Zion Sunset Time Lapse

Ein Sonnenuntergang im Zion Canyon und das im Zeitraffer, das hatte ich schon ganz lange mal vor. An einem der letzten Tage ist es dann endlich so weit. Morgens geht es von Tuba City nach Page. Das Auto wird gewaschen und schon einmal ein wenig auf die Rückgabe in Las Vegas vorbereitet. Später treffe ich mich mit Angenie und Peter zum Essen beim Mexikaner gegenüber vom Safeways in Page. Leider gibt es dort drei Mexikaner, aber wir finden uns dennoch! Das Essen ist super und wir unterhalten uns noch eine ganze Weile über das was man hier alles machen kann. Angenie und Peter wohnen in der Nähe des Yellowstone Nationalparks und da muss ich irgendwann auch mal hin. Aber derzeit liegt dort noch hoher Schnee. Vielleicht mal im September oder so, mal sehen…

Am Nachmittag machen wir uns dann auf den Weg. Während ich noch kurz via HTC Handy in meine Mails schaue – das Rodeway Inn hat eine WLAN (das password ist password) fahren Angenie und Peter schon einmal mit ihrem großen Toyota los. Auf der Ladefläche ist eine Art Wohnkabine montiert und es hängen zwei Mountainbikes hinten am Auto. Diese beiden Amerikaner sind sportlich und gut im Training. Ganz anders als ich. Sie sind ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht alle Menschen über einen Kamm scheren kann. Es gibt natürlich in Amerika viele dicke Leute, aber es gibt auch das totale Gegenteil – eigentlich ist es dort nicht anders als bei uns daheim in Deutschland 🙂

Da ich etwas später losgefahren bin, überraschst es mich umso mehr, als plötzlich das Auto von Angenie und Peter vor mir auftaucht. Ich überhole nicht und als die zwei dann zur Cottonwood-Road abbiegen kann ich sehen wie mir Angenie auf der Fahrerseite zuwinkt. Die beiden sind wirklich großartig!

Es geht weiter zum Bryce Canyon. Dort angekommen steht die Sonne schon sehr tief, aber es ist noch gerade rechtzeitig für ein paar Filmaufnahmen der Felsgipfel die im letzten Licht der Abendsonne leuchten. Interessant ist, dass sie unterschiedlich hoch sind und daher der Reihe nach zur „Nachtruhe“ übergehen. Für mich ist es relativ einfach, die kleine Nikon P7000 stelle ich einfach auf mein kleines Reisestativ und lasse sie jeweils etwa 20 Minuten lang die Felsgipfel filmen. Als der eine Fels im Schatten ist, richte ich sie kurz auf den nächsten aus und weiter geht es. Während die P7000 filmt mache ich mit der D2x ein Foto nach dem anderen. Zwischendurch laufe ich hin und her, hole andere Objektive, mal die D300 und dann auch noch kurz die F80 – ein paar Dias wären schon schön!

Dabei muss ich nur aufpassen, dass ich nicht vor der P7000 herlaufe und sie auch nicht umkippe, schließlich steht das Stativ am Rande des Virgin Rivers im fließenden Wasser!

Erst Tage später komme ich dann dazu mit iMovie auf dem Mac ein Video zu erstellen, dass ich mir so ähnlich immer vorgestellt habe. Schöner wären jetzt noch pfeilschnell dahinziehende Wolken, aber man kann nicht alles haben und ich hatte nur diesen einen Abend. Vielleicht beim nächsten Mal…

Der Zeitraffereffekt ist mit iMovie ganz einfach herzustellen. Man importiert die Film-Clips, selektiert das was man haben möchte und zieht es mit der Maus auf die „Timeline“. Danach kann man es noch beliebig kürzen, anderen Ton unterlegen, es stabilisieren oder eben die Geschwindigkeit erhöhen, jeder einzelne Teil abgespielt wird. Via Schieberegler sind ist eine Geschwindigkeit von 800% – also 8-fach einstellbar. Ich habe ein wenig herum probiert und festgestellt, dass iMovie auch werte wie 2000% akzeptiert – also 20-fache Geschwindigkeit. Das ist dann wirklich cool und man kann dann sehr schön sehen wie die Sonne über die Berggipfel hinweg streicht. Großartig!

Hier ist es nun, mein lang ersehntes Zeitraffer-Video des Sonnenuntergangs im Zion Canyon:

Bikerfreuden

Es ist Freitag, also schon fast Wochenende, ich habe Geburtstag und die Sonne scheint. Um 13h20 hole ich meinen Sohn an der Schule ab und dann kleiden wir ihn bei Hein Gericke perfekt ein. Nun ist er bereit für unsere ersten gemeinsamen Motorradtouren. Via Internet habe ich am Vorabend gestöbert was das Angebot bei Hein Gericke so alles hergibt. Als wir dann dort eintreffen ist sogar alles vorrätig was wir brauchen. Es gibt eine Kinderkombi aus reißfesten Textilmaterial. Hose und Jacke können miteinander via Reissverschluss verbunden werden. An Ärmeln und Beinen sind Reißverschlüsse die helfen, dass die Kombi eine Weile „mitwachsen“ kann, sehr praktisch. Nierengurt, Stiefel, Helm, Handschuhe, alles ist da. Zum Schluss gibt es für den Papa noch eine Art Bauchgurt mit seitlichen Griffen. Daran kann sich der Junior dann gut festhalten, schließlich will ich ihn ja nicht verlieren wenn die 163 Pferdestärken einmal los gelassen werden – was ich natürlich immer vermeide!

Die komplette Ausstattung kostet inkl. 10% Frühjahrsrabatt etwa 450 Euro.

Hier ein Link zur Kinderkleidung bei Hein Gericke. Als ich ihn Abends mit dem Motorrad nach Hause bringe, glaube ich einen Hauch von Stolz in seinen Blicken zu erkennen. Für mich wäre es als Kind ein großer Tag gewesen wenn mein Papa mich für die ersten gemeinsamen Motorradtouren eingekleidet hätte. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich als 16 jähriger mit dem Bus von Waltrop nach Recklinghausen gefahren bin, um mir bei Hein Gericke einen Helm und eine Lederjacke zu kaufen. Für mehr reichte damals das gesparte Taschengeld nicht aus. Die Jacke habe ich viele Jahre lang aufgehoben, obwohl sie irgendwann nicht mehr gepasst hat. Später habe ich sie dann verschenkt und ich hoffe, sie sieht auch heute noch cool aus und leistet gute Dienste 🙂 Wie dem auch sei, auch mein Sohn scheint mir doch ein wenig aufgeregt im Angesicht dieser wirklich coolen neuen „Klamotten“. Nun ist er bereit für die ersten Touren und ich freue mich auch drauf.

Während der Junior am Samstag dann für die nächste Lateinarbeit übt, mache ich mich zusammen mit Sandra auf den Weg. Die erste Tour nach der USA-Reise steht auf dem Programm. Es geht mit zwei Mopeds über die Dörfer nach Neuwied. Dann vorbei an der Römervilla in Richtung Nürburgring und Adenau. Doch wir zweigen dann ab und fahren zum kleinen Dörfchen „Schuld“. Dort haben wir vorher via Internet einen Motorradtreff gefunden den wir uns anschauen wollen. Es ist aber nicht wirklich was los. Also gibt es einen Kaffee, eine Eis und dann geht es zurück zum Café Fahrtwind. Dort ist schon mehr los. Unzählige Biker geniessen die Sonne. Wir toppen dies mit einer Curry-Wurst und Fritten – lecker!

Später am Abend kocht Sandra dann endlich einmal wieder ihren famosen Kichererbsen-Eintopf – Garbanzas auf kanarische Art – wunderbar!!

Am Sonntag scheint die Sonne noch freundlicher! Wir wechseln vor der Haustüre schnell die Räder an meinem Auto, der Winter scheint ja vorbei zu sein. Dann Hände waschen, umziehen und schon geht auf der B42 am Rhein entlang, das ist immer wieder schön. Bei Linz ist die Hölle los, später werden wir erkennen warum. Es ist eine lange einspurige Baustelle mit entsprechenden Ampeln und langen Staus, nicht sehr erfreulich. Weil wir nicht ewig im Stau stehen wollen biegen wir kurzentschlossen nach links ab und fahren an der Altstadt von Linz vorbei. Am Ortsausgang dann ein Wegweiser „Wiedtal ->“ Das ist doch mal eine Ansage! Blinker rechts und los… Diesen Weg zum Wiedtal kenne ich noch nicht und er ist wirklich schön. Viel problemloser als die weite Anfahrt „hinten herum“. An der kleinen Wassermühle machen wir einen Stopp. Die Sonne scheint, das Mühlrad plätschert vor sich hin und es gibt Apfelkuchen mit Schlagsahne. So kann man es im April aushalten!

Sandra fährt auch heute wieder die weiße K1200. Ich bin wie fast immer mit der blauen Schwester unterwegs.

