Nikon D4 – Erste Testbilder

In der letzten Woche wurde die Nikon D4 offiziell vorgestellt. Einige wenige erste Exemplare wurden bereits an ausgesuchte Kunden verteilt. Einer dieser Kunden hat nun eine kleine Galerie mit ersten Testbildern der Nikon D4 veröffentlicht: Mircea Bezergheanu

Update am 21. Januar – Aus mir leider nicht bekannten Gründen wurde diese Galerie wieder gelöscht – schade!

Bei Facebook gibt es sogar schon eine Fan-Page zur Nikon D4:

Bei Nikon-Rumors gibt es inzwischen auch einige Testbilder und erste Stimmen zur Bildqualität der neuen Nikon D4.

Wirklich gut gefällt mit dieser flickr Photostream mit Bildern aus der D4.

Nikon D7000 – Full HD Featurette

Am 25. Dezember 2011 heißt es wieder einmal Abschied zu nehmen. Nach einem schnellen Frühstück geht es einmal rund um die Insel zum Flughafen Tenerife Sur. Hinter uns liegen 15 Tage mit Sturm, Sonne, Wolken, Meer, Gebirge, gutem Essen, kleinen Wanderungen und gemütlichen Abenden. Im Gepäck habe ich eine Festplatte mit wirklich vielen kurzen Video-Fragmenten.

Am ersten Weihnachtsfeiertag wird ausgeschlafen und danach wird jede freie Minute darauf verwendet die kurzen Fragmente zu einem halbwegs sinnvollen schönen Video zusammen zu fügen.

Als es nach fast drei Wochen fertig ist, habe ich eine 11 Gigabyte große Video-Datei auf der Festplatte. Wie kann man das im Jahr 2012 veröffentlichen? Ich entschließe mich daher eine stärker komprimierte Version zu rendern, eine MP4-Datei wäre vielleicht nicht so verkehrt. Die Voreinstellungen für den MP4-Export verheißen eine Dateigröße von 1.6GB. Zunächst rändere ich eine Minute aus dem Film um die Qualität des Ergebnisses beurteilen zu können. Es sieht recht gut aus und erscheint mit relativ kompakt. Mit diesen Settings könnte man das gesamte 35 Minuten lange Video exportieren. Etwa fünf Stunden später ist der Film dann fertig gerendert. Aber er ist immer noch wirklich groß, statt 11GB sind es jetzt 4,82GB.

Egal, ich versuche mal einen Upload in Richtung YouTube. Als Browser wähle ich Google Chrome. Google verspricht, dass dieser Browser bei Unterbrechungen der Internet-Verbindung ohne Probleme weiter machen soll. Na schauen wir mal…

Der Upload über meine Internet-Anbindung mit 16MB/s dauert satte 14 Stunden! Aber es klappt, am Morgen des 9. Januar 2012 ist das Video online, juchu!

Und hier ist es nun, mein Featurette zur letzten Reise nach Teneriffa. Die Panorama-Schwenks sind mit einer GoPro Hero HD 1080 in Full HD aufgenommen. Die Kamera war dabei auf einen Küchenwecker geklebt und hat sich ganz langsam um die eigene Achse entgegen dem Uhrzeiger-Sinn gedreht. Beschleunigt man die aufgezeichneten Videos um den Faktor 50 bis 100, so dreht es sich relativ „rund“ und die Wolken ziehen ganz wunderbar an der Kamera vorbei.

Alle „normalen“ Video-Sequenzen sind mit der Nikon D7000 in Full HD mit 23,97 B/s aufgezeichnet. Die GoPro zeichnet im PAL-Modus mit 25 B/s auf. Ganz am Ende des Videos gibt es noch eine kurze Sequenz aus der Nikon Aw-100, diese zeichnet mit 30 B/s auf. Das alles so zusammenzufügen, dass das Video dennoch „rund“ läuft und nicht ruckelt ist gar nicht so einfach, um nicht zu sagen „dass das ein Dschungel“ ist.

Fast alle verwendeten „Still-Photos“ sind mit der Nikon D700 fotografiert. An einigen Stellen bin ich leider vor der D7000 herumgesprungen, aber durch den krassen Zeitraffer sieht das sogar fast witzig aus.

