La Palma – Tag 1

Es ist mitten in der Nacht und als die Türe zu meiner Wohnung mit einem satten „Klack“ ins Schloss fällt wird mir klar, der Schlüssel steckt von innen und wir haben keine Chance sie von außen schnell und ohne Probleme zu öffnen. Es ist 3h am Morgen und wir wollen mit unserem Gepäck zum Düsseldorfer Flughafen. Keine drei Stunden später wollen wir mit einem Airbus A321 nach Santa Cruz auf La Palma fliegen. Als mit der Ernst der Lage klar wird kommt Panik auf. Gott sei Dank habe ich mein Handy in der Hosentasche und kann damit einen Schlüsseldienst rufen. Aber es ist 3h am Morgen und es dauert über eine Stunde bis der Mann vom Notdienst eintrifft. Die Türe ist schnell geöffnet, er hat das total drauf, aber der Schließzylinder ist jetzt hin und so vergehen wertvolle Minuten. Als wir endlich auf der Autobahn sind haben wir kaum noch 90 Minuten bis zum Take-Off unserer Maschine. Mit Vollgas fliegen wir über die A3 nach Norden, unser Ziel ist Düsseldorf. In einer Zone in der nur 120 km/h erlaubt sind zeigt die Tachonadel satte 230 km/h. Das ist viel zu schnell, aber wir wollen unseren Flieger nicht verpassen. Plötzlich tauchen im Rückspiegel zwei Lichter auf. Mit konstantem Abstand fahren sie hinter uns her, ich ahne nichts gutes und als ich vom Gas gehe, schaltet das Fahrzeug hinter mir ein Blaulicht ein. Dann leuchtet ein Schriftzug auf „Bitte folgen“ – Oh nein nicht das jetzt auch noch…

Kurz hinter Solingen darf ich mir auf dem Beifahrersitz eines dunkelblauen 5er BMW ein Video anschauen auf dem meine Freundin Sandra und ich in meiner schwarzen Dieselrakete zu sehen sind. Wir waren für mehr als 15s fast doppelt so schnell wie erlaubt, damit ist der Führerschein eindeutig SOFORT weg. So ein Mist hätte ich doch nur die Haustüre nicht so unüberlegt und voreilig ins Schloss fallen lassen, Mist Mist Mist…

Um Weiterfahren zu können muss, müssen meine Freundin Sandra und ich die Sitzplätze tauschen. Es gibt Tage, die sind wie verhext. Als wir am Flughafen eintreffen ist die Schlange fast unendlich lang. Während wir uns böse Kommentare anhören müssen, versuchen uns langsam etwas weiter vor zu mogeln. Endlich am Schalter 165 angekommen sind wir beide fix und fertig und es macht sich in meinem Gesicht ein Ausdruck des Entsetzens breit als wir erfahren müssen, dass unser Flugzeug seit einigen wenigen Sekunden in der Luft ist.

Wir sind die totalen Loser und ich habe es völlig vergeigt, Mist Mist Mist…

Als ich wach werde bin ich schweiß gebadet und kann die Welt nicht mehr verstehen. Der Wecker zeigt 2h24 und er wird in 6 Minuten klingeln. Es war alles nur ein Traum, ein echt fieser echt übler langer Traum voller überraschend realer Details. Nichts was nicht schon einmal passiert wäre aber es ist uns heute noch nicht passiert. Es war nur Traum, Gott sei Dank!

(Alle Bilder sind 1000 Pixel breit oder hoch – einfach anklicken)

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Etwas später versuche ich unter der Dusche einen klaren Kopf zu bekommen. Ich fühle mich aber auch nach gefühlten 500 Litern Wasser noch müde und ausgezehrt. Ein prüfender Blick auf die Uhr im Bad verrät, wir haben noch fast drei Stunden bis zum Abflug.

Der Weg zum Flughafen ist sehr introvertiert. Beim Verlassen der Wohnung habe ich penibel drauf geachtet alles richtig zu machen. Wo man auf der Autobahn 80 km/h fahren darf fahre ich 80 km/h. Der Traum war so real, ich halte mich an die Regeln, nur so habe ich ein gutes Gefühl. Als wir mein Auto am ICE-Bahnhof in Düsseldorf abstellen beginnt es zu regnen. So geht das jetzt schon eine ganze Weile. Der Winter war lang kalt und dunkel, das Frühjahr meist total verregnet. Und an den wenigen sonnigen Tagen war es unerträglich heiß oder drückend schwül.

Beim Check-In ist wie in meinem Traum eine lange Schlange, aber Air Berlin hat gefühlte 20 Schalter geöffnet und so geht es zügig voran. Mein Koffer ist nicht ganz voll, normalerweise hat er genau 20 Kilogramm, heute sind es nur 18,25 Kg. Auch Sandras Koffer wiegt etwas weniger als 20 Kg. Als wir dann erfahren, dass bei Air Berlin 23 Kilogramm erlaubt sind, staunen wir nicht schlecht. Sandra hätte also locker noch ein Stativ mitnehmen können. Und in meinem Koffer hätte noch das eine oder andere Objektiv seinen Platz gefunden. Aber man muss das auch alles immer durch die Gegend schleppen und so sind wir ganz froh, dass wir nur  die (hoffentlich) wichtigen Dinge eingepackt haben und uns nicht mit (hoffentlich) überflüssigem Krams abschleppen müssen.

Als unser Airbus A321 mit Ziel La Palma pünktlich abhebt fällt mir ein Stein vom Herzen. Wir haben es geschafft, nun fliegen wir der Sonne entgegen. Zwei Wochen lang blauer Himmel 28°C, Meer, Berge und kaltes Bier, was für eine bezaubernde Perspektive. Im Flugzeug versuche ich so gut es geht noch ein wenig zu schlafen. Immer wieder ertappe ich mich dabei wie ich mit schlaff herab hängendem Unterkiefer die Flugbegleiter belustige. Mehrmals ist mein Schnarchen so laut, dass ich selbst davon wach werde. Das geht gar nicht, mehr als gar nicht, es geht überhaupt nicht!

Also krame ich mein iPad heraus, stöpsle meinen BOSE Quit Comforf 15 Kopfhörer ein und schaue mir ein paar Folge von „Parenthood“ an. Mit Beginn der dritten Folge stupst Sandra mich dann an, wir sind im Landeanflug. Hey das war doch ganz entspannt und ich da wir so früh beim Check-In waren, konnten wir sogar auf zwei XL-Seats direkt am Notausgang sitzen. Herz was willst Du mehr.

Der Flughafen von La Palma ist ein kleiner Provinzflughafen, aber alles ist trotzdem sehr modern. Zwischen all dem Sichtbeton ficht Sandra am Gepäckband den üblichen Kampf mit den rücksichtslosen anderen Fluggästen aus. Aber sie gewinnt auch heute und als ich gerade am Schalter von CICAR die Schlüssel zu unserem Mietwagen entgegen nehme steht sie schon mit einem Trolly und allen Koffern neben mir. Hier auf La Palma ist alles sehr steil und der Flughafen ist auf einem winzigen Zipfel dieser Insel angesiedelt. Das Parkhaus ist unter dem Terminal und so dauert es eine Weile bis wir unseren Mietwagen gefunden haben. Es ist wieder ein Opel Astra, diesmal ein Diesel. Auf dem Tacho stehen etwa 46.000 Kilometer. In Deutschland hätte man ihn längst gegen ein neues Exemplar ausgetauscht. Aber auf den Kanaren sind die Preise für Mietwagen deutlich geringer und damit auch die Erlöse aus der Vermietung. Für 14 Tage inkl. aller Kilometer und Versicherungen etc. kostet dieses Auto gerade einmal 261,23 Euro, das ist nicht schlecht. Und unser Opel ist in ganz ordentlichem Zustand, überhaupt ist CICAR ein Autovermieter mit dem ich noch nie schlechte Erfahrungen gemacht habe. Allerdings sollte man wissen, dass man beim AirBerlin-Partner Europcar gegen Vorlage der Bordkarte hier auf La Palma 15% Rabatt auf einen Mietwagen bekommt. Man müsste mal genau nachrechnen welcher Vermieter letztlich billiger ist.

Bei CICAR versucht jedenfalls niemand den Kunden unnötige zusätzliche Versicherungen aufzuschwatzen. Das kenne ich von Alamo in Las Vegas ganz anders! Und es gibt hier auch keinen Stress mit den Tankfüllungen. So wie der vorherige Kunde das Auto abgegeben hat, so übernimmt man es, nur eben frisch geputzt. Bei unserem Opel ist der Tank kurz vor der Reserve. Das ist aber kein Problem, es ist im Mietvertrag so vermerkt und ich kann ihn so wieder abgeben. Die Tankstelle ist gleich am Ausgang der Tiefgarage. Beim zweiten Anlauf stehe ich dann auch vor der richtigen Zapfsäule. Diesel heißt hier „Gasoil“ – das muss man wissen! Und hier kostet ein Liter Diesel gerade mal 1,09 Euro. Die erste Tankfüllung kostet somit knapp 50 Euro und der Tankwart freut sich über ein kleines Trinkgeld.

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Unsere Reise beginnt, im Radio läuft nur komisches Zeug, aber dieser Opel hat auch wieder einen USB-Anschluss. Das trifft sich gut, denn am Vorabend habe ich einen USB-Stick mit 16 GB fetziger Musik betankt, damit werden wir uns 14 Tage lang vorzüglich beschallen können. Außerdem habe ich für den Fall der Fälle eine CD mit fast 100 Songs im MP3 Format gebrannt. Im April auf Teneriffa hatte unser fast identischer Opel Astra keinen USB-Anschluss. Damals mussten wir erst ein paar CD-Rohlinge kaufen und auf Sandras Notebook eine Musik-CD brennen. Nach dem Umbau meines 17“ MacBooks habe ich dort leider keinen DVD-Brenner mehr, er wurde durch eine 1TB große Festplatte ersetzt die sich meine Daten mit einer 256GB großen SSD teilt.

Den Weg zum Hotel habe ich mir vorab bei Google-Maps angeschaut. Wie auch auf Teneriffa war Google hier sehr emsig und man kann fast alle Straßen der Insel in Google-Maps sogar via Streetview anschauen. Im Gegensatz zu Deutschland sind hier übrigens die allerwenigsten Fassaden „getarnt“. Die Kanarios sind im Punkto „Datenschutz“ scheinbar nicht so sensibel wie deutsche Hausbesitzer. Wie dem auch sei, diese „Vorab-Tour“ war mehr als praktisch. So hatte ich schon einen sehr guten Eindruck dieser Insel und etwa 30 Minuten später finden wir unser Hotel ganz ohne GPS und anderen neumodischen Schnickschnack. Sehr cool ist es, als wir an einem Abzweig vorbei kommen den ich von Google Streetview kenne. Hier muss ein Wegweiser sein der zu unserem Hotel dem Teneguia Princess weist. Aber vor den Schildern parkt ein großer Transporter, in Deutschland hätte man ihn längst abgeschleppt. Hier wagen wir einen etwas umständlichen Blick und siehe da, die Wegweiser sind noch genau so wie man sie für Google-Streetview fotografiert hat.

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Über eine kurvenreiche Straße geht es hinab zum riesigen Hotelkomplex. Dieses Hotel ist so gewaltig, dass man es schon von weit oben sehen kann. Es gibt mehrere Pools, Restaurants, Geschäfte und insgesamt etwa 600 Zimmer. Damit bietet dieses Hotel Platz für weit mehr als 1.000 Gäste.

Beim Check-In geht es sehr freundlich und zügig zu. Es gibt zwei Restaurants für das Frühstück. Eines für „normale“ Schläfer und eines für uns Langschläfer – supercool! Der Mietsafe kostet 2,- Euro am Tag, die 28,- Euro kann ich bar bezahlen. Der Schlüssel für den Safe ist unsere Zimmerkarte. Sie muss nur schnell entsprechend codiert werden. In der Lobby gibt es ein WLAN. 24h kosten 6 Euro – das kennen wir schon vom Las Aguilas auf Teneriffa. Allerdings gibt es keine WLAN-Verbindung in den Zimmern. Dazu ist die Leitung zu „dünn“ und die Anlage zu weit verzweigt. Wer also seine E-Mails abrufen will, der muss sich mit seinem Notebook in die toll gestaltete Lounge setzen. Für mich ist das kein Problem, allerdings hat Sandra ein Notebook ohne Akku dabei, weil dieser vor ein paar Wochen endgültig seinen Geist aufgegeben hat. Aber es gibt Steckdosen!

Einige Internet-PCs gibt es auch, aber hier kosten 10 Minuten Internet 1,- Euro! Gleich daneben sind zwei große Flachbildschirme und jeweils zwei XBox Controller. Hier können Kids ein Motorrad-Rennen ausfechten. Es gibt auch Billard-Tische, ein Spiel kostet allerdings 2,- Euro. Unser Zimmer ist etwas abgelegen im EG mit Blick auf eine Wiese, Palme und einige Häuserdächer. Das Meer kann man nicht so wirklich sehen, einen kleinen Zipfel sieht man schon, aber meine Hoffnungen hier Abend für Abend tolle Sonnenuntergänge mit vielen Zeitraffer-Aufnahmen festzuhalten muss ich mir leider abschminken. Die Reise kostet 2.127,- Euro, wir haben ein Doppelzimmer Typ 1 und Halbpension. Was genau sich hinter „Typ 1“ verbirgt war mir bei der Buchung nicht ganz klar. Sicher hätte man es irgendwo im Kleingedruckten nachlesen können, aber wir haben sehr kurzfristig gebucht und waren froh überhaupt so kurzfristig eine Reise nach La Palma zu bekommen die einen Non-Stop Flug und ein ordentliches Hotel enthält.

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Die Hotelanlage ist sehr weitläufig, es ist schon fast eine kleine Stadt. Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt haben erkunden wir die Anlage und landen in einer netten kleinen Pizzeria direkt am Pool. Die Pizza ist ganz ordentlich, wenngleich auch keine kulinarische Offenbarung. Aber mir schmeckt es und das große kalte Cerveza schmeckt dazu richtig gut. Nach der Pizza und einem zweiten Glas Bier bin ich ein wenig angetrunken und so fällt mir unser kleiner Spaziergang unerwartet schwerer als gedacht. An der Bar im Loungebereich ruhen wir uns etwas aus. Sandra bestellt sich einen Bailey‘s und ich ordere einen „Barraquito con Vitaminas Canarias“. Der Barkeeper versteht nicht sofort was ich meine, aber dann grinst er breit – „Si, con Vitaminas Canarias!!!“ Die Kaffeeköstlichkeit die er danach für mich zaubert gehört zum Besten was ich jemals getrunken habe. Erst kommt dicke süße Milch in ein großes Teeglas. Darauf kommt ein Kanarischer Likör, die Vitamine und weil sie sooo gesund sind, ist er nicht kleinlich damit. Anschließend lässt er gekonnt einen Espresso aus frisch gemahlenem Kaffee darauf laufen. Er hält einen Löffel dazwischen, so dass sich die Schichten kaum vermengen. Unten weiß, dann heller Likör, dann schwarzer Kaffee. Danach wird eine Haube aus frisch aufgeschäumter Milch darauf gesetzt. Es folgen drei kleine Kaffeebohnen und ein großes Stück von einer frischen Limette. Als Krönung erhält mein Barraquito ein „Stäubchen“ aus Zimt und Zucker. Dieses Heißgetränk ist der Hammer!!

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Aber die Vitamine hinterlassen Spuren! Keine 30 Minuten später liege ich in unserem Zimmer auf dem Bett. Während die Klimaanlage läuft mache ich ein kleines Schläfchen. Sandra tummelt sich derweil draußen im Pool. Im Schatten sind es 28°C mir ist das zur Mittagszeit einfach viel zu warm und ich bin froh, dass wir eine recht leise und unauffällig arbeitende Klimaanlage in unserem Zimmer haben.

Als ich nach meinem Schläfchen wieder halbwegs klar im Kopf bin reicht mir Sandra von der Wiese vor unserer kleinen Terrasse eine Flasche mit kaltem Mineralwasser und ein leckeres Eis rüber. Sie ist ein Schatz!! Das tut gut und das Eis schmeckt wie ein Magnum Mandel, es steht zwar nicht Lagnese drauf, aber es ist genauso lecker wie daheim!

So kann man es sich hier wirklich gut gehen lassen.

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Während ich etwas später diese Zeilen schreibe bin ich mehr als froh, dass mein nächtlicher Traum nur ein Albtraum war und dass die Wirklichkeit so viel schöner ist 🙂

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Um 19h geht es zum Abendessen in das große Gebäude mit den beiden Türmchen. Der Speisesaal ist groß und etwas verwinkelt. Es gibt mehrere Balkone und kleine Nischen in denen man etwas für sich ist und nicht wie auf dem Präsentierteller speisen muss. Uns gefällt das sehr gut und an Qualität und Vielfalt der Speisen am Buffet gibt es auch nichts auszusetzen. Auch das Personal ist überall freundlich und zuvorkommend. Die Kellner sprechen teilweise ein wenig Deutsch. Wenn es auf Deutsch nicht geht, so hilft die englische Sprache weiter. Wer hier zwei Gläser Weißwein, ein stilles Wasser und andere Dinge auf Spanisch bestellen kann, bekommt vom Personal einen heimlichen Pluspunkt. In den letzten Jahren habe ich immer wieder in Hotelbewertungen gelesen, dass sich Gäste beschweren, dass das Personal kein Deutsch spricht. Für diese Dinge habe ich wenig Verständnis und es ist mehr als überheblich zu erwarten, dass wir Leute aus Deutschland auf der ganzen Welt in unserer Muttersprache hofiert werden. Der eine oder andere Leser mag jetzt denken „Aber ich kann doch kein Spanisch, warum soll ich das jetzt lernen?“ Das ist auch ok, aber wer ein fremdes Land bereist kann sich auch ein wenig Mühe geben und sich zumindest einige wenige Vokabeln in sein Hirn hämmern. Wir Deutsche freuen uns ja auch wenn wir am Eingang zum Canyonlands National Park gefragt werden: „Are you from germany?“ Wir darauf antworten: „Yes, we are germans!“ Um dann ein freundliches „Guten Morgen, herzlich willkommen!“ entgegnet bekommen. Ich tippe ganz schwer darauf, dass es den meisten Menschen die nicht aus Deutschland kommen ganz genau so geht. Also Leute, schnappt Euch einen Reiseführer oder ein anderes passendes Medium und lernt ein paar Sätze aus der Heimatsprache Eures Reiseziels. Das hilft und stimmt die Menschen die Ihr besucht sichtbar fröhlich 🙂

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Ziemlich vollgestopft machen wir uns nach dem Essen daran die weitläufige Hotelanlage zu erkunden. Während die Sonne untergeht zücke ich immer wieder meine wunderschöne kleine Nikon 1V1. Dieses kleine Kamera ist mir in den letzten Wochen sehr ans Herz gewachsen und seit ich sie habe, bleibt die große schwere Nikon D800E mit all dem Schnickschnack meist daheim. Auch heute ist sie noch im Fotokoffer im Hotelzimmer. Aber keine Sorge, das fette Ding wird in den nächsten Tagen sicher noch zum Einsatz kommen und auch die auf Infrarot 830nm umgebaute Nikon D300 samt AF-S VR 16-85mm leistet der D800E derzeit Gesellschaft. Und wenn es gut läuft, wird es nach der Reise auch ein kleines YouTube-Video geben. Ganz heimlich freue ich mich sogar schon sehr darauf diese Reise beim Videoschnitt ein zweites Mal zu erleben und die Eindrücke via YouTube mit Euch teilen zu können.

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Ok Leute, das war der erste Tag. Während die Klimaanlage hier lässig vor sich hin läuft werde ich jetzt mal die Augen schließen und mich von den echt guten Mojitos zu jeweils 4,90 Euro erholen, die ich eben an der Cocktailbar zu mir genommen habe. Gute Nacht 🙂

Nikon 1 V1 – Fotografieren nicht knipsen

Nach den heißen Tagen ziehen seit gestern Stürme und Unwetter durch das Land. Für Landschaftsfotografie ist dies eine sehr lohnenswerte Zeit. Der Himmel ist nicht einfach nur langweilig blau sondern hält immer wieder neue Lichtspiele bereit, die mitunter von Minute zu Minute wechseln. Weil das Wetter schön ist, geht es am späten Morgen mit dem Cabrio und der wunderbaren kleinen Nikon 1 V1 über die B9 am Rhein entlang. Immer wieder nerven Touristen die mit offenem Mund und weniger als der Hälfte der erlaubten Höchstgeschwindigkeit die Straßen blockieren. Wenn sie endlich anhalten um ein Foto zu knipsen, kann man kurz durchatmen und hängt einige Augenblicke später hinter der nächsten Sight-Seeing-Blockade…

Da helfen nur starke Nerven, oder man tut es ihnen gleich und hält selbst immer mal hier und dort an, um das eine oder andere Foto zu schießen. Ganz witzig ist es dabei die Touristen zu beobachten. Oft zählen weniger das Motiv und das fertige Foto als viel mehr die Bequemlichkeit. Man hält dort an wo es sich anbietet, steigt kurz aus, zückt die Kamera und ist schon wieder weg. Die Fotos bei solchen Stopps entstehen sehen dann meist aus wie dieses hier: (Alle Bilder sind 1000 Pixel breit oder hoch, einfach anklicken)

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Das Foto ist korrekt belichtet und scharf ist es auch. Wer eine solches Foto seiner Oma zeigt wird dort viel Lob ernten und eine Geschichte aus der Zeit zu hören bekommen, als die Oma selbst mal dort war. Würde man nur einige wenige Schritte auf das Motiv zugehen und ein paar schöne Objekte für die Vordergrundgestaltung suchen, so muss die Burg nicht einmal scharf abgebildet sein um ein Foto zu erhalten das keines der üblichen „Knipsbilder“ ist.

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Eine andere Variante der Bildgestaltung wäre es, abzuwarten bis sich eine interessante Wolkenformation gebildet hat. Hier haben wir eine Wolke die mich an Norwegen erinnert, direkt über unserem Fotomotiv. Damit die Farben schön knallig werden, verwenden wir einen Polarisationsfilter und stellen an der Kamera den RAW-Modus ein. Später kann mit einem passenden RAW-Konvertierungsprogramm alles aus seinem Foto herausholen und wird nicht selten erstaunt sein was selbst eine einfach kleine Kamera wie die Nikon 1 V1 zu bieten hat! Wer noch abwartet bis das Motiv nicht mehr im Schatten einer Wolke ist, wird übrigens zusätzlich belohnt 🙂

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Viele Motive sehen auch sehr schön aus, wenn man sein Foto im Portrait-Format aufnimmt. Im folgenden Beispiel habe ich zusätzlich einen Grauverlaufsfilter verwendet um den oberen Bildbereich etwas abzudunkeln und die Farbe des Weinbergs unterhalb der Burg zu betonen.

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Fahren wir weiter zur nächsten Burg, hier am Mittelrhein gibt es ja reichlich davon…

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Statt das kleine Örtchen unterhalb der Burg mit auf das Foto zu nehmen, habe ich hier die aufsteigende Kante des „Bergrückens“ als Diagonale in das Bild integriert. Alles ist auf das Notwendigste reduziert und die schweren Wolken am linken Bildrand sehen aus, als würde es sie auch gleich nach rechts schieben. Wieder habe ich darauf gewartet, dass die Weinberge schön im Licht liegen. Geduld wird in der Landschaftsfotografie belohnt – fast immer!

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Doch der Rhein hat hier noch eine weitere Attraktion zu bieten. Für dieses Foto bin ich die Uferstraße etwas hinaufgelaufen und schon ergeben beide Objekte einen ganz passablen Bildaufbau.

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Etwas weiter die nächste Burg. Der kleine Chip der Nikon 1 macht es leicht mit Teleobjektiven zu fotografieren. Aber das ist hier gar nicht notwendig, das „serienmäßige“ 10-30mm Objektiv leistet hier gute Dienste. In das 40,5mm Filtergewinde habe ich einen Polfilter geschraubt. Er war wirklich preiswert und verrichtet seine Arbeit ganz ordentlich. Im nächsten Foto dann wieder ein „Hochformat“, das sieht angesichts der schönen Wolkenformation auch hier gar nicht schlecht aus.

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Auf Höhe der Lorelei treffen wir auf die nächste Burg. Auch hier ist der Ausschnitt so gewählt, dass die Burg das Bildgeschehen bestimmt und die gewaltigen Wolken verleihen dem Foto seinen besonderen Reiz.

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Viele Motive sehen auch in Schwarz-Weiß sehr gut aus. Hier habe ich jetzt ein Foto bei dem ich mir ein paar Sträuche am Ufer gesucht habe die ein ausgeprägtes V bilden. Das Hauptmotiv habe ich oberhalb des V positioniert. Das gegenüberliegende Rheinufer bildet das „Fundament“ des Bildaufbaus und ist daher weit unten im Bild positioniert, so wie es sich für ein Fundament gehört 🙂

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Mit ein wenig Beschnitt lässt sich die gesamte Szenerie auch in ein Motiv für eine Panorama-Postkarte verwandeln, die man am Kiosk auf der anderen Straßenseite neben dem Bratwurststand kaufen könnte.

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Fazit

Hirn und Geduld tragen oft mehr zu schönen Bildern bei als eine teure Kamera. Meine kleine Nikon 1 V1 ist für nur 279,- Euro ein wirklich schöner Begleiter für die Reise. Der 1900 mAh starke EN-EL15 Akku bietet viel Reserve für lange Fototouren. Sehr praktisch ist es, wenn man zusätzlich mit einer „erwachsenen“ Kamera wie einer Nikon D7000 oder einer Nikon D800 unterwegs ist. Endlich hat man mal einen Akku der in mehreren Kameras ein gute Figur macht, darauf habe ich lange gewartet.

Die Bildqualität der Nikon 1 V1 ist für ein paar Erinnerungsfotos wirklich mehr als ausreichend. Die 10 Megapixel bieten sogar noch Reserven für die eine oder andere Ausschnittsvergrößerung. Wer eine leistungsstarke unkomplizierte Kamera für eine Reise sucht und im Anschluss seine Fotos auf dem heimischen Fernseher anschaut, ein Fotobuch machen lässt oder einzelne Fotos im Format bis 60x90cm ausdrucken lässt der ist mit der Nikon 1 V1 sehr gut bedient.

Das kleine 10-30mm Objektiv ist kein klassischer „Superzoom“ – aber dafür kann es mit sehr guter Abbildungsqualität punkten. Im Gegensatz zu vielen anderen Kameras hat es den Vorteil, dass sich das 40,5mm Filtergewinde mit einem Polfilter oder Grauverlaufsfiltern usw. bestücken lässt. Das ist wirklich praktisch und in Verbindung mit einem oder mehreren Filteradaptern wie 40,5 -> 52mm und 52 -> 77mm kann man so ziemlich alle Filter an der Nikon 1 V1 nutzen, die man vielleicht schon zusammen mit den „großen“ Kameras in der Fototasche hat. Außerdem sind die kleinen Filter wirklich außerordentlich preiswert zu haben!

Doch wo viel Licht ist, das ist auch Schatten. Ein Nachteil der Nikon 1 V1 ist, dass es keine Belichtungsreihen gibt. Aber mit einem kleinen Trick gelingen trotzdem schöne HDR-Fotos. Wie das geht, das zeige ich Euch im nächsten Artikel 🙂

Hilfe was schenke ich meinem Mann – Teil 1

Alle Jahre wieder steht man(n) bzw. Frau vor der Situation, dass der Göttergatte unerwartet plötzlich Geburtstag hat, es völlig überraschend wieder einmal Weihnachten geworden ist oder sich der Tag des ersten Kusses unerwartet jährt. Was tun, ein Geschenk wäre toll, aber worüber freut sich der männliche Mann wirklich?

Hier eine Liste üblicher Präsente:

  • Parfum und Duschgel – ohje
  • Gutschein für ein Essen in einem schönen Restaurant – ganz nett
  • Nagelschere mit Zubehör – naja
  • Ein toller Blumenstrauß, hübsch kurz gebunden – gähn
  • CD mit Partykrachern der 90er – ne ne ne
  • Tolles neues Oberhemd – brauchbar aber langweilig
  • Selbst gestrickte Socken – autsch

Diese Liste könnte man(n) noch echt lange fortführen. Doch es ist wenig hilfreich nur die Dinge anzuprangern angesichts derer der moderne Mann beim Auspacken höflich lächelt und Euch Frauen danach brav in den Arm nimmt und ein Küsschen auf die Wange drückt, sich insgeheim aber nicht verstanden fühlt.

Was mögen Männer wirklich? Diese Frage ist ebenso einfach wie komplex zugleich und um die kollektiven weiblichen Ratlosigkeit ein wenig zu mildern, werde ich hier in den kommenden Wochen immer mal das eine oder andere nette kleine Gadget aufzeigen über das sich (die meisten) Männer wirklich freuen.

Beginnen wir mit einem sehr delikaten Thema, der männlichen (Un)Pünktlichkeit. Welche Frau hat sich nicht schon einmal darüber geärgert, hier könnte eine Uhr helfen die IHM so gut gefällt, dass er sie auch wirklich trägt und gern anschaut. Doch welche Uhr gefällt einem Mann?

Für alle Männer kann ich leider nicht sprechen, aber man kann Männer grundsätzlich in zwei Gruppen unterteilen.

  1. Männer die fotografieren
  2. Männer die es nicht tun

Da dieser BLOG im wesentlichen von Männern zwischen 20 und 80 Jahren konsumiert wird, die sich der ersten Gruppe zuschreiben, schauen wir doch mal ob es nicht eine Uhr für Kerle gibt die gern fotografieren?

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Jeder Mann der gern in der Natur ist und sich dem Abenteuer Landschaftsfotografie verschrieben hat weiß, dass es für gute Fotos nicht nur auf die perfekte Uhrzeit, sondern auch auf Himmelsrichtung, Temperatur und gelegentlich auch Ebbe und Flut ankommt. Ich selbst bin gern am Meer auf irgendwelchen schönen Inseln und liebe herrlich kitschige Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge. Für jedes moderne Smartphone gibt es kleine preiswerte APPs mit denen man die „Blaue Stunde“ berechnen kann.

Wirklich supercool ist es, wenn man dann noch eine Uhr hat, mit der man die Himmelsrichtung und die Gezeiten ermitteln kann. Ok, das kann auch jedes Smartphone, aber wer diese Dinger kennt der weiß auch, dass die Akkus immer genau dann am Ende sind wenn man sie am dringendsten benötigt.

Der amerikanische Uhrenhersteller Timex bietet eine Reihe recht cooler Uhren für Outdoorfans an. Ich habe mich in den letzten Tagen recht intensiv mit der „Timex Intelligent Quartz Tide Temp Compass“ beschäftigt und habe hier ein sehr schön gemachtes Review gefunden:

Das gute Stück gibt es aktuell bei amazon.de für nur 125,- Euro (statt 169,- Euro):

Also liebe Frauen, wenn Euer Kerl ein Knipser ist und sich im Urlaub gern mit Stativ und anderen seltsamen Dingen früh am Morgen oder spät am Abend am Meer oder den Bergen herumtreibt, dann wird er sich sehr wahrscheinlich über eine Uhr wie diese Timex mehr freuen als über einen modisch verpackten Herrenduft 🙂

BMW K1200 – Ein typisches Bikerwochenende

Seit meiner Kindheit bin ich fasziniert von Motorrädern. Auf dem Heimweg von der Grundschule ging es mittags immer mit dem Fahrrad einen kleinen Hügel hinab. Bereits damals habe ich mir vorgestellt mein Fahrrad sei eine krasse Rennmaschine und habe mich auf das „Erwachsensein“ gefreut. Dann mit 16 Jahren und dem ersten Moped zur großen Bikerparty auf den Felder eines Biker-Bauern irgendwo in der Nähe meiner Heimatstadt. Damals durfte ich das erste Mal auf einer BMW R100RS zur Probe sitzen, seit diesem Tag haben mich BMW Motorräder nicht mehr losgelassen. Nach vielen Jahren mit einer BMW R80-RT und einer R850R wurden meine Motorräder dann vor ein paar Jahren wirklich erwachsen. Zuerst kam ein BMW K1200r Sport in die Garage. Eigentlich wollte ich im Februar 2009 nur ein Witz über das schlechte Wetter und die furchtbar geringen Rabatte bei BMW machen. Aber als Verkäufer (oder nennt man das jetzt Kundengerater?) Jürgen Schnürle in der Bonner BMW-Motorradniederlassung mich dann fragte, ob er mal mit dem Disponenten wegen eines Scheißwetterrabattes telefonieren soll, da war es um mich geschehen. Der Preisnachlass war grandios und ein paar Tage später war ich stolzer Besitzer einer fast neuen BMW K1200r Sport – meiner Meinung nach eines der schönsten Motorräder die BMW jemals gebaut hat!

Doch dann kam alles anders, meine Freundin Sandra wollte nicht mit meinem „alten 850er Boxer“ fahren und so habe ich meine schöne neue BMW mehrere Monate lange nur von hinten gesehen. Das war eine zutiefst frustrierende Zeit, aber was tut man nicht alles für seine Freundin. Im August 2009 habe ich meinen Boxer dann gegen eine zweite blaue BMW K1200r Sport eingetauscht – mit kräftigem Aufpreis natürlich. Aber nun waren die Fronten ausgeglichen und es ist echt praktisch wenn man mit der Freundin unterwegs ist und beide Motorräder völlig identisch sind. Man kann Koffer Sitzbänke usw. hin und her tauschen, es passt alles.

Dann kam nach 5 Jahren in einem kleinen Mainzer Hotel im Juni 2012 der Umzug in eine kleines Appartement in Mainz. Endlich keine Koffer mehr packen und am Wochenende ohne Koffer voller Wäsche zwischen Bonn und Mainz pendeln. Der Sommer war toll und ich wollte meine weiße BMW mit nach Mainz nehmen. Dieses Ansinnen schlug dann aber eine Welle der weiblichen Entrüstung – „Da können wir ja am Wochenende nur noch zu zweit auf einem Motorrad fahren °^$§%#*@&§“

Also musste ein Projektmotorrad her und es war schnell gefunden. Von einem erfahrenen KFZ Meister konnte ich eine zwar alte aber gut erhaltene BMW K1200RS Baujahr 2001 sehr preiswert erwerben. Mein „blau-weißer-Fuhrpark“ hat nun sechs Räder, mehr als 450 PS und knapp 3600 ccm Hubraum – genial!

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Seit dem Erwerb der ersten BMW K1200r Sport gab es immer wieder Briefe in denen eine Rückrufaktion angekündigt wurde. Mal wurde etwas an der Kupplung geändert, mal ein anderer Spanner für die Steuerkette eingebaut, eigentlich gab es in jedem Jahr eine kleine kostenlose Modifikation meiner Motorräder. In diesem Jahr war es nicht anders und so war für das Wochenende ein Werkstattaufenthalt für beide K1200r Sport geplant. Donnerstages geht es am frühen Nachmittag dann mit dem alten „Projektmotorrad“ über die Autobahn nach Bonn. Als ich die Haustüre öffne ist meine Freundin Sandra schon da und einige Minuten später sind wir schon mit unserem blauweissen-Duo unterwegs zur Bonner BMW Motorradniederlassung. Dort staune ich nicht schlecht, als ich zwei weitere BMW K1200r Sport in der gleichen Farbe auf dem Parkplatz vor der Werkstatt entdecke.

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Auch eine S1000RR steht vor der Türe. Während ich sie mit meinem Smartphone knipse kommt mir in den Sinn, dass dies „…der eleganteste Weg sein könnte sich in den Himmel oder die Hölle zu schießen…“

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Normalerweise gibt es bei Rückrufaktionen immer für ein paare Stunden ein kostenloses Leihmotorrad. Das ist ein feine Sache, denn so kann man regelmäßig völlig kostenlos ein paar Kilometer mit einem fabrikneuen Motorrad abspulen und in Ruhe ausprobieren ob es einen Grund geben könnte ein anderes Motorrad zu kaufen. Leider hat Sandra bei der telefonischen Terminabsprache vergessen nach einem oder vielleicht sogar zwei Leihmotorrädern zu fragen. Aber wie das Schicksal es will, gibt es seit wenigen Stunden ein kleines SIXT Büro in der Bonner BMW Niederlassung. Auf der Basis einer Kooperation haben SIXT und BMW schon in mehreren Niederlassungen kleine „Mietstationen“ eingerichtet.

Sehr cool ist es, dass ich der erste Biker bin, dem der SIXT Mitarbeiter ein Motorrad vermieten kann. Da ich genau weiß, dass meine Sandra schon seit zwei Jahren immer wieder auf die BMW F800r im Chris Pfeiffer Design schielt, frage ich einfach mal nach einem dieser Motorräder. Und siehe da, es ist eine nagelneue F800r verfügbar. Das gute Stück ist zwar ein wenig staubig, aber auf dem Tacho stehen erst 42 Kilometer, sie ist also brandneu. Zu zweit geht es mit der F800r quer durch Bonn wieder zurück zu mir nach Hause. Dort steige ich auf meine alte K1200RS um und Sandra rutscht vom Sozius in die „Sitzmulde“ der F800r.

Mit beiden Mopeds geht es in das landschaftlich sehr reizvolle Wiedtal. Sandra bleibt jedoch wiederholt weit zurück und ich muss immer mal anhalten und warten. Flottes Motorradfahren geht anders… An der Laubachmühle kurz vor Altwied ist dann Gelegenheit zu einem ersten Fazit.

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Die neue Maschine scheint nicht ganz richtig eingestellt zu sein. Mehrfach ist beim Rollen mit gezogener Kupplung der Motor stehen geblieben. Eine nicht ganz ungefährliche Situation. Kuppelt man hier bei niedriger Geschwindigkeit ein, so blockiert schnell das Hinterrad wenn das Tempo nicht ausreicht um den Motor wieder zu starten. Ungeübte Motorradfahrer liegen dann schnell mal auf der Nase.

Aber Sandra tut instinktiv das Richtige, sie hält die Kupplung gezogen, lässt das Motorrad rollen und betätigt den E-Starter. Während wir auf unser Essen warten diskutieren wir, was die Ursache sein könnte. Als es später weiter geht, schalte ich zuerst die Zündung der  F800r ein, drehe den Gasgriff langsam bis zum Anschlag auf, halte ihn dort ganz kurz und drehe ihn wieder zurück. Danach startet der Motor ganz sofort und hat ein sauberes Standgas. Ähnlich ist es bei meinen K1200r Sport wenn man nach dem Winter die Batterie wieder eingebaut hat. Die Motorelektronik hat nach Monaten ohne Strom alles vergessen was sie über das Motorrad einst wusste. Und dementsprechend ist die oben beschriebene Aktion in jedem Frühjahr einmalig notwendig.

Bei der F800r scheint es ähnlich zu sein, denn danach läuft sie problemlos. Doch Sandra ist trotzdem ziemlich enttäuscht. Die Sitzposition gefällt ihr nicht, der Krawall den der kleine Zweizylinder macht geht ihr auf den Keks und irgendwie hat sie eher das Gefühl auf einer kleinen 125er als auf einem richtigen Motorrad zu sitzen.

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Später beim Kaffee an den Resten der Brücke von Remagen ist wieder Gelegenheit über dieses Motorrad zu diskutieren. Ich finde sie eigentlich ganz cool. Der kleine Motor röhrt in meinen Ohren ganz passabel und hält man ihn zwischen 3.000 und 5.000 U/min so ist man mit dem leichten Motorrad auch wirklich flink unterwegs. Wer ein Motorrad wie meine alte BMW K1200RS die vollgetankt mit Koffern mehr als 300 Kilogramm wiegt gewohnt ist, der hat auf der F800r wirklich das Gefühl auf einem Fahrrad zu sitzen, auf einem höllisch schnellen Fahrrad. Hat man sich damit angefreundet, so kann diese leichte Maschine eine Menge Spaß vermitteln. Vor Kurven bremst man später, denn es man muss ja viel weniger kinetische Energie in Wärme umwandeln und nach der Kurve ist man auch schneller wieder am Gas. Das Fahrwerk vermittelt einen sehr sicheren Eindruck und die Bremsen verzögern sehr gut und lassen sich toll dosieren.

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Doch meine Sandra kann dieses Motorrad nicht überzeugen. Im Vergleich zu ihrer alten Yamaha YZF-750r oder meinen BMWs ist dieses kleine Motorrad überhaupt nicht ihr Ding. Sie fühlt sich unsicher und hat das Gefühl auf einem rasenden Fahrrad zu sitzen.

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Am nächsten Morgen will ich wissen ob Sandras Bedenken wirklich berechtigt sind. Zu zweit geht es mit der F800r hinauf auf den Petersberg. Dort wollen wir es uns mit Blick auf den Drachenfels und die Eifel bei einem leckeren Frühstück richtig gut gehen lassen.

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Die Straße hinauf zum Petersberg kenne ich gut und sie hat viele schöne Kurven und Spitzkehren zu bieten. Aber wirklich auskosten kann ich sie leider heute nicht. Die Reifen sind noch nicht eingefahren, wegen der sehr warmen sommerlichen Temperaturen tragen wir beide ausnahmsweise nur eine Jeans und so hat Sandra große Angst, dass wir uns mit der ungewohnten BMW F800r auf die Nase legen könnten.

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Als wir oben eintreffen sind wir für ein „richtiges“ Frühstück leider ein paar Minuten zu spät. Ich muss kurz an die Szene aus „Falling Down“ denken in der Michael Douglas zwei Minuten zu spät für ein Frühstück ist und er darauf den ganzen McDonalds mit einem Gewehr (versehentlich) in Schutt und Asche legt. Aber die Kellnerin kann ja auch nichts dafür und so gibt es ein echtes Biker-Frühstück. Bei einem leckeren großen alkoholfreien Bier lassen wir uns Frikadellen mit Kartoffelsalat schmecken. Weil wir wegen des Frühstücks so enttäuscht waren, bringt uns sie super nette Kellnerin noch ein Körbchen mit frischen Brötchen und dazu etwas Kräuterquark. Das Leben kann soooo schön sein 🙂

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Danach ist Zeit für eine ausführliche Probefahrt. Es geht kreuz und Quer durch das Siebengebirge und das Bergische Land. Schließlich landen wir in Eitorf und lassen es uns dort in einer tollen Eisdiele ein zweites Mal ziemlich gut gehen.

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Auf dem Weg zur Bonner Motorradniederlassung meldet sich dann der Bordcomputer. Unser Sprit geht zur Neige, aber es scheint nicht akut zu sein und wir schaffen es ganz locker bis zur Tankstelle am Bonner Verteilerkreis. Unser „Testverbrauch“ betrug 4,7 Liter pro 100 Kilometer, das ist nicht wirklich wenig, kann sich aber trotzdem sehen lassen.

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An der Tankstelle suche ich für einen kurzen Augenblick den Tankdeckel. Bei der F800r ist der „Tank“ nur eine Attrappe unter der sich die ganze Motorelektronik usw. verbirgt. Der eigentliche Tank liegt unterhalb der Sitzbank und dementsprechend wird das Benzin rechts neben der Sitzbank eingefüllt. Ziemlich dumm ist es dabei, dass ich genau verkehrt herum an der Zapfsäule geparkt habe. Aber man(n) kann ja nicht immer an alles denken 🙂

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Zurück bei der Werkstatt ist dort echt was los. Die Sonne scheint und alle Biker strömen nach den langen Wochen mit fiesem Winter und dunklen Regenwolken auf die Straßen. Doch viele Motorräder sind nicht ganz so unproblematisch wie ein normaler Großserien-PKW. Auch sind die Inspektionsintervalle bei Motorrädern viel kürzer und so haben die Mitarbeiter der Werkstatt immer wieder das Problem regelrecht von den Kunden überrannt zu werden. Wirklich erfreulich ist dabei, dass Frau Nussbaum, Herr Strasburger und die vielen anderen Mitarbeiter trotz des großen Andrangs immer hilfsbereit und überaus freundlich sind.

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Mein blau/weißes Duo ist auch schon fertig und so geht es kurz darauf los zu einer kleinen Tour durch die Eifel. Unser Ziel ist das Café Fahrtwind in der Nähe von Ahrbrück. Doch auf halbem Wege meldet sich an der weißen BMW der Bordcomputer. Das ABS ist ausgefallen… Ich denke nur „Scheiße, das wird teuer…“ Unseren Freitag beschließen wir mit einer kleinen Diskussion zur Ursache der ABS-Probleme.

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Nach einer unruhigen Nacht bin ich am nächsten Morgen nicht sicher ob samstags bei der Werkstatt jemand erreichbar ist. Trotzdem stehen wir recht früh auf und fahren ohne Frühstück gleich zur Bonner BMW Motorradwerkstatt. Dort sind tatsächlich die Türen geöffnet und Herr Strasburger begrüßt uns sehr freundlich. Einige Augenblicke später steht meine weiße BMW auch schon in der Werkstatt und es wird der Inhalt des Fehlerspeichers ausgelesen. Eine Pumpe die mit dem ABS zusammenhängt hat gemeldet, dass sie zu wenig Strom hatte. Ein Grund dafür ist nicht wirklich ersichtlich. Also löschen wir zunächst nur den Fehlerspeicher.

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Während der Prozedur habe ich Gelegenheit mir eine „ausgezogene“ K1200 GT anzuschauen, die meiner alten K1200RS sehr ähnlich ist. Hier sieht man sehr schön den relativ hässlichen Motor. Die Konstruktion des liegenden Reihenvierzylinders ist ja schon wirklich pfiffig und ich mag dieses Motorrad wirklich gern. Aber Motor sieht für mein Empfinden einfach komisch aus…

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Nachdem der Fehlerspeicher gelöscht ist drehe ich eine kleine Proberunde, doch die ABS-Warnleuchte meldet sich kurz darauf schon wieder. Ich halte an, Zündung aus, warten, Zündung an, warten, starten, Mist sie leuchtet dauerhaft. Aber vielleicht liegt es auch an der Batterie? Bei den modernen Motorrädern werden die Batterien immer kleiner und die elektrischen Anlagen immer komplexer. Also geht es mit der weißen K1200 wieder heimwärts. Während meine Sandra für das Sonntagsfrühstück einkauft, tausche ich die Batterien zwischen der weißen und der blauen BMW.

Das dauert nur ein paar Minuten und bei der ersten Probefahrt muss ich leider feststellen, dass auch diese Aktion nichts gebracht hat. So schnell es geht fahre ich zurück zur Werkstatt und bin überrascht Herrn Strasburger dort um 12h45 noch anzutreffen. Diese Mitarbeiter sind wirklich engagiert und setzen sich sehr für ihre Kunden ein. Viele Biker halten eben doch irgendwie zusammen.

Erneut wird der Fehlerspeicher ausgelesen, das Ergebnis ist das gleiche wie zuvor. Leicht gefrustet lasse ich mein weißes „Mädchenmotorrad“ also in der Werkstatt zurück und rufe meine Sandra an, ob sie mich mit ihrem ebenfalls frisch reparierten Cabrio abholen kann. Mit offenem Verdeck genießen wir den Rest des Tages. Es geht am Rhein entlang und ich bin sehr froh, dass ich endlich mal nicht selbst fahren muss. Einfach zurücklehnen, die Augen schließen und den Wind in den Haaren genießen. Das Leben kann so schön sein.

Wie der Zufall es will, landen wir wieder an der Laubachsmühle im Wiedtal. Die Kellnerin erkennt uns wieder und wir halten ein nettes kleines Schwätzchen. Dabei sind wir uns alle drei nicht sicher ob wir einen oder zwei Tage zuvor dort waren…

Auf dem Heimweg zieht sich dann der Himmel zu und wir müssen das Verdeck schließen. Daheim angekommen sind die Nachbarn dabei alles zu befestigen und in Sicherheit zu bringen. Es sieht aus als würde ein schweres Unwetter auf uns zukommen. Sandra ist nicht ganz wohl dabei, die Reparatur war teuer und ihr Auto ist jetzt blitzblank poliert. Also tun wir es den Nachbarn gleich und parken Autos und Motorräder so, dass alles in Sicherheit ist. Das Gewitter kommt dann auch wirklich heftig, aber der befürchtete Hagel bleibt aus. Es ist alles nochmal gut gegangen…

Für den Sonntag verheißt der Wetterbericht nur wenig gutes. Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen und um 11h30 bin ich schon wieder unterwegs nach Mainz. Weil es in Bonn wegen des Gewitters vom Vorabend schon wieder schwül warm ist, ziehe ich nur eine Jeans an, die richtige Motorradhose habe ich aber in einem der beiden großen Koffer dabei. Ich entscheide mich für die B9, hier kann ich bei einem Gewitter ggfs. schnell mal halten und mich unterstellen, falls es ganz schlimm kommen sollte. Aber ich habe Glück, erst kurz vor Koblenz setzt der Regen ein. Mit nasser Jeans steige ich bei der Shell-Tankstelle an der B9 ab und bin wirklich froh, als ich auf der Herrentoilette die trockene warme Motorradhose anziehen kann.

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Kurz bevor ich wieder aufbreche unterhalte ich mich kurz mit der Kassiererin über den Zustand der B9. Sie ist sich sicher, dass auf der Höhe der Loreley noch ein weiter Abschnitt gesperrt ist. Also nehme ich den Abzweig in Richtung A61. Bei Hermeskeil geht es dann auf die A61. Meine leichten perforierten Sommerhandschuhe aus strapazierfähigem Känguru-Leder fühlen sich nun an wie zwei nasse Schwämme. Mein Halstuch ist nass und langsam aber sicher läuft mir das Wasser zwischen den Schulterblättern den Rücken hinab. Sehen kann ich auch nicht viel, aber es geht schon irgendwie. Der neue SHOEI GT-Air liegt toll im Wind und dank der Ohrenstöpsel ist auch die Geräuschkulisse ganz erträglich. Das Regenwasser perlt gut vom Visier ab und so kann ich halbwegs sicher fahren.

Ziemlich ärgerlich sind aber die rücksichtslosen Autofahrer. Als die Fahrbahn sich irgendwo im Hunsrück von drei auf zwei Fahrspuren verengt, zieht auf den letzten Zentimetern ein weißer Audi A6 Avant direkt vor mir auf meine Fahrspur. Das Wasser spritz hoch und ich bin praktisch blind. „Hätte dieser Scheißkerl sich nicht einfach hinter mir einsortieren können?“ – schießt es mir in den Kopf. Dann sehe ich Lichter hinter mir, sooo dicht dass es mir Angst macht. Ein BMW X5 ist das, er scheint sich mit dem Fahrer des Audi eine ordentliche Pimmelfechterei geliefert zu haben und nun hänge ich mitten zwischen den beiden Testosteron-Trotteln. Der BMW versucht uns beide rechts zu überholen, der Audi-Fahrer fummelt an der Lichthupe und ich versuche bei all dem Wind und Regen nicht von ihnen gerammt und getötet zu werden. Nach ein paar Kilometern ist der Spuk dann endlich vorbei. Der Audi Fritze hat gewonnen, der BMW Fahrer hat die kleineren Eier und ist irgendwo von der A61 abgefahren. Mir kommt wieder eine Spruch eines Freundes in den Sinn: „Manchen Autofahren müsste man ab und zu einfach mal die Fresse polieren damit sie merken wie bescheuert sie sich verhalten haben.“ Recht hat er, leider tut es niemand…

Der Regen hat endlich aufgehört und nach gefühlten 30 Kilometern fährt der weiße Audi endlich auf die gähnend leere rechte Fahrspur. Ein kurzer Ruck am Gashahn meiner alten BMW lässt die LED-Tagfahrlichter seines Audi schnell in den Rückspiegeln kleiner werden. Am liebsten hätte ich im Vorbeifahren eine Delle in seine Tür getreten…

Als ich in Mainz eintreffe klart der Himmel auf und es scheint sogar ein wenig die Sonne. Schnell parke ich meine alte blaue BMW in der Tiefgarage und bin erschüttert als ich auf die Anzeige des Hygrometers blicke, das ich ein paar Tage zuvor dort aufgehängt habe. 99% Luftfeuchtigkeit, mehr geht nicht und das in einer Garage in der so viele Autos parken. Was hier nicht verrostet wird verschimmeln, das ist Gewiß.

Der Hausverwalter stellt auf seiner Webseite ein paar Tipps zur Auswahl eines Eigenheimes usw. bereit. Leider fehlt dort der Tipp „Suchen sie sich eine Hausverwaltung die sich auch kümmert wenn es Probleme mit ihrem Haus gibt!“

DIESE HAUSVERWALTUNG scheint sich jedenfalls nicht zu kümmern! Schon mehrfach habe ich sie angeschrieben, Fotos des Hygrometers per E-Mail geschickt. Gerührt hat sich bislang niemand! Vor dem Winter sah meine schöne alte K1200 RS noch fast aus wie neu. Nun ist der gesamte Hauptständer total verrostet und viele Schrauben haben ebenfalls Rost angesetzt. In dieser Tiefgarage kann man eigentlich nichts parken, wenn man nicht will, dass es einem unter den Händen verschimmelt…

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Mich wundert nur, dass den Nachbarn scheinbar total egal ist, dass ihre Autos hier bei 99% Luftfeuchtigkeit langsam verrotten…

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Während ich mich über den unfähigen Hausverwalter ärgere, scheint in meinem kleinen Garten schon die Sonne und ich kann Handschuhe und Motorradjacke zum Trocknen aufhängen. Das stimmt etwas versöhnlich und während ich diesen Artikel schreibe überlege ich wie ich dieses verrückte Bikerwochenende würdig abschließen kann…

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Teneriffa 2013 – Das Video

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Foto: Pico del Teide – Ostseite – Nikon D800E – AF-S 2.8/24-70 – HD-Format

Aktuell ist das Wetter ein Deutschland nach einem Temperatursturz um fast 10°C wieder einmal recht frostig. Da tut es gut wenn man sich an den Bildern der letzten Reise etwas aufwärmen kann. Die vielen deutschen Auswanderer die auf Teneriffa leben kann ich zu gut verstehen. Während in den beiden Wochen seit unserer Rückkehr fast alle Arbeitskollegen krank und schniefend durch die Gegend schleichen, genießen die Menschen auf Teneriffa das milde Meeresklima ohne Pollen und andere Dinge die hierzulande den Allergikern so sehr zu schaffen machen.

Die letzten Tage war ich wieder viel unterwegs und ich habe die Zeit abends im Hotel genutzt um auf dem frisch reparierten Mac mit Final Cut Pro X ein 19 Minuten langes Video zur letzten Reise zu erstellen. Eigentlich wollte ich noch ein paar kurze Kommentare aufnehmen, aber dann gefiel mir die Musik so gut, dass ich es gelassen habe. Anhand der kurzen Einblendungen sollte klar werden worum es in den einzelnen Sequenzen geht. Wer mehr wissen will, der kann die Schlagworte aus den Einblendungen auch hier in meinem BLOG im Suchfeld eingeben und wird dann viele Artikel und weitere Infos zu diesen Locations finden.

Ok Freunde, dann lehnt Euch mal zurück, schaltet auf FULL HD um und genießt die schönen Bilder. Ach ja, über einen „Daumen nach oben“ oder den einen oder anderen Tweed bei Twitter oder ein Like bei Facebook und Co. würde ich mich natürlich sehr freuen 🙂