Die Woche ist herum und es geht mal wieder mit der blauen K1200r heim nach Bonn. Die Wettervorhersage ist nicht wirklich toll und es sind auch nur noch 15°C. Also rein in die Regenkombi – das erste Mal seit über einem Jahr! So ist das wohl mit den meisten Regenkombis auf dieser Welt, jeder hat eine, jeder haßt sie, keiner nutzt sie, jedenfalls nicht freiwillig.
Als es bei Bingen anfängt zu regnen bin ich wirklich froh wetterfest eingepackt zu sein. Zwischendurch kommt immer mal wieder die Sonne heraus, es ist trotz allem eine wirklich schöne Tour.
Als ich drei Stunden später daheim ankomme sind die Nachrichten nicht wirklich gut. In der Post finde ich ein Trauerschreiben, die Beisetzung ist am nächsten Freitag. Außerdem liegt meine Mutter seit Mittwoch im Krankenhaus, ein Herzinfarkt. Nein, es sind keine guten Nachrichten. Doch mein kleines Motorrad-Video ist gefilmt und nach einem „Schnell-Schnitt“ auch schon online.
Also, hier ist es nun, ein unbeschwertes Video das entstand als ich noch nicht ahnte welche Nachrichten mich erwarten würden.
Wir starten in Bingen und fahren auf der B9 vorbei an St. Goar, Bacharach, Boppard, Oberwesel, Koblenz, Bad Breisig, Remagen, Oberwinter bis nach Bonn. Immer wieder eine schöne Tour, auch wenn es mal regnet. Es ist wie im „echten“ Leben, da scheint auch nicht immer nur die Sonne…
Hier ein paar Tipps für schöne Panoramafotos mit der Nikon P7100. Natürlich gelten sie auch für die P7000 und viele andere Kameras 🙂
Ist gerade kein Stativ mit Nodalpunktadapter und allem Zick und Zack zur Hand, einfach eine feste Unterlage suchen. Ein Zaun, ein Straßenschild, was auch immer, hauptsache es ist fest und hilft die Kamera ruhig zu halten.
Im Modus „M“ bei mittlerer Blende (z.B. f/5.6) und geeigneter Belichtungszeit (z.B. 1/125s) eine ISO-Einstellung wählen die möglichst gering ist.
Meist passt dies bei leicht gedämpftem Licht:
ISO-100, f/5.6, 1/125s, VR=ON, Verzeichnungskorrektur=EIN, Modus=RAW+JPG (LARGE & FINE)
Autofokus = manuell oder „unendlich“
Im Hochformat von links nach rechts (oder umgekehrt) möglichst viele Aufnahmen erstellen. Abhängig von der Brennweite also etwa alle 10° bis 30° ein Bild aufnehmen. Die Kamera nicht schwenken sondern um das „Zentrum“ herum drehen. (Also möglichst den Nodalpunkt treffen!)
Nach der Übertragung auf den Computer bspw. mit Autopano-Pro ein Panorama errechnen.
Mit einem Bildbearbeitungsprogramm wie bspw. Photoshop lässtige „Doppelgänger“ und ähnliches entfernen (Kopierstempel etc.)
Gibt es noch dunkle Ecken, das Bild beschneiden oder transformieren: Ctrl+A -> CTRL+T Beim transformieren ggfs. mit der rechten Maustaste in das Bild klicken und „Warp“ wählen. Nun kann man an den Ecken ziehen und alles hübsch gerade biegen.
Und so sieht das Ergebnis dann vielleicht aus. Anklicken für Originalgröße – Achtung: 10-MB!
Es ist wieder Wochenende und es geht an einem wirklich supertollen Spätsommertag mit der blauen K1200 heimwärts. Woher fahren wir denn diesmal? Ich habe noch die mahnenden Worte meines Nachbarn Tobias im Ohr „Du musst auch mal woanders entlang fahren. Immer nur am Rhein, das wird auf Dauer doch total langweilig!“
Wie Recht er doch hat, nicht nur für Euch „Zuschauer“ sondern auch für mich als“Filmproduzenten“ ist es schön mal ab und zu eine neue Strecke auszuprobieren. Da es einer der letzten schönen Tage sein wird, habe ich mir etwas besonderes überlegt. Es soll von Mainz über die A60/A61 und die B50 nach Bernkastel an der Mosel gehen. Dann ganz entspannt an der Mosel entlang nach Koblenz, dort auf die B9 und ab nach Hause.
