Slideshow

Es ist Mittwoch der 27. April – seit drei Wochen bin ich aus den USA zurück. In meinem Portemonnaie warten noch sieben kleine Quittungen darauf gegen die sieben Diafilme eingetauscht zu werden die ich vor zwei Wochen bei Foto Oehling hier in Mainz abgegeben habe. Für 19h ist ein Essen mit den Kollegen geplant, es soll Steaks im El Chico geben. Um 18h42 brechen wir mit meinem Auto auf. Es geht von Weisenau über die B9 in Richtung Schillerplatz. Während wir darauf warten, dass eine der Ampeln die wir meistern müssen auf Grün umspringt sagt Hauke plötzlich „Jau, jetzt ist sie hin!“ Was meint er? Dann sehe ich es auch, während wir davor stehen fällt diese Ampel einfach aus, alle Lampen sind dunkel. Nun ist das Chaos vorprogrammiert… Wir stehen und stehen, die Autofahrer sind der Situation kaum gewachsen. Als wir endlich über die Kreuzung hinweg sind steht der Minutenzeiger meiner Timex aus Page schon bei 18h55. Es sind noch ein paar hundert Meter bis zum Parkhaus. Foto Oehling schließt um 19h! Eigentlich ist es kaum zu schaffen, aber es geht mit viel Schwung hinein ins Parkhaus und wir finden fast sofort eine freie Parklücke. Schnell raus aus dem Auto und im Laufschritt rüber zu Foto Oehling. Als ich vor der Türe stehe ist es 19h02 – ich bin zu spät! Hinter den Glastüren stehen zwei Mitarbeiterinnen die mich nun schon von vielen vielen Einkäufen kennen. Ich krame mein Portemonnaie heraus und wedle mit den sieben kleinen blauen Zettelchen. Die nette ältere Dame grinst und öffnet dann doch noch die Türe.

Schnell sind meine Diafilme gefunden. Doch die Kasse ist schon zu! Wieviel ist 7 x 8,99 Euro?? OK, ich habe 114 Euro passend und bekomme 50 Euro zurück. Eine Quittung kann sie nicht mehr schreiben und einen Taschenrechner hat sie auch nicht… Es geht weiter zum El Chico. Die Kollegen sind schon da und das Steak wird wie immer grandios sein! Einige Stunden und ein Eis später bin ich wieder in meinem Appartement. Der erste Diafilm der mir in die Hände fällt zeigt Bilder meines eiskalten Tages am Mono Lake. Ich suche ein Dia heraus und ab damit in den Nikon Coolscan V ED. Eine Stunde und mehrere Versuche später ist der erste Scan dann fertig.

Nachdem die Settings für den Scanner und genau diesen Film gefunden sind, ist schnell ein zweites Dia gescannt 🙂

Vor der Qualität der Bilder bin ich ganz begeistert. Die Nikon F80 und die sieben Fuji Velvia 50 in die USA mitzunehmen war also doch keine schlechte Idee. Zwar ist die Entwicklung inzwischen wirklich teuer und auch wenn etliche Dias nicht korrekt im Rähmchen sitzen, sie sind diesmal nicht verschrammt! Langsam komme auch ich zur Einsicht, dass das Problem der traditionellen Fotografie die Labore sein werden in denen man seine Filme noch entwickeln lassen kann… Aber die Dias lassen sich in den Rähmchen verschieben, sie sind nur schlecht gerahmt, nicht wirklich falsch geschnitten – mir fällt ein Stein vom Herzen 🙂

In den nächsten Wochen werde ich mich langsam durch den Stapel dieser Bilder arbeiten und hoffentlich noch viele kleine Überraschungen erleben. Das ist das Blöde und irgendwie auch gleichzeitig das Coole an der traditionellen Fotografie. Das Ergebnis ist nicht sofort da sondern entsteht meist erst viel viel später. So bleibt es ein wenig spannend und die Reiseerinnerungen können in Form von Zelluloid „nachwirken“ – auch nicht schlecht 🙂

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s