Videos erstellen mit Final-Cut-Pro X

Vor ein paar Tagen habe ich an meinem iPad aus versehen etwas zu lange auf den Home-Button gedrückt und damit die Sprach-Assistentin SIRI aktiviert. Als ich SIRI spontan mit „OK Google“ begrüßt habe staunte ich nicht schlecht über ihre Antwort. Als nächstes habe ich SIRI dann gefragt was sie über PEGIDA weiß und sie hat nur Antworten gegeben die nichts mit PEGDIA zu tun hatten. Das fand ich wirklich witzig und habe daraufhin ganz spontan dieses kleine Video erstellt:

 

Nachdem es online war habe ich einige Zuschriften erhalten in denen Zuschauer mich fragten wie ich die Inhalte des iPads aufgenommen habe und wie ich es geschafft habe beide Tonspuren in dieser guten Qualität aufzunehmen. Um dies zu erklären gibt es jetzt eine kleines Making-of das auch einige Grundlagen der Video-Bearbeitung mit Apples Lösung für den Video-Schnitt enthält.

 

Meine ersten Gehversuche bei der Video-Bearbeitung habe mit MAGIX Video Deluxe gemacht. Aber dabei hat mich es mich immer gestört, dass diese Software so extrem mit Fehlern behaftet war und ständig abgestürzt ist. Immer wenn ich wieder auf eine neuere Version upgedatet habe ging das Spiel von vorne los. Ich kam mir nach einiger Zeit vor wie eine Versuchskaninchen, was wirklich nervig war. Mit den ersten Videos in 1080p machte dann mein eigentlich sehr guter DELL PC nicht mehr wirklich mit. Also habe ich diesen PC mit mehr Speicher und schnelleren Festplatten schrittweise aufgerüstet. Dazu musste ich die MAGIX Software mehrfach neu installieren und irgendwann nach drei oder vier Installationen kam dann die Meldung, dass meine Lizenz zu „meinem Schutz“ deaktiviert wurde und dass ich mich an den Support wenden solle.

Alle Versuche jemanden beim MAGIX Support zu erreichen schlugen fehl und so habe ich nach einigen Wochen ziemlich frustriert dieser Firma den Rücken gekehrt und zähneknirschend auf meinem MacBook Pro die Software Final Cut Pro X zum Preis von damals 179,- Euro gekauft. Diese Software kostet inzwischen 299,- Euro, ist also im Vergleich zur MAGIX Variante nicht preiswert. Aber man muss sehen, dass sich MAGIX jedes einzelne Update bezahlen lässt. Ich habe in den letzten Jahren alle Updates zu FCPX von Apple kostenlos erhalten, wirklich alle! Rechnet man alles zusammen, war FCPX damit billiger als Video DeLuxe von MAGIX.

Bevor Apple seine aktuelle OS-X Variante „Yosemite“ auf den Markt gebracht hat (übrigens auch ein kostenloses Update) war es übrigens gar nicht so einfach das aufzuzeichnen was man auf einem iPad gemacht hat. Ich wollte damals ein Video machen in dem ich vor der Kamera sitze und man das was ich auf dem iPad mache im Hintergrund sehen kann. Die Lösung war nicht weiter schwierig, ich habe mich vor den Fernseher gesetzt und via Airplay das Display meines iPADs auf den Fernseher hinter mir gespiegelt. Das sah dann so aus:

 

Später habe ich noch eine Hauppauge HD-PVR 2 gekauft um den HDMI Datenstream zwischen Apple-TV und Fernseher aufzeichnen zu können. Mit Yosemite ist dies inzwischen aber alles nicht mehr notwenig und meine Pläne einige APPs vorzustellen die ich auf dem iPad so richtig gut finde habe ich bislang immer vor mir hergeschoben und wegen mangelnder Freizeit noch nicht realisieren können. Aber vielleicht bald 🙂

Hier habe ich nun noch einige gut gemachte Videos zum für alle die sich in die Video-Bearbeitung mit Final-Cut-Pro X einarbeiten wollen.

 

Wer schon ein wenig fortgeschritten ist, der findet hier Infos wie man mit mehreren Kameras arbeitet und wie Farbkorrekturen in FCPX durchgeführt werden können.

 

Im folgenden Video geht es dann um Masken mit denen man Korrekturen nur auf einen Ausschnitt innerhalb eines Clips anwenden kann.

 

Im nächsten Video geht um darum wie man mit FCPX schöne Titel hinbekommt und welche Möglichkeiten es gibt.

 

Im letzten Video das ich Euch zeigen möchte geht es nun um den gepflegten Surround-Sound aus der eigenen „Hexenküche“.

 

RODE SmartLAV – Audiorecording mit dem Smartphone

 

Nach meinem Interview mit Mirko Mochetti haben einige meiner Leser per E-Mail darum gebeten nochmals kurz zu erklären wie ich die beiden separaten Tonspuren während des Interviews aufgenommen habe. Nun könnte ich dazu ein langes Video erstellen, aber es gibt ja nichts was es nicht schon gibt. Wer bei YouTube ein wenig sucht, der findet sehr schnell den Kanal des Mikrofon-Herstellers RODE und dort gibt es viele kurze Videos in denen kurz und bündig erklärt wird, wie man das kleine RODE SmartLAV in Verbindung mit einem Smartphone benutzt.

Das erste Video gibt einen recht guten Überblick zum Handling dieses Ansteckmikrofons und der zugehörigen Software.

 

Bei meinem Interview mit Mirko Mochetti ich habe ich einen iPod Touch 5g und ein HTC One M7 verwendet. Für die Aufzeichnung habe ich die Software iRIG RECORDER benutzt, die es sowohl für iOS als auch for Android gibt. Bei der Synchronisierung der Tonspuren musste ich dann feststellen, dass die Tonspuren eine sehr unterschiedliche Klangcharakteristik haben. Wer es nicht weiß, der merkt es vielleicht nicht, aber wer jetzt mein Interview mit Mirko Mochetti nochmals genau anhöret, der wird bemerken, dass die Tonspur die Mirko mit dem iPOD aufgenommen hat einfach besser klingt. Bei den nächsten Interviews werde ich die kostenpflichtige APP des Herstellers RODE verwenden. Dieses APP hat den großen Vorteil, dass man das Display abschalten kann und der Ton weiterhin aufgenommen wird. Dies ist sehr wichtig, damit man beim Einstecken des Aufnahmegerätes in Hemd oder Hosentasche die Aufnahme nicht versehentlich abbricht.

Um Unterschiede bei der Klangcharakteristik künftig zu vermeiden, habe ich mir in der letzten Woche einen zweiten iPOD Touch 5g gekauft – Nobel geht die Welt zugrunde… Das nächste Video ist etwas länger und hier gehen die Macher auch etwas auf den Video-Schnitt ein. Aber gerade hier ist noch unendlich viel Potential für bessere Tonspuren. Aber es ist ja auch nur ein einfaches Intro!

 

Wer mit mehr als einem RODE SmartLAV arbeitet und vielleicht auch noch die Tonspur aus einer Kamera behalten möchte, der sollte in Final-Cut-Pro-X ein so genannten „Multicam Editing“ durchführen. Dazu markiert man nach dem Import die Video-Clips die zusammen gehören und klickt einen der Clips mit der rechten Maustaste an. Es öffnet sich ein Kontext-Menü in dem man „Neuer Multicam-Clip…“. Nachdem man einen Namen vergeben hat wird der Clip erstellt und man kann ihn in die TimeLine seines Videos ziehen. Dort kann man den Clip dann bearbeiten, bis alle Tonspuren so sind wie man es sich vorstellt.

Wer sein Projekt als Surround-Projekt anlegt, der hat die Möglichkeit die einzelnen Stimmen frei im virtuellen Raum anordnen zu können.

Surround-Sound-Project

Multicam-Editing

 

Wer den ersten Screenshot ganz genau anschaut der sieht, dass dort von einer 48 kHz Samplingrate ausgegangen wird. Dies ist die beste Audio-Qualität die sich mit der RODE APP auf dem Smartphone oder iPOD erzielen lässt und diese Qualität sollte man auch einstellen! Während der Aufnahme sollten Blue-Tooth und WLAN übrigens ausgeschaltet sein. Wer ein Smartphone benutzt, der sollte es besser vor der Aufnahme in den Flugmodus bringen.

Noch ein kurzer Tipp: In einem solchen Mix sollte man WAV-Dateien verwenden weil diese eine feste Bitrate haben und sich damit praktisch keine Timing-Probleme ergeben. In der Vergangenheit habe ich schon mehrfach eine separate Tonspur im MP3-Format aufgenommen, die nach einigen Minuten nicht mehr vollständig synchron zum Bild lief. Solche Probleme kann man durch Nutzung des WAV-Formates weitgehend vermeiden.

Hier habe ich noch ein ganz nett gemachtes Review zum RODE SmartLAV:

 

Das RODE SmartLAV gibt es aktuell sehr günstig bei amazon.de zu kaufen: