Happy Weekend

 

Es ist der letzte Arbeitstag dieser Woche. Aufstehen, duschen, anziehen, frühstücken und auf ins Büro. Ein Tag wie jeder Andere. Am späten Nachmittag geht es mit dem Motorrad zurück in mein Appartement. Ich muss an das gemeinsame Abendessen vom Dienstag denken. Am 18. Juli werde ich die buchhalterisch gesehen 1111-te Übernachtung in Mainz haben. Einige der Kollegen haben auch ein Jubiläum und so waren wir alle am Dienstag im Rheingau bei Eltville zum Essen eingeladen. Hier habe ich die Homepage des überragend guten Gutsausschanks Baiken verknüpft. Ein wirklicher Geheimtipp!!

Im Appartement heißt es dann die schmutzige Wäsche zusammen zu packen, kurz die Zähne zu putzen und dann in die Motoradkleidung zu steigen. Als ich „richtig“ startklar bin, sind es 28°C und es geht leichter Nieselregen – was für ein Wetter. Auf dem Handy habe ich einen Stau-Melder. Dieses nützliche kleine Programm hat mir verraten, dass die A61 in beiden Richtungen gesperrt ist und dass auf er A60 auch 10 Kilometer Stau sind. Also geht es durch die Mainzer Innenstadt, über den Rhein und dann in Richtung Autobahn. Als die Autobahn in Sichtweite ist sehe ich in Richtung Norden einen krassen Stau, wie fies ist das denn? Also fahre ich in der anderen Richtung auf, jetzt bloß nicht wieder eine Stunde im Stau herumstehen, ich gehe fast ein vor Hitze. Während ich langsam zwischen den LKW in Richtung Frankfurt fahre, programmiere ich das TomTom Urban Rider um. Es lässt sich auch während der Fahrt ganz gut mit Handschuhen bedienen. Kurze Zeit später bin ich dann auf der A3. Hier ist es ziemlich voll, aber der Verkehr fließt wenigstens.

Irgendwo hinter der Black&Decker-Stadt Idstein ist dann etwas mehr Platz. Am Vorabend habe ich mir bei Polo in Mainz einen neuen Gehörschutz gekauft. Die kleinen Silikonstöpsel habe ich in den Ohren. Sie dämpfen die Fahrtgeräusche recht gut, aber jenseits der 100 km/h ist es mir trotzdem noch viel zu laut. An einer Raststätte halte ich kurz an und tausche die neuen Stöpsel gegen das gute alte Ohropax. Während ich an den Ohren herumfuchtele spricht mich ein älterer Herr an und möchte wissen, wie viel PS mein Motorrad hat. „Wow, 163 PS, das ist aber viel. Ich hatte früher mal eine Horex, die hatte so ungefähr 30 PS, das war damals die schwerste Maschine im Dorf und ich weiß noch wie ich die Mädchen damit beeindrucken konnte!“ Er grinst 🙂 „Wie schnell fährt denn solch ein Motorrad?“ „Tja, das kann ich ihnen gar nicht sagen, ich habe sie noch nie ausgefahren. Immer wenn ich mal kurz vor der Höchstgeschwindigkeit war ist irgendein Auto das viel langsamer war vor mir auf die Überholspur gewechselt. Aber ich denke sie schafft so etwa 260 km/h.“ Der ältere Herr ist beeindruckt und geht seinen Diesel bezahlen.

Ich stülpe meinen Schuberth S1 pro über und fahre wieder los. Das Visier ist nach dem ganzen hin und her endlich so dicht wie es früher einmal war. Einen neuen Helm brauche ich eigentlich nicht – super! Nach ein paar Kilometern kommt eine kurze Strecke ohne Geschwindigkeitsbeschränkung, hier könnte ich mal versuchen den Top-Speed zu erreichen. Ich schalte also die kleine GoPro Kamera ein, richte sie aus und schaue mal was geht. Immer wenn ich bei 240 km/h bin zieht irgend eine olle Gurke mit 120 km/h auf die linke Spur. Also vom Gas gehen, abwarten und den nächsten Versuch starten. So geht das eine Weile. Trotz der völlig zugestopften Ohren höre ich das Gekreische des Vierzylinders der mit 9.000 U/min und mehr zwischen meinen Beinen werkelt. Ich muss mich ganz klein machen, sonst ist der Windruck unerträglich. Direkt vor mir die Gopro-Kamera und das TomTom. Wegen der schwül warmen Luft habe ich vor der Abfahrt alle Lüftungsschlitze von Jacke und Hose geöffnet. Nun flattert die Jacke wie verrückt. Ziemlich affig muss das aussehen wie ich da so mit über 200 über die A3 schieße. Aber es macht Spaß, allerdings wäre es für mich ohne Gehörschutz nicht denkbar.

Schuberth macht Werbung damit, dass mein Helm bei 100 km/h „nur leise“ 85 dB(A) erzeugen soll. Wenn man sich mal ein wenig damit beschäftigt was das bedeutet findet man schnell heraus, dass ab 85 dB(A) in einem gewerblichen Umfeld ein Gehörschutz zwingend vorgeschrieben ist! Und diese 85 dB(A) haben wir bei nur 100 km/h!! Wie sieht es bei 240 km/h aus? Gefühlt würde ich sagen, dass das so laut ist wie die Turbine einer 747 kurz vor dem Start in 50 Metern Entfernung. Keine Ahnung wie andere „Helden der Landstraße“ das ohne Gehörschutz aushalten. Aber egal, ich bin eben ein Weichei und meine Ohren sind von der jahrelangen Heizerei ohnehin schon krass geschädigt.

Wegen der vielen Schnarch-Nasen schaffe ich es wieder nicht den Top-Speed zu erkunden. Dann haben wir auch schon wieder ein Tempolimit auf 120 km/h, eine Baustelle, 130 km/h, Limbug, 100 km/h… Wenn das die Amerikaner wüssten! Viele denken, dass wir hier in Deutschland immer und überall so schnell fahren können wie wir das möchten. Aber das ist ein Irrtum! Manchmal denke ich, dass ich trotz der strengen Speed-Limits in den USA dort eine wesentlich höhere Durchschnittsgeschwindigkeit fahren kann als hier im total überfüllten Deutschland. In den USA gibt es einfach so unvergleichlich viel mehr „Platz“. Das ist wohl das was mich dort am meisten beeindruckt.

Aber egal, bei Siegburg verlasse ich die A3 und fahre quer durch das Siebengebirge nach Hause. Dort angekommen bin ich ziemlich erledigt und freue mich auf eine laaaaaaaaaange Zeit unter der Dusche 🙂

Das Wochenende kann beginnen!!

Wenn der Vater mit dem Sohne

 

Ich glaube so hieß mal ein alter Film mit Heinz Rühmann – wie dem auch sei – heute wollen mein Sohn und ich eine kleine Motorradtour machen. Er hat um 13h20 die Schule aus und ich will ihn um 14h bei der Mama abholen. Ein Stunde vorher werfe ich noch einen Blick auf mein Telefon, da ist eine SMS von Leon. „Hi Papa, es ist 7:17 und ich bin gerade aufgestanden. Es regnet, sollen wir nicht heute lieber etwas anderes machen?“ Ein kurzer Blick aus dem Fenster, der Himmel ist schwer bewölkt aber vielleicht haben wir doch Glück. Ich antworte ihm per SMS, dass wir es doch versuchen sollten.

Kaum ist die SMS raus, da fängt es an zu regnen. Was für ein Mist. Während ich überlege was wir statt einer Motorradtour machen könnten, hört es nach einigen Minuten schon wieder auf und die Sonne kommt durch. Na wer sagt es denn! Es ist Juli und das Wetter ist wie im April. Ok, doch schnell in die Mopedklamotten steigen und los. Als ich bei Leon ankomme ist er schon abfahrbereit. Schnell den Helm auf den kleinen Kopf, den „Sicherheitsgurt“ um den Papa geschlungen und schon geht es los.

