Tag drei – Oder: Wie man bei verhangenem Himmel Fotomotive findet

Nach dem großartigen Abendmahl ein kurzer Schreck im Schlafzimmer. Hoch oben an der Wand eine Eidechse, oder ist es ein Gecko? Hm, mal bei Caro Schlichting nachfragen! Ok, die Tiere haben keine Zähne, haben Angst vor Menschen, sind nachtaktiv und mögen keine ebenen Flächen. Es gibt auch einen alten Spruch der besagt, dass es Glück bringt wenn man einen Gecko im Hause hat. Die Tiere fressen alles Ungeziefer, ok dann schlafen wir mal unter Beobachtung eines nachtaktiven Geckos ein…

8h21 – Es hat geklappt – der Gecko ist weg!

Um 9h gibt es wieder ein geniales Frühstück – man ist das gut! Zum Abschluss gibt es noch ein Stück frisch gebackenen Apfelkuchen – wow. Ab 11h kommen dann die deutschen Frühstücksfans. Es hat sich herumgesprochen und Qualität zahlt sich eben aus!

Dennoch ist der Himmel sehr verhangen, Hochnebel könnte man das nennen. Vielleicht ein gutes Wetter für eine kleine Fototour durch die Innenstadt von Garachico? Mal sehen! Erst einmal gibt es ein paar Blümchen die hier überall wachsen und ein neues Kapitel für das tägliche BLOG 🙂

Hier sind die Blümchen:

_DSC0789 _DSC0767

Update um 17h30

Es war einfach kein schönes Fotowetter, der Himmel verhangen und diesig. Nach einem ausgiebigen Zwischenstopp in Garachico geht es weiter zum Punta de Teno. Dort ist so eben noch das Meer zu sehen, von La Gomera keine Spur weit und breit – schade! Aber es muss auch solche Tage geben 🙂 Also rein ins Auto und ab zum Restaurante La Terazza in Los Realejos. Das Wiedersehen ist toll, die Wirtin ist einfach super! Es gibt deutschen Kaffee und Apfelstrudel mit Vanilleeis und Schlagsahne – lecker!

Später in der Finca werden dann die Bilder gesichtet, die Beute ist nicht groß. Aber ein paar nette Schüsse sind doch dabei.

_DSC0834 _DSC0892_3_4_5_6_7_8

_DSC1158 _DSC1059

_DSC1074 _DSC1092 _DSC1139 

Und um 19h gibt es schon wieder Abendessen 🙂

Update um 20h15

Das Abendessen war wieder großes Kino – genial! Frisch gebackene Ciabatta-Brötchen, selbst gemachte Kräuterbutter, vier kleine Blätterteighörnchen mit Käse und Schinken gefüllt – heiß aus dem Ofen. Dann zwei Melonenspalten in einer leckeren Sauce mit vier Röllchen gekochtem Schinken – genial! Dann Putenbrust-Geschnetzeltes mit Wildreis und frischen Gemüse in einer tollen Sauce. Zum Durchatmen einen Ramazotti auf Eis mit Zitrone, danach Vanille-Eis auf Erdbeeren mit Cointraux und frischen Minzblättern – auf Wunsch mit Schlafsahne – wow…

Jetzt noch schnell die Bilder anschauen, dann Duschen und ab ins Bettchen 🙂

Der erste Tag – Taganana und Benijo

Nach dem Genuss des besten Frühstücksbuffet der Welt geht es schnell ins große Einkaufszentrum in Los Realejos. Badehose, Sonnenbrille, Käppi, Getränke… dann weiter Richtung La Laguna. Auf Höhe des Flughafens Tenerife Norte geht es von der Autobahn ab und dann an der historischen Altstadt von La Laguna vorbei. In La Laguna hat vor ein paar Wochen bei den schweren Unwettern die ganze Altstadt unter Wasser gestanden. Heute stehen schon ein paar Baukräne herum um das UNESCO Weltkulturerbe wieder herzurichten.

