La Palma – Tag 4

Wie an den Tagen zuvor schlafen wir nicht wirklich gut, die Umgebung ist ungewohnt und es ist uns beiden einfach alles viel zu warm. Mit eingeschalteter Klimaanlage gibt es am nächsten Morgen Kopfschmerzen, ohne Klimaanlage ist es stickig und warm, mit geöffneter Balkontüre blenden die Lampen der Beleuchtung des Gehweges vor unserem Zimmer. Kurzum, wir sind zwei richtig deutsche Miesepeter 🙂

Nach dem ausgiebigen Frühstück brechen wir dann aber doch auf in Richtung Los Llanos. Diesmal sind wieder alle Kameras dabei, das volle Programm. Und die kleine GoPro HD Hero 1080 klebt seitlich am Auto. Eigentlich wollen wir über die westliche Flanke hoch zum Observatorium fahren. Kurz hinter Los Llanos müssen wir dazu eine recht beeindruckende Schlucht durchqueren. Doch in Los Llanos holt uns das ein was hier hier bislang eher vermisst haben, dort gibt es städtisches Leben! Und es gibt natürlich Verkehrschaos und selbiges bricht so unerwartet über uns herein, dass wir irgendwann in einem etwas ranzigen Stadtteil landen. Wir sind total falsch, statt den Barranco zu durchqueren, sind wir  deutlich überhalb zwischen ziemlich heruntergekommenen Häusern in einer engen Gasse. Da hilft nichts, nun muss das GPS doch noch ran… Gefühlte 5 Minuten später klebt mein Garmin Colorado 300 an der Frontscheibe. Und einige Minuten später hat es von Königswinter bei Bonn auch schon den Weg nach Los Llanos gefunden!!! Mit Unterstützung durch das GPS geht es recht zügig weiter. Wir fahren immer weiter auf der LP1 in Richtung Norden. An einer Gabelung geht es rechts ab auf etwas abenteuerlichen Pfaden bis hinauf zum Observatorium. Dort staunen wir nicht schlecht, dass es dort einen Schlagbaum gibt und dass ein Schild gleich daneben verkündet, dass hier gegen 20h am Abend Schluss ist! Danach gehören diese eindrucksvollen Hügel den Wissenschaftlern und Sternguckern und die wollen keine „Lichtverschmutzung“ durch Autoscheinwerfer – kann man ja auch verstehen….

Am Roque de los Muchachos auf etwa 2.400 Metern angekommen, finden wir einen kleinen Parkplatz. Die Sonne brennt mit satten 30°C auf unsere Hirne nieder. Da ist es gut, dass ich mir vor der Abreise noch schnell ein witziges kleines weißes Hütchen gekauft habe.

Mit der auf Infrarot 830nm umgebauten Nikon D300 erkunde ich etwas die Gegend rund um diesen tollen Aussichtspunkt. Es gibt sogar noch zwei weitere Aussichtspunkte. Die Wege sind sehr gut befestigt und es macht wirklich Spaß hier oben auf Motivsuche zu gehen. Auch kann ich endlich einmal so richtig von oben in die Caldera de Taburiente hineinschauen. Wer dies tut versteht sofort, warum es dort an vielen Stellen auf der Landkarte weder Straßen noch Wanderwege gibt. Diese Caldera ist ein gewaltiges Loch das über die Jahrtausende hinweg von Wind und Wetter ausgespült wurde. Früher war hier mal ein mächtiger Vulkan, übrig geblieben sind jedoch nur schroffe Felswände mit interessanten Details. Für Geologen sollte das ein echtes Eldorado sein.

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Nach einigen Fotos mit dem Nikon AF-D 2.8/10,5mm tausche ich es gegen das supergute AF-S VR 16-85mm. Und weiter geht es…

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In der Ferne kann man Teneriffa und den Pico del Teide sehen. Mit der D800E geht er fast völlig im Dunst unter, aber die Infrarot-Kamera arbeitet hier erstaunlich viele Details heraus!

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Nach meiner infraroten Fotosession geht es zurück zum Auto. Endlich wird auch die tolle Nikon D800E mal ausgepackt. Ein kleines wackliges altes Stativ habe ich auch im Kofferraum. An der D800E ist das famose AF-S 2.8/24-70mm. Ich schraube noch schnell einen Polfilter daran und schon geht es los. Immer wieder stelle ich die D800E hier und da auf und laufe anschließend daran vorbei. So entstehen einige kleine Video-Schnipsel die ich nach der Reise gern in meinem Reise-Video verarbeiten möchte. Später werde ich feststellen, dass ich davon eigentlich nichts werde verwenden können, weil ich in den letzten Monaten einfach entsetzlich dick geworden bin. All das Kantinenfutter und die doppelten morgentlichen Schoko-Croissants haben deutlich sichtbare Spuren hinterlassen und das sieht einfach nur schrecklich aus… Viele Fotos entstehen allerdings auch nicht, denn das schöne AF-S VR 2.8/70-200 ist noch im Kofferraum unseres Mietwagens und ich mag einfach nicht ständig hin und her laufen um der Reihe nach unterschiedliche Objektive zu holen. Wie einfach ist das doch das Leben mit der kleinen süßen Nikon 1V1…

Je mehr ich damit fotografiere umso mehr verfluche ich das Gewicht der D800E mit allen Objektiven und weiterem Schnickschnack. Ok, sie erzeugt drastisch gutes Bildmaterial bei 3,6-facher Auflösung im Vergleich zur Nikon 1V1. Aber mal ganz ehrlich, brauchen tut man diese gewaltigen Bilddateien nur in den seltensten Fällen. Fotografiert man intensiv mit der D800 bzw. der D800E so ist die Bewältigung der enormen Datenmengen die diese Kameras produzieren eine echte Herausforderung. Und in den meisten Fällen, wird man die erzielbare Bildqualität gar nicht brauchen.

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Ich selbst präsentiere den überwiegenden Teil meiner Fotos ausschließlich im Internet. Gelegentlich verkauft sich mal ein Foto in einem Format, für das man 12 Megapixel oder mehr benötigt. Aber das sind echte Ausnahmen. Für mich selbst habe ich schon lange keine großen Prints mehr angefertigt, denn inzwischen sind einfach alle Wände zugepflastert, so dass da einfach kein Platz für neues extrem hochauflösendes Bildmaterial mehr ist.

Nach der Heimkehr werde ich mir wohl noch ein oder zwei weitere Objektive für die Nikon 1V1 kaufen und mich auf den nächsten Fototouren am geringen Gewicht und der trotzdem brauchbaren Qualität dieses Kamerasystems erfreuen. Vielleicht dürfen dann auch mal wieder die tolle Nikon Fm3a oder eine Hasselblad in den Fotorucksack. Im heimischen Kühlschrank liegt ja noch soooo viel Filmmaterial 🙂

Nach etwa zwei Stunden ist unsere Fotosesssion beendet. Nicht weil wir alles fotografiert hätten, sondern weil es wegen der Hitze und der Sonneneinstrahlung einfach nicht mehr geht. Eine Stunde länger und wir beide hätten an allen unbedeckten Hautpartien einen Sonnenbrand der sich gewaschen hat. Hier oben sollte man viel Sonnencreme verwenden und sie ordentlich dick auftragen.

Für den Rückweg wählen wir die LP2 die uns hinab nach Santa Cruz im Osten der Insel führt. Zwischendurch lade ich mit dem 12-Volt Adapter, der eigentlich für das Garmin GPS gedacht ist, die schlappe Batterie in meiner GoPro wieder etwas auf. Nach ca. 30 Minuten ist die GoPro dann relativ fit und schafft es tatsächlich fast den kompletten Heimweg zu filmen. Am Ende des Tages werde ich mehr als 28 Gigabyte Videomaterial mit der GoPro eingesammelt haben. Dazu etwa 300 Infrarot-Fotos aus der D300. Zusätzlich noch etwa 30 Fotos aus der D800E und einige Video-Sequenzen die ich mit der D800E und der Panasonic HC-X909 aufgenommen habe.

Zurück im Hotel bin ich ziemlich erledigt und kann mir nur schwer vorstellen eine solche Mördertour gleich am nächsten Tag erneut zu starten. Auch muss ich sagen, dass der Süden der Insel im Vergleich zur „Mitte“ und dem „Norden“ aus fotografischer Sicht eher langweilig ist. Doch um die guten Motive im Norden der Insel zu finden ist eine tägliche Anreise von unserem Hotel eine echte Strapaze. Sollten wir diese schöne Insel irgendwann ein weiteres Mal besuchen, so werden wir uns vielleicht ein anderes Hotel aussuchen, das für Exkursionen zu den guten Foto-Locations günstiger gelegen ist.

Auf Teneriffa ist das eigentlich kein Ding, dort kann man fast überall wohnen und ist in der Regel relativ schnell dort wo man gut fotografieren kann. Im Unterschied zu La Palma wird dies auf Teneriffa aber durch den sehr gut ausgebauten Autobahnring möglich. Hier auf La Palma gehen die Uhren hingegen gründlich anders. Wer hier vom äußersten Süden in den fotografisch reizvolleren Norden der Insel will, der muss sich auf eine lange kräftezehrende Tour mit vielen hundert Kurven einstellen!

Auch ist der Hochsommer wohl keine wirklich geeignete Jahreszeit für schöne Fotos. Der Himmel ist meist langweilig blau, es ist heiß und schöne Sonnenaufgänge und Untergänge sind eher der Ausnahme.

So werden wir wohl in ein paar Tagen mit schwarz verkohlten Nasenspitzen und einer sehr überschaubaren fotografischen Ausbeute zurück kehren. Aber vielleicht sind wir im Gegenzug perfekt erholt und total relaxt – schauen wir mal. Morgen werden wir wohl einen faulen Tag am Pool verbringen und nicht wieder acht Stunden mit dem Auto durch nicht enden wollende Kurven fahren.

Teneriffa 2013 – Das Video

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Foto: Pico del Teide – Ostseite – Nikon D800E – AF-S 2.8/24-70 – HD-Format

Aktuell ist das Wetter ein Deutschland nach einem Temperatursturz um fast 10°C wieder einmal recht frostig. Da tut es gut wenn man sich an den Bildern der letzten Reise etwas aufwärmen kann. Die vielen deutschen Auswanderer die auf Teneriffa leben kann ich zu gut verstehen. Während in den beiden Wochen seit unserer Rückkehr fast alle Arbeitskollegen krank und schniefend durch die Gegend schleichen, genießen die Menschen auf Teneriffa das milde Meeresklima ohne Pollen und andere Dinge die hierzulande den Allergikern so sehr zu schaffen machen.

Die letzten Tage war ich wieder viel unterwegs und ich habe die Zeit abends im Hotel genutzt um auf dem frisch reparierten Mac mit Final Cut Pro X ein 19 Minuten langes Video zur letzten Reise zu erstellen. Eigentlich wollte ich noch ein paar kurze Kommentare aufnehmen, aber dann gefiel mir die Musik so gut, dass ich es gelassen habe. Anhand der kurzen Einblendungen sollte klar werden worum es in den einzelnen Sequenzen geht. Wer mehr wissen will, der kann die Schlagworte aus den Einblendungen auch hier in meinem BLOG im Suchfeld eingeben und wird dann viele Artikel und weitere Infos zu diesen Locations finden.

Ok Freunde, dann lehnt Euch mal zurück, schaltet auf FULL HD um und genießt die schönen Bilder. Ach ja, über einen „Daumen nach oben“ oder den einen oder anderen Tweed bei Twitter oder ein Like bei Facebook und Co. würde ich mich natürlich sehr freuen 🙂

Teneriffa 2013 – Tag 7 – Über den Wolken

Als Tag 7 beginnt bin ich ein wenig wehmütig, denn schon sehr bald werden wir diese grandiose Insel wieder verlassen müssen. Nach dem Frühstück entschließen wir uns erneut hinauf zum Pico del Teide zu fahren, wieder einmal. Diese Location zieht mich seit vielen Jahren immer wieder magisch an. Wahrscheinlich ist alles längst „abfotografiert“ aber ich habe diesmal meine auf Infrarot 830nm umgerüstete Nikon D300 dabei. Die Klarheit der damit erzielbaren schwarz-weißen Infrarot-Fotografien zieht mich in ihren Bann und diese Kameras begeistert mich aktuell mehr als die supergute Nikon D800E. Klar ist die D800E moderner und besser. Sie filmt und ist noch immer der absolute Auflösungskönig. Aber eine Kamera wie die D800 oder die D800E wird schon bald zu Standardausrüstung gehören. Noch zwei Jahre und man wird kaum einen ambitionierten Fotoamateur sehen der keine Nikon D800 oder ein ähnliches Werkzeug benutzt.

Mich reizt seit jeher das Ungewöhnliche. Ich bin auf der Suche nach dem „anderen Foto“. Ich träume davon Landschaften die vielleicht schon millionenfach fotografiert wurden, anderes als alle anderen Fotografen vor mir zu fotografieren. Und aktuell ist meine umgebaute Nikon D300 dafür genau richtig.

Starten wir unsere kleine Infrarot-Serie mit meinem Favoriten dieses tollen Tages.

(Alle Bilder sind 1000 Pixel breit oder hoch – einfach anklicken)

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Meine Freundin Sandra hat sich regelrecht in das Vanguard Alta Pro 263 AGH und den GH-100 Kugelkopf verliebt. Das ist für mich sehr praktisch, denn so kann ich viel Platz in meinem Koffer sparen, da Sandra das Stativ transportiert. Auch heute haben wir das Alta Pro dabei und ich benutze es als Videostativ. Das klappt wirklich gut, denn auch ohne Fluidneiger gelingen mit diesem Stativ in Verbindung mit dem GH-100 Kameraschwenks wie aus dem Bilderbuch.

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An einem der Aussichtspunkte haben wir eine tolle Sicht auf Gran Canaria. In Verbindung mit der Infrarot-Kamera kann ich diese Insel trotz Dunst und der riesigen Entfernung ganz klar abbilden.

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Nach einer ausgiebigen Mittagspause und einem total leckeren Mittagessen landen wir schließlich am südlichen Hang des Teide. Hier bin ich vor etwa einem Jahr auf dem Wanderweg 17 durch eine atemberaubende vulkanische Landschaft gewandert. Heute entschließen wir uns gegen eine Wanderung, denn die Sonne brennt unbarmherzig auf uns nieder. Wir haben bereits einen satten Sonnenbrand und da wir bereits am nächsten Tag abreisen müssen, sind weder Sonnencreme noch zwei Hüte als Sonnenschutz im Gepäck. Also gibt es nur ein paar schnelle Fotos bevor wir uns wieder auf den Weg machen.

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Zwischendurch laufe ich noch schnell in den mit Asche gefüllten Krater eines alten Vulkankraters hinein. Von dort aus habe ich eine perfekte Sicht auf die beiden Vulkane von La Palma. Erneut bildet die Infrarotkamera diese wirklich weit entfernte Insel außergewöhnlich klar ab.

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Auf dem Rückweg zum Auto habe ich für Euch noch einen letzten Blick über die grandiose ungewöhnliche „Waldlandschaft“ dieses schönen National Parks festgehalten. Wer genau hin schaut kann den Wanderweg 17 (Sendero 17) und die Straße erkennen, die sich durch die jungen erst etwa 100 Jahre alten Lavafelder windet.

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Hier noch ein farbiges Foto aus der Nikon D800E. Ich mag hier ganz besonders den langen schmalen Wolkenstreif der aussieht als würde der Gipfel des Pico del Teide Rauch in den Himmel blasen. Während ich dieses Foto aufgenommen habe, hat Sandra mit der Nikon D5100 und dem AF-S VR 55-300mm versucht einige der vielen Schwalben abzulichten. Aber trotz Sportprogramm war die Ausbeute nur sehr klein. Diese Vögel sind einfach zu klein und zu schnell um sie in der freien Wildbahn wirklich schön fotografieren zu können.

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Für alle die sich für das oben gezeigte Stativ interessieren, habe ich hier einen Link herausgesucht.

Teneriffa 2013 – Tag 6 – Buenavista Infrarot

El Burgado - Buenavista del Norte - Tenerife - Teneriffa
El Burgado – Landkarte anklicken für 100% Ansicht

Am 6. Tag unserer Reise bin ich von der Wanderung zur Pisaje Lunar noch ein klein wenig angeschlagen. Mir ist eher nach einem ruhigen Urlaubstag als nach der nächsten Wanderung. Sandra und ich halten nach dem Frühstück einen kurzen „Kriegsrat“ und machen uns dann auf zu einem Restaurant das ich bislang nur aus der fotocommunity kenne. Letztlich landen wir in Buenavista del Norte im Restaurant El Burgado direkt am Meer.  Das Restaurant liegt wirklich ganz famos nah am Wasser. Gleich nebenan sind ein schönes Schwimmbad und der toll angelegt Golfplatz. Rechts neben dem Restaurant ist ein kleiner Wasserfall, das Wasser fließt dann durch eine Öffnung in der Wand in ein großes Wasserbecken innerhalb des Restaurants. Dann wieder über einen kleinen Wasserfall in einen kleinen künstlich angelegten Bachlauf durch das Restaurant und schließlich zwischen den Tischen hindurch über die wunderschön gelegenen Terrasse.

Wir bestellen uns zwei Steaks mit Fritten und Salat und sind von Preis und Qualität der Speisen mehr als angetan. Hier gefällt es uns und hier kann man ganz herrlich die Seele baumeln lassen.

Hier nun einige Fotos die ich mit der auf Infrarot umgebauten Nikon D300 und dem Nikon AF-S VR 16-85mm aufgenommen habe. (alle Fotos sind 1000 Pixel breit oder hoch, einfach anklicken)

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Hier jetzt ein Foto das ich besonders beeindruckend finde. Es ist ein echtes Infrarot-Bild und es zeigt keinerlei Bewegungsunschärfe. Die Gischt der sich direkt neben dem Restaurant brechenden Welle ist bis in das letzte Tröpfchen scharf abgebildet. Mit einer herkömmlichen Kamera und einem Infrarotfilter wären diese ultrakurzen Belichtungszeiten niemals erreichbar.

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Hier einer meiner Favoriten dieser Serie. Der Horizont ist gerade wie mit dem Lineal gezogen. Und die beiden Bäume bilden einen tollen Kontrast zum blauen Himmel – der im Infrarot-Bereich natürlich fast Schwarz dargestellt wird.

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Und hier noch etwas Farbe für Eure mittlerweile „grauskalierten Augen“. Diese Fotos sind mit der Nikon D800E und dem superguten Nikon AF-S 2.8/24-70mm aufgenommen. Lieder habe ich hier nicht genug Speicherplatz um alles im Original hochzuladen. Aber vielleicht glaubt Ihr mir auch so, dass diese gewaltig großen Fotos irre fiele Details haben und hübsch groß gedruckt sehr gut aussehen würden.

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Teneriffa 2013 – Tag 5 – Paisaje Lunar

Mein Mac läuft wieder und so kann ich Euch noch kurz etwas zu den letzten Tagen der ersten Reise des Jahres 2013 schreiben – also los…

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Nachdem ich am Vortag hochgeschreckt bin und dachte, dass ich verschlafen habe, ist für den Mittwoch der Handywecker gleich mehrfach gestellt. Sandra hat ihr Handy auch auf Alarm getrimmt und so kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Ich bin ein ganz ganz schlechter Frühaufsteher, es bereitet mir regelrecht körperliche Qualen. Im Gegenzug kann ich meist nicht auf Kommando einschlafen, so dass es abends oft sehr spät wird. Am Abend VOR dem frühen Aufstehen ist das wieder einmal so. Die Nacht ist kurz und unruhig – „Bloß nicht verschlafen“ geht es mir immer wieder durch den Kopf. Dann werde ich wach, draußen ist es noch dunkel und ich schaue prüfend auf die Uhrzeit an meinem Handy – ich bin 2 Minuten VOR der Weckzeit wach geworden!

Sandra will ich nicht unbedingt wecken also schleiche ich mich leise ins Badezimmer. Als ich dort fertig bin steht Sandra in der Küche. „Du weißt schon, dass Du eine Stunde zu früh bist?“ Ohje, diese Zeitzonen und Sommer- und Winterzeiten machen mich echt fertig. Da habe ich bei meinem Handy alles richtig eingestellt – dachte ich. Doch irgendwas ist wieder falsch. Zwar kommt jetzt die korrekte Uhrzeit vom Netzbetreiber und die Zeitzone sollte auch korrekt sein aber die Option „Automatisch auf Sommerzeit umstellen“ ist nicht aktiviert. Also bin ich irgendwie wieder falsch. Aber wie sagt man so schön „Better safe than sorry“…

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Pico del Teide bei Nacht – 2005 – Nikon D2x

Ich lege mich noch für 45 Minuten auf das Sofa im Wohnzimmer unserer tollen Hotelsuite. Wirklich schlafen kann ich nicht, zu groß ist die Angst wieder zu verschlafen – obwohl ich schon komplett startklar bin. Das wäre wirklich zu blöd…

Um 6h kommt dann Sandra aus dem Schlafzimmer und fragt mich ob ich denn nicht langsam mal los will. Ich will noch nicht, denn ich bin ja schon komplett angezogen und zum Abmarsch bereit. Da sollte es reichen um 6h30 aufzubrechen um pünktlich um 7h bei Wolfgang aufzuschlagen. Ich drehe mich auf dem Sofa um, aber zähle irgendwie doch die Minuten. Ziemlich genau um 7h bin ich dann bei Wolfgang. Er ist gerade beim Frühstück und wir können schon kurz darauf aufbrechen. Wir nehmen die Autobahn von Puerto de la Cruz in Richtung La Laguna. Bei Tacoronte verlassen wir die Autobahn und es geht über Agua Garcia und La Esperanza hinauf in die Canadas del Teide. Während ich den Mietwagen durch die zahllosen Kurven dirigiere geht bereits die Sonne auf. Insgeheim bin ich ziemlich enttäuscht. Ich hätte eine Stunde eher hier sein können, aber hätten wir das so ausgemacht, ich hätte es wahrscheinlich nicht geschafft. Als wir unseren ersten Fotospot erreichen ist die Sicht grandios, aber die Sonne steht schon recht hoch am Himmel.

Ich bin einfach nicht für Sonnenaufgänge gemacht. Wenn ich sie wirklich fotografieren will, dann muss ich an den Locations übernachten. Alles andere klappt bei mir einfach nicht, traurig aber wahr… Hier eines dieser Fotos das ich im Jahr 2005 nach einer langen kalten Nacht im Gebirge mit meiner Nikon D2x aufgenommen habe.

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Pico del Teide am Morgen – 2005 – Nikon D2x
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Pico del Teide kurz vor Sonnenaufgang – 2005 – Nikon D2x

Im Wechsel fotografiere ich mit der auf Infrarot umgebauten Nikon D300 und der famosen Nikon D800E. Später werde ich feststellen müssen, dass die D300 von der Timelapse-Aktion des letzten Abends noch auf ISO-1000 eingestellt ist. Die Fotos sind deutlich verpixelt, das hätte nicht sein müssen. Und wieder habe ich eine Lektion gelernt: Vorbereitung ist alles!

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Wir fahren weiter vor einem Aussichtspunkt zum nächsten. Es entstehen viele hundert Fotos des immer gleichen Motives. Dieser Vulkan zieht Wolfgang ebenso in seinen Bann wie er es auch bei mir schafft. Eigentlich würden ein paar Fotos ja ausreichen, aber wir versuchen uns immer wieder an diesem Motiv, denn es sieht immer wieder anders und stets majestätisch aus.

Irgendwann machen wir eine Pause und widmen uns den beiden Lunchpaketen. Später bei der Kaffeepause sehen wir dann die beiden Erlkönige wieder, von denen ich gestern schon berichtet habe.

Während wir unseren Kaffee trinken überlegen wir wie es weitergehen soll. Eigentlich habe ich hier schon alles vielfach abfotografiert, doch die Weiße Mondlandschaft, die Paisaje Lunar habe ich zuletzt im Jahr 2005 besucht. Dort könnten wir noch einmal hinfahren.

Eine Stunde später sind wir am Abzweig zur Paisaje Lunar. Die Offroad Piste ist inzwischen in recht gutem Zustand und man kann sie ohne schlechtes Gewissen mit einem Mietwagen recht gut befahren. Nach etwa 9 Kilometern endet die Huckelpiste an einem Campingplatz mitten in den Wäldern oberhalb des Dörfchens Vilaflor. Bei den Waldbränden sind vor einigen Jahren die Holzhütten zerstört wurden. Die neuen Häuser sind ins tollem Zustand und die Kinder eine großen Jugendgruppe beziehen gerade laut johlend ihre Hütten. Wolfgang und ich machen uns derweil fertig für den Aufstieg zur Paisaje Lunar. Vorsichtshalber nehme ich mein GPS mit und markiere den Standort unseres Autos mit einem Wegpunkt. Im Gepäck habe ich neben einer kleinen Flasche Wasser diesmal nur die Nikon D800E mit dem famosen AF-S 2.8/24-70mm und einem B&W Polfilter. Alles ist auf ein großes leichtes BENRO Carbonstativ montiert. Dieses Stativ habe ich Euch vor einigen Wochen in einem Video vorgestellt.

Wir starten unsere kleine Wanderung am rechten Ausgang des Parkplatzes und folgen kleinen Blechschildern die immer wieder an die herumliegenden Felsbrocken geschraubt sind. Hin und wieder gibt es auch einmal einen grünen Punkt. Sehr grob folgen wir dem Verlauf einer Wasserleitung und es geht fast stetig bergauf. Die Wanderung bringt mich an den Rand meiner Leistungsfähigkeit. Mein Asthma macht mir schwer zu schaffen und ich muss immer wieder kleine Pausen einlegen. Wolfgang ist etwa 19 Jahre älter als ich und er geht hier hinauf wie eine Bergziege. Für mich ist das frustrierend und anspornend zugleich. Dieser Kerl gibt mir immer wieder die Hoffnung auf ein entspanntes Leben als Rentner. Gemeinsam mit seiner Frau geht er jeden Donnerstag ein paar Stunden wandern, reist viel, lebt gesund und genießt das Leben in vollen Zügen. Für mich ein wirklich erstrebenswertes Ziel.

Nach etwa zwei Stunden Aufstieg hören wir plötzlich Stimmen. Irgendwer johlt und jauchzt da im Wald. Wir gehen weiter und es kommen die ersten Ausläufer der Paisaje Lunar in Sicht. Etwas später ist dann klar wer hier den Trubel veranstaltet. Es ist eine Gruppe von vier Frauen und zwei Männern. Alle sind scheinbar jenseits der 60 und benehmen sich trotzdem wie kleine Kinder. Ob ich auch einst so sein werde?

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Paisaje Lunar – 2005 – Nikon D2x

Als sie endlich weg sind wird es wirklich ruhig und wir können endlich unsere Fotos in aller Ruhe komponieren. Letztlich werde ich mit fast den gleichen Fotos zurückkehren die ich bereits im Jahr 2005 aufgenommen habe. Nur sind sie jetzt 300% größer. Na ja, wer’s braucht…

Der Rückweg ist nicht weniger anstrengend. Zwar geht es fast nur bergab, aber das lose Geröll erfordert alle Aufmerksamkeit. Wolfgang hat sich bereits vor mehr als einem Jahr von allen schweren Spiegelreflexkameras getrennt und fotografiert nur noch mit einer leichten Bridge-Kamera von Panasonic. Diese liefert immer wieder beeindruckende Bildergebnisse und ich habe den Eindruck, dass diese Fotoausrüstung sehr dazu beiträgt, dass er so unbeschwert die Berge hinauf und hinab wandern kann. Ich habe derweil die D800E von Stativ getrennt und versuche an den ganz abschüssigen Stellen den fehlenden Wanderstab so gut wie möglich mit dem Stativ zu ersetzen.

Immer wenn ich Wolfgang wieder ein Foto machen sehe bin ich ein wenig neidisch. Ich habe mehr als doppelt so viele Pixel, aber braucht man das? Der „Unbeschwerten Leichtigkeit des Seins“ ist meine Fotoausrüstung jedenfalls nicht zuträglich…

Als wir zurück am Auto sind brennt die Sonne mächtig stark auf uns herab. Weil ich ziemlich geschafft bin wählen wir für den Rückweg die Autobahn. Das dauert fast genauso lang wie die tausend Kurven, aber es fährt sich etwas entspannter. Als wir bei Wolfgang und Karin eintreffen sind unsere Frauen auch schon dort. Ihre Laune ist gut, sie hatten einen tollen Tag auf Manolos kanarischem Reiterhof etwas oberhalb von Santa Ursula.

Später beim Versuch die Fotos des Tages auf meine neue externe Tunderbolt-Festplatte zu kopieren wird mir dann mein MacBook verrecken. Aber das ist ja jetzt auch schon wieder alles Geschichte. Was bleibt – zumindest bist zum nächsten Festplattencrash – sind die Fotos dieses schönen Tages. Hier eine kleine Auswahl… (1000 Pixel hoch oder breit – einfach anklicken…)

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