Das Wiedtal hat viel zu bieten und ist landschaftlich wirklich reizvoll. Leider ist die Straßendecke in bedenklichem Zustand, so dass man sich sehr auf das Umfahren der vielen tiefen Schlaglöcher konzentrieren muss. Die zwei hier oben auf dem Foto erzählen uns, dass sie sonst viel am Nürburgring unterwegs sind. Aber heute ist da die „Hölle los“. Da gibt es nur eines „Weg bleiben“!

Recht haben sie 🙂

Als wir auch die letzten Kichererbsen verzehrt haben gibt es ein wenig „Kinozeit“ mit der Playstation 3. Es steht „Kampf der Titanen“ auf dem Programm. Kein wirklich guter Film, aber doch ganz unterhaltsames Poppkorn-Kino – leider haben wir kein Poppkorn! Aber es gibt einen leckeren Mix aus Weißwein und Aperol – eigentlich ein „Frauengetränk“ – Auch mir schmeckt es dennoch ganz vorzüglich 🙂

Während es Films schreie ich immer mal wieder los „Hey das ist doch der Pico del Teide auf Teneriffa!!!“ „Hey, das sind doch die Roques de Garcia!!!!“ Und tatsächlich, das Filmteam hat im Jahr 2009 fast drei Wochen lang etliche Szenen des Films vor den grandiosen Kulissen Teneriffas gedreht. Ist schon witzig, vor ein paar Wochen waren wir noch dort oben in den Canadas del Teide und sind bei den Los Roques de Garcia herum geklettert. Nun kämpft dort Mads Mikkelsen gegen riesige Skorpione – wirklich witzig!

Wer hier genau hinsieht erkennt viele Locations auf Teneriffa wieder!

Und weil es so schön und die Sehnsucht schon wieder so groß ist – hier ein paar Fotos dieses grandiosen „Mikrokontinents“:

Kampf dem Chaos

Am 16 Juni 2009 bin ich wieder zurück in meine Wohnung gezogen. Auch eineinhalb Jahre danach sind noch nicht alle Umzugskartons ausgepackt. Warum? Weil ich fast immer nur unterwegs bin…

Dementsprechend ist es schwierig oder gar nicht möglich die Dinge wieder zu finden die 2009 und 2010 mit in den USA waren. Es ist das blanke Grauen, im letzten Jahr habe ich erst in den USA festgestellt, dass ich das falsche Kabel für mein GPS eingepackt hatte. Damals ließ sich das Problem durch eine Bestellung bei amazon.com mit Lieferung zum Motel in Page lösen.

Diesmal finde ich die Autoscheibenhalterung einfach nicht wieder. Wo ist das blöde Ding denn nur… Nach tagelangem Rätselraten dann eine Bestellung bei amazon.de mit Expresslieferung.

Beim Auspacken muss ich an die vielen total überflüssigen YouTube-Videos denken. Sie heißen irgendwas mit „Unboxing the new iPhone“ oder so ähnlich. Sehen tut man in der Regel nichts Spektakuläres. Da wird einfach irgendetwas kurz nach der Lieferung durch den Paketboten ausgepackt, das kann ich auch 🙂

Während die Waschmaschine nebenan die blaue Goretex-Jacke samt Innenfutter wäscht, versuche ich mich an der Autoscheibenhalterung für mein Garmin Colorado 300…

Als es entlich ausgepackt ist, schleudert die Waschmaschine die letzten Umdrehungen. Die neue Nikon P7000 ist noch „warm“ also schnell ein „Bullaugenvideo filmen 🙂

Danach geht es an die Vorbereitungen  zum Kofferpacken. Der neue Koffer ist super, aber das leichte Carbonstativ passt samt Kugelkopf aber auch hier nur quer hinein – so ein MIST!! Also versuche ich den Kugelkopf abzuschrauben, was natürlich nicht funktioniert. Das Ding sitzt sowas von bombenfest, man kann auch nirgendwie anfassen. Dann fallen mit die drei Madenschrauben mit Innensechskant auf. „Habe ich die angezogen??“ Ich weiß es nicht mehr. Aber einen passenden Inbusschlüssel habe ich auch nicht parat. Also fummle ich mit dem was mit in die Finger kommt dran herum bis die drei Schrauben fast herausfallen. Aber nichts rührt sich, ahh…

Irgendwann gebe ich einfach auf, ich nehme die Mittelsäule aus dem Stativ heraus und lege sie einfach nebeneinander in den Koffer. Das geht auch. Das Stativ werde ich morgen mit Socken und anderen Kleinigkeiten auspolstern, dann sollte da nichts schief gehen. Mal sehen welche Steine ich noch aus dem Weg räumen muss 🙂

Update um 18h50

Der Zigarettenqualm im Hausflur hat es den ganzen Tag angedeutet, die Maler sind noch da! Als ich den Müll weg bringen will ist der Hausflur nicht nur frisch gestrichen, sondern auch tip top aufgeräumt!