Einige kleine Videoschnipsel habe ich dazu ja schon gepostet. Heute war dann nach ziemlich genau 132 Stunden der „Roh-Film“ erstellt, der alle drei Kameraperspektiven enthält. Darüber habe ich ja auch schon kurz berichtet. Aus diesem „Rohfilm“ habe ich dann heute einen kleinen Extrakt erstellt und ihn mit etwas „Chilout-Musik“ unterlegt die zum Lieferumfang der Software „Magix Retten Sie Ihre Videocassetten“ gehört.
Hier ist nun mein Video! Vielleicht bedenkt ihr beim Anschauen, wie viele Kilowattstunden Strom für die Erstellung und den Upload notwendig waren! 🙂
Hier nochmals die Tour in der Übersicht – das Video zeigt den Abschnitt von Bernkastel nach Koblenz und ein Stückchen der B9 in Richtung Bonn.
Auf der letzten Heimfahrt mit dem Motorrad habe ich etwa 3 Stunden Videomaterial „eingesammelt“. Zwei Videos im Full-HD Format (1920 x 1080 Pixel) und ein Video im kleineren HD-Ready Format (1280 x 720 Pixel). Mit Magix Video Deluxe V17 habe ich daraus ein kleines Video zusammen gestellt, dass bis zu drei Videospuren gleichzeitig enthält – bei 25 Bildern/s. Alles auf einem recht neuen DELL QuadCore mit 4x 3.0 GHz, 64-Bit Windows 7 und 4 GB Arbeitsspeicher.
Da sich diese parallel angeordneten Spuren nicht wirklich so gruppieren lassen, dass man sie alle zusammen auf einmal schneiden und das Tempe etc. ändern kann, muss man den ganzen „Roh-Film“ ersteinmal am Stück auf die Festplatte exportieren. Aus diesem einen Video läßt sich dann später ein kleiner Film zaubern der vielleicht 5-7 Minuten läuft und einige der schönsten Szenen des Ausgangsmaterials enthält.
Es ist jetzt Samstag 9h12 und eben dieser Export des „kombinierten Rohmaterials“ lief nun mehrere Tage. Hier ein Screenshot des Windows Taskmanagers in dem man die verbrauchte Prozessorzeit je Prozess sehen kann.
Wenn ich dort sehe, dass mein Video Bearbeitungsprogramm für den Export eines Videos im Format 1280 x 720 Pixel mit 25 Bildern/s sage und schreibe 92 Stunden 43 Minuten und 34 Sekunden benötigt hat und noch nicht einmal fertig ist, dann frage ich mich:
** WIE INEFFIZIENT KANN MAN EIGENTLICH PROGRAMMIEREN **
Man kann gegen den Mac sagen was man will, aber der Export eines äquivalenten Videos wäre auf dem Mac mit ziemlicher Sicherheit nach 5-6 Stunden beendet! Ok, der Import hätte nochmal 3-4 Stunden benötigt und iMovie beherrscht nur ein „einfaches Bild im Bild“. Aber da ich die Heckkamera versehentlich beim Aufsteigen mit dem Fuß berührt und so gleich wieder abgeschaltet habe, enthält mein Video die ersten 90 Minuten auch nur ein „einfaches Bild im Bild“ – das ist also durchaus mit iMovie vergleichbar. Und iMovie ist ein kostenloses Programm, das zum Lieferumgang eines jeden Mac Computers gehört!
Will man während eine Instanz von Magix Videdeluxe vor sich hin rödelt, noch ein anderes kleines Video schneiden, so gibt es etliche Warnungen wegen des eingebauten Video-Rekorders und und und… Aber was soll man denn machen wenn dieser eine kleine blöde Export einen leistungsfähigen Computer für mehrere Tage lahmlegt??
Hey liebe Softwareentwickler bei Magix: Mir ist klar, dass diese Software weniger als 100 Euro je Lizenz kostet, aber trotzdem wäre es wirklich wunderbar, wenn Ihr am Export noch die eine oder andere kleine Optimierung vornehmen könntet. Vielleicht würde ja auch eine 64-Bit Version den einen oder anderen Vorteil mit sich bringen?!? Bitte, macht was!!!
Täglich grüßt das Murmeltier, so auch um kurz nach 5h am Montag den 12. Februar. Am Wochenende habe ich etliche Stunden im Stau auf den Autobabhnen dieser Welt verbracht. Heute will ich mir mal wieder den Wind um die Nase wehen lassen, endlich mal wieder dieses Gefühl der Freiheit genießen. Und das auf dem Weg zur Arbeit, wie priviligiert kann man eigentlich sein 🙂
Um kurz nach 6h ist das Moped startklar, es geht wieder los. Es wird vielleicht eine der letzten Touren des Jahres werden, mal schauen mal ob wir nach dem unbeständigen Sommer vielleicht einen goldenen Oktober bekommen.