Wir wollen zum Café Fahrtwind und dort eine große Portion Fritten mit Ketchup und Mayonnaise essen. Ich habe die neue kleine GoPro Kamera an meinem Motorrad montiert, schnell aktivieren das Ding und den Auslöser drücken, schon geht es los. Wir fahren ein Stückchen Autobahn und dann bei Grafschaft ab in die hügelige Landschaft der Voreifel. Etwa 30 Minuten später sind wir schon am Café Fahrtwind. Es ist nicht viel los auf den Straßen und am Café Fahrtwind sind wir die einzigen Gäste, so kenne ich das gar nicht. Es gibt einen kleinen Plausch mit dem supernetten Chef und die Fritten bereitet er uns höchst persönlich zu – prima 🙂

Als wir uns mit unserem Malzbier draußen hinsetzen wollen gibt es ein paar Regentropfen. Ob wir besser reingehen? Gedacht getan! Doch die Regentropfen hatten sich irgendwie verirrt, es bleibt alles trocken! Als wir unsere Fritten aufgegessen haben, geht es wieder weiter. Schnell die GoPro starten, das TomTom anwerfen und los. Eigentlich würde ich gern in Richtung Mosel fahren und dann am Rhein entlang zurück nach Bonn. Aber im Süden ist der Himmel so tief schwarz, das sieht aus als wäre der Weltuntergang nicht weit weg. Wir fahren zurück nach Ahrbrück und nehmen dann ein paar Straßen die ich gut kenne, die ich aber schon eine Weile nicht mehr gefahren bin. Für mich ist es in Heimspiel und während wir durch verwunschene Wälder düsen hoffe ich, dass es meinem Leon auch ein wenig Spaß macht.

In der Nähe von Ahrweiler machen wir noch eine kleine Pause und sind dann irgendwann zwischen 17h und 18h wieder in Bonn bei seiner Mama. Eine schöne Tour war das, leider hatten wir nicht so viel Zeit uns etwas zu erzählen. Beim nächsten Mal gehen wir vielleicht mal wieder zum Shoppen in die Stadt 🙂

Auf dem Rückweg bin ich der Meinung, dass die kleine GoPro Kamera eingeschaltet ist. Später stelle ich dann fest, dass ich statt einer Video-Sequenz lediglich ein paar blöde Snapshots gemacht habe – schade – so ist die Runde nicht ganz vollständig. Das ist aus meiner Sicht der große Nachteil dieser kleinen Kamera, man kann während der Fahrt nicht sehen ob sie wirklich eingeschaltet ist. Das Display ist sehr klein und nicht beleuchtet. Die Bedienung mit den beiden Tastern ist ein wenig kryptisch und die blinkende kleine Leuchtdiode sieht man einfach nicht. Wäre sie auf der Oberseite, so hätte man eine gewisse Kontrolle. So kann man immer nur hoffen, dass alles ok ist. Später kommt dann die große Überraschung – oder eben auch nicht…

Man stelle sich vor, dass jemand mit dem Ding einen Fallschirmsprung macht, vielleicht sogar zusammen mit Kumpels und in toller Formation. Alles aufwändig, lange geübt und nicht ganz preiswert. Abends am Computer stellt man dann fest, dass die Kamera nicht richtig eingestellt war und es nur ein paar verwackelte JPGs gibt – ist doch blöd – oder?

Hier habe ich noch eine zweite Version des Videos, die ich mal auf die 20-fache Geschwindigkeit gebracht habe. So richtig gefällt sie mir aber nicht, ich finde sie einfach zu schnell. Die obige Version ist 8-fach beschleunigt, das gefällt mir besser und man ist beim Anschauen auch nicht ganz so knapp vor einem epileptischen Anfall 🙂

Bonn nach Mainz im Zeitraffer

 

Es ist 17h am Donnerstag und ich kann schon ins Wochenende starten. Zuerst geht es vom Büro zum Appartement, umziehen, die sieben Sachen zusammenpacken und dann rauf aufs Motorrad. Über die Route habe ich mir keine großartigen Gedanken gemacht, ich will erst einmal raus aus Mainz und dann vielleicht mal Rhein entlang, aber mal sehen.

