Über Ochtendung und Hunsrück nach Mainz

Täglich grüßt das Murmeltier, so auch um kurz nach 5h am Montag den 12. Februar. Am Wochenende habe ich etliche Stunden im Stau auf den Autobabhnen dieser Welt verbracht. Heute will ich mir mal wieder den Wind um die Nase wehen lassen, endlich mal wieder dieses Gefühl der Freiheit genießen. Und das auf dem Weg zur Arbeit, wie priviligiert kann man eigentlich sein 🙂

Um kurz nach 6h ist das Moped startklar, es geht wieder los. Es wird vielleicht eine der letzten Touren des Jahres werden, mal schauen mal ob wir nach dem unbeständigen Sommer vielleicht einen goldenen Oktober bekommen.

Am Abend zuvor habe ich mir eine Route überlegt. Ganz klassisch mit einer Landkarte und Google Maps…

Inzwischen wird es später hell, daher soll es zunächst über die Autobahn nach Ochtendung an der A61 gehen. Dort will ich tanken und weiter durch die letzten Ausläufer der Eifel hinab zur Mosel fahren. Dann entlang der Mosel und über den Hunsrück in Richtung Stromberg. Dort soll es wieder auf die A61 und weiter nach Mainz gehen.

Der Plan funktioniert – um kurz nach 7h ist der Tank voll, die drei GoPro Kameras laufen, der Spaß beginnt…

Kamera Nummer 3 habe ich diesmal zunächst nicht am Helm sondern mit dem Rohrhalter am Lenker montiert. So kann ich später mal schauen wie ich auf dem Bock sitze und in der Gegend herum schaue. Später unten an der Mosel halte ich kurz an und wechsle die Perspektive, nun kommt die Kamera an den Helm. Ausgeschaltet wird nichts, dann muss ich später auch nichts neu synchronisieren…

Hier ein Ausschnitt der Tour – Anklicken um die  Originalgröße zu sehen…

Das Tal durch das ich eigentlich fahren will ist leider gesperrt, aber es gibt hier so viele verwunschene Täler in Richtung Süden, ich nehme einfach mal das nächste Tal. Das TomTom Urban Rider zeichnet derweil den Track auf, verrät mir ob ich eine Spitzkehre vor der Nase habe und wann der nächste Abzweig kommt. Wirklich praktisch!

Später in Mainz dann unter die Dusche und ab ins Büro, Geld verdienen für den nächsten Ritt – das wird am Donerstag sein. Mal sehen welche Route ich dann finde 🙂

Zwei Tage später ist das Video schon online! Diesmal habe ich die Bugkamera nach oben gesetzt und die Heckkamera nach unten. Die wacklige Helmkamera ist auf einen kleinen Ausschnitt unten links reduziert – so gefällt mir das eigentlich auch ganz gut. Welche Musik soll ich diesmal nehmen? Ich krame mal wieder in meinem Archiv und finde tatsächlich noch ein paar etwa 25 Jahre alte Wave-Files mit selbstgemachter Mucke. Das Equipment ist noch so ähnlich wie beim letzten „Easy Rider“. Und da ist sogar noch ein kleiner Auszug aus der deutschen Fassung der Matrix – genial! Am Anfang ein kurzes Brummen aus einem Song von Rammstein, ein Dolby-THX Kracher und schon habe ich beisammen was ich suche.

Für den Schnitt habe ich mir Magix Video Deluxe V17 auf meinem Mainzer Windows Vista 64-Bit PC installiert. Dieses Ding habe ich seit es hier den Mac Mini gibt nicht mehr benutzt. Aber mit iMovie kann ich nicht ohne weiteres ein zweifaches Bild im Bild zusammenkleben. Also muss die Windows Gurke doch mal wieder ran. Und siehe da, die ist sogar gar nicht so schlecht 🙂 Nur das Magix Video Deluxe ist schrecklich ungeschickt programmiert. Sobald man ein Bild im Bild hat und irgendwas nicht mit der originalen Geschwindigkeit abläuft, ist ein Vorschau gar nicht mehr möglich. Das haben die Programmierer von iMovie besser gemacht! Der Schnitt durch drei Videospuren und vier Audiospuren ist nervig. Also exportiere ich zunächst eine Variante mit zweifachem Bild im Bild im WMV-Format. Am nächsten Tag ist es dann fertig und ich kann es wieder importieren. Nun lege ich die Musik darunter und schneide es auf etwa 5 Minuten zusammen. Der Export und Upload zu YouTube dauert rund drei Stunden.

