iPad gekündigt aber vodafone bucht weiter ab…

Wer meinen BLOG seit längerer Zeit verfolgt, hat schon am 13. Februar lesen können, wie ich von der augenscheinlich geglückten problemlosen Kündigung meiner vodafone 3GB Flatrate für das Apple iPad berichtet habe. Kurz nach der Kündigung bin ich dann für eine längere Zeit in den USA gewesen und habe nicht weiter über meinen vodafone Vertrag nachgedacht. Bei meiner Heimkehr habe ich auch keinerlei Rechnungen gefunden und bin davon ausgegangen, dass alles prima geklappt hat. Aus den Augen aus dem Sinn.

Einige Wochen später ist mir dann bei der Durchsicht der vielen hundert Kontobewegungen aufgefallen, dass vodafone, trotz der auf dem iPad bestätigten erfolgreichen Kündigung, weiterhin monatlich 24,95 Euro von meinem Konto abgebucht hat. Entsprechende Rechnungen wurden aber nicht verschickt.

Weil bei der Hotline niemand zu erreichen war, habe ich mich per E-Mail an vodafone gewendet. In der Folge gab es eine E-Mail vom Kundendienst. Ich solle ihnen mein Kennwort mitteilen, weil sie aus Gründen des Datenschutzes nicht auf mein Konto zugreifen könnten!! Wie krass ist denn das? Ein Kennwort dient dazu den Kunden den Geschützen Zugang zu genau ihrem Konto zu ermöglichen. Solch eine Information ist höchst vertraulich und die soll ich nun in einen vodafone-Vordruck eintragen und diesen inkl. Namen usw. per Fax an vodafone senden? Wer weiß, wie lange dieses Fax dort herumliegt und wer es alles lesen kann. Wo bleibt HIER der Datenschutz? Das kann ja wohl nicht wahr sein.

Aber egal, ich habe einfach ein neues Kennwort beantragt. Ein „Altes Kennwort“ kenne ich nicht nicht, warum auch schließlich werde ich über die SIM-Karte des iPAds authentifiziert. Man schaltet das WLAN ab, aktiviert die SIM-Karte, geht mit Safari auf http://www.vodefone.de und schon sieht man seine Vertragsdaten. Das sieht dann so aus und ein Kennwort braucht man dafür NICHT!!

So sieht das seit Februar 2010 unverändert aus.

Als ich den Datentarif gekündigt habe konnte ich auf dem iPad das hier lesen:

Steht hier ganz klar „Die Datenoption ist zum 20.02.11 gekündigt“ oder steht das da nicht?

Wie dem auch sei, beim ersten Anlauf gab es seitens vodafone keine weiteren Anrufe und ich bin davon ausgegangen, dass sie mir die zu unrecht eingezogenen Telefongebühren irgendwann erstatten würden. Aber Pustekuchen! Rund 10 Monate später fällt mir auf, dass statt einer Gutschrift von vodafone weiterhin monatlich abgebucht wird. Also versuche ich wieder einmal mich durch die Telefonwarteschlangen zu hangeln, um wieder frustriert eine E-Mail zu verschicken.

Der vodafone Support reagiert wie beim ersten Mal, es gibt eine E-Mail, sie brauchen mein Kennwort. Ok, also drucke ich das Formular erneut aus, unterschreibe es, scanne es ein und schicke es per E-Mail mit den beiden oben gezeigten Screenshots an den vodafone Kundendienst.

Heute klingelt dann mein Handy, eine nette Dame des vodafone Kundendienstes ist am anderen Ende. Sie sagt mir zu, dass sie mir erneut Rechnungsduplikate für die letzten Monate zusenden will. Hä? Duplikate von was? Ich habe keine Rechnungen erhalten, sonst hätte ich auch eher reagieren können. Als ich vorsichtig nachfrage wann ich mit der Erstattung der zu unrecht eingezogenen Geldbeträge rechnen kann erfahre ich, dass ich nach Deutschem Recht nur schriftlich mit Unterschrift kündigen kann. Hä? Warum wurde mir dann auf der Webseite auf dem iPad von vodafone angezeigt mein Datentarif sei gekündigt? Auch konnte ich keine Verbindung mehr herstellen, es gab ja auch keinen Datentarif!

Am Telefon entbrennt ein Streitgespräch, die nette Dame ist nicht mehr so nett und schließlich bin ich angesichts ihrer Belehrungen so verärgert, dass ich mich nur kurz bedanke und dann auflegen muss um nicht vor Wut zu platzen.

