USA 2014 – Wieder eine Reise ins Ungewisse Teil 1-4

Wer noch nie ein Video erstellt hat das knapp 30 Minuten dauert und halbwegs „Hand & Fuß“ hat, der wird kaum ermessen können wie viel Arbeit es bereitet eine vier Wochen dauernde abenteuerliche sehr freie Reise umfassend in einem Video zu dokumentieren. Eine Reportage zu erstellen die auch bei einer Spielzeit von mehr als 5 Minuten nicht langweilig wird, die viele Informationen transportiert, die mit gut verständlichem Ton daherkommt und bei der die Schnitte zum Rhythmus der Musik passen, das ist eine echte Herausforderung. Neben dem Bildmaterial das man natürlich während der Reise einsammeln muss, braucht es noch eine geeignete Ausstattung mit Computern, riesigen Festplatten, Mikrofonen und vor allem mit ZEIT mit ganz viel ZEIT. Tag für Tag wühlt man sich später durch viele tausend Fotos und hunderte von Gigabytes mit Video-Material, schreibt Texte, probiert GEMA-freie Musik aus, und ist einfach nur froh wenn man sein Video endlich veröffentlichen kann.

Mein aktuelles Video-Projekt sieht so aus wie im folgenden Screenshot. Wer diesen genau anschaut sieht sofort aus wie vielen kleinen Schnipseln der vierte Teil meiner USA-Reportage besteht. Dabei ist jeder kleine Schnipsel „handverlesen“, ich habe bei jedem Schnipsel über Anfang und Ende nachgedacht, überlegt ob es einen harten Schnitt oder eine weiche Überblendung geben soll. Ich habe Stunden damit verbracht nach Musik und Soundeffekten zu suchen. Und als die Musik und Video-Clips zusammen gefügt waren, habe ich an jedem Anfang eines Clips und jedem Ende versucht ihn so zu trimmen, dass er mit der untermalenden Musik harmoniert.

USA-2014 - Final-Cut-Pro-X

Es mich jetzt wieder einen Monat lang fast jeden freien Abend gekostet den vierten Teil von  „Wieder eine Reise ins Ungewisse zu erstellen“.

Das „Original“ von 2011

Als ich vor ein paar Jahren meinen Film „Reise ins Ungewisse“ erstellt habe, betrug der Zeitaufwand verteilt über 14 Tage hinweg etwa 160 Stunden. Ich konnte mir dies nur leisten, weil ich damals ziemlich erkältet daheim herumgesessen habe. Ich war nicht krank genug um nur im Bett zu liegen aber auch nicht gesund genug um zur Arbeit zu gehen. Also habe ich mit warm eingepackt mit viel heißem Tee an meinen Windows Computer gesetzt und mit der Arbeit an diesem Video begonnen. Damals habe ich noch MAGIX Video Deluxe benutzt. Diese Software hatte ich mir kurz zuvor offiziell gekauft und sie war mehr als fehlerhaft. Immer wieder ist sie ausgestiegen und fast täglich gab es Updates zum Download. Irgendwann lief es dann halbwegs stabil und dann gab es eine neue kostenpflichtige Version und das Leid begann von Neuem. Wer sich mit dem Schnitt längerer Videos in 1080p Qualität beschäftigt, bringt seinen Computer schnell an seine Grenzen. So habe ich meinen Windows-Computer mehrfach aufgerüstet und mit schnelleren größeren Festplatten bestückt. Nach einigen wenigen Installationen von MAGIX Video Deluxe verweigerte dann das Installationsprogramm seinen Dienst. Ich hatte die Software zu oft installiert und „zu meinem Schutz“ konnte ich sie nicht erneut installieren. FUCK, so ein Mist! Ich habe E-Mails an den MAGIX Support geschrieben die nicht beantwortet wurden, ich habe ausdauernd die Dudelmusik in der Warteschleife der MAGIX Hotline ertragen, aber beim Hersteller hat man sich nicht gerührt. Bis heute habe ich eine offiziell gekaufte Version von MAGIX Video Deluxe die ich nicht mehr installieren kann, zu „meinem eigenen Schutz“ wohlgemerkt!

Ungeachtet dessen schickt man mir von MAGIX regelmäßig Werbemails und nette Prospekte mit der Post. Alle drei Monate gibt es neuere schnellere und viel bessere Versionen von MAGIX Video Deluxe die nur noch für ein paar Tage zum Preis von 59,- Euro gekauft werden können. Schon zweimal habe ich einen dieser Prospekte mit der Post zurückgeschickt und in einem Begleitbrief darum gebeten, dass endlich irgend jemand meine offiziell gekaufte Lizenznummer freischaltet, damit ich diese Software wieder installieren kann. Aber es kam wie erwartet keine Antwort.

Letztlich habe ich dann für etwa 150 Euro via App-Store die Apple Software Final-Cut-Pro-X für mein MacBook Pro gekauft. Diese Videoschnittsystem läuft stabiler als MAGIX Video Deluxe es jemals tat und ich habe bislang ALLE, wirklich ALLE Updates kostenlos erhalten!!

