Ausritt mit der besten Kamera der Welt

Nach einer langen Regenperiode lacht mein Herz als ich am Morgen aus dem Fenster schaue. Ein paar Stunden später als ich mit dem Helm in der Hand und der Lederkombi am Körper unser Haus verlasse weht mir eine Brise warmer Frühlingsluft ins Gesicht, der perfekte Tag für eine schöne Motorradtour. Seit der letzten gemeinsamen Tour mit Sandra vor einigen Wochen stehen meine beiden Lieblinge in der Garage. Das weiße „Mädchenmotorrad“ steht vorn, also schnappe ich mir mal die weiße Rakete auf der Sandra sonst „reitet“.

Es geht ab in die Waschanlage, der Winterstaub muss weg. Dabei bin ich ganz vorsichtig, den Hochdruckreiniger halte ich in respektablem Abstand, wichtige Lager und Dichtungen etc. bleiben verschont. Im wesentlichen wird der Winterstaub von Sitzbank und Tanke gespült. Nach dem auch das letzte Insekt von der Verkleidung gespült ist geht es weiter.

Mein nächstes Etappenziel ist das Café Fahrtwind bei Ahrbrück in der Eifel. Als ich auf die Autobahn auffahre zischt eine blau/silberne BMW K1300RS an mir vorbei. Instinktiv reiße ich den Hahn voll auf und die Fuhre geht so richtig ab bis ich gleichauf bin. Mit gebührendem Abstand sausen wir gemeinsam in Richtung Café Fahrtwind. An einer Stelle unseres Weges ist dann vor einer unfallträchtigen Kreuzung ein Stau. Kurz darauf kommt uns ein Rettungswagen entgegen. Wenig später kann ich sehen was geschehen ist. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt ein Motorrad auf der Seite. Ich kann von unten auf die große „4 in 1“ Krümmeranlage schauen. Was genau es ist kann ich nicht sehen, es scheint eine rote Honda zu sein. Der Motorradfahrer ist nicht zu sehen, scheinbar wurde er kurz vorher im Rettungswagen an uns vorbei gefahren. Oberhalb des Motorrads steht ein blauer Mercedes SLK bedrohlich schräg am grasbewachsenen Hang zwischen bunten Gänseblümchen. Wäre es nicht so ernst, es wäre fast ein Foto wert.

Mit einem Kloß im Hals geht es weiter. Mir gehen Sandras mahnende Worte durch den Kopf und sie hat so recht. Es ist Saisonbeginn und viele Motorradfahrer überschätzen ihre Leistungsfähigkeit. Und es ist schönes Wetter, das führt bei den Autofahrern dazu, dass sie langsam durch die Gegend schnarchen, hier und da in die die Landschaft schauen und damit andere Verkehrsteilnehmer zu oft waghalsigen Überholmanövern verleiten. Würden alle „normal“ fahren und sich auf den Verkehr konzentrieren, es gäbe sicher drastisch weniger viele Unfälle!

Beim Café Fahrtwind gibt es bei Kaffee und Apfelkuchen ein paar „Benzingespräche“ mit den anderen Bikern. Einige interessieren sich für meine modifizierte K1200r Sport. Als ich ihnen erzähle, dass dies mein „Mädchenmotorrad“ ist schauen sie mich gang ungläubig an 🙂

Es geht weiter, getrieben vom Gedanken ein schönes Foto für diesen Artikel zu knipsen lande ich schließlich bei Burg Ohlbrück.

Unter den Augen einer grinsenden Burg-Besucherin krabble ich mit der besten Kamera der Welt durch die Wiese vor der Burg. Diese Kamera hat einen sehr kleinen Chip und eine sehr kurze Brennweite. Damit ist fast die „unendliche Tiefenschärfe“ möglich und das ganz ohne Tricks mit teuren Shift- und Tilt-Objektiven…

Etwas später geht es weiter in Richtung Rhein. Einige Kilometer vor Bad Tönnistein überhole ich dann den historischen Vulkan Express. Zwar wird er von einer uralten Diesellok gezogen, aber auch ohne Dampflock ist es ein schönes Bild. Ein Stückchen weiter kann ich vor einer historischen Eisenbahnbrücke anhalten. Schnell springe ich von der K1200 und haste unter der Brücke hindurch auf die andere Seite.

