Driving into the sunset

Gestern habe ich ja schon kurz geschrieben, dass ich mir die Wartezeit bis die Nikon D800E endlich lieferbar ist mit schönen „Männerdingen“ zu verkürzen suche. So ist gestern nach langer Zeit endlich mal wieder ein kleiner „Fahrfilm“ entstanden. Unterwegs am Rhein auf der B42 zwischen Königswinter und Rüdesheim habe ich meine kleine GoPro mitlaufen lassen. In meinem Appartement angekommen hatte ich so wieder fast drei Stunden Video-Material eingesammelt aus dem ich kurz vor Mitternacht noch schnell eine kleines Video für Euch geschnitten habe.

Für die Schnitt habe ich diesmal Final Cut Pro X auf meinem 17″ Mac Book verwendet. Der Core i7 bewegt Final Cut auf diesem Notebook recht zügig. Der Import der riesigen Videodateien ging viel viel schneller als mit iMovie und mit den Schneidefunktionen habe ich mich inzwischen auch angefreundet. Man muss einige wenige Tastatur-Kürzel kennen und so schaltet man schnell zwischen den einzelnen Modi für „Markieren“, „Schneiden“ usw. um. Hat man die Tastaturkürzel „drauf“, so geht die Arbeit mit Final Cut Pro X recht zügig von der Hand.

Damit YouTube nicht wieder einen blöden Content-ID Treffer produziert habe ich bei der Musik ein wenig in der Mottenkiste gekramt und ein paar Musik-Schnipsel ausgegraben die ich in den letzten Wochen auf dem iPad mit Garage-Band zusammen gefummelt habe. Den kurzen Gitarrenriff habe ich auf einer Gitarre gespielt die aussieht wie eine Fender Telecaster. Aber sie stammt von der Firma Young Chang aus Korea und wird unter dem Label „Fenix“ vertrieben. Young Chang ist der größte Hersteller für Musikinstrumente weltweit. Vieles was man für gut und teuer hält kommt aus diesen Fabrikationsstätten. Die Qualität ist durchaus ordentlich und meine „Tele-Copy“ ist mir eine liebe Gitarre geworden. Aber sie ist auch ein wenig modifiziert. Allein dazu könnte ich vielleicht mal einen eigenen Post erstellen.

Na ich erzähl‘ Euch kurz was ich mit diesem Ding angestellt habe…

Also, die „Basis-Gitarre“ hat mich vor vielen Jahren etwa 200 Mark gekostet. Den Hals habe ich sauber abgerichtet, die Bundstäbchen schön rund gefeilt und poliert. Dann habe ich zwei Seymour Duncan Tonabnehmer eingebaut. Am Hals ist ein Jeff Beck Junior, eine Humbucker der so groß ist wie ein Single-Coil. Am Steg ist ein Custom-Custom mit keramischen Magneten. Auch ein Humbucker in der Größe eines Single-Coils, aber mit mächtig viel „Bumms“. Das Ding ist ordentlich laut und produziert fantastische Obertöne! Unter dem schönen neuen Perlmutt-Pickguard ist ein Batteriefach und es gibt einen kleinen Audio-Verstärker der das Signal eines Piezo-Pickups, den ich an der dünnsten Stelle mit Zwei-Komponentenklebstoff auf das Holz geklebt habe, aufbereitet. Damit ist das Sound-Spektrum dieser Gitarre riesig groß. Die Wolken-Ahorn-Decken sehen schön aus und das Teil spielt sich wirklich gut.

In Verbindung mit dem Apogee JAM und einem krassen Preset aus Mainstage kann man damit richtig schönen „Krach“ machen. Mainstage ist ein Programm das zum Lieferumfang von Logic Pro auf dem Mac gehört. Man hat damit Zugriff auf alle Gitarreneffekte und virtuellen Musikinstrumente die Logic Pro mit sich bringt. Eine wirklich tolle Sache wenn man live Musik machen möchte und keine Synthesizer und anderen Krams schleppen will. Einfach einen kleinen Mac, eine USB-Midi-Keyboard anschließen und ab geht die Post. Als Gitarrist nimmt man sich vielleicht noch einen Apogee Jam und einen MIDI-Footswitch und schon hat man alle Gitarrenverstärker dieser Welt auf seinem MacBook dabei. Wirklich cool ist das!

Meine kleines Video findet ihr hier – es ist von 180 Minuten auf etwa 4 Minuten eingedampft und mit dieser Gitarre und diversen kleinen Musik-Apps auf dem iPad „vertont“. Alles in allem nicht wirklich schön, aber eben selten.

Wer mag kann sich ja mal an einem „richtigen“ Soundtrack versuchen. Das Video schneide ich gern auch noch einmal neu 🙂

Freud und Leid mit iTunes Match – Teil 2

Vor ein paar Tagen habe ich Euch in diesem Artikel Freud und Leid mit iTunes Match mein Leid im Bezug auf die Nutzung der Apple iCloud-Dienste in Verbindung mit selbsterstellten Kopien der eigenen Schallplattensammlung geklagt. Darauf hin haben mich mehrere Leser angemailt und gefragt warum ich denn nicht einfach je Schallplatte zwei MP3 Files erstelle die man dann schön am Stück hören kann.

Eigentlich gar keine schlechte Idee und tatsächlich funktioniert es! Bei den Schallplatten die ich lediglich in A und B Seite unterteilt habe gab es keinen Treffer seitens iTunes Match. Die Files wurden brav in die Cloud hochgeladen und ich kann sie jetzt auf allen meinen Cloud-fähigen Geräten hören und zwar ganz genau so wie ich sie aufgezeichnet habe. Wirklich cool! Und die Unterscheidung der einzelnen Titel vermisse ich auch nicht wirklich, früher habe ich die Schallplatten ja auch immer nur am Stück gehört. Wie die meisten Songs hießen wußte ich gar nicht, ich wußte nur, es ist „das zweite Lieder der B-Seite“. Eine Information die vor 30 Jahren ausgereicht hat und auch heute noch ok ist, jedenfalls für mich 🙂

Bei den letzten Schallplatten habe ich mir auch gar nicht mehr die Mühe gemacht die Songs zu taggen usw. Auf dem Mac kann man mit dem Quicktime-Player die Stereo-Tonspur vom USB-Plattenspieler aufnehmen und anschließend sogar an Anfang und Ende komfortabel beschneiden (Trimmen). Danach ist ein Export in einem komprimierten MP3 ähnlichen Format möglich. Das spart Platz auf der Festplatte, es klingt gut und iTunes kann es auch verarbeiten.

Kurzum, so ist das ok und bei „zwei Titeln“ pro Schallplatte spart man auch wertvollen Platz in seiner Cloud. Denn da haben ja „nur“ 25.000 Titel Platz. Auf den ersten Blick scheint das irre viel zu sein, aber ich musste schon viele Titel löschen weil ich diese Grenze deutlich überschritten hatte. Aber ok, es war auch ne Menge Schrott in meiner Cloud, da war es gar nicht so verkehrt mal ordentlich aufzuräumen!

In den kommenden Monaten werden also meine Schallplatten nach und nach in die Cloud wandern und dann vielleicht gänzlich im Keller verschwinden. Na schauen wir mal…

Hier habe ich noch zwei audiophile Kostproben für Euch…

Freud und Leid mit iTunes Match

Mit der Einführung seiner Cloud-Dienste sorgte Apple bereits vor einigen Monaten für Furore. Ein witziges Detail, die gesamte Apple-iCloud basiert auf Microsoft Azure-Systemen! Um die eigene Cloud schnellt an den Start bringen zu können hat man sich bei Apple entschieden einen Pakt mit den bösen Microsoftlern einzugehen. Ich bin mir sicher, dass einige Apple-Manager sich mit dieser Entscheidung schwer getan haben 🙂

Dies wird wohl auch der Grund sein, warum die iCloud mehr eine „Spaß-Cloud“ als eine „Worker-Cloud“ ist. Vergleicht man die iCloud beispielsweise mit den Cloud-Diensten der IBM so fällt schnell auf, dass IBM deutlich mehr Funktionalität bereitstellt. Kunden der IBM können komplette Server-Systeme in die  IBM-Cloud auslagern um müssen sich danach nicht mehr um die unterbrechungsfreie Stromversorgung und andere Themen kümmern die so manchem Leiter eins Rechenzentrums immer mal wieder den Angstschweiß auf die Stirn treiben.

Damit wäre klar, die iCloud ist eine „Medienwolke“ und damit diese relativ schnell ist und nicht bereits nach einigen Wochen aus alle Nähten platzt haben sich die Apple-Programmierer den Cloud-Dienst „iTunes Match“ ausgedacht. Eigentlich eine pfiffige Geschichte dieses „Match“. Hat man beispielsweise auf seinem lokalen PC einige alte mp3 Dateien in mieser Qualität, die man seiner  lokalen iTunes-Installation hinzu fügt und startet danach den Abgleich mit seiner eigenen kleinen Wolke, so werden viele Titel durch die Match-Alogrithmen erkannt und gar nicht erst in die Cloud hochgeladen. Statt dessen wird dort vermerkt, dass man „Eigentümer“ der betreffenden Songs ist und eigentlich wird lediglich in einer Datenbanktabelle ein „Häkchen“ gesetzt. „Ja, der Ansgar hat auch diesen Song“. Löscht man danach die lokalen Dateien und lädt sie wieder aus der iCloud herunter, so bekommt man nicht das was man hatte, sondern die Dateien welche ein Käufer dieser Songs via iTunes downloaden würde. In der Regel wird man also fast ein „Schnäppchen“ machen und die Songs in besserer Audio-Qualität bekommen.

Anders sieht die Sache aus, wenn man sicherstellen möchte, dass man genau SEINE Songs in der iCloud hat. Das ist nämlich nicht vorgesehen.

Gestern Abend habe ich beispielsweise eine Schallplatte, die ich mir vor etwa 30 Jahren gekauft habe, auf den neuen DUAL USB-Plattenspieler gelegt, auf dem 17″ MacBook mit Quicktime aufgezeichnet. Danach mit Waveburner geschnitten, mit iTunes in MP3 konvertiert und mit ID3-Tags versehen. Alles kein Problem, nur umständlich wie die Hölle! Aber letztlich war ich mit dem klanglichen Ergebnis der konvertierten Schallplatte sehr zufrieden, es hat aber fast drei Stunden gedauert!

Heute Morgen habe ich dann mein kleines 13″ MacBook genommen, iTunes gestartet und testweise die neuen Songs aus der iCloud auf heruntergeladen. Beim Abspielen via Apple-TV ist mir dann die sehr unterschiedliche Lautstärke und Klangqualität aufgefallen. Nach einigen Augenblicken war mir dann auch klar was die Ursache ist – der Match-Algorithmus hat mich „veräppelt“! Er hat einige der neuen Songs identifiziert aber eben nicht alle! Und so sieht das derzeit in iTunes aus:

Schaut man in die Spalte „Art“ sieht man dort die Ursache des Übels. Es gibt „Passende AAC-Dateien“, „AAC-Audiodateien“ und MPEG-Audiodateien. Ursprünglich waren es alles MP3 Dateien (also MPEG-Audidateien).

Der Algorithmus von iTunes Match hat nun einiges erkannt, anderes hochgeladen. Das Ergebnis ist eine völlig unbefriedigende Kopie meines nächtlichen Arbeitsergebnisses und das ist mehr als frustrierend.

Eine Lösung könnte sein die ID3 Tags so zu ändern, dass die Songs nicht mehr anhand der Tags erkannt werden können. Aber dann findet man sie vielleicht via Apple-TV nicht mehr wieder. Oder man müsste sich eine Konvention einfallen lassen, bspw. das „a“ durch das „@“ zu ersetzen. Damit würde aus den Namen der Band „R@inbow“ statt „Rainbow“. Doch ob das hilft bleibt ungewiss. Dienste wie „Shazam“ beweisen auf den Smartphones dieser auf beeindruckende Art und Weise, dass man Musik auch einfach nur anhand eines kurzen Audioschnipsels erkennen kann.

Wie der Match-Algorithmus genau funktioniert wird Apples Geheimnis bleiben. Aber ich werde später mal versuchen ihn über veränderte ID3-Tags „auszutricksen“. Aber ich habe ehrlich gesagt nur wenig Hoffnung, dass man seine mühsam kopierten Schallplatten wirklich unverändert in der iCloud ablegen kann. Damit kann man sie nicht via Apple-TV bequem aus der iCloud hören, sondern muss sie lokal auf einem iPod, iPad, iPhone, MacBook oder einem Windows-PC mit iTunes lagern. Damit kann man sie via Airplay über das Apple-TV abspielen und das in der Qualität die man selbst vorgegeben hat.

Das eigentlich sehr schön gemachte Menü der „Homepage“ des Apple-TV hat man damit dann allerdings ausgebootet, was wiederum schade ist denn zeigt die oft gehörte und neu der iCloud hinzugefügte Musik sehr schön übersichtlich an und ist sehr einfach zu benutzen.

Irgendwie scheinen meine Erfahrungen symptomatisch für die Nutzung der Apple-Produktpalette zu sein. Solange man seine Musik brav bei Apple via iTunes einkauft ist alles gut und funktioniert bestens. Verlässt man diesen „Pfad der Tugend“ und kauft seine Musik beispielsweise bei Amazon, so gelten sofort andere Regeln. iTunes-Käufe blähen die Cloud nicht auf, Amazon-Downloads hingegen sehr wohl. Hier schützt Apple ganz bewusst seine eigenen Umsätze.

Geht man noch einen Schritt weiter und versucht digitalisierte Teile seiner eigenen Plattensammlung in der iCloud abzulegen, so ist das Ergebnis unvorhersehbar. Extrem exotische Schallplatten wird Match nicht finden und sie werden dann brav in die iCloud hochgeladen. Doch sobald eine Schallplatte eine wenig populärer ist, erscheint das Ergebnis wahllos und das macht keinen Spaß!

Schallplatten in der Apple iCloud

Wer hat sie nicht noch irgendwo gut versteckt in einem Schrank herumstehen, die eine oder andere alte Schallplatte. Als ich noch das Gymnasium besucht habe, musste ich meine Sommerferien regelmäßig bei einer Gastfamilie in Herne Bay an der Süd-Ost-Küste Englands verbringen. Schallplatten waren in England damals ein wenig billiger als bei uns und so kann ich mich auch 35 Jahre später noch ganz genau daran erinnern wie ich mir dort meine erste Schallplatte gekauft habe – Led Zeppelin! Whole Lotta Love war mein absoluter Favorit! Diese und viele andere Schallplatten habe ich bis heute.

Zum Wegwerfen sind sie viel zu schade, aber hören tut man sie nicht mehr so oft, es ist mit dem iPod und anderen Spielereien eben Zoo viel schneller und leichter geworden. Aber wenn diese Schallplatten in der iCloud wären, dann könnte man sie immer mal wieder anhören, das wäre eine coole Maßnahme!

Nur wie bekommt man eine Schallplatte in die Apple iCloud?

Am letzten Wochenende war stach mir im Bonner Pro-Markt ein Schalplattenspieler ins Auge, der für 99,- Euro als „Profi-DJ-Turntable“ unter der Label DUAL angeboten wurde. Neben den normalen Chinch-Anschlüssen ist ein USB-Anschluß vorhanden. Das Ding kostet kaum mehr als eines der vielen langweiligen Spiele für die XBox oder die Playstation 3 – warum also nicht…

Beim Auspacken wird klar, dass Ding ist sogar recht hochwertig gemacht. Ok, mit einem Turntable aus dem Laden für HiFi-Freak hat er nur wenig zu tun, aber er ist ganz ok. Alle Fotos sind übrigens mit meinem HTC Desire HD geknipst und mit dem Programm „Vorschau“ auf dem Mac auf 590 Pixel Seitenlänge verkleinert!

Auf einer beigelegten CD findet sich die kostenlose Software Audacity. Diese ist ganz ok, aber bei 99,- Euro darf man eben nicht mehr erwarten. Heute ist dann endlich mal Gelegenheit das Ding auszuprobieren. Weil ich gerade mein MacBook zur Hand habe, steckt nach dem Auspacken auch schnell das USB-Kabel seitlich in meinem schöne Mac. Der Plattenspieler wird sofort als USB-Audiogerät erkannt. Eine Treiber-Installation ist nicht notwendig. Ein schneller Griff in meinen Wohnzimmerschrank fördert eine Schallplatte aus dem Jahr 1979 ans Tageslicht – Peter Baumann  – Trans Harmonic Nights.

An die Musik auf dieser Schallplatte habe ich nur eine blasse Erinnerung. Peter Baumann war lange Jahre Mitglied der Band Tangerine Dream und darf sich neben Edgar Froese, Christoph Franke, Klaus Schulze und anderen „E-Krautrockern“ zu den Elektronik-Pionieren Deutschlands zählen. Na, vielleicht ist das ja gar nicht so übel, als rauf damit auf den Plattenteller!

Während der Apple Quicktime Player auf Input aus dem USB-Audio-Device wartet setze ich die Nadel auf die Platte. Es knackt und knistert, fast so wie in meiner Jugend – GEIL!

Nach etwa 18 Minuten ist die A-Seite digitalisiert. Weitere 20 Minuten später dann auch die B-Seite. Die beiden Audio-Files lassen sich auf dem Mac mit dem Programm Waveburner öffnen, das es als Beigabe zu Apples Audio-Software „Logic“ gibt. Waveburner ist eigentlich ein Autoring-Tool für CDs, aber man kann auch mehr damit machen. Die beiden großen Dateien sind schnell in acht Tracks geschnitten. Anfang und Ende kann man sehr einfach ein- und ausblenden. Knistern und Knacken unterdrückt das DeNoiser-Plugin. Mit dem Exciter-Plugin sind schnell einige Obertöne ergänzt die das Klangbild offener und lebendiger machen. Das Limiter-Plugin sorgt schließlich dafür, dass das Ergebnis nicht übersteuert ist.

Hier noch ein Screenshot des Programms Waveburner – Anklicken um die volle Auflösung zu sehen!

Die so geschnittenen Tracks lassen sich dann auf die Festplatte „brouncen“. Via Drag&Drop kopiert man sie danach in iTunes. Dort lassen sich die Namen der Tracks, das Produktionsjahr usw. ergänzen. Ein CD-Cover findet sich via Google-Bildersuche in wenigen Sekunden. Etwa 10 Minuten später hat iTunes die acht neuen Tracks ganz automatisch meiner iCloud hinzugefügt.

Als ich kurz darauf meinen Fernseher starte und mein Apple-TV anwerfe ist das Cover auch schon auf der ersten Seite zu sehen. Das ist wirklich ziemlich cool!

Aber der Weg ist auch nicht gerade kurz. Genial wäre wenn es ein PlugIn für iTunes gäbe mit dem man die Schallplatten direkt aufzeichnen könnte. Der Umweg über Quicktime-Player und den Waveburner ist schon irgendwie lästig und umständlich. Aber es klappt und mehr wollte ich ja heute auch gar nicht ausprobieren 🙂

Damit ihr euch selbst ein Bild von der Audio-Qualität machen könnt, habe ich die Tracks hier abgelegt:

01 – This Day

02 – White Beach Black Beach

03 – Chasing The Dream

04 – Biking Up The Strand

05 – Phaseday

06 – Meridian Moorland

07 – The Third Site

08 – Dance At Dawn

MAX 6 – Ein neuer alter Synthesizer

Wer kennt sie nicht die riesigen modularen Synthesizer Systeme mit denen sich die echten Pioniere der elektronischen Musik herumschlagen mussten. Verpackt in einzelne Baugruppen gab es Tongeneratoren, Ferquenzteiler, Filter, Multiplexer, Niederfrequenz-Generatoren, Ring-Modulatoren und vieles mehr. Verbunden wurden all diese einzelnen Baugruppen mit Unmengen bunter Patchkabel. Der Kreativität der Elektroingenieure und Musiker waren in den „Pionierjahren“ der elektronischen Musik kaum Grenzen gesetzt. Doch dann kam der Yamaha DX7 auf den Markt und fast über Nacht wurde alles anders. Bands wie Depesche Mode nutzten dieses eigenwillig anders und neu klingende Instrument. Und im Laufe der Jahre erging es den analogen Synthesizern wie später den analogen Kameras – sie verkamen zum Nischenprodukt.

Mit dem Siegeszug der Techno-Welle gelang einigen alten analogen Drumcomputern und Bass-Synthesizern eine kurze Renaissance, aber auch diese ist heute längst Geschichte. Populäre Musik entsteht heute digital, doch selbst die digitalen Synthesizer haben eigentlich so gut wie ausgedient. War das Angebot einst riesig, so gibt es heute kaum noch Musiker die ihr Geld nicht lieber für einen schnellen Computer und eine gutes MIDI-Masterkeyboard ausgeben als für einen „richtigen“ Synthesizer.

Irgendwie passt es da gut ins Bild, dass es mit „MAX 6“ einen reinrassigen Software-Synthesizer gibt, der sich bezüglich der Programmierung aber die „guten alten Konzepte“ aus den Kindertagen der elektronischen Musik zunutze macht.

Aber seht selbst – wer Spaß daran hat kann sich sogar eine 30 Tage Demo installieren und sich damit einen Monat lang fühlen wie Edgar Froese, Peter Baumann, Christoph Franke, Johannes Schmoelling oder der „GodFather of Trance“ Klaus Schulze. Probiert es mal aus, es kostet nix und es macht echt Spaß damit einen Synthesizer quasi am Reißbrett zu entwerfen!

Und wer es noch nie gesehen hat – so wurde vor vielen Jahren elektronische Musik gemacht…

Während die analogen Step-Sequencer im Hintergrund monoton vor sich hin „getriggert“ haben wurden auf den drei Oszillatoren eines monophonen Mini-Moog eine Solo-Passage nach der anderen improvisiert. Aus heutiger Sicht klingt das komisch und sieht auch seltsam aus, aber damals war es durchaus revolutionär 🙂

Doch auch die Pioniere aus längst vergangenen Zeiten haben sich weiterentwickelt. Wenn sie heute eines ihrer seltenen Konzerte geben sieht das etwa so aus…

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