Als ich dann mitten in der Nacht auswache ist das neue Video tatsächlich online. Ich kann gerade eh nicht schlafen, warum nicht kurz was bloggen 🙂

Ok, hier ist es nun mein neuestes „Easy Rider Video“ – Eine Mopedtour ohne Risiko mit 100% Spaß…

 

Brenzlige Situationen hat es diesmal fast keine gegeben. Nur kurz vor meinem Mainzer Appartement zeigt sich wieder, dass man als Motorradfahrer niemandem auf dieser Welt trauen darf – gesünder ist das!!

Mein Leben mit dem Apple TV

Zu Beginn der letzten Woche habe ich mir mehr oder weniger aus einer Laune heraus ein Apple TV bestellt. Das super schnelle ONE-CLICK von amazon.de ist in der Mittagspause auf dem Android-Telefon doch verführerisch… Drei Tage später war es auch schon da und das Ding funktioniert nun auch zum größten Teil recht gut. Was noch nicht funktioniert, könnt Ihr Euch in diesem kleinen Video anschauen.

Es war wirklich spät als ich es auf genommen habe und dass die Kamera etwa schief steht konnte man auf dem kleinen Display der Nikon D7000 nicht so richtig gut erkennen. Auch hätte ich die Belichtungsautomatik abstellen sollen, damit es nicht bei jedem Bildwechsel hell und wieder dunkel wird.

Danach habe ich noch mit der neuen „ONE FOR ALL“ Universal-Fernbedienung herum gespielt. Inkl. eines Adapters für die Sony Playstation 3 kostet diese Fernbedienung bei Conrad Elektronik knapp 40 Euro. Der Adapter ist eine kleine schwarze Kiste die Infrarot-Signale in Blue-Tooth-Signale umsetzt. Dieser Adapter benötigt zwei Mignon Zellen und wird einfach irgendwo in Reichweite der PS3 aufgestellt. Danach muss er über das Menü der Playstation als „Fernbedienung“ registriert werden. An der Fernbedienung muss man dann noch einstellen, dass man für Spiele eine Playstation und keine XBox verwendet. Und schon klappt es mit dem Nachbarn. Allerdings hatte ich es mit anders vorgestellt!! Diese Fernbedienung hat keine PS3 typischen Symbole. Also farbige Quadrate, Kreise usw. Alles geht, ist aber verstreut über die Tasten der Fernbedienung. Wer sich merken kann wo hier das Dreieck und wo der Kreis ist bekommt von mir ein Stück Pflaumenkuchen spendiert!

Im direkten Vergleich zu einer Logitech Harmony One muss ich sagen, dass die Harmony One zwar ein mehrfaches kostet aber auch deutlich angenehmer zu bedienen und zu programmieren ist.

Bei der Logitech Harmony One kann man bspw. festlegen, dass

  • die Lautstärke über einen AV-Receiver  gesteuert wird
  • die Fernsehprogramme über einen DVB-T Empfänger umschaltet werden
  • der Fernseher auf EXT-1 stehen muss
  • der AV-Receiver in den Modus „TV“ gebracht werden muss

Mit der ONE FOR ALL geht das auch, aber alles der Reihe nach und man muss ständig zwischen TV-Modus, Verstärker-Modus usw. hin und her wechseln. Das ist umständlich und irgendwie nervig…

In den nächsten Wochen werde ich mal versuchen diese beiden Fernbedienungen einander gegenüber zu stellen. Vielleicht hat ja jemand von euch auch einen ganzen Haufen unterschiedlicher Fernbedienungen im Wohnzimmer liegen und ist total genervt, dass das nicht alles mit einem gerät zu bedienen ist.