Weiter geht es durch das urwüchsige Anaga-Gebirge. Insgeheim hoffe ich auf Nebel, denn dann könnte ich nach all den Jahren vielleicht endlich mal ein paar Fotos im berühmten Nebelwald machen. Aber es gibt keinen Nebel! Statt dessen ist der Himmel trüb und verhangen. Aber egal, die Stimmung ist gut und der Tag am Meer bei Taganana und Benijo ist wunderbar.

Um 18h geht es in der Finca kurz ans Notebook – BLOG muss sein!

Dann schnell ein paar Fotos anschauen und dann gibt es ein mit hoher Wahrscheinlichkeit überragendes Abendessen!

Update um 22h:

Das Essen war wieder großartig! Nach einer italienischen Vorspeise gab es leckere Fischfilets auf Teigwaren. Als Dessert ein kleines Törtchen mit Waldbeeren in einem kleinen Meer aus Eierlikör und Erdbeeren – so kann man es hier ertragen 🙂 Ein nettes Paar aus Bamberg ist auch angereist, da gibt es gleich jemanden zum Schwätzen.

Hier noch schnell die Bilder des Tages und dann ab ins Bettchen…

_DSC0440 _DSC0473

_DSC0541 _DSC0570

Teneriffa 2010 – Oder: Abseits des Massentourismus

17. März 2010 – Heute ist es mal wieder so weit – vier Stunden und dreißig Minuten in der Luft – schon ist man auf Teneriffa 🙂 Diesmal ist es neben der obligatorischen Motivsuche eine Geburtstagsparty die auf Teneriffa lockt.

Der Mietwagen kommt wieder von Cicar, es geht alles wie gewohnt schnell und problemlos. Aus dem Augenwinkel sehe ich meinen Namen sogar auf einer Liste stehen – fein! Diesmal ist es ein fast neuer Astra mit vier Türen. Alles ist auf dem aktuellen Stand, nichts riecht diesmal nach ollem Zigarettenqualm, das macht Spaß!

Nach 60 Minuten wird im Einkaufszentrum bei Los Realejos schnell eine 500er Platte und etwas zu Essen und zu trinken gekauft. Die Platte kostet hier 89 Euro! Dann zum Kaffee hoch zu Karin und Wolfgang. Die einäugige Katze und der Haushund Schröder sind auch da. Irgendwie ist es hier schon fast wie zuhause 🙂 Um 17h Ortszeit – die Zeitverschiebung beträgt eine Stunde – gibt es das erste kühle Bier in der Finca San Juan.

Finca San Juan

Es ist ein verträumter toller Ort. Hier kann man die Seele baumeln lassen, es gibt heute KEINE anderen Gäste! Ein Prozedere des Eincheckens gibt es nicht. Statt die Kreditkarte vorzuzeigen gibt es ein kühles Bier in der Sonne und Smalltalk mit Jo Schlichting dem Chef auf diesem wundervollen Anwesen. Die letzten Stürme haben Teneriffa hart getroffen, aber hier hat es nur ein paar Dachziegel herunter geweht und die sind schon wieder repariert. Es gibt Geschichten über die Kanaren. In den 70er Jahren sollte es mal einen Deal mit Gran Canaria geben. Die liefern Sand für einen Strand und bekommen dafür eine Pipeline mit gutem Trinkwasser. Aber der Sand war eine Domäne von Gran Canaria. Der Sand kam dann aus der Sahara und auf Gran Canaria gibt es heute immer noch kein gutes Trinkwasser. Eine schöne Geschichte. Danach wird das Häuschen inspiziert. Es ist ein kleines toll modernisiertes Kanarisches Haus mit kleiner Terrasse, uriger Einrichtung und Blick auf das Meer – zauberhaft.

Koffer auspacken, die eben gekaufte Schokolade im Kühlschrank verstauen und die neue Festplatte auspacken. Dann das Notebook anwerfen und mit dem neuen BLOG beginnen.