Ein Freund hat mir vor langer Zeit mal gesagt, die Mobilfunkanbieter wären die Raubritter des 21. Jahrhunderts – ob er damit Recht hatte??

Eben habe ich mal kurz bei http://www.google.de nach „iPad vodafone Kündigung“ gesucht und eine lange Liste von Einträgen frustrierter vodafone-Kunden mit dem gleichen Problem gefunden.

Hier zwei Beispiele die sogar aus einem moderierten vodafone-Forum stammen!!

https://www.vodafone.de/forum/posts/list/2439.page

https://www.vodafone.de/forum/posts/list/2721.page

Schaut man sich das vodafone Infodokument 4142 an so gibt es dort klipp und klar diese Passage zu lesen:

Dort steht also: Sie können Ihre Vodafone MobileInternet Basic einfach und bequem selbst verwalten, Tarifoptionen wechseln und kündigen.

Unterliege ich einer Sinnestäuschung oder bietet vodafone da die Kündigung direkt auf dem iPad an? Ich denke ich habe richtig gelesen und Ihr auch! Genau so hatte es ja auch funktioniert – leider aber nur unter der Haube!

Dass ich nun 250 Euro für nicht erbrachte und auch nur abrufbare Leistungen zahlen soll ist echt der Kracher. Am Telefon musste ich mir auch noch anhören, dass ich selbst schuld sei weil ich mich erst so spät gemeldet habe. Hallo? Habe ich es nicht schon früher versucht? Habe ich irgendwelche Rechnungen bekommen? Habe ich versucht einen Kundendienst anzurufen der fast nie erreichbar ist? In einem vodafone Shop war ich auch. Die haben mir nur gesagt, dass sie da nichts tun können und dass ich mich an den Support wenden soll – prima!

Heute werde ich einen neuen Versuch starten mein Geld zurück zu bekommen. Wie das ausgeht werde ich Euch hier berichten. Man darf gespannt sein…

Nikon P7100 – Dynamikumfang erweitern

Es ist Samstag und mein Freund Anas hat sich mit uns für 13h verabredet. Zusammen mit Sandra fahren wir hoch zur Margaretenhöhe im Siebengebirge, unser Ziel ist der Oelberg. Die höchste Erhebung im Siebengebirge. Bei schönem Wetter kann man bis nach Köln schauen, heute ist es leider sehr diesig und wir können kaum den Bonner Posttower sehen. Während die Wanderer kommen und gehen lassen wir es uns bei Rehkeule mit Klößen gut gehen.

Als sich der Tag dem Ende entgegen neigt müssen wir aufbrechen wenn wir noch bei Tageslicht am Auto eintreffen wollen. Doch es ist noch Zeit für einen schnellen Schuß mit der neuen Nikon P7100. Ein Stativ und einen Infrarotauslöser habe ich nicht dabei, schade denn das Abendrot ist wirklich schön.

Der Kontrast ist so heftig, man bekommt den tollen Sonnenuntergang einfach nicht auf den kleinen Chip gebannt. Entweder ist der Himmel fast weiß oder die Felsen im Vordergrund versinken in tiefem Schwarz.

Was tun, ein Stativ habe ich nicht und ohne selbiges läßt sich kein wirklich schönes HDR erstellen. Eine typische Situation die tausende Fotografen tagtäglich erleben. Man könnte einen Grauverlaufsfilter verwenden, das würde ein wenig helfen, aber die P7100 hat kein Filtergewinde, jedenfalls nicht ohne Zubehör.

Wie wäre es denn mit einer Belichtungsreihe – ich könnte versuchen die Kamera einfach still zu halten und das Motiv so zu wählen, dass ich später aus zwei Fotos mit ggfs. leicht unterschiedlichem Bildausschnitt ein einziges Foto zusammen zu setzen. Kaum gedacht auch schon geknipst…

Später am Computer suche ich mir aus der 5-fach Belichtungsreihe zwei Bilder heraus die zusammen passen könnten. Einmal ist der untere Bildbereich ok, beim zweiten Bild ist der Himmel schön strukturiert und nicht überstrahlt.

Mit Nikon Capture passe ich die beiden Bilder so an, dass sie den gleichen Weißabgleich usw. verwenden. Danach öffne ich sie in Photoshop und lege das dunklere Bild in einer Ebene über das hellere Bild. Anschließend füge ich eine Ebenenmaske hinzu und gebe dieser einen Farbverlauf von weiß nach schwarz. fertig ist meine Montage – na jedenfalls fast fertig. Das der Ausschnitt nicht so ganz korrekt ist stelle ich die Deckkraft des oberen Bildes auf 50%, drücke das V und verschiebe es dann mit den Cursortasten bis die Ruine auf dem Drachenfels deckungsgleich ist. Danach ändere ich die Deckkraft wieder auf 100% und beschneide das Bild so, dass es keine Räder gibt die wegen der nicht präzisen Überdeckung der beiden Bilder entstanden sind.

Anschließend via Makro auf 1000 Pixel Seitenlänge verkleinern und ab in die fotocommunity damit 🙂

War doch ganz einfach und sieht gar nicht übel aus, oder? Alles ganz ohne HDR und ohne Tonemapping!

 

 

Flash Gordons langsames schweres Sterben

Gerade eben habe ich mein neues Photoshop-Tutorial bei YouTube hochgeladen. Beim Anschauen fällt mir auf, irgendwas ist anders als sonst. Aha, man kann Videos jetzt auch in halber oder doppelter Geschwindigkeit abspielen. Keine Ahnung wer das braucht aber es schein cool zu sein. Ich schalte mal auf Vollbild um mein Video zu „kontrollieren“. Doch was ist das, es gibt gar kein richtiges Vollbild. Das Video ist so groß wie der Browser der es anzeigt, komisch. Dann schwant es mir… Vor einigen Tagen war zu lesen, dass Adobe die Flash-Technologie für mobile Endgeräte nicht weiterentwickeln wird. Im Projekt haben wir noch darüber gesprochen und eine Kollege meinte ganz treffend: „Wenn YouTube von Flash auf HTML5 umstellt ist das sowieso tot!“

Heute ist es nun soweit, seit heute gibt es bei YouTube HTML5 statt Flash. Man braucht also künfitg keinen Adobe Flash-Player mehr zu installieren um ein YouTube-Video anzuschauen. Irgendwie schon cool. Im Gegenzug muss der Browser natürlich HTML5 beherrschen!

Was bedeutet das für uns alle? Eigentlich nichts, außer dass Steve Jobs sich in seinem Grab auf die Schenkel schlagen wird. Oder doch? Ich denke besonders für die Beratungsbranche ist dies von Bedeutung. Vor etwa 5 bis 6 Jahren hieß es noch „Wer heutzutage statt Flash einfaches HTML benutzt hat irgendwas es nicht verstanden!“ Nun im Jahr 2011 benutzten doch noch viele Webseiten weltweit den Adobe Flash Player um bewegten dynamischen Content darstellen zu können. Alle diese Webseiten werden irgendwann auf HTML5 umgestellt werden müssen.

Von Microsoft gibt es ein Pendant zu Adobes Flash-Player namens Silverlight. Wenn eh alles auf HTML5 umgestellt wird, warum dann noch Silverlight? Ich denke auch diese Technologie wird früher oder später aussterben. Vielleicht wird auch HTML5 aussterben, vielleicht gibt es in ein paar Jahren HTML6 oder etwas ganz anderes. Mal sehen, es bleibt jedenfalls spannend!!

Nikon Scan unter OS-X Lion

Sucht man bei http://www.wikipedia.de nach dem Begriff „Rosetta“ findet man u.a. diesen kleinen Absatz:

Rosetta ist der Name eines Frameworks, das zwischen 2006 und 2011 Bestandteil des Betriebssystems Mac OS X war und es ermöglichte, für PowerPC-Prozessoren kompilierte Programme unverändert auf x86-Prozessoren auszuführen. Der Name ist angelehnt an den Stein von Rosetta, der wesentlich zur Entzifferung der Hieroglyphen beitrug.

Versucht man nach dem Upgrade von Apples OS-X Snow-Leopard auf OS-X Lion die Software Nikon Scan zu starten wird man feststellen, dass diese Software mit der Fehlermeldung abbricht, dass PowerPC-Programme nicht mehr unterstützt werden. Nun versteht man auch warum im obigen Zitat das Wörtchen „war“ verwendet wird. Mit OS-X Lion wird kein alter Krams mehr unterstützt, dazu gehört leider auch Nikon Scan! Damit sind alle Anwender gekniffen die noch vor kurzem Geld für einen Scanner wie beispielsweise den Nikon Coolscan 9000 und einen Mac ausgegeben haben. Nikon legt auch nicht nach, denn dann müsste man die Software wahrscheinlich aufwändig überarbeiten.

Was tun?

Unter www.hamrick.com ist mit VueScan 9.0.62 eine wirklich gute und leistungsfähige Scanner-Software verfügbar die auf dem Mac läuft und fast alle Scanner unterstützt die derzeit lieferbar sind oder es bis vor einigen wenigen Jahren waren. Die Professional Version kostet etwa 80,- US-Dollar, bezahlen kann man mit einer Kreditkarte.

