Vor ein paar Tagen habe ich Euch in einem kleinen Unboxing den 700RC2 Video-Neiger vorgestellt. Hier habe ich noch ein kleines Test-Video, das ich in der letzten Woche schnell zwischendurch gemacht habe. Den Arm des Videoneigers habe ich dabei mit einem Gummiband bewegt, das man fast für ein Einmach-Glas verwenden könnte. Der Videokopf war noch ein wenig stramm eingestellt, daher läuft der Schwenk trotz des Gummibands nicht ganz flüssig. Wirklich gute saubere Schwenks sind echt die Köngisdisziplin beim Filmen mit einer Spiegelreflex-Kamera. Der 700RC2 kostet etwa 70,- Euro und somit relativ peiswert. Aber ich habe den Eindruck, dass man den Preisunterschied zu einem x-fach teureren Fluidneiger auch sieht – trotz der Trickerei mit dem Gummiband!
Aber seht selbst – hier ist mein erster Kameraschwenk mit der Nikon D7000 und dem Manfrotto 700RC2 Mini-Fluid-Neiger…
Es ist Montag, Sandra ist schon seit fast einer Stunde im Büro als in Bonn langsam die Sonne aufgeht. Am Himmel sind keine Wolken und die Sonne geht nur im Winter direkt hinter dem Bonner Posttower auf. Aber egal, vielleicht sieht es ja doch ganz cool aus. Schnell eine SD Karte in die kleine GoPro HD HERO 1080 einstecken und dann beides zusammen in einem Unterwassergehäuse unterbringen. Es sind noch die toten Fliegen vom Wochenende dran, aber die lassen sich leicht abwaschen. Mit einem Mikrofaserlappen wird schnell eine Ecke eines Fensters geputzt, man könnte auch das gesamte Fenster putzen, aber dann ist der Sonnenaufgang schon wieder vorbei. Die GoPro wird mit dem Autoscheibenhalter von außen an das Fenster montiert und schon filmt sie den Morgenhimmel über der Bonner Museumsmeile. Später sieht es dann doch ein wenig langweilig aus. Auch ist die Perspektive nicht wirklich toll gewühlt, ich hätte das LCD-Back benutzen sollen.
Auf meiner Festplatte finde ich noch eine Aufnahme des 21-ten Präludium von Johann Sebastian Bach, das ich vor einigen Jahren für eine Weihnachts-CD selbst eingespielt habe. Es ist ein wenig holprig, aber ich war und bin ja auch kein Profi – jedenfalls nicht am Klavier 🙂 Die Aufnahme läuft etwa 100 Sekunden, da ist meine Zeitrafferaufnahme ein wenig zu kurz. Ach komm, da wird einfach noch mal der Schwenk mit der Eieruhr hintendran geklebt und dann passt das schon…
Während ich meine Wohnung aufräume, Bürokrams erledige und das ein oder andere Video bei YouTube hochlade, muss ich doch noch schnell eine kleines Lehrvideo aufzeichnen. „Wie man einen Polfilter benutzt“.
Bedenke:
Ein Polfilter (auch Polarisationfilter oder Polarizer) schluckt Licht!
Wer einen Polfilter benutzt verliert etwa zwei Blendenstufen, er muss also viermal so lange belichten!
Bei extremen Weitwinkelobjektiven funktioniert ein Polfilter nicht, weil das Objektiv an den Ränder in sehr schrägem Winkel durch den Filter „schaut“!
Man kann einen ähnlichen Effekt mit Photoshop oder ähnlichen Programmen simulieren. Aber das Spiegeln einer Scheibe oder der Oberfläche eines Sees wird man am Computer niemals entfernen können, das geht nur mit einem echten Polfilter!
In der Landschaftsfotografie ist ein Polfilter wirklich hilfreich aber er kann auch bei Portraits benutzt werden um glänzende Hautpartien zu „glätten“.
Setzt man zwei Polfilter voreinander und verdreht sie gegeneinander, so kann man fast alles Licht sperren. Super für lange Belichtungszeiten bei hellem Licht. Aber die Bilder haben danach auch einen krassen Farbstich, meist ein heftiges Magenta!
Von billigen Sonderangeboten sollte man die Finger lassen, die sind klapprig und in der Regel nicht vergütet. Diese Dinger verschlechtern nur ganz krass die Abbildungsqualität guter Objektive.
