Fotoschule – Teil 2

Und da haben wir schon den zweiten Teil meiner kleinen Fotoschule. Diesmal wird das Thema BLENDE – ZEIT – ISO so einfach und anschaulich wie irgend möglich erläutert. Beim Dreh musste ich alles geben! Nach der ersten Hälfte hat wieder der Akku meiner Nikon 1V1 schlapp gemacht, ich hatte ihn seit Teil 1 nicht aufgeladen… Also habe ich die „Bierszene“ mit der Nikon 1 V2 gefilmt, dabei aber versehentlich nicht den richtigen Fokuspunkt gefunden und erst später beim Schnitt bemerkt, dass diese Szene total unscharf ist. Also musste ich noch eine Flasche Bier auf EX trinken – hicks…

Voller Hoffnung ging es danach an den zweiten Anlauf. Doch diesmal war der Ton teilweise so stark übersteuert, dass man es sich eigentlich nicht anhören konnte. Inzwischen war der Akku für die Nikon 1V1 wieder etwas aufgeladen und so konnte ich Versuch #3 starten. Objektiv, Speicherkarte, alles zurück und Take #3 starten. Hier das Desaster, beim Versuch die drei Gläser Bier auf EX zu trinken habe ich mich verschluckt. Man war das ein Gehustete und der Schaum lief mir fast aus der Nase…

30 Minuten später hatte ich mich endlich etwas gesammelt, war aber nun schon leicht begetrunken. Doch für meine Leser und Zuschauer gebe ich alles und so ist Take #4 auch endlich geglückt.

Beim Export des Videos gab es schließlich um kurz nach Mitternacht die gleiche Fehlermeldung wie beim Video zuvor – Arg..

Bildschirmfoto 2013-11-19 um 00.09.00

Also habe ich es wie beim letzten Mal versucht, alle Vorschau-Dateien (Render-Files) zu löschen und los gehts…

Doch dann wieder ein Fehler, langsam aber sicher kriege ich die Krätze…

Bildschirmfoto 2013-11-19 um 00.18.52

Das letzte Update von Final Cut Pro X hat einen echt fiesen Mistfehler eingeschleppt! Was ist zu tun, ich bin leicht angetrunken, hundemüde und für diese ganze Videonummer fällt mir nur noch das Wörtchen „Rotz“ ein. Aber egal, ich will es irgendwie hinbekommen… Also drücke ich Command + A um alle Videoschnipsel gleichzeitig zu markieren, danach erstelle ich daraus einen neuen zusammengesetzten Clip. Nach ein paar Minuten ist dieser fertig und in ein neues Projekt eingefügt. Erneut starte ich den Export und irgendwann um kurz vor 1h in der Nacht klappt es dann endlich – das Leben als YouTuber ist manchmal mehr als grausam…

Der Upload erfolgt über Nacht und am nächsten Morgen ist es schon online und mein YouTube-Hater hat mir auch schon den „Daumen nach unten“ gegeben – wow… Vielleicht hat ja der Eine oder Andere Lust diese negative Bewertungen zu kompensieren und den Daumen nach oben zu drücken, ich würde mich sehr freuen 🙂

 

 

Fotoschule – Teil 1

In meinem letzten Artikel habe ich Euch ja schon angekündigt, dass ich plane in den kommenden Monaten in lockerer Folge einzelne Videos und Artikel zum Thema „Ansgar’s kleine Fotoschule“ zu erstellen. Heute ist der erste Teil schon fertig. Mein etwas ungehobelter Kumpel Arnulf Schmadtke hat mir im Vorfeld in seiner einzigartigen Manier einige Fragen per Video-Botschaft zukommen lassen. Diese Fragen habe ich zum Anlass genommen um Euch ein wenig zum Thema „Kennt man eine, kennt man alle“ zu erzählen.

Warum dieses Thema? Ganz einfach, seit ich mit 12 Jahren Jahren meinen ersten Fotoapparat bekam hat sich an den meisten Themen der Fotografie fast nichts geändert. Es gibt einige wenige Zutaten die ein Bild aus rein technischer Sicht ausmachen. Diese Zutaten sollte man kennen und beherrschen. Es ist ein wenig wie das Lesen von Noten. Wer einst ein Konzertpianist werden will, der sollte damit beginnen des Notenlesen zu lernen.

Kommt man mit den Noten erst einmal zurecht so garantiert dies aber noch lange nicht, dass man einst als gefeierter Beethoven-Interpret auf einem Steinway-Flügel musiziert oder vielleicht stattdessen daheim vor einer etwas verstaubten Heimorgel gemeinsam mit den Enkelkindern Volkslieder übt. Das Notenlesen ist das Handwerkszeug der Musiker und was man daraus macht hängt von den eigenen Fähigkeiten ab und mehr noch davon wie hartnäckig man seine Ziele verfolgt.

Bei der Fotografie ist es ganz genauso. Wer seine Kamera nicht beherrscht (Noten lesen kann) der sollte sich keine Hoffnungen auf eine große Karriere als gefeierter Starfotograf machen. Daher mein Appell an alle die ernsthaft in die Fotografie einsteigen wollen:

  • Lernt zuerst Noten zu lesen und versucht danach schöne Lieder zu komponieren!