MAGIX Video Deluxe ist daher für mich echt gestorben und ich bin mehr als enttäuscht, vom Support des Herstellers!

Ungeachtet dessen habe ich es geschafft mittels MAGIX Video Deluxe die „Mutter meiner Reisedokumentationen“ fertigzustellen

Von diesem Video habe ich später noch eine zweite Version erstellt, denn bei der ersten Variante  musste ich ständig husten weil ich so erkältet war. Immer wieder musste ich meine Moderation wiederholen bis es endlich halbwegs gut gepasst hat. Beide Versionen zusammen sind inzwischen mehr als 40.000 mal angeschaut worden und mir persönlich gefällt irgendwie die erste Fassung noch immer am Besten.

Vor diesem Hintergrund habe ich an praktisch jedem Tag den ich im Mai in den USA verbracht habe daran gedacht wie ich Fotos und Filmmaterial für eine neue, umfassendere und bessere Reisedokumentation erstellen kann. Meine Sandra hat oft mit dem Kopf geschüttelt, wenn ich mal wieder nachts unterwegs war statt einfach nur die Reise zu genießen. Aber ich war während der Reise wie ein „Getriebener“, der nicht ohne brauchbares Material heimkehren wollte. Schließlich habe ich diese Reise im wesentlichen unternommen um eine hoffentlich gut gemachte Reportage daraus entwicklen zu können. Ich habe für mehrere tausend Euro Foto-Equipment angeschafft, die gesamte Reise geplant und finanziert. Ich konnte einen Monat lang nicht arbeiten und damit auf keinen einzigen Cent verdienen. Da ich freiberuflich arbeite bekomme ich natürlich kein Urlaubsgeld und so schlägt jeder Reisetag doppelt hart zu Buche.

Umso frustrierender ist es dann, wenn man nach all der Arbeit ein neues Video endlich veröffentlichen kann und es schon nach nur EINER MINUTE eine negative Bewertung erhalten hat, es also noch nicht einmal angeschaut wurde! Manchmal ist es echt ärgerlich, dass bei YouTube jeder noch so kleine kleine Furz einfach voten kann wie er will und das vollständig anonym. Zugleich ist es frustrierend, wenn beispielsweise das Video aus dem Jahr 2011 rund 40.000 mal angeschaut wurde, aber nur 214 YouTube eine positive Bewertung abgegeben haben. Der Content ist kostenlos und unter Einsatz von viel Zeit und Mühe entstanden, doch im Jahr 2014 wird all das nicht mehr wertgeschätzt sondern einfach nur anonym konsumiert und dann wahrscheinlich gleich auch wieder vergessen…

Die Dokumentation USA 2014

Ungeachtet dessen habe ich beschlossen mich nicht frustrieren zu lassen und mit meinen Videos weiterzumachen. Ich tue dies für die Leser dieses BLOGs und zu einem großen Teil auch für mich selbst. So kann ich mich immer mal wieder vor dem Fernseher zurücklehnen und via Apple-TV oder über die eingebaute YouTube-App eines dieser Videos anschauen und die eine oder andere tolle Reise noch einmal erleben, das ist auch was wert 🙂

Hier sind nun die vier bislang fertig gestellten Teile in chronologischer Reihenfolge.

Fazit

Die Reise ist noch nicht zu Ende!! Als ich mit der Arbeit an Teil 1 begann dachte ich, dass ich mit zwei oder drei Teilen auskommen werde. Aber nun sieht es so aus, als wenn draus insgesamt FÜNF Folgen entstehen werden. Dort wo Teil 4 aufhört geht es noch eine ganze Woche weiter und dies werde ich im nächsten Jahr aufarbeiten und damit diese Serie abschließen. Als krönenden Abschluss habe ich mir noch einen kompletten „Directors-Cut“ vorgenommen. Dieser hat dann eine Laufzeit von rund 90 Minuten und ich bin sehr gespannt darauf ob ich das wirklich auf die Beine gestellt bekomme. Aber in ein paar Tagen geht es erstmal für vier Wochen nach Teneriffa, auf „MEINE INSEL“. Ich habe Urlaub echt nötig denn derzeit ist es mit dem Husten schon fast wieder so schlimm wie damals als ich meine allererste USA-Reportage erstellt habe. Aber die gute Luft auf Teneriffa sollte helfen das endlich auszukurieren.

Auch im letzten Dezember war ich eine ganze Weile auf Teneriffa und ich habe dort auch sehr viel gefilmt und fotografiert. Wegen der Arbeit an „Wieder eine Reise ins Ungewisse“ habe ich es ein ganzes Jahr lang nicht geschafft aus diesem Material ein Video zu erstellen. Aber vielleicht gibt es zu Ostern dann ein „Kombi-Paket mit dem Filmmaterial aus zwei Jahren, schauen wir mal…

Nikon D810 – Die besten Objektive

Mit der D810 hat Nikon eine Kamera mit einem besonders hochauflösenden Sensors im Angebot die mehr als ein heißes Eisen ist. Aber dieser Sensor verlangt sowohl die Fotografen als auch den verwendeten Objektiven alles ab. Nur mit den besten Objektiven, der richtigen Blendeneinstellung und kurzen Verschlusszeiten läßt sich das Potential dieser Kamera wirklich ausreizen. Wer mit Stativ,  Fernauslöser und Spiegelvorauslösung arbeite, kann mit dieser Kamera Ergebnisse erzielen, die vor einigen Jahren Besitzern teurer digitaler Mittelformat-Kameras vorbehalten waren.

Allerdings haben die Hersteller dieser Kameras nicht geschlafen und haben weiterhin die Nase vorn, aber nicht nur bei Pixelgröße und Auflösung sondern auch beim Preis. Aber vVerglichen mit einem digitalen Rückteilen wie dem Mamiya Leaf Credo 80 für knapp 25.000 Euro, ist die Nikon D810 schon fast ein Schnäppchen.

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USA-2014 – Tag 26 – Rainbow Bridge

Rainbow Bridge - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Vor ein paar Tagen hat sich meine Sandra eine Tour mit einem Schiff zur Rainbow Bridge gewünscht. Diese konnte man auch problemlos online buchen. Die erste Tour startet um 7:30 an der Wahweap Marina die etwa auf halbem Weg zwischen Page und Bigwater gelegen ist. Das Areal ist ein National Park, daher muss man entweder 15$ Eintritt zahlen oder sich mit einer Jahreskarte (Annual National Park Pass) zum Preis von 80$ „bewaffnen“.

Die Rainbow Bridge ist weltweit die größte freitragende natürliche Brücke und ein Heiligtum der hier lebenden Indianer. Erreichbar ist sie zu Fuß wenn man bereit ist eine mindestens zweitägige Wanderung auf sich zu nehmen. Wer wandern möchte lässt sich am besten von einem Shuttle-Service zum Trailhead beim Navajo Mountain bringen, wandert zur Rainbow Bridge und kehrt 2-3 Tage später mit dem Boot zurück. Alternativ kann man auch hin und zurück wandern, was aber sehr anstrengend ist und man auch Gefahr läuft, dass bei der Rückkehr das Auto auf dem Parkplatz beim Navajo Mountain komplett geplündert wurde. Dies kommt nicht selten vor, weil klar ist, dass jeder der hier aufbricht frühestens nach zwei Tagen zurückkehrt. Genug Zeit um Reifen, Benzin und sonstige Dinge von einem Auto abzumontieren oder abzusaugen.

Wer es einfacher haben möchte, er bucht für 125$ pro Nase eine komplette Tour mit einem Boot. In der Eingangshalle des Lake Powell Resorts gibt es die Tickets. Wer nicht vorbestellt hat kann auch dort direkt mit Kreditkarte etc. bezahlen. In der Wartezeit bis das Boot startklar ist kann man in der Lounge kostenlos das freie WiFi benutzen, es gibt einen Kiosk mit Kaffee, Tee und kalten Getränken. Wer mag kann für den Ausflug auch Sandwiches kaufen.

Da die Rainbow Bridge sehr weit entfernt ist, dauern An- und Abreise jeweils etwa 3 Stunden. Der Aufenthalt bei der Rainbow Bridge beträgt 1,5 Stunden wovon jeweils ca. 30 Minuten für die Wanderung hin und zurück zu veranschlagen sind. Wer dort fotografieren will hat also ca. 30 Minuten um seine Bilder aufzunehmen!!

Weil es heute teilweise ganz entsetzlich heiß war und uns die Sonne völlig gnadenlos das Hirn gebraten hat, will ich heute mal keine lange Geschichte erzählen sondern einfach nur ein paar Fotos die Geschichte des Tages für sich sprechen lassen. Wer die Bilder in höherer Auflösung anschauen möchte, der kann sie einfach anklicken. Dann gelangt man zu flickr.com, wo man sie auch als Diashow ansehen kann.

Morgen geht es weiter in Richtung Las Vegas und am 30. Mai dann wieder zurück nach Deutschland.

Tiny People @ Rainbow Bridge - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Lake Powell #3

Lake Powell #2

Little Rainbow Visitor #2

Little Rainbow Visitor #1

Lake Powell #1

Rainbow Bridge Boat Trip

Rainbow Bridge Boat Trip #6 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm

Rainbow Bridge Boat Trip #5 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm

Rainbow Bridge Boat Trip #4 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm

Rainbow Bridge Boat Trip #3 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm

Rainbow Bridge Boat Trip #2 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm

Rainbow Bridge Boat Trip #1 - Nikon 1 V1 - Infrared 700nm

USA-2014 – Tag 25 – Page Arizona

Nikon_1V1_IR700nm_DSC6190

Den letzten Tag in Utah beginnen wir mit einem gesunden Frühstück beim Escalante Outfitters. Es gibt hausgemachtes Müsli mit Yoghurt dazu eine Schüssel mit Obst, Orangensatz und eine große Tasse Kaffee. Gegen 11h sind wir startklar, ich gebe schnell den Schlüssel ab und schon sind wir unterwegs nach Süden. Auf dem Dach unseres riesigen Mietwagens habe ich meine GoPro HD HERO 3+ positioniert. So kann ich wenigstens einen Teil der Gegend südlich von Escalante festhalten.

