Spätsommertour mit Sandra

Es ist Sonntag, die Sonne lacht und Sandra und mich hält nichts mehr daheim. Rauf auf’s Moped und los geht’s. Kurz zuvor haben wir uns eine detaillierte Karte ausgebreitet, eine Route ausgesucht und uns einige wichtige „Eckpunkte“ eingeprägt. Es soll über Rheinbach und Euskirchen nach Schleiden gehen. Dann wollen wir in Richtung Koblenz fahren und zum guten Schluß über die B9 am Rhein entlang zurück nach Bonn. Diesmal ist eine GoPro HD HERO 1080 dabei. Ab Meckenheim lasse ich sie mal am Bug meiner blauen K1200 mitlaufen. Sandra hat ihr TomTom Rider programmiert und sie fährt vor. Für mich ist das sehr entspannt, ich muss nicht ständig in den Spiegel schauen, ich muss mir keine Sorgen machen und es gibt auch keine Standpauke wenn ich mal wieder zu schnell gefahren bin. Inzwischen hat Sandra sich auch daran gewöhnt mal vor zu fahren. Mit dem neuen TomTom Urban Rider kommt sie recht gut zurecht, auch ohne Headset. Am Freitag habe ich noch schnell die neue Aktivhalterung angebracht, so dass wir uns jetzt auch keine Sorgen mehr im Bezug auf den Ladezustand der TomTom-Batterie machen müssen. Das Display steht jetzt immer auf voller Helligkeit und schaltet sich zwischendurch auch nicht ab, denn Strom muss nun nicht mehr gespart werden!

Kurz hinter Schleiden finden wir eine nette Imbißbude am Straßenrand. Hier ist man zu 100% auf die Motorradfahrer aus Holland eingestellt. Es gibt Frikandel und Pommes Spezial oder kurz: Alles was das Bikerherz begehrt. Später wird mir beim Sichten des Materials auffallen, dass der Temperaturunterschied zwischen der Innenseite des Unterwassergehäuses und der Umgebung zu groß war und dass sich daher wieder Feuchtigkeit vor dem Objektiv der kleinen GoPro niedergeschlagen hat. Und wieder ist dies die Bestätigung, dass wirklich gelungene Video-Sequenzen mit einer GoPro viel mit Glück zu tun haben! Ok, wenn man es weiß, kann man ab und zu ja auch mal anhalten und die Kamera kontrollieren…

Frisch gestärkt tausche ich schnell die beiden Sitzbänke. Die Sitzbank mit der niedrigen Sitzhöhe kommt auf meine blaue K1200, ich kann jetzt mal mit meinem „Mädchenmotorrad“ fahren – super! Die kleine GoPro Kamera montiere ich an Hecker der blauen K1200 und so kann ich mich dann fast 90 Minuten lang selber filmen. Ok ok, mein Drang nach Selbstbestätigung mag jetzt übermäßig wirken, aber ich fahre seit 30 Jahren Motorrad und habe immer noch keinen Film auf dem mal zu sehen ist wie ich auf meinem Moped sitze, ist doch traurig – oder?

Der Strom der kleinen GoPro Kamera reicht noch bis Maria Laach. An einer Ampel sehe ich noch wie sie sich abschaltet. Sie hat nun fast drei Stunden durchgehalten und das im Modus 5 = Full HD – gar nicht schlecht!

Allerdings ist von Full HD später nicht viel zu sehen. Die Kamera vibriert wie die Hölle und weite Passagen sind völlig unscharf und verwackelt. Wenn ich Sandra filme, versuche ich unter 6.000 U/min zu bleiben und jeden Schubbetrieb zu vermeiden, denn genau dann vibriert die K1200 besonders stark. Manchmal bin ich auch schon eine Weile mit gezogener Kupplung hinter Sandra her gerollt um ein paar scharfe Bilder aufzeichnen zu können. Aber im Gegenzug fährt sie wirklich super, alles ist sehr kontrolliert und sie überläßt nichts aber auch gar nichts dem Zufall. So kann man als Bikerlady 100 Jahre alt werden, großartig!

Später wird dann das Videomaterial gesichtet. Es sind wieder wahre Daten-Sintfluten  zusammen gekommen. Bis das alles verarbeitet ist vergeht wieder fast ein ganzer Tag.

 

 

Manfrotto 700RC2 Composite Video Head

Vor ein paar Tagen habe ich Euch in einem kleinen Unboxing den 700RC2 Video-Neiger vorgestellt. Hier habe ich noch ein kleines Test-Video, das ich in der letzten Woche schnell zwischendurch gemacht habe. Den Arm des Videoneigers habe ich dabei mit einem Gummiband bewegt, das man fast für ein Einmach-Glas verwenden könnte. Der Videokopf war noch ein wenig stramm eingestellt, daher läuft der Schwenk trotz des Gummibands nicht ganz flüssig. Wirklich gute saubere Schwenks sind echt die Köngisdisziplin beim Filmen mit einer Spiegelreflex-Kamera. Der 700RC2 kostet etwa 70,- Euro und somit relativ peiswert. Aber ich habe den Eindruck, dass man den Preisunterschied zu einem x-fach teureren Fluidneiger auch sieht – trotz der Trickerei mit dem Gummiband!

Aber seht selbst – hier ist mein erster Kameraschwenk mit der Nikon D7000 und dem Manfrotto 700RC2 Mini-Fluid-Neiger…

 

GoPro Sunrise

Es ist Montag, Sandra ist schon seit fast einer Stunde im Büro als in Bonn langsam die Sonne aufgeht. Am Himmel sind keine Wolken und die Sonne geht nur im Winter direkt hinter dem Bonner Posttower auf. Aber egal, vielleicht sieht es ja doch ganz cool aus. Schnell eine SD Karte in die kleine GoPro HD HERO 1080 einstecken und dann beides zusammen in einem Unterwassergehäuse unterbringen. Es sind noch die toten Fliegen vom Wochenende dran, aber die lassen sich leicht abwaschen. Mit einem Mikrofaserlappen wird schnell eine Ecke eines Fensters geputzt, man könnte auch das gesamte Fenster putzen, aber dann ist der Sonnenaufgang schon wieder vorbei. Die GoPro wird mit dem Autoscheibenhalter von außen an das Fenster montiert und schon filmt sie den Morgenhimmel über der Bonner Museumsmeile. Später sieht es dann doch ein wenig langweilig aus. Auch ist die Perspektive nicht wirklich toll gewühlt, ich hätte das LCD-Back benutzen sollen.

Auf meiner Festplatte finde ich noch eine Aufnahme des 21-ten Präludium von Johann Sebastian Bach, das ich vor einigen Jahren für eine Weihnachts-CD selbst eingespielt habe. Es ist ein wenig holprig, aber ich war und bin ja auch kein Profi – jedenfalls nicht am Klavier 🙂 Die Aufnahme läuft etwa 100 Sekunden, da ist meine Zeitrafferaufnahme ein wenig zu kurz. Ach komm, da wird einfach noch mal der Schwenk mit der Eieruhr hintendran geklebt und dann passt das schon…

Und hier ist es nun, mein kleines Meisterwerk :-]

 

Infrarot-Fotografie mit der Nikon D700

Es ist Samstag und die Sonne lacht. Gleich nach dem Frühstück sitzen wir schon in Sandras neuem Cabrio und genießen das Leben. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei der Bonner Peugeot Niederlassung (->Wo ist der Schlüssel für das Felgenschloss?) geht es über die Autobahn weiter in Richtung Siegburg. Kurz vor Hennef verlassen wir die Autobahn und fahren ein wenig auf der Wahnbachtalstraße. Ich schaue auf dem HTC Desire HD via google Maps nach dem Weg. Ich habe im Hinterkopf, dass es hier in der Nähe das „Sieg-Wehr“ geben müsste. Nach ein paar Minuten haben wir es dann auch schon gefunden. Schnell das Auto parken und das Dach schließen – ein Vogel hat es schon gesehen!!

Alle Fotos haben 1000 Pixel Seitenbreite – einfach anklicken um diese größere Darstellung zu öffnen!

Auf eine outdoor Fototour ist Sandra nicht vorbereitet. Die Schuhe sind unpassend und die fetzig rote Jacke und die schwarze Hose sind an diesem tollen Spätsommertag definitiv zu warm. An der D700 habe ich ein altes Nikkor AiS 2.0/105mm – ein perfektes Portrait-Objektiv mit wirklich tollem Bokeh (Hintergrundunschärfe).

Dann kommt ein 8x Graufilter vor die Linse. Aber es ist trotz allem viel zu hell für „normale“ Fotos mit Bewegungsunschärfe innerhalb der vom Wehr herabstürzenden Wassermassen.

Außerdem steht die Sonne hoch und das Licht ist richtig fies. Diese „Schüsse“ kann man eigentlich gleich wieder löschen. Ich setze mal ein anderes altes Nikkor AiS 4/200mm an das Bajonett der D700 und schraube den Graufilter samt aller Filteradapter an dieses Objektiv.

Damit bekommt man annähernd den „Wisch-Effekt“ hin den ich mir vorstelle. Ich warte eine Weile ab und dann haben tatsächlich alle drei Wildgänse den Kopf erhoben 🙂

Aber die Farben sind blass und das Licht wird immer fieser. Aber wie wäre es denn mit ein paar Infrarot-Aufnahmen? Ich krame mal mein altes Nikkor AiS 2.0/35mm und meinen HAMA INFRARED R-72 aus dem Fotorucksack. Mit ein paar Adapterringen passt dieser nicht ganz billige Filter an (fast) alle Objektive die dabei habe. Lediglich mein Sigma 17-35mm hat einen Filterdurchmesser von 82mm – das ist wirklich riesig und fast jeder Filter bewirkt hier auch krasse Abschattungen der Bildecken. Also lassen wir dieses Ding mal außen vor! Gern hätte ich vorort mit der D7000 ein paar Fotos der D700 mit den diversen Filtern geknipst, aber Sandra hat nur eine SD-Karte dabei und diese ist irgendwie kaputt. Nach genau 70 Bildern läßt sich alles was danach kommt nicht mehr öffnen. Also weg mit dem Ding… Ich bin insgeheim ganz froh, dass ich in der D1x, D2x, D300 und D700 die guten alten großen CF-Karten verwenden kann. Die sind deutlich robuster und ich hatte noch NIE irgendein Problem damit! Die fummeligen kleinen SD Karten sind mir auch schon mehrfach kaputt gegangen. Meist bricht bei intensiver Nutzung irgendwann das dünne Plastikgehäuse auseinander.

Daher habe ich hier zwei „indoor“ Fotos der D700 mit dem 2.0/35mm und dem Infrarot-Filter die ich eben für Euch mit der D7000 und einem Nikon SB-800 gemacht habe. Mit dem SB-800 habe ich einfach nach oben gegen die weiße Decke geblitzt. Man sieht hier sehr schön, dass dieser IR-Filter fast schwarz ist. Ist er vor dem Objektiv, sieht man nichts aber auch gar nichts durch den Sucher. Auch der Live-View funktioniert damit NICHT!

Da hilft also nur eines, man komponiert mit der Kamera auf dem Stativ in aller Ruhe sein Motiv und schraubt dann den IR-Filter vor das Objektiv. Die Blichtungszeiten liegen bei ISO-100 und Blende 8 bei etwa 20 bis 30 Sekunden und das am hellichten Tage!!

Auf dem Display der D700 zeigen sich recht blasse nicht wirklich spektakulär wirkende rotstichige Bilder wie dieses hier:

Aber man darf sich davon nicht entmutigen lassen und sollte parallel IMMER ein RAW-Bild aufzeichnen. Bei der RAW-Konvertierung wird später am Computer erstaunliches sichtbar werden!

Kontraste und Bewegungsunschärfe sind wirklich spektakulär! Dadurch, dass nur langwelliges (rotes) Licht den Filter passieren kann, gibt es keinerlei wahrnehmbare Abbildungsfehler in den Bildecken (Chromatische Aberation). Hat man alles richtig gemacht, sind die Bilder dadurch wirklich „knackscharf“.

Nach den IR-Bilder kommt dann die Wide-V Pinhole mit Blende f/216 vor die D700. Mit diesem Ding funktioniert der Live-View relativ gut und man kann in Ruhe sein Bild komponieren. Die Belichtungszeit liegt bei ISO-100 und hellem Tageslicht bei etwa 2 Sekunden. Die Bewegungsunschärfe ist toll, der Retrofaktor auch, das Ergebnis wirkt fast wie ein Gemälde und das ganz ohne Tricksereien mit einer Bildbearbeitungs-Software!

Danach wird das LOREO LENS IN A CAP Plastikobjektiv an die D700 gesetzt und es gibt ein paar vergleichende „Retro-Fotos“ wie dieses hier. Die Kontraste sind blass und die Bildränder sanft abgeschattet, ich mag dieses kleine runde Ding!

Danach geht es auf die Terrasse der Ruderclubs oberhalb des Wehrs und es gibt etwas kaltes zu trinken und vor allem gibt es SCHATTEN unter einem Sonnenschirm!

Hier habe ich noch ein „Out-Out-The-Cam“ JPG, also ein Foto das die Kamera so geliefert hat wie es ist, ich habe es lediglich verkleinert um Speicherplatz in meinem BLOG zu sparen. Das Foto ist mit einem Sigma AF 2.8-3.5/17-35mm gemacht. (ISO-200, F/9, 1/320s, -0.7 EV)

Abgesehen von leichten Abschattungen der Bildecken bei offener Blende ist dieses preiswerte relativ billig wirkende Objektiv an der D700 gar nicht so verkehrt. Man muss also immer einen schweren „Knüppel“ mit sich herum schleppen um schöne Weitwinkel-Fotos mit extremer Tiefenschärfe zu erzielen.

Anschließend geht es nach Ingersau zur Pfannkuchenmühle – super! Den Rest des Tages verbringen wir mit einer famosen OOT (Oben Ohne Tour) durch das Bergische Land. Was für ein Tag 🙂

Die Bilder in diesem kleinen Artikel zeigen, dass man sich ein Motiv durch die geeignete Wahl des Standpunktes und des Objektives „erarbeiten“ muss. Für mich sind die beiden hier gezeigten IR-Fotos der Knaller schlechthin. So gut wie mit diesem Filter und diesem Objektiv ließ sich dieses spröde Motiv mit „normalen“ Mitteln nicht abbilden.

Panoramaschwenks mit einer Eieruhr

Gestern habe ich Euch ganz kurz meine beiden schönen neuen Eieruhren gezeigt. Hier ist nun der erste kleine Panoramaschwenk den ich mit einer einzelnen Eieruhr und einer GoPro HD HERO 960 aufgenommen habe. Das Video lief etwa 30 Minuten und ich habe mit Magix Video Deluxe V17 um den Faktor 150 beschleunigt. Gut gefällt mir das Wolkenspiel!