Nikon 1J2 – Perfekte Kamera für Tourenfahrer

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Es ist traurig aber wahr, der Sommer geht langsam aber sicher zu Ende. Wie viele begeisterte Motorradfahrer wollen die letzten Sonnenstrahlen ausnutzen und brechen am Freitag gegen 10h30 auf zu einer zweitätigen Tour inkl. Übernachtung in Mainz. Am ersten Tag wollen wir quer durch die Eifel zur Mosel fahren, dann entlang der Mosel in Richtung Trier. Auf der anderen Seite der Mosel soll es durch den Hunsrück vorbei an Bad Kreuznach nach Mainz gehen. Dort wollen wir übernachten und am nächsten Tag entspannt durch das schöne Wispertal fahren. Über die Aarstraße und später entlang der Lahn wollen wir zurück zum Rhein und dann heim nach Bonn.

Nikon 1 J2 - Nikkor AF-S VR 11-27,5mm

Mit im Gepäck habe ich lediglich die wunderschöne Nikon 1 J2 die ich vor ein paar Tagen bei amazon.de für ganz kleines Geld gekauft habe. An der Kamera ist das kompakte Nikkor AF-S VR 11-27,5mm montiert. Noch eine Speicherkarte und ein voll geladener Akku, fertig ist die Biker-Fotoausrüstung. Grundsätzlich würde diese kleine Kamera auch in die Jackentasche passen, dort aber trotz der kompakten Abmessungen eine ausgeprägte Beule erzeugen. Da ich an meinem „Mädchenmotorrad“ seit ein paar Tagen eine schöne Hecktasche des Zubehörspezialisten Wunderlich aus Sinzig am Rhein habe, findet meine „Fotoausrüstung“ dort ihren Platz zwischen Getränken und Smartphones.

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Die erste Etappe unserer Tour führt uns über altbekannte Wege zum Café Fahrtwind in Hönningen. Leider haben wir wieder einmal die Öffnungszeiten nicht im Kopf und stehen um kurz nach 11h zusammen mit einer Gruppe anderer Biker aus Dortmund vor verschlossener Türe. Im Café Fahrtwind laufen die Vorbereitungen für den Tag auf Hochtouren, aber es ist eben noch nicht alles fertig und daher ist auch noch geschlossen. Wir überlegen kurz ob wir bis 12h warten wollen, beschließen dann aber weiter zu fahren.

Eigentlich fährt meine Freundin Sandra nicht gern voraus aber heute ist es für sie ganz einfach. Sie muss nur dem Verlauf der Straße folgen und so kommen wir ganz automatisch nach Cochem an der Mosel. Klar könnten wir den einen oder anderen wunderbaren Abzweig nehmen, aber Sandra ist in dieser Saison wenig gefahren und es fehlt an Kondition und vor allem an „Sitzfleisch“. Also cruisen wir entspannt auf gut ausgebauten Straßen der Sonne entgegen.

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In Cochem an der Mosel angekommen parken wir meine blau-weißes Duo und schauen uns ein wenig diese tolle Stadt an. Bei einem leckeren Flammkuchen beschließen wir, Cochem irgendwann einmal einen zweitätigen Besuch abzustatten und besonders die Altstadt sowie die tolle Burg einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Frisch gestärkt betanken wir unsere 163PS starken Supertourer mit edelstem SHELL Weltmeisterbenzin und setzen unsere Reise fort. Sandra fährt wieder voraus, sie hat die Instruktion immer der Mosel in Richtung Trier zu folgen.

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Das klappt auch ganz gut bis wir in der Nähe von Püdernich an einen Kreiserkehr kommen. Der erste Abzweig führt nach Trier, der Zweite entlang der Mosel. Sandra entscheidet sich für „Trier“. Ich bin einverstanden und erwarte gespannt die Kurven die sich uns bieten werden. Und tatsächlich ist die Landschaft hier wunderschön. Zwischendurch gibt es wieder eine dieser verhassten Vollsperrungen mit einer elend weiten Umleitung. Aber diese Umleitung führt uns durch idyllische Wälder mit tollen Kurven.

An einem abschüssigen Streckenabschnitt mit total genialen Kurven fährt wieder einmal ein LKW vor uns her. Ein richtig dicker Brummer ist das und er fährt echt langsam. 100 km/h sind erlaubt und ich überlege nach jeder Kurve ob ich nicht einfach schnell an diesem Monstrum vorbeischießen soll, aber es ist ein absolutes Überholverbot und es gibt eine doppelte durchgezogene weiße Linie! Also reiße ich mich am Riemen und bleibe brav hinter dem LKW, irgendwann werden wir schon gefahrlos überholen können.