Während wir Henryville passieren überlege ich wo wir eigentlich nach links in die Cottonwood Canyon Road abbiegen müssen. Ein Hinweisschild finden wir nicht und auf meinem GPS kann man auf der topografischen Karte vor lauter Höhenlinien kaum noch Straßen erkennen. Als wir im Örtchen Fruita angekommen sind kommt es mir alles seltsam vor. Wir können den Bryce Canyon schon am Horizont sehen, hier muss es doch irgendwo links abgehen. Ich war eine ganze Weile nicht hier uns so herum bin ich die Cottonwood Canyon Road, oder kurz Cottonwood Road, noch nie gefahren. Wir versuchen es mal mit einer etwas größeren Straße die in Fruita nach links abzweigt, sieht heißt Bryce Road. Nach ein paar Kilometern müssen wir dann feststellen, dass es eine Sackgasse ist. Hm, was ist zu tun!

Sandra hat daheim in Bonn meine Karte eingepackt die ich mir im Jahr 2009 bei Globetrotter in Köln zusammen mit dem damals noch revolutionär neuen Garmin Colorado 300 gekauft habe. Auf dieser Karte können wir sehr schön sehen, dass wir genau einen Ort zu weit gefahren sind. Also drehen wir um und etwa 10 Minuten später sind wir wieder im Spiel. Man muss einfach den Hinweisschildern zu „Kodachrome Basin State Park“ folgen. Diesen tollen Park haben wir uns schon 2010 ausgiebig angeschaut. Hier wurden schon wirklich viele Western gedreht. Das tolle an dieser Location ist, dass es U-förmig von einer steilen Felswand eingerahmt ist, die fast überall zu sehen ist. So kann man beispielsweise einen Dialog zwischen zwei oder gleich drei Personen mit mehreren Kameras aus unterschiedlichen Richtungen filmen und hat immer einen schönen Hintergrund. Die Akteure stehen also nie „allein“ vor einem weit entfernten Horizont. Das ist einer der Hauptgründe, warum hier in den letzten 70 Jahren so viele Western gedreht wurden.

D800E_0416

Die Cottonwood Road ist trotzdem Regens der letzten Tage in sehr gutem Zustand. Am Morgen hatte ich noch überlegt ob wir nicht vielleicht die deutliche rauere aber landschaftliche reizvollere Smokey Mountain Road nehmen sollen. Diese führt auf direktem Weg durch die Berge vom Circle-D Motel nach Page. Aber im Internet habe ich keine Infos zum aktuellen Zustand gefunden. Und da diese Straße nur wenig frequentiert ist, weit hinauf ins Gebirge führt und es dort in den letzten beiden Tagen viel geregnet hat, ist es mir zu riskant. Dort oben möchte ich nicht für mehrere Tage feststecken. Also ist die Cottonwood Road eine gute Alternative.
Den Grosvenor Arch und die Cottonwood Narrows lassen wir heute unbeachtet hinter uns zurück. Wir haben nur noch 5 Tage bis wir unsere Sachen für die Heimreise packen müssen. Da können wir uns nicht mit „Kleinigkeiten“ abgeben. Am Abend zuvor habe ich für den Montag eine Schiffstour zur Rainbow Bridge gebucht. Das ging via Internet ganz einfach und ich konnte per Kreditkarte die 125$ pro Nase gleich bezahlen. Wenig später kam auch eine Reservierungsbestätigung als E-Mail.

Nachdem wir in Page eintreffen fahren wer erst einmal komplett durch die Stadt, Sandra kann sich kaum noch an alles erinnern. Dann frage ich beim Comfort Inn ob noch ein Zimmer frei ist, aber es ist alles ausgebucht. Auch bei zwei anderen Motels werden wir abgewiesen. Schließlich finden wir wie in den Jahren zuvor im Rodeway Inn ein schönes sauberes Zimmer mit ZWEI GROSSEN GETRENNT STEHENDEN BETTEN!! So kann Sandra in ruhe schlafen und ich kann mich hin und her wälzen wie es mir beliebt ohne sie aufzuwecken.

Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben gibt es nebenan beim Mexikaner etwas essen. Später fahren nach einer kleinen Mittagspause zur Wahweap Marina unten am Lake Powell. Dort checken wir kurz die Anreise für den morgigen 250$ teuren Ausflug. Am Schalter an dem es die Tickets gibt zeige ich kurz auf meinem Handy die Buchungsbestätigtung und die nette Dame schaut kurz nach und kann mir versichern, dass alles ok ist und wir morgen um 7h15 wieder dort sein müssen. Zu beachten ist die Zeitumstellung! Wir kommen aus Utah und Utah ist eine Stunde weiter, obwohl einfach weiter im Norden gelegen. Aber dieses Problem hatte ich ja bisher jedes Mal! Brav stelle ich also meine Uhr um eine Stunde zurück und nun zeigt sie wieder die gleiche Zeit wie die Uhr im Auto. So sollten wir für den morgigen Ausflug gerüstet sein.