Für die Erstellung meines Videos habe ich insgesamt drei Kameras verwendet. Mein Ziel war ein schöner abwechslungsreicher Multi-Cam-Edit. Aber leider habe ich immer wieder meine Beispiel-Fotoapparate vor der „Detail-Kamera“ zu hoch gehalten und die alternative Einstellung war letztlich nicht zu gebrauchen weil Kamera #3 keinen vollständig aufgeladenen Akku hatte. So sind letztlich nur zwei Spuren übrig geblieben. Wundert Euch also nicht wenn ich im Video immer mal wieder recht freundlich einen imaginären Fremden anlächle, das war Kamera #3…

Kamera #1 (Hauptkamera) war diesmal meine Nikon D800E mit dem AF-S VR 2.8/24-70mm Objektiv bei 1/30s, Blende 5,6 und ca. ISO-400. In der D800E war KEINE SPEICHERKARTE eingelegt, daher konnte ich ein cleanes Videosignal über HDMI ausgeben und erstmals mit meinem neuen Atoms Ninja 2 aufzeichnen. Leider war auch die D800E nicht perfekt vorbereitet. So war auch hier zwischendurch die Batterie am Ende und zusätzlich hatte ich vergessen sie so einzustellen, dass sie den Live-View tatsächlich beibehält. Statt ein ununterbrochenes Videosignal zu liefern hat sie sich alle 10 Minuten abgeschaltet. Dabei bekommt man natürlich die Krise wenn man mit drei Kameras gleichzeitig zu filmen versucht.

Sehr doof ist es auch wenn man sein eigener Tontechniker, Moderator und Kameramann sein muss. Wie fokussiert man eine Kamera auf das eigene Gesicht wenn man hinter der Kamera steht? Dementsprechend sind im zweiten Teil die Kameras auf dem Tisch schön scharf abgebildet, mein Gesicht hat allerdings einen kräftigen Weichzeichner 😦

Auch hatte ich ein wenig Hoffnung in den WU-1b WLAN Adapter an meiner Nikon 1V2 (Detailkamera) gesetzt. Aber die kostenlose Nikon APP ist wirklich noch primitiver als in den diversen Schmähschriften im Internet beschrieben. Zwar kann man damit via WLAN den Live-View auf das Handy oder ein iPad auslagern, aber eine Video-Aufnahme lässt sich damit nicht starten!! Hier habe ich mich echt gefragt wie dumm man sein muss wenn man zu diesen tollen Kameras und dem grundsätzlich guten WLAN-Adapter eine so primitive Software konzipiert…

Dann gab es auch noch Probleme mit dem Ton. Im ersten Teil habe ich das eigentlich recht gute Audio Technika ATR-3350 verwendet. Dieses Mikro hat einen kleinen Vorverstärker der mit einer winzigen LR44 Batterie betrieben wird. Und wie immer war diese kleine Batterie leer, was ich aber erst nach dem ersten Moderationsanlauf bemerkt habe. Mit einer neuen Batterie ging es dann eine Weile ganz gut bis nach einer der vielen Unterbrechungen wieder kein Audio-Signal mehr im Atoms Ninja 2 ankam – Arg… Also bin ich auf ein echt primitives passives Ansteckmikrofon ausgewichen das es bei amazon.de für sage und schreibe 3,95 Euro zu kaufen gibt. Und was soll ich sagen, die Tonspur ist damit sogar besser geraten!

Wundert Euch also nicht wenn etwa in der Mitte des Videos die Tonqualität wechselt, das ist das zweite Mikrofon!

Arnulf Schmadtke hat seine kleine Fragerunde übrigens mit einer Nikon 1 V2 und dem 1.2/32mm bei Blende 1,8 ISO-400 und 1/100s aufgenommen. Außerdem hat der den Portrait-Autofokus mit Gesichtserkennung verwendet. Ich war von der Qualität einer kurzen Frage-Einwürfe mehr als überrascht. Ich hample mit einer großen Profikamera herum und er nimmt seine Fragen einfach schnell mal in der Küche auf 🙂

Später beim Videoschnitt habe ich erst spät einige Clips gefunden die sich doch noch für ein Multicam-Edit eignen. Da war das Video aber schon fast fertig geschnitten. Also habe ich die ursprüngliche „einfache“ Videospur in Final Cut Pro X deaktiviert und eine zweite Spur „darüber“ gelegt bei der ich immer mal zwischen den beiden Kameras (Nikon D800E und Nikon 1V2) gewechselt habe. Als dann nach vielen Stunden endlich das 37 Minuten lange Video fertig für den Upload bei YouTube war, gab es beim Export immer wieder Fehlermeldungen. Das hat mich fast zum Wahnsinn getrieben. Letztlich hat eine lange Recherche im Internet geholfen. Auch andere Nutzer haben seit dem letzten Update dieses Problem. Nachdem ich alle Render-Dateien (die für die Vorschau benötigt werden) gelöscht und meinen Mac zwei Stunden lang erneut vor sich hin habe arbeiten lassen, ließ sich das Video dann endlich im Format 1080p exportieren. Die stark komprimierte Videodatei war immer noch 2,89 Gigabyte groß und dementsprechend hat der YouTube Upload ganze 6 Stunden gedauert!

Und so sieht mein schwer zusammen gefummeltes Video-Projekt aus…

Bildschirmfoto 2013-11-17 um 22.23.40

Wer diesen Screenshot anklickt muss ich nicht über die Größe wundern, das liegt an der irre hohen Auflösung des 15″ Retina-Displays an meinem neuen kleinen Mac 🙂

Ich hoffe das Video macht Euch trotz aller Widrigkeiten ein wenig Spaß. Ich freue mich auf Euer Feedback!

Fotoschule – Vorbereitungen für neue Tutorials

Preparing the next tutorial...

In den letzten Tagen habe ich schwer aufgerüstet und plane aktuell einige kurze Tutorials mit unterschiedlichen Kameras. Damit ich in guter Qualität die Bedienung der Kameras aufnehmen und außerdem das Live-Bild abgreifen kann habe ich mir einen Atomos Ninja 2 besorgt. In Verbindung mit einer einfachen Zubehörschiene und einem leichten Kugelkopf lassen sich beide Geräte sehr gut kombinieren.