Einen Polfilter muss man drehen können! Wer also mit einem Tele eine lange Streulichtblende benutzen will sollte prüfen, ob er damit überhaupt den Filter noch bedienen kann.
Ein TTL Belichtungsmesser wird den „Polfilter-Effekt“ ein wenig verschlechtern, weil er die Belichtung übermäßig stark korrigieren wird. Man sollte den Belichtungsmesser daher um -0.3 bis -0.7EV (EV = Exposure Value = Lichtwert oder auch Blendenwert) korrigieren. Geht das nicht, stellt man einfach eine andere Filmempfindlichkeit ein. Beispielsweise bei einem Fuji Velvia 50 könnte man 75 ASA statt 50 ASA einstellen.
Falls möglich solle man Varianten erstellen, also mehrere Bilder des gleichen Motivs mit unterschiedlichen Einstellungen des Polfilters.
In der Landschaftsfotografie sollte man beachten, dass ein Polfilter nur dann seine Stärken ausspielen kann, wenn das Sonnenlicht seitlich auf das Motiv fällt. Kommt es von hinten oder von vorn wird der Polfilter keine wirklich schönen Ergebnisse liefern.
Hier nur mein kleines Video zum Polfilter – besonders interessant finde ich, dass man damit sogar unerwünschte Motive sehr einfach wegfiltern kann!!!
Und wieder steht ein schönes sonniges Wochenende vor der Tür. Mit meiner Dieselrakete und der kleinen GoPro Kamera auf dem Dach geht es nach Hause. Bei Geschwindigkeiten ab 150 km/h fällt die Kamera wirklich sehr unangenehm auf – rein akustisch gesehen! Ich hätte es nicht gedacht aber der zusätzliche Lärmpegel den dieser „Gegenstand“ an der sehr exponierten Stelle hoch oben auf dem Auto produziert ist wirklich erheblich. Aber egal, ich muss ja nicht den Rest meines Lebens mit einer Kamera herumfahren. Ok, sicher gibt es den einen oder anderen unter Euch der mich für komplett bescheuert hält und mir insgeheim genau das wünschen würde…
Als ich daheim eintreffe ist eine Benachrichtigung im Briefkasten, es gibt neues Spielzeug!!
Schnell runter zum freundlichen Nachbarn und schon kann ich mit meinem neuen Unboxing starten. Es sind mehrere Kartons und ich finde zwei Manfrotto Neiger für den Aufsatz auf ein Foto-Stativ. Einmal einen Kugelkopf (für „normale“ Fotos) und einmal einen Video-Neiger für weiche ruckfreie Kameraschwenks im Videomodus.
Und dann sind da noch zwei Eieruhren. Um Video werde ich erzählen, dass sie verchromt sind. Totaler Blödsinn, die sind natürlich aus Edelstahl!!
Da ich die kleine GoPro Kamera gerade sowieso in der Hand habe und es auf der Speicherkarte noch ein bisschen freien Platz gibt, nehme ich das Unboxing heute mal mit der GoPro auf. Durch das Unterwassergehäuse der Kamera dringt natürlich fast kein Laut. Daher nehme ich die Tonspur mit meinem witzigen Zoom H2 Audio-Recorder auf. Einmal in die Hände klatschen und los geht der Spaß. Warum in die Hände Klatschen? ganz einfach, damit ich später bei Schnitt des Videos weiß, wo der Ton hingehört und durch einen „Klatscher“ habe ich einen wirklich präzisen Anhaltspunkt. Achtet beim Anschauen des Videos mal auf die Knister- und Knackgeräusche. Und passen sie zum Film??
Aber zuerst muss ich mal die toten Fliegen abwaschen…
Falls sich jemand über das seltsame Seitenverhältnis wundert, das ist der Video-Modus 3 der kleinen GoPro HD HERO 960.
Als wir am letzten Freitag Sandras neuen Peugeot 207cc hier in Bonn abgeholt haben, stand vor der Türe der Bonner Peugeot Nierderlassung tatsächlich eines von 500 Exemplaren des Peugeot RCZ 1.6 THP Turbo in der „Asphalt“-Edition. Was für ein schönes Auto. Der matte Lack sieht einfach gut aus, leider ist wird er nicht lange matt bleiben 😦 Beim ersten Versuch bspw. einen Teerflecken zu entfernen werden sich wahrscheinlich glänzende Stellen ergeben und spätestens dann ist der Zauber dahin – schade…
Aber egal, mann muss nicht alles haben was gut aussieht 🙂