Kurz bevor die Sonne untergeht mache ich mich später noch einmal auf zum Horse Shoe Bend. Hier hat für mich im Jahr 2009 eigentlich alles begonnen. Diese Location ist sozusagen die Wiege meiner Leidenschaft für dieses Land. Und heute habe ich auch das perfekte Weitwinkel dabei 🙂

Beim Horse Shoe Bend angekommen ist dort fast ein Volksfest. Alle machen die gleiche Fotos und mir stockt teilweise der Atem wenn ich sehe wie achtlos manch ein Tourist auf den Felsen an der extrem tiefen Schlucht herum klettert. Aber heute stürzt niemand ab, morgen hoffentlich auch nicht. Ich fotografiere bis es dunkel ist und quäle mich im letzten Licht über den sandigen Pfad den Berg hinauf. Dabei muss ich an meinem Freund Sascha denken, der hier vor (ich denke) zwei Jahren bei größter Mittagshitze mit seinem Sohn auf den Schultern, samt Frau und Schwiegereltern im Schlepptau hinauf gestiegen ist. Ich bin froh, dass es lässige 23°C sind und ich nur meine Kamera samt Objektiv, Stativ und einen fast leeren Fotorucksack zu tragen habe. Bei 40° in voller Mittagssonne möchte ich mich hier nicht hinauf quälen.

Horse Shoe Bend - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Beim Auto angekommen fällt mir einmal mehr auf, dass die Straße in Richtung Süden etwas 25 Kilometer weiter nach einem Erdrutsch immer noch gesperrt ist. Wenn wir übermorgen weiter zum Grand Canyon wollen, müssen wir eine andere Route nehmen. Zum Glück gibt es eine Umfahrung, ich glaube mich erinnern zu können, dass es eine Schotterpiste ist, aber wenn sie offiziell als „Retour“ ausgewiesen ist, dann wird sie schon ganz gut zu befahren sein.

Später im Hotel bin ich froh, dass ich endlich wieder „zuhause“ bin. Während die Klimaanlage des Nachbarn vor sich hin rattert und Sandra mit Ohrenstöpseln im Bett liegt, sitze ich im Halbdunkel vor meinem Notebook und schreibe noch schnell diesen Artikel des Tages. Mein Handy-Wecker ist auf 5h45 gestellt. Das sollte passen und jetzt ab ins Bett.

Gute Nacht!

USA-2014 – Tag 23,5 – Devils Garden bei Nacht

Last Night @ Devils Garden #3 - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

In Deutschland sagt man „Ein Gewitter reinigt die Luft“ und das ist genau das was gestern hier in Escalante geschehen ist. Aber fangen wir von vorn an…

Während wir im wunderschön renovierten Zimmer #3 des Circle-D Motels in Escalante darauf warten, dass die Ursache für den Stromausfall behoben wird ziehen draußen schwere dunkle Regenwolken durch. Wirklich viel Regen fällt indes nicht, aber es ist ungemütlich. Also sitze ich auf dem Bett und schreibe an meinem Artikel des Tages bis der Akkus meines Notebooks langsam aber sicher zu Ende geht. Irgendwann ist der Strom wieder da und ich kann sogar einige Bilder des Tages bei flickr hochladen und in meinen neuen Artikel einbinden. Der Fernseher funktioniert auch wieder und auf SyFy läuft nun ein Abklatsch von Steven Spielbergs „Der weiße Hai“ – aber diesmal sind es Piranhas aus grauer Vorzeit die durch einen Riss in der Erdkruste in die Gegenwart huschen und fortan alle möglichen amerikanischen Gewässer blutrot einfärben.

Nach einer Weile muss Sandra umschalten, sie ist die Herrscherin über die Fernbedienung und sie erträgt das spritzende Blut nicht mehr. Kurz drauf bin ich dann auch ein wenig eingenickt. Als ich wieder wach werde ist es draußen schon dunkel und die Uhr zeigt 21h (9 pm). Ich überlege kurz, werfe einen prüfenden Blick nach draußen und bin mir nicht sicher ob es sich lohnen wird. Aber das ist ein Fotoreise und eine Fotoreise auf der man nur tagsüber das eine oder andere Erinnerungsfoto schießt, ist mehr als komplett daneben. Bereits bei unserer Anreise nach Escalante im Capitol Reef Nationalpark haben wir keine Minute gestoppt und sind immer nur weiter und weiter gefahren. Erst weit oben als wir auf dem genialen Highway 12 auf 9600 Fuß (ca. 3.000 Meter) angekommen waren, haben wir uns eine kurze Pause gegönnt während derer ich einige wenige Infrarot-Fotos aufnehmen konnte.

Jetzt noch einmal in die dunkle Nacht zu starten ist also eigentlich PFLICHT!