Tippeditipp…

So, nun gibt es das erste Abendessen 🙂

Update um 21h:

Das Abendessen war genial! Als Vorspeise gab es gegrillte Paprikaschoten die scheinbar mit grobem Salz gefüllt waren, dazu frisches Brot und Aioli – lecker! Danach dann Champignons die in einer Öltunke gebacken wurden, das alles mit frischem Knoblauch – genial! Danach dann superzarte Schweinelendchen auf Zwiebeln in einer Sauce mit Martini – der Wahnsinn! Drauf dann drei kleine Rösti – sicher selbst gemacht – wow! Als Abschluss ein Himbeer-Parfait mit einem Schuss Cointraux – göttlich!

Wenn das Frühstück morgen das gleiche Niveau hat, dann wird es für das Frühstück im Quartier 65 in Mainz schwer das beste Frühstück der Welt zu bleiben. Aber ich denke es wird auf ein Unentschieden hinauslaufen. Das Frühstück im Quartier 65 kann man einfach nicht toppen – man kann es allen falls “einholen” 🙂

Nun schnell die Zähne putzen und dann ab ins Bett – es war ein langer schöner Tag! 4h Aufstehen in Mainz, 21h05 Schlafen gehen in der Nähe des Äquators – Sooo oft gibt es das nicht im Leben. Gut, dass es sooo gut ist! <|:-) 

Update am 18. März

Die Nacht war lang und rückblickend vielleicht sogar traumlos, aber wer kann das schon mit Sicherheit sagen? Vielleicht waren die Träume auch einfach von minderer Qualität, so dass die Realität am Morgen den Commit verhindert hat und das Unterbewusstsein einen stillen Rollback ausgelöst hat. Hm, ich braucht doch Urlaub…

Ok, der Kopf dröhnt ein wenig, der Wein war aber gut. Dich Matratze ist ungewohnt, der Rücken gibt die entsprechenden Signale. Aber der erste Blick auf das Meer macht alles wieder gut! Das kleine Häuschen ist echt niedlich und draußen ist schon angenehm warm. Jetzt geht es unter die Dusche und danach zum Restaurant-Test.

FINCA SAN JUA versus QUARTIER 65

Das wird ein harter Zweikampf! Ich werde berichten…

Update nach dem ersten Frühstück

Es war ein harter Kampf der Titanen und es gibt keinen Gewinner, denn man kann es nicht wirklich vergleichen. Im Quartier 65 gibt es Granit und Bambus, hier gibt es Palmen und Vulkane. Im Quartier 65 einen gedeckten Tisch von archarischer Schönheit, hier ein Menü des Überflusses. Man weiß gar nicht was man zuerst essen soll, es ist einfach alles sehr gut!

Ich entscheide mich für ein klares Unentschieden! Jedes Frühstück ist für sich das mit Abstand beste der Welt.

Sodele, nun wird das Notebook mal wieder weg gepackt und dann geht es raus in die Sonne! Mit dem schwarzen Opel nach Masca und zum Punta de Teno. Zwei Klassiker die immer wieder “gern genommen werden”. Morgen dann vielleicht Taganana und Benijo? Mal sehen es sind ja noch ein paar Tage!

Hier noch schnell das erste “Bild des Tages”

DSC_0017

Die Spannung steigt

Nun dauert es nicht mehr lang dann geht es mal wieder für ein paar Tage nach Teneriffa.

Das größte Problem: WELCHE KAMERA NEHME ICH BLOSS MIT….

Männer! 😉

Letzte Woche war ich abends zum Testshooting mit der alten Hasselblad SWC an der Theodor-Heuss-Brücke in Mainz. Gestern konnte ich die Bilder endlich mal auf den Scanner legen.

THB-13-Crop

Schön sehen sie aus. Der Fuji Velvia 50 hat einfach die satten Farben die ich so liebe. Viele andere Typen aus der Fotocommunity mögen das gar nicht. Die sagen dann immer mal, dass das alles aussieht wie ne Tüte HARIBO Goldbärchen. Egal, mir gefällt es so 🙂

THB-08-TM

Und der Unterschied ist schon krass, wenn man mal einen “frischen” Film mit einem Film vergleicht der seit 30 Jahren abgelaufen ist:

Scan-100225-002-02

Ok ok, das Licht war auch ein Anderes, aber dennoch, der frische Velvia 50 sieht einfach gut aus. Langsam reift die Einsicht, dass die alte SWC mit nach Teneriffa darf! Wenn ich mir die Bilder anschaue freue mich mich schon auf die nächsten Sonnenauf- und untergänge auf den Kanaren.

