Mein Jahresrückblick 2012

LOVE

Mit einem Bild das ich im Frühjahr 2009 auf dem Heimweg vom Delicate Arch mit einer Taschenlampe improvisiert habe, möchte ich mich bei meinen treuen Lesern und YouTube-Zuschauern für das sehr schöne Jahr 2012 bedanken.

Heute habe ich meine WordPress-Jahresstatistik erhalten und die liest sich gar nicht schlecht.

Etwa 55.000 Touristen besuchen Liechtenstein jedes Jahr. Dieser Blog wurde 2012 330.000 Mal besucht. Wäre es Liechtenstein, würde es 6 Jahre dauern, bis so viele Menschen es gesehen haben. Dein Blog hatte mehr Besucher als ein kleines Land in Europa!

Hier gibt es vollständigen Bericht zu sehen.

Im kommenden Jahr kann ich hoffentlich wieder etwas mehr reisen und intensiver fotografieren. Nach etwa 6.000 Bildern mit der neuen Nikon D800E und einigen Vergleichen mit Bildern die bereits vor mehreren Jahren entstanden sind muss ich sagen, diese Kamera kann alles und ist mein ganz persönliches Nonplusultra. Diese Kamera stellt selbst hochwertige Scans eines Mittelformat-Dias fast in den Schatten. Nie zuvor war es so einfach in kürzester Zeit mit minimalem Aufwand extrem hochauflösende tolle Fotos zu schießen. In den letzten Jahren habe ich häufig mit hohem Aufwand mehrzeilige Panorama-Bilder erstellt und stundenlang den einen oder anderen Scanner-Parameter hin und her gedreht um aus meinen Bildern das Maximum herauszuholen und via magnumprints.com hochwertige große Prints mit extrem vielen Details anbieten zu können. All das ist mit der D800E viel einfacher geworden. Erst gestern habe ich festgestellt, dass ich mit der Nikon D800E noch kein einziges mehrteiliges Panorama fotografiert habe. Denn es ist eigentlich gar nicht mehr notwendig. Mit einem guten Weitwinkelobjektiv und einem sinnvoll angesetzten Beschnitt liefert die D800E mit einem Klick das was ich zu Zeiten der Nikon D100 aus etwa 10 RAW-Bildern mühsam mit der Software Autopanopro zusammen rechnen (lassen) musste.

Aber die Zeit steht nicht still und auch die D800E wird in nicht allzu weiter Ferne von der Nikon D900 abgelöst werden. Diese wird einen erneuten Quantensprung markieren und es bleibt einfach spannend. Die Welt dreht sich weiter Tag für Tag und die Nikon Ingenieure geben alles um uns noch bessere Kameras für noch mehr Spaß an der Fotografie in die Hand zu geben. Ich freue mich auf alles was uns im nächsten Jahr erwartet. Sei es die Nikon D4x oder die Nikon D400, die Hysterie wird auch 2013 grenzenlos sein, die Spekulationen werden teils halbgar und teils auch mal zutreffend sein. Wir alle werden ungeduldig abwarten und uns auch 2013 an den Schaufenstern der gut sortierten Fotoläden die Nase platt drücken und das ist gut so!

Also Leute, habt ne dufte Party und kommt gut rüber nach 2013!

Teneriffa 2012 – Tag 12

Fotosession in der Geisterstadt

Nikon D800E - Abades - Teneriffa - Tenerife

Es ist noch gar nicht lange her als ich bei www.fotocommunity.de einige Fotos einer Geisterstadt auf Teneriffa gefunden habe. Die Location schien wirklich cool zu sein und ich trage nun schon seit vielen Monaten den Wunsch mit mir herum, diese Geisterstadt mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Aber was hat es mit dieser Geisterstadt auf sich?

Nikon D800E - Abades - Teneriffa - Tenerife

Als ich in den 60er Jahren das Licht der Welt erblickte wusste ich noch nicht wie froh ich sein durfte, dass meine Mutter während sie mit mir schwanger war keine Medikamente eingenommen hat. Bei tausenden anderer Menschen in meinem Alter sah das anders aus. Da gab es ein Medikament der Grünenthal GmbH, das besonders gut verträglich sein sollte und rezeptfrei in den Apotheken erhältlich war. Viele schwangere Frauen nahmen es gegen die morgendliche Übelkeit sowie Unruhe und Schlafstörungen ein und brachten einige Monate später schwer missgebildete Kinder zur Welt. Menschen bei denen mitunter die Hände ohne Arme direkt oben an den Schultern angewachsen waren. Viele leben bis heute mit diesen schweren Behinderungen und haben bedingt durch ihre Behinderung andere Krankheiten bekommen. Oft sind es schwere Rückenbeschwerden. Das Medikament hieß „Contergan“ und der Rechtsstreit der aus diesem ersten großen Medikamentenskandal der Menschheitsgeschichte hervorging, zog sich über viele Jahrzehnte hin.

Nikon D800E - Abades - Teneriffa - Tenerife

Eine Weile nach dem Skandal gab es den Arzt Dr. Jacob Sheskin der sich in Jerusalem um Menschen gekümmert hat die an der Lepra erkrankt waren. Heute kennen wir dieses Krankheit nicht mehr, aber als sie noch auf dieser Erde gewütet hat wurden die Menschen die an Lepra erkrankt waren isoliert. Eine anderen Chance hatte man nicht. Dort wo sie nicht auf eine einsame Insel verbannt werden konnten wurden Lager erreichtet in denen die Kranken bis zu ihrem Tode isoliert wurden. Eine Chance auf Heilung gab es nicht. Dann kam der Tag an dem eben jener Dr. Shesekin einer an Lepra erkrankten Frau aus Restbeständen Contergan verabreichte damit sie besser schlafen konnte. Einige Zeit später musste dieser Arzt dann feststellen, dass sich die Lepra-Symptome seiner Patientin zurück gebildet hatten. Ein neues hochwirksames Mittel gegen Lepra war gefunden und es begann die Renaissance des Contergan Wirkstoffes Thalidomid. In Europa hatte es schwer gewütet und war die Ursache für tausende fehlgebildeter Babies. In Jerusalem, Indien und vielen anderen Ländern half es nun die Lepra zu bekämpfen. Wirklich ausgerottet ist die Lepra indes noch nicht. Man kann sie heute mit einem Aufwand von etwa 20 Euro heilen. Aber selbst diese 20 Euro haben viele der erkrankten Menschen nicht und sterben an einer Krankheit, die unsere Kinder wahrscheinlich nicht einmal mehr vom Hören und Sagen kennen.

Nikon D800E - Abades - Teneriffa - Tenerife

Die Entdeckung von Dr. Sheskin leitete den Untergang der Lepra-Station im Süden Teneriffas ein. Nachdem die letzten Kranken verstorben oder geheilt waren wurde die Station geschlossen und dem Verfall preisgegeben.

Nikon D800E - Abades - Teneriffa - Tenerife

Als dann in den 70er Jahren eine Welle von Flugzeugentführungen und Geiselnahmen die Welt in Atem hielt, übten die auf Teneriffa stationierten Soldaten auf dem Gelände der verlassenen Lepra-Station für den Ernstfall. Sie übten die Befreiung von Geiseln mit Waffengewalt.

Nikon D800E - Abades - Teneriffa - Tenerife

Diese Geisterstadt kann also auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Am Vorabend habe ich mit meiner Freundin Sandra abgesprochen, dass ich heute dorthin fahren will. Sie ist nicht böse, denn so kann sie sich wieder einmal einen Tag in Puerto de la Cruz vergnügen. Mittlerweile scheint ihre diese recht ursprüngliche Stadt sehr gut zu gefallen. Besonders der alte Stadtkern und die Promenade haben es ihr angetan.

Da ich das Morgenlicht in der Geisterstadt ohnehin nicht mehr schaffe, lassen wir es beim Frühstück langsam angehen. Als ich endlich losfahre ist es schon 11h. Die Sonne scheint, dass es eine wahre Freude ist. Das Thermometer in meinem gemieteten Opel Astra zeigt satte 27°C, so kann man es am 20. Dezember aushalten! Als ich nach etwa 60 Minuten Fahrzeit an der Geisterstadt die Autobahn verlasse, zeigt das Thermometer sogar 29°C. Am Eingang zur Geisterstadt staune ich nicht schlecht als ich einen Ford Fiesta antreffe aus dem gerade fünf Junge Männer in Tarnanzügen mit Waffen und Helmen aussteigen. Sie haben GoPro Kameras an den Helmen und ihre Gewehre sehen aus wie die Waffen die man bei der neuen „Modesportart“ Paintball benutzt. Sie haben gute Laune, grüßen mich und machen sich dann auf zu ihrem großen „Abenteuerspielplatz“…

D800E_5765_BW_1000px

Ich packe unterdessen meine Sachen zusammen und los geht der Spaß. Die Gebäude der alten Station sind von den Übungen der Soldaten schwer gezeichnet. Überall sind Einschuss- und vielfach sogar Durchschuss-Löcher in den Wänden zu sehen. Die Gebäude sind zu weiten Teilen betoniert und gemauert, daher trotzen sie seit vielen Jahren den Winden die unmittelbar am Meer oftmals nicht zu verachten sind.

Nikon D800E - Abades - Teneriffa - Tenerife

Von der Station kann ich ins Gebirge schauen und der Pico del Teide thront majestätisch über des Szenerie. Ich mache einige Fotos mit Polfilter und versuche mich auch mal mit dem Nikon AF-D 80-400mm Telezoom in Verbindung mit dem Infrarotfilter (HAMA IR20). Aber in der Infrarotfotografie liegt der korrekte Fokuspunkt etwas anders. Früher hatten alle Objektive einen roten Punkt. Man hatte zuerst manuell fokussiert, dann auf das Objektiv geschaut und dann den eingestellten Wert bis zu eben diesem „roten Punkt“ weitergedreht. Das war einfach und leicht zu verstehen. Heute ist das alles anders. Heute verwenden viele Fotografen moderne Objektive mit eingebauten Ultraschall-Motoren die das Autofokussystem steuern. Einen richtigen „Endanschlag“ für „Unendlich“ gibt es nicht mehr und den roten Punkt für alle die gern mit Infrarot-Filtern fotografieren wollen, den gibt es eben auch nicht mehr. Man muss also bei den digitalen Spiegelreflexkameras den korrekten Fokuspunkt ein wenig abschätzen oder Testbilder machen bis man ihn gefunden hat. Bei Objektiven mit extrem kurzer Brennweite ist das fast egal, sobald man sie um zwei Stufen abblenden kann ist auch mit einem Infrarot-Filter alles scharf. Bei einem 400mm Teleobjektiv ist das aber etwas anderes. Hier zählt wirklich jeder Millimeter bei der Fokussierung.

Nikon D800E - Abades - Teneriffa - Tenerife

Und da die Sonne scheint wie verrückt kann ich auf dem Display meiner Nikon D800E fast nichts erkennen. An die Überprüfung ob meine Bilder korrekt scharf sind ist gar nicht zu denken. Später werde ich dann auch feststellen, dass fast alles was ich mit dem Teleobjektiv und aufgeschraubtem Infrarot-Filter fotografiert habe nicht brauchbar ist, schade!

D800E_5831_1000px

Während der Tag voranschreitet genieße ich die Sonne und erforsche die vielen alten Gebäude. Überall liegt Schutt und Dreck herum. Fast keine Wand ist ohne Graffitis und in einigen Gebäuden liegen alte Matratzen und es stehen halb volle Wasserflaschen herum. Es sieht so aus als hätten die einige Obdachlose kampiert.

Fotosession in der Geisterstadt    Es ist noch gar nicht lange her als ich bei www.fotocommunity.de einige Fotos einer Geisterstadt auf Teneriffa gefunden habe. Die Location schien wirklich cool zu sein und ich trage nun schon seit vielen Monaten den Wunsch mit mir herum, diese Geisterstadt mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Aber was hat es mit dieser Geisterstadt auf sich?    Als ich in den 60er Jahren das Licht der Welt erblickte wusste ich noch nicht wie froh ich sein durfte, dass meine Mutter während sie mit mir schwanger war keine Medikamente eingenommen hat. Bei tausenden anderer Menschen in meinem Alter sah das anders aus. Da gab es ein Medikament der Grünenthal GmbH, das besonders gut verträglich sein sollte und rezeptfrei in den Apotheken erhältlich war. Viele schwangere Frauen nahmen es gegen die morgendliche Übelkeit sowie Unruhe und Schlafstörungen ein und brachten einige Monate später schwer missgebildete Kinder zur Welt. Menschen bei denen die Hände ohne Arme direkt oben an den Schultern angewachsen waren. Viele leben bis heute mit diesen schweren Behinderungen und haben bedingt durch ihre Behinderung andere Krankheiten bekommen. Oft sind es schwere Rückenbeschwerden. Das Medikament hiess „Contergan“ und der Rechtsstreit der aus diesem ersten großen Medikamentenskandal der Menschheitsgeschichte hervorging, zog sich über viele Jahrzehnte hin.    Eine Weile nach dem Skandal gab es den Arzt Dr. Jacob Sheskin der sich in Jerusalem um Menschen gekümmert hat die an der Lepra erkrankt waren. Heute kennen wir dieses Krankheit nicht mehr, aber als sie noch auf dieser Erde gewütet hat wurden die Menschen die an Lepra erkrankt waren isoliert. Eine anderen Chance hatte man nicht. Dort wo sie nicht auf eine einsame Insel verbannt werden konnten wurden Lager erreichtet in denen die Kranken bis zu ihrem Tode isoliert wurden. Eine Chance auf Heilung gab es nicht. Dann kam der Tag an dem eben jener Dr. Shesekin einer an Lepra erkrankten Frau aus Restbeständen Contergan verabreichte damit sie besser schlafen konnte. Einige Zeit später musste dieser Arzt dann feststellen, dass sich die Lepra-Symptome seiner Patientin zurück gebildet hatten. Ein neues hochwirksames Mittel gegen Lepra war gefunden und es begann die Renaissance des Contergan Wirkstoffes Thalidomid. In Europa hatte es schwer gewütet und war die Ursache für tausende fehlgebildeter Babies. In Jerusalem, Indien und vielen anderen Ländern half es nun die Lepra zu bekämpfen. Wirklich ausgerottet ist die Lepra indes noch nicht. Man kann sie heute mit einem Aufwand von etwa 20 Euro heilen. Aber selbst diese 20 Euro haben viele der erkrankten Menschen nicht und sterben an einer Krankheit die unsere Kinder wahrscheinlich nicht einmal mehr vom Hören und Sagen kennen.    Die Entdeckung von Dr. Sheskin leitete den Untergang der Lepra-Station im Süden Teneriffas ein. Nachdem die letzten Kranken verstorben oder geheilt waren wurde die Station geschlossen und dem Verfall preisgegeben.    Als dann in den 70er Jahren eine Welle von Flugzeugentführungen und Geiselnahmen die Welt in Atem hielt, übten die auf Teneriffa stationierten Soldaten auf dem Gelände der verlassenen Lepra-Station für den Ernstfall. Sie übten die Befreiung von Geiseln mit Waffengewalt.    Diese Geisterstadt kann also auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Am Vorabend habe ich mit Sandra abgesprochen, dass ich heute dorthin fahren will. Sie ist nicht böse, denn so kann sie sich wieder einmal einen Tag in Puerto de la Cruz vergnügen. Mittlerweile scheint ihre diese recht ursprüngliche Stadt sehr gut zu gefallen. Besonders der alte Stadtkern und die Promenade haben es ihr angetan.  Da ich das Morgenlicht in der Geisterstadt ohnehin nicht mehr schaffe, lassen wir es beim Frühstück langsam angehen. Als ich endlich losfahre ist es schon 11h. Die Sonne scheint, dass es eine wahre Freude ist. Das Thermometer in meinem gemieteten Opel Astra zeigt satte 27°C, so kann man es am 20. Dezember aushalten! Als ich nach etwa 60 Minuten Fahrzeit an der Geisterstadt die Autobahn verlasse, zeigt das Thermometer sogar 29°C. Am Eingang zur Geisterstadt staune ich nicht schlecht als ich einen Ford Fiesta antreffe aus dem gerade 5 Junge Männer in Tarnanzügen mit Waffen und Helmen aussteigen. Sie haben GoPro Kameras an den Helmen und ihre Gewehre sehen aus wie die Waffen die man bei der neuen „Modesportart“ Paintball benutzt. Sie haben gute Laune grüßen mich und machen sich dann auf zu ihrem großen „Abenteuerspielplatz“...    Ich packe unterdessen meine Sachen zusammen und los geht der Spaß. Die Gebäude der alten Station sind von den Übungen der Soldaten schwer gezeichnet. Überall sind Einschuss- und vielfach sogar Durchschuss-Löcher in den Wänden zu sehen. Die Gebäude sind zu weiten Teilen betoniert und gemauert, daher trotzen sie seit vielen Jahren den Winden die unmittelbar am Meer oftmals nicht zu verachten sind.    Von der Station kann ich ins Gebirge schauen und der Pico del Teide thront majestätisch über des Szenerie. Ich mache einige Fotos mit Polfilter und versuche mich auch mal mit dem Nikon AF-D 80-400mm Telezoom in Verbindung mit dem Infrarotfilter (HAMA IR20). Aber in der Infrarotfotografie liegt der korrekte Fokuspunkt etwas anders. Früher hatten alle Objektive einen roten Punkt. Man hatte zuerst manuell fokussiert, dann auf das Objektiv geschaut und dann den eingestellten Wert bis zu eben diesem „roten Punkt“ weitergedreht. Das war einfach und leicht zu verstehen. Heute ist das alles anders. Heute verwenden viele Fotografen moderne Objektive mit eingebauten Ultraschall-Motoren die das Autofokussystem steuern. Einen richtigen „Endanschlag“ für „Unendlich“ gibt es nicht mehr und den roten Punkt für alle die gern mit Infrarot-Filtern fotografieren wollen, den gibt es eben auch nicht mehr. Man muss also bei den digitalen Spiegelreflexkameras den korrekten Fokuspunkt einwenig abschätzen oder Testbilder machen bis man ihn gefunden hat. Bei Objektiven mit extrem kurzer Brennweite ist das fast egal, sobald man sie um zwei Stufen abblenden kann ist auch mit einem Infrarot-Filter alles scharf. Bei einem 400mm Teleobjektiv ist das aber etwas anderes. Hier zählt wirklich jeder Millimeter bei der Fokussierung.    Und da die Sonne scheint wie verrückt kann ich auf dem Display der D800E fast nichts erkennen. An die Überprüfung ob meine Bilder korrekt scharf sind ist gar nicht zu denken. Später werde ich dann auch feststellen, dass fast alles was ich mit dem Teleobjektiv und aufgeschraubtem Infrarot-Filter fotografiert habe nicht brauchbar ist, schade!    Während der Tag voranschreitet genieße ich die Sonne und erforsche die vielen alten Gebäude. Überall liegt Schutt und Dreck herum. Fast keine Wand ist ohne Graffitis und in einigen Gebäuden liegen alte Matratzen und es stehen halb volle Wasserflaschen herum. Es sieht so aus als hätten die einige Obdachlose kampiert.    Mein Freund Wolfgang hat mir vom schönen Strand bei der Geisterstadt berichtet. Als ich dort eintreffe liegt dort ein nackter Mann in der Sonne. Als er das Klicken meiner Kamera hört schnappt er sich ein Handtuch, zieht sich an und verlässt etwas verschämt die Szenerie.  Vom Strand geht es hinauf zur Kirche. Dieses Gebäude kenne ich aus der Fotocommunity. Die Fassade ist komplett aus Beton gegossen und steht auch nach vielen Jahren noch immer wie eine EINS. Vor der Kirche treffe ich ein junges Paar aus Holland. Sie kommen aus der Nähe von Alkmaar und haben einen Geocache gesucht. Er scheint irgendwo in der Kirche versteckt zu sein. Wo genau wollen sie mir nicht sagen, ich bin schließlich keine Geocacher :-) Wir unterhalten uns trotzdem sehr nett und als sie sich verabschieden steht die Sonne schon tief. Ich knipse eine Belichtungsreiche nach der Anderen. Zuvor habe ich in einigen Gebäuden schon den neuen HDR-Modus der D800E getestet. Er funktioniert leider nicht im RAW-Modus. Also habe ich einige TIFF-Dateien geknipst. Diese haben satte 112 MB, pro Bild natürlich! Die D800E ist ein echtes Pixelmonstrum. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Wer keine Lust auf stundenlange Bildbearbeitung mit Photomatix und anderen HDR-Programmen hat, der ist mit dem neuen HDR-Modus der D800E recht gut bedient. Allerdings darf man sich von den HDR-Bildern aus der D800E keine surrealen Kunstwerke, wie das was man seit einigen Jahren ständig bei flickr und anderswo findet, erwarten. Nikon wäre nicht Nikon wenn sie den HDR-Modus der D800E nicht so konzipiert hätten, dass er einfach nur hilft Motivsituationen mit extrem hohen Kontrasten in den Griff zu bekommen. Hat man das akzeptiert, so wird man mit den Ergebnissen sehr zufrieden sein. Der Gewinn beim Dynamikumfang beträgt etwas zwei Blendenstufen, das kann sich sehen lassen!  Kurz bevor es dunkel wird verlasse ich dann dieses wirklicht tolle Location und mache mich auf den Heimweg. Ich habe heute wirklich viel mit der D800E fotografiert und zwischendurch immer wieder mit der kleinen Panasonic HC-X909 gefilmt. Und wieder muss ich sagen, die Bildqualität der D800E ist etwas besser, aber das Handling der Videokamera ist einfach unschlagbar. Allein der extrem gut arbeitende Bildstabilisator, der elektronische Sucher, der krasse Zoombereich und vor allem der super sanft arbeitende Motorzoom sind Pluspunkte die einfach keine Spiegelreflexkamera derzeit zu bieten hat.  Eigentlich hatte ich noch vor mich in der Geisterstadt irgendwo hinzu setzen und ein kurzes Video unter dem Motto „Was habe ich in meinem Fotorucksack“ aufzunehmen. Aber irgendwie hatte ich dann doch keine Lust und die 6 Stunden in der Geisterstadt sind auch wie im Flug vergangen. Das Video werde ich dann im neuen Jahr nachliefern. Dann wird es auch wieder neue Testberichte zu diversen Objektiven und anderem Foto-Schnickschnack geben - versprochen :-)

Mein Freund Wolfgang hat mir vom schönen Strand bei der Geisterstadt berichtet. Als ich dort eintreffe liegt dort ein nackter Mann in der Sonne. Als er das Klicken meiner Kamera hört schnappt er sich ein Handtuch, zieht sich an und verlässt etwas verschämt die Szenerie.

Nikon D800E - Abades - Tenerife - Teneriffa

Vom Strand geht es hinauf zur Kirche. Dieses Gebäude kenne ich aus der Fotocommunity. Die Fassade ist komplett aus Beton gegossen und steht auch nach vielen Jahren noch immer wie eine EINS. Vor der Kirche treffe ich ein junges Paar aus Holland. Sie kommen aus der Nähe von Alkmaar und haben einen Geocache gesucht. Er scheint irgendwo in der Kirche versteckt zu sein. Wo genau wollen sie mir nicht sagen, ich bin schließlich keine Geocacher 🙂 Wir unterhalten uns trotzdem sehr nett und als sie sich verabschieden steht die Sonne schon tief.

S1160010

Ich knipse eine Belichtungsreiche nach der Anderen. Zuvor habe ich in einigen Gebäuden schon den neuen HDR-Modus der D800E getestet. Er funktioniert leider nicht im RAW-Modus. Also habe ich einige TIFF-Dateien geknipst. Diese haben satte 112 MB, pro Bild natürlich! Die D800E ist ein echtes Pixelmonster. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Wer keine Lust auf stundenlange Bildbearbeitung mit Photomatix und anderen HDR-Programmen hat, der ist mit dem neuen HDR-Modus der D800E recht gut bedient. Allerdings darf man sich von den HDR-Bildern aus der D800E keine surrealen Kunstwerke, wie das was man seit einigen Jahren ständig bei flickr und anderswo findet, erwarten. Nikon wäre nicht Nikon wenn sie den HDR-Modus der D800E nicht so konzipiert hätten, dass er einfach nur hilft Motivsituationen mit extrem hohen Kontrasten in den Griff zu bekommen. Hat man das akzeptiert, so wird man mit den Ergebnissen sehr zufrieden sein. Der Gewinn beim Dynamikumfang beträgt etwa zwei Blendenstufen, das kann sich sehen lassen!

Hier zum Vergleich ein „echtes“ HDR da sich eben mit Photomatix Pro aus drei JPG-Dateien manuell zusammen gerechnet habe.

Nikon D800E - Abades - Tenerife - Teneriffa

 

Hier ein vollautomatisch in der D800E erstelltes HDR:

Nikon D800E - Abades - Tenerife - Teneriffa

Hier noch ein HDR das ich aus 9 JPGs erstellt habe  – es ist noch suboptimal – in den nächsten Wochen gibt es sicher weitere schönere Varianten zu sehen 🙂

Nikon D800E - Abades - Tenerife - Teneriffa

Kurz bevor es dunkel wird verlasse ich dann diese wirklich tolle Location und mache mich auf den Heimweg. Ich habe heute wirklich viel mit der Nikon D800E fotografiert und zwischendurch immer wieder mit der kleinen Panasonic HC-X909 gefilmt. Und wieder muss ich sagen, die Bildqualität der D800E ist etwas besser, aber das Handling der Videokamera ist einfach unschlagbar. Allein der extrem gut arbeitende Bildstabilisator, der elektronische Sucher, der krasse Zoombereich und vor allem der super sanft arbeitende Motorzoom sind Pluspunkte die einfach keine Spiegelreflexkamera derzeit zu bieten hat.

Nikon D800E - Abades - Tenerife - Teneriffa

Eigentlich hatte ich noch vor mich in der Geisterstadt irgendwo hinzu setzen und ein kurzes Video unter dem Motto „Was habe ich in meinem Fotorucksack“ aufzunehmen. Aber irgendwie hatte ich dann doch keine Lust und die 6 Stunden in der Geisterstadt sind auch wie im Flug vergangen. Das Video werde ich dann im neuen Jahr nachliefern. Dann wird es auch wieder neue Testberichte zu diversen Objektiven und anderem Foto-Schnickschnack geben – versprochen 🙂

Nikon D800E - Abades - Teneriffa - Tenerife

 

Nikon D800E - Abades - Tenerife - Teneriffa

Teneriffa 2012 – Tag 10

Loro Parque - Tenerife

Tiere filmen im Loro Parque

Nun sind wir schon mehr als eine Woche auf dieser paradiesischen Insel. Die Eingewöhnung haben wir hinter uns, langsam beginnt die Erholung. Nach den morgendlichen Ritualen sind wir etwas ratlos was heute auf dem Programm stehen soll. Sandra würde gern ein paar Stunden am Strand verbringen. Mein Ding ist das irgendwie so gar nicht. Beim Grillen in der Sonne bekomme ich Kopfschmerzen und Herzrasen. Badeurlaube sind nicht meine Welt. Ich mag es lieber warm und schattig als heiß und sonnig. So beschließen wir, dass ich Sandra unten am Playa de Jardin absetze und dann ein paar hundert Meter weiter zu Loro Parque fahre. Dort war ich nun schon wirklich oft und eigentlich wollte ich ihn in diesem Jahr nicht schon wieder besuchen. Aber letztlich bin ich doch wieder 33,- Euro ärmer und später am Abend um 14 GB Videomaterial reicher.

Zum Auftakt meiner Wanderung durch den Loro Parque verwende ich diesmal die kleine feine Panasonic HC-X909 Videokamera. Diese Kamera filmt in Full HD mit 50 Bildern/Sekunde (1080/50p). Das ist für meine heimischen Computer leider noch zu viel. Mit Magix Video Deluxe MX kann ich dieses Material überhaupt nicht sinnvoll schneiden. Die Vorschau ruckt ständig und man bekommt einfach keinen Einruck davon ob die Schnitte richtig sind oder nicht. Auf dem Mac mit Final Cut Pro X klappt es besser, aber nur wenn man auch Proxy-Medien erstellt. Und die sprengen ganz schnell die Kapazität meiner internen SSD-Festplatte. Ohne Proxy-Medien macht der Video-Schnitt einer 1080/50p Datei auch auf dem Mac keinen Spaß. Also filme ich mit „angezogener Handbremse“. Im Modus „XE“ arbeitet die Kamera „nur“ mit 25 Bildern/Sekunde. Damit sind die Videodateien nur halb so groß. Das spart Platz auf der Speicherkarte und den Festplatten.

Loro Parque - Tenerife

Da ich meine Videos nicht auf Blu-Ray verkaufe sondern nur bei YouTube und Vimeo zeige, ist die Qualität immer noch mehr als ausreichend. Lädt man eine dieser Dateien bei YouTube hoch und später wieder herunter, so hat das Ergebnis nur etwa 10% der ursprünglichen Dateigröße. Wie krass die Videos bei YouTube komprimiert werden ist damit klar. Aber man muss das auch verstehen. Google bietet mit YouTube einen kostenlosen Video-Dienst an den viele Millionen Menschen tagtäglich nutzen. Jeden Tag werden viele tausend Stunden Videomaterial bei YouTube hochgeladen, alles völlig kostenlos. Und diese Videos werden dann mit unter millionenfach angeschaut. Würde man dieses Material nicht rigoros komprimieren, so würde es den „Dienst als solchen“ und Teile des Internets einfach sprengen.

Schon heute machen Videodienste den Löwenanteil des gesamten Datenvolumens im Internet aus. Würden alle Videos im „Original“ transportiert, so würde das Internet in seiner aktuellen Ausbaustufe für die meisten von uns einfach „still stehen“. Also filme ich derzeit im Modus XE – ganz ohne Skrupel. In ein paar Jahren sieht das vielleicht anders aus. Aber derzeit ist alles andere „nutzloser Overkill“.

Loro Parque - Tenerife

Nach etwa zwei Stunden geht der große „Zweit-Akku“ meiner Panasonic zu Ende. Ich habe noch den kleinen Original-Akku. Der liegt jetzt schon etwa eine Woche in der Fototasche und hat sich leider bereits weitgehend selbst entladen. So bleiben mir mit diesem Akku noch etwa 10 Minuten danach ist meine schöne Panasonic leider „tot“. Zusammen gekommen sind dabei etwa 6 GB Videomaterial. In der Kamera steckt meine 8 GB große Reservekarte. Als ich mit der Filmerei loslegen wollte musste ich nämlich feststellen, dass ich nicht nur mein Telefon sondern auch meine Speicherkarten im Hotel vergesse hatte. Überhaupt ist diese gesamte Reise davon geprägt, dass ich lauter Sachen vergessen habe. Im Fotorucksack sind aber noch ein paar Reservekarten. Die habe ich für den Fall der Fälle eigentlich immer dabei. Und als dann die D800E als Videokamera zum Einsatzkommen soll, fehlt auch hier die Speicherkarte! Aber kein Problem, es sind noch eine 64 GB und zwei 16 GB Karten im Rucksack. Für meine Videoaufnahmen verwende ich an der D800E das AF-D VR 80-400mm Telezoom-Objektiv. Auch dieses Objektiv habe ich nur versehentlich eingepackt. Eigentlich wollte ich das AF-S VR 2.8/70-200mm einpacken. Nun muss ich mich mit dem älteren etwas sperrigen 80-400 begnügen. Aber letztlich sehen die Sequenzen bei denen alles korrekt eingestellt war auch mit diesem Objektiv wirklich gut aus. Was hier allerdings massiv stört ist der Autofokus. Ist es etwas dunkel so liegt die D800E im Videomodus beim automatischen Fokussieren eigentlich ständig leicht daneben. Der Fokus fährt zweimal hin und her und bleibt dann kurz hinter dem korrekten Wert stehen, das nervt ziemlich. Meinen Video-Neiger habe ich auch daheim vergessen, also muss ich meinen Kugelkopf des Typs FLM-38FT auf meinem großen BENRO Carbon-Stativ benutzen. Für Fotos ist das eine großartige Kombination, für Videos ist es massiv „suboptimal“.

Loro Parque - Tenerife

Saubere Schwenks oder die die „Verfolgung“ eines Tieres das langsam durch sein Gehege streift sind damit kaum möglich. Die Videos rucken und zappeln, dass man sie sich nicht anschauen möchte. Eigentlich klappt es nur wenn die Kamera absolut ruhig steht und man sie nicht berührt. Dann ist alles gut, sobald man versucht sie irgendwie zu bewegen wird bei Brennweiten ab ca. 100 mm praktisch alles sofort total verwackelt. Auch ist gar nicht daran zu denken langsame Zoomfahrten oder ähnliches mit der D800E und dem 80-400mm Telezoom zu versuchen. Mit der kleinen Panasonic klappt so etwas mit ein wenig Übung sehr gut. Wer beide Systeme im Vergleich benutzt der wird sich sofort in die kleine Panasonic verlieben. Das Handling dieser Kamera ist für Video-Filme gemacht und funktioniert einfach gut. Zwar ist bei der D800E die Bildqualität etwas besser, aber man braucht viel mehr Zeit bis alles eingestellt ist und verpasst gerade als „Tierfilmer“ damit immer wieder die besten Szenen.

Loro Parque - Tenerife

Bei der Sichtung meiner „Tages-Beute“ bin ich geschockt wie wenig wirklich brauchbares Videomaterial in etwa 6 Stunden entstanden ist. Mit der BENRO GH-2 „Affenschaukel“ und dem dicken fetten Nikon  AF-S VR 4/200-400mm wäre die Ausbeute deutlich besser gewesen. Aber diese Kombination hätte auch das doppelte Gewicht! Besonders das AF-S Fokus-System der moderneren Objektive ist für Videoaufnahmen perfekt. Man kann den Fokus einfach während man filmt manuell übersteuern. Das geht mit einem Objektiv ohne AF-S leider nicht und es stellt damit einen echten „Hemmschuh“ dar. 

Loro Parque - Tenerife

Eine Alternative ist in diesem Fall für mich sogar das alte manuell fokussierte Nikon AiS 80-200. Dieses Objektiv ist noch kompakter und die Bedienung des Schiebezooms funktioniert wirklich gut. Man kann sehr schnell zoomen und den Fokus-Punkt korrekt einstellen. Alles mit einem Ring, großartig! Verwendet man noch eine Lupe vor dem Display der D800E hat man damit auch an hellen Tagen eine gute Kombination für beeindruckende Tierfilme. Ich habe mal ein wenig experimentiert und die D800E sowohl im FX Modus als auch im DX Modus filmen lassen. Man sieht im Endergebnis bei „normalen“ ISO-Werten praktisch keinen Unterschied. Nutzt man diese Einstellung, so wird aus einem alten manuell fokussierten AiS 80-200mm im DX-Modus ein 160-400mm Teleobjektiv. Über die Abbildungsqualität muss man sich beim Videofilmen keine Sorgen machen. Sind die Videos unscharf, dann liegt es immer daran, dass man nicht korrekt fokussiert hat! Die Auflösung der Videos ist so gering, das schafft auch ein 40 Jahre altes Nikon Teleobjektiv 🙂 Sobald man diese Objektive um etwa zwei Stufen abblenden kann erkennt man im fertigen Video praktisch keinen Unterschied zwischen einem 40 Jahre alten Tele von eBay für 200 Euro und einem modernen Superobjektiv für 2.000 Euro.

Loro Parque - Tenerife

Entscheidend ist was man an der Kamera einstellt und wie die Lichtverhältnisse sind. Auch ein 10.000 Euro Profiteleobjektiv zaubert an der D800E nicht automatisch geniale Videosequenzen. Hier sind Erfahrung und eine Portion Glück viel wichtiger als der letzte „Hightech-Schrei“.

Dies beweisen auch meine heute aufgenommenen Video-Schnipsel. Der Ausschuss liegt bei etwa 90%. Das liegt aber nicht nur daran, dass die D800E und das heute verwendete 80-400mm Objektiv etwas sperrig zu bedienen sind. Es sind auch die Tiere die eben Individuen sind und nicht immer gleich das machen was man sich wünscht. Manchmal machen sie eben einfach gar nichts! Sie hängen faul in der Sonne ab und warten drauf, dass endlich die nervigen Scheibenklopfer, Pfeiffer, Hampelmänner, Schreier und Knipsblitzer nach Hause gegangen sind. Für die Tiere sind diese Besucher meisten eine echte Qual. Schaut man sich das Treiben mit etwas Distanz an, so fragt man sich manchmal wer hier wen mustert. Besonders bei den Gorillas kam es mir heute wieder so vor als würden diese majestätischen Tiere innerlich mit dem Kopf schütteln, angesichts dieser schwachsinnig wirkenden Menschenmasse die sich an ihren „Schaufenstern“ vorbei quält.

Loro Parque - Tenerife

Loro Parque - Tenerife

Der Loro Parque ist bekannt für seine Delfin-Show und die Shows mit den Orcas die es dort seit ein paar Jahren zu bestaunen gibt. Seit die Orcas dort ihre Kunststückchen vollführen müssen hat es schon zwei tödliche Unfälle gegeben. Gegen den deutschen Betreiber des Loro Parque wurde von Tierschützern sogar Anzeige wegen unterlassener Sorgfaltspflicht gegenüber den Trainern der Orcas gestellt. Die Trainer trugen bspw. keine Schwimmwesten. Und nach dem ersten Todesfall hieß es offiziell „Der wollte nur spielen!“. Mich erinnert das immer wieder an die Sprüche der Besitzer unberechenbarer Hunde. Wie waren sie noch die drei Standardsätze?

  1. Der macht nichts!
  2. Der will nur spielen!!
  3. Das hat er noch nie gemacht!!!

Daran erinnern mich auch die Statements der Leitung des Loro Parque die ich bezüglich des ersten Todesfalles mit den Orcas gelesen habe. Inzwischen ist der zweite Trainer der Orcas gestorben. Offiziell auch ein „Versehen“ – „Der wollte nur spielen“. Doch die Leiche des Trainers wies gebrochene Rippen und Bisswunden auf. „Das hat er noch nie gemacht“ – kommt mir da als Entschuldigung in den Sinn. Wie soll man zu alle dem stehen? Die Delfin-Show und die Orcas habe ich während der letzten Jahre mehrfach angeschaut und sie hat mir eigentlich immer recht gut gefallen. Weder Orcas noch Delfine habe ich jemals in freier Natur beobachten können. Erst im Loro Parque konnte ich einen Eindruck davon gewinnen wie intelligent und pfiffig diese Tiere sind.

Loro Parque - Tenerife

Es gibt viele Stimmen die Shows mit Delfinen und Orcas verbieten wollen. Ich bin der Meinung, dass diese Shows nicht wirklich notwendig sind. Aber ich würde auch nicht so weit gehen zu fordern, dass Orcas und Delfine grundsätzlich nicht in Zoos gehalten werden dürfen.

Meine Mama hat seit Jahrzehnten ein Aquarium in der Küche stehen, früher hatten wir sogar mal einen Wellensittich. War das Tierquälerei? Mein Freund Wolfgang hat hier einen Hund, den Westerwälder Hütehund (Wäller) namens „Balu Schröder“. Ist das Tierquälerei? Ich habe heute Seeroben, Pinguine, Tiger, Papageien, Karpfen und viele andere Tiere gesehen. Alle leben in Gefangenschaft, genau wie die Delfine und die Orcas. Sollte man hier nicht sagen, wenn schon denn schon? Gleiches Recht für alle? „Free Willy and all of his friends!“ Warum schließen wir nicht den Loro Parque, den Allwetter-Zoo in Münster, den Tierpark Hagenbeck in Hamburg, den Palmitos Parque auf Gran Canaria?

Gleiches Recht für alle, warum eine Sonderbehandlung für Orcas und Delfine?

Natürlich bin ich nicht dafür alle diese Zoos und Parks zu schließen. Das war gerade die reine Provokation 🙂 Zoologische Gärten helfen weltweit die wenigen Tiere aussterbender Arten zu retten. In Deutschland gab es einst Bären und Wölfe. Doch die Menschen haben sie ausgerottet. Wer will nachts beim Joggen im Bonner Kottenforst schon einem Wolf begegnen? So leben die letzten ihrer Art in Zoos verteilt über ganz Deutschland. Und sie können froh sein, dass sie dort leben dürfen. Meine ganze private Meinung. Würde man sie in die Freiheit entlassen, so wären sie nach ein paar Tagen verstorben, garantiert! Wenn nicht verhungert und nicht auf der Autobahn überfahren, so dann letztlich von einem Jäger abgeknallt, das ist sicher!

Loro Parque - Tenerife

Einer der Orcas aus dem Loro Parque wurde vor einigen Monaten in Holland an Land gespült. Statt ihn im Norwegen langsam wieder „auszuwildern“ zieht er jetzt in einem Becken im Loro Parque seine Runden das 120 Meter lang ist. Klar kann er sich hier nicht so austoben wie im freien Meer. Aber es gibt sicher auch einen Grund warum er in Holland gestrandet ist. Ohne die Hilfe der Menschen wäre er längst tot. Irgendwas ist bereits vor längerer Zeit im Leben dieses Orcas gründlich schief gelaufen und ich denke, dass es für ihn vielleicht besser ist im Loro Parque gefüttert und geliebt zu werden als nach der „Auswilderung“ an der Küste Dänemarks oder sonst wo langsam und qualvoll zu verenden.

Loro Parque - Tenerife

In den Weltmeeren gibt es tausende Delfine, einige hundert kann man in den Zoos auf dieser Welt bestaunen. Klar führen sie dort keine tolles Leben und klar, die Zoos verdienen Geld damit sie in Shows vorzuführen. Aber irgendwie muss man ja auch ein Becken bezahlen das 120 Meter lang ist und irgendwie muss man ja auch den Fisch bezahlen den ein erwachsener Orca Jahr für Jahr in sich hineinstopft…

Die Gegner der Orca-Show bemängeln auch, dass im Loro Parque die Besucher absichtlich von den Orcas nass gespritzt werden. Scheinbar waren sie noch nie Vorort. Denn dort ist eine besondere „Splash-Zone“ gut lesbar ausgeschildert. Die Besucher können sich Regenmäntel aushändigen lassen und wer keinen Bock auf diese „Erfahrung“ hat, der muss sich ja nicht mit dem Wasser bespritzen lassen in das der eine oder andere Orca seine kleinen und großen Geschäfte erledigt hat.

Alle Besucher haben die Wahl und wer sich später über Spuren von Orca-Kot auf dem hübschen neuen Sonntagskostüm aufregt, der hat eben bei der Platzwahl nicht nachgedacht.

Die Gegner der Delfin-Shows rufen weltweit zum Boykott dieser Shows auf. Irgendwie kann ich das alles gut verstehen und ich habe sie mir auch heute nicht erneut angesehen. Mir würde es gut gefallen wenn man diese Tiere einfach nur beim Schwimmen und fressen beobachten könnte. Aber vielleicht ist es auch richtig sie geistig zu fordern und mit ihnen zu arbeiten um sie von ihrem tristen Dasein in den viel zu kleinen Wasserbecken abzulenken? Wären sie eine noch größere Attraktion und würden noch viel mehr Menschen kommen um sie zu sehen, dann könnten ihre Becken sicher noch größer und schöner gebaut werden und vielleicht wäre dann auch ein Sonnendach im Budget enthalten. So, dass sie keinen Sonnenbrand mehr bekommen und nicht von den Pflegern mit Sonnencreme eingerieben werden müssen? Und vielleicht könnte man die Becken dann auch so gestalten, dass sie sich nicht selbst die Zähne abbrechen während sie in die stählernen Abgrenzungstore beißen? Ich denke, weniger Besucher und der Boykott der Shows helfen den Tieren die bereits in Gefangenschaft leben nicht wirklich. Akzeptiert man das „wie es ist“ so würde es ihnen eher helfen wenn die Betreiber der Zoos mehr Geld durch sie einnehmen könnten und dies dann auch tatsächlich in die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen investieren würden.

Loro Parque - Tenerife Loro Parque - Tenerife

Aber zurück zu meinem „Bericht des Tages“. Als sich der Tag dem Ende neigt hole ich Sandra wieder am Strand ab und gemeinsam geht es zum Monasterio, ein altes Kloster in der Nähe von Puerto de la Cruz. Hier gibt es mehrere gute Restaurants und was soll ich sagen, genau wie der Loro Parque ist auch hier der Betreiber ein Deutscher. Auch hier gibt es Kellner die in viel zu kleinen Räumen viel zu viele Gäste bedienen müssen. Tagtäglich vollbringen sie kleine Kunststückchen damit alle Gäste hübsch zufrieden sind und hoffentlich bald wieder kommen. Sandra und ich gönnen und heute jeweils ein großes supergutes saftiges Filet-Steak. Diese Steaks schmecken einmalig gut. Aber sie stammen von lebenden Kühen, eigentlich leben sie jetzt nicht mehr, aber irgendwann haben sie das mal getan, soviel ist sicher! Und laut Speisekarte haben sie in Südamerika gelebt, wahrscheinlich in Argentinien. Und auch dort leben viele Kühe auf viel zu kleinen Flächen und werden systematisch abgefüttert und dann nach einem wenig erquicklichen Rinderleben in einem hoffentlich nahegelegenen Schlachthof möglichst „artgerecht“ getötet und zu herrlich leckeren Filetsteaks weiterverarbeitet. Irgendwie eklig, aber trotzdem sowas von lecker!

Loro Parque - Tenerife

Denkt man darüber nach wie viele hundert Kilogramm Kraftfutter und Getreide notwendig waren um diese beiden saftigen kross gegrillten Steaks „herzustellen“, man könnte sofort zum Vegetarier werden. Nicht weil all das schon eklig genug ist, nein weil es total unvernünftig ist, massenweise hochwertiges Getreide an Tiere zu verfüttern die dann in zerlegter Form nur noch einen Bruchteil des Nährwertes ihrer lebenslänglichen Futtermenge wert sind.

Loro Parque - Tenerife

Und doch haben diese beiden kross gegrillten innen leicht rosigen Steaks heute echt gut geschmeckt. Aber es werden für den Rest der Reise die einzigen Steaks bleiben. Ok, vielleicht gibt es zu Weihnachten statt einer Ente oder eines Hühnchens noch einmal ein Stück totes Rind. Zwischendurch wird es viel Salat und Kartoffeln geben. Und den ein oder anderen toten Fisch – urgs – schon wieder ein totes Tier. Aber bevor es uns die Wale auf ihrem Weg zum Golf von Mexico wegfressen…

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Die Moral von der Geschichte? Ich sollte Vegetarier werden, das wäre echt vernünftig. Aber ab und zu schmeckt ein Steak oder ein frisch gegrillter Fisch eben richtig gut. Und solange man all das nicht übertreibt ist es irgendwie auch so halbwegs in Ordnung. Morgen früh gibt es zum Frühstück wieder selbstgekaufte Erdbeermarmelade mit kleinen leckeren Pancakes. Das ist total vegetarisch, na fast wenigstens…  

Windows 8 – Treiberinstallation für ATI Radeon X1400

Update für Windows 8.1 (05.10.2014)

Im Artikel weiter unten habe ich am 11.11.2012 beschrieben wie ich nach dem Update auf Windows 8 auf meinem DELL INSPIRON 9400 einen brauchbaren Treiber für die Grafikkarte installieren konnte. An diesem Wochenende habe ich auf diesem Notebook ein Update auf Windows 8.1 durchgeführt. Das Update ist kostenlos und Windows 8.1 läuft stabil wie eine Lokomotive, startet schnell und macht auch auf diesem etwas älteren Notebook eine gute Figur. Der Grund ist ebenso einfach wie einleuchtend, bei Windows 8.1 sind viele Verbesserungen eingeflossen damit es auf einem „schwachbrüstigen“ Tablet wie dem Microsoft Surface flüssig läuft. Davon profitieren auch alle etwas älteren Notebooks!

Als Überbleibsel meines unten beschriebenen Abenteuers habe ich noch immer den modifizierten Treiber für die Grafikkarte  im Verzeichnis C:\ATI\SUPPORT\8-10_vista64_dd_ccc_wdm_enu_69565 auf meiner lokalen Festplatte.

Um diesen Treiber unter Windows 8.1 zum Laufen zu bekommen muss man nun einen kleinen Trick anwenden. Es geht darum den nicht offiziell von Microsoft signierten (alten) Treiber für die Grafikkarte installieren zu können. Bei älteren Windows-Versionen konnte man unmittelbar nach dem Start die Taste F8 drücken und hatte dann die Gelegenheit die Installation nicht signierter Treiber für diesen einen Systemstart zu deaktivieren. Das geht nun etwas anders.

Auf dieser Webseite wird detailliert beschrieben was zu tun ist:

Windows-8.1-Unsignierte-Treiber-Installieren

Folgt man diesen Anweisungen kann man nach dem Start in diesem speziellen Modus über den Gerätemanager wie unten beschrieben den modifizierten Treiber installieren. Im folgenden Screenshot habe ich die Datei, die zur Installation des Treibers ausgewählt werden muss, im Explorer markiert. Der Pfad lautet (auf meinem Notebook)

C:\ATI\SUPPORT\8-10_vista64_dd_ccc_wdm_enu_69565\Packages\Drivers\Display\LH6A_INF

Dort wählt man die Datei CH_69996.inf aus. Nach der Installation und einem weiteren Neustart sollte alles so aussehen wie im folgenden Screenshot.

Windows-8.1-ATI-RADEON-X1400

Hier nun die Infos wo man den Treiber herbekommt und wie man ihn für die gerade eben beschriebene Installation aufbereitet („moddet“).

Der richtige Treiber für Windows 8

Seit dem 26. Oktober ist Windows 8 offiziell in Deutschland verfügbar. Und seit diesem Tag wächst die Zahl der frustrierten Anwender die versuchen dieses neue vielversprechende Betriebssystem auf ihren älteren Computersystemen zu installieren. Ist die Hardware halbwegs aktuell so funktioniert in der Regel alles wie von Geisterhand. Alle Gerätetreiber werden automatisch gefunden und nach einer relativ kurzen Installationsprozedur kann man sich am neuen flotteren Betriebssystem erfreuen. Soweit die Theorie!

Was nur wenn nicht gleich alles funktioniert und was nur wenn im heimischen Computer beispielsweise eine ATI Radeon X1400 Grafikkarte eingebaut ist? Diese und viele sehr ähnliche Komponenten sind jetzt 5 Jahre alt und werden von ATI nicht mehr unterstützt. Selbst Treiber für Windows 7 gibt es dafür meist nicht mehr.

Mir ging es mit meinem 5 Jahre alten DELL INSPIRON 9400 ganz genau so!

Dieses Notebook hat im Jahr 2007 weit über 2.000 Euro gekostet. Die Hardware ist wirklich hochwertig, das Diplay großartig und auf der Tastatur schreibt es sich ganz einmalig gut! Der eingebaute Intel Dual-Core T7200 ist mit 2 GHz auch nach 5 Jahren für normale Büro- und Multimedia-Anwendungen schnell genug. Und auch das Surfen im Web klappt damit problemlos. Eigentlich wäre er sogar sehr gut für die Entwicklung kleiner feiner APPs für das neue Windows 8 geeignet. Aber dafür sollte eben die Grafikkarte korrekt funktionieren!

Hier habe ich ein Video in dem ich die Umrüstung dieses Notebooks auf mehr Speicher und eine Samsung 256GB SSD gezeigt habe. Nach der Umrüstung habe ich Windows 7 installiert. Bereits damals gab es Probleme mit dem Treiber für die Grafikkarte. Damals habe ich in einem BLOG ein RAR-Archiv gefunden in dem die „aufgemotzten“ Treiber für Windows 7 verpackt waren. Damit hat es damals problemlos geklappt. Leider habe ich versäumt diese Archivdatei zu sichern bevor ich mit der Installation von Windows 8 auf diesem Rechner begonnen habe. Und trotz mehrstündiger Suche habe ich diesen Treiber auch weder daheim noch im Web gefunden.

Aber jetzt erst einmal das Video zu unserem Testkandidaten.

Für die Installation von Windows 8 auf diesem Notebook bin ich wie bereits in diesem Artikel beschrieben vorgegangen. Bei http://windowsupgradeoffer.com habe ich mein Notebook registriert und dann einen Aktionsschlüssel per E-Mail geschickt bekommen. Diesen Key habe ich mir auf einem Blatt Papier notiert. Danach habe ich Windows 8 im neuen Microsoft Online-Shop für 14,99 Euro unter Verwendung dieses Schlüssels gekauft und eine 2GB große Installationsdatei heruntergeladen und als ISO-Iamge gespeichert. Daraus habe ich mit dem Freeware-Programm ImgBurn eine startfähige  DVD erstellt. Den Lizenzschlüssel aus einer zweiten E-Mail habe ich mir auch notiert. Diesen braucht man während der Installation und man kann ihn ggfs. nicht via Copy & Paste einfügen.

Nach dem Reboot drückt man F12 und startet das Notebook von der eingelegten frisch gebrannten Setup-DVD. Bei dem einen oder anderen Rechner kann es auch Esc, F2 oder etwas anderes sein. Einfach mal ausprobieren oder in die Bedienungsanleitung schauen. Vielleicht muss auch in den BIOS Einstellungen der Start von einer DVD eingeschaltet werden! Ach ja, ich habe die zweite Festplatte die ich wie im Video gezeigt eingebaut habe gegen den ursprünglichen DVD-Player getauscht!

Die Installation läuft innerhalb von etwa 30 Minuten durch. Und anders als bei meinem ersten „Versuchskaninchen“ hatte ich diesmal kein Windows 7N sondern ein „richtiges“ Windows 7 Home Premium MIT Microsoft Media Player. Daher hat nach der Installation von Windows 8 auch alles wie gewünscht auf Anhieb funktioniert. Welches Windows man bekommt hängt also zum Teil davon ab welches man bereits hat!

Nun kommt der schwierige Teil, die Installation des Treibers für die Grafikkarte.

  1. ATI Legacy Treiber für Windows Vista 64-Bit herunterladen
  2. Für das DELL Inspiron 9400 braucht man Catalyst 8.10 vom 15.10.2008
  3. ATI MobilityModder Version 1.1.1 herunterladen http://en.softonic.com/s/mobility-modder-1.1.1
  4. ATI Legacy Treiber „auspacken“ und nach C:\ATI installieren
  5. Diese Treiber mit dem MobilityModder modifizieren, damit der Windows 8 Gerätemanager sie erkennt
  6. Die modifizierten ATI Legacy Treiber aus dem Verzeichnis C:\ATI erneut installieren
  7. Den Computer neu starten und die Daumen drücken…

In Bildern sieht das etwa so aus…

1. Legacy Treiber installieren

2. Mobility Modder starten, das oben gezeigte Verzeichnis auswählen, auf Modify klicken – warten – fertig

3. Das ATI-Setup erneut starten (Der Start mit der Berechtigung eines Administrator kann hilfreich sein -> Shift + rechte Maustaste)

4. Die modifizierten Treiber installieren

5. Die Treiber sollten jetzt vom Windows 8 erkannt und installiert werden. Nach einem Neustart sollte die native Auflösung der Grafikkarte genutzt werden.

Troubleshooting

Wenn die erneute Installation nicht auf Anhieb klappt und die Grafikkarte nicht gefunden wird, hilft oft die Aktualisierung der Treiber über den Windows 8 Gerätemanager. Das sieht etwa so aus.

Wurde der Treiber korrekt gefunden, dann sollte es in der Geräteliste etwa so aussehen wie in diesem Screenshot.

Diese Anleitung funktioniert übrigens nicht nur für die ATI X1400, es werden auch viele andere ATI Grafikkarten unterstützt.

ATI Radeon™ HD4670 series
ATI Radeon™ HD4600 series
ATI Radeon™ HD 4800 series
ATI Radeon™ X1300 series
ATI Radeon™ HD 3800 series
ATI Radeon™ X1050 series
ATI Radeon™ HD 3600 series
ATI Radeon™ X850 series
ATI Radeon™ HD 3400 series
ATI Radeon™ X800 series
ATI Radeon™ HD 2900 series
ATI Radeon™ X700 series
ATI Radeon™ HD 2600 series
ATI Radeon™ X600 series
ATI Radeon™ HD 2400 series
ATI Radeon™ X550 series
ATI Radeon™ X1950 series
ATI Radeon™ X300 series
ATI Radeon™ X1900 series
ATI Radeon™ 9800 series
ATI Radeon™ X1800 series
ATI Radeon™ 9700 series
ATI Radeon™ X1650 series
ATI Radeon™ 9600 series
ATI Radeon™ X1600 series
ATI Radeon™ 9550 series
ATI Radeon™ X1550 series
ATI Radeon™ 9500 series

Fazit

Mein neues Windows 8 Experiment hat wieder Spaß gemacht, aber auch viel Zeit verschlungen. Die gesamte Installation hat inkl. Registrierung, Download, DVD-brennen usw. etwa 2 Stunden benötigt. Die Suche nach einem funktionierenden Treiber für die schwachbrüstige stromsparende Notebook-Grafikkarte hingegen etwa 6 Stunden! Mit der Unterstützung durch diesen Artikel klappt es bei Euch hoffentlich etwas schneller 🙂

Fragen und Anmerkungen sind jederzeit ganz herzlich willkommen, benutzt einfach die Kommentarfunktion.

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Windows 8N – Media Player nachträglich installieren

In einem meiner letzten Artikel habe ich für Euch beschrieben wie Ihr sehr preiswert von Windows XP, Windows Vista oder Windows 7 auf das neue Windows 8N Professional umsteigen könnt. Leider musste ich nach diesem Umstieg feststellen, dass die Mehrzahl der neuen Apps die eigentlich für das neue Microsoft Surface gedacht sind nicht funktionieren weil in meiner Version von Windows 8 der Microsoft Media Player fehlt. Normalerweise sollte das kein Problem sein, wer braucht den schon wo es doch so viele gute Alternativen gibt. Aber weit gefehlt, ohne den Media Player geht unter Windows 8 fast gar nichts oder besser gesagt, ohne das was er an Softwarekomponenten „mitbringt“.

Versucht man beispielsweise einen Windows Leistungsindex zu ermitteln, so bekommt man diese Fehlermeldung zu sehen:

Windows8-Multimedia-Unterstützung-fehlt

Über die Ursache kann ich nur spekulieren, aber auch vermute, dass es mit fehlenden Direct-X Komponenten zusammen hängt. Der Versuch auf dem „normalen“ Weg über die Windows 8 Produktseite die Windows Media-Komponenten nachträglich zu installieren schlug auch immer wieder mit dieser Meldung fehl.

Eigenständiges Windows Update-Installationsprogramm

Die Windows Live-Essentials ließen sich problemlos installieren und auch das sehr brauchbare E-Mailprogramm funktioniert auf Anhieb. Aber bereits die Fotogalerie der Live Essentials liefert diese Fehlermeldung:

WLXPhotoLibraryMain

So ist doch letztlich der Media Player ein integraler Bestandteil des Betriebssystems ohne den eigentlich nichts geht. Bei meinen verschiedenen Versuchen ihn zum Laufen zu bringen, ist dann mein wunderbares neues Windows 8N Professional gleich mehrfach komplett zusammen gebrochen. Nach dem Neustart sieht das dann so aus:

Windows8-Crash

Meine „Rettung“ war dann letztlich ein kurzes Gespräch mit einem Arbeitskollegen (Danke Clemens!). Für die Windows 8N braucht man eine spezielles Media Feature Pack. Dieses findet Ihr hier und so sieht das dann aus:

;

Media Feature Pack für die N- und KN-Versionen - Download

Der Download ist mit knapp 80MB überraschend klein. Und bei diesem Anlauf funktioniert das Installationsprogramm dann sogar wie erhofft…

Media Feature Pack für die N- und KN-Versionen

Media Feature Pack für die N- und KN-Versionen - Setup

Media Feature Pack für die N- und KN-Versionen - Setup completed

Nach dem Neustart ist dann der Windows Media Player verfügbar – Endlich!!!

MediaPlayer-Ready

Nun lässt sich auch der Windows Leistungsindex ermitteln. Er fällt mit 4,9 auf den ersten Blick nicht sehr hoch aus. Aber man muss auch sehen, dass ich dieser „Test-PC“ ein inzwischen 3 Jahre alter ACER Aspire X1700 ist den es mal im MediaMarkt samt Monitor und Zubehör für etwa 800 Euro gab! Schaut man sich die Prozessorleistung an, so ist er mit Faktor 7,1 gar nicht so verkehrt. Die primäre Festplatte könnte etwas schneller sein, aber auch hier wäre ein einfaches Update möglich. Via amazon.de kann man einen speziellen Einbaurahmen beziehen. Dieser hat das Format einer normalen 3,5″ Festplatte kann aber zwei Notebook Festplatten im Format 2,5″ aufnehmen. Hier könnte man also eine relativ preiswerte 128GB große pfeilschnelle SSD einbauen und ihr eine preiswerte 1000GB große Notebook-Festplatte beiseite stellen. Damit hätte man mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Dieses kleine „RAID“ wäre irre schnell und hätte trotzdem ausreichend viel Speicherplatz und würde nebenbei weniger Strom verbrauchen und damit auch weniger Hitze erzeugen.

Leistungsinformationen

Nach der erfolgreichen Installation des Microsoft Media Players musste ich dann aber feststellen, dass alle schönen neuen „Apps“ plötzlich nicht mehr funktionierten. In meiner Freeware Erweiterung „Classic Shell“ sah das dann so aus. Um zu testen woran es liegt habe ich Skype und Tuba.FM mal neu installiert und mit Microsoft Visual Studio 2012 eine kleine WinRT App erstellt. Alles lief prima, sogar Skype funktioniert jetzt!! Aber weder die BING Maps noch die BING Wetter-App funktionierten noch. Warum, das wissen sicher nur die Microsoft Götter…

Windows8-Apps-Confused

Da hilft nur eines, weg mit dem ganzen Schrott. Frisch gesäubert sieht das dann etwa so aus…

Windows-8-Cleanup

Im Microsoft App-Store findet man inzwischen die ersten brauchbaren neuen Apps. Die Installation ist einfach und zumeist sogar völlig kostenlos. Nach etwa 15 Minuten kann der neue Desktop dann etwas so aussehen. Die kleinen quadratischen Kacheln sind „echte Anwendungen“ die nachdem Start so aussehen wie man sie von Windows 7 bereits kennt.

Windows-8-Ready

Im Menü von „Classic Shell“ liest sich das dann etwa so.

Classic-Shell-WinRT-Programs

Mein Fazit

Wenn man nicht weiß was einen erwartet, so sind die paar gesparten Euros die langwierige Fummelei nicht wert. Für 29,99 Euro bekommt man derzeit eine vollständige (Upgrade-) Version von Windows 8 Professional. Hier ist der Microsoft Media Player enthalten und man kann sich mit dieser Version viel Kopfzerbrechen ersparen.

Ich habe es mir nicht erspart und das ist auch gut so. Mir geht es gar nicht um die paar gesparten Euros, aber ich habe wieder viel dazu gelernt und dieser neuerliche „Selbstversuch“ hat mir jetzt den Stoff für diesen Artikel geliefert. Und alle die in die gleiche Falle treten wie ich sind jetzt vielleicht froh, dass sie hier nachlesen können was zu tun ist.

Wem dieser Artikel geholfen hat, der möge mir doch bitte einen kurzen Kommentar hinterlassen :-