Ein Tag mit der Nikon AW-100

 

Als Sandra und ich wach werden ist es ein schöner sonniger Herbsttag. Draußen ist es kalt und klar, aber der Spätsommer hat sich verabschiedet, ganz eindeutig! Um 12h bin ich am Hauptbahnhof und treffe mich mit einem guten Freund aus alten Zeiten. Er ist eine wenig zufällig mal in Bonn. Eigentlich wohnt er jetzt in Hannover. Wir schlendern ein wenig durch die Stadt und quatschen über alte längst vergangene Zeiten. Er hat sein iPhone dabei, ich meine neue Nikon AW-100. Hier und da bleiben wir stehen und schießen ein paar Bilder. Um 13h30 landen wir im Roses, schräg gegenüber des Bonner Münsters. Es gibt Nudeln mit Scampis, lecker! Als mein Freund um 14h16 wieder mit dem ICE in Richtung Hannover verschwindet, laufe ich einmal quer durch die Stadt. Mein Auto steht im Parkhaus an der Oper.

Aber da ist ja noch der Bonn Münster, schnell mal rein und ein paar Testbilder für meinen BLOG machen…

Hier ein kleiner „Zoom-Test“ – Volles Weitwinkel gegen maximale Tele-Brennweite.

Wie schlägt sich die AW-100 bei wenig Licht in einer Kirche (Bonner Münster) – Überraschend gut!!

Wieder daheim angekommen geht es Sandra immer noch nicht wirklich besser. Das Vernünftigste ist, sie bleibt im Bett. Ich packe während dessen eine Sachen zusammen. Mein weißes „Mädchenmotorrad“ hat am Montag einen Termin in der Werkstatt in Rüsselsheim. Bei ihr wird es nicht so teuer werden wie bei meiner baugleichen blauen Turbine. Die weiße Turbine hat knapp 18.000 Kilometer auf dem Tacho, da steht also die 20.000er Inspektion an. Da Sandra im Gegensatz zur mir nie sinnlos den Gashahn aufreißt, schafft sie mit einem Hinterreifen die doppelte Laufleistung. Wirklich beachtlich! Die beiden Michelin Pilot Road 2 werden also wohl erst im nächsten Jahr wie bei der blauen K1200 gegen die neueren Michelin Pilot Road 3 ausgetauscht.

Um 17h30 bin ich dann startklar. Das Thermometer zeigt 17,5°C, ich bin warm eingepackt und es geht los nach Mainz. In den Höhenlagen von Eifel und Hunsrück ist es schon kalt und es wird in 90 Minuten dunkel. Also verkneife ich mir die Fahrt durch die Berge und cruise einfach entspannt über die B42 am Rhein entlang. Was für eine tolle Strecke, was für eine Wetter. Zwar kriecht die Kälte langsam in alle Ritzen aber es ist trotzdem schön. Als ich die Loreley passiere geht gerade die Sonne unter. Nun wird es langsam frisch. Kurz drauf zeigt der Bordcomputer noch 12°C, teilweise sind es nur noch 10°C. Trotzdem macht die Tour Spaß. Ich bin froh, dass ich mir am Samstag bei Hein Gericke in Bonn noch eine neue Sturmhaube aus flauschig warmem Fleece gekauft habe. So ist es im Helm wirklich angenehm, auch wenn er jetzt etwas stramm sitzt. Aber es hat auch etwas Gutes, ich reiße mir beim Auf- und Absetzen nicht mehr die Ohren ab 🙂

Kurz vor Rüdesheim sehe ich rechts eine Fähre. Warum nicht? Also kurz blinken und in einem scharfen Haken nach rechts, auch wenn es eigentlich nicht erlaubt ist. Die Überfahrt kostet 2,80 Euro und ich bin froh, dass ich mir kurz die Beine vertreten kann. Mein Telefon ist in einem der Koffer und die kleine AW-100 steckt in der Jackentasche. Raus damit und schnell ein Foto gemacht. Später werde ich wirklich überrascht sein wie schön es geworden ist!

In meinem Appartement dann der große Schock, der Kühlschrank ist mal wieder abgestellt und es gibt nur warmes Bier. Da hilft nichts, schnell rüber zur Tankstelle. Es gibt noch einen Burger und ein Desperados darf ich ausnahmsweise auch trinken, eigentlich ist der Verzehr alkoholhaltiger Getränke im Tankstellenbereich verboten! Aber wir kennen uns nun schon seit 2007 – da machen sie Jungs von der Tankstelle für mich mal eine Ausnahme 🙂

Was für ein schöner Tag…

Lonesome Ride

Seit gestern ist meine blaue Turbine wieder in perfektem Zustand. Schlappe 1145 Euro hat der Spaß gekostet!! Eine 30.000 KM Inspektion und zwei neue Reifen, mehr nicht! Also ein bisschen Öl, Zündkerzen, Ventile einstellen, Reifen wechseln -> 1145 Euro!! Seit der letzten Inspektion bin ich 15.000 KM gefahren, das sind also 7,63333333 Euro-Cent pro Kilometer – ganz ohne Sprit und so weiter – reine Inspektions- und Reifenkosten!

So gesehen betragen die „Basiskosten“ für das kleine Video das ich gestern zusammen gefummelt habe ca. 7,63 Euro!

Wir starten kurz hinter Montabaur, fahren durch das Gelbachtal, kreuzen die Lahn, vorbei an der Schaumburg geht es in Richtung Bad Schwalbach. Über Schlangenbad bei Eltville auf die B42/A66, denn über den Rhein und quer durch Mainz zu meinem kleinen Appartement. Das Ausgangsmaterial ist schon ein paar Wochen alt, gefilmt ist es mit drei GoPro-Kameras. Inzwischen wird es im Gelbachtal deutlich herbstlicher aussehen und es wird deutlich gefährlicher sein dort mit dem Motorrad entlang zu fahren, weil überall feuchtes Laub auf den Straßen sein wird.

So, jetzt ein paar Stunden arbeiten und dann geht es mit zwei nagelneuen Michelin Pilot Road 3 nach Bonn.

In der nächsten Woche starten wir die gleiche Aktion dann mit meinem weißen „Mädchenmotorrad“. Das wird dann wohl die letzte Tour des Jahres werden. Aber mal abwarten, „früher“ als ich noch meine R80-RT gefahren bin, habe ich jedes Jahr eine „Heiligabend-Tour“ und eine „Sylvester-Tour“ gemacht. Das ging auch, sogar ohne beheizte Griffe. Leider sah mein „rotes Wüstenschiff“ wegen des Streusalzes danach ziemlich verhunzt aus. Und da man ja auch nicht jünger wird… Aber mal sehen!

Ok, nun unter die Dusche und Film ab!

Tour mit Hauke

Es ist Dienstag und meine K1200 ist noch in Rüsselsheim in der Werkstatt. Die Arbeiten sind doch umfangreicher als gedacht, mit ein wenig Glück wird sie am Mittwoch fertig. Abends geht es mit Hauke noch kurz zum Italiener um die Ecke, um 21h30 ist dann Freizeit angesagt. Warum nicht mal auf der Platte stöbern? Ha, da ist noch ein „Roh-Video“ von einem Ausritt den ich zusammen mit Kumpel Hauke vor einige Wochen an einem ausnahmsweise mal nicht verregneten Sommertag unternommen habe.

Daraus könnte man schnell ein Video zaubern… „Frische ungehörte“ Musik habe ich inzwischen kaum noch, aber der Titel „Driving“ von Gereon M. Hillebrand gefällt mir immer wieder super gut. Er passt einfach zum Feeling das ich auf dem Motorrad habe.

Es gibt Aufnahmen einer Front- und einer Heck-Kamera. Diesmal mache ich kein aufwändiges „Bild im Bild“ sondern schneide versuchsweise etwas aus „Vorne“ versus „Hinten“ zusammen. Das Ergebnis gefällt mir recht gut, es ist weniger langweilig, verbraucht weniger Rechenleistung in der Vorschau und lässt sich viel leichter schneiden als ein „Bild im Bild“.

Im Video starten wir in Mainz, fahren nach Oppenheim. Dort verlassen wir die B9 und fahren munter lustig durch die Weinberge. Anfangs fahre ich vor, später dann Hauke. So habe ich ihn mal von vorn und mal von hinten auf dem Video. Zwischendurch halten wir auch mal an und drehen die hintere GoPro Kamera etwas zur Seite. Auf der gut ausgebauten B9 fahren ich dann immer mal eine wenig neben Hauke hin und her, so entstehen ganz nette Aufnahmen seiner Tigerente und das alles mit einem gewaltigen „Fish-Eye-Effekt“. Fisch und Ente – passt doch super! Wieder in Mainz angekommen wollten wir zu unserem präferierten Italienischen Restaurant „La Rustica“ – leider geschlossen. Also ging es weiter in die Mainzer Innenstadt zum Heiliggeist, einem alten Spital. Dort gibt es recht gutes Essen und die Location ist wirklich super. Besonders im Innenbereich sieht es aus wie in einer alten Kirche, wirklich schön! Wer es nicht kennt und mal in Mainz ist, der sollte da mal hin gehen!

Nachdem wir die Straßenmusiker mit unseren K1200r und K1200s geärgert haben geht es wieder zum Hotel. Von dieser Wegstrecke gibt es keine Video-Aufnahme. Da waren die Batterien schon leer… Die streng chronologische Reihenfolge habe ich diesmal beim Schnitt durchbrochen. Der Song „Driving“ dauert 4:32 Minuten und es war noch etwas „Platz“ am Ende. Diesen habe ich mit einer kleinen Sammlung einzelner Impressionen „aufgefüllt“. Am Ende fahre ich dann „davon“ – das gefällt mir als Aussage eigentlich auch ganz gut.

@Hauke: Nichts gegen Dich und Deine Tigerente – Aber ich bin schneller – LOL

Meine neue BMW – Für einen Tag…

 

Es ist Montag und hinter uns liegt ein recht verregnetes Wochenende. Leider liegt es noch nicht komplett hinter uns! Als ich morgens um 7h in Bonn mit meiner blauen K1200r in Richtung Mainz aufbreche ist es noch dunkel. Das Thermometer am Motorrad zeigt 14°C, es regnet. Aber: „Nur die Harten kommen in den Garten“ – also rein in die Regenkombi und rauf auf das Moped. Die Fahrt macht keinen Spaß, es geht einfach nur auf der A61 in Richtung Süden. Irgendwann wird es auch langsam hell, einen Sonnenaufgang gibt es nicht, der Himmel ist mit schweren Regenwolken verhangen. Kurz vor Laudert geht dann mal wieder gar nichts mehr. Wie ätzend am frühen Morgen. Es regnet und ich stehe mit meinem Moped im Stau, wieder einmal! Da helfen auch keine 163 PS – vor Gott und dem Stau sind wir alle gleich.

Als ich an der Ausfahrt Laudert ankomme wird nicht lange überlegt, es geht runter von der Autobahn in Richtung Rhein. Nach ein paar hundert Metern halte ich kurz an und „sage“ meinem TomTom, dass es mich nach Mainz lotsen soll und dabei auf den Vorschlag einer Autobahnbenutzung bitte verzichten soll. Kurze Zeit später bin ich am Rhein, wirklich einfach ist das, man braucht das TomTom hier nicht wirklich. Aber es ist irgendwie doch ganz nett wenn man sehen kann wie viele Kilometer man noch vor sich hat.

Es geht am Rhein entlang, der Regen hört langsam auf, die Temperaturen steigen auf 19°C. Es ist doch gar kein so schlechter Tag. Kurz hinter Bingen geht es wieder auf die A61 und dann sofort auf die A60 in Richtung Mainz. Dort angekommen gibt es in meinem Appartement eine heiße Dusche. Als die kalten Füße wieder aufgetaut sind gibt es frische Klamotten und dann geht es schon los zur Arbeit. Die Mittagspause verbringe ich damit meine blaue K1200r beim famosen Motorradhaus Senger in Rüsselsheim abzugeben. Eigentlich ist montags geschlossen, aber es werden Reparaturen angenommen. Als ich um 12h vor dem Tor stehe ist dieses aber verschlossen! Was für ein Mist ist das denn? Ich versuche anzurufen, nichts geht. Es meldet sich ein Anrufbeantworter aber einen Text kann man nicht hinterlassen. Gefrustet fahre ich wieder zurück. Beim Auffahren auf die A60 ist der Verkehr relativ dicht und ich muss auf dem Beschleunigungsstreifen genau das tun wofür er gemacht ist, ich muss beschleunigen. Im dritten Gang mache ich ordentlich den Gashahn auf, schließlich müssen 240 Kg Motorrad und der Fahrer in Schwung gebracht werden. Es geht vorwärts doch plötzlich heult der Motor auf, der Drehzahlmesser dreht in den roten Bereich und das Motorrad schlingert wie die Hölle. Eine Schrecksekunde und als ich den Gashahn wieder zu gedreht habe stabilisiert sie sich sofort wieder. Das hätte ins Auge gehen können. Auf der Straße scheint ein Mix aus Öl und Wasser zu sein, richtig schmierig war das eben. Der Puls schlägt schneller, der Autofahrer hinter mir hat es gesehen und ist instinktiv auf die Bremse gegangen, er wollte wohl keinen Biker in den besten Jahren überrollen!

Kurze Zeit später bin ich wirklich froh, dass ich instinktiv richtig reagiert habe und nichts aber auch gar nichts passiert ist. Aber, das hätte auch schwer ins Auge gehen können!

Wie kommt eigentlich Öl auf die Straße? Meiner Erfahrung nach sind es oft gemietete Wohnmobile bei denen die Fahrer bei der ersten Tankfüllung den Tankdeckel entweder ganz vergessen oder nicht richtig aufsetzen. Dort wo rechts gefahren wird haben viele Wohnmobile die Tanköffnung auf  der rechten Seite. Das ist beim Heranfahren an eine  Tankstelle die am Straßenrand liegt ganz praktisch. Fährt man damit aber eine Linkskurve, so schwappt die glitschige Brühe aus dem Tank auf die Straße. Kommt dann Regen dazu, sieht man als Biker praktisch keinen Unterschied zwischen Öl und Wasser auf der Straße. Eine wirklich gefährliche Mischung! Heute ist es gut gegangen, für morgen und die nächsten Tage habe ich mir vorgenommen noch vorsichtiger zu fahren als bisher! Besser ist das…

Wieder im Büro angekommen schreibe ich eine kurze Mail an das Motorradhaus. Um kurz nach 17h geht dann tatsächlich mein Telefon. Es ist jetzt jemand dort, die Annahme ist Montags von 16h bis 18h besetzt! Also wieder rauf auf das Bike und ein paar Minuten später bin ich in Rüsselsheim, es sind nur 7 Kilometer!

Zurück geht es mit einem „Leih-Motorrad“, einer fast neuen BMW R1200r. Fast mein ganzes Leben lang bin ich BMW Boxer gefahren, aber seit ich die K1200r habe mag ich die Boxer einfach nicht mehr. Dieses „grobmechanische“ Gerüttel geht mir auf die Nerven. Meine R850r habe ich im wesentlichen verkauft, weil niemand in der Lage war die beiden Zylinder so zu synchronisieren, dass der Motor wirklich rund läuft. Die K1200r ist im Vergleich zu meiner 850er ruhig wie eine Flugzeugturbine. Bei 150 km/h beginnt sie auch zu vibrieren, aber es fällt einem dabei nicht der Kitt aus der Brille und die Hände sterben auch nicht ab.

Ok, das Drehmoment und der Durchzug des Boxers sind schon beachtlich. Schließlich haben sie den gleichen Hubraum. Es ist ein durch und durch vernünftiges Motorrad und eigentlich sieht es auch gar nicht schlecht aus. Aber die K1200r ist mir inzwischen doch lieber. Meine Boxer-Període habe ich hinter mir gelassen, das verbindet mich mit Sylvester Stallone 🙂

Trotz allem habe ich hier ein kleines Video der R1200r für Euch. Ich habe es eben draußen mit der kleinen GoPro HD HERO 1080 gefilmt. Das kleine Ding hat ein Fix-Fokus-Objektiv und ab ca. 6cm ist praktisch alles scharf. Auch ohne LC-Display bekommt man mit ein bisschen Übung damit ganz witzige kleine Filme hin 🙂

Also, Film ab…

Feierabendtour





Am Wochenende gibt es in meiner Heimatstadt die Erstkommunion meiner kleinen Nichte. Dementsprechend fallen die kulinarischen Köstlichkeiten recht überschwänglich aus. Gegen 17h geht es mit Sandra und meinem Sohn wieder los. Erst bringen wir Sandra nach Hause, dann wird mein Sohn bei der Mama abgesetzt, anschließend geht es zu mir nach Haus. Dort werden schnell ein paar Anziehsachen zusammen gepackt und um 20h30 bin ich dann unterwegs auf der blauen BMW in Richtung Süden. Es geht nach Mainz. Noch 50 Minuten, dann wird es dunkel, vor mir liegen etwa 150 Kilometer. Der Bordcomputer zeigt eine „Restlaufzeit“ von 289 Kilometern an, das sollte reichen. Dort wo es geht gebe ich auf der Autobahn kräftig Gas. Die Nadel tanzt zwischen 180 und 230 Km/h. Ohne Gehörschutz wäre da nichts zu machen! Nach etwa 70 Kilometern sind von den ursprünglich errechneten 289 Kilometern nur noch etwa 70 Kilometer übrig, das könnte wirklich eng werden. Fährt man nicht im „Schleichgang“ durch die Gegend, so steigt der Spritverbrauch von ca. 5 Liter auf knapp 9 Liter/100 Km!! Also muss ich doch noch tanken. An der Tankstelle muss ich dringend die vielen toten Fliegen vom meinem Visier waschen. Als ich bezahlt habe und wieder startklar bin, ist die Sonne untergegangen.

Das neue getönte Visier an meinem Schuberth S1 Pro schließt nicht vernünftig und so zieht es im Helm wie verrückt. Klappt man die im Helm zusätzlich eingebaute Sonnenblende vor die Augen, so zieht es nicht mehr auf die Augen, aber es ist dann echt finster. Pest oder Cholera, freie Sicht oder eine Bindehautentzündung? Ich entscheide mich gegen die gute Sicht und fahre die letzen Kilometer mit 80 km/h hinter einem LKW her. So komme ich auch ohne große Fernsicht heil in Mainz an. Aber es ist schon spät und der Tag war lang und anstrengend. Hinter mir liegen etliche Stunden im Auto und auf dem Motorrad – ich bin ziemlich platt.

Da ich der einzige Gast bin, gibt es am Montagmorgen kein Frühstück und so kann ich schon um kurz vor 8h im Büro sein, ganz praktisch! Etwa 10 Stunden später geht es kurz zu meinem Physiotherapeuten, meine verspannten Schultern freuen sich und es vertreibt die ständigen Kopfschmerzen. Danach dann ab zu Louis. Mal sehen, ob die nicht ein klares Visier für meinen Helm haben. Das Visier haben sie und es gibt auch eine neue Visier-Mechanik. Am neuen getönten Visier sind schon wieder zwei ganz winzig kleine Plastik-Ecken abgebrochen und so springt es immer gleich aus der Führung wenn man es versehentlich komplett öffnet. Überaus blöd ist das wenn man an einer Ampel steht, das Visier öffnet und es dann plötzlich in der Hand hat. Doof, wirklich doof!

Das neue Visier passt dann auch besser und es zieht hoffentlich nicht mehr so doll in den Helm. Ich kaufe mir noch ein Reinigungsspray für die Innenpolster, inzwischen ist das wirklich mal wieder nötig. Vor dem Verlassen des Ladens fallen mir dann noch zwei Spiegel auf. Sie kosten 39 Euro pro Stück und sind deutlich kleiner und windschnittiger als die großen „Fliegenklatschen“ an meiner K1200. Gesehen, gekauft. Weil ich kein Werkzeug habe, nehme ich gleich noch ein paar Schraubenschlüssel mit, davon kann man(n) eh nie genug haben 🙂 Vor der Montage gibt es an der ESSO Tankstelle gegenüber von Louis noch schnell einen Hotdog und einen Muffin. Dann werden die Spiegel montiert. Gut sieht das aus, da muss man doch gleich eine kleine Tour machen 🙂 Gesagt getan, rein in die Klamotten und rauf auf den „Bock“.

Es geht über B9 nach Nierstein, dann in Richtung Süd-Westen. Das Thermometer zeigt 30°C – es ist krachig warm, da tut der Fahrtwind richtig gut. Schräg vor mit bahnt sich ein traumhafter Sonnenuntergang an. Zwischendurch halte ich kurz mal an und nehme mit dem Handy ein paar kurze Video-Sequenzen auf. Das Thermometer zeigt nun entspannte 25°C, ich genieße die Landschaft in vollen Zügen. Es geht durch kleine Weindörfer rüber zum Rhein und wieder zurück nach Mainz. Unten am Rhein sind es dann wieder 28°C – hui – der Sommer ist da! In Mainz angekommen bin ich wieder ziemlich platt, was für ein schöner Tag.