Nikon 1J2 versus Nikon 1V2

ISO-12233-Testaufbau

Wie versprochen wird es in den kommenden Wochen in loser Folge immer wieder Artikel geben in denen ich die Nikon 1V1 mit der 1V2 und der 1J2 vergleichen werde. Außerdem werde ich Euch einige Objektive für dieses System vorstellen und dafür wahrscheinlich viele große Testbilder auf meinem Web-Server ablegen müssen.

Heute habe ich die Nikon 1J2 der Nikon 1V2 gegenübergestellt. Obwohl die Typenbezeichnung darauf schließen lassen könnte, dass diese Kameras den gleichen Chip verwenden, so sind sie doch sehr verschieden. Der neuere Sensor der Nikon 1V2 löst insgesamt rund 14 Megapixel auf, während der einige Monate ältere Chip der Nikon 1J2 mit „nur“ 10 Megapixeln auskommen muss. Der Sensor der Nikon 1J2 ist baugleich mit dem Sensor der Nikon 1V1, daher liefern beide Kameras identische Bildergebnisse. Wer wissen will wie sich eine Nikon 1V1 schlagen würde, der liegt mit den Ergebnissen der Nikon 1J2 genau richtig.

Nikon 1 V1 - ME-1 - Tripod - Lenses - Filters

Kurz nach der Vorstellung des Nikon 1 Systems haben sich viele Blogger und Journalisten auf den Chip im relativ kleinen CX-Format gestürzt. So ein kleiner Chip lädt ja geradewegs dazu ein ihn mit extrem hohen, oft praxisfernen ISO-Werte zu martern. Und da sich die Physik nicht überlisten lässt, war die ISO-Performance des kleinen Chips natürlich nicht so gut wie bei Kameras mit deutlich größeren Vollformat-Sensoren. Diese Tests haben den Kameras des Nikon 1 Systems einen schlechten Ruf eingebracht, wie ich meine zu Unrecht! Denn hier werden eben Äpfel mit Birnen verglichen. Hätte man damals die Nikon 1 der Nikon P7000 gegenübergestellt, so wären die Ergebnisse grundlegend anders ausgefallen. Der Grund warum die Kameras des Nikon 1 Systems mit deutlich größeren Spiegelreflexkameras verglichen wurden war schlichtweg der sehr hohe Listenpreis fast aller Komponenten dieses neuen Systems.

In den letzten Monaten hat sich gezeigt, dass der Markt auch hier alles regelt und aktuell sind die Preise der Kameras des Nikon 1 Systems auf dem Nivea der Nikon P7000 angekommen. Klar gibt es die P7000 inzwischen nicht mehr, also muss sich sich mit der P7100 oder der P7700 messen lassen. Und hier schlägt sie sich wegen des nun deutlich größeren Chips so richtig gut!

Was viele Blogger und Journalisten gar nicht beachtet haben, sind Features die bei den Nikon 1 Kameras relativ einzigartig sind. So verwenden diese Kameras die sehr schnelle und leistungsfähige Expeed 3 bzw. Expeed 3a Engine für die Bildverarbeitung. Diese Prozessoren stammen direkt von den großen Profikameras und die kleinen Nikons können durch den Einsatz dieser Chips wirklich erstaunliches leisten wenn es bspw.  um Serienbild-Geschwindigkeit und Zeitlupeneffekte geht.

Leider muss man als Nutzer einer Nikon 1V1 oder einer ihrer Schwestern ohne Braketing auskommen und hat keine Möglichkeit eines der großen Systemblitzlichter zu verwenden. Hier ist man mit einer Nikon P7000 oder P7100 usw. auf der Sonnenseite der Kameratechnik. Bracketing, Blitzschuh usw. orientieren sich hier an den größeren Spiegelreflexkameras. Man könnte sich nun vortrefflich darüber ärgern oder eben die Vorteile suchen die dieses neue Konzept hat. Die Nikon 1V1 und 1V2 haben einen völlig neu konstruierten Zubehörschuh. Hier kann man beispielsweise ein GPS einstecken, was ich sehr praktisch finde. Unverständlich ist mir allerdings, warum es kein spezielles Video-Mikrofon für diesen neuen Anschluss gibt. Obwohl die eingebauten Mikros der Nikon 1 Kameras wirklich erstaunlich gut klingen, werden viele Videofilmer ein externes Mikrofon bevorzugen. Hier ist es schade, dass dies noch mit einem Kabel auf der Linken Gehäuseseite angeschlossen werden muss, das hätte man eleganter lösen können. Wenn schon ein neuer Multifunktionsanschluss, dann auch einer mit echtem Mehrwert.

Aber genug philosophiert, schauen wir uns im Detail an was diese kleinen Kameras leisten wenn man ihnen mit einem ISO-12233 Testchart im Format 60×90 cm zu Leibe rückt. Wegen der Größe des Testcharts ist ein relativ praxisnaher Versuchsaufbau möglich. Verwendet man an der Nikon 1 das feine Nikkor AF-S 1,8/18,5mm Objektiv, so kann man die Kamera in einem Abstand von etwa 100cm vor das Testchart stellen und es damit bildfüllend ablichten. Wer kleinere Testcharts verwendet kommt schnell in einen „Makromodus“ der deutlich weniger aussagekräftig ist.

Die Testreihen

Zu den Testbildern, es gibt jeweils zwei Testreihen mit dem AF-S VR 4.5-5.6/10-30mm Standardzoom (das fast allen Kameras beiliegt) und der lichtstarken AF-S 1.8/185mm Festbrennweite. Zusätzlich noch eine ISO-Testreihe von ISO-200 bis ISO-6400. Klickt einfach auf die Dateinamen um die verknüpften Testbilder in epischer Schönheit in einem neuen Fenster zu öffnen.

1J2 – Bild# 1V2 – Bild#
18,5mm – 1,8 _DSC1354.jpg DSC_0057.jpg
18,5mm – 2,8 _DSC1355.jpg DSC_0058.jpg
18,5mm – 4 _DSC1356.jpg DSC_0059.jpg
18,5mm – 5,6 _DSC1357.jpg DSC_0060.jpg
18,5mm – 8 _DSC1358.jpg DSC_0061.jpg
18,5mm – 11 _DSC1359.jpg DSC_0062.jpg
18,5mm – 16 _DSC1360.jpg DSC_0063.jpg
10-30mm – 4,5 _DSC1361.jpg DSC_0064.jpg
10-30mm – 5,6 _DSC1362.jpg DSC_0065.jpg
10-30mm – 8 _DSC1363.jpg DSC_0066.jpg
10-30mm – 11 _DSC1364.jpg DSC_0067.jpg
10-30mm – 16 _DSC1365.jpg DSC_0068.jpg
10-30mm – 8 – 200 _DSC1366.jpg DSC_0069.jpg
10-30mm – 8 – 400 _DSC1367.jpg DSC_0070.jpg
10-30mm – 8 – 800 _DSC1368.jpg DSC_0071.jpg
10-30mm – 8 – 1600 _DSC1369.jpg DSC_0072.jpg
10-30mm – 8 – 3200 _DSC1370.jpg DSC_0073.jpg
10-30mm – 8 – 6400 _DSC1371.jpg DSC_0074.jpg

Die Testbilder sind unkorrigiert und zeigen die reale Verzeichnung der beiden Objektive sehr schön. Schaltet man an den Kameras die automatische Objektiv-Korrektur EIN, so sind Abbildungsfehler kaum noch erkennbar.

Für alle ISO-Freaks habe ich mit beiden Kameras eine ISO-Testreihe von ISO-200 bis ISO-6400 aufgenommen. Hier könnt Ihr im Detail sehen wie sich diese beiden Kameras schlagen und welche Unterschiede zwischen dem 14 Megapixel-Sensor und dem geringer auflösenden 10 Megapixel-Sensor in der Realität erkennbar sind.