In späteren Beiträgen werden auch die Nikon D7000 und die D800E auftauchen. Starten möchte ich jedoch mit einigen kurzen Tutorials für alle die gerade mit der Fotografie anfangen oder erst seit einigen Monaten dabei sind. Daher möchte ich zunächst einfache preiswerte Kameras in den Mittelpunkt stellen und alle Einsteiger dort „abholen“ wo sie gerade sind. Die „alten Hasen“ unter Euch bitte ich daher um Entschuldigung wenn Themen behandelt werden die Euch vielleicht langweilig erscheinen. Aber das Feedback der letzten Monate hat mir gezeigt, dass ich tatsächlich viele Leser habe die noch eine Schule besuchen oder gerade beendet haben.

Folgende Themen habe ich aktuell auf meiner Liste:

  1. Die Kamera verstehen, kennt man eine, kennt man alle…
  2. Belichtungszeit, Blende und ISO-Empfindlichkeit verstehen
  3. Den Autofokus richtig einsetzen
  4. Tiefenschärfe kontrollieren und für die Bildgestaltung nutzen
  5. Einstellungen für gelungene Schnappschüsse
  6. Bewegungsunschärfe gezielt erzeugen und nutzen
  7. Fotografieren bei wenig Licht
  8. Nachts fotografieren
  9. Richtig blitzen (Entfesselt & Multiblitz-Systeme)
  10. Welche Filter sind sinnvoll (Fotografie versus Video)
  11. Zeitraffer-Videos (Time Lapse Videos)
  12. Zeitraffer-Videos optimieren (LR-Timelapse etc.)
  13. Infrarot-Fotografie (IR-Filter vor der Linse und vor dem Chip)
  14. Mit dem Fotoapparat filmen
  15. Videos schneiden und vertonen
  16. Alles was Ihr wollt 🙂

Falls Ihr Themen habt die Euch unter den Nägel brennen, so macht mir bitte entsprechende Vorschläge. Wer mag schreibt mir eine E-Mail oder benutzt die Kommentarfunktion. Ich freue mich auf Euer Feedback!

Nikon Df – Pure Photography

Nikon - Wallpaper

Seit Tagen gibt es in der Nikon Fan-Gemeinde kaum ein anderes Thema mehr, die Nikon Df beherrscht derzeit eindeutig die Diskussionen über neue Kameras. Mit der Nikon Df ist nun eine Kamera auf dem Markt an der sich die Geister zu scheiden scheinen. Das Nikon Marketing hat diese Kamera geschickt über mehrere Wochen hinweg mit sechs kurzen Teaser-Videos auf YouTube eingeführt. Hier hat die Marketingmaschine wieder einmal perfekt funktioniert. Doch vom Ergebnis hatten sich viele Nikon Fans mehr versprochen.

Als die ersten Bilder aufkamen und ein Objektiv mit silbernen Ring sichtbar wurde begannen sich viele „Nikonians“ an die Zeiten zu erinnern in denen sie noch manuell fokussiert haben und das Ergebnis mit einem Schnittbild-Entfernungsmesser live und in Echtzeit kontrollieren konnten. Viele Fans sind der Meinung, dass diese schönen alten Kameras noch ein Seele hatten und genau hier setzt die aktuelle Marketing Strategie an. Es wird gelobt, dass die neue Nikon Df mit alten Nikkor AiS Objektiven funktioniert und dabei wird so getan, als wäre dies ein besonderes Feature. Dass man mit einer schnöden Nikon D1x, D2x, D300, D700 und wie sie alle heißen schon immer mit AiS Objektiven ganz ausgezeichnet fotografieren konnte wird dabei wohlweißlich verschwiegen.

Schauen wir uns mal die Kamera an, die ich im oberen Bild unten rechts positioniert habe. Es ist eine Nikon Fm3a, eine Kamera mit einem einzigartigen Hybrid-Verschluss. Diese Kamera kann man zu 100% mechanisch betreiben, oder sie alternativ in Verbindung mit einer kleinen Knopfzelle mit einer Belichtungsautomatik verwenden. Diese Zeitautomatik mit Vorwahl der Blende funktioniert wirklich gut und liefert bis heute tolle Ergebnisse mit überraschend wenig Ausschuss. Im Bild ist an diese Kamera ein Nikkor AiS 1.4/50mm montiert, eine bärenstarke Linse die man aktuell bei eBay & Co mit ein wenig Glück für etwa 150 Euro zu ergattern kann. Dieses Objektiv hat noch „Hasenohren“ die an der Fm3a gar nicht notwendig wären und noch aus der Ära der Nikon F und F2 stammen. Damals hatten die Kameras eine mechanische Kopplung von Blendenring und Belichtungsmesser über diese charakteristischen „Hasenohren“.

Wer mit diesen Kameras fotografiert hat, der konnte in der Regel die Hasenohren einfach nach senkrecht nach oben zeigen lassen, dann war Blende 5,6 eingestellt. Ein guter Kompromiss zwischen Schärfe, Vignettierung und kurzen Belichtungszeiten für umverwackelte Bilder. Dank der Zeitautomatik musste man an diesem Ring meist gar nicht großartig drehen, es sei denn man wollte Teile eines Bildes gezielt in Unschärfe versinken lassen oder in Verbindung mit einem Stativ lange Belichtungszeiten erreichen.

Die aktuelle Werbung will uns nun Glauben machen, dass diese Art der Fotografie etwas ganz besonderes ist was nur mit der neuen Nikon Df und nur für runde 3.000 Euro zu haben ist. Doch wer schon einmal eines dieser Objektive bspw. an einer Nikon D700 angesetzt hat, der kennt den „Trick“. Man stellt am Objektiv einfach die kleinste Blende ein und regelt alles weitere über das kleine Rad an der Vorderseite der Kamera. An meinen digitalen Kameras verwende ich diese Objektive im Grunde genommen genau wie früher an der Nikon Fm3a. Ich stelle über das Rädchen unterhalb des Auslösers Blende 8 oder 5,6 fest ein und die Kamera wählt ganz automatisch die passende Belichtungszeit. Wirklich geändert hat sich also nichts, nur dreht man heute an einem anderen Rädchen…

Kann dieser kleine Unterschied den exorbitanten Preis der neuen Nikon Df  rechtfertigen?

