Hilfe was schenke ich meinem Mann – Teil 1

Alle Jahre wieder steht man(n) bzw. Frau vor der Situation, dass der Göttergatte unerwartet plötzlich Geburtstag hat, es völlig überraschend wieder einmal Weihnachten geworden ist oder sich der Tag des ersten Kusses unerwartet jährt. Was tun, ein Geschenk wäre toll, aber worüber freut sich der männliche Mann wirklich?

Hier eine Liste üblicher Präsente:

  • Parfum und Duschgel – ohje
  • Gutschein für ein Essen in einem schönen Restaurant – ganz nett
  • Nagelschere mit Zubehör – naja
  • Ein toller Blumenstrauß, hübsch kurz gebunden – gähn
  • CD mit Partykrachern der 90er – ne ne ne
  • Tolles neues Oberhemd – brauchbar aber langweilig
  • Selbst gestrickte Socken – autsch

Diese Liste könnte man(n) noch echt lange fortführen. Doch es ist wenig hilfreich nur die Dinge anzuprangern angesichts derer der moderne Mann beim Auspacken höflich lächelt und Euch Frauen danach brav in den Arm nimmt und ein Küsschen auf die Wange drückt, sich insgeheim aber nicht verstanden fühlt.

Was mögen Männer wirklich? Diese Frage ist ebenso einfach wie komplex zugleich und um die kollektiven weiblichen Ratlosigkeit ein wenig zu mildern, werde ich hier in den kommenden Wochen immer mal das eine oder andere nette kleine Gadget aufzeigen über das sich (die meisten) Männer wirklich freuen.

Beginnen wir mit einem sehr delikaten Thema, der männlichen (Un)Pünktlichkeit. Welche Frau hat sich nicht schon einmal darüber geärgert, hier könnte eine Uhr helfen die IHM so gut gefällt, dass er sie auch wirklich trägt und gern anschaut. Doch welche Uhr gefällt einem Mann?

Für alle Männer kann ich leider nicht sprechen, aber man kann Männer grundsätzlich in zwei Gruppen unterteilen.

  1. Männer die fotografieren
  2. Männer die es nicht tun

Da dieser BLOG im wesentlichen von Männern zwischen 20 und 80 Jahren konsumiert wird, die sich der ersten Gruppe zuschreiben, schauen wir doch mal ob es nicht eine Uhr für Kerle gibt die gern fotografieren?

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Jeder Mann der gern in der Natur ist und sich dem Abenteuer Landschaftsfotografie verschrieben hat weiß, dass es für gute Fotos nicht nur auf die perfekte Uhrzeit, sondern auch auf Himmelsrichtung, Temperatur und gelegentlich auch Ebbe und Flut ankommt. Ich selbst bin gern am Meer auf irgendwelchen schönen Inseln und liebe herrlich kitschige Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge. Für jedes moderne Smartphone gibt es kleine preiswerte APPs mit denen man die „Blaue Stunde“ berechnen kann.

Wirklich supercool ist es, wenn man dann noch eine Uhr hat, mit der man die Himmelsrichtung und die Gezeiten ermitteln kann. Ok, das kann auch jedes Smartphone, aber wer diese Dinger kennt der weiß auch, dass die Akkus immer genau dann am Ende sind wenn man sie am dringendsten benötigt.

Der amerikanische Uhrenhersteller Timex bietet eine Reihe recht cooler Uhren für Outdoorfans an. Ich habe mich in den letzten Tagen recht intensiv mit der „Timex Intelligent Quartz Tide Temp Compass“ beschäftigt und habe hier ein sehr schön gemachtes Review gefunden:

Das gute Stück gibt es aktuell bei amazon.de für nur 125,- Euro (statt 169,- Euro):

Also liebe Frauen, wenn Euer Kerl ein Knipser ist und sich im Urlaub gern mit Stativ und anderen seltsamen Dingen früh am Morgen oder spät am Abend am Meer oder den Bergen herumtreibt, dann wird er sich sehr wahrscheinlich über eine Uhr wie diese Timex mehr freuen als über einen modisch verpackten Herrenduft 🙂

BMW K1200 – Ein typisches Bikerwochenende

Seit meiner Kindheit bin ich fasziniert von Motorrädern. Auf dem Heimweg von der Grundschule ging es mittags immer mit dem Fahrrad einen kleinen Hügel hinab. Bereits damals habe ich mir vorgestellt mein Fahrrad sei eine krasse Rennmaschine und habe mich auf das „Erwachsensein“ gefreut. Dann mit 16 Jahren und dem ersten Moped zur großen Bikerparty auf den Felder eines Biker-Bauern irgendwo in der Nähe meiner Heimatstadt. Damals durfte ich das erste Mal auf einer BMW R100RS zur Probe sitzen, seit diesem Tag haben mich BMW Motorräder nicht mehr losgelassen. Nach vielen Jahren mit einer BMW R80-RT und einer R850R wurden meine Motorräder dann vor ein paar Jahren wirklich erwachsen. Zuerst kam ein BMW K1200r Sport in die Garage. Eigentlich wollte ich im Februar 2009 nur ein Witz über das schlechte Wetter und die furchtbar geringen Rabatte bei BMW machen. Aber als Verkäufer (oder nennt man das jetzt Kundengerater?) Jürgen Schnürle in der Bonner BMW-Motorradniederlassung mich dann fragte, ob er mal mit dem Disponenten wegen eines Scheißwetterrabattes telefonieren soll, da war es um mich geschehen. Der Preisnachlass war grandios und ein paar Tage später war ich stolzer Besitzer einer fast neuen BMW K1200r Sport – meiner Meinung nach eines der schönsten Motorräder die BMW jemals gebaut hat!

Doch dann kam alles anders, meine Freundin Sandra wollte nicht mit meinem „alten 850er Boxer“ fahren und so habe ich meine schöne neue BMW mehrere Monate lange nur von hinten gesehen. Das war eine zutiefst frustrierende Zeit, aber was tut man nicht alles für seine Freundin. Im August 2009 habe ich meinen Boxer dann gegen eine zweite blaue BMW K1200r Sport eingetauscht – mit kräftigem Aufpreis natürlich. Aber nun waren die Fronten ausgeglichen und es ist echt praktisch wenn man mit der Freundin unterwegs ist und beide Motorräder völlig identisch sind. Man kann Koffer Sitzbänke usw. hin und her tauschen, es passt alles.

Dann kam nach 5 Jahren in einem kleinen Mainzer Hotel im Juni 2012 der Umzug in eine kleines Appartement in Mainz. Endlich keine Koffer mehr packen und am Wochenende ohne Koffer voller Wäsche zwischen Bonn und Mainz pendeln. Der Sommer war toll und ich wollte meine weiße BMW mit nach Mainz nehmen. Dieses Ansinnen schlug dann aber eine Welle der weiblichen Entrüstung – „Da können wir ja am Wochenende nur noch zu zweit auf einem Motorrad fahren °^$§%#*@&§“

Also musste ein Projektmotorrad her und es war schnell gefunden. Von einem erfahrenen KFZ Meister konnte ich eine zwar alte aber gut erhaltene BMW K1200RS Baujahr 2001 sehr preiswert erwerben. Mein „blau-weißer-Fuhrpark“ hat nun sechs Räder, mehr als 450 PS und knapp 3600 ccm Hubraum – genial!

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Seit dem Erwerb der ersten BMW K1200r Sport gab es immer wieder Briefe in denen eine Rückrufaktion angekündigt wurde. Mal wurde etwas an der Kupplung geändert, mal ein anderer Spanner für die Steuerkette eingebaut, eigentlich gab es in jedem Jahr eine kleine kostenlose Modifikation meiner Motorräder. In diesem Jahr war es nicht anders und so war für das Wochenende ein Werkstattaufenthalt für beide K1200r Sport geplant. Donnerstages geht es am frühen Nachmittag dann mit dem alten „Projektmotorrad“ über die Autobahn nach Bonn. Als ich die Haustüre öffne ist meine Freundin Sandra schon da und einige Minuten später sind wir schon mit unserem blauweissen-Duo unterwegs zur Bonner BMW Motorradniederlassung. Dort staune ich nicht schlecht, als ich zwei weitere BMW K1200r Sport in der gleichen Farbe auf dem Parkplatz vor der Werkstatt entdecke.

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Auch eine S1000RR steht vor der Türe. Während ich sie mit meinem Smartphone knipse kommt mir in den Sinn, dass dies „…der eleganteste Weg sein könnte sich in den Himmel oder die Hölle zu schießen…“

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Normalerweise gibt es bei Rückrufaktionen immer für ein paare Stunden ein kostenloses Leihmotorrad. Das ist ein feine Sache, denn so kann man regelmäßig völlig kostenlos ein paar Kilometer mit einem fabrikneuen Motorrad abspulen und in Ruhe ausprobieren ob es einen Grund geben könnte ein anderes Motorrad zu kaufen. Leider hat Sandra bei der telefonischen Terminabsprache vergessen nach einem oder vielleicht sogar zwei Leihmotorrädern zu fragen. Aber wie das Schicksal es will, gibt es seit wenigen Stunden ein kleines SIXT Büro in der Bonner BMW Niederlassung. Auf der Basis einer Kooperation haben SIXT und BMW schon in mehreren Niederlassungen kleine „Mietstationen“ eingerichtet.

Sehr cool ist es, dass ich der erste Biker bin, dem der SIXT Mitarbeiter ein Motorrad vermieten kann. Da ich genau weiß, dass meine Sandra schon seit zwei Jahren immer wieder auf die BMW F800r im Chris Pfeiffer Design schielt, frage ich einfach mal nach einem dieser Motorräder. Und siehe da, es ist eine nagelneue F800r verfügbar. Das gute Stück ist zwar ein wenig staubig, aber auf dem Tacho stehen erst 42 Kilometer, sie ist also brandneu. Zu zweit geht es mit der F800r quer durch Bonn wieder zurück zu mir nach Hause. Dort steige ich auf meine alte K1200RS um und Sandra rutscht vom Sozius in die „Sitzmulde“ der F800r.

Mit beiden Mopeds geht es in das landschaftlich sehr reizvolle Wiedtal. Sandra bleibt jedoch wiederholt weit zurück und ich muss immer mal anhalten und warten. Flottes Motorradfahren geht anders… An der Laubachmühle kurz vor Altwied ist dann Gelegenheit zu einem ersten Fazit.

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Die neue Maschine scheint nicht ganz richtig eingestellt zu sein. Mehrfach ist beim Rollen mit gezogener Kupplung der Motor stehen geblieben. Eine nicht ganz ungefährliche Situation. Kuppelt man hier bei niedriger Geschwindigkeit ein, so blockiert schnell das Hinterrad wenn das Tempo nicht ausreicht um den Motor wieder zu starten. Ungeübte Motorradfahrer liegen dann schnell mal auf der Nase.

Aber Sandra tut instinktiv das Richtige, sie hält die Kupplung gezogen, lässt das Motorrad rollen und betätigt den E-Starter. Während wir auf unser Essen warten diskutieren wir, was die Ursache sein könnte. Als es später weiter geht, schalte ich zuerst die Zündung der  F800r ein, drehe den Gasgriff langsam bis zum Anschlag auf, halte ihn dort ganz kurz und drehe ihn wieder zurück. Danach startet der Motor ganz sofort und hat ein sauberes Standgas. Ähnlich ist es bei meinen K1200r Sport wenn man nach dem Winter die Batterie wieder eingebaut hat. Die Motorelektronik hat nach Monaten ohne Strom alles vergessen was sie über das Motorrad einst wusste. Und dementsprechend ist die oben beschriebene Aktion in jedem Frühjahr einmalig notwendig.

Bei der F800r scheint es ähnlich zu sein, denn danach läuft sie problemlos. Doch Sandra ist trotzdem ziemlich enttäuscht. Die Sitzposition gefällt ihr nicht, der Krawall den der kleine Zweizylinder macht geht ihr auf den Keks und irgendwie hat sie eher das Gefühl auf einer kleinen 125er als auf einem richtigen Motorrad zu sitzen.

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Später beim Kaffee an den Resten der Brücke von Remagen ist wieder Gelegenheit über dieses Motorrad zu diskutieren. Ich finde sie eigentlich ganz cool. Der kleine Motor röhrt in meinen Ohren ganz passabel und hält man ihn zwischen 3.000 und 5.000 U/min so ist man mit dem leichten Motorrad auch wirklich flink unterwegs. Wer ein Motorrad wie meine alte BMW K1200RS die vollgetankt mit Koffern mehr als 300 Kilogramm wiegt gewohnt ist, der hat auf der F800r wirklich das Gefühl auf einem Fahrrad zu sitzen, auf einem höllisch schnellen Fahrrad. Hat man sich damit angefreundet, so kann diese leichte Maschine eine Menge Spaß vermitteln. Vor Kurven bremst man später, denn es man muss ja viel weniger kinetische Energie in Wärme umwandeln und nach der Kurve ist man auch schneller wieder am Gas. Das Fahrwerk vermittelt einen sehr sicheren Eindruck und die Bremsen verzögern sehr gut und lassen sich toll dosieren.

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Doch meine Sandra kann dieses Motorrad nicht überzeugen. Im Vergleich zu ihrer alten Yamaha YZF-750r oder meinen BMWs ist dieses kleine Motorrad überhaupt nicht ihr Ding. Sie fühlt sich unsicher und hat das Gefühl auf einem rasenden Fahrrad zu sitzen.

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Am nächsten Morgen will ich wissen ob Sandras Bedenken wirklich berechtigt sind. Zu zweit geht es mit der F800r hinauf auf den Petersberg. Dort wollen wir es uns mit Blick auf den Drachenfels und die Eifel bei einem leckeren Frühstück richtig gut gehen lassen.

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Die Straße hinauf zum Petersberg kenne ich gut und sie hat viele schöne Kurven und Spitzkehren zu bieten. Aber wirklich auskosten kann ich sie leider heute nicht. Die Reifen sind noch nicht eingefahren, wegen der sehr warmen sommerlichen Temperaturen tragen wir beide ausnahmsweise nur eine Jeans und so hat Sandra große Angst, dass wir uns mit der ungewohnten BMW F800r auf die Nase legen könnten.

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Als wir oben eintreffen sind wir für ein „richtiges“ Frühstück leider ein paar Minuten zu spät. Ich muss kurz an die Szene aus „Falling Down“ denken in der Michael Douglas zwei Minuten zu spät für ein Frühstück ist und er darauf den ganzen McDonalds mit einem Gewehr (versehentlich) in Schutt und Asche legt. Aber die Kellnerin kann ja auch nichts dafür und so gibt es ein echtes Biker-Frühstück. Bei einem leckeren großen alkoholfreien Bier lassen wir uns Frikadellen mit Kartoffelsalat schmecken. Weil wir wegen des Frühstücks so enttäuscht waren, bringt uns sie super nette Kellnerin noch ein Körbchen mit frischen Brötchen und dazu etwas Kräuterquark. Das Leben kann soooo schön sein 🙂

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Danach ist Zeit für eine ausführliche Probefahrt. Es geht kreuz und Quer durch das Siebengebirge und das Bergische Land. Schließlich landen wir in Eitorf und lassen es uns dort in einer tollen Eisdiele ein zweites Mal ziemlich gut gehen.

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Auf dem Weg zur Bonner Motorradniederlassung meldet sich dann der Bordcomputer. Unser Sprit geht zur Neige, aber es scheint nicht akut zu sein und wir schaffen es ganz locker bis zur Tankstelle am Bonner Verteilerkreis. Unser „Testverbrauch“ betrug 4,7 Liter pro 100 Kilometer, das ist nicht wirklich wenig, kann sich aber trotzdem sehen lassen.

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An der Tankstelle suche ich für einen kurzen Augenblick den Tankdeckel. Bei der F800r ist der „Tank“ nur eine Attrappe unter der sich die ganze Motorelektronik usw. verbirgt. Der eigentliche Tank liegt unterhalb der Sitzbank und dementsprechend wird das Benzin rechts neben der Sitzbank eingefüllt. Ziemlich dumm ist es dabei, dass ich genau verkehrt herum an der Zapfsäule geparkt habe. Aber man(n) kann ja nicht immer an alles denken 🙂

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Zurück bei der Werkstatt ist dort echt was los. Die Sonne scheint und alle Biker strömen nach den langen Wochen mit fiesem Winter und dunklen Regenwolken auf die Straßen. Doch viele Motorräder sind nicht ganz so unproblematisch wie ein normaler Großserien-PKW. Auch sind die Inspektionsintervalle bei Motorrädern viel kürzer und so haben die Mitarbeiter der Werkstatt immer wieder das Problem regelrecht von den Kunden überrannt zu werden. Wirklich erfreulich ist dabei, dass Frau Nussbaum, Herr Strasburger und die vielen anderen Mitarbeiter trotz des großen Andrangs immer hilfsbereit und überaus freundlich sind.

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Mein blau/weißes Duo ist auch schon fertig und so geht es kurz darauf los zu einer kleinen Tour durch die Eifel. Unser Ziel ist das Café Fahrtwind in der Nähe von Ahrbrück. Doch auf halbem Wege meldet sich an der weißen BMW der Bordcomputer. Das ABS ist ausgefallen… Ich denke nur „Scheiße, das wird teuer…“ Unseren Freitag beschließen wir mit einer kleinen Diskussion zur Ursache der ABS-Probleme.

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Nach einer unruhigen Nacht bin ich am nächsten Morgen nicht sicher ob samstags bei der Werkstatt jemand erreichbar ist. Trotzdem stehen wir recht früh auf und fahren ohne Frühstück gleich zur Bonner BMW Motorradwerkstatt. Dort sind tatsächlich die Türen geöffnet und Herr Strasburger begrüßt uns sehr freundlich. Einige Augenblicke später steht meine weiße BMW auch schon in der Werkstatt und es wird der Inhalt des Fehlerspeichers ausgelesen. Eine Pumpe die mit dem ABS zusammenhängt hat gemeldet, dass sie zu wenig Strom hatte. Ein Grund dafür ist nicht wirklich ersichtlich. Also löschen wir zunächst nur den Fehlerspeicher.

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Während der Prozedur habe ich Gelegenheit mir eine „ausgezogene“ K1200 GT anzuschauen, die meiner alten K1200RS sehr ähnlich ist. Hier sieht man sehr schön den relativ hässlichen Motor. Die Konstruktion des liegenden Reihenvierzylinders ist ja schon wirklich pfiffig und ich mag dieses Motorrad wirklich gern. Aber Motor sieht für mein Empfinden einfach komisch aus…

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Nachdem der Fehlerspeicher gelöscht ist drehe ich eine kleine Proberunde, doch die ABS-Warnleuchte meldet sich kurz darauf schon wieder. Ich halte an, Zündung aus, warten, Zündung an, warten, starten, Mist sie leuchtet dauerhaft. Aber vielleicht liegt es auch an der Batterie? Bei den modernen Motorrädern werden die Batterien immer kleiner und die elektrischen Anlagen immer komplexer. Also geht es mit der weißen K1200 wieder heimwärts. Während meine Sandra für das Sonntagsfrühstück einkauft, tausche ich die Batterien zwischen der weißen und der blauen BMW.

Das dauert nur ein paar Minuten und bei der ersten Probefahrt muss ich leider feststellen, dass auch diese Aktion nichts gebracht hat. So schnell es geht fahre ich zurück zur Werkstatt und bin überrascht Herrn Strasburger dort um 12h45 noch anzutreffen. Diese Mitarbeiter sind wirklich engagiert und setzen sich sehr für ihre Kunden ein. Viele Biker halten eben doch irgendwie zusammen.

Erneut wird der Fehlerspeicher ausgelesen, das Ergebnis ist das gleiche wie zuvor. Leicht gefrustet lasse ich mein weißes „Mädchenmotorrad“ also in der Werkstatt zurück und rufe meine Sandra an, ob sie mich mit ihrem ebenfalls frisch reparierten Cabrio abholen kann. Mit offenem Verdeck genießen wir den Rest des Tages. Es geht am Rhein entlang und ich bin sehr froh, dass ich endlich mal nicht selbst fahren muss. Einfach zurücklehnen, die Augen schließen und den Wind in den Haaren genießen. Das Leben kann so schön sein.

Wie der Zufall es will, landen wir wieder an der Laubachsmühle im Wiedtal. Die Kellnerin erkennt uns wieder und wir halten ein nettes kleines Schwätzchen. Dabei sind wir uns alle drei nicht sicher ob wir einen oder zwei Tage zuvor dort waren…

Auf dem Heimweg zieht sich dann der Himmel zu und wir müssen das Verdeck schließen. Daheim angekommen sind die Nachbarn dabei alles zu befestigen und in Sicherheit zu bringen. Es sieht aus als würde ein schweres Unwetter auf uns zukommen. Sandra ist nicht ganz wohl dabei, die Reparatur war teuer und ihr Auto ist jetzt blitzblank poliert. Also tun wir es den Nachbarn gleich und parken Autos und Motorräder so, dass alles in Sicherheit ist. Das Gewitter kommt dann auch wirklich heftig, aber der befürchtete Hagel bleibt aus. Es ist alles nochmal gut gegangen…

Für den Sonntag verheißt der Wetterbericht nur wenig gutes. Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen und um 11h30 bin ich schon wieder unterwegs nach Mainz. Weil es in Bonn wegen des Gewitters vom Vorabend schon wieder schwül warm ist, ziehe ich nur eine Jeans an, die richtige Motorradhose habe ich aber in einem der beiden großen Koffer dabei. Ich entscheide mich für die B9, hier kann ich bei einem Gewitter ggfs. schnell mal halten und mich unterstellen, falls es ganz schlimm kommen sollte. Aber ich habe Glück, erst kurz vor Koblenz setzt der Regen ein. Mit nasser Jeans steige ich bei der Shell-Tankstelle an der B9 ab und bin wirklich froh, als ich auf der Herrentoilette die trockene warme Motorradhose anziehen kann.

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Kurz bevor ich wieder aufbreche unterhalte ich mich kurz mit der Kassiererin über den Zustand der B9. Sie ist sich sicher, dass auf der Höhe der Loreley noch ein weiter Abschnitt gesperrt ist. Also nehme ich den Abzweig in Richtung A61. Bei Hermeskeil geht es dann auf die A61. Meine leichten perforierten Sommerhandschuhe aus strapazierfähigem Känguru-Leder fühlen sich nun an wie zwei nasse Schwämme. Mein Halstuch ist nass und langsam aber sicher läuft mir das Wasser zwischen den Schulterblättern den Rücken hinab. Sehen kann ich auch nicht viel, aber es geht schon irgendwie. Der neue SHOEI GT-Air liegt toll im Wind und dank der Ohrenstöpsel ist auch die Geräuschkulisse ganz erträglich. Das Regenwasser perlt gut vom Visier ab und so kann ich halbwegs sicher fahren.

Ziemlich ärgerlich sind aber die rücksichtslosen Autofahrer. Als die Fahrbahn sich irgendwo im Hunsrück von drei auf zwei Fahrspuren verengt, zieht auf den letzten Zentimetern ein weißer Audi A6 Avant direkt vor mir auf meine Fahrspur. Das Wasser spritz hoch und ich bin praktisch blind. „Hätte dieser Scheißkerl sich nicht einfach hinter mir einsortieren können?“ – schießt es mir in den Kopf. Dann sehe ich Lichter hinter mir, sooo dicht dass es mir Angst macht. Ein BMW X5 ist das, er scheint sich mit dem Fahrer des Audi eine ordentliche Pimmelfechterei geliefert zu haben und nun hänge ich mitten zwischen den beiden Testosteron-Trotteln. Der BMW versucht uns beide rechts zu überholen, der Audi-Fahrer fummelt an der Lichthupe und ich versuche bei all dem Wind und Regen nicht von ihnen gerammt und getötet zu werden. Nach ein paar Kilometern ist der Spuk dann endlich vorbei. Der Audi Fritze hat gewonnen, der BMW Fahrer hat die kleineren Eier und ist irgendwo von der A61 abgefahren. Mir kommt wieder eine Spruch eines Freundes in den Sinn: „Manchen Autofahren müsste man ab und zu einfach mal die Fresse polieren damit sie merken wie bescheuert sie sich verhalten haben.“ Recht hat er, leider tut es niemand…

Der Regen hat endlich aufgehört und nach gefühlten 30 Kilometern fährt der weiße Audi endlich auf die gähnend leere rechte Fahrspur. Ein kurzer Ruck am Gashahn meiner alten BMW lässt die LED-Tagfahrlichter seines Audi schnell in den Rückspiegeln kleiner werden. Am liebsten hätte ich im Vorbeifahren eine Delle in seine Tür getreten…

Als ich in Mainz eintreffe klart der Himmel auf und es scheint sogar ein wenig die Sonne. Schnell parke ich meine alte blaue BMW in der Tiefgarage und bin erschüttert als ich auf die Anzeige des Hygrometers blicke, das ich ein paar Tage zuvor dort aufgehängt habe. 99% Luftfeuchtigkeit, mehr geht nicht und das in einer Garage in der so viele Autos parken. Was hier nicht verrostet wird verschimmeln, das ist Gewiß.

Der Hausverwalter stellt auf seiner Webseite ein paar Tipps zur Auswahl eines Eigenheimes usw. bereit. Leider fehlt dort der Tipp „Suchen sie sich eine Hausverwaltung die sich auch kümmert wenn es Probleme mit ihrem Haus gibt!“

DIESE HAUSVERWALTUNG scheint sich jedenfalls nicht zu kümmern! Schon mehrfach habe ich sie angeschrieben, Fotos des Hygrometers per E-Mail geschickt. Gerührt hat sich bislang niemand! Vor dem Winter sah meine schöne alte K1200 RS noch fast aus wie neu. Nun ist der gesamte Hauptständer total verrostet und viele Schrauben haben ebenfalls Rost angesetzt. In dieser Tiefgarage kann man eigentlich nichts parken, wenn man nicht will, dass es einem unter den Händen verschimmelt…

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Mich wundert nur, dass den Nachbarn scheinbar total egal ist, dass ihre Autos hier bei 99% Luftfeuchtigkeit langsam verrotten…

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Während ich mich über den unfähigen Hausverwalter ärgere, scheint in meinem kleinen Garten schon die Sonne und ich kann Handschuhe und Motorradjacke zum Trocknen aufhängen. Das stimmt etwas versöhnlich und während ich diesen Artikel schreibe überlege ich wie ich dieses verrückte Bikerwochenende würdig abschließen kann…

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Nikon 1 V1 – DX-Objektive mit FT-1 Adapter benutzen

Nikon 1 V1 - FT-1 - Nikkor AF-S VR 18-200mm

Eines der herausragendsten Merkmale in der Geschichte von Nikon Spiegelreflexkameras ist das bereits im Jahr 1959 konstruierte Bajonett der Nikon-F. Diese legendäre erste Spiegelreflexkamera hat dem Bajonett-System ihren Namen vererbt – seit mehr als 50 Jahren verwenden Fotografen in aller Welt Objektive mit einem Anschluss für das Nikon F-Bajonett. Nikon hat diese ursprüngliche Konstruktion immer weiter verfeinert, dabei aber stets um Features wie Autofokus-Übertragung und elektrische Kontakte ergänzt. Das ursprüngliche Konzept wurde also niemals komplett über den Haufen geworfen. Mit einigen Einschränkungen können daher Objektive für das Nikon F-Bajonett bis heute an vielen Nikon Spiegelreflexkameras genutzt werden.

Mit der Vorstellung der Nikon 1 hat man jedoch mit dieser Tradition gebrochen. Um die Kamera klein und kompakt zu halten, wurde neben dem neuen CX-Chipformat auch eine neue Generation von Objektiven mit einem neuen Bajonett eingeführt. Doch Nikon wäre nicht Nikon wenn es nicht ein Möglichkeit zur Adaption älterer Objektive an dieses neue Bajonett geben würde. Der Adapter mit dem schönen Namen FT-1 ist allerdings nicht ganz preiswert. Canon bietet für seine neuen Spiegellosen Systemkameras einen ähnlichen Adapter an, nur ist er bei Canon mehr als 100 Euro preiswerter!

Der Nikon FT-1 spielt mit einem Listenpreis von mehr als 250 Euro eigentlich eher in der Oberliga, als im Amateur-Segment. Dieser Preis ist aus meiner Perspektive mehr als ärgerlich, eröffnet sich doch mit diesem Adapter für alle Besitzer „erwachsener“ Nikon-Objektive eine völlig neue Welt. Bedingt durch die kleinen Abmessungen des neuen CX-Chips ist die Diagonale des Chips um den Faktor 2,7 kleiner als bei einem herkömmlichen Kleinbild-Dia (24 x 36mm). Damit wird sofort aus jedem kleinen 100mm Teleobjektiv ein lichtstarkes 270mm Supertele.

(Alle Bilder sind 1000 Pixel breit oder hoch – einfach anklicken)

Nikon 1 V1 - FT-1 - Nikkor AF-S VR 18-200mm

Aber mutiert mein Nikon AF-S VR 18-200mm „Deppenzoom“ mit dem FT-1 Adapter an der Nikon 1 V1 wirklich zu einem leistungsfähigen Superteleobjektiv? Nach den verregneten Tagen der letzten Wochen scheint heute endlich mal wieder ein wenig die Sonne. Das Auto meiner Freundin ist seit einer Weile hier in Bonn in einer Werkstatt und damit sie nicht immer mit dem Zug unterwegs sein muss, habe ich ihr meine Dieselrakete ausgeliehen. Nach der ersten Woche mit dem ungewohnt großen Auto mit Automatikgetriebe usw. hat meine Sandra sich aber an dieses Auto gewöhnt. Aber nun ist auch der Tank leer und bevor sie am Sonntagmorgen nach dem Frühstück die Heimreise antreten kann braucht das Auto frische Energie.

Gemeinsam geht es also zur Tankstelle um die Ecke. Gestern hat der Liter Diesel dort noch 134,9 Eurocent gekostet. Wir haben spekuliert, dass der Preis heute etwas niedriger sein könnte. Aber weit gefehlt, nach dem langen Wochenende trifft sich halb Deutschland heute wieder zum kollektiven Staustehen auf der Autobahn und da kann man den Sprit ja ruhig etwas teurer machen, denn eine echte Alternative haben viele Autofahrer heute nicht. Wir staunen nicht schlecht, dass der Preis für einen Liter Diesel über Nacht von 134,9 Eurocent auf 141,9 Eurocent geklettert ist. Das Leben ist eine einzige Abzocke, egal ob an der Tankstelle oder beim FT-1 Adapter. Damit werden wir uns wohl abfinden müssen.

Da mir der FT-1 Adapter viel zu teuer erschien, habe ich mir eine billige Version via amazon.de aus China kommen lassen. Das Ding kostet 29,90 Euro und ist wirklich toll verarbeitet. Alles passt prima, die Objektive sitzen fest und spielfrei an der Nikon 1. Leider hat aber eben diese billige Version keine Kontakte die eine Kommunikation zwischen Kamera und CPU im Objektiv ermöglichen. Ganz gleich was man auch anstellt, mit dem billigen FT-1-Nachbau aus China funktioniert an der Nikon 1 fast nichts. Im manuellen Modus kann man an der Kamera die Belichtungszeit einstellen, die Blende muss am Objektiv variiert werden. Eine Hilfe für die Fokussierung gibt es nicht, man kann nicht einmal das Live-Bild auf dem Display vergrößern.

Kurzum, der billige China-Nachbau des FT-1 ist für Arbeiten im Makrobereich und Experimente mit ungewöhnlichen Objektiven wie Lensbaby & Co. ganz brauchbar, einen „echten“ FT-1 kann er aber nicht ersetzen!

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Nachdem wir gemeinsam meine Dieselrakete vollgetankt und uns verabschiedet haben, macht sich Sandra auf den Heimweg. Ich blicke ihr ein wenig wehmütig an der Tankstelle hinterher und hebe instinktiv die schnellste Kamera im westlichen Universum. Klickediklick und schon hat diese Nikon 1 Fotos gemacht bevor ich überhaupt daran gedacht habe zu fotografieren. Ok, so verspricht es die Werbung! In der Realität habe ich versehentlich einen „Bewegten Schnappschuss“ aufgenommen, weil ich mal wieder mit meinen dicken Fingern an dem kleinen Modus-Rädchen gedreht habe, das oben rechts an der Rückseite der Nikon 1 angebracht ist. Die ganze Werbung ist also eher Unsinn! Keine Kamera schießt Fotos bevor man daran denkt zu fotografieren und ein wirklich gutes Foto entsteht auch nicht „zufällig“, nur weil die Kamera schon mal losknipst… Slogans wie „Verpassen Sie keinen Moment“ sind also eher Blödsinn…

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Auch mit der Nikon 1 V1 muss man sich darum kümmern, dass die Kamera korrekt eingestellt ist, der Bildausschnitt passt, korrekt scharf gestellt ist und die Belichtung stimmt. Alles andere sind flache Werbeslogans. Was mich an der Nikon 1 V1 wirklich stört, sind aber eben genau diese „Features“. Ich will keine bewegten Schnappschüsse machen und ich will nicht „das beste Foto“ von der Kamera aussuchen lassen! Doch immer wieder verdrehe ich versehentlich dieses Einstellrad und schon habe ich die entscheidende Situation wieder einmal verpasst.

Nachdem Sandra hinter der nächsten Kurve verschwunden ist nehme ich mir einen Augenblick um alle Einstellungen der Nikon 1 V1 zu checken. Danach mache ich mich zu Fuß auf den Weg nach Hause. Vorbei an der HARIBO-Zentrale und der Sportanlage Wasserland bin ich mit meiner winzigen Kamera und dem 540mm Supertele (200mm x 2,7) auf der Suche nach Motiven.

Am neu gestalteten Eingangsbereich der HARIBO-Zentrale kann ich gleich ein erstes Testfoto aufnehmen. Und siehe da, wie erwartet gibt es hier praktisch keinerlei Verzeichnung. Bedingt durch den kleinen CX-Sensor verwendet man mit dem FT-1 Adapter nur die „dicke Mitte“ der großen Objektive. Chromatische Aberration und andere Abbildungsfehler treten hier kaum auf. Ein Vorteil den auch Besitzer von „Crop-Kameras“ zu schätzen wissen, die mit Objektiven wie dem Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm fotografieren. Während bei der Nikon D800 mit diesem Objektiv eine leichte Randunschärfe sichtbar wird, ist es an einer Nikon D7100 und ähnlichen Kameras ein perfektes Telezoom-Objektiv.

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Einen Polfilter habe ich heute leider nicht dabei, aber auch so macht der freundlich grinsende Goldbär Lust auf einen Besuch der Konzernzentrale.

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Ein Blick nach oben und schon treffen harte Kontraste aufeinander. Aber dank der Reserven die der RAW-Modus auch bei einem kleinen CX-Sensor in sich birgt, sind die dunklen Bildbereich klar strukturiert und die hellen Wolken nicht „ausgefressen“. Das klappt auch mit diesem langen Zoomobjektiv sehr gut.

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Sehr praktisch ist hier der lange Zoombereich. Der Chip der Nikon 1 ist ohne Objektiv völlig schutzlos den Staubpartikeln dieser Welt ausgeliefert. Ständiges Wechseln unterschiedlicher Objektiv in freier Natur ist hier also eher ein „Husarenstück“ als ein sinnvoller Vorgang. Daher bin ich ganz froh, dass ich mit dem 11-fachen Zoombereich viel Flexibilität habe.

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Echte Weitwinkel-Perspektiven darf man sich von einem via FT-1 adaptierten DX-Zoom an der Nikon 1 nicht erwarten. Diese Kombination ist eher etwas für Telefans, hier geht es mehr um witzige Details als um schier unendlich weite Landschaften…

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Der Zaun des HARBIO-Werkes lässt sich schön in die Komposition einzelner Details integrieren. Im folgenden Foto ergibt sich durch Zaun und Hecke am unteren Bildrand ein schöner Helligkeitsverlauf. Trotz der langen Brennweite sind die Bildergebnisse selbst bei 200 bzw. umgerechneten 540mm recht akzeptabel. Wichtig ist auch hier statt der Superautomatik den Kopf einzuschalten. Für wirklich scharf Fotos muss auch das 18-200mm im Telebereich um 2-3 Stufen abgeblendet werden. Damit kommt man schnell in Bereiche in denen man die Kamera wegen der langen Belichtungszeiten nicht mehr ruhig halten kann. Hier hilft also ggfs. die ISO-Automatik. Aber wie fast immer, sind sowohl die ISO-Automatik als auch ein aktivierter VR nur ein schlechter Ersatz für ein gutes Stativ!!

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Hier der Klassiker – HAns RIgel BOnn -> HARIBO – dieser Schriftzug ziert noch heute das Dach einer der ersten Betriebssporthallen auf deutschem Grund und Boden!

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Gleich gegenüber steht ein uralter Citroen 2CV – eine Ente! Beim Blick in das „Cockpit“ bin ich überrascht wie sehr der Besitzer dieses alte Fahrzeug gegen potentielle Autodiebe gesichert hat. Ohne eine ISO-Automatik könnte man Fotos wie dieses nicht freihändig realisieren. Und auch wenn ich die ISO-Automatik nicht mag und sie von vielen anderen Fotografen regelrecht verteufelt wird, manchmal ist sie tatsächlich sehr hilfreich 🙂

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Noch ein Blick auf die bunte Fassade der Erich-Kästner-Grundschule auf der anderen Straßenseite und schon geht es wieder weiter…

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Hier habe ich einen Vergleich 18mm (x 2,7) versus 200mm (x 2,7). Man sieht ganz deutlich welche enormen Reserven der große Zoombereich des Nikon AF-s VR 18-200mm in sich birgt.

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Vom Rand des Spielfeldes habe ich ein paar Minuten die Freizeitfußballer durch den elektronischen Sucher der Nikon 1 V1 verfolgt. An der Kamera habe ich den „Brust-Mode“ mit irre schnellen 30 Bildern pro Sekunde eingestellt. Die Kamera kann sogar noch mehr, selbst 60 Bilder/s sind möglich. Aber bei meinen ersten Tests musste ich feststellen, dass die Verarbeitung der gewaltigen Datenmengen diese kleine Kamera schnell für einige Minuten außer Gefecht setzt sobald der schnelle interne Speicher voll ist und das Bildmaterial auf die deutlich langsameren SD-Karten ausgelagert werden muss.

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Mit sagenhaften 30 Bildern pro Sekunde sollte man keinen Moment verpassen, denkt man sich so. Ich verpasse ihn trotzdem, denn immer wieder passiert es mir, dass ich mit meinen dicken Fingern irgendwelche Kameraparameter versehentlich verstelle. Diese Kamera ist wirklich klein und das ist manchmal auch ihr großer Vorteil. Aber wenn es um Action bspw. bei einem Fußballspiel geht, so kann sie eine Nikon D4 in keiner Weise ersetzen. Auch wenn man beim Lesen der Werbung zunächst denkt – Wahnsinn, 60 Bilder/s – Hammer!! Das alles ist Makulatur sobald der Kamerapuffer voll ist. Auch ist es mehr als störend, dass die Kamera grundsätzlich jedes Foto kurz im elektronischen Sucher oder auf dem rückwärtigen Display anzeigt. Man kann es nicht abschalten und das nervt total. Kaum hat man ein Foto gemacht und war einen Tick zu früh, kann man nicht auslösen weil die Kamera das Bildergebnis anzeigt.

Nikon_1_V1_30FPS_BurstMode

In der Werbung zur Nikon 1 V1 wird immer wieder der sagenhafte neue Autofokus hervorgehoben. Der ist auch wirklich toll, solange man nicht mit dem Nikon FT-1 Adapter fotografiert! Denn mit diesem Adapter funktioniert nur noch ein einziges zentrales Autofokusmessfeld. Man kommt sich vor wie mit einer Nikon F4 in den 90er Jahren. Wenn man sich daran gewöhnt hat, kann man damit auch tolle Fotos schießen. Aber es ist ein „ungerechte Kastration“ eines grundsätzlich guten Kamerakonzeptes. Bringt man die Kamera dann noch in den schnellen Burst-Mode, so wird die ISO-Automatik für den Bereich 100-3200 aktiviert. Ein Shiften der Programmautomatik oder ähnliche Einflussnahme auf die Kombination von Blende oder Zeit ist nicht mehr möglich. Ok, die Nikon 1 ist jetzt „sauschnell“ aber sie macht auch was sie will. Wenigstens lässt sich noch der RAW-Modus nutzen. So kann man leichte Fehlbelichtungen später in gewissen Grenzen korrigieren.

Ich hatte mir allerdings wirklich mehr erhofft. Auf der Rückseite der Nikon 1 V1 gibt es einen kleinen Knopf mit der Aufschrift [F]. Dieser Knopf ermöglicht den schnellen Zugriff auf viele Parameter. So kann man beispielsweise schnell zwischen dem mechanischen und elektronischen Verschluss umschalten. Aber die echte Bildfolgezahl kann man nur über das Menü einstellen. Das ist total inkonsequent und betrifft alle Kamerafunktionen deren Umschaltung der „[F] Knopf“ erlaubt. So sehr ich auch hinter den Produkten dieser Marke stehe, so sehr geht es mir jedoch auf den Keks, dass scheinbar aus Marketinggründen tolle Konzepte immer wieder fies zusammengestrichen werden. Die Nikon P7100 hat einen deutlich kleineren Sensor, rauscht mehr und ist bei hohen ISO-Werten der Nikon 1 V1 deutlich unterlegen. Aber die P7100 beherrscht einen eingebauten HDR-Modus und kann für „externes HDR“ bis Belichtungsreihen mit bis zu 5 Bildern aufnehmen. Außerdem sind Mehrfachbelichtungen möglich die bei der P7100 in Verbindung mit hohen ISO-Werten das Rauschverhalten der Kamera bei statischen Motiven ganz sichtbar verbessern können.

Die Marketingstrategen haben all diese sinnvollen tollen Features bei der Nikon 1 V1 einfach wegdefiniert. Der Prospekt liest sich noch toll und die Werbesports sind aufwändig produziert. Aber was diese tolle Kamera leider alles nicht kann, das erkennt man erst wenn man sie für teures Geld gekauft hat (oder regelmäßig meinen BLOG liest) 🙂

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Doch genug gemeckert, in Verbindung mit dem AF-S VR 18-200mm ist trotz des kleinen Sensors der Nikon 1 die Arbeit mit selektiver Schärfe kein Problem. Es muss einfach genügend Abstand zwischen den bildwichtigen Inhalten sein. Dann kann man wie im  folgenden Bild die Zielscheibe im Vordergrund sehr schön mit dem unscharfen Bogenschützen im Hintergrund „erklären“.

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Fazit

Der FT-1 Adapter ist eine mehr als sinnvolle Ergänzung für alle Besitzer die ein Nikon 1 und eine Reihe „erwachsener“ Objektive besitzen. Leider ist dieses Zubehörteil viel zu teuer und die passiven Nachbauten aus China relativ nutzlos. Ärgerlich ist die ständige Beschneidung vieler Funktionen dieser eigentlich sehr guten durchdachten Kamera. Dass der Autofokus mit DX oder FX Objektiven nur eingeschränkt arbeitet ist dabei nur ein Aspekt. Auch andere Kamerafunktionen arbeiten mit dem FT-1 nicht vollständig oder eben gar nicht!

Mir fehlt die Möglichkeit einzelne Bedienelemente gegen unbeabsichtigte Verstellung zu schützen, also zu verriegeln. Dies konnte schon vor vielen Jahren ein Nikon F80, warum baut man das nicht mehr ein?

Dass mit der Nikon 1 grundsätzlich weder Mehrfachbelichtungen noch Belichtungsreihen (für HDR) möglich sind ist für mich unverständlich und ärgerlich. Statt den ohnehin winzigen Chip mit zusätzlichen unnötigen 4.000.000 Pixeln zu bestücken, hätte man diese mehr als wichtigen Features bei der neueren Nikon 1 V2 integrieren sollen…

Dass Videos nur mit 1080/60i bzw. 1080/30p oder 720/24p aufgenommen werden können empfinde ich ebenfalls als ärgerlich. Jeder der diese Kamera als Ergänzung zu anderen Kameras nutzen möchte unterliegt dadurch nicht notwendigen Einschränkungen, die bei der Videobearbeitung nur mühsam ausgeglichen werden können.

Nikon 1 V1 – Erste Testbilder

In meinem letzten Artikel habe ich ja schon erwähnt, dass ich seit zwei Tagen auch mit einer Nikon 1 V1 fotografieren kann. Kurz nach der Vorstellung dieser Kamera haben mich immer wieder YouTube-Abonnenten und BLOG-Leser gefragt, ob ich nicht auch mal ein Video oder einen Artikel zur Nikon 1 erstellen kann. Trotz mehrerer Anfragen war ein Testexemplar leider nicht zu bekommen. Und angesichts des anfangs noch sehr hohen Preises habe ich den Kauf dieser Kamera nicht in Erwägung gezogen.

Vor ein paar Tagen konnte ich sie im Bonner Cityfotocenter mal genauer unter die Lupe nehmen. Aber der Kaufpreis von 359,- Euro hat mich immer noch nicht überzeugt. Am Pfingstsonntag fiel mit dann ein Angebot bei amazon.de ins Auge. Für nur 270,- Euro gab es da eine Nikon 1 V1 mit 10-30mm Zoom-Objektiv. Die Kamera war ein praktisch unbenutztes Vorführexemplar, neuwertig und mit allem Zubehör, das war mir dann eine 1-Click Bestellung wert. Der Verkäufer hat sie noch am Pfingstmontag via Packstation versendet. Zwei Tage später habe ich eine DHL-Benachrichtigung erhalten, super – dachte ich…

Nikon_1_V1_Front_10_30mm

Am nächsten Tag war ich dann bei meiner Postfiliale in der Nähe von Mainz um das neue Schmuckstück abzuholen. Aber es war nicht dort. Ziemlich gefrustet und leicht verärgert bin ich am nächsten Tag ein zweites Mal zu dieser Postfiliale gefahren. Dort wurde ich mit den Worten empfangen „Ich habe ihr Päckchen nicht , wenn ich hier wäre hätte ich schon angerufen!“ „Können Sie nicht noch einmal schauen ob es nicht doch hier ist?“ „Nein das werde ich nicht, es ist nicht hier, wenn ich ihnen das sagen können sie mir das auch glauben!!!“ Sie wurde langsam zickig, ich auch… „Und was kann ich jetzt tun, gibt es ein Formular das ich ausfüllen muss?“ „Nein, sie können bei der Hotline anrufen, die Sendungsnummer haben sie ja!“ „Ok, jetzt soll ich versuchen diese Hotline zu erreichen und stundenlang in einer bescheuerten Warteschleife darauf warten, dass mir gesagt wird, dass mein Paket hier bei ihnen ist? Ist es das was ich jetzt tun soll?“ „Mehr kann ich auch nicht tun!“

Total verärgert bin ich kurz darauf mit meinem Auto unterwegs zu meiner kleinen Mainzer Wohnung. Ein wenig habe ich die Hoffnung, dass einer der Nachbarn doch dieses Paket angenommen haben könnte. Laut DHL-Sendungsverfolgung sollte mein Paket aber bei der Postfiliale auf mich warten…

Fast angekommen, sehe ich einen DHL-Transporter wie er mir entgegen kommt. Schnell wende ich und nehme die „Verfolgung“ auf. Der Transporter fährt zur Postfiliale in der ich schon mehrfach war und in dem mein Paket ja nicht sein kann. Auf dem Parkplatz schnappe ich mir den sehr netten Fahrer, zeige ihm meinen Benachrichtigungsschein und frage ihn was denn schief gegangen sein kann. Er durchsucht seinen Wagen, leider vergeblich. Er hat das Paket ausliefern wollen, daran kann er sich noch erinnern. Ich bitte ihn nochmals seine Kollegin zu bitten nach meinem Paket zu suchen. Leider wieder vergeblich, sie fertigt auch ihn wie einen kleinen Schuljungen ab. Der Fahrer rät mir mit allen Nachbarn zu sprechen, vielleicht hat es ein Nachbar entgegengenommen, nachdem er den Benachrichtigungszettel eingeworfen hat. „Das passiert ab und zu…“

Also fahre ich wieder zurück zu meiner kleinen Wohnung, als ich gerade aussteigen will klingelt mein Telefon. „Hallo, wir haben ihr Paket gefunden…“ verkündet mir da eine etwas kleinlaute weibliche Stimme. Also wieder rein ins Auto und wieder zurück. Dort kommt mir schon der DHL-Bote mit einem recht großen Paket unter dem Arm entgegen. Ihr war es wohl zu peinlich…

Gestern konnte ich dann endlich einen ersten kleinen Test mit der neuen Nikon 1 V1 unternehmen.

Nikon_1_V1_Front

Die Nikon 1 V1 und ihre „kleine Schwester“ die Nikon 1 J1, sind mit einem neu entwickelten CMOS-Bildsensor ausgestattet, der auf einer Grundfläche von 13,2 mm x 8,8 mm (Nikon bezeichnet dies als CX-Format) 10,1 Megapixel auflöst und eine Lichtempfindlichkeit zwischen ISO 100 und ISO 3.200 abdeckt (Boost bis ISO 6.400). Beide Kameras können Fotos sowohl im JPEG- als auch im RAW-Format aufnehmen. Im Serienbildmodus ist die Bildfolge ähnlich schnell wie bei einer Nikon D4.

Der neue Bildsensor verfügt über ein integriertes Hybrid-Autofokussystem mit extrem vielen Fokusmessfeldern: Bei Motiven in Bewegung aktiviert das System den Phasenerkennungs-AF mit 73 Messfeldern, bei unbeweglichen Motiven oder wenig Licht den Autofokus mit Kontrasterkennung und 135 Fokusmessfeldern. Ebenfalls neu ist Bildprozessor vom Typ Expeed 3, der über zwei Engines verfügt und Bilddaten mit bis zu 600 Megapixeln pro Sekunde verarbeiten kann. Damit gehören diese unscheinbaren Kameras zu den schnellsten Kameras der Welt! Nikon verspricht bis zu 60 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung. Videos können in Full HD aufgezeichnet werden. Während des Filmens können parallel Fotos in voller Auflösung aufgenommen werden, das ist richtig cool!!

Die Konstrukteure haben sich für diese neue Kamerageneration ein neues Sensorformat mit dem Namen CX ausgedacht. Das auch gern als Vollformat bezeichnete Format des Sensors bspw. der Nikon D800 ist so groß wie ein Diapositiv, dass man schon 1959 mit der Nikon F aufnehmen konnte. Sogenannte DX-Sensoren sind etwa halb so groß. Das CX-Format ist nochmals deutlich kleiner.

In der Wikipedia gibt es eine schöne Grafik welche die unterschiedlichen Chipgrößen sehr schön darstellt.

Sensorgrößen im Vergleich

Schauen wir mal die Größe von FX und CX im Vergleich an.

  • Nikon D800 – 35,9 mm × 24 mm = 861,6 qmm
  • Nikon 1 – 13,2 mm × 8,8 mm = 116,16 qmm

Rechnen wir mal nach: 861,6 / 116,16 = 7,417

Das Ergebnis ist schon krass, der Chip der Nikon 800 ist fast 7,5 fach größer als der Chip der Nikon 1. Schauen wir mal was das für die Anzahl der Pixel bedeutet.

  • Nikon D800 – 7.360 × 4.912 = 36.152.320 Pixel
  • Nikon 1V1 – 3.872 × 2.592 = 10.036.224 Pixel

Das sind dann:

  • Nikon D800 – 36.152.320 / 861,6 = 41.960 Pixel pro Quadratmillimeter
  • Nikon 1V1 – 10.036.224 / 116,16 = 86.400 Pixel pro Quadratmillimeter

Damit ist die Packungsdichte der Pixel bei der Nikon 1V1 um den Faktor 2,059 höher als beim bereits extrem dicht gepackten Chip der Nikon D800.

Haben viele Objektive bereits an der D800 (und noch viel mehr bei der D800E) Probleme diesen extrem hochauflösenden Chip wirklich auszureizen, so wird es bei einem Chip mit der doppelten theoretischen Auflösung so richtig eng. Ohne die allerbesten Objektive lassen sich mit diesen relativ kleinen Chips keine Bilder erzielen bei denen die Netto-Dateigröße annähernd der theoretisch möglichen Dateigröße entspricht.

Aber schauen wir mal wie sich die kleine Nikon bei den ersten Testbildern schlägt. Hier habe ich ein Testbild, das ich auf 1920 Pixel Kantenlänge verkleinert habe. Klickt es mal an und schaut kritisch drüber. Ich finde das Ergebnis ganz ansprechend und mehr braucht man für eine elektronische Präsentation aktuell eigentlich nicht.

Nikon_1V1_Testimage_04_1920px

Schauen wir uns die obere Ecke genauer an. Hier zeigt das 10-30mm Zoom-Objektiv eine ganz leichte Chromatische Aberration – also Farbsäume an kontrastreichen Bildelementen.

Nikon_1V1_Testimage_04_Chromatic_Aberation

Weiter hin zur Bildmitte sind sie kaum noch sichtbar, jedoch ist ein leichtes Bildrauschen erkennbar. Aber es hält sich durchaus im Rahmen und sieht auch nicht fies aus.

Wer sich schon mit dem Scannen von Dias oder Negativen beschäftigt hat, der kennt den Effekt, dass man mit steigender Auflösung des Scanners irgendwann in Regionen kommt, in denen man die einzelnen Filmkörner immer besser hervorhebt, aber letztlich kein besseres Gesamtergebnis zu erzielen vermag. An dieser Stelle lernt man das Filmkorn zu hassen oder es zu akzeptieren. Ein Film besteht eben aus vielen winzigen Partikeln die mit Licht interagieren und bei der Entwicklung ihre Farbe bekommen. Schaut man ein traditionelles Stück Filmmaterial unter dem Mikroskop an, so gibt es keine stufenlosen Farb- und Helligkeitsverläufe. Alles was wir im Mikroskop sehen sind unterschiedliche helle Farbpartikel. Nur in ihrer Summe und mit einem gewissen Abstand betrachtet wird daraus ein Foto mit Farben und Helligkeitsverläufen.

Grundsätzlich ist es vollkommen korrekt, wenn ein digital aufgenommenes Foto ähnliche Strukturen aufweist, wie man sie von traditionellen Fotos kennt. Wer vom Chip einer Digitalkamera Bilder erwartet die keinerlei Korn aufweisen, der hat sich wahrscheinlich nie mit der traditionellen Fotografie beschäftigt und ist vielleicht auch nicht in der Lage ein Bild mit gewissem Abstand zu betrachten. Wer mit der Nase unmittelbar vor einem Monet oder Van Gogh herumschleicht, der wird dort Risse in der Farbe finden und die Strukturen von Pinsel, Farbe und Leinwand erkennen. Für mich ist nichts schlimmes daran, aber in vielen Fotografie-Foren wird dieser Effekt verteufelt. Viele Bilder werden inzwischen weniger nach Aussage und Inhalt beurteilt als vielmehr nach technischer Perfektion.

Wer diese Perfektion sucht, dem muss aber klar sein, dass sie bei einer Kamera die etwa 300 Euro kostet kaum erreichbar ist. Angesichts des Preises der Nikon 1 V1 geht für mich die Bildqualität mehr als in Ordnung.

Nikon_1V1_Testimage_04_Noise

Hier habe ich einen 100% Bildausschnitt der mehr Struktur aufweist. Hier sehen wir, dass das kleine preiswerte Objektiv den extrem dicht gepackten Chip der Nikon 1 V1 tatsächlich weitgehend auszureizen vermag.

Nikon_1V1_Testimage_04_Sharpness

Hier ein Foto das ich freihändig bei vollständig geöffneter Blende mit ISO-200 aufgenommen habe. Schaut man sich die Kopfzeile der Speisekarte an, so ist die Schrift fast noch erkennbar. Insgesamt ist die Abbildungsqualität überraschend harmonisch und detailreich. (Bild anklicken und in der 1000er Auflösung anschauen!!)

Nikon_1V1_Testimage_05_Available_Light

Den kleinen Pixel des Chips der Nikon 1 V1 habe ich keinen wirklich hohen Dynamikumfang zugetraut. Aber tatsächlich schlägt sich dieser kleine Chip recht tapfer und vermag selbst krasse Helligkeitsunterschiede recht gut abzubilden. Überraschend selten sind helle Lichter völlig ausgefressen und dunkle Bildbereiche einfach nur noch schwarz.

Nikon_1V1_Testimage_06_Dynamic_Range

Um extreme Helligkeitsunterschiede in den kleinen Farbraum einer JPG-Datei pressen zu können, haben sich die Nikon Software-Ingenieure schon vor einigen Jahren das sogenannte „Delithing“ ausgedacht. Es funktioniert ähnlich wie ein Tonemapping. Helle Bildbereiche werden etwas abgedunkelt und dunkle Bereiche etwas aufgehellt. Das Ergebnis ist oft ein etwas homogenerer Bildeindruck.

Hier habe ich für Euch ein Bild als „Original-JPG“ einer RAW-Datei gegenübergestellt die ich mit Photoshop CS-6 konvertiert habe. Achtet mal auf die Unterseite der Bäume rechts im Bild. Diese sind im JPG sehr schön dargestellt. Alles in allem erstellt die Nikon 1 V1 überraschend gute JPG-Dateien. Selbst mit einer aufwändigen RAW-Entwicklung wird man hier nur selten noch bessere Bildergebnisse erzielen.

Nikon_1V1_Delithing_vs_RAW

Auf der Suche nach bösen Moiré-Mustern habe ich diverse kleinteilige Fassaden aus unterschiedlichen Perspektiven fotografiert. Aber die Moiré-Muster halten sich in Grenzen. Im folgenden Bild habe ich es geschafft ein sichtbares Moiré-Muster zu erzeugen. Normalerweise wird man solche Effekte aber nicht sehen.

Nikon_1V1_Testimage_03_Moiree

Kameras mit extrem kleinen Chips wird nicht zu unrecht vorgeworfen, dass die Bildgestaltung aufgrund der großen Tiefenschärfe eingeschränkt wird. Freunde selektiver Schärfe haben es mit kleinen Chips und den damit zwangsläufig verbundenen kurzen Brennweiten der Objektive, tatsächlich nicht so leicht. Aber es geht, wie das folgende Bild beweist. Wer mit einer CX-Kameras mit selektiver Schärfe arbeiten möchte, der muss versuchen die bildwichtigen Motivelemente möglichst nah an die Kamera zu holen. Ist der Hintergrund dann etwas weiter weg, so ist sogar mit der Nikon 1 V1 eine brauchbare Hintergrundunschärfe realisierbar.

Nikon_1V1_Testimage_02

Die Nikon 1 V1 bietet einen einzigartige Aufnahmemodus. Diese Kamera kann (wenn man es will) gleich 5 Bilder machen wenn man einmal den Auslöser drückt. Die Software kann bei der JPG-Entwicklung Gesichter erkennen und dann automatisch ein Bild auswählen, auf dem möglichst viele Gesichter lächeln und möglichst wenige Augen geschlossen sind.

Hier habe ich dieses Feature an einem Motiv ausprobiert in dem niemand lächelt. Tatsächlich hat die Kamera das zweite Bild dieser Serie als das „Beste Bild“ vorgeschlagen. Wie dieses Ergebnis erzielt wurde ist mir allerdings unklar 🙂 Aus den 5 Einzelbildern habe ich hier für Euch eine kleine Montage erstellt. Hier könnt Ihr sehen wie schnell diese Kamera einen Zug ablichten kann der mit etwa 100 km/h an mit vorbei gebraust kam.

Nikon_1V1_Speedtest

Beim Überqueren des Bahnübergangs habe ich noch ein schnelles Testbild aus dem Handgelenk schießen können. Dieses Foto habe ich hier in voller Originalgröße eingebunden. Einfach anklicken und in einem neuen Tab öffnen 🙂

Nikon_1V1_Testimage_01

Fazit

Die Nikon 1 V1 fühlt sich überraschend gut an. Das Gehäuse ist hochwertig verarbeitet, der elektronische Sucher liefert ein tolles helles Bild, dass man fast mit dem Sucherbild der Nikon D7100 oder ähnlichen Kameras vergleichen kann. Die Bildqualität kann nicht mit der Nikon D800E konkurrieren, aber das habe ich auch nicht erwartet. Die Bildfolge ist hoch und sehr gut gefällt mir, dass diese Kamera das gleiche Akku-System wie die Nikon D7000, D7100 oder auch die D800 verwendet.

In den nächsten Tagen wird die Nikon 1 V1 zeigen können was sie im Video-Modus zu bieten hat. Außerdem wird es einen Bericht über die Erfahrungen mit dem FT-1 Bajonett-Adapter geben. Dieser Adapter ermöglicht den Anschluss „normaler“ moderner AF-S Objektive an die Nikon 1. Sehr gespannt bin ich auf die Bildergebnisse mit dem Nikon AF-S VR 4/200-400mm.

Bedingt durch das neue CX-Format ist die Diagonale des Chips um den Faktor 2.7 kleiner als beim FX-Format. (Siehe hierzu auch: Satz des Pythagoras) Aus einem 400mm Teleobjektiv wird mit dem FT-1 Adapter an der Nikon 1 V1 ein sagenhaftes 1080mm Objektiv!

Es bleibt also spannend. Wenn Ihr besondere Testbilder sehen wollt oder Fragen habt, dann schreibt das einfach weiter unten in die Kommentare oder schickt mir eine E-Mail: Ansgar.Hillebrand@googlemail.com

Nikon D800E – Fazit nach dem ersten Jahr

Nikon D800E - Nikon AF-S VR 4/16-35mm

Als Nikon im Vorfeld der CES in Las Vegas im Februar 2012 die neue Nikon D4 und die D800 bzw. D800E ankündigte hat dies die Nikon-Welt ziemlich durchgerüttelt. Die Nikon D4 ist mit 11 Bildern/Sekunde DIE pfeilschnelle Maschine für alle Sportfotografen dieser Welt. Nie zuvor hat es eine derart schnelle digitale Spiegelreflexkamera gegeben. Mit der D4 entgeht einem geübten Sportfotografen nun praktisch (fast) nichts mehr.

Im Vergleich zur D4 sind die 4 Bilder/Sekunde der D800/D800E eher „gemächlich“ – aber diese Kamera hat andere Qualitäten. Befürchtungen, dass die Dynamik des neuen Chips  aufgrund der winzigen Pixel sichtbar gering ausfallen könnte, haben sich nicht bestätigt. Und die ISO-Performance liegt auf dem Niveau der bereits sehr guten Nikon D700. Verkleinert man die Bilder aus der D800 auf das Format der Fotos die man mit einer D700 machen kann, so hat die D800 bei der ISO-Performance sogar die Nase vorn.

Haben anfangs noch viele Fotografen, die mit sündhaft teuren Mittelformatkameras arbeiten, die Nase über die neue D800 bzw. D800E gerümpft, so nehmen viele von ihnen diese neue Kamera inzwischen sehr ernst. Zwar kann auch die D800E trotz aller Innovation nicht mit einem 10-fach teureren Mittelformat-Rückteil mithalten, aber für die allermeisten Produktionen liefert sie genau die Auflösung die für einen überaus detailreichen hochwertigen Fine-Art-Print im Format bis etwa 150x100cm notwendig ist.

Selbst der international renommierte Fotograf Tom Till aus Moab in Utah lässt inzwischen seine Großformat-Kamera daheim und geht mit einer Nikon D800E und einigen Objektiven auf Fototour.

Ich selbst habe meine Nikon D800E im Februar 2012 im Bonner Cityfotocenter bestellt und musste tatsächlich bis zum Juni 2012 warten, bis das gute Stück endlich lieferbar war. Wer es noch nicht kennt, der kann in diesem Video sehen, welche Freude mir der „Tag der Abholung“ dieser tollen neuen Kamera gemacht hat.

Sehr cool war es, als ich am letzten Samstag wieder einmal im Bonner Cityfotocenter stand und plötzlich einer der anderen Kunden zu mir sagte „Hallo, Du kennst mich nicht, aber ich kenne Dich!“. So habe ich Dominic aus St. Augustin kennengelernt. Er hatte das Video gesehen, das ich oben verknüpft habe und war im Cityfotocenter um sich mal eine Nikon D800 „live“ anzuschauen. Leider war kein Exemplar vorrätig, denn angesichts der harten Konkurrenz von amazon, ebay & Co. macht es in Verbindung mit dem rasanten Preisverfall für die meisten Fotogeräte keinen Sinn sie „auf Halde“ zu kaufen. Dominic muss sich also ein „Ansichtsexemplar“ erst bestellen. Aber was soll ich sagen, ich musste ja auch viele Monate warten 🙂

Heute ist der 24. Mai 2013 und ich habe diese Kamera jetzt fast ein Jahr lang viel intensiv genutzt. Und wie lautet mein Urteil?

Die Nikon D800E ist für mich die „ultimative Fotografiermaschine“. Nie zuvor hatte ich eine Kamera in der Hand deren Software und Bedienung so durchdacht und so praxisnah ist. Die Verarbeitungsqualität ist über alle Zweifel erhaben und die Bildqualität lässt meiner Meinung nach keine Wünsche offen. Diese Kamera ist einfach gut und macht echt viel Spaß!

Wenn mich jemand fragt welche Kamera ich ihm empfehlen würde, dann kommt meist sehr schnell das Gespräch auf die D800 bzw. die D800E. Diese Kameras kann ich uneingeschränkt jedem Fotofan empfehlen, der mit 4 Bildern/Sekunde leben kann. Wer eine schnelle Kamera braucht, der ist im preiswerten Segment mit der Nikon D7000 bzw. der neueren Nikon D7100 sehr gut bedient. Wenn es „unbedingt Vollformat sein soll“, dann sind auch die D600 und auch die ältere D700 wirklich großartige Kameras. Die absolute Powermaschine für Action und hohe ISO-Werte ist jedoch weiterhin die Nikon D4. Aber diese Kamera ist eben auch extrem teuer und Hand auf’s Herz – für die meisten Fotoamateure ziemlich „Over the top“.

Womit wir beim wichtigsten Thema sind. Nicht jeder Fotoamateur braucht eine reinrassige Profikamera. Die wenigsten Amateure fotografieren ständig bei Kunstlicht ein Basketballspiel mit ISO 6400 und wer muss schon einen Redakteur oder Galeristen tagtäglich mit atemberaubenden  Fine-Art-Prints beglücken?

Alle jene die damit klarkommen mit einer „kleinen Amateurkamera“ durch die Gegend zu wandern können überlegen, ob sie nicht einen preiswerteren Kamerakorpus erwerben und das gesparte Geld in sinnvolles Zubehör investieren. Dann ist noch die Frage DX oder FX zu klären. Schaut man sie die Bildqualität der Nikon D7100 genau an, so lässt auch diese Kamera praktisch keine Wünsche offen. Sie kann alles was man sich wünschen kann und das zu einem sehr moderaten Preis. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Preisdifferenz zwischen DX und FX Objektiven. Zum Preis einer Nikon D4 mit EINEM AF-S 2.8/24-70mm bekommt man eine Nikon D7100 mit perfekten Objektiven zwischen 8 und 400 Millimetern Brennweise, dazu mehrere SB-910, Softboxen, Stative, Fotorucksäcke und ein schönes Notebook ist auch noch drin… Würde man all das in Profiqualität inkl. einer D4 erwerben, so kostet diese Fotoausrüstung schnell bis zu 20.000 Euro und mehr.

Besonders für Fotoamateure die gerade in dieses Thema einsteigen ist eine gute DX-Ausstattung meiner Meinung nach mehr als sinnvoll. Mit dem gesparten Geld kann man Workshops bezahlen, sich in Fotostudios einmieten, Models engagieren, schöne Fotoreisen machen und letztlich die besseren Fotos schießen. Für alle die nicht gerade im Geld schwimmen ist eine komplette teure Profiausrüstung aufgrund der finanziellen Belastung eher ein Fluch als ein Segen – meine Meinung.

Während der Zeit in der ich der Lieferung meiner Nikon D800E entgegen gefiebert habe hatte ich die Hoffnung, dass diese neue Kamera „mein Leben verändern wird“. Heute fast ein Jahr später muss ich sagen, dass ich die Erwartungen an diese neue Kamera überbewertet habe. Mein Leben ist auch mit der D800E eigentlich genauso wie zuvor. Meine Fotos sind nicht wirklich anders oder besser geworden und der Spaß am Fotografieren verharrt auf dem gleichen (hohen) Niveau. Klar ist die D800E eine „Überkamera“ aber kann ich ihr Potential wirklich ausschöpfen?

Damit ich mich mit meiner Nikon D800E so richtig austoben kann, habe ich ein neues Notebook gekauft, dann noch etliche neue externe Festplatten um die gewaltigen Datenmengen speichern zu können. Außerdem neue größere stabile Stative, neue Objektive, das alles war echt kostspielig und spätestens seit dem Kauf der Fuji X100 bleibt diese teure schwere Ausrüstung immer wieder daheim zurück, während ich mich mit einem 23mm Objektiv und einem Chip im APS-C Format vergnüge.

Wenn Ihr also gerade so drauf sein solltet wie ich vor einem Jahr:

Bleibt ruhig und lasst Euch von der tollen Werbung nicht verrückt machen! Gute Fotos entstehen seit fast 200 Jahren und diese Bilder entstehen weniger in einer Kamera, als vielmehr in einem kreativen Kopf. 

Die Bildqualität der D800E

Für all jene die ich jetzt noch nicht verschreckt habe, gibt es nun einige Testfotos aus meiner D800E in voller Auflösung – einfach die Vorschaubilder anklicken (und warten bis die 10MB großen Bilder geladen werden…).

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm

Hier eine „Videokostprobe“ aus meiner Nikon D800E. Das Intro stammt aus einem HTC Desire HD Smartphone, die Szenen im Schmetterlingsgarten und bei der Paisaje Lunar habe ich mit der D800E gefilmt. Alles andere ist mit einer Panasonic HC-X909 gefilmt oder mit einer auf Infrarot 830nm umgebauten Nikon D300 fotografiert.

Fazit

Die Nikon D800E ist derzeit kaum zu schlagen. Abgesehen von der Serienbild-Geschwindigkeit, kann sie alles was man sich wünschen kann.

Doch trotz allem hat diese Kamera mein Leben viel weniger geändert als erwartet. In den 11 Monaten die ich diese Kamera benutzen durfte, habe ich wieder Spaß an der Benutzung billiger einfacher „Knipskisten“ gewonnen. Statt die „Überkamera“ einzupacken war oft die wunderbare Fuji X100 in einer sehr kleinen Fototasche. Machmal waren sogar meine geniale Nikon Fm3a oder die schnuckelige Nikon FA dabei. Aktuell freue ich mich auf eine ausgiebige Fototour mit meiner neuen Nikon F6!!!

Halten wir fest:

Für gute Fotos braucht man nicht unbedingt eine Nikon D800E. Aber wenn man eine hat, dann kann man damit wirklich gute Fotos machen. Doch diese Fotos entstehen nicht allein wegen der tollen Kamera, sondern genau dann wenn gutes Licht, interessante Motive und kluge Köpfe zueinander finden.

Ach ja, seit heute habe ich übrigens auch eine Nikon 1 🙂

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