Die ersten paar hundert Meter ist noch alles gut. Es ist etwa 17:30 und es sind angenehme 25 °C, vor mir liegen ca. 150 Kilometer Fahrspaß – denke ich – doch es soll noch ganz anders kommen…

Kaum auf der Autobahn ist da ein riesiger Stau weil kurz vor dem Mainzer Tunnel ein Auto liegen geblieben ist. Als das durchgestanden ist will ich weiter bis Bingen auf der Autobahn fahren. Doch dann wieder ein Stau, nicht ganz so groß, aber auch nervig. Ich entschließe mich die Autobahn zu verlassen, doch diese Ausfahrt ist gesperrt. „Meine“ Fahrbahn wird gerade neu asphaltiert. Es zwängen sich vier enge Fahrspuren auf endlosen Kilometern über die gegenüberliegende Seite der Autobahn. Die Zeit vergeht im Zeitraffer. Neben mir stehen dicke LKW und pusten mir den Ruß auf das Visier. Nach einer halben Stunde kann ich die Kupplung kaum noch ziehen, ich stehe jetzt insgesamt schon fast eine Stunde im Stau herum. Dann die Erlösung, es ist ein Auto liegen geblieben, ein Polizist steht daneben und winkt damit die Gaffer weiterfahren und den Stau nicht noch länger machen.

Endlich bin ich an einer Ausfahrt, es ist schon kurz vor Bingen. Also runter von der Autobahn, wer weiß was mich noch erwarten würde. Es geht über die B9 in Richtung Rhein. Bei Bingen muss ich anhalten. Der Gehörschutz, den ich mir kurz vor der Abfahrt noch schnell bei LOUIS für 5,95 Euro gekauft habe, ist schon wieder heraus gerutscht. Diese kleinen Silikon-Dinger sind ja nett, aber erst bekommt man sie in die Ohren nicht hinein und dann fallen sie von allein wieder heraus. Kann das im Sinne des Erfinders sein? Ich muss mal bei Hein Gericke schauen, ob die nicht etwas haben was in meinen Ohren besser funktioniert.

Nachdem die guten alten Ohropax in die Ohren gestopft sind geht es wieder weiter. Als ich um kurz vor 21h daheim ankomme bin ich fix und fertig. Fast vier Stunden hat die Fahrt ins Wochenende gedauert. Kurz lüften, etwa trinken und dann auf dem MacBook mal schauen wie die Video Sequenzen mit der neuen GoPro geworden sind.

Die Verarbeitung dauert ewig lang. Während dessen spiele ich mal ein wenig mit Photo-Booth herum. Das Ergebnis lade einfach mal so wie es ist bei YouTube hoch und verlinke es in einem kurzen Artikel. Als ich das Video dann anschaue sind Bild und Ton in keiner Weise synchron – was ist denn da schon wieder schief gelaufen?

Also alles löschen und ab ins Bett – meine Abonnenten werden sich fragen was das denn wohl ist – aber heute werden sie ja aufgeklärt 🙂

Am nächsten Tag steht eine Motorradtour mit meinem Sohn auf dem Programm, um 14h soll es losgehen. Es ist also noch etwas Zeit um das Video zu schneiden und in den Wartezeiten mal den Staubsauger zu benutzen. Während die Reinigung der Wohnung schnell gute Formen annimmt, geht es mit dem Video nur schleppend voran. Die Datenmengen sind gewaltig. Der Film ist relativ schnell geschnitten, aber der Export ist langwierig. Das kleine MacBook arbeitet zwei Stunden vor sich hin um dann irgendwie abzubrechen, es ist kein Video auf der Festplatte. Ich starte neue und versuche allerhand, bis es schließlich klappt. Das Video hat in guter Qualität bei einer Auflösung von 720p satte 4,43GB !!!