Die Musik stammt aus dem Lieferumfang verschiedener Magix Produkte. Einige kleine Auszüge haben ich aus einer Royalty-Free Music-Collection verwendet. YouTube hat trotzdem Content-Treffer generiert, eine Monetarisierung des Videos scheidet damit aus. Aber das ist eh ein „Special-Interest“. Es gibt keine blanken Brüste, kein besoffenen Typen, keine Kunststückchen, niemand baut einen Unfall und ein Bein bricht sich auch niemand. Damit ist es bei YouTube ohnehin zur „Bedeutungslosigkeit“ verdammt. Die Zeitraffer-Sequenzen mit der Kamera auf dem Auto habe ich ebenfalls mit der kleinen GoPro aufgezeichnet. Die Musik dazu stammt aus der Feder von Gereon M. Hillebrand (www.gerimusic.com), der Track heißt „Driving“ – irgendwie passt er zu allen „Fahrvideos“ 🙂

Aber vielleicht gefällt es Euch gerade deshalb – ich hoffe es!

Wer Spaß an meinem kleinen „Chill-Out-Projekt“ hat, könnte es bei YouTube mal mit einem kurzen Kommentar oder dem „Daumen hoch“ honorieren. Feedback ist das Lebenselixier der Internet-Blogger, das ist bei mir nicht anders 🙂

Und nun Film ab…

Clock Opera – Once And For All

Es ist Sonntag, ich habe einen Tag frei und muss später noch die Steuererklärung für 2011 vorbereiten. Aber egal, erst einmal geht es mit einer Tasse frischem Kaffee an meinem Computer. Ich will schauen was das Video des Vorabends so macht. Während der letzten Reise nach Teneriffa habe ich wirklich viele Videosequenzen mit der Nikon D7000 aufgezeichnet. Außerdem gibt es einige Zeitraffer-Panoramaschwenks die ich mit meiner GoPro Hero HD und einem „Kitchentimer“ aufgenommen habe.

In stundenlanger Arbeit ein 35 minütiges Video über Teneriffa entstanden. In „Original-Auflösung“ hat das Video satte 11 Gigabyte! Die Qualität ist super und es sieht auf dem heimischen Flachbild-TV aus wie eine Blue-Ray. Aber wie bekommt man das bei YouTube hochgeladen? Eigentlich gar nicht, jedenfall nicht im Jahr 2012 mit einer 16 MBit DSL-Leitung. Was tun? Am Vorabend einen Export im MP4-Format und in guter Qualität angestoßen, auf das Ergebnis bin ich sehr gespannt. Und siehe da, die Videodatei ist fertig und sie ist deutlich kleiner, aber immer noch 4,82 Gigabyte groß, die Verarbeitung hat fast 6 Stunden gedauert! Beim „Testdurchlauf“ ist die Qualität ganz ok, aber besonders in den dunklen Bildbereichen sichtbar schlechter als im riesigen Original. Fast 5 GB also, ich versuche mal einen Upload über die heimische DSL Leitung. Der Upload startet nach einer Weile und soll 800 Minuten dauern, das sind mehr als 13 Stunden! Na sei’s drum, versuchen wir das mal…

Während der Upload vor sind hin läuft schaue ich was ich bei Vimeo hochladen könnte. 500 MB habe ich dort frei, das ist echt ein Witz, aber es ist kostenlos und bei Vimeo sind deutlich weniger Idioten unterwegs als bei YouTube. Plötzlich sticht mir dort ein Video ins Auge. Es ist ein Musikvideo der Band Clock Opera, es läuft knapp 5 Minuten. Ok, die gebe ich mir mal. Am Ende des Videos bin ich beeindruckt von der visuellen wie audiophilen Qualität dieser Produktion. Wie viel Arbeit da wohl drin steckt mag, ich bin mir sicher es waren viele hundert Stunden. Aber das Ergebnis ist großartig und daher binde ich es hier mal ein.

Ok, dann drückt mal auf den „Play“-Button, lehnt Euch zurück und genießt diese schöne kleine Geschichte.

Clock Opera – Once And For All (2012 Album Version) from Clock Opera on Vimeo.

Bis mein Video zur letzten Reise nach Teneriffa online ist wird es leider wohl noch eine Weile dauern…

Nikon D4 – Kaufen in den USA oder nicht?

Eben habe ich auf die Frage eines Lesers geantwortet. Während ich meine Antwort zusammengeschrieben habe kam mir der Gedanke, dass ich hieraus diesen gesonderten kurzen Artikel machen sollte, weil dieses Thema sicher viele unter Euch interessiert.

Hier die Frage:

Lieber Ansgar, zuerst möchte ich feststellen, daß ich Ihren Blog mit wirklich großem Interesse verfolge. Zur Nikon D4 ist zu sagen, daß sie, so scheint es zumindest, ein wirkliches Prachtstück geworden ist. Was ich aber wirklich nicht verstehe ist die Preisgestaltung. In den USA wird sie im Handel für $ 5.999,- von Nikon angeboten, in Deutschland werden dafür Euro 5.930,- veranschlagt. Ich kann hier keine echte Kalkulation erkennen. Mit freundlichen Grüßen M. Kluger

Dazu möchte ich an dieser Stelle ein paar Worte zur Preispolitik von Nikon, Apple & Co. loswerden. Während der letzten USA-Reisen habe ich häufig festgestellt, dass für viele Produkte der Preis in US-Dollar etwa dem Euro Preis in Deutschland entspricht. So gab es beispielsweise das iPad II in den USA bei BESTBUY oder Fry’s ab 500$ während es in Deutschland 500€ gekostet hat. Berücksichtigt man den Umrechnungskurs $ zu €, so wären viele Produkte in den USA deutlich preiswerter als in Deutschland. Aber man muss berücksichtigen, dass die USA eine geringere Mehrwertsteuer haben, die Kaufkraft allgemein etwas niedriger ist als in Deutschland, im Gegenzug der Markt aber ungleich größer ist. Würde man während einer Reise in den USA ein iPad zu 500$ kaufen und es offiziell einführen, so würden Einfuhrzoll und die deutsche Mehrwertsteuer fällig. Damit wäre der scheinbare Preisvorteil weitgehend ausgeglichen. Hier würde es sich also nur lohnen wenn man das Gerät „schmuggeln“ würde.

Genauso verhält es sich mit der Nikon D4! In den USA wird sie voraussichtlich einen Listenpreis von knapp 6.000$ und bei uns in Deutschland knapp 6.000€ haben.

Der heutige Dollarkurs beträgt 1.2713$ = 1€

Dann rechnen wir mal nach…

6.000$ / 1.2713 = 4719,58€

zzgl. 15% Einfuhrzoll = 4719,58€ * 1.15 = 5427,52€

zzgl. 19% MwSt = 5427,52€ * 1.19 = 6458,74€

Hier gibt es einige Infos des Deutschen Zoll zum Thema „Einfuhr von Waren aus Nicht-EU-Ländern

Damit hätten wir es schwarz auf weiß – eine in den USA gekaufte und offiziell nach Deutschland eingeführte Nikon D4 wäre damit sogar teurer! Hätte man die Kamera zum historischen Tiefstand des Dollars von 1.60$ = 1€ aus den USA einführen können, so hätte sie „nur“ 5131,88€ gekostet.

Ob sich ein Kauf in den USA lohnt, das hängt also ganz klar vom Wechselkurs ab. Unterhalb eines Wechselkurses von 1,34$ = 1€ ist es in Deutschland billiger und man kommt in den Genuß der Deutschen Garantie! Der einzige Weg eine teure Kamera „fast legal“ nach Deutschland einzuführen ist, den Karton etc. in den USA wegzuwerfen und sich vom dortigen Händler eine Quittung für ein Vorführmodell zum „Special Price“ ausstellen zu lassen. Was der deutsche Zoll davon anerkennt wenn man die Kamera mit den Gebrauchsspuren einer vielleicht 8 wöchigen Reise offiziell einführt, hängt von den Zöllnern ab. Es kann gut gehen, muss es aber nicht. Und man kann die Kamera bei einem Defekt innerhalb der Garantiezeit NICHT kostenlos in Deutschland reparieren lassen!

Ich hoffe damit ist klar, warum die D4 in den USA 6.000 Dollar und hier bei uns ca. 5.930 Euro kosten wird.

Update vom 17.05.2013

Ich habe die „Probe aufs Exempel“ gemacht und mir zum Preis von 999,- $ in den USA ein Objektiv bestellt. Welche Kosten für Versand, Einfuhrzoll, Steuern und Gebühren angefallen sind, das könnt Ihr hier nachlesen:

Nikon D4 – Offiziell vorgestellt

Das lange Warten hat ein Ende, Nikon hat die neue D4 heute offiziell vorgestellt. Auf der CES in Las Vegas wird man sie bewundern können und während der kommenden Monate wird es sicher einen großen Ansturm geben. Wer sie will sollte sie vorbestellen und im Vorfeld klären wie er sie bezahlen kann 🙂

Bei der Beschreibung der neuen Kamera haben die Werbetexter ganze Arbeit geleistet…

Grenzen sind dazu da, überschritten zu werden. Diese Spiegelreflexkamera ist wie geschaffen dafür, sie zu überschreiten.

Die D4 bietet eine unschlagbare Kombination aus einer Bildrate von bis zu 11 Bilder/s, einem FX-Format-Sensor mit 16,2 Megapixel und einer außerordentlich hohen ISO-Empfindlichkeit (erweiterbar bis zu 204.800, analog zu ISO). Die D-Movie-Funktion bietet ein Maß an Flexibilität, das sendefähige Videoaufnahmen möglich macht. Der Verschlussmechanismus aus Kevlar/Kohlefaser-Verbundmaterial ist auf 400.000 Auslösungen, und damit dreißig Prozent mehr als die Vorgängerversion, ausgelegt.

Mit ihrer Robustheit und Vielseitigkeit ist die D4 allzeit einsatzbereit und eignet sich für jede erdenkliche Aufnahmesituation.

Na das ist doch mal ein Aussage – Grenzen sind dazu da, überschritten zu werden – ich denke genau das werden viele Fotografen in den nächsten Jahren mit dieser Kamera versuchen. Interessant ist, dass die D4 „nur“ 16,2 Megapixel hat. Hier hat wohl der Verstand über das Marketing gesiegt. Mit „echten“ 12 Megapixeln sind schon wirklich gute Prints in 60x90cm möglich, aber nur wenn man keine Ausschnittsvergrößerung machen muss weil das Motiv zu weit weg war. Mit 16,2 Megapixeln haben viele Fotografen nun genau die „Crop-Reserve“ die sie sich schon seit langem gewünscht haben.

Und wieder hat Nikon ein neues Akkusystem etabliert – EN-EL18 heißt das gute Stück, meine Gebete sind doch nicht erhört worden 🙂 Wer also künftig mit einer D3x UND einer D4 unterwegs ist, der muss zwei Ladegeräte mitnehmen und kann die Akkus nicht tauschen. Schade eigentlich, aber die D3x wird in etwa einem Jahr durch die D4x abgelöst werden. Damit ist die Welt dann wieder in Ordnung und alles wird prima zusammen passen.

Interessant ist, dass Nikon seit der D1h/D1x die Strategie einer schnellen und einer separaten hochauflösenden Kamera beibehalten wird. Beides zusammen geht eben nicht. Eine Kamera mit 32.000.000 Pixeln, einer Serienbildfrequenz von 11 Bildern/s und exterm hoher ISO-Empfindlichkeit bekommt man eben im Jahr 2012 noch nicht hin. Aber das ist auch nicht schlimm, zum einen kurbelt es den Umsatz an und zum anderen gibt es wirklich zwei Lager innerhalb der „Fotografen-Szene“. Die einen belagern Politiker und Promis und hoffen auf einen gut bezahlten „Schuss“. Die anderen haben im Studio alle Möglichkeiten zur perfekten Ausleuchtung und legen weniger Wert auf hohe ISO-Werte als auf allerfeinste Detailzeichnung.

Ok, das Warten hat ein Ende – fast jedenfalls! Wie sie aussieht und was sie kann ist jetzt raus, wann sie aber wirklich lieferbar sein wird ist noch ein ganz anderes Thema. Ich denke wir werden bis Mai 2012 warten müssen bis wir sie wirklich mal in einem Laden stehen sehen werden. Der Preis soll bei 6.000 Dollar liegen. Inflationsbereinigt ist das etwa das was meine D2x im Jahr 2005 gekostet hat. Das ist sieben Jahre her, heute ist noch 700 Euro wert. Meine Prognose, im Jahr 2019 wird man für 700 Euro eine D4 bekommen, denn dann wird es so sein wie heute, dann wird es die D5 oder vielleicht schon die D6 geben.

Die ganze Hysterie geht also weiter, nun wo die D4 da ist werden alle auf die D800 und die D4x warten. Es bleibt spannend. Hier habe ich noch eine kleine Slideshow zum neuen Luxusteil…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Vor einigen Wochen habe ich dieses kleine Video zur Nikon F5 produziert.

Ich bin gespannt wann ich einen ähnlichen „Rückblick“ für die D4 machen kann. Wo wir gerade dabei sind, hier habe ich noch ein paar Videos zu einigen älteren Nikon Kameras. In den nächsten Wochen werde ich ich mich mal der F100 und der F5 etwas ausführlicher widmen.