Eben ist mir ein Foto unter den Mauszeiger gekommen, das im September 2011 in einer Mainzer Sushi-Bar entstanden ist. Damals hatte ich meine Nikon D700 gerade neu und habe sie fast überall mit hingeschleppt um sie in allen Lebenslagen ausprobieren zu können. An der Kamera war fast ausschließlich das damals ebenfalls noch neue Nikkor AF-S 1.4/50mm. Während wir auf unser Sushi warteten habe ich damals mit zwei Freunden die Vorteile großer Sensoren, hoher ISO-Werte und lichtstarker Objektive diskutiert. Um zu zeigen was ich meine haben wir ein wenig mit der Kamera herumgealbert und dabei ist dieses schöne Portrait entstanden.

Avaliable Light - Nikon D700 & AF-S 1.4/50mm

Klickt das Bild mal an und schaut Euch die Augen meines Freundes Hauke an. Dieses Bild habe ich nur mit Photoshop CS6 aus dem RAW-Format konvertiert und dann mit NIK Silver Efex in Schwarz-Weiss umgewandelt. Die Augen sind klar und deutlich abgebildet während der Hintergrund in einer wunderbaren Unschärfe versinkt. Als ich eben dieses Bild sah dachte ich nur „Ja, das ist echte Pure Photography, Pure Passion“ – Fotografieren ohne Netz und doppelten Boden einfach nur mit dem was gerade da ist. Keine zusätzlichen Scheinwerfer, keine Reflektoren, kein Blitzlicht, einfach nach eine Kamera und ein lichtstarkes „Normal-Objektiv“.

Aktuell bekommt man eine neue Nikon D700 mit dem AF-S 1.4/50mm zum halben Preis einer Nikon Df zu kaufen. Vom gesparten Geld kann man sich noch ein schönes AF-S 1.4/85mm und AF-S VR 4/16-35mm erstehen. Damit hat man eine tolle Ausrüstung für Portraits, Landschaften, Architektur und vieles mehr. Eine solche Kombination halte ich derzeit für sinnvoller als viel Geld für eine Kamera auszugeben die uns mit geschicktem Marketing allerorts angepriesen wird.

Fazit

Pure Fotografie findet im Kopf statt nicht im Korpus eines Fotoapparates. Wer auf den „Hip-Faktor“ der neuen Nikon Df verzichten kann und einfach nur eine robuste gute Kamera für alle Lebenslagen sucht, der ist aktuell zum halben Preis mit einer Nikon D700 meiner Meinung nach besser bedient. Allerdings muss man damit leben können von Nikon Df Besitzern, die ihr schönes Stück vor stolz geschwellter Brust präsentieren, mitleidig belächelt zu werden. Wer allerdings charakterlich halbwegs gefestigt ist, wird  dieses Lächeln im Wissen erwidern, dank der tollen D700 viel Geld für Zubehör oder eine tolle Reise gespart zu haben.

Nikon Df – Technische Daten

Df_drawing

Heute wurde die neue Nikon Df offiziell vorgestellt und es gibt nun endlich die Infos auf die so viele Nikon Fans schon seit mehreren Wochen warten.

Ein aktueller Prospekt ist auch schon online verfügbar.

Produktbroschuere

Schauen wir mal was man bei Nikon über das neue Modell alles schreibt…

Übersicht

Erleben Sie mit der Nikon Df Fotografie für Puristen. 

Diese Kamera weckt Leidenschaft für die Fotografie durch Form und Funktion. Ihr Gehäuse im Retro-Stil beherbergt den gleichen FX-Format-Bildsensor mit 16,2 Megapixel, der auch in Nikons Flaggschiff-Modell, der D4, zum Einsatz kommt. 

Der außergewöhnlich große Dynamikumfang und ein ISO-Empfindlichkeitsspielraum bis zu einer Entsprechung von ISO 204.800 ermöglichen Aufnahmen mit feiner Tonwertgradation und in jeder Lichtsituation. Auch wenn sie wie eine klassische, analoge Nikon aussieht, verfügt sie über ein hochempfindliches Autofokussystem, präzise Belichtungsmessung und eine bemerkenswert schnelle Reaktionsfähigkeit.

CMOS-Sensor im FX-Format (Vollformat) mit 16,2 Megapixel

Die Df ist mit demselben Bildsensor wie das Nikon-Spitzenmodell, die D4, ausgestattet und bietet hervorragende Detailschärfe mit sanften Farbübergängen.

Stilvolles Nikon-Design

Mit ihrem an Nikons Kleinbildkameras orientierten Aussehen und Technologie der neuesten professionellen digitalen Nikon-Spiegelreflexkameras ist die Df der puren Fotografie gewidmet.

Stilvolles Nikon-Design

Mit ihrem an Nikons Kleinbildkameras orientierten Aussehen und Technologie der neuesten professionellen digitalen Nikon-Spiegelreflexkameras ist die Df der puren Fotografie gewidmet.

Hervorragende Ergebnisse bei schlechten Lichtverhältnissen

Mit einem Empfindlichkeitsbereich von ISO 100 bis 12.800 (erweiterbar auf Werte entsprechend ISO 204.800) liefert die Df detailscharfe Bilder mit minimalem Rauschen, selbst unter schwierigsten Lichtbedingungen.

Hochempfindlicher Autofokus mit dem Autofokussystem Multi-CAM 4800 mit 39 Messfeldern: bietet eine reaktionsschnelle und präzise Abdeckung über einen Großteil des Bildfelds. Empfindlich bis –1 LW und kompatibel zu Mindestlichtstärken ab 1:8. Vier Modi für die AF-Messfeldsteuerung, inkl. »3D-Tracking«, sorgen für scharfe Ergebnisse – egal, ob sich Ihr Motiv außerhalb der Bildmitte befindet, sich schnell oder sogar völlig unvorhersehbar bewegt. Zusätzlich steht im Live-View-Betrieb der schnelle und präzise Autofokus mit Kontrasterkennung zur Verfügung.

Elegante mechanische Wählräder: Komfort trifft unmittelbare Kontrolle – mit gerändelten mechanischen Wählrädern für eine intuitive und sichere Bedienung. Für ISO-Empfindlichkeit, Belichtungskorrektur, Belichtungssteuerung und Aufnahmebetriebsart steht jeweils ein spezielles Wählrad zur Verfügung. So haben Sie ohne Umwege über das Kameramenü die direkte Kontrolle über die wesentlichen fotografischen Parameter.

Kompatibel zu Non-AI-NIKKOR-Objektiven: Die Nikon Df verfügt über einen speziellen, klappbaren mechanischen Blendenkupplungshebel. Damit ist sie als einzige Nikon-Kamera im aktuellen Programm sogar zu klassischen, nicht auf AI umgerüsteten NIKKOR-Objektiven von vor 1977 kompatibel. Mit manueller Belichtungssteuerung (M) oder Zeitautomatik (A) kann dabei mit einfachen Kameraeinstellungen sogar die Offenblendenmessung genutzt werden.

Leistungsstarker optischer Sucher: Der Sucher mit Pentaprisma bietet eine nahezu 100%ige Bildfeldabdeckung und eine Vergrößerung um den Faktor 0,7 sowie Suchermarkierung beim Fotografieren im DX-Format.

Renommierte Nikon-Bauweise: Die Gehäuseteile an Ober-, Unter- und Rückseite der Kamera sind aus einer robusten Magnesiumlegierung gefertigt. Zudem ist die Nikon Df genauso gut gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und Staub geschützt wie die Nikon D800.

Langlebiger Verschluss: Der hochpräzise Verschluss wurde auf 150.000 Auslösungen getestet. Er ermöglicht Belichtungszeiten von bis zu 1/4.000 s und eine Blitzsynchronisationszeit von bis zu 1/200 s.

8 cm (3,2 Zoll) großer Monitor mit ca. 921.000 Bildpunkten, großem Betrachtungswinkel und gehärtetem Glas. Bietet eine helle und scharfe Bildwiedergabe und einen weit gefassten Farbraum.

Leise Auslösung: Dieser Modus ist hervorragend für diskrete Aufnahmen geeignet, da das Geräusch des Spiegelschlags merklich verringert wird.

Elektronischer virtueller Horizont mit Doppelachse: Sie können Informationen zu Drehung (horizontale Ausrichtung) und Neigung (nach vorne oder hinten) über den Monitor, Informationen zur Drehung auch im Sucher überprüfen.

Motiverkennungssystem: Sowohl der Bildsensor (im Live-View) als auch der 2.016-Pixel-RGB-Sensor (bei Verwendung des Suchers) liefern dem Motiverkennungssystem schon vor dem Auslösen präzise Daten. Davon profitieren Belichtungsmessung, AF-Messfeldsteuerung und Weißabgleich für perfekt belichtete, scharfe Bilder.

Sensorreinigungssystem: reduziert die Ablagerung von Staub vor dem Bildsensor.

Spot-Weißabgleichsmessung: ermöglicht eine besonders präzise Kontrolle über die Farbwiedergabe. Bei der Live-View-Fotografie kann der Weißabgleich schnell in einem eng begrenzten Motivausschnitt ermittelt werden. Mit dem Multifunktionswähler kann der Messpunkt frei im Bildfeld verschoben werden, sodass auch bei fernen Motiven und ohne Graukarte ein genauer Weißabgleich ermittelt werden kann.

Alternative Bildformate: FX- und DX-Format. Wenn ein DX-Format-Objektiv angesetzt wird, wird automatisch das DX-Aufnahmeformat aktiviert. Bei Aufnahmen im Live-View-Modus hilft Ihnen die Nikon Df anhand von optionalen Gitterlinien für die Bildseitenverhältnisse 1:1 oder 16:9 bei der Wahl des Bildausschnitts.

Optimale Detailzeichnung bei kontrastreichen Motiven: Es stehen zwei Modi zur Verfügung, um die Detailzeichnung bei der Aufnahme in sehr hellem Umgebungslicht oder Gegenlicht zu verbessern. Während sich HDR (High Dynamic Range) besonders gut für unbewegte Motive eignet, ist Active D-Lighting ideal für die Aufnahme von Motiven in schneller Bewegung. Die Intensität kann bei beiden Modi angepasst werden.

Kamerainterne Bildoptimierung: Mit den Picture-Control-Konfigurationen können Sie Parameter wie Scharfzeichnung, Farbsättigung und Farbton vor der Aufnahme fein abstimmen. Das umfangreiche Bildbearbeitungsmenü bietet Zugriff auf verschiedene Werkzeuge und Effekte.

Energiesparendes Design: bis zu ca. 1.400 Aufnahmen* (bei Verwendung des Akkus EN-EL14a und Einzelbildschaltung).

Speichermedien: kompatibel zu SDXC-Speicherkarten gemäß UHS-I-Standard und Eye-Fi-Karten.

Nikon Creative Lighting System:vollständige Kompatibilität zum branchenführenden Nikon Creative Lighting System, das eine Reihe vielfältiger Blitzgeräte für kreatives Blitzen bietet, sei es mit an der Kamera angesetztem Blitzgerät oder kabellos entfesselt.