Schnell ist meine Nikon D800E mit einigen Objektiven und Zubehör eingepackt. Später werde ich doch wieder nur mit dem AF-S 2,8/14-24mm fotografiert haben, aber das ist eine andere Geschichte…

Anfahrt

Mit meinem großen Geländewagen geht es in Richtung Osten aus der Stadt heraus. Wie schnell ich fahren darf ist mir nicht so recht bewusst, sind es 25, 30 oder gar 35 Meilen? Es geht leicht bergab und mein Auto wird unmerklich schneller. Kurz vor dem Ortsausgang sehe ich auf der rechten Straßenseite einen unbeleuchteten dunklen Truck der wie ein Ford F150 aussieht. Der Tacho zeigt 50 mph und ich trete instinktiv auf die Bremse. Sekundenbruchteile später sehe ich dann aus dem Augenwinkel, dass es der örtliche Sheriff ist der hier auf Temposünder wartet. Das ist ja noch einmal gut gegangen – uff…

Wenig später erreiche ich den Abzweig zur staubigen und mehr als holprigen „Hole in the Rock Road“, die hier kurz HITRR genannt wird. Gleich beim Abzweig stehen fünf große Geländewagen und gleich daneben steht eine Horde junger Kinder in kurzen Hosen mit Sandalen und T-Shirts. Ich halte kurz an und frage ob alles ok ist. Es sind Mormonen auf dem Weg zum Hole In The Rock, sie wollen sich anschauen wo ihrer Vorfahren von vielen Jahrzehnten mit Schweiß und Dynamit den Glenn Canyon durchquert haben. Sie haben Zelte und alles an Equipment dabei was man für eine Nacht hier draußen braucht. Weil vor ihnen mehrere Stunden auf der dunklen holprigen Off-Road liegen, legen sie eine kurze Pinkelpause für die Kleinen ein. Es gibt Dinge im Leben, die sind wirklich wichtig!!

Kurz drauf ist dann ein Treck von nun sechs geländegängigen Autos auf der HITRR unterwegs und ich bin der Anführer – Yep!

Mit 50 mph jagen wir über die Piste und ich hoffe insgeheim, dass alle vier Reifen durchhalten werden. Aber wie sagt mein Freund Wolfgang hier immer „Gib Stoff, die Autos sind für das hier gemacht!“… Allerdings hatte er hier bei seiner letzten Reise gleich ZWEI defekte Reifen zu beklagen!

Am Nachmittag haben wir das Areal ja schon besucht und ich hatte mein GPS eingeschaltet. So kann ich in der Finsternis nun sehr schön sehen wo der Abzweig zum Devils Garden ist. Ansonsten wäre es in der Dunkelheit nicht so einfach, man müsste deutlich langsamer fahren und über mehrere Kilometer drauf achten, ob ich das alte hölzerne Hinweisschild am Straßenrand sehe.

Wo wir gerade beim Thema sind, die „Achtsamkeit“ ist hier besonders in der Nacht extrem wichtig! Die HITRR ist ein Open Range Gebiet und auch in dieser Nacht stehen wieder mehrere schwarze Kühe mitten auf der Straße und schauen mich ziemlich dümmlich an. Vielleicht liegt es daran, dass es aussieht als würden sie ein Kaugummi kauen. Aber vielleicht sind sie tatsächlich einfach dumm 🙂 Und schwarze Kühe sind nicht alles, zwar gibt es hier keine schwarzen Schafe, aber reichlich Hasen, Mäuse und anderes Getier. Deren kleine Leichen möchte ich nicht am Auto kleben haben und so ist das GPS eine tolle Hilfe. Ich kann mich auf das Getier konzentrieren und muss nicht nach alten hölzernen Straßenschildern am Wegesrand Ausschau halten.

Beim Devils Garden angekommen steht dort ein verlassener weißer SUV. Die Insassen sind weit und breit nicht zu sehen, ich bin hier augenscheinlich ganz allein. Was allerdings an Getier in der Dunkelheit um mich herum schleicht weiß ich nicht wirklich. Schnell ist meine D800E startklar, ich habe inzwischen echt viel Routine mit dieser Kamera und kann sie in der Dunkelheit zur Not auch blind bedienen. Bewaffnet mit drei Taschenlampen, dem großen SIRUI M-3204 Carbon-Stativ, der Kamera und meinem Fotorucksack geht es los zum niedlichen Metate-Arch. Es sind nur ein paar hundert Meter zu laufen und ich kenne das Areal von meinen zahlreichen Besuchen inzwischen sehr gut.

Am Arch angekommen fotografiere ich ihn etwa zwei Stunden aus verschiedensten Blickwinkeln und positioniere meine Taschenlampen immer wieder neu.

Fototipp

Moderne LED-Taschenlampe geben ein sehr kaltes bläuliches Licht ab. Es ist zwar extrem hell aber eher ungeeignet um eine nächtliche Szenerie adäquat auszuleuchten. Aber es gibt einen Trick! Es ist wie bei einem Filter, hält man eine solche Taschenlampe für ein rotes Glas, so können die roten Anteile des Lichts passieren. Verwendet man gelbes Glas, so ist das Licht eher gelblich, bei anderen Farben funktioniert es analog dazu. Den gleichen Effekt kann man durch die Reflexion an einer Oberfläche erzielen!