Nach der nächsten 90° Kurve schnürt es mir dann fast den Atem ab, mitten auf der Gegenfahrbahn steht eine riesige schwarze Zugmaschine mit aufgeklappter Motorhaube. An diesem Pannenfahrzeug hängt ein gewaltiger Anhänger mit drei Achsen am hinteren Ende. Dieses Hindernis nimmt die komplette Fahrbahn ein und der vor uns fahrende LKW muss abbremsen und vorsichtig dieses mörderische schwarze Monstrum passieren zu können. Etwa 100 Meter hinter dem Pannen-LKW stehen eine Warnlampe und und vergammeltes Warndreieck… Ich in total froh, dass ich hier keinen Stunt gewagt habe, denn das wäre voll ins Auge gegangen. Mitten im Überholvorgang frontal in einen stehenden LKW zu klatschen, das mag man sich gar nicht weiter ausmalen. Was wenn uns ein Biker aus der anderen Richtung entgegen gekommen wäre? Er hätte sogar noch schlechtere Karten gehabt – urgs…

Kurz vor Trier steuert meine Sandra dann einen Parkplatz an. Ich bin ganz froh darüber denn wir können beide kaum noch auf den Mopeds sitzen. Als wir gerade absteigen biegt ein Auto am Ende des Parkplatzes scharf nach rechts in einen geschotterten Weg ab. Was ist denn dort? Sandra sondiert kurz die Lage und staunt nicht schlecht als sie dort eine tolle „Wurstbude“ findet. Also starten wir die Motoren und parken gleich davor.

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Bei einem leckeren Snack besprechen wir die gefährliche Situation und sind uns danach beide einig, dass das Leben manchmal am seidenen Faden hängt und dass wir auch auf dem Rest der Tour das Schicksal nicht herausfordern wollen. Frisch gestärkt geht es weiter in Richtung Bernkastel an der Mosel. Dort überqueren wir diesen wunderbaren Fluss und machen uns gemeinsam mit einer Gruppe britischer Biker an den Aufstieg in Richtung Süd-Westen. Die Briten eiern ziemlich durch die Gegend, wir wären bei britischem Linksverkehr sicher auch etwas unsicher. Also biege ich an der nächsten mir bekannten Straße ab und nun schlängeln wir uns wieder über einsame Landstraßen in Richtung Westen.

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Nach einigen kurzen Zwischenstopps erreichen wir schließlich mein kleines Appartement in der Nähe von Mainz. Bei Nieder-Olm geht es noch schnell zu einem EDEKA. Als wir den Supermarkt verlassen haben wir leckere Filet-Steaks und weitere Köstlichkeiten im Gepäck. Während die Steaks später in meinem Mainzer Garten auf dem Gasgrill ihre Farbe wechseln, müssen wir an den Verkäufer von der Fleischtheke denken. „Das ist aber nicht das Filet aus dem Sonderangebot?!??!“ Ist es nicht und unsere vier kleinen Steaks kosten zusammen fast 24,- Euro. Das ist nicht billig, aber wenn die Qualität stimmt und die Tiere vernünftig gehalten wurden, dann bin ich gern bereit dafür etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

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Hier habe ich noch ein nicht ganz ernst gemeintes Grill-Video das ich mal im letzten Jahr aufgenommen habe. Sehr cool ist die Nikon P7100 im Kühlschrank 🙂

Am nächsten Morgen frühstücken wir auf der Terrasse und beseitigen danach noch schnell die Spuren unseres vorabendlichen Grill-Events. Die Sonne scheint und ich beschließe noch schnell den Rasen zu mähen. Wer hätte gedacht, dass das einst freiwillig an einem Samstagmorgen erledigen würde?

Danach schnappen wir uns ein iPad und ich zeige Sandra in aller Ruhe via Google-Maps (Ja es gibt sie wieder!) wie ich mir den weiteren Verlauf unserer Tour vorstelle. Wir wollen vorbei an Mainz nach Rüdesheim fahren. Bei Lorch soll es rechts ab ins Wispertal gehen. In Bad Schwalbach wollen wir eine Pause einlegen und uns dann die geniale frisch asphaltierte Aaarstraße vornehmen. Ich stelle mir vor, dass wir kurz vor Diez wieder in Richtung Osten abzweigen und uns bis nach Nassau durchschlagen.

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Dieser Plan funktioniert ganz wunderbar und als wir am späten Nachmittag in Nassau eintreffen ist dort ein tolles Volksfest. Auf der Lahn fahren Drachenboote um die Wette. Die Stimmung ist supergut und wir mischen uns ein wenig unter das Volk. Bei Cola und Bratwurst ist die Laune gut und so bemerken wir gar nicht wie sich über uns am Himmel die Wolken zusammenziehen. Als wir wieder startklar sind fallen dann auch die ersten Regentropfen aus der bedrohlich tief hängenden Wolkendecke. Regenkombis haben wir keine dabei, also beißen wir die Zähne zusammen und hoffen, dass der Spuk schnell vorbei ist.

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Am Morgen hatte ich noch via Smartphone schnell einen Blick auf den Regenradar geworfen und tatsächlich ist es nur eine schmale Regenfront. Als wir in Linz am Rhein ankommen ist meine Lederkombi schon wieder trocken. Daheim in Bonn sind wir ziemlich erledigt und lassen uns vom „Pizza-Boy“ ein kalorienreiches Biker-Abendessen liefern.

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Am Sonntag müssen wir entsetzt feststellen, dass während unserer Abwesenheit niemand den Kühlschrank nachgefüllt hat. Es ist einfach nichts da woraus sich ein leckeres Frühstück bereiten liesse. Als ich vorschlage, dass wir im Café im Kunstmuseum frühstücken könnten sagt meine Sandra „Oder sollen wir Silke und Mirko am Café Fahrtwind besuchen?“ Na wenn das keine gute Idee ist! Und so beginnt Tag 3 auf dem Motorrad – geil…

Sandra ist nach 2x 9h Mopedfahren etwas mitgenommen und so beschließen wir gemeinsam mit einem Motorrad zu fahren. Weil ich an meiner blauen K1200r keinen Stauraum für die Nikon 1 J2 habe, entscheiden wir uns für das Zwilingsmotorrad – endlich darf ich mal wieder mein „Mädchenmotorrad“ fahren – tirili…

Beim Café Fahrtwind angekommen ist dort richtig was los und wir lassen uns gemeinsam mit vielen anderen Bikern das Frühstück schmecken. Immer wieder kommt das Thema „Rasen & Sterben“ auf. Am letzten Wochenende gab es in der Eifel wieder viele schwere Motorradunfälle. Ich kann das teilweise nachvollziehen. Auf dem Weg zum Café Fahrtwind sind wir etliche Kilometer in einer langen Karawane hinter einer Gruppe echt alter Leute in einer schwarzen Mercedes A-Klasse hergeschlichen. Viele andere Biker haben es nicht ertragen auf einer Straße auf der 100 km/h erlaubt sind mit 57 km/h zu fahren. Das hat sie zu teilweise abenteuerlichen Überholmanövern provoziert. Auch wenn sich alle über die rasenden Biker mit ihren Supersportlern aufregen, viele Autofahrer tragen oft eine Mitschuld. Ich frage mich immer wieder warum alte Leute die mit dem Autofahren total überfordert sind sich ausgerechnet am Sonntag aufmachen um auf den schönsten Straßen der Republik den Verkehr zu stauen?

Als wir nach einem extrem ausgedehnten Frühstück wieder losfahren höre ich um mich herum überall diese hochgezüchteten Supersportler. Die Typen sind heiß auf Kurven und den schnellen Adrenalinschub. Mir geht das echt auf die Nerven und ich frage mich oft warum sie nicht für 50 Euro ein paar Runden auf dem Nürburg-Ring drehen und sich danach einfach mal an die Verkehrsregeln halten und keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährden?

Da das Wetter einen stabilen Eindruck macht entschließen wir uns zu einer kleinen „Abschlussrunde“ über Bad Münstereifel. Immer wieder werden wir von heulenden Supersportlern bedrängt, überholt und geschnitten, es ist echt zum Kotzen. Es kommt mir vor als hätten sich alle Adrenalin-Junkies entschlossen hier und heute in den Tod zu fahren. Ein paar Kilometer später stehen dann schon wieder zwei Autos mit eingeschalteten Warnblinkanlagen mitten auf der schmalen Landstraße. Dazwischen eine demolierte giftgrüne Kawasaki. Was genau passiert ist will ich lieber gar nicht wissen, es sind gute Zeiten für Organspenden…

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Als wir am dritten Tag wieder in Bonn einlaufen haben wir fast eine Sauerstoff-Vergiftung. Soviel frische Luft und tolle Landschaft hatten wir schon lange nicht mehr. Vielleicht ist ja der Sommer noch nicht ganz vorüber und vielleicht können wir an einem der nächsten Wochenenden noch die eine oder andere kleine Tour fahren, ich hoffe darauf!

Fazit

Die vielen Fotos die ich in den letzten Tagen mit der kleinen Nikon 1 J2 aufgenommen habe machen mir richtig viel Spaß. Die Kamera ist klein und kompakt und liefert erstaunlich gute Ergebnisse. Einige Fotos habe ich unbearbeitet „out of the cam“ in voller Originalgröße bei flickr.com hochgeladen.

Die Nikon 1 J2 ist mir in den letzten Wochen echt ans Herz gewachsen. Die Bildqualität ist identisch zur Nikon 1 V1, aber diese Kamera ist noch kompakter. Der eingebaute kleine Blitz ist ungemein praktisch, um wie bei den Technikdetails der Motorräder im flickr-Album gezeigt, knackscharfe Fotos mit vielen Details zu erzielen. Besonders im Nahbereich funktioniert das ausgesprochen gut.

Bedenkt man den inzwischen sehr niedrigen Preis dieser Kamera, so ist sie meiner Meinung nach ein idealer Begleiter für alle Motorradfans die auf ihren Touren die schönsten Eindrücke in guter Qualität festhalten möchten.

BMW Isetta – Der Mythos lebt

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Etwa 10 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs lag Deutschland wirtschaftlich nicht mehr ganz am Boden. Es ging langsam aber sicher wieder bergauf und es war die Zeit des so genannten „Wirtschaftswunders“. Und es war die Zeit der kleinen preiswerten Autos. Auch kam langsam eine Art Tourismus in Gang, die Deutschen zog es wieder wieder hinaus in die weite Welt. Bis heute kennt man den Fiat 500 und ähnliche „Sparwunder“. Heute schmunzelt man beim Anblick dieser Fahrzeuge, aber sie gaben den Menschen damals eine neue Mobilität und ermöglichten es die früheren Kriegsgegner auf eigene Faust mit dem eigenen Auto zu erkunden. Aus heutiger Sicht kann man kaum glauben, dass es diese Kleinwagen waren mit denen Passstraßen wie der St. Gotthard (siehe oben) bezwungen wurden! (Fuji X100, Infrarot 720nm)

Eine der Ikone dieser Zeit war der kleine BMW Isetta. Dieser Kleinstwagen wurde von 1955 bis 1962 hergestellt. Das Fahrzeug war wirklich skurril, es gab nur eine Tür und die öffnete sich ausgerechnet nach Vorne! Wer also mit einer Isetta einen Auffahrunfall verursachte hatte es danach wirklich schwer dieses Fahrzeug wieder zu verlassen. Schnell nannten die Deutschen dieses ungewöhnliche Fahrzeug liebevoll „Macht hoch die Tür“.

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Bei meiner gestrigen Fotosession in der Nähe von Kreuzberg in der Eifel kam plötzlich der größte Isetta-Schwarm angefahren den ich bislang gesehen habe. Es hatte der Isetta-Fanclub zum Jahrestreffen 2013 in Mayschoß in der Eifel geladen. Ich wußte davon natürlich nichts und umso überraschter war ich, als plötzlich minutenlang eine Isetta nach der anderen an mir vorbei knatterte. Zwei dieser alten Fahrzeuge lieferten sich dabei sogar ein offensichtlich nicht ganz ernst gemeintes „Stechen“!!

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Meine auf Infrarot umgebaute Nikon D300 stand auf ihrem Stativ und sie war auf „Still-Photography“ geeicht, also keine Chance damit diese wunderbaren Kleinwagen ablichten zu können. Aber in meiner Fototasche hatte ich die noch fast neue Nikon 1J2 samt einem winzigen Nikkor AF-S VR 11-27,5mm. Diese Kamera ist überraschend flott und so konnte ich etliche dieser außergewöhnlichen Fahrzeuge ablichten.

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Update vom 31. August 2013

Nun sind auch alle Fotos in handliche JPG-Dateien mit 1920 Pixeln Kantenlänge konvertiert. Hier gibt es das zugehörige Fotoalbum bei flickr:

Dort kann man die Fotos als Diashow ansehen und auch in der 1920 Pixel breiten „Originalgröße“ herunterladen.

Nikon D300 – Burg Kreuzberg Infrarot

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(Alle Fotos sind 1000 oder 1920 Pixel breit oder hoch – einfach Anklicken…)

Schon seit vielen Jahren ist für mich das Tor zur Eifel das kleine Örtchen Kreuzberg in der Nähe von Altenahr. Bei meinen ersten Erkundungstouren gab es die modernen Straßentunnel und Umgehungsstraßen noch nicht, doch die wunderschöne Burg Kreuzberg war schon immer gut zu sehen und hatte es mir sehr früh wirklich angetan. Inzwischen hat man einen sehr schönen Blick auf die Burg wenn man den Tunnel nördlich von Kreuzberg verlässt. Das sieht einfach immer wieder schön aus und in den letzten Jahren habe ich mich immer wieder geärgert, dass ich keine Kamera dabei hatte.

Heute sollte sich das endlich ändern! Während sich meine Freundin Sandra im Café Fahrtwind vergnügt, bin ich mit meiner auf Infrarot 830nm umgebauten Nikon D300 und dem nagelneuen Nikon AF-S VR 55-300mm Objektiv unterwegs. Ich will sehen wie sich diese Linse in der Infrarot-Fotografie schlägt. Außerdem ist mein Ziel, einen der benachbarten Berge zu besteigen um so diese wunderbare Burg auf „Augenhöhe“ fotografieren zu können. Ein Exemplar des Nikon AF-S VR 55-300mm habe ich ja schon vor einer ganzen Weile gekauft, aber es ist dann samt Nikon D5100 in den Besitz meiner Freundin Sandra übergegangen. Damals habe ich ein spontanes kleines Unboxing gemacht:

Und weil dieses Objektiv an der Nikon D5100 meiner Freundin inzwischen praktisch festgeschweißt ist, habe ich mir in der letzten Woche nach langem Hadern ein zweites Exemplar gekauft. Im direkten Vergleich zum drastisch teureren und deutlich unhandlicheren Nikon AF-S VR 2.8/70-200 habe ich damit an einer DX-Kamera einen größeren Telebereich, kann aber keinen Nikon Tele-Konverter benutzen. Blende 2.8 habe ich auch nicht, aber dafür hat das 55-300 bei amazon gerade einmal 219,- Euro gekostet – wenn das kein Schnäppchen ist?

Hier habe ich eine keine Karte auf der Ihr sehen könnt wie die Burg gelegen ist und von welchen Stellen ich sie fotografiert habe (1-5). Kleiner Spoiler: Die schönsten Fotos sind mir an Position 3 gelungen.

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Hier habe ich eine Sicht auf die Burg die ich von Position 1 mit meiner neuen Nikon 1 J2 aufgenommen habe.

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Hier jetzt eine getunte Variante die via RAW-Converter und einer Prise Tonemapping entstanden ist. Sie ist 1920 Pixel breit – einfach anklicken…

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Hier nun das erste Infrarot-Foto das heute mit der Nikon D300 und dem Nikon AF-S VR 55-300mm entstanden ist.

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Ganz ehrlich, mir gefällt hier auch die farbige Version besser! Infrarot sieht ja meistens ganz abgefahren aus aber hier ist einfach die Position und damit der Blick auf Burg nicht optimal. Auch ist mir aufgefallen, dass sich bei Blende 16 oder 22 im Bildzentrum ein ausgeprägter „heller Fleck“ zeigt. Dies scheint ein ganz typisches Problem vieler Teleobjektive zu sein die in Verbindung mit der Infrarot-Fotografie auftreten. Ich habe ein wenig experimentiert und bei Blende 11 liefert dieses Objektiv eindeutig die besten Ergebnisse!

Interessant ist auch das „Autofokus-Problem“. Obwohl meine Nikon D300 im Rahmen der Infrarot-Umrüstung mit einem geheimen Trallala-Verfahren der Autofokus ebenfalls auf Infrarot umgerüstet wurde, liefert die Kamera im LiveView-Autofokus-Modus ganz eindeutig schärfere Ergebnisse. Ich habe die Kamera so konfiguriert, dass sie mir im LiveView-Modus bereits SW-Bilder anzeigt. Dazu habe ich den Schwarz-Weiss-Modus aktiviert, dann Kontrast und Schärfe auf Maximum eingestellt. So entsprechen die Vorschaubilder ein wenig dem was sich später aus den RAW-Bildern zaubern lässt. Aber eine schlechte Perspektive kann kein RAW-Konverter der Welt wegzaubern und so habe ich mir zu Fuß die nächste Perspektive gesucht (Punkt 2 auf der Karte). Dort angekommen kamen wieder einige BMW Isetta angeflitzt. Heute hatte der Fanclub zu einer großen Runde durch die Eifel geblasen und ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so viele dieser eintürigen Autos auf einer Straße gesehen! Hier sieht man übrigens eine knallrote Feuerwehr-Isetta. Warum sie hier fast weiß abgebildet wird? Es ist eine Infrarot-Kamera!! Weitere Fotos dieser witzigen kleinen Autos aus der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders gibt es morgen im meinen nächsten Artikel.

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Jetzt der Blick hinauf zur Burg. Wirklich schön ist das auch nicht, denn der tolle Turm ist kaum zu sehen, also auch keine schöne Perspektive!

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Als ich im letzten Jahr meine Fuji X100 ausprobiert habe, war ich bereits kurz an der gleichen Stelle und habe dort damals einen kleinen Weg entdeckt. Der „Einstieg“ ist sehr unscheinbar, aber der Aussichtspunkt der sich vor dort erreichen lässt ist umso schöner!

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Der Himmel wird hier übrigen so schön abgebildet, weil ich an der Nikon 1J2 einen relativ dichten Grauverlaufsfilter verwendet habe.

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Hier sieht man jetzt meine Nikon D300 auf dem supercoolen neuen BILROA XedriLux Stativ. Dieses Ding begleitet mich aktuell einfach überall hin. Es ist extrem flexibel, leicht und hat ein geringes Packmaß, außerdem ist es noch ausreichend stabil, also wirklich toll für Leute die ständig unterwegs sind und immer ein Stativ (das diese Bezeichnung auch verdient hat) dabei haben wollen!

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Hier noch ein Blick hinab auf das Örtchen Kreuzberg, so wie die Nikon 1 J2 es samt Grauverlaufsfilter bei 11mm Brennweite „gesehen“hat. Die Nikon 1 J2 hat einen Verlängerungsfaktor von 2.7, das entspricht also etwa 29mm Brennweite. Dieses kleine 11-27,5mm Objektiv funktioniert übrigens wirklich gut und es ist nicht nur scharf, klein und leicht, sondern auch mit nur 149,- Euro sogar überaus preiswert:

Das folgende Bild habe ich auf 1920 Pixel Kantenlänge verkleinert. Klickt es mal an und schaut in aller Ruhe auf die Details. Wenn man bedenkt, dass es mit einer Hosentaschen-Kamera gemacht ist, gibt es nichts zu meckern, gell?

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Hier ist nun mein „Foto des Tages“, die Perspektive stimmt und man sieht die Burg wie sie sehr schön in die umgebende Landschaft eingebettet hoch oben über Kreuzberg thront. (Anklicken!)

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Hier nun ein zweites Bild mit etwas längerer Brennweite. Es hat auch 1920 Pixel Kantenlänge, klickt es einfach an und achtet auf die Details. Das Nikon AF-S VR 55-300mm hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet. Es gibt praktisch keine Vignettierung und alle Details sind bis in die Ecken scharf abgebildet.

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Weiter geht es zur vierten „Perspektive“. Der Wanderweg oben in den Bergen ist übrigens wirklich schön und ich bin echt froh ihn gefunden zu haben. Wenn irgendwann gutes Wetter und viel Zeit zusammen treffen, werde ich dort einen Teil der Eifel erkunden den man vom Auto oder Motorrad einfach niemals zu sehen bekommt!

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Im farbigen Bild sieht man sehr schön, dass die tolle Burg jetzt schon wirklich weit weg ist. Umso spannender ist das Ergebnis mit dem 300mm Tele-Zoom. Und auch hier hat mich dieses tolle Objektiv nicht enttäuscht…

Wer „lange“ Teleobjektiven in der Landschaftsfotografie einsetzt hat häufig mit einem bösen Feind zu kämpfen, dem DUNST! Besonders an schwül warmen Tagen bindet die Luft unendlich viele kleine Wasserpartikel die es „normalen“ Kameras fast unmöglich machen mit Teleobjektiven scharfe Fotos über große Distanzen aufzunehmen. Im schmalen infraroten Spektrum am unteren Rand des mit unseren Augen sichtbaren Lichts ist das etwas anders. Hier kann das langwellige Licht den Dunst recht gut durchdringen und so gelingen auch an dunstigen Tagen immer wieder überraschend klare und scharfe Fotos! Auch das nächste Bild hat 1920 Pixel – einfach anklicken…

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Vergleicht man jetzt die beiden letzten SW-Fotos so muss man sagen, dass Perspektive 3 irgendwie besser ist als Nr. 4. Hier sieht man die Burg jetzt komplett von der Seite, der Turm wirkt übermächtig und von der schönen Fassade ist kaum noch etwas zu sehen. An Position 5 war dieser Effekt noch ausgeprägter, daher habe ich die Fotos die ich dort gemacht habe gleich in den Papierkorb verschoben 🙂

Zurück am Auto, das bei Position 2 geparkt war, habe ich mir den Spaß erlaubt noch schnell zu einer der Brücken zu laufen. Unter einer der Brücken liegen kleine Felsbrocken im flachen Wasser der Ahr und es gibt niedliche „Stromschnellen“. Hier habe ich jetzt ein Foto das bei Blende 22 und ISO-100 entstanden ist. Den hellen Fleck im Bildzentrum habe ich erfolgreich mit Trick-17 in Photoshop beseitigt.

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Übrig geblieben ist eine sehr ruhige Komposition und wer das Foto in der 1920er Auflösung öffnet, kann sogar die Insekten auf dem Felsbrocken erkennen!

Fazit

Zum absoluten Kampfpreis von 219,- Euro ist das Nikon AF-S VR 55-300 eine echte Kaufempfehlung. Jeder der ein hochwertig verarbeitetes Teleobjektiv für eine Nikon DX-Kamera sucht wird damit gut beraten sein. Die deutlich teureren Kandidaten bieten einen besseren Staubschutz, ein Gehäuse aus Metall und es gibt eine Anzeige der eingestellten Entfernung. Doch diese Features braucht nicht jeder Hobbyfotograf, der einfach nur ein preiswertes Telezoom sucht das gute Bildergebnisse liefert. In der Vergangenheit habe ich schon oft mit dem Nikon AF-S VR 55-200mm fotografiert und meiner Meinung nach ist das Nikon AF-S VR 55-300mm eine ganze Klasse besser. Es verzeichnet weniger und liefert geringfügig schärfere Bildergebnisse mit leicht gesteigertem Bildkontrast. Für mich ein echter Gewinner den ich noch oft an meinen DX-Kameras verwenden werde!

Hier die Zusammenfassung der Artikel bei amazon.de

BMW K1200RS – Zubehör und Wunderliches

Meinen Führerschein der Klasse 1b habe ich mit 16 Jahren gemacht und zwei Jahre später dann den Führerschein der Klasse 1 für die „richtigen“ Motorräder. Das ist inzwischen mehr als 30 Jahre her und seit dieser Zeit fahre ich ausgiebig und mit Begeisterung Motorrad. Im zarten Alter von knapp 17 Jahren habe ich mich einmal ganz kräftig „auf die Fresse gelegt“ und mir eine schwere Hautabschürfung am rechten Arm zugezogen. Ich war damals einen Augenblick lang unaufmerksam und habe einen Pflasterstein übersehen der auf der Straße lag. Meine kleine 50er Zündapp ist damals regelrecht hoch gesprungen und ich bin im spitzen Winkel gegen die Gehwegkante gefahren und habe dann mit meinem rechten Arm eine Furche in den schwarzen Schotter auf de Gehweg gezogen. Wirklich fies war das und es war mir eine Lehre. Seit dieser Zeit ist nichts mehr passiert und das sollte auch so bleiben!

Beruflich hat es mich schon vor mehr als 6 Jahren nach Mainz gezogen und ich verbringe hier wirklich viel Zeit, auch mit dem Motorrad. Seit ich beim ersten Ausritt im Sommer 2007 die Gegend rund um Mainz zu erkunden begann sind ein paar Motorräder gekommen und gegangen. Inzwischen habe ich Motorrad Nummer 5 hier, meine uralte BMW K1200RS – Baujahr 2001. Auf dem Tacho stehen inzwischen mehr als 105.000 Kilometer und das Ding läuft noch immer wie ein Uhrwerk. Die vielen Kilometer bin ich natürlich nicht selbst gefahren. Als ich dieses Motorrad im letzten Jahr gekauft habe, hatte es schon 98.000 Kilometer auf der Uhr.

Und wie das bei mir immer so ist, auch dieses Motorrad war vor meinem Spieltrieb nicht sicher. Als erste Aktion bekam meine BMW eine andere kürzere Scheibe. Dadurch sitze ich jetzt mehr im Wind und habe weniger lautstarke Wirbel am Helm. Insgesamt fährt es sich dadurch deutlich entspannter. Danach wurde das Rücklicht gegen ein schickes LED-Rücklicht getauscht. Auch die vier Blinker sind jetzt weiß, das alles gab es bei www.whitelights.de für kleines Geld. Die kurze Scheibe kommt von ZTechnik und kann via Louis oder ebay bezogen werden. In die Blinker habe ich versilberte Blinklampen eingesetzt, die gab es für Stück ca. 5 Euro bei eBay…

Am letzten Wochenende konnte ich auf dem Weg von Mainz nach Bonn beim BMW-Zubehörspezialisten Wunderlich in Sinzig einen Zwischenstopp einlegen. Für mein Mädchenmotorrad gab es dort eine schöne kleine Tasche für den Heck-Gepäckträger. Für mein altes Projektmotorrad habe ich dort vier Zierringe im ALU-Design für das Cockpit gekauft.  Außerdem noch ein wunderschön gearbeitetes analoges Thermometer und ein sehr pfiffiges Zubehörteil das es sehr erleichtert an der Tankstelle den Luftdruck zu prüfen, ein Winkelventil.

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Zusätzlich ist mir dann noch ein kleines Plastikteil ins Auge gesprungen, das unter dem Namen „Throttle-Rocker“ zum horrenden Preis von 12,50 Euro vertrieben wird.

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Kurz nach 18h ging es dann heute ans Werk. Mit einer ordentlichen Portion Glasreiniger habe ich zunächst das das Cockpit gesäubert und dann mit etwas Montagekleber aus dem Baumarkt die vier Zierringe auf die Ränder der ziemlich verschrammten Instrumente geklebt. Der Klebstoff hat eine Konsistenz wie Fensterkitt und lässt sich sehr gut verarbeiten. Einfach zwei kleine Kleckse in jeden Ring und schon lassen sie sich sehr präzise im Cockpit positionieren. Mit einem scharfen Küchenmesser konnte ich die Lenkkopfabdeckung lösen und durch das schöne Thermometer ersetzten. Hier habe ich das sogenannte Pattex Kraft-GEL verwendet.

Der Throttle-Rocker war schnell auf das Ende des Gasgriffs geschoben, alles gar kein Problem. Das Eckventil ist übrigens nicht für den Fahrbetrieb gedacht! Aber in den letzten Jahren habe ich mich so oft an Tankstellen geärgert, dass die Gräte zur Luftdruck-Kontrolle auf den extrem kurzen Ventilen einfach nicht halten wollten, dass ich die um 90° gebogene Verlängerung künftig öfters bei mir haben werden. Erst vor ein paar Tagen ist das Nachfüllen des Hinterrades so gründlich in die Hose gegangen, dass ich mit einem fast platten Reifen zu einer anderen Tankstelle fahren musste. Das war nicht witzig und künftig wird das hoffentlich nicht mehr vorkommen!

Frisch gestylt muss meine alte Dame natürlich ein wenig ausgeführt werden. Also schnell rein in die luftige Sommerkombi und auf geht es. Mit meinem TomTom Urban-Rider lässt sich die Route sehr schön aufzeichnen. Von Mainz führt mich mein Weg mit ein paar Umwegen nach Süden in Richtung Alzey.

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Dort biege ich rechts ab und fahre dem Sonnenuntergang entgegen. Auf meinem Kopf habe ich den SHOEI GT-Air. Die integrierte Sonnenblende funktioniert sehr gut und wenn das Gegenlicht zu heftig wird senke ich den Kopf etwas und schon wirkt der Helm fast wie eine Baseball-Kappe – Sehr gut! Auch der Throttle-Rocker bewährt sich ganz hervorragend. Damit muss man den Gasgriff nicht mehr fest umklammern, sondern legt einfach ganz entspannt den Handballen auf. Ein leichter Druck und im 6. Gang gleitet die alte BMW mit 100 km/h dahin – großartig – warum gab es das nicht schon vor 30 Jahren?

Als ich in der Nähe von Wolfsheim bin geht gerade ein ganz wunderbarer Vollmond auf. Es sieht einfach nur geil aus, wie mich diese große weiße Scheibe das direkt über dem Horizont anlächelt. Auf der anderen Seite geht gerade die Sonne unter und so wird der volle Mond in ein tolles violettes Licht getaucht. Da hilft nichts, da muss man anhalten und ein paar Fotos mit dem Handy machen. Meine schöne neue Nikon 1J2 habe ich leider nicht dabei. Sie ist zwar wunderbar klein aber für die Jackentasche doch noch ein wenig zu groß. Aber mein HTC Desire HD schießt zur Not auch ganz brauchbare Fotos…

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Hier noch ein etwas verfremdetes Foto meiner alten Dame mit dem Vollmond im Hintergrund. Jeder der nicht Motorrad fährt wird solche Momente nie erleben und wohl auch nicht verstehen können, dass dies für mich einer der Gründe ist warum ich so gerne Motorrad fahre. Dieses Gefühl der Ungebundenheit und der Freiheit lässt sich schwer in Worte fassen, man muss es einfach selbst erlebt haben…

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Dieses Foto ist übrigens 1920 Pixel breit – einfach anklicken…

Nikon D300 – Infrarote Landschaftsfotografie II

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Es ist ein wunderschöner sonniger Sonntag und auf dem Programm steht eine Fahrt über die B9 entlang am Rhein von Bonn nach Mainz. Eine gute Gelegenheit neue Infrarot-Fotos zu schießen. Zu meinen erklärten Lieblingsmotiven gehören die Burgen links und rechts des Rheintals. Nirgendwo sonst findet man gut erhaltene Burgen in dieser Menge auf derartig dicht beieinander. Aber es ist auch Erntezeit und in den letzten Wochen habe ich immer wieder Mähdrescher auf den Feldern gesehen, nur eine Kamera hatte ich nie dabei, das soll sich heute ändern! Besonders zwischen Koblenz und Bingen zeigt sich das Rheintal von seiner schönsten Seite. Kaum hat man das Auto gestartet und ist ein paar Minuten gefahren, bietet sich ein schönes neues Panorama. Letztlich komme ich kaum vorwärts denn ich muss fast zwanghaft immer wieder anhalten, aussteigen und meine auf Infrarot 830 Nanometer umgerüstete Nikon D300 zücken. Auch heute ist wieder das Nikon AF-S VR 16-85mm Objektiv dabei. Diese Linse so so gut, man könnte sie eigentlich an der Nikon D300 anschweißen lassen. Meine Nikon D800E bleibt während dessen ungeachtet einsam im Kofferraum zurück…

In den letzten Monaten wurde ich oft gefragt wie viele Fotos ist pro Motiv aufnehme. Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten, es sind meist sehr viele. Ich variiere häufig die Brennweite und den Standpunkt. Häufig neige ich leider dazu die Kamera etwas schief zu halten. Daher nehme ich oft mehrere „fast“ identische Fotos auf, bei denen ich die Kamera leicht nach rechts oder links neige. Klar, man kann jedes Bild mit schiefem Horizont nachträglich „gerade biegen“. Aber das ist immer mit Einbußen bei der Bildqualität verbunden. Je weniger man an einem Foto korrigieren muss umso besser ist es. So kamen auch heute während einer etwa vier Stunden währenden „Oben-Ohne-Fahrt“ wieder viele hundert Fotos zusammen. Letztlich waren es aber nur etwa 20 verschiedene Motive…

Einige wenige Fotos habe ich hier für Euch zusammengestellt. Alle Fotos sind 1920 Pixel breit oder hoch, also einfach anklicken und vielleicht als Desktop-Foto einrichten 🙂

Wenn Ihr Fragen zur Konvertierung oder Einstellungen der Kamera habt, dann könnt Ihr mir diese in den Kommentaren stellen. Ich beantwortet sie dann gern.

Nun aber die Fotos…

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