Nikon_Df_Ambience_6

Technische Daten

Typ Digitale Spiegelreflexkamera
Bajonettanschluss Nikon-F-Bajonettanschluss (mit AF-Kupplung und AF-Kontakten)
Effektiver Bildwinkel Nikon-FX-Format
Effektive Auflösung 16,2 Millionen Pixel
Bildsensor CMOS-Sensor, 36,0 x 23,9 mm
Gesamtpixelanzahl 16,6 Mio.
Staubreduzierungssystem Bildsensor-Reinigung, Referenzbild für Staubentfernung (setzt Capture NX 2 voraus, optional erhältlich)
Bildgröße (in Pixel) FX-Format (36 x 24): 4.928 x 3.280 (L), 3.696 x 2.456 (M), 2.464 x 1.640 (S). DX-Format (24 x 16): 3.200 x 2.128 (L), 2.400 x 1.592 (M), 1.600 x 1.064 (S)
Dateiformat NEF (RAW): 12 oder 14 Bit; verlustfrei komprimiert, komprimiert oder unkomprimiert. TIFF (RGB). JPEG: JPEG-Baseline-Komprimierung; Qualitätsstufen: »JPEG Fine« (ca. 1:4), »JPEG Normal« (ca. 1:8) und »JPEG Basic« (ca. 1:16) (angegebene Komprimierungsraten bezogen auf die Einstellung »Einheitliche Dateigröße«); Einstellung »Optimale Bildqualität« wählbar. NEF (RAW)+JPEG: duales Dateiformat (Aufnahmen werden sowohl im NEF (RAW)-Format als auch im JPEG-Format gespeichert)
Picture-Control-System »Standard«, »Neutral«, »Brillant«, »Monochrom«, »Porträt« und »Landschaft«; ausgewählte Picture-Control-Konfiguration kann angepasst werden; Speicher für benutzerdefinierte Picture-Control-Konfigurationen
Speichermedien SD-Speicherkarten und UHS-I-kompatible SDHC- und SDXC-Speicherkarten
Dateisystem DCF (Design Rule for Camera File System) 2.0, DPOF (Digital Print Order Format), Exif (Exchangeable Image File Format for Digital Still Cameras) 2.3, PictBridge
Sucher Optischer Pentaprismensucher mit fester Position der Austrittspupille
Bildfeldabdeckung FX (36 x 24): ca. 100 % horizontal und vertikal. DX (24 x 16): ca. 97 % horizontal und vertikal.
Vergrößerung ca. 0,7-fach (bei 50-mm-Objektiv mit Lichtstärke 1:1,4, Fokuseinstellung auf unendlich, –1,0 dpt)
Lage der Austrittspupille 15 mm (bei –1,0 dpt; ab Mitte der Okularlinsenoberfläche)
Dioptrieneinstellung –3 bis +1 dpt
Einstellscheibe BriteView-Einstellscheibe Typ B (Mark VIII) mit Markierung des AF-Messfeldbereichs und einblendbaren Gitterlinien
Spiegel Schnellrücklauf-Schwingspiegel
Abblendtaste Die Abblendtaste schließt die Blende bis zur eingestellten Blendenstufe (Tiefenschärfenkontrolle). Bei Zeitautomatik (A) oder manueller Belichtungssteuerung (M) wird die Blende manuell vom Benutzer vorgegeben, bei Programmautomatik (P) oder Blendenautomatik (S) wird sie von der Kamera eingestellt.
Blende Elektronisch gesteuerte Springblende
Kompatible Objektive Kompatibel mit AF-NIKKOR-Objektiven, einschließlich TYP G, E und D (bei PC-Objektiven bestehen Einschränkungen) sowie DX-Objektiven (bei DX-Format, 24 x 16, scheinbare 1,5-fache Brennweitenverlängerung), AI-P-NIKKOR-Objektiven und NIKKOR-Objektiven ohne CPU inklusive Non-AI-Objektiven. IX-NIKKOR-Objektive und Objektive für die F3AF können nicht verwendet werden. Die Scharfeinstellung mit elektronischer Einstellhilfe steht bei Verwendung von Objektiven mit einer Mindestlichtstärke von 1:8 mit allen AF-Messfeldern zur Verfügung. (Bei einer Lichtstärke von 1:8 können die mittleren 7 Fokusmessfelder genutzt werden und bei 1:7,1 die 33 mittleren Felder.)
Typ Elektronisch gesteuerter, vertikal ablaufender Schlitzverschluss
Belichtungszeit 1/4.000 s bis 4 s, Schrittweite 1 LW (1/4.000 s bis 30 s, Schrittweite 1/3 LW mit dem hinteren Einstellrad), X200 (nur mit dem Belichtungszeitenrad), Langzeitbelichtung (B), Langzeitbelichtung (T)
Blitzsynchronzeit X=1/200 s; Synchronisation mit Belichtungszeiten von 1/250 s oder länger
Aufnahmebetriebsart Einzelbild, langsame Serienaufnahme, schnelle Serienaufnahme, leise Auslösung, Selbstauslöser, Spiegelvorauslösung
Bildrate 1 bis 5 Bilder/s (Serienaufnahme langsam) oder 5,5 Bilder/s (Serienaufnahme schnell)
Selbstauslöser 2 s, 5 s, 10 s, 20 s; 1 bis 9 Bilder im Abstand von 0,5, 1, 2 oder 3 s
Belichtungsmessung TTL-Belichtungsmessung mit 2.016-Pixel-RGB-Sensor
Messsystem Matrixmessung: 3D-Color-Matrixmessung II (nur mit G-, E- und D-Objektiven); Color-Matrixmessung II (mit anderen Objektiven mit CPU); Color-Matrixmessung bei Objektiven ohne CPU, deren Objektivdaten eingegeben wurden. Mittenbetonte Messung: Messschwerpunkt mit Gewichtung von 75 % auf mittlerem Messfeld, Durchmesser 12 mm. Ein Durchmesser von 8, 15 oder 20 mm ist alternativ einstellbar oder Integralmessung über das gesamte Bildfeld (12-mm-Kreis bei Objektiven ohne CPU). Spotmessung: Belichtungsmessung in einem Kreis von 4 mm (entspricht ca. 1,5 % des Bildfelds) in der Mitte des gewählten Fokusmessfelds (mittleres Fokusmessfeld bei Objektiven ohne CPU)
Messbereich (bezogen auf ISO 100 bei 20 °C und einer Objektivlichtstärke von 1:1,4) Matrixmessung oder mittenbetonte Messung: 0 bis 20 LW. Spotmessung: 2 bis 20 LW
Blendenübertragung Elektronisch (CPU) und mechanisch (AI; einklappbarer mechanischer Blendenkupplungshebel)
Belichtungssteuerung Programmautomatik (P) mit Programmverschiebung, Blendenautomatik (S), Zeitautomatik (A) und manuelle Belichtungssteuerung (M)
Belichtungskorrektur –3 bis +3 LW, Schrittweite 1/3 LW
Belichtungsreihe 2 bis 5 Bilder in Schritten von 1/3, 2/3, 1, 2 oder 3 LW
Blitzbelichtungsreihe 2 bis 5 Bilder in Schritten von 1/3, 2/3, 1, 2 oder 3 LW
Weißabgleichsreihe 2 bis 3 Bilder mit einer Schrittweite von 1, 2 oder 3
ADL-Belichtungsreihe 2 Bilder mit ausgewählter Einstellung für ein Bild oder 3 bis 5 Bilder mit voreingestellten Werten für alle Bilder
Belichtungsmesswertspeicher Speichern des gemessenen Werts durch Drücken der AE-L/AF-L-Taste
ISO-Empfindlichkeit (Recommended Exposure Index) ISO 100 bis ISO 12.800, Schrittweite: 1/3 LW. Einstellung auf ca. 0,3, 0,7 oder 1 LW (entspricht ISO 50) unter ISO 100 oder auf ca. 0,3, 0,7, 1, 2, 3 oder 4 LW (entspricht ISO 204.800) über ISO 12.800 möglich; ISO-Automatik einstellbar
Active D-Lighting Automatisch, Extrastark +2/+1, Verstärkt, Normal, Moderat oder Aus
Autofokus Autofokus-Sensormodul Nikon Multi-CAM 4800 mit TTL-Phasenerkennung, Feinabstimmung und 39 Fokusmessfeldern (einschließlich 9 Kreuzsensoren; die 33 Messfelder in der Mitte unterstützen den AF bei Lichtstärken größer als 1:5,6 und kleiner als 1:8, die mittleren 7 Fokusmessfelder bei 1:8)
Messbereich –1 bis +19 LW (ISO 100 bei 20 °C)
Fokussierung Autofokus (AF): Einzelautofokus (AF-S), kontinuierlicher Autofokus (AF-C), prädiktive Schärfenachführung reagiert automatisch auf Bewegungen des Motivs. Manuelle Fokussierung (M): Scharfeinstellung mit elektronischer Einstellhilfe kann verwendet werden.
Fokusmessfeld Auswahl aus 39 oder 11 Fokusmessfeldern
AF-Messfeldsteuerung Einzelfeldsteuerung, dynamische Messfeldsteuerung mit 9, 21 oder 39 Messfeldern, 3D-Tracking, automatische Messfeldsteuerung
Fokusspeicher Speichern der Entfernung durch Drücken des Auslösers bis zum ersten Druckpunkt (Einzelautofokus) oder durch Drücken der AE-L/AF-L-Taste
Blitzsteuerung TTL: i-TTL-Blitzsteuerung mit 2.016-Pixel-RGB-Sensor für SB-910, SB-900, SB-800, SB-700, SB-600, SB-400 oder SB-300 verfügbar; i-TTL-Aufhellblitz für digitale Spiegelreflexkameras wird bei Matrixmessung und mittenbetonter Messung verwendet, Standard-i-TTL-Blitzsteuerung für digitale Spiegelreflexkameras bei Spotmessung
Blitzmodus Synchronisation auf den ersten Verschlussvorhang, Langzeitsynchronisation, Synchronisation auf den zweiten Verschlussvorhang, Reduzierung des Rote-Augen-Effekts, Langzeitsynchronisation mit Reduzierung des Rote-Augen-Effekts, Langzeitsynchronisation auf den zweiten Verschlussvorhang, Unterstützung der automatischen FP-Kurzzeitsynchronisation
Blitzbelichtungskorrektur –3 bis +1 LW, Schrittweite: 1/3 oder 1/2 LW
Blitzbereitschaftsanzeige Leuchtet konstant, sobald das optionale Blitzgerät vollständig aufgeladen ist; blinkt nach einer Blitzauslösung mit voller Leistung
Zubehörschuh Standard-Normschuh (ISO 518) mit Synchronisations- und Datenkontakten und Sicherungspassloch
Nikon Creative Lighting System (CLS) Advanced Wireless Lighting mit Blitzfernsteuerungseinheit SU-800 oder einem SB-910, SB-900, SB-800 oder SB-700 als Master-Blitzgerät und SB-910, SB-900, SB-800, SB-700, SB-600 oder SB-R200 im Slave-Betrieb; automatische FP-Kurzzeitsynchronisation und Einstelllicht mit allen CLS-kompatiblen Blitzgeräten außer SB-400 oder SB-300; Farbtemperaturübertragung und Blitzbelichtungsspeicher mit allen CLS-kompatiblen Blitzgeräten
Blitzsynchronanschluss Standardanschluss (ISO 519) mit Gewinde
Weißabgleich Automatisch (2 Optionen), Kunstlicht, Leuchtstofflampe (7 Optionen), Direktes Sonnenlicht, Blitzlicht, Bewölkter Himmel, Schatten, Eigener Messwert (bis zu 4 Messwerte speicherbar, Spot-Weißabgleichsmessung bei Live-View verfügbar), Farbtemperatur auswählen (2.500 bis 10.000 K), Feinabstimmung bei allen Optionen möglich
Fokussierung bei Live-View Autofokus (AF): Einzelautofokus (AF-S), permanenter Autofokus (AF-F). Manuelle Fokussierung (M)
AF-Messfeldsteuerung Porträt-AF, Großes Messfeld, Normal, Motivverfolgung
Autofokus AF mit Kontrasterkennung an beliebiger Position im Bildfeld (bei Porträt-AF oder Motivverfolgung automatische Auswahl des Fokusmessfelds durch die Kamera)
Monitor Niedertemperatur-Polysilizium-TFT-LCD-Monitor mit ca. 921.000 Bildpunkten (VGA), einer Bilddiagonalen von 8 cm (3,2 Zoll), großem Betrachtungswinkel von ca. 170°, ca. 100 % Bildfeldabdeckung und Helligkeitsregelung
Wiedergabe Einzelbildwiedergabe und Bildindex (4, 9 oder 72 Indexbilder oder Kalender), Wiedergabe mit Ausschnittsvergrößerung, Diaschau für Fotos, Histogramm-Anzeige, Anzeige der Lichter, Bildinformationen, Positionsdatenanzeige und automatische Bildausrichtung
USB Hi-Speed-USB
HDMI-Ausgang HDMI-Mini-Anschluss (Typ C)
Zubehöranschluss Funkfernsteuerungen: WR-R10 und WR-1 (separat erhältlich). Kabelfernauslöser: MC-DC2 (optionales Zubehör). GPS-Empfänger: GP-1/GP-1A (optionales Zubehör)
Menüsprachen Arabisch, Chinesisch (vereinfacht und traditionell), Dänisch, Deutsch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hindi, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Norwegisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Portugiesisch und Brasilianisch), Rumänisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch, Thai, Tschechisch, Türkisch, Ukrainisch, Ungarisch
Akku Ein Lithium-Ionen-Akku vom Typ EN-EL14a
Netzadapter Netzadapter EH-5b; erfordert Akkufacheinsatz EP-5A (separat erhältlich)
Stativgewinde 1/4 Zoll (ISO 1222)
Abmessungen (H x B x T) ca. 110 x 143,5 x 66,5 mm
Gewicht ca. 765 g mit Akku und Speicherkarte, jedoch ohne Gehäusedeckel; ca. 710 g (nur Kameragehäuse)
Temperatur 0 °C bis 40 °C
Luftfeuchtigkeit bis 85 % (nicht kondensierend)
Mitgeliefertes Zubehör Abdeckung für Zubehörschuh BS-1, Gehäusedeckel BF-1B, Lithium-Ionen-Akku EN-EL14a, Akkuladegerät MH-24, Okularabdeckung DK-26, Trageriemen AN-DC9, USB-Kabel UC-E6, Schnur für Okularabdeckung, ViewNX 2 auf CD-ROM

Nikon_Df

Fazit

Nüchtern betrachtet hat die neue Nikon Df vieles zu bieten, aber es ist nichts dabei was eine Nikon D7000 nicht auch zu bieten hätte. Eine Nikon D7000 kann man aktuell sogar noch NEU erwerben, hier habe ich ein Angebot für sagenhafte 655,- Euro gefunden!!. Wer für eine Nikon Df fast 3.000 Euro ausgibt, der wird dies nicht wegen der Features und der Bildqualität tun. Die Nikon Df soll ihren Benutzern ein Stück Lebensgefühl vermitteln. Mich erinnert dies ein wenig an den Versuch des Volkswagen Konzerns mit dem „New Beetle“ an die Erfolge des VW Käfer anzuknüpfen. Der neue Beetle ist technisch auf hohem Niveau und sieht seinem Original auch irgendwie ähnlich. Aber statt des luftgekühlten Boxermotors im Heck werkelt hier ein moderner Vierzylinder zwischen den Vorderrädern. Eigentlich ist es kein Käfer sondern ein Audi A3 mit einer neuen Karosserie…

So richtig gut ist der New Beetle daher auch nie bei der Kundschaft angekommen, trotz der kleinen Blumenvase am Armaturenbrett. Ich halte es für denkbar, dass die Nikon Df ein ähnliches Schicksal erfahren könnte. Warum soll man für eine Kamera die weniger leistet als eine Nikon D610 mehr als den doppelten Preis bezahlen, nur weil es ein paar mechanisch anmutende Knöpfe gibt, die letztlich doch nur Parameter eines Computers steuern? Ist das nicht wie ein wassergekühlter Vierzylinder statt eines Motors den einst Ferdinand Porsche höchst persönlich entwarf?

Nikon_Df_Ambience_8

Die Nikon Df sieht im wesentlichen cool aus und ist für mich so etwas wie die Rolex unter den Nikons. Wer nur mal schnell die Zeit ablesen möchte, der kauft sich eine Nikon 1 und hat auch eine Expeed 3 Engine im Gehäuse. Wem es wichtig ist ein Uhrwerk mit minimaler Gangabweichung zu haben, der kauft sich eine Nikon D610. Wer seine Uhr beispielsweise beim Tauchen benutzt und sein Leben daran hängt, der kauft sich eine Nikon D4 oder ein D800.

Doch wer eine Uhr sucht die von anderen bemerkt wird und der fremde Männer heimlich hinterher schauen, der kauft sich eben eine Nikon Df. Es ist also eher eine Frage des Egos (viele werden es Understatement nennen) als der technischen Raffinessen, denn diese gibt es bei anderen Kameras für weniger Geld in größerer Zahl.

Die neue Nikon Df soll ein Lebensgefühl zurückbringen, das es bereits vor 30 Jahren mit der Nikon F3 oder der Fm bzw. der Fe und ihren Nachfolgern gab. Ob dies gelingen wird wird man sehen. Ich frage mich allerdings warum man für eine weichgespülte Version eines Lebensgefühls 3.000 Euro bezahlen soll, wenn es das „Original“ schon für 399,- Euro zu kaufen gibt?

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