Analog:

THB-06

Digital:

_DSC7695_696_697_698_699_700

Sieht eigentlich beides gut aus – vielleicht hat Ken Rockwell doch recht – nicht die Kamera macht das Bild.

So, nun mal schnell die Wäsche aufhängen und dann los…

Reisefieber

Lange hat mein BLOG geruht – es gab ja auch wenig zu berichten außer arbeiten, schlafen, arbeiten, schlafen. Zwischendurch mal am Rhein entlang düsen und ein paar Fotos machen, dann wieder an die Arbeit…

_DSC9978-PM

Nun geht es aber schon bald für eine Woche auf meine liebste Insel – nach Teneriffa! Warum schon wieder? Weil es eine Einladung zu einer Geburtstagsparty auf Teneriffa gibt! Da es sich nicht wirklich lohnt für einen Tag nach Teneriffa zu fliegen wird es gleich eine ganze Woche – prima!

Benijo-2 

Kaum zu Hause heißt es dann die Klamotten zusammen zu suchen und an meinem Geburtstag soll es dann nach Las Vegas gehen. Von dort aus 4 Wochen lang kreuz und quer durch den Süd Westen der USA. Grob geplant ist Page, Escalante, Moab und auf dem Rückweg ein Abstecher nach New Mexico. Wenn zwischendurch mal Zeit ist stöbere ich derzeit in allen möglichen BLOGs, bei flickr und der fotocommunity. Es gibt dort einfach sooo vieles was ich noch sehen möchte. Da sind 4 Wochen wieder viel zu wenig. Aber wer beim Wandern nicht aus Versehen “verloren geht” kann ja noch mal wieder kommen!

_DSC5329_30_31_32_33_34_35

Eine der kniffligsten Fragestellungen ist die des Equipments! Im letzten Jahr habe ich mich mit vier Kameras und zig Objektiven abgeschleppt. Das meiste habe ich dann kaum benutzt und die Dias sind gut verstaut in einer Diakiste. Eingescannt ist noch fast gar nichts! Na mal sehen was in diesem Jahr den Rücken biegt…

DSCN1902

Ob ich in den USA bloggen kann wird sich zeigen. Im letzten Jahr war es gelegentlich zum Haare raufen.

DSCN1998

So, nun wieder an die Arbeit…

Schnell noch ein “Ich kann es kaum noch abwarten”-Video…

 

Update am Nachmittag:

Eben war der Postbote da und hat das neue Spielzeug mit gebracht – Hasselblad Flexbody – Bis man den versteht vergeht eine Weile. Das Fotografieren mit dem Ding ist eher was für Masochisten – aber es ist witzig! Da konnte ich auch gleich mal wieder ein Polaroid machen. 180s Entwicklungszeit – die waren lang! Danach konnte ich es kaum abwarten, rauf auf den Scanner mit dem schmierigen Ding. Herrlich blasse Farben, unscharf wie die Hölle, so muss das sein 🙂 Nach dem Scannen ein lautes “Ratsch” – da hat sich das feuchte Polaroid sofort in den Scanner verliebt und wollte gar nicht mehr wieder hinunter 🙂

Hier mein erstes Foto mit dem – im wahrsten Sinne des Wortes schrägen – Hasselblad Flexbody:

Bilddaten:
Fuji FP-100 Sofortbildfilm, Carl Zeis Planar 2,8/80mm, F/22, 1/8s, Stativ & Drahtauslöser sind bei diesem schrulligen Ding obligatorisch!!

Auf dem Scan sieht man sehr schön wie das feuchte Bild gleicht mit dem Vorlagenglas verklebt ist 🙂