv hat ein 62mm Filtergewinde. Hier passt der ES-1 daher nur mit einem Filteradapter (den ich leider nicht habe).

Aber das 2.8/55mm macht auch mit dem ES-1 eine gute Figur. Um den perfekten Fokuspunkt zu finden, wählt man Blende 2.8 und bringt die D800E in den Live-View-Modus. Dann fokusiert man grob vor, wählt den Ausschnitt indem man den ES-1 hin und her schiebt. Man fokussiert nach, optimiert den Ausschnitt, schiebt, fokussiert usw. Passt der Ausschnitt betätigt man den + Knopf und zoomt in das Live-View-Bild hinein. Möglichst an einer Stelle mit vielen Details. Hier kann man nun die Fokussierung optimieren. Anschließend wählt man bei ISO-100, mit Zeitautomatik Blende 8 oder 11 und hält die Kamera vor eine gleichmäßig ausgeleuchtete Lichtquelle. Klickt und schon ist man (fast) fertig…

Beim Wechseln der Dias muss man neu fokussieren, denn meist verschiebt man den Tubus des ES-1 ungewollt ein wenig, schließlich sitzen die Dias ziemlich stramm. Nach den ersten Testbildern habe ich auch festgestellt, dass der Tonwertumfang der Dias oft bedenklich groß ist. Hier die geeignete Belichtung zu finden ist gar nicht so einfach. Um es mir leichter zu machen habe ich jeweils eine 3-fach Belichtungsreihe mit 1.0 EV Unterschied aufgenommen. Später bei der RAW-Konvertierung kann man sich dann das Bild mit der am besten geeigneten Belichtung aussuchen. Manchmal bietet es sich sogar an ein HDR zu erstellen. Das ist zwar sehr zeitaufwändig, aber so kann man das was in den guten alten Dias „steckt“ wirklich perfekt herausarbeiten.

Hier habe ich nun ein Testbild für Euch. Dieses Bild habe ich im Jahr 2005 im Tierpark Hagenbeck mit einer Nikon F100 und dem Nikon AF-D VR 80-400mm Objektiv auf Kodak Extra-Color 100 aufgenommen. Dieses Teleobjektiv ist zwar leicht, kompakt und preiswert, ist allerdings bei der Abbildungsqualität eher durchschnittlich. Verkleinert man das riesige Bild aus der D800E nach der RAW-Konvertierung auf 1000 Pixel (lange Seite) so wirkt das Ergebnis scharf und detailreich. (Anklicken für 1000er Auflösung!)

Nikon D800E - Slide Copy with Nikon ES-1 - Kodak Elitechrome Extra Color 100

Doch schauen wir nun ob die hohe Auflösung der D800E uns echte Vorteile bringt…

Hier habe ich einen 1:1 Ausschnitt bei einer Auflösung von 36 Mega-Pixeln. Das Filmkorn wird hier recht gut abgebildet, aber das Ergebnis ist insgesamt eher mäßig.

Nun schauen wir mal wie ein 1:1 Ausschnitt bei 24 Mega-Pixeln aussehen würde.

Nun eine Variante die auf 12 Mega-Pixel verkleinert ist.

Und jetzt eine Version die auf lediglich 6 Mega-Pixel eingeschrumpft ist…

Schaut man sich diese Ergebnisse an so kommt man schnell zur Einsicht, dass die D800E hier einfach „too much“ ist. Sie liefert riesige Bilddateien, aber im Dia steckt gar nicht das drin was die Kamera herausholen könnte. Letztlich wäre man mit einem „Scan“ aus einer Nikon D70 aus dem Jahre 2004 auch gut bedient. Dieses Kamera löst zwar nur 6 Mega-Pixel auf, aber mehr steckt eben in dieser Vorlage nicht wirklich drin. Mit etwas Finetuning bei der Fokussierung usw. ließe sich vielleicht noch etwas mehr erreichen. Und ein Nikon Coolscan V ED würde vielleicht noch ein klein wenig mehr aus der Vorlage heraus kitzeln. Aber wenn wir ganz ehrlich sind, dann bringt das alles nicht wirklich viel und der Aufwand ist unverhältnismäßig groß.

Mein Fazit

Ja, es geht, aber es ist nicht wirklich sinnvoll! Der Speicherplatzbedarf der „Scans“ ist gewaltig. Und in den Bildern ist einfach eine Menge „Luft“. Hat man ein wirklich perfektes Diapositiv, so reichen eine Nikon D2x oder eine noch viel preiswertere Nikon D60 für die Digitalisierung völlig aus. Bildinhalt die in einer Vorlage nicht enthalten sind, lassen sich auch mit einer Nikon D800E nicht „erkaufen“. Nicht zuletzt ist das Handling ohne Autofokus wirklich unpraktisch. Ich werde meine Dias künftig mit der D2x abfotografieren. Sie hat (ähnlich der D800E) ein sehr gemäßigt arbeitendes Tiefpassfilter und zeigt für eine Kamera mit „nur“ 12 Mega-Pixeln außergewöhnlich viele Details. In Verbindung mit dem AF-S 2.8/40mm und dem ES-1 wird die D2x sinnvolle Resultate liefern.

Für alle „Pixelpeeper“ habe ich hier noch einen unbearbeiteten „Scan“ im JPG-Format aus der D800E in Originalgröße abgelegt. Einfach hier klicken. (Achtung: 19,3 MB)

Wer Fragen hat oder weitere Beispielfotos sehen möchte, der kann einfach die Kommentarfunktion verwenden.

Zu kaufen gibt es dieses preiswerte und wirklich nützliche Zubehörteil beispielsweise hier.

Nikon ES-1 Diakopiervorsatz

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Nikon D600 – Bereits unter 2.000 Euro lieferbar

Über die Qualitäten der neuen Nikon D600 kann man denken was man will, aber eines ist sicher – diese Kamera bewirkt schon jetzt eine Verschiebung der Preise bei aktuellen digitalen Nikon Spiegelreflexkameras.

Schon einige wenige Tage nach der offiziellen Vorstellung ist überraschend bereits die erste Charge der Nikon D600 an einige deutsche Fotohändler ausgeliefert worden. Bei amazon.de gibt es die neue Nikon D600 aktuell bereits ab 1.999 Euro.

Auch Interessenten der Nikon D800 profitieren, aktuell ist die D800 bei amazon.de bereits ab 2659,95 Euro zu haben. Wer die Bildqualität der Nikon D600 sehr kritisch mit der Nikon D7000 vergleicht wird feststellen, dass die D7000 nach wie vor eine außerordentlich gute  gute Kamera im DX-Format ist. Bei amazon.de ist die Nikon D7000 derzeit ab 789,- Euro erhältlich. Wer sie nicht kennt, so sieht sie aus und sie ist nur unwesentlich kleiner als die neue Nikon D600.

Die Vorteile der Nikon D600 im Vergleich zur D7000 reduzieren sich meiner Meinung nach auf diese kleine Liste:

  • ca. 33% höhere Auflösung
  • Größeres Sucherbild
  • Keine Umrechnung von 35mm Brennweiten
  • Ausgeprägtere Hintergrundunschärfe
  • Videoaufzeichnung mit 24, 25 und 30 Bildern/s
  • Optionaler WLAN-Adapter mit Remote-Control für Android & Co.

Wem die Argumente dieser nicht sehr langen Liste einen Mehrpreis von ca. 1250 Euro nicht wert sind, der bekommt derzeit mit der Nikon D7000 eine preiswerte leistungsfähige Kamera und kann mit dem gesparten Geld eine Reihe toller Objektive kaufen. Aufgrund der DX-Bauweise sind diese Objektive kleiner, leichter und preiswerter.

Hier meine Favoriten für das DX-Format:

Wer noch mehr Geld sparen möchte, der bekommt mit der Nikon D5100 den gleichen Chip wie bei der D7000 und einen nur leicht reduzierten Funktionsumfang. Aktuell gibt es die Nikon D5100 bei amazon.de bereits ab 509,- Euro.

Hier habe ich ein kleines Unboxing-Video zur Nikon D5100 das ich vor einigen Monaten aufgenommen habe.

Alternativ kann man sich vom gesparten Geld auch ein Exemplar der wirklich ultracoolen Fuji X100. Das limitierte Set in einer edlen Holzbox, mit Ledertasche und Blitzlicht scheint inzwischen leider ausverkauft zu sein. Aber sowohl das Blitzlicht als auch die herrlich altmodisch Ledertasche kann man einzeln erwerben. Diese tolle Kamera gibt es aktuell bei amazon.de zum Preis von 859,99 Euro.

Wer die Fuji Finepix X100 noch nicht kennt, so sieht sie aus:

Fuji Finepix X100

Wer sich für meine Artikel zu dieser Kamera interessiert, der klickt einfach hier 🙂

Auch zu dieser Kamera habe ich einige Videos erstellt, hier eine kleine Auswahl.

 

Vandalismus verhindert Besuch der Photokina

Die Photokina schließt heute ihre Pforten, besucht habe ich sie leider nicht. Eigentlich war jedoch ein Besuch für Samstag den 22. September 2012 geplant. Einige Einladungen von Herstellern und Händlern waren bereits im Vorfeld bei mir eingegangen. Mein Terminplan war überschneidungsfrei geplant, der erste Termin sollte um 12h stattfinden. Noch ein wenig verschlafen gibt es um 9h morgens die erste Tasse Kaffee im Bett. Während meine Freundin und ich versuchen wach zu werden, klingt es plötzlich an der Haustüre. „Na was ist denn das?“ Schnell rein in den Bademantel und einen Blick in den Hausflur geworfen. Da steht eine Nachbarin, sie ist aufgeregt und überbringt mir die Botschaft, dass in der Nacht bei mehreren Autos die Reifen zerstochen wurden. Einige Minuten später kann ich mir das Drama selbst anschauen. Ungekämmt und ungewaschen geht es daran den Reifen zu demontieren. Es ist Samstag, mit ein wenig Glück hat ein Reifenhändler in der Nähe geöffnet. Im Kofferraum meines kleinen Silberpfeils findet sich ein winziger Kompressor und ein Pannen-Kit. Super, damit werde ich den breiten deutlich sichtbaren Einstich nicht flicken können. Einen Wagenheber gibt es nicht! Aus dem Keller hole ich mir einen hydraulischen Rangierwagenheber. Aber der passt am Vorderrad nicht unter das Fahrzeug, zu tief liegt das Auto mit dem platten Reifen. Also versuche ich das Auto hinten anzuheben und suche mir einen Pflasterstein um das Auto darauf abzustellen.

Als ich den Stein gefunden habe drückt mir auch schon ein Nachbar einen Wagenheber aus seinem Auto in die Hand. Das Auto ist hinten schon angehoben, nun passt dieser Wagenheber vorn ganz prima. Einen Radschlüssel gibt es nicht, aber ein Radmutternschlüssel aus meinem Keller funktioniert perfekt. Das Rad ist schnell demontiert und passt in den Kofferraum des Autos meiner Freundin.

Als wir gerade zum Reifenhändler aufbrechen wollen trifft unerwartet die Polizei ein. Das Rad wird wieder ausgepackt, einer der Polizisten markiert den Einstich mit einem Stückchen „Millimeter-Klebeband“ und macht einige Fotos. Die Reifen der anderen Autos werden auch fotografiert. Später finden wir noch heraus, dass auch die Reifen einige Fahrräder zerstochen wurden.

Spät am Vorabend sind drei pöbelnde Jugendliche durch unsere Straße gezogen. Es sind die gleichen drei Typen die mich schon vor einigen Monaten spät abends vor der Haustüre angepöbelt haben. Als ich damals auf ihr unter Alkoholeinfluss gelalltes „Hey, eh, guten Abend Alter, eh Mann…“ nichts erwidert habe, haben sie herum gepöbelt, dass ich ihnen doch mehr Respekt entgegenbringen soll. Ich habe mir damals nur gedacht „Respekt muss man sich verdienen! Und ihr drei Gestalten habt in Eurem Leben sicher noch gar nichts verdient!“ Gesagt habe ich es indes damals nicht. Wer nicht von drei betrunkenen Halbstarken vor der eigenen Haustüre zusammen getreten will sollte vorsichtig sein. Als ich damals in meiner Wohnung ankam hat mir meine Freundin erzählt, dass sie aus dem geöffneten Fenster sehen konnte, wie diese drei Typen an die Türen des Autos eines Nachbarn gepinkelt haben. Ob sie glauben, dass man sich so Respekt in unserer Gesellschaft verdienen kann?

Jedenfalls waren es am Vorabend genau diese drei Typen, die um 23h pöbelnd durch unsere Straße gezogen sind. Die Polizei nimmt dies zu Protokoll. Nachweisen kann man den drei Halbstarken allerdings nichts, denn die Reifen wurden wahrscheinlich in der Nacht um 2h zerstochen. Der Hund einer Nachbarin hat um diese Zeit angeschlagen, aber es hat niemand aus dem Fenster geschaut.

Während die Nachbarn sich langsam gegenseitig informieren und ziemlich verschlafen ihre Autos kontrollieren fragt mich eine Nachbarin, was den geschehen sei? Als ich ihr sage, dass ich davon ausgehe, dass in der Nacht einige gelangweilte gewaltbereite Jugendliche ihre Wut an den Reifen der geparkten Autos ausgelassen haben entgegnet sie mir: „Ja, vielleicht waren es auch Jugendliche die im Leben immer nur Pech hatten und einfach ein Ventil für ihren Frust gebraucht haben. Das gibt es häufig und man muss Verständnis für diese Kinder haben!“ Au Backe, diese kleinen miesen Wichser zerstechen nachts die Reifen von Autos und Fahrrädern und zum Dank sollen wir ihnen auch noch den Arsch abwischen? Nein Danke, da hört meine Toleranz echt auf.

Als die Polizei ihre Arbeit beendet hat geht es mit dem Rad im Kofferraum zum nächsten Reifenhändler. Der neue Reifen ist nach einer Viertelstunde montiert. Allerdings ist es ein Reifen des Herstellers Michelin, die aktuell montierten Dunlop-Reifen sind nicht vorrätig und müssten erst bestellt werden. Außerdem ist der Reifen sichtbar verschlissen. Er hat zwar noch etwa 60%  Profil, aber wenn nur ein Reifen getauscht wird, wäre die Profiltiefe auf der Vorderachse sehr unterschiedlich. Der Fahrsicherheit ist dies sicher nicht zuträglich. Also geht es nach der Montage des reparierten Rades mit dem „gesamten Fahrzeug“ ein zweites Mal zum Reifenhändler. Inzwischen ist es schon nach 12h, eigentlich haben die Mitarbeiter bereits Feierabend! Aber sie erkennen die Notlage und montieren auch auf der Beifahrerseite einen zweiten neuen Reifen. Der ganze Spaß kostet 248 Euro! Während ich die Geheimzahl meiner EC-Karte eintippe bin ich froh, dass dieses Auto nur mit 15″ Felgen bestückt ist und die feigen Idioten keine sündhaft teuren 19″ Hochgeschwindigkeitsreifen mit supercoolem Niederquerschnitt zerstochen haben. Solche Reifen hätten schnell mehr als das vierfache gekostet!

Als wir dem Parkplatz des Reifenhändlers verlassen steht ein Polizist vor uns auf der Straße, wir müssen warten. Ein älterer weißer Mercedes hängt auf dem Seitenstreifen fest. Der Fahrer hat irgendwie einen der beiden dicken runden „Randsteine“ übersehen und nun hängt sein Auto darauf fest. Mehrere starke Männer versuchen das Fahrzeug aus der misslichen Situation zu befreien.

Kurz darauf ist eine Gruppe blauer Fahrzeuge des THW unterwegs. Sie halten vor dem Parkhaus an der Bonner Museumsmeile. Als wir sie passieren überlegen wir, ob es vielleicht einen Rohrbruch gab und das Parkhaus unter Wasser stehen könnte?

Weil wir uns das Wochenende nicht vor den unbekannten Randalierern versauen lassen wollen, geht es mit den neuen Reifen zu einem guten Italiener in Bonn Bad Godesberg. Wir lassen es uns dort so richtig gut gehen…

Zurück im Parkhaus muss ich noch schnell ein Beweisfoto mit dem reparierten Reifen machen 🙂

Mit der Photokina war es nun leider nichts. Aber am Sonntag haben wir Gelegenheit bei zwei Bonner Fotohändlern die Auslagen in den Schaufenstern zu checken. Ich bin nicht schlecht überrascht, als ich bei beiden Händlern nicht nur eine Nikon D800 als auch jeweils eine Nikon D600 zu sehen bekomme.

Bei Foto Brell wird ein Exemplar der Nikon D800 ganz standesgemäß OBERHALB der D600 präsentiert 🙂

Ganz interessant ist auch, dass im Bonner City-Foto-Center der Preis für eine Nikon D7000 bereits auf 749 Euro gepurzelt ist! So hat die Nikon D600 bereits eine neue Runde im DSLR-Preiskampf eingeleitet. Die Kunden können indes frohlocken. Auch wenn man keine D600 kaufen will, wird in den kommenden Wochen eine Menge Geld sparen können. Sicher werden viele Fotografen die sich die Nikon D600 nicht ohne weiteres leisten können ihre D700 oder ähnliche Kameras auf dem Gebrauchtmarkt anbieten. Und da das Angebot den Preis regelt, werden potentielle Käufer Grund zur Freude haben. Als Besitzer einer D3x wird man sich allerdings ziemlich ärgern. Haben sie doch noch vor einigen Monaten runde 7.000 Euro für eine Kamera ausgegeben, die nun von der 2.000 Euro Kamera aus Consumer-Segment angegriffen wird. Aber man muss auch sehen, dass eine Nikon D3x im Vergleich zur Nikon D600 die eindeutig robustere und bessere Profikamera ist. Aber ob der Preis von 7.000 Euro im Jahr 2012 noch gerechtfertigt ist? Ich denke, das ist er eher nicht!

Aber ich bin mir sicher, dass die Nikon Ingenieure bereits seit einigen Monaten an den Features der neuen Nikon D4x tüfteln. Und sobald diese lieferbar ist, werden sie sich mit der Entwicklung der Nikon D5 befassen. Zwischendurch wird es noch eine Nikon D900 geben. Und die ganze Geschichte wird sich wiederholen 🙂

Meinen Sonntagnachmittag verbringe ich unter freiem Himmel auf dem Weg zur Arbeit. Zwar lacht die Sonne nicht, aber auf einsamen kurvenreichen Landstraßen können die neuen Reifen zeigen was in ihnen steckt. Und ich muss sagen, das Auto fährt sich noch genau so gut wie zuvor. Dunlop oder Michelin, einen großen Unterschied scheint es nicht zu geben. Sogar das Profil der Reifen sieht sehr ähnlich aus.

Und einmal mehr zeigt sich, dass „kopfloses“ Rasen auf kurvigen Landstraßen sehr gefährlich sein kann. Hätte ich mich dazu hinreißen lassen, so wäre ich wahrscheinlich in diese beiden, hinter einer unübersichtlichen Kurve vor einer Schafherde wartenden Motorradfahrer, hinein gekracht. So konnte ich langsam heran rollen und sogar noch ein kleines Handy-Foto für Euch knipsen 🙂

Die Photokina ist nun Geschichte, auch ganz ohne mich 🙂

Schlimm war es nicht und ich bin froh, dass die „armen frustrierten Kinder“ nur die Reifen zerstochen und keinen weitaus größeren Schaden verursacht haben. „Eins in die Fresse hauen“ könnte man ihnen aber trotzdem. Es gibt Typen, die sind so blöd, die raffen es eben einfach erst, wenn sie physisch zu spüren bekommen welche Reaktion es gibt wenn sie mal wieder Scheisse gebaut haben.

 

Nikon D600 – Promovideo im Südwesten der USA

Hier das wirklich schön gemachte Making-Of des Promo-Videos zur neuen Nikon D600.

Die Locations an denen Florian Schulz und sein Bruder die neue Nikon D600 auf Herz und Nieren getestet haben sind wirklich cool! Als ich das Video sah konnte ich mir allerdings ein Grinsen nicht verkneifen. Diese schöne Fotografenweisheit passt auch hier wirklich gut: „Alles wurde schon einmal fotografiert, aber nicht von jedem!“

In den Jahren 2009, 2010 und 2011 habe ich selbst viele Fotolocations im Südwesten der USA bereist und dort mit Nikon D2x, D300, P7000 und Hasselblad Superwide fotografiert. Hier habe ich eine kleine Auswahl der Fotos die auf diesen Reisen entstanden sind. Sicher findet Ihr das eine oder andere Bild im Promo-Video zur D600 wieder. Wer Lust hat selbst einmal dorthin zu reisen findet in diesem BLOG Infos, Routen, Maps und vieles mehr. Benutzt einfach mal die Such-Funktion und die Schlagwortwolken. Es gibt hier inzwischen mehr 655 Artikel von denen sich viele mit der Fotografie im Süd-Westen der USA beschäftigen. Hier nun eine kleine Bilderauswahl für alle South-West-Fans.

Wer Fragen zu Locations usw hat, der kann kann mir eine E-Mail schreiben oder einfach die Kommentar-Funktion verwenden. (Fast) alle Bilder sind wie immer 1000 Pixel breit oder hoch – einfach (eines der letzten 21 Bilder) in neuem Tab öffnen wenn es größer sein soll 🙂

Sonnenaufgang am Mesa Arch mit Nikon D300

Second Wave

Hiking the wave

Before the storm - Colorado

Death Valley - USA South West - Nikon D600

Delicate Arch - USA South West - Nikon D600

False Kiva - USA South West - Nikon D600

Golden Gate Bridge - USA South West - Nikon D600

Hickman Bridge - USA South West - Nikon D600

Highway 12 - Sunrise - USA South West - Nikon D600

Highway No. 1 Seals - Nikon D600

Lower Antelope Canyon - USA South West - Nikon D600

Lower Antelope Canyon - USA South West - Nikon D600

Nevada Mountains - USA South West - Nikon D600

Nevada Mountains - USA South West - Nikon D600

Pacific Coast - Sunser - Nikon D600

Pfeiffer Beach - Californina - USA South West - Nikon D600

Highway No. 1 - USA South West - Nikon D600

Rainy Bird - USA South West - Nikon D600

Storm over Race-Track - Death Valley - Nikon D600

Utah Mountains - USA South West - Nikon D600

Yosemite NP - USA South West - Nikon D600