Also eine zweite Version erstellen, doch es ist schon 13h und ich muss langsam los um meinen Sohn abzuholen. Das Video muss also noch warten.

Als ich spät am Abend wieder daheim bin, geht es weiter. In iMovie wähle ich „Exportieren mit Quicktime“ und schraube so lange an den Einstellungen bis letztlich eine etwa 0,45GB große Datei entsteht. 10% der Originalgröße – das ist doch was – aber man sieht auch den Unterschied! Leider kann ich alles andere in diesem Leben wohl nicht mehr bei YouTube abladen 🙂 Also hoch damit.

Am nächsten Morgen ist es dann endlich geschafft – mein neues Video ist online 🙂

Hochwassertourismus

Es ist Sonntag und die Folgen der Kiefer-OP gehören langsam zu meinem alltäglichen Leben. Bei n-tv würde man sagen “Ansgar versucht trotz aller Schmerzen zur Normalität zurück zu kehren.”

Nach dem Frühstück geht es mal wieder vor die Türe, ganz vorsichtig, bloß den Blutdruck nicht pushen damit die Wunde nicht wieder zu bluten beginnt. Das Wetter ist durchwachsen, aber der Winter macht eine Pause. Wäre da nicht dieses “Melonengesicht” – man könnte fast ne Runde mit dem Moped drehen. Einmal Café Fahrtwind hin und zurück – das wäre großartig – aber frisch operiert ist das nicht wirklich angesagt.

Statt dessen gehen wir im Gänsemarsch runter zur Rheinaue um mal zu schauen wie dort die Hochwassersituation ausschaut. Ich habe meine kleine 99 Euro Hosentaschenkamera dabei und mache ein paar langweilige Knipsbilder mit mehr oder weniger dokumentarischem Charakter.

Später am Mac spiele ich ein wenig damit herum und es gefällt mir ganz gut, wenn man einen Gausschen Weichzeichner in eine zweite Ebene über das Bild legt. Danach die Farbsättigung absurd erhöhen und die Deckkraft auf 20% stellen. So ergibt sich ein fast impressionistischer Look. Mir gefällt’s 🙂

Wo im letzten Sommer die sportiven Bonner abends Volleyball gespielt haben ist heute ein kleiner See mit direktem Zugang zum Rhein – krass…

DSCN0590-2

Der obere Fußweg am Rhein steht unter Wasser, der unsere Weg ist komplett verschwunden. Man sieht keine Bänke, keine Mülltonnen, es ist einfach alles weg.

DSCN0564-2

DSCN0606-2

Das Kassenhäuschen der Bonner Personen Schiffahrt unterhalb des Posttower ist ebenfalls weitgehend in den Fluten verschwunden…

DSCN0636-2

DSCN0641-2

Vorbei am 1992 aufgeschwommenen “Schürmannbau” der heute die Deutsche Welle beherbergt geht es dann wieder heim.

DSCN0650-2

DSCN0690-2

Am Schürmannbau gibt steht der große Frühjahrsputz noch bevor…

DSCN0700-2

Arbeiten tun heute scheinbar nur die umweltbewussten Fahrrad fahrenden Mitarbeiter 🙂

Ein wenig später stehen wir dann vor dem früheren Abgeordneten-Hochhaus. Im Hintergrund der neue Plenarsaal von Günther Benisch. Ich bin überrascht, was sich hier alles tut. Den Kran sehe ich immer vom Küchenfenster aus und eigentlich hätte ich gedacht er würde zur still liegenden Baustelle des Bonner Congress Center gehören. Aber falsch gedacht! Am gegenüber liegenden Congress Center hat sich viel getan, es sieht inzwischen aus als würde es doch noch fertig. Aber mit Großprojekten in Schräglage kennt sich die Stadt Bonn ja aus. War nicht auch der Schürmannbau nach dem Hochwasser über Jahre hinweg eine verlassene Großbaustelle?

Später daheim heißt es dann Koffer packen. Morgen geht es wieder an die Arbeit, trotz Veilchen und dicker Lippe.