Aber auch „Negativ-Beispiele“ haben vielleicht für euch einen gewissen Lerneffekt!

Aber eigentlich geht es ja um das neue Apple TV! Also Fim ab in 720p…

Zoom H2 – Handy Recorder

Es ist Dienstag und das Wetter ist endlich wieder freundlich und sommerlich. Als ich das Büro verlasse ist noch Zeit um schnell mal bei Conrad-Elektronik am Mainzer Hauptbahnhof vorbei zu schauen. Also schnell zum Appartement, einen der beiden Koffer an die BMW gemacht und weiter geht’s. Bei Conrad gibt es dann ein Verlängerungskabel für das Nikon ME-1 Mikrofon, das in der letzten Woche mit der Post eingetroffen ist. So kann ich es bspw. während eines neuen Video-BLOGs auch mal direkt vor mir auf den Tisch stellen. Die Geräusche der Kamera sollten dann gar nicht mehr zu hören sein!

Dann fällt mir das ZOOM H2 ins Auge. Es gibt einen richtig großen Stapel und das Ding kostet ganze 169,- Euro. Warum nicht, dann habe ich wieder was für meinen BLOG und kann vielleicht mal einen Vergleichstest mit dem neuen Nikon ME-1 anstellen! Sicher kann man auch den einen oder anderen Blödsinn damit anstellen, also rein in den Einkaufskorb! Auf dem Weg zur Kasse gibt es noch eine SD-Speicherkarte und ein kleines Ansteckmikrofon. Später werde ich dann feststellen, dass es Klinkenstecker gibt, die noch kleiner als eine Mini-Kklinke sind! Das kleine Ansteckmikro passt einfach nirgendwo! Da werde ich noch nach einem Adapter Ausschau halten müssen!

Kurz nach Mitternacht ist dann mein Video-BLOG zum neuen Zoom H2 fertig. Das Ding überzeugt mich wirklich. Richtig Gitarre spielen kann ich leider nicht, aber für einen kurzen Soundcheck sollte es ok sein. Vielleicht kann ich künftig ja das kleine Ding mal laufen lassen während ich auf der Gitarre spiele. Es ist immer wieder interessant sich selbst später einmal anzuhören. Nur aus Fehlern kann man lernen 🙂

Ok, hier ist nun mein kleines Video zum neuen ZOOM H2:

Von Rheinbach zum Nürburgring

Es ist mal wieder Montag und es heißt um 5h aufzustehen – wie schwer das bloß wieder fällt… Aber egal, ich freue mich auf eine geile kleine Motorradtour durch die Eifel! Um kurz nach 6h geht es dann los. Das Thermometer zeigt frische 12 Grad! Gut, dass ich das Innenfutter für die Gore-Tex-Kombi am Wochenende gewaschen und erstmals in diesem Jahr wieder in die Kombi geknöpft habe.

Es geht so schnell wie möglich auf die Autobahn, dann nach Rheinbach. Kurz vor dem Monte Mare biege ich nach rechts in eine meiner Lieblings-Strecken ab. Nach ein paar hundert Metern kann ich anhalten und die drei GoPro Kameras scharf schalten. Später im Mainz werde ich dann enttäuscht feststellen, dass die hintere GoPro 960 irgendwie abgestürzt ist. Sie hat nichts aber auch gar nichts aufgezeichnet. Und abschalten lässt sie sich auch nicht mehr, da hilft nur noch „raus mit der Batterie“ – danach lebt sie wieder.

Die Helmkamera schafft mit einer frischen Akkuladung etwa zwei Stunden, die Bugkamera ist nach 90 Minuten am Ende ihrer Kräfte. Einmal mehr wird mir klar, mit diesen kleinen GoPro Kameras ein tolles Video aufzuzeichnen ist Glückssache!!

Aber erst einmal kann ich die Fahrt genießen. Es geht über wirklich leere Landstraßen nach Bad Münstereifel. Von dort aus dann auf einigen Umwegen zum Nürburgring. Danach weiter in Richtung A61 und dann ab nach Mainz. Dort schnell duschen und umziehen und dann auf ins Büro.

Später am Abend wird dann das Videomaterial in iMovie importiert und eine kleiner Film erstellt. Ein bisschen Royalty-Free-Music zur Untermalung und ab geht es in Richtung YouTube. Kein Meisterwerk, aber man kann sehr schön die Straße von Bad Münstereifel zum Nürburgring sehen. Biker die das noch nicht kennen werden sich vielleicht freuen. Alle anderen Zuschauer bekommen entweder einen epileptischen Anfall oder sollten einfach wegschauen 🙂

 

Und so sieht die mit dem TomTom Urban Rider aufgezeichnete Route aus: (Anklicken für große Darstellung)

Hier noch ein Detail der Strecke von Bad Münstereifel in Richtung Süden – das macht Spaß!

Richtig cool war vor allem, dass es Montagmorgen und nicht Sonntag-Nachmittag war! Keine anderen Autos oder Mopeds auf der Straße, keine Polizei, keine Kinder, kein nix, nur mein BMW und ich. Wie genial wenn man so in die neue Woche starten kann!!

Apple Mac Mini – Tuning – Teil 4

Als ich nach einem langen schwül warmen Sommertag noch vor dem großen Regen zurück im Appartement bin, liegt da ein Karton von amazon, super! Im riesigen Karton ist eine winzig kleine Seagate Momentus XT 500GB – die neue Hybridfestplatte! Ein kurzer Größenvergleich zeigt, das Ding sollte in den Mac Mini hineinpassen. Kurz die Hände waschen und die verschwitzten Klamotten ausziehen und dann geht es begleitet von einem leckeren kalten Bier gleich ans Werk.

Die Platte passt auf Anhieb, aber es sind drei Kabel abgerutscht die zu den WLAN-Antennen führen. Die Stecker sind so winzig, dass man sie kaum sehen kann. Auch habe ich weder viel Licht noch eine Lupe. Blöd ist das, aber nach einer Weile stecken alle drei Kabel fest auf der Platine und der Mac ist fast wieder zusammen. Drei der vier Schrauben passen auf Anhieb. Nummer vier will einfach nicht. Man kann auch nichts sehen, ich versuche bestimmt 10 Minuten lange diese doofe Schraube dahin zu drehen wo sie mal war, keine Chance. Ok, der Mac wird auch mit drei Schrauben nicht gleich auseinander fallen. Und bevor noch eines dieser fragilen Kabel abbricht, lassen wir einfach alles wie es ist.

Dann werden die billige Lasermaus und die neue 2 TB große 3,5″ USB 2.0 Festplatte angeschlossen. Mit einem kleinen Kloß im Hals schalte ich den Mac ein. Das Gehäuse ist noch offen, wer weiß wofür das gut ist. Nach einer Weile findet er das Backup welches ich am Montag auf die externe Festplatte gemacht habe und startet tatsächlich von der externen Platte, das ist cool! Mit einem Windows-PC hätte das nicht funktioniert! Der Startvorgang dauert ziemlich lange, USB-2.0 ist eben doch ein Flaschenhals. Aber dann ist der Mac da. Nummer 5 lebt – großartig!

Nach ein bis zwei Minuten  meldet der Mac, dass er eine nicht initialisierte Festplatte gefunden hat, super! Mit dem Festplatten Dienstprogramm wird die neue Momentus XT partioniert und formatiert. Beim Mac heißt das schlicht und ergreifend „Festplatte löschen“ – ok… Als sie „gelöscht“ ist, kann der Restore-Vorgang beginnen. Ich schaue es mir eine Weile an, der Mac schaufelt via USB 2.0 etwa 1,5GB pro Minute auf die neue interne Festplatte. Der gesamte Restore wird also etwa drei Stunden dauern. Prima, da kann ich am Mac Book den Film schneiden den ich gestern auf der Tour mit Hermann gemacht habe.

Das ist echtes Parallel-Processing!!

Und kur vor Mitternacht funktioniert der kleine Mac dann tatsächlich wieder!!

Mission accomplished! Gute Nacht 🙂