Diskussion der Testergebnisse

Wer es genau wissen will, der speichert die Testbilder auf seinem lokalen PC und schaut sie sich mit einem Tool wie beispielsweise XNView in Ruhe an. XNView ist für private Anwender kostenlos und das Tool hat kann EXIF-Daten sehr schön einblenden.

Bildschirmfoto 2013-11-03 um 13.09.11

XNView ist für Windows, OS-X und Linux verfügbar und kann hier heruntergeladen werden:

Schauen wir uns einige Bilder im A/B-Vergleich bei 100% an.

Vergleich-ISO-200-Center

Bei ISO-200 ist ein ganz leichtes Bildrauschen erkennbar, dass sich sehr einfach mit Nik Define  oder ähnlichen Filtern entfernen lässt. Mich persönlich stört es nicht weiter, denn es verleiht den Bildern aus diesen Kameras einen ganz eigenen Look. Dieses Foto sind keine flach gebügelten Computergrafiken sondern sehen ein wenig nach gescanntem analogem Filmmaterial aus. Auch sollte man beachten, dass die native Empfindlichkeit der Nikon 1J2 ISO-100 beträgt, die der Nikon 2V2 aber ISO-160. Damit die Bilder vergleichbarer werden habe ich beide Kameras hier auf ISO-200 eingestellt.

Vergleich-ISO-200-TopRight

Die Verzeichnung des 18,5mm Objektives ist in der Übersicht deutlich erkennbar, aber sie ist sehr linear und kann daher sehr einfach entfernt werden. Die Chromatische Aberration, also die Farbsäume an den äußersten Bildrändern sind ausgesprochen gering und lassen sich ebenfalls sehr einfach korrigieren.

Vergleich-ISO-6400

Das Bildrauschen ist bei ISO-6400 deutlich erkennbar. Aber dieser hohe ISO-Wert ist eher ungebräuchlich. Für Zeitrafferaufnahmen in völliger Dunkelheit wird man diese Kameras auch eher nicht verwenden. Bis ISO-1600 kann man sie jedoch mit sehr brauchbaren Ergebnissen nutzen. Dann sollte man allerdings unbedingt im RAW-Format fotografieren und sich bei der RAW-Konvertierung etwas Mühe geben und zusätzlich ggfs. Nik Define oder ähnliche Filter zur Rauschunterdrückung einsetzen.

Vergleich-ISO-6400-1920px

Hier habe ich beide Testbilder auf 1920 Pixel verkleinert und einander gegenübergestellt. Auflösung und Bildrauschen liegen jetzt auf gleichem Niveau. Wer seine Bilder also ohnehin nur im Internet zeigt, der wird mit der Nikon 1J2 oder der 1V1 identische Bildergebnisse erzielen.

Fazit

Wer seine Fotos im Internet präsentiert oder sie in HD-Videos einarbeitet, der wird mit der Bildqualität der kleinen Nikons im Format 1920px selbst bei ISO-3200 noch recht gut bedient sein. Bei den niedrigsten ISO-Werten liefern die Kameras Ergebnisse aus denen man noch sehr brauchbare Prints im Format bis ca. 40x60cm erstellen lassen. Natürlich sind auch größere Formate kein Problem, aber dann sollte man diese Bilder nicht mehr mit der Lupe sondern mit etwas Abstand betrachten. Für den „Hausgebrauch“ sind dann auch größere Formate möglich. Alles in allem liegt die Auflösung dieser Kameras etwa bei dem was sich aus wirklich guten Kleinbild-Dias mit einem ordentlichen Scanner herausholen lässt. Diese Bildqualität war über mehr als 50 Jahre hinweg für die ganze Welt mehr als ausreichend und fast alle Reporter und Kriegsberichterstatter haben im Kleinbildformat gearbeitet.

Die überwiegende Zahl der Veröffentlichungen die wir bis zum Jahr 2000 in den Zeitschriften dieser Welt gesehen haben wurden mit 35mm Film realisiert. Wenn eine kompakte kleine Kamera wie die Nikon 1J2 die man aktuell für unter 300 Euro bekommt auf diesem Niveau liegt, dann ist das also grundsätzlich gar nicht schlecht. Rational betrachtet ist die Bildqualität gut, kann sich aber mit deutlich teureren Kameras wie der Nikon D800 und ähnlichen Modellen nicht messen. Abers das muss sie auch gar nicht, denn diese Kameras spielen in einer ganz anderen Liga.

Auf Reisen hat man mit beiden hier gezeigten Nikons sehr flexible kompakte Kameras für die es mittlerweile gute Objektive und sinnvolles Zubehör gibt. Hobbyfotografen die sich nicht mit einer schweren teuren Fotoausrüstung abplagen wollen liegen mit diesem System genau richtig. Wenn es nicht unbedingt Nikon sein muss, gibt es allerdings bei den anderen Herstellern vergleichbare Modelle. Hier sollte man die Kameras in einem gut sortierten Fotoladen anschauen und dann seinem Bauchgefühl nachgeben. Das Modell das sich am besten anfühlt und dem man subjektiv die besten Ergebnisse zutraut sollte man auch kaufen.

Mein Tipp

Nach dem Kauf seiner neuen Kamera ist es besser sich an den Bildergebnissen freuen und die Kamera auch fleissig nutzen statt sich in Internet-Foren die schöne neue Stück schlecht reden zu lassen. Und natürlich gilt für jede noch so preiswerte Kamera, dass gutes Licht, tolle Motive und ein durchdachter Bildaufbau im Ergebnis deutlich mehr zählen als leichtes Bildrauschen oder Abbildungsfehler des Objektivs.

Bei der Fotografie ist es genau wie in der Musik oder beim Sport. Mit einer teuren Gitarre ist man nicht automatisch ein Eric Clapton und mit den allerbesten Schuhen schafft man nicht auf Anhieb einen Marathon. Wer seine Fotos schlecht findet, der wird mit einer teuren neuen Kamera keine besseren Fotos machen. Kameras sind Werkzeuge und wer sie nicht beherrscht wird auch mit den besten Werkzeugen kein Michelangelo. Statt viel Geld für immer neue Kameras auszugeben sollte man mal ein paar gute Fotobücher lesen und vor allem an seinen Bildergebnissen arbeiten. Mit etwas Köpfchen, Geduld und Ausdauer wird man irgendwann Fotos machen die man zuvor für unmöglich hielt. Und das geht sogar mit kleinen preiswerten Kameras aus dem Nikon 1 System 🙂

Und noch etwas, statt immer nach neuen besseren Kameras und neuen noch tolleren Fotos zu gieren könnte man sich ab und zu etwas Zeit und Muße nehmen und mal die Fotos die man SCHON HAT in Ruhe durch schauen. Ab und zu werden einem kleine Perlen wie dieses hier unter den Mauszeiger kommen. Ein Foto das ich am 14. Mai 2008 mit meiner Nikon D2x bei ISO-400 ohne Blitzlicht aufgenommen habe. Einfach mal Anklicken um es in 1920 Pixel Kantenlänge anzuschauen. Ein Bild das mit einer Kamera aufgenommen wurde die jetzt 8 Jahre alt ist und bei eBay & Co. für ca. 700 Euro gehandelt wird. Es muss also nicht immer eine Nikon D4x für 8.000 Euro sein 🙂

D2X_0014

Rheinhessen mit der Nikon D700 erkunden

 

Das Wetter ist wunderbar und ich bin um 18h startklar zu einer kleinen Tour durch das Rhein-Hessische. Im Gepäck habe ich die neue Nikon D700, das Nikon AF-S 24-85mm, Nikon AF-D 1.4/85mm, Nikon AF-S 1.4/50mm, Nikon AF-S VR 2.8/28-70mm, Nikon AiS 2.8/35mm, SAMYANG MF 2.8/14mm, HOLGA HL-N 8/60mm, Lensbaby LBCF, LOREO LENS IN A CAP…

Ein Route  habe ich nicht wirklich geplant, ich will mich ein wenig mit meinem Auto und der kleinen GoPro HD HERO 960 „treiben“ lassen. Aber zuerst gibt es den ultimativen Test für diese kleine coole Kamera und der sieht so aus!

GoPro Stresstest

Am Morgen habe ich es nach langem Überlegen doch gemacht… Nach dem Frühstück wird die Windschutzscheibe bei meinem Auto ganz oben und ganz in der Mitte ordentlich gesäubert und dann ein kleine GoPro PAD aufgeklebt. Nun kann ich mit einer GoPro Kamera auf dem Dach spazieren fahren. Die erste Fahrt vom Hotel zum Büro sieht schon richtig cool aus. Die Umgebung spiegelt sich in der Motorhaube und dem unteren Teil der Windschutzscheibe. Das kann ja lustig werden 🙂

Während ich der Korrektur einiger fieser Software-Fehler kommt mir die Idee, mal mit dieser derart exponiert montierten Kamera durch eine Waschanlage zu fahren. Ob sie das aushält? Ob sie vielleicht abgerissen wird und danach nur noch ein Stückchen Schrott ist? Egal, ich will es mal versuchen und so geht es mit dem schmuddligen Auto in die Waschanlage. Durch die Glasscheiben kann ich sehen wie die großen rotierenden Bürsten das Auto reinigen und siehe da, am Ende ist die kleine GoPro nur ein wenig nach oben gebogen. Cool, wirklich cool! Diese Klebepads halten einfach fast alles aus!!

Auf nach Rheinhessen

Nach der Waschanlage geht es dann auf die A60 und kurz darauf auf die A63 in Richtung Süden. Nach ein paar Kilometern verlasse ich die Autobahn und fahre einfach mal der Nase nach. Nach einer Weile finde ich die Straße wieder, die ich neulich zusammen mit meinem Freund Hermann mit dem Motorrad gefahren bin. Es geht durch wunderbare Weinberge. Überall sind Trecker unterwegs und es sieht für mich so aus, als würde gerade die Spätlese eingefahren.

An einem kleinen Türmchen halte ich mal an und probiere meine diversen Objektive mit der neuen D700 aus. Später bei der Konvertierung der RAW-Bilder mit Nikon Capture und Photoshop CS5 bin ich wirklich total überrascht welche riesigen Tonwertumfang die D700 erzielt. Die D300 ist da ja schon gut, aber die D700 ist der Knaller!

Hier zur Illustration zweimal das gleiche Foto – einmal als JPG so wie es die Kamera geliefert hat und dann als manuell konvertiertes RAW-Bild: (SAMYANG MF 2.8/14mm)

Nach den ersten Testbildern mit dem neuen AF-S 1.4/50mm experimentiere ich ein wenig mit dem kleinen HOLG-Plastik-Objektiv. Später werde ich dann feststellen, dass mir genau dieses Ding an der D300 besser gefällt. An der D700 ist die mit die an und für sich sehr schöne ungleichmäßige Vignettierung einfach zu krass. Aber seht selbst….

Nach dem HOLGA montiere ich das Nikon AF-D 1.4/85mm an die D700 und schieße einige Bilder mit komplett geöffneter Blende. Hier geht es jetzt im die „Vordergrund-Unschärfe“ und auch die ist wie erwartet sehr harmonisch. Interessant ist die leichte aber gut sichtbare Vignettierung die bei Verwendung des gleichen Objektivs an der D2x oder D300 überhaupt nicht sichtbar ist!

Hier noch ein Foto meiner schwarzen „Diesel-Rakete“ mit aufgeklebter GoPro Kamera. Bei Blende 5.6 und Gegenlicht liefert dieses Objektiv knackscharfe Bilder die trotzdem eine angenehme „Hintergrund-Unschärfe“ zeigen – super!!

Danach ist dann das kleine billige LOREO LENS IN A CAP Ding an meine D700. Dieses „Objektiv“ besteht nur aus einer drehbaren Plastikscheibe mit Löchern im Format Blende 5.6 – 64 und einer kleinen Plastiklinse. Irgendwie ist mir dieses Ding von allen „Retro-Dingern“ das Liebste

Es ist Erntezeit und ich mag mir gar nicht ausmalen was geschieht wenn man mit einem Motorrad in solch eine Erntemachine kracht! Gut gefallen mit die flauen Kontraste bei diesem kleinen Plastik-Ding. Die Bilder sehen ohne Nachbearbeitung aus als wären sie 40 Jahre alt, schon cool!

Hier ein kleiner Gegenlichttest mit dem LENS IN A CAP – Interessant die Ausbildung der Lichtreflexe innerhalb der kleinen Plastiklinse. So bekommt man das mit meinem anderen Objektiv und auch nicht mit Photoshop hin. Ob man es mag? Das ist Geschmacksache, mir gefällt es irgendwie denn es sieht anders aus als alles was man von „normalen“ Objektiven gewohnt ist.

Anschließend ist das SAMYANG MF 2.8/14mm an der Reihe. Und was soll ich sagen, dieses mit etwa 350,- Euro wirklich preiswerte Objektiv begeistert mich total. Besonders das Gegenlichtverhalten ist einfach grandios!

Hier nun ein „unkorrigiertes“ Bild aus dem SAMYANG 14mm Weitwinkel. Einmal als konvertiertes RAW-Bild (Photoshop CS5 RAW-Import) und dann das gleiche Bild mit einer leichten HDR-Bearbeitung aus Photoshop CS5.

Beim nächsten Bild habe ich meinem unbegrenzten Spieltrieb freien Lauf gelassen und das krasse Weitwinkel kurz angehaucht. Bevor die Frontlinse wieder trocken, war habe ich eine ganze Reihe fast identischer Bilder gemacht und hier eines, das mir gut gefällt, für Euch ausgesucht. Das ist also kein „Gausscher Weichzeichner“ aus Photoshop, das ist 100% ECHT!!

Nun ein Bild, dass ich ein wenig perspektivisch korrigiert habe. Die leichte tonnenförmige Verzeichnung der SAMYANG-Linse habe ich mit Photoshop CS5 Lens-Correction entfernt und die Perspektive etwas korrigiert.

Hier habe ich noch ein Bild, dass ich bei krassem Gegenlicht mit dem kleinen Nikon AF-S 3.5-4.5/24-85mm und dem neuen B&W Käsemann Polfilter gemacht habe. Es ist ein RAW-Bild, das ich mit Photoshop CS5 konvertiert habe. Der Dynamik-Umfang der D700 ist wirklich gewaltig und jedem bequemen Knipser der mit der D700 nicht im RAW-Modus fotografiert müsste man eigentlich den Hintern versohlen 🙂

Hier noch ein JPG-Vorschaubild aus der D700. Es ist in der kleinsten Auflösung mit der stärksten JPG-Komprimierung aufgezeichnet. Die „Original-Datei“ hat ganze 336 KB und kann mit der Windows Bildanzeige oder dem Mac Vorschauprogramm blitzschnell geöffnet werden. Ich würde jedem Nutzer der D700 raten grundsätzlich kleine JPG’s in Verbindung mit einem RAW aufzuzeichnen! Der Qualitätsgewinn einer sauber konvertierten RAW-Datei ist im Vergleich zu einem „Out-Of-The-Cam-JPG“ wirklich gewaltig!

Hier habe ich noch eine Übersicht meiner kleinen Tour. Aufgezeichnet mit einem HTC Desire HD und „My Tracks“.

So, das war meine erste kleine Fotoreise mit der D700. Wenn es bis zum nächsten USA-Trip die D800 nicht lieferbar sein sollte, werde ich die D700 zusammen mit der D300 in meinen Fotorucksack packen. Vielleicht hätte ich mir diese Kamera schon zwei Jahre eher kaufen sollen 🙂