Sechs Wochen noch – dann soll es wieder nach Las Vegas gehen. Ich bin gespannt ob mein kaputter Zahn diese Reise noch übersteht…

Ich werde berichten 😉

Die zweite Woche 2011

Das Wochenende war wieder viel zu kurz aber trotzdem schön. Am Samstag wird ausgeschlafen und dann geht es ein wenig zu Fuß am Rhein entlang. Sandra und ich sind überrascht wie viel Wasser der Rhein schon führt. Auf der Rheinuferstraße fehlen ein paar Zentimeter und sie steht unter Wasser. Dennoch parken viele Einkäufer dort ihre Autos. ich frage mich: “Sind die sorglos, dumm oder wissen sie es besser?”

Vielleicht wissen sie es besser, mir macht das jedenfalls Sorgen und so parken wir lieber in einem höher gelegenen Parkhaus – besser ist das – bevor uns das Auto vor der Nase wegschwimmt…

Ich habe meine kleine 99 Euro Hosentaschenkamera dabei (Nikon S3000) und so kann ich ein paar dokumentarische Fotos schießen.

 DSCN0490

Hier sieht man wie bedrohlich hoch das Wasser am Fußweg stand. Und die Straße ist ein wenig tiefer gelegen. Ist es eine gute Idee dort sein Auto zu parken?

DSCN0492

DSCN0468 DSCN0488

Ganz interessant sieht die ewige Baustelle an der Kennedy-Brücke aus.

DSCN0478

In der Stadt finde ich dann einen Laden mit knallig knallig bunt dekorierten Schaufenstern.

DSCN0516

Bei einem von mehreren Experimenten reiße ich die Hosentaschenkamera während ich den Auslöser drücke krass nach oben. Der Wischeffekt sieht cool aus. Mit etwas verstärkten Kontrasten ergibt sich schönes abstraktes Farbenspiel.

Nach Shopping & Kaffee geht es weiter nach Rheinbach. Dort wollen wir uns mit einem Studienkollegen treffen. Es ist so etwas wie unser “Jahrestreffen”. Seit Ende des Studiums trennen uns mehrere hundert Kilometer. Doch die Schwiegermutter wohnt in Rheinbach und die Jungs besuchen über Weihnachten immer mal die Oma. Jahr für Jahr ein guter Zeitpunkt für ein Treffen.

Auf der SD-Karte findet sich noch ein Knipsbild vom Silvesterabend in Puerto de la Cruz auf Teneriffa. Dort wurde eindringlich vor den vielen Polizeikontrollen gewarnt. Also gab es ein “Cerveza Sin Alcohol” – und das war ziemlich furchtbar…

DSCN0464

Aber die Sangria von Karin und Wolfgang war auch nicht besser 🙂

Am Sonntag schreiten dann die die Planungen für die nächste USA-Reise schreiten ein wenig voran. Auf einer Webseite finde ich eine richtig detaillierte topografische Karte für Kalifornien.

Öffnet man diese Karte mit Garmin Mapsource und schaut sich Los Angeles in der höchsten Detailstufe an kriegt als Kleinstädter wie ich einen mittleren Schock… Wer die Karte größer sehen möchte kann sie mit einem Klick öffnen.

LA-30-Zoll

Da tut es richtig gut zu sehen, dass es in Nevada rund um Las Vegas echt viel Patz gibt.

LasVegas

Na jedenfalls habe ich jetzt alles Kartenmaterial für das Colorado 300 beisammen. Nun brauche ich nur noch ein größere SD-Karte und dann passt auch alles was ich an Kartenmaterial habe drauf.

Am frühen Nachmittag heißt es dann schon wieder die Koffer zu packen. Sandra macht sich im letzten Abendlicht auf den Weg. Während sie den Rhein überquert sieht der Himmel über dem Posttower richtig gut aus.

IMAG0203-2

Hier ein Handyknipsbild mit dem HTC-Desire HD.

Ok liebe Freunde, es ist jetzt 18h18 – Zeit für die Abreise…