Also schnell die Eignung der neuen Nikon P7000 für die Archtekturfotografie unter Beweisstellen – auch wenn es keine schöne Architektur ist. Um es kurz zu machen, wähle ich das Motivprogramm „Museum“ und knipse mal das Treppenhaus. Einen Augenblick später am Rechenr sieht das Ergebnis ein wenig „bauchig“ aus. Aber diese Verzeichnung ist für Weitwinkelobjektive durchaus typisch. Bei der P7000 läßt sie sich wirklich einfach korrigieren.

Hier ist das Ergebnis – freihändig geknipst!

Juchu. ich habe meine Schweizer Messer wiedergefunden 🙂 Beim Durchsuchen des Kühlschranks kommt eine Filmdose nach der Anderen zum Vorschein. Eigentlich sollte ich noch eine traditionelle Kamera mitnehmen. 2009 habe ich sogar die dicke Nikon F5 und die F100 überall hin mitgesschleppt. Das will ich mir nicht mehr antun, zumal 2009 etwa 75% der Dias im Labor schwer beschädigt wurden. Die meisten Dias sind krass verschrammt! Dieses Mal passiert das hoffentlich nicht wieder! Welches analoge Gehäuse darf also mit? Die F75 fällt mir ins Auge, sie ist klein und leicht. Später im Diaprojektor kann man des den Dias nicht mehr ansehen was die Kamera wog die sie gemacht hat!

Also versuche ich die F75 zu beleben. Aber ich habe sie lange nicht benutzt und alle Batterien sind irgendwie leer. Ich finde ein Kombination in der sie noch etwas tut. Aber dann blinkt ständig „Err“ im Display. Morgen noch neue Batterien kaufen? Egal, ich versuche meine F80. Die braucht zwei etwas größere Lithium-Batterien. Was sich diesbezüglich im Kühlschrank findet ist auch nichts mehr wert. Auch hier gibt es unter 8 Batterien noch eine Kombination mit der die F80 einen letzten Spiegelschlag erzeugt. Dann blinkt auch hier ständig „Err“ im Display. Ob sie vielleicht einen Defekt hat?? Ich krame im nächsten Schrank und es kommt noch eine F80 ans Tageslicht. Sie hat ein Champangerfarbenes Gehäuse und sieht eigentlich irgendwie komisch aus. Aber egal, sie hat einen Batteriegriff! In selbigem finden sich noch vier Mingon-Zellen. Aber die sind auch leer.

Also vier Akkus aus dem Ladegerät hinein. Die haben aber nur 1.2 statt 1.5 Volt und es blinkt wieder nur „Err“ im Diasplay. Langsam werde ich ungehalten… Ich krame weiter und finde einen 8er Satz Mignonzellen die ich irgendwann im ALDI eingepackt habe. Also rein damit, einschalten, nun sagt sie gar nichts mehr. Ohje… Wieder raus damit, aha, eine Batterie ist falsch herum! Danach klappt alles, die F80 lebt!! Eigentlich könnte damit auch die schwarze F80 zu beleben sein. Ich versuche es mal und habe Erfolg. So kan nich sie mitnehmen, im vergleich zur F75 hat sie den deutlich größeren Sucher und liegt dank des Batteriegriffes viel besser in der Hand. Irgendwie muss man den Koffer ja voll bekommen 🙂

Und schnell noch ein Testbild mit der P7000 gemacht. Diesmal mit einem Nikon SB-900 Blitzlicht. Die Weitwinkelstreuscheibe ist ausgeklappt und der kleine weiße Reflektor ist ausgezogen. Der Reflektor selbst ist recht weit nach oben gekippt und blitzt unter die weiße Decke. Am SB-900 ist „TTL“ eingestellt, die Belichtungsmessung erfolgt also durch das Objektiv der P7000 (Thru-The-Lens) – Der erste Schuß sitzt sofort. Ich bin wirklich sehr zufrieden mit meiner neuen kleinen Knipse!!

HEAVY RAIN

Seit ein paar Wochen hat Kollege Fabian eine SONY Playstation PS3. Er als eingefleischter XBox 360 User war zunächst ja seeehr kritisch. Aber die zwei haben sich dann doch noch miteinander angefreundet. Beim Frühstückskaffee gab es dann eine Weile wenig andere Themen. Zocken mit der PS3 oder der XBox – was ist besser? Wenn man Fabian glauben darf, dann gibt es für die XBox einfach die besseren Spiele. Dennoch nutzt er die PS3 als eine Art Mediacenter. Meine PS3 ist schon etwas älter, sie ist größer und macht deutlich mehr Radau. Er hat ne 320GB Platte, ich nur ne 40er… Dafür habe ich fast das Doppelte bezahlt – aber ich habe das Ding ja auch schon ne ganze Weile…

Eigentlich hatte ich mir die PS3 gekaut, weil es damals der preiswerteste BluRay-Player am Markt war. Bis heute habe ich die Entscheidung auch nicht bereit. Gemacht habe ich schon so allerhand mit dem Ding, aber eben nicht das wofür sie doch eigentlich gedacht ist. Bis mir Fabian dann vor einigen Monaten von HEAVY RAIN vorgeschwärmt hat. „Ein interaktiver Spielfilm – der coolste Titel den es für die PS3 gibt“ – da bin ich dann doch irgendwann weich geworden.

Während der letzten Monate habe ich am Wochenende immer mal ne halbe Stunde geopfert und mir HEAVY RAIN gegeben. Ganz witzig war der gemeinsame Abend mit Kumpel Anastasios – da hatten wir wirklich ne Menge Spaß!! Nur kann ich mit diesem Controller-Dings nicht wirklich umgehen. Ständig bekommt man bei HEAVY RAIN gesagt man solle R1, L2, R2 dann das X den O und was nicht alles drücken. Dazu kommen diverse Schüttelgesten und was weiß ich nicht alles. Ständig drücke ich auf die falschen Knöpfe und so sterben mir in allen brenzligen Situationen des Spiels die Charaktere weg, einer nach dem anderen…

Heute ist dann das große Finale! Eines der 20 möglichen Enden liegt zum Greifen nahe. Doch ich schaffe es nicht, dass der Vater dessen Sohn verschwunden ist sich vor der Polizei retten kann. Er kommt in den Knast und erhängt sich. Dann die Schießerei des Privat-Detektivs, ich erwische nicht alle und er wird angeschossen. Später gehe ich in ein falsches Zimmer und der Gute landet zusammen mit einer der netten weiblichen Figuren in einem Auto auf dem Boden eines Hafens. Ich muss den Controller schütteln, irgendwas drücken, schütteln, klicken, drücken R1, L2, langsam drehen, schütteln – ich bin zu blöd – der weibliche Charakter – ich glaube ihr Name war Laureen – ertrinkt während sich der Detektiv retten kann. Später vernichtet er alle Beweise und sitzt still vor einer brennenden Papiertonne. Wie dem auch sei, am Ende sind eigentlich alle tot. Auch der Sohn dessen Leben ich die ganze Zeit zu retten versucht habe ertrinkt. Was für ein trauriges Ende. Zwischendurch ein kurzes Telefonat mit Fabian, ich gebe eine kurze Wasserstandsmeldung durch wer gerade alles gestorben ist. Fabian ist entsetzt und prophezeit mir das traurigste Ende, das bei HEAVY RAIN möglich ist.

Und so soll es dann auch kommen…

Als es sich anbahnt muss ich einfach mal kurz die Pause drücken und meine neue P7000 auf ein Stativ stellen. Den letzten traurigen Rest will ich für einen kurzen Kameratest nutzen.

Hier ist das Video in einer Auflösung von 720P.

Hier gibt es eine Demo, die sehr schön zeigt wie es innerhalb des Spiels abgeht – schön gemacht!!

Hier gibt es noch ein paar Erläuterungen der Macher – sehr gut!

Improvisiertes Shooting

Es ist Mittwoch und in ein paar Tagen geht es in die USA. Also ich ins Büro komme ist Kollegin Steffi schon da. Zwischendurch quatschen wir über Fotos, Portraits, Posen, Schminke usw. In der Kaffeepause geht es zusammen mit Fabian weiter. Wir machen für den Abend ein kleines improvisiertes Shooting aus.

Später bei Steffi ist nicht viel Platz, aber es gibt weiße Wände und sie hat eine dunkle Decke die wir über die Wohnzimmertür hängen können. Ich schraube das famose AF-S 2.8/17-55mm an meine D300 und los geht es. Auf den Blitzschuh wird ein SB-900 gesteckt. Die Posen müssen sich an den Gegebenheiten des kleinen Wohnzimmers orientieren. Ich stelle den Reflektor des Blitzlichts auf ein Äquