Der Sommer ist vorbei – Oder: Stau und Regen auf der Autobahn

Und wieder ist eine Woche mit langen Tage rum an denen wir bis tief in die Nacht hinein gearbeitet haben. Nur gut, dass es in der Nähe eine Kneipe gibt in der man auch nach 23h noch ein Feierabendbier serviert bekommt. Es ist Donnerstagnachmittag, ich packe meine Sachen, es geht mal wieder nach Bonn. Kurz vor der Abfahrt noch ein kurzer Plausch mit Frau Schreeb und schon startet der Motor meiner blauen Turbine. Ich drücke ein wenig auf meinem TomTom Rider herum, in der Hoffnung ihm ohne jegliche Vorbereitung eine schöne Route entlocken zu können. Leider Fehlanzeige, egal ich will von Mainz aus auf der B9 in Richtung Süden, dann in Nierstein in Richtung Bad Kreuznach, an die Mosel und dann durch die Eifel nach Hause. Ein guter Plan und die Sonne scheint auch!! Irgendwie wird das TomTom schon den rechten Weg finden.

Es geht also los auf der B9 in Richtung Süden. Doch nur einige hundert Meter später kann ich den Horizont sehen und da hängen tief schwarze Wolken am Himmel. In der Ferne scheint es zu regnen. In Sekundenbruchteilen sind alle schönen Pläne vergessen, rechts blinken und auf die Autobahn, nur weg hier. Auf der Autobahn geht gar nichts, scheinbar ist die A60 in der ewigen Baustelle gesperrt. Ich fahren ein paar hundert Meter über den Seitenstreifen und vor der Tunnelbaustelle gleich wieder runter. Da geht auch nichts, recht abbiegen unmöglich, also links. Das TomTom rechnet alle paar Sekunden neu aus wo es denn lang geht. Nur die Abzweige die es berechnet will ich nicht fahren. Laut TomTom soll es quer durch die Mainzer Innenstadt gehen und dann über Wiesbaden hoch nach Bonn – blöd! Total genervt erreiche ich nach einer gefühlten Ewigkeit die nächste Autobahnauffahrt hinter der Baustelle, jetzt fließt der Verkehr wieder, ich kriege so langsam die Krise als ich die ersten Regentropfen auf dem Visier sehe, schnell weg hier.

2010-09-17_133509

2010-09-17_133858

Die Autobahn ist voll, es stürmt und ist windig.  Aber wenigstens wird die lange Baustelle kurz vor dem Autobahnkreuz bei Bingen gerade abgebaut. Prima, da habe ich in diesem Jahr schon oft im Stau gestanden. Alles wird gut! Als ich bei Bingen von der A60 auf die A61 wechsle wird gerade eine neue Baustelle eingerichtet – ahhh. Unter meinem Helm frage ich mich warum bloß. Es ist alles ok mit dieser Autobahn, erst vor einigen Wochen haben sie diese Baustelle freigegeben und jetzt richten sie sie schon wieder ein? Ich bin kein Anhänger von Verschwörungstheorien aber hier scheint ein mächtiges in der Dunkelheit agierendes Kartell am Werk zu sein! Vielleicht eine Zusammenrottung dunkelgrüner Politiker die den Auto- und Motorradfahrern dieser Welt das Leben bis über die alle Grenzen hinaus verleiden wollen, damit sie irgendwann resignieren um sich dem freiwilligen Hitzetod in einem ICE zu stellen. Meine Gedanken werden abwegiger, dann ist die Baustelle endlich überstanden und die Gefahr eines weiteren Amoklaufs scheint gebannt – vorerst!

Es stürmt wie die Hölle, den Kopf ruhig zu halten ist kaum möglich. Auf einer Anhöhe in der Nähe von Stromberg drückt mich eine starke Windböe gefährlich nahe an die mittlere Leitplanke – schluck – aber die BMW liegt wie ein Brett auf der Straße und es bleibt bei einer krassen Adrenalin-Ausschüttung. Ich kämpfe mich vorwärts. Kaum sind die Handschuhe trocken kommen die nächsten Regenwolken, dann ist auch noch der Tank bedrohlich leer. Aber es ist Rettung in Sicht. Zwar ist es eine BP – sorry ARAL – Tankstelle, aber ich habe keine Wahl. Ich halte neben einer Zapfsäule und befülle den Tank mit Superplus für 24 Euro.

Während dessen steigt mir Frittenduft in die Nase, das wäre jetzt was – Pommes mit Currywurst! Als der Tank voll ist schiebe ich meinen blauen Blitz neben eine voll bepackte Africa-Twin aus Holland. Als ich absteigen will steht ein Typ um die 60 vor mir und quatscht mich voll, nur hören tue ich gar nichts, mein Gehörschutz ist vorzüglich. Ich tippe seitlich auf den Helm, er scheint mich nicht zu verstehen. Also raus aus den Handschuhen, runter mit der Brille, Helm, ab und demonstrativ die gelben Stöpsel auf den Ohren ziehen. “Wie kann ich Ihnen helfen?” “Haben sie getankt?” “Ja habe ich und ich bin gleich bei ihnen um zu bezahlen.” Oh je, da hat mich der Tankwart wohl nur auf der Video-Kamera gesehen und gedacht ich wolle mich verdrücken oder was andere überaus schändliche Gedanken in die Tat umsetzen.

 

Ich zahle meine 24 Euro und ordere eine Currywurst mit Fritten – wow ist die riesig. Während ich die Wurst verdrücke gibt es ein kleines Pläuschchen mit dem Fahrer der Afrika-Twin. Die arme Wurst hat echt noch was vor sich, ich bin froh, dass es nur noch geschätzte 85 Kilometer für mich sind.

Etwas später geht es weiter, der Regen hat aufgehört, die Fahrbahn trocknet langsam ab. Kurz hinter dem Autobahnkreuz bei Koblenz sehe ich auf der Gegenfahrbahn einen uralten aber schön restaurierten VW1600 mit einem tropfenförmigen historischen Wohnwagen an der Anhängerkupplung. Aus dem Augenwinkel heraus sieht der Wohnwagen zumindest “ungewöhnlich” aus. Irgendwas macht mich ziemlich stutzig, sind es die Menschen die so ratlos auf der anderen Seite der Autobahn stehen oder ist es der Wohnwagen der komisch aussieht? Dann der Schreck überhaupt, Adrenalin schießt durch alle Adern, auf meiner Seite der Autobahn liegt das Dach des Wohnwagens! Die Autobahn ist dreispurig, ich bin links, 140 Km/h schnell und vor mir liegt das Dach eines historischen Wohnwagens auf der Autobahn – doof – massiv doof!! Doch ich fahre nicht schneller als mein Schutzengel fliegen kann und die mittlere Spur rechts neben mir ist gerade frei, ein beherzter Ruck am Lenker und ich zische um Haaresbreite an diesem fiesen Hindernis vorbei. Der Atem stockt und ich schaue ungläubig in den Rückspiegel, während mich eine neue Windböe erfasst. Hinter mir bäumt sich das Dach des Wohnwagens auf und der BMW der eine Weile hinter mir war versucht mit qualmenden Reifen jenes Fahrmanöver nachzuvollziehen das ich ihm soeben vorgemacht habe. Er schafft es, die Fahrer hinter ihm auch?? Während sich mein Blutdruck langsam normalisiert dann Blaulicht auf der Gegenfahrbahn, irgend jemand hat wohl schon die Polizei gerufen. Nur was wollen die da machen? Mitten auf der Autobahn halten, über die Leitplanken klettern und das Dach einsammeln? Das wird lebensgefährlich! Und alles nur, weil zwei greise Touristen zu dumm sind das Dach ihren alten Wohnwagens korrekt zu verriegeln.

Manchmal läuft es im Leben echt beschissen!

Ich fahre weiter und gebe mich meinem Ohrwurm hin der mich seit Tagen verfolgt…

 

Der Song geht mir nicht aus dem Kopf, vor allem der schrullige Sound des Mellotrons das hier im Hintergrund den “Streichersound” beisteuert verfolgt mich.

 

Während ich auf meinem Hightech Motorrad den Windböen die Stirn biete muss ich an das Video denken in dem dieser Typ zeigt wie man die vielen Tonbänder wechselt die den Ursprung dieses “Jammersounds” enthalten. Ja richtig gelesen, Tonbänder!! Ein Tonband je Taste mit mehreren Spuren drauf. Ich frage mich wie der Hersteller es damals geschafft hat diese Bänder überhaupt zu kopieren. Ob sie ein langes Masterband gemacht haben, das dann immer wieder kopiert und anschließend zerschnitten wurde? Oder gab es ein Masterband je Taste? Das Mellotron hat mehr als drei Oktaven, das sind fast 40 Bänder? Und dann gab es auch noch verschiedene Rahmen mit Tonbändern auf denen unterschiedliche Sounds gespeichert waren. Was für eine Technik und alles nur, weil man den Sound eines Orchesters zu kopieren versucht hat.

Typen wie dieser hier würden angesichts solcher Technologien nur lachen, aber leider sind sie ausgestorben…

 

Während mich der Sound des Mellotrons immer noch nicht loslässt sehe ich vor mir nur noch rote Rücklichter, wieder ein Stau – ich bin kurz davor laut los zu schreien, aber da ist auch gleich eine Ausfahrt, schnell weg hier. Es beginnt wieder zu regnen und ich fahre über den kleinen Ort Waldof in Richtung Sinzig. Das geht ganz gut und ab Sinzig komme ich auf der B9 gut voran. Von meiner ursprünglichen Idee eine nette Feierabendtour zu machen ist nichts aber auch gar nichts Realität geworden. Aber egal, ich bin bald daheim. Langsam zieht die Kälte in die Knochen, es sind nur noch 16°C. Bei der Abfahrt in Mainz waren es 22°C…

Daheim angekommen lasse ich alles fallen, es gibt einen heißen Kaffee und ich hocke mich eine Weile vor die Playstation. Seit fast einem Jahr versuche ich bei Uncharted 2 ein wenig voran zu kommen. Vielleicht geht es heute ein bisschen vorwärts. Als die Playstation gebootet hat will sie zunächst ein Update einspielen. Super, das scheint das Update zu sein von dem ich gelesen habe. Irgendwer hat es geschafft einen Crack zu erstellen, den man via USB-Stick verwenden konnte um Blue-Ray-Spiele auf die interne Festplatte der Playstation zu kopieren um sie dann später ganz ohne die Blue-Ray spielen zu können. Hier hat Sony einen Riegel vorgeschoben. Ich muss jetzt warten bis alles runtergeladen und installiert ist. Nach dem Neustart gibt es dann ein neues Symbol im Playstation-Menü. Man kann jetzt auch kleine Werbefilme und diverse Trailer usw. online anschauen. Langsam greift scheinbar das Sony Marketing 🙂 Egal, ich brauche dieses Feature nicht. Also die Uncharted Blue-Ray in den Schlitz stecken. Nun will auch dieses Spiel ein Update, ja hört das denn nie auf?

Insgeheim grüble ich ob die Update-Mafia vielleicht mit der Autobahnbaustellen-Mafia zusammenarbeitet um uns alle schrittweise zu zombiefizieren…

Mir kommen wieder die Abenteuer von Rocky und Bullwinkle in den Sinn…

Bei diesem Film geht es darum, dass Robert de Niro als der “Unerschrockene” mit seinem Fernsehsender RBTV oder kurz “Richtig Blödes Fernsehen” die Zuschauer zu willenlosen Zombies mutieren will. Ich überlege ob das alles vielleicht eine N24-Dokumentation ist und ob es nicht vielleicht längst einen RBTV-Sender in Deutschland gibt. Vielleicht bin ich bislang immun weil ich seit Jahren kein Fernsehen mehr schaue? Erst gestern habe ich gelesen, dass Harald Schmidt zurück zum Unterschichtenfernsehen geht.

 

Wenn man darüber nachdenkt könnte man zur Einsicht kommen, dass in unserer Heimat das “Richtig Schlechte Fernsehen” schon mit der Zombifizierung der Unterschichten begonnen hat. Das mag hart klingen und man kommt sicher dafür an den Pranger wenn man es in diesem unserem Vaterlande sagt, aber es muss dennoch gesagt werden. All jene die sich der Zombifizierung durch die bunten bewegten Medien bislang durch Antikonsum und Verweigerung entzogen haben, steht derzeit eine neue Prüfung bevor. Dunkle Mächte mit seltsamen Genen scheinen sich aktuell durch das Schreiben absurd schlechter Bücher auf die Jagd nach den letzten freien Seelen in unserem Lande zu begeben. Sicher wird man gefoltert und gesteinigt wenn man das in diesem Land so offen ausspricht aber man muss es dennoch tun.

Es scheint sogar möglich zu sein, dass gerissene dem “Unerschrockenen” weit überlegen scheinende Autoren, es dieser Tage tatsächlich schaffen sich vorzeitig mit überhöhten Altersbezügen aus langweiligen Ämtern zurückziehen zu lassen. Sicher will das in diesem Land derzeit niemand hören, aber es ist doch die Wahrheit. Die unerschrockenensten dieser offensichtlich mit besonderen Genen ausgestatteten Zeitgenossen schaffen es sogar, dass im RBTV regelmäßig über sie berichtet wird und scheinen dies mit einem versteckten Grinsen zu honorieren. Vielleicht ist dieses heimlich nach innen gekehrte Grinsen auch nur Ausdruck der Freude angesichts steigender Verkaufszahlen des jüngsten Machwerks. 94% aller Deutschen können nicht richtig bloggen und davon sind 73% Türken oder Ausländer. Wer das in diesem Land jedoch offen ausspricht bekommt den Stempel des Rassisten aufgedrückt. Aber so ist das eben…

Denkt man darüber nach kommt man schnell auf die Idee, dass es doch vielleicht auch möglich sein sollte mit einem wirklich schlechten BLOG (WSB) den ein oder anderen Leser zur willenlosen Karikatur seiner Selbst verkommen zu lassen. Ich werde diesen Gedanken verfolgen und ihn vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt aufnehmen…

Doch genug der Exkurse. Selbst die Playstation 3 ist nach mehrwöchiger Einschaltpause irgendwann in der Lage ein angefangenes Spiel weiterspielen zu lassen. Ich kämpfe also gegen ein paar Viecher die ein wenig wie ein YETI aussehen, Kopfschüsse überleben sie klaglos, aber mein Avatarkumpel Tensing schafft es gemeinsam mit mir auf eine Plattform die uns in das nächste Level des Spiels befördert. Hier gibt es gleich wieder Zoff mit überaus fiesen Gegnern. Wo kommen die bloß alle her, ich kille sie sei Wochen und es werden einfach nicht weniger…

 

Aber ich bin inzwischen im Kapitel 29 angekommen, der finale Bosskampf oder wie die Zocker das nennen, steht mir unmittelbar bevor. Bereits in einigen Monaten werde ich Kapitel 40 oder so erreicht haben, das gibt Auftrieb! Ich sammle also fleißig alle Munition die ich finden kann und versuche meine Gegner bevorzugt durch Kopfschüsse aus dem Speicher der Spielkonsole zu befördern, Kopfschüsse zählen doppelt! Irgendwann finde ich sogar mal wieder einen Schatz und bin jetzt sogar schon “Amateurschatzsucher”. Hätte ich einen Avatar, ich würde ihm vielleicht einige meiner Goldmünzen abgeben oder ihm ein kleines Auto kaufen. Aber das gibt es ja nur bei der XBOX 360… Oder? Na vielleicht gehöre ich auch nur zu den 87% der Deutschen ohne Spielergen die das alles einfach nicht verstehen. Auch das mag in diesem Land niemand so recht hör… Arrggg

Die letzten schönen Tage – Oder: Der Weg zur Arbeit kann ganz nett sein

Es ist Sonntag, die Sonne scheint und mir steckt die Tour vom Samstag in den Knochen. Aber Kaffee und Frühstück – die täglichen Heilsbringer – rücken alles wieder zurecht. Die Hütte wird ein wenig aufgeräumt und um 12h geht es dann schon wieder los. Schnell den blauen Blitz aus der Garage holen. Als Sandra schon auf dem Weg nach Hause ist starte ich den agilen Vierzylinder. Es geht los nach Mainz, am Montag muss ich wieder im Büro sein.

Wie fahren, das ist die Frage? Die Wettervorhersage hat für den Nachmittag Regen in Bonn vorausgesagt. Daher haben wir uns so beeilt. Sandra muss sich auch noch um ihr Pferd kümmern, später erzählt sie mir am Telefon, dass sie nur in der Reithalle reiten konnte. Der Regen kam aus Norden – klingt fast wie ein Titel für ein Unwetterepos… Franka Potente und Moritz Bleibtreu im neuen Film vom Tom Tykwer: “Der Regen kam von Norden!”  Nicht schlecht, oder?

Ich will in Richtung Adenau, dann weiter zur Mosel und dann über Bad Kreuznach nach Mainz, ob das klappt? Als ich kurz vor Grafschaft auf die A61 wechseln könnte sehe ich in der Ferne über der Eifel dicke fast schwarze Regenwolken. Auf der anderen Seite der Autobahn sind Biker mit Regenkombi unterwegs – oh je – nicht schon wieder… Ich entschließe ich neu zu disponieren. Die A61 führt östlich an der Eifel vorbei, vielleucht kann ich so den Regen umfahren. Ich gebe Gas… Die Markierungslinien fliegen unter mir hindurch, gut dass ich Oropax in die Ohren gestopft habe, sonst wäre es mir bei 140 viel zu laut. Es ist relativ wenig los, in kurzer Zeit bin ich fast schon wieder bei der Mosel. Da steht ein Schild am Wegesrand das den Weg nach Ochtendung anpreist. Hey, da war ich am Donnerstag zuletzt, warum nicht! Blinken und abbiegen! Super, es gibt auch eine Tankstelle, das passt gerade richtig gut. Inder Ferne kann ich die Gewitter über dem Nürburgring sehen, der Plan hat funktioniert – Super!! Dann geht es weiter, verschlungene wunderschöne Straßen führen mich wieder hinab zur Mosel. Das kenne ich nun auch schon, also über die Brück auf die südliche Seite. Vor mir dann eine BMW K1300RS. Der Typ fährt recht zivilisiert, ich schließe mich einfach an. Dann drei andere Mopeds und schon sind wir ein Team. Zusammen ist man weniger allein.

Doch dem K1300er fahren die alle zu langsam, kurz nach Alken dreht er so richtig auf, warum nicht? Die K1200 bleibt im 5 Gang ganz gut dran. Es macht keinen großen Unterschied ob man 163 oder 175 PS. Gemeinsam flitzen wir an der Mosel entlang. Immer wieder habe ich den Eindruck, dass er mal testen möchte ob er die etwas ältere “kleine” K1200 nicht abhängen kann, klappt aber nicht, Spaß macht es trotzdem. Später bei Treis-Karden biege ich links ab und mache mich auf den Weg nach Süden. Der nächste Ort ist Lieg. Über die Dörfer geht es auf wunderschönen Straßen in Richtung Bacharach. Dort angekommen bin ich wieder auf meiner “Hausstrecke”. Seit Juni 2007 fahre ich hier regelmäßig lang und es ist immer wieder schön!

Die ganze Heizerei über die Dörfer war fast schweißtreibend, zumal das Bord-Thermometer der BMW warme 26°C anzeigt. Ich bin ganz froh, dass es jetzt ruhig am Rhein entlang geht. Der Abstieg runter nach Bacharach war gar nicht so ohne und das letzte Stück Kopfsteinpflaster echt holprig. Jetzt gleitet die BMW im ESA-Comfort-Programm am Rhein entlang, wunderbar! Kurz vor Bingen wieder die große Baustelle und wieder der übliche lange Stau. Ich warte ab bis nichts mehr kommt, dann ab durch die Mitte, das klappt immer wieder. Als ich am Anfang der Schlange ankomme springt die Ampel auf GRÜN und ich kann mich vor dem ersten Wohnmobil einfädeln. Nun habe ich freie Fahrt, nichts und niemand kann mich aufhalten, was für ein Gefühl. In Bingen geht es weiter über die B9 – nix Autobahn – nur Landstraße – erst einmal.

Dann ein Stück hinter Ingelheim müsste ich über die Saarstraße in die City und dann wieder raus zur Wormser Straße zum Quartier 65. Nee, das ist nicht mehr mein Ding, nun doch schnell die Autobahn. 5 Minuten später bin ich dann schon fast auf der Wormser Straße. Schnell parken, die Klamotten auspacken und schon bin ich wieder “daheim”. Feine Sache wenn man kein wirkliches Zuhause hat… Manchmal wenigstens… Das Wetter in Mainz ist noch wunderbar, doch als ist später meinen BLOG schreibe gewittert es draußen bereits.

DER REGEN KAM VON NORDEN – witzige Idee – ob ich mal ein Drehbuch schreibe?

Am Helm kleben mindestens Zweimillionen tote Fliegen – uah…

12092010644

Im Appartement gibt es ein Portion Spaghetti Bolognese und weil die zu klein war noch eine Chinesische Nudelsuppe. Junkfood ist doch was Feines – heißes Wasser drauf – 5 Minuten warten und schon kann man sich die Zunge verbrennen – wer mag das nicht? Dazu ein Bier, fertig ist das Biker-Abendessen 🙂

2010-09-12_185203 

Hier die Trackanalyse:

2010-09-12_190156

Hier die Auswertung der gefahrenen Geschwindigkeiten – ich war nicht wirklich langsam unterwegs – maximal 195,12 km/h!!

Geschwindigkeit > 150km/h 14,46% – – – habe ich gar nicht so bemerkt – ist halt ne echte Turbine das Ding 🙂

2010-09-12_190532

Sie sieht die Geschwindigkeitsverteilung in Excel aus:

Bonn-Ochtendung-Bacharach-Mainz.png

Hier noch der “Abstieg” nach Bacharach – wunderschön!!

2010-09-12_191012

Und zum Schluss noch der gesamte Track als GPX-Datei und als KMZ-Datei für Google-Earth.