Am Abend zuvor habe ich mir eine Route überlegt. Ganz klassisch mit einer Landkarte und Google Maps…
Inzwischen wird es später hell, daher soll es zunächst über die Autobahn nach Ochtendung an der A61 gehen. Dort will ich tanken und weiter durch die letzten Ausläufer der Eifel hinab zur Mosel fahren. Dann entlang der Mosel und über den Hunsrück in Richtung Stromberg. Dort soll es wieder auf die A61 und weiter nach Mainz gehen.
Der Plan funktioniert – um kurz nach 7h ist der Tank voll, die drei GoPro Kameras laufen, der Spaß beginnt…
Kamera Nummer 3 habe ich diesmal zunächst nicht am Helm sondern mit dem Rohrhalter am Lenker montiert. So kann ich später mal schauen wie ich auf dem Bock sitze und in der Gegend herum schaue. Später unten an der Mosel halte ich kurz an und wechsle die Perspektive, nun kommt die Kamera an den Helm. Ausgeschaltet wird nichts, dann muss ich später auch nichts neu synchronisieren…
Hier ein Ausschnitt der Tour – Anklicken um die Originalgröße zu sehen…
Das Tal durch das ich eigentlich fahren will ist leider gesperrt, aber es gibt hier so viele verwunschene Täler in Richtung Süden, ich nehme einfach mal das nächste Tal. Das TomTom Urban Rider zeichnet derweil den Track auf, verrät mir ob ich eine Spitzkehre vor der Nase habe und wann der nächste Abzweig kommt. Wirklich praktisch!
Später in Mainz dann unter die Dusche und ab ins Büro, Geld verdienen für den nächsten Ritt – das wird am Donerstag sein. Mal sehen welche Route ich dann finde 🙂
Zwei Tage später ist das Video schon online! Diesmal habe ich die Bugkamera nach oben gesetzt und die Heckkamera nach unten. Die wacklige Helmkamera ist auf einen kleinen Ausschnitt unten links reduziert – so gefällt mir das eigentlich auch ganz gut. Welche Musik soll ich diesmal nehmen? Ich krame mal wieder in meinem Archiv und finde tatsächlich noch ein paar etwa 25 Jahre alte Wave-Files mit selbstgemachter Mucke. Das Equipment ist noch so ähnlich wie beim letzten „Easy Rider“. Und da ist sogar noch ein kleiner Auszug aus der deutschen Fassung der Matrix – genial! Am Anfang ein kurzes Brummen aus einem Song von Rammstein, ein Dolby-THX Kracher und schon habe ich beisammen was ich suche.
Für den Schnitt habe ich mir Magix Video Deluxe V17 auf meinem Mainzer Windows Vista 64-Bit PC installiert. Dieses Ding habe ich seit es hier den Mac Mini gibt nicht mehr benutzt. Aber mit iMovie kann ich nicht ohne weiteres ein zweifaches Bild im Bild zusammenkleben. Also muss die Windows Gurke doch mal wieder ran. Und siehe da, die ist sogar gar nicht so schlecht 🙂 Nur das Magix Video Deluxe ist schrecklich ungeschickt programmiert. Sobald man ein Bild im Bild hat und irgendwas nicht mit der originalen Geschwindigkeit abläuft, ist ein Vorschau gar nicht mehr möglich. Das haben die Programmierer von iMovie besser gemacht! Der Schnitt durch drei Videospuren und vier Audiospuren ist nervig. Also exportiere ich zunächst eine Variante mit zweifachem Bild im Bild im WMV-Format. Am nächsten Tag ist es dann fertig und ich kann es wieder importieren. Nun lege ich die Musik darunter und schneide es auf etwa 5 Minuten zusammen. Der Export und Upload zu YouTube dauert rund drei Stunden.
Als ich dann mitten in der Nacht auswache ist das neue Video tatsächlich online. Ich kann gerade eh nicht schlafen, warum nicht kurz was bloggen 🙂
Ok, hier ist es nun mein neuestes „Easy Rider Video“ – Eine Mopedtour ohne Risiko mit 100% Spaß…
Brenzlige Situationen hat es diesmal fast keine gegeben. Nur kurz vor meinem Mainzer Appartement zeigt sich wieder, dass man als Motorradfahrer niemandem auf dieser Welt trauen darf – gesünder ist das!!