Der Download ist schnell beendet, mein Nikon Scanner wird sofort erkannt und die Scan-Qualität ist nicht schlechter als bei Nikon-Scan. Für die Nachbearbeitung der Scans kann man auf die Apple-Vorschau oder eine der vielen Photoshop-Varianten zurückgreifen. Man kann also auch im Jahr 2011 noch Dias scannen. Ok, es ist ein wenig traurig, dass Nikon alles eingestellt hat was mit Film-Scannern zu tun hat. Aber es geht, wenn auch mit ein paar Haken und Ösen. Doch es ist ein weiteres Indiz, dass es langsam aber sicher um die traditionelle Fotografie eng wird. Noch ein paar Jahre und ein Freak ist wer noch einen Film belichten möchte, traurig aber wahr…

Dabei macht es Spaß und die Ergebnisse sind manchmal wirklich großartig…

Hier einige zum Teil schon etwas ältere Scans:

Zunächst einige Scans von einem Kodak Ektar 100 die ich mit einer Nikon F5 und der MF-28 Multifunktionsrückwand fotografiert habe. Auf den Stegen zwischen den Bildern habe ich damit Datum und Uhrzeit einbelichtet – sehr cool!

Nun ein recht altes Bild das mit einem 800mm Teleobjektiv vom anderen Ende der Stadt auf dem Dach eines Hochhauses entstanden ist als die Queen Mary II erstmals im Hamburger Hafen vor Anker lag. Der Scan ist von 2008, das Dia ist deutlich älter!

Nun zwei „Blümchen-Dias“…

Und ein traurig dreinschauender Leopard den ich mit der Nikon F5 durch eine Glasscheibe hindurch auf Kodak Ektar 100 fotografiert habe.

Einige winterliche Impressionen der letzten USA Reise im Frühjahr 2011. Bei dieser Reise hatte ich eine Nikon F80 dabei und habe etwa 10 Rollen Fuji Velvia 50 und einige wenige Kodak Ektar 100 belichtet.

Richtig toll war es noch einmal die „Chess Queen“ bei den Coyote Buttes South in Arizona zu besuchen. Ein Bild mit der Nikon F80 und dem Nikkor AF-D 2.8/20mm auf Fuji Velvia 50.

Beim leider vergeblichen Versuch einen Hiking-Permit für die Wave zu ergattern habe ich im April 2011 Alan Vasenius aus Los Angeles kennen gelernt. Alan hat mir den Tipp gegeben ins Monument Valley zu fahren und dem seltenen Schauspiel beizuwohnen das ich hier mit d er Nikon F80 und dem Nikkor AF-S VR 2.8/70-200 auf Velvia 50 abgelichtet habe.

Der Mono Lake in Kalifornien hat es mit ganz besonders angetan. Wiederum Nikon F80 mit Nikkor AF-S 24-85mm und Velvia 50.

Zum Schluss noch ein Sonnenaufgang über dem Bryce-Canyon. Ein Foto das bei der Erkenntnis hilft, dass Diafilme keinen wirklich großen Dynamik-Umfang haben und dass man solche schwierigen Motive besser mit der Nikon D300 oder D700 in Verbindung mit einer Belichtungsreihe und einer HDR-Verarbeitung ablichten kann. Dieses Bild ist aus drei verschiednen hellen Scan des gleichen Dias erstellt! Viel Aufwand für ein mäßiges Ergebnis, aber immerhin…

Ok, der Scanner geht wieder und ich hoffe sehr, dass ich die neuen Filme die seit der letzten Woche im Kühlschrank lagern auch irgendwann noch entwickeln lassen kann…

Du bist Steve!

Heute habe ich ein kleines Photoshop-Tutorial für Euch zusammen gestellt. Es geht darum zu zeigen, wie man eine ganz einfache Fotomontage erstellt und wie man in Photoshop mit Ebenen und Ebenen-Masken arbeitet. Dazu nehme ich mir ein bekanntes Bild von Steve Jobs, öffne es in Photoshop und lege einfach mal eine Foto von mir darüber. Mit ein wenig Nacharbeit ersetze ich das Gesicht von Steve Jobs durch mein langweiliges Gesicht. Danach wird alles in ein Schwarz-Weiss-Bild konvertiert und noch ein Schriftzug angebracht – fertig!

Hier ist das Endergebnis dieses kleinen Experiments:

Hier habe ich das Tutorial dazu:

 

Viel Spaß beim Nachmachen 🙂