Kurz drauf kommt dann auch schon der Vulkan Express dann auch schon vorbei geschnauft um mit einem Quietschen das durch Mark und Bein geht kurz anzuhalten.

Nachdem ich wieder startklar bin geht es runter zum Rhein, den Vulkan Express sehe ich dabei wieder. Ich überlege ob ich noch hier und da anhalten soll, aber die Szenerie ist unübersichtlich, die Straße schmal und Gegenlicht habe ich auch. Also geht es weiter in Richtung B9. Mit einer Hand am Lenker geht es auf der B9 mit lässigen 1.900 Umdrehungen im 6. Gang ganz entspannt heimwärts. Als ich mich späterer aus meiner Lederkombi heraus kämpfe bin ich ziemlich platt. Der erste größere Ausritt war wirklich schön aber auch wirklich anstrengend. Am nächsten Tag wird mir der „Gas-Arm“ weh tun, aber davon ahne ich an diesem Abend noch nichts…

Der Ausritt mit der besten Kamera der Welt – was ist die beste Kamera der Welt? Ich denke und da bin ich nicht allein, es ist DIE Kamera die man dabei hat, es ist nämlich in diesem Augenblick die EINZIGE und damit die BESTE die verfügbar ist. Und eine Kamera die so klein und leicht ist, dass man sie praktisch immer und überall dabei haben kann, ist dann während der meisten Zeit des Lebens irgendwie „Die beste Kamera der Welt“. Und die Bilder zeigen, dass man auch ohne teures Equipment und das eine oder andere nette Erinnerungs-Foto knipsen kann.

Eine D800 oder etwas ähnliches hätte ich auf diese Tour gar nicht mitnehmen können. Jedenfalls nicht ohne Tankrucksack oder seitliche Koffer. Auch wäre ich in Sorge gewesen ob die Rüttelei auf den oft sehr desolaten Landstraßen der Kamera nicht unnötig stark zugesetzt hätte. Auch wenn ich mich wirklich darauf freue sie endlich beim Fotohändler meines Vertrauens abzuholen und sie jetzt gerade vielleicht in einem kalten dunklen Container irgendwo auf dem Meer unterwegs ist, sie ist für mich NICHT die beste Kamera der Welt. Denn in den schönsten und wichtigsten Momenten meines Lebens wird sie wohl nicht zugegen sein. Das ist zwar traurig, bleibt aber leider dennoch die Wahrheit 🙂

Nikon D300 – Meilenwerk Düsseldorf

Es ist schon eine ganze Weile her, aber es war dennoch ein toller Tag als mich meine Freundin Sandra im August 2010 zu einem Überraschungsausflug nach Düsseldorf eingeladen hat. Ich wusste nicht was kommt und habe einfach mal die Nikon D300 samt AF-D 1.4/85mm und dem „kleinen Schwarzen“ AF-D 2.8/10,5mm sowie ein Nikon SB-900 Blitzlicht eingepackt. Ein stark reduziertes Equipment, aber nicht zuletzt seit meiner neuen Liebe zur Fuji X100 weiß ich „Less is more“. Also ging es bewaffnet mit nur zwei Objektiven auf nach Düsseldorf in ein altes Straßenbahn-Depot, das heute einen großartigen Oldtimer-Markt beherbergt.

Hier einige Fotos die an diesem Tag entstanden sind. Alle Bilder sind 1000 Pixel breit, also einfach anklicken wenn es größer sein soll…

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 2.8/10.5mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 2.8/10.5mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 1.4/85mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 1.4/85mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 1.4/85mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 1.4/85mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 1.4/85mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 1.4/85mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 1.4/85mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 1.4/85mm

Rückblickend muss ich sagen, dass die Wahl der Objektive ziemlich perfekt war. Mit dem 1.4/85mm lässt sich mit der D300 selbst bei Blende 5.6 noch eine sehr angenehme Hintergrundunschärfe realisieren. Die Fahrzeuge können damit trotz der Enge in der voll gestopften Halle sehr schön vom Hintergrund abgehoben werden. Für einige abgefahrene Weitwinkel-Perspektiven war das 10.5mm Fisheye genau richtig.

Würde ich noch einmal hinfahren, so würde ich die D700 oder D800 mit dem AF-D 1.4/85mm, AF-S 1.4/50mm, AF-D 2.8/20mm und das supergute AF-S VR 4/16-35mm einpacken. Dazu noch das SB-900 und für einige Details vielleicht das AF-D 2.8/60mm Macro oder das AiS 2.8/55mm Macro – egal – schauen wir mal was in den kommenden Monaten passiert – vielleicht klappt es ja dort die neue D800E in den ersten Mai-Wochen auszuprobieren 🙂

In einigen ersten Publikationen bezüglich der Qualitäten der neuen Nikon D800 wird die Genauigkeit der Belichtungsmessung im Vergleich zur D300 hervorgehoben. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen, meiner Meinung arbeitet die Belichtungsmessung die D300 sehr zuverlässig, wenn man sie kennt. Bei Außenaufnahmen mit hellem Licht und vielen Weißtönen korrigiere ich den Belichtungsmesser wie bei der D7000 und der D2x meist um -0,3 bis -0.7 EV. Damit gibt es dann keine ausgefressenen überstrahlten Lichter in den RAW-Bildern. Die dunklen Bildbereiche haben dank der 14-Verarbeitung meist noch große Reserven und können Problemlos im Rahmen der RAW-Konvertierung aufgehellt werden.

Bei gedämpftem Licht mit etwas milderen Kontrasten ist in der Regel keine Korrektur notwendig. Bei Portraits im Gegenlicht korrigiere ich manchmal um +0.7EV – je nach Wunsch, aber meist erzielt man auch mit der Standard-Einstellung der D300 zuverlässig sehr gute Ergebnisse. Auch die hier gezeigten Fotos habe ich so im im RAW-Format fotografiert und mit einer inzwischen veralteten Version von Nikon Capture NX2 „entwickelt“. Die Ergebnisse sind für meinen Geschmack recht ansprechend und ausgewogen. Ich denke hier muss sich die D300 oder auch die D700 nicht hinter der neuen D800 verstecken.

Nikon D700 – Flimmern bei Zeitrafferaufnahmen

Schaut man sich diese beiden Versionen des gleichen Videos an, so gefällt mir die neuere Version aus Final Cut Pro X schon besser.

Um die neue Version zu erstellen habe ich mir via App-Store Apples „Final Cut Pro X“ gekauft. Keine schlechte Software, das muss man sagen! Beispielsweise ist die Möglichkeiten die Perspektive ganz einfach zu korrigieren super. Auch die Möglichkeiten des Video-Schnitts sind deutlich erwachsener als beim ziemlich guten iMovie. Man kann wie bei Magix Video Deluxe MX sehr einfach mehrere Spuren übereinander legen, Soundeffekte einbauen und vieles mehr. Aber eines fehlt mir noch und das ist ein gut funktionierender Flimmerfilter!

In dieser neuen Version der kurzen Zeitraffersequenz aus 999 JPG’s sieht man es ganz genau – es flimmert wie die Hölle. Das ist auch nicht verwunderlich, denn während die Sonne aufgeht muss die D700, die ich auf Zeitautomatik eingestellt habe, die Belichtungszeit immer wieder anpassen. Und das geht leider nicht stufenlos. Daher flimmert das Video später etwas. Wie man sich dreht und wendet, in meiner 239,- Euro teuren neuen Video-Schnittsoftware habe ich bislang keine Möglichkeit gefunden dieses Flimmern zu entfernen.

Mit Gunther Wegners Software LRTimelapse könnte ich das Problem beheben. Aber nur unter Windows und nur in Verbindung mit Adobe Lightroom Version 3 oder 4. Auf dem Mac sehe ich derzeit nur die Möglichkeit eines der für Profis gedachten wirklich teuren Plug-Ins zusätzlich zu erwerben. Die Preise sind exorbitant, brauchbare Plug-Ins kosten schnell mehrere hundert $ oder €. Das ist für einige kurze Zeitraffervideos zu viel.

Wenn jemand unter Euch einen Tipp hat wie man das auf dem Mac mit „Final Cut Pro X“ hinbekommt, schreibt es mir doch bitte in die Kommentare.

Ach ja, eine Liebesbotschaft von YouTube habe ich eben auch wieder erhalten:
Hallo ancharius,

Dein Video „Nikon D700 – Timelapse – Final Cut Pro X Edit – HD 1080p“ enthält möglicherweise Inhalte, an denen rumblefish die Eigentums- oder Lizenzrechte hat. Es ist jedoch immer noch auf YouTube verfügbar! In einigen Fällen werden Anzeigen neben deinem Video eingeblendet.

Dieser Anspruch hat keinerlei negative Auswirkungen auf deinen Kontostatus. Weitere Informationen zu den für dein Video geltenden Richtlinien findest du auf der Seite Urheberrechtshinweise.

Mit freundlichen Grüßen
Das YouTube-Team

Nikon D700 – Zeitraffer-Videos erstellen

Bereits gestern habe ich ja berichtet, dass ich derzeit dem billigen kleinen Nikon Plastikobjektiv AF-D 28-80G genauer auf den Zahn fühle. Beim ersten Gegenlichttest an der Burg Satzvey hat es sich überragend gut geschlagen. Als ich dann heute den ersten Blick aus dem Fenster werfe, bahnt sich ein schöner Sonnenaufgang über der Bonner Museumsmeile an. Einige Minuten später steht meine D700 mit der billigen 45,- Euro „Scherbe“ auf einem Stativ am geöffneten Fenster, ich will versuchen eine Zeitrafferaufnahme mit der D700 zu erstellen.

Normalerweise nehme ich dafür immer die D7000, filme in HD und beschleunige das Video später mit iMovie oder Magix Video Deluxe auf den gewünschten Wert. Das habe ich schon oft gemacht und die Ergebnisse sind gar nicht schlecht. Aber sobald das Licht schlecht ist und die Nikon D7000 länger als 1/30s belichten müsste, gibt es Probleme. Denn 1/30s ist bei Video-Aufzeichnungen die kürzeste Belichtungszeit! Die D7000 versucht sich dann zu helfen, indem sie die ISO-Automatik bemüht. Die Ergebnisse sind aber meist unbefriedigende pixelige Videos die keine rechte Freude aufkommen lassen.

Das muss doch besser gehen! Die D700 hat einen Intervall-Modus, den will ich heute mal für eine Zeitraffer-Sequenz nutzen. Klar hat die D7000 diesen Modus auch und sie würde ähnliche Ergebnisse liefern wie die D700. Doch bei der D700 ist der Dynamikbereich größer, was bei krassen Gegenlichtsituationen ein unschätzbarer Vorteil ist.

Leider beherrscht die Intervall-Automatik der D700 nur maximal 999 Bilder in einem Durchlauf. Will man also eine „schnelle Sequenz“ die zudem lange dauert, so muss man ein wenig rechnen und zur gegebenen Zeit die nächste Reihe mit 999 Bildern starten!

Ich will mich für heute mit 999 Bildern zufriedengeben! Als Intervall stelle ich 2s ein. Am billigen Plastikobjektiv ist Blende 11 eingestellt, die Kamera verwendet die Zeitautomatik. Außerdem stelle ich das Delithing in die Stellung „Auto“ und den Autofokus auf „Manuell“.

Es geht los, während die Sonne langsam aufgeht schießt die D700 Bild um Bild. Eigentlich ist es eine harte Probe. Die Verschlüsse dieser Kameras sind für ca. 150.000 Auslösungen ausgelegt. Nimmt man regelmäßig Zeitraffersequenzen in dieser Weise auf, so ist der Verschluss nach nur 150 „Versuchen“  an seinem „kalkulierten Ende“ angelangt. Ok, vielleicht hält er auch länger, aber ein ziemlicher Stress ist es dennoch! Man sollte sich daher schon überlegen was man da tut und vielleicht lieber auf ein spiegelloses Kamerasystem ausweichen.

Als ich spät am Abend in meinem Appartement in Mainz eintrudele habe ich meinen neuen Mac dabei. Er läuft wirklich gut, aber die Nikon D800 für die ich ihn als Sparringspartner gekauft habe lässt noch immer auf sich warten. Na, mit ein wenig Glück kommt meine D800E nach Ostern, mal abwarten…

Die 999 Bilder werfe ich per Drag & Grob in iMovie. Zuvor habe ich die kürzeste Zeit für Einzelbilder eingestellt, leider ist es 1s – und damit wirklich viel zu lang! Als iMovie die Bilder verarbeitet hat exportiere ich alles in einen Quick-Time Film. Das dauert trotz der 8 Porzessorkerne des neuen Notebooks und der SSD etwa 15 Minuten. Danach wird das Video wieder importiert, erneut beschleunigt und mit einem Titel nebst Abspann versehen. Noch schnell aus den Bildern im Format 3:2 ein 16:9 Format machen und schon kann ich meine Zeitraffersequenz erneut exportieren. Nun gehst es schneller und nach etwa 5 Minuten ist ein Film fertig, der 45 Sekunden dauert. Beim Anschauen bin ich entsetzt. Alles was dunkel ist, wurde bei der Konvertierung zu einer einheitlichen dunklen Fläche. Das sieht echt richtig schlimm aus.

Ich probiere noch ein wenig herum um dann festzustellen, das iMovie nicht wirklich das Programm der Wahl ist. Eigentlich müsste Final Cut Pro-X her… Aber ich habe etwas ähnliches, nur kurz den Mac neu starten – unter Windows 7 natürlich…

In einer 55 GB großen Partition der neuen SSD habe ich ein Windows 7 installiert und das läuft wirklich gut. Mit Magix Video Deluxe importiere ich den Film aus iMovie. Anfang und Ende sind grundsätzlich ok. Danach werden erneut die 999 Bilder in Video Deluxe hinein „geworfen“. Das Programm arbeitet eine Weile und dann kann ich anfangen die fiesen Sequenzen des iMovie-Exports zur ersetzen. Danach word das Video als unkompliziertes AVI gespeichert. Etwa 90s sind jetzt runde 3,5 GB groß – uff…

Nach dem Re-Import kann ich das Tempo optimal anpassen, den Film endgültig exportieren und bei YouTube hochladen. War doch ganz einfach…

Hier zum Vergleich eines der 999 Bilder aus denen ich das Video erstellt habe. (Anklicken für Originalgröße)

 

Mein neues Buch

Das Buch zu meiner großen Fotoreise gibt es bei amazon.de als Kindle eBook zu kaufen. Auf 573 Seiten gibt es die vollständige Geschichte sowie 200 farbige Fotos, einige Karten und viele Tipps zum Thema Fotografie.

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SLK Challenge 2012 – Mit neuer Musik

Weil YouTube wieder einige Content-ID Treffer produziert hat, hier nun eine neue Version meines kleinen nicht ganz ernst gemeinten Trailers mit selbst gemachter Hintergrund-Musik.

Jetzt könnte noch passieren, dass jemand die Rechte an Videos hat die auf der B42 gedreht wurden. Vielleicht brauche ich auch noch eine Freigabe weil ich mein Auto ohne Genehmigung des Herstellers gefilmt habe. Vielleicht darf ich diese Kamera auch gar nicht benutzen ohne vorher eine kostenlose Genehmigung einzuholen für die ich lediglich Bearbeitungsgebühren von 28 Euro zu entrichten habe?? Na warten wir’s mal ab…

Eigentlich würde ich so etwas ja niemals schreiben, aber diese ganze YouTube/GEMA/Content-ID/Urherberrechtsklamotte kotzt mich total an!

Da kauft man sich mehrere DVDs mit lizenzfreier Musik für 40 Euro pro DVD. Nach stundenlanger Suche findet unter tausenden von Geräuschen und kurzen Jingles ein paar Minuten Musik die halbwegs gut zu den Videobildern passen. Daraus erstellt man in mühsamer Fummelei ein Video das irgendwas zwischen 45 Sekunden und 45 Minuten dauert. Bis es gerendert und bei YouTube hochgeladen ist vergehen mitunter ganze Tage. Diese Videos reicht man dann zur YouTube-Umsatzbeteiligung ein, vielleicht wirft die viele Arbeit ja irgendwann mal ein paar Euros ab und man kann damit seine Hosting-Gebühren bezahlen? Irgendwann macht man aus Spaß mit einer Vorlage aus Apples iMovie einen kleinen Trailer zu einem Film den es nicht gibt, nur so zum Spaß. Später hängt man noch ein paar Outtakes dran und erstellt noch eine englische Version für die Zuschauer in den USA und anderen englischsprachigen Ländern. Letztlich hat man irgendwann einen kleinen Trailer in DREI Versionen.

Ein paar Tage später erhält man zu ZWEI dieser Versionen eine YouTube E-Mail:

Hallo ancharius,

vielen Dank, dass du deine Videos zur Monetarisierung eingereicht hast. Wir haben die Monetarisierung für die folgenden Videos deaktiviert, da wir nicht bestätigen konnten, dass du für alle enthaltenen Inhalte über die erforderlichen kommerziellen Nutzungsrechte verfügst.

Wenn du nachweisen kannst, dass du für alle Elemente in deinem Video die erforderlichen kommerziellen Nutzungsrechte innehast, informiere dich darüber, wie du Anspruch auf ein Video erheben kannst. Reiche dann über die oben stehenden Links die entsprechenden Nachweise ein.

Bitte beachte, dass wir nur Anzeigen in Videos schalten können, die für Werbetreibende geeignet sind. YouTube behält sich das Recht vor, die endgültige Entscheidung über die Monetarisierung eines Videos zu treffen, und kann die Monetarisierung für Nutzer deaktivieren, die wiederholt ungeeignete Videos einreichen. Falls bei einigen deiner Videos die Überprüfung noch aussteht, kannst du die Monetarisierung für diese Videos über http://www.youtube.com/my_videos deaktivieren.

Vielen Dank,

dein YouTube-Team

Eine dritte Version mit der gleichen Musik und dem gleichen Vorspann bleibt jedoch online und ist NICHT deaktiviert. Was soll bloß dieser Unfug? Die ganze Welt lacht sich halb tot weil wir bescheuerten Deutschen mit unserem komplizierten Urheberrecht und überbordendem Bürokratismus uns mal wieder selbst ins Knie schießen.

Forscht man nach stellt man fest, dass man zwar Einspruch einlegen kann, aber nirgendwo steht wie genau das auszusehen hat. Man kann ergänzende Dokument hochladen, aber was soll darin stehen und von wem sollen sie kommen? Hat man einmal Einspruch eingelegt, so geht es kein weiteres Mal solange das „Verfahren bearbeitet wird“. Nur wer bearbeitet da eigentlich was? Die viele lizenzfreie Musik die man für teureres Geld kauft ist bei näherem Hinsehen gar nicht lizenzfrei! Man darf sie für zu privaten Zwecken verwenden! Super, da kann ich auch jedes andere Lied aus meiner Plattensammlung nehmen, wenn ich mir die Videos nur selbst anschauen darf…

In vielen Ländern Europas gibt es KFZ-Wechselkennzeichen. Ein Schweizer der zwei Motorräder hat kann sie mit einem Kennzeichen wahlweise fahren und zahlt nur für das größere Motorrad Steuern und Versicherungsbeiträge. Wir Deutsche haben jetzt auch Wechselkennzeichen, aber bezahlen müssen wir für beide Motorräder obwohl wir nur mit einem fahren können – Hallo? Je länger man sich mit der Bürokratie in Deutschland beschäftigt umso mehr kriegt man hier echt die Krise.

Klar muss geistiges Eigentum geschützt werden, aber muss man das so kompliziert machen? Wann machen all diese Innovations-Verhinderer endlich mal ihre Hausaufgaben?