Last Night @ Devils Garden #1 - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Rund um die „Steinmännchen“ im Devils Garden gibt es Felsen in warmen roten und gelben Farbtönen. Leuchtet man diese Felsen mit meiner LED Lenser P7 an, so hat das reflektierte Licht im wesentlichen die gleiche Farbe wie die umliegenden vom indirekten Licht sanft erleuchteten Felsen.

Dieser Trick hat schon vor einigen Tagen in der False Kiva sehr gut funktioniert und heute beim Metate-Arch klappt es auch wieder ganz vorzüglich. Ein weiterer Trick ist es, ein einfaches Stofftaschentuch ggfs. mehrfach zu falten und es vor dem Reflektor der Lampe anzubringen. In meinem Gepäck habe ich einige fies grüne Gummis, die es neulich billig im Supermarkt in der Tchibo Ecke gab. Eigentlich sind sie dafür da um Rouladen beim Kochen zusammenzuhalten. Aber man kann sie für allerlei andere Dinge gewinnbringend einsetzen. Ich verwende sie heute um etwas Stoff von meinen Taschenlampen zu befestigen 🙂

Während ich still und leise vor mich hin fotografiere wird es mir bald langweilig und ich aktiviere mein HTC ONE Smartphone. Es hat überraschend gute Lautsprecher und so kann ich mir in der Dunkelheit, während ich die Rauschunterdrückung meiner Kamera abwarte, die Zeit mit Musik vertreiben. Ich starte mit MUSE, dann etwas Chris Rea, Elektro-Pop, ZZ-Top, Saga, die Liste ist lang… Da ich auch nicht weiß welches Getier sich in der Dunkelheit herumtreibt ist es vielleicht nicht verkehrt hier etwas Radau zu machen.

Mehrmals höre ich hinter mir etwas knacken und leuchte mit meiner LED-Taschenlampe in diese Richtung. Zweimal sehe ich am Ende des einstellbaren Lichtkegels die Reflexionen zweier Augen in der Nacht. Was für ein Tier das ist weiß ich nicht und vielleicht ist es auch besser so…

Die Milchstraße

Als ich nach etwa zwei Stunden meine Session beenden will, sehe ich im Display meiner Kamera auf einem Foto einen etwas dichteren „Sternenhaufen“. Die Nacht ist nach dem Gewitter überraschend klar, aber dennoch blitzt es immer wieder weit entfernt irgendwo über dem Lake Powell. Ob hier ein Blitz die Szenerie erhellt hat? Ich bin mir unschlüssig und versuche die Ursache genauer zu ergründen. Als ich etwa 50 Meter vom Metate-Arch zurückgelaufen bin, sehe ich dann majestätisch und gewaltig über mir die Milchstraße am Himmel. Alles ist klar und deutlich artikuliert, es ist der Wahnsinn. Escalante und der Devils Garden sind mit ca. 1.800 Metern sehr hoch gelegen und hier gibt es keine großen Städte im Umkreis von mehreren hundert Kilometern. Außerdem ist der Mond nicht zu sehen und so habe ich völlig unverhofft doch noch einmal die Möglichkeit Fotos der Milchstraße aufzunehmen. Ich hätte sie schon sehr viel eher sehen können wäre ich nicht so sehr auf den Metate-Arch fixiert gewesen.

Last Night @ Devils Garden #2 - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Wie elektrisiert schnappe ich mir meine D800E und suche mir immer wieder neue Positionen für meine Kamera. Einfach nur die Milchstraße zu knipsen ist mir nicht genug ich möchte eine Komposition die auch etwas hergibt. So mache ich immer wieder Testaufnahmen mit höchster ISO-Empfindlichkeit, Blende 2,8 und 8s Belichtungszeit. Es ist der schnellste und einfachste Weg um in der Dunkelheit seine Kamera gut auszurichten und nicht einfach irgendein Foto zu schießen sondern ein Foto das einen Aufbau hat und zumindest einfachen Regeln folgt.

Immer wenn ich eine Position gefunden habe die mir gefällt, stelle ich wieder ISO-1600 und Blende 4 ein und belichte mit Hilfe meines Nikon MC-20 Kabelauslösers zwischen 2 und 4 Minuten. Wegen des exorbitanten Blickwinkels meines 14mm Weitwinkel-Zooms werden trotz der recht langen Belichtungszeit die Sterne der Milchstraße mit vertretbarer Bewegungsunschärfe abgebildet.

Last Night @ Devils Garden #4 - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Während ich von einer Perspektive zur anderen wechsle und meine Taschenlampen immer wieder neu positioniere, denke ich an meine Sandra und hoffe nur, dass sie sich keine Sorgen macht. Eigentlich wollte ich nur schnell ein paar Fotos schießen und nach zwei Stunden wieder zurück sein. Nun fotografiere ich hier schon fast seit 5 Stunden und bin seit fast 6 Stunden unterwegs… Aber sie ist ja schon groß und sie weiß auch, dass ich nicht unvorsichtig bin. Aber das schlechte Gewissen bleibt trotzdem! So eine Fotoreise ist irgendwie doch einfacher wenn man sie komplett allein oder eben mit zu 110% gleich gesinnten Foto-Freunden unternimmt.

Last Night @ Devils Garden #5 - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Irgendwann um ca. 3h am Morgen versagt dann der zuvor frisch geladene Akku meiner D800E. Er hat diese große Kamera nun fast sechs Stunden lang ununterbrochen mit Energie versorgt und ich bin für dieses „Signal“ eigentlich ganz dankbar. Zwar habe ich noch mehrere Akkus in Reserve, aber bald geht schon die Sonne auf, ich bin hundemüde, ich habe Hunger und Durst, es ist Zeit diese geniale nächtliche Fotosession zu beenden. Zurück im Auto freue ich mich über eine kalte Cola und einige Kräcker.

Last Night @ Devils Garden #6 - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Alles hat ein Ende

Auf dem Rückweg über die HITRR fahre ich kaum schneller als 25 mph, ich bin müde und es stehen überall Kühe auf der Straße. Nun noch einen Unfall zu haben, das will ich mir ersparen. Als ich kurz vor der Morgendämmerung am Circle-D Motel eintreffe ist meine Sandra noch wach und mein schlechtes Gewissen stärker denn je. Sie hat sich wieder die weiblichen Sorgen gemacht von denen ich nie genau weiß, ist es Sorge dass mir etwas zugestoßen sein könnte, oder ist es die Sorge allein weiterreisen zu müssen… Hoffentlich ist es doch die Sorge um mich 🙂

Sandra erzählt mir dann, dass sie nicht geschlafen hat, weil im Nebenzimmer solch ein Lärm war. Sie hat mehrfach so feste sie konnte gegen die hölzerne Wand geschlagen, irgendwann scheint es gewirkt zu haben. Ich höre jedenfalls nichts mehr und bin auch sehr schnell eingeschlafen.

Am nächsten Morgen bin ich sehr glücklich mit den Fotos der nächtlichen Session. Die Milchstraße sieht wirklich gut aus und es sind einige Fotos gelungen die man so nur hier in Escalante machen kann. So war die Entscheidung in der Nacht noch einmal aufzubrechen goldrichtig und dass es am Vortag ein Gewitter gab sogar mehr als vorteilhaft!

Last Night @ Devils Garden #7 - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Als ich gegen 9h ausgeschlafen habe geht es nach nebenan in die Circle-D Eatery zu einem gesunden Frühstück. Es gibt hausgemachtes Müsli mit Yoghurt, zwei Rühreier, frisches Obst, ein Glas Orangen-Saft und eine Tasse Kaffee. So kann der Tag beginnen. Weil ich trotz allem etwas angeschlagen bin, beschließen wir den Tag mit einem kleinen Ausflug zu gestalten. Es geht über den wunderschönen Highway 12 nach Boulder und dann weiter auf dem einmalig schönen Burr Trail. Auf dem Dach meines Autos habe ich meine GoPro HD HERO 3+ mit einem frisch aufgeladenen Akku.

Dieser hält sogar die gesamte Strecke von Escalante bist zum „großen Aussichtspunkt“ des Burr Trails durch. Wir halten nur kurz, ich starte die GoPro erneut und wir machen uns auf zum Boulder Mesa Restaurant. Dort gibt es einen sehr leckeren richtig hausgemachten Burger. Ziemlich voll gefuttert und behäbig machen wir uns eine Stunde später wieder auf den Weg nach Escalante. Als wir dort eintreffen gönnen wir uns noch schnell eine Tasse Kaffee im Escalante Outfitters. Ok, nur ich trinke Kaffee, meine Sandra hat heute mal einen grünen Tee geordert.

Zurück im Motel bin ich sehr froh mit den Video-Sequenzen die meine GoPro aufgezeichnet hat. Inzwischen habe ich mich mit dieser Kamera etwas versöhnt. Anfangs habe ich viel im Video-Modus „Narrow“ und „Medium“ gefilmt. Dabei kam leider nur unbrauchbarer unscharfer „Matsch“ heraus. Aber im Modus „Wide“ funktioniert die neue GoPro sehr gut. Wenn man ganz ehrlich ist, liefert die etwas ältere GoPro HD HERO 1080 bei gutem Licht Videomaterial in gleicher Qualität. Das teure „Upgrade“ wäre also nicht wirklich notwendig gewesen!

Während im Fernsehen bei „insp“ ein Western nach dem andere gezeigt wird, schreibe ich diesen Artikel und stelle mich seelisch darauf ein Escalante morgen schon wieder zu verlassen. Dann soll es weiter nach Page in Arizona gehen. Dort wollen wir versuchen eine Fahrt mit dem Schiff zur Rainbow-Bridge zu buchen. Abends könnte ich mich mit meiner neuen Nikon D800E und dem genialen AF-S 2,8/14-24mm mal wieder am Horse-Shoe-Bend einfinden und dort zum Sonnenuntergang einige Fotos aufnehmen.

Was wir letztlich wirklich machen ist aber noch nicht ganz klar und das ist auch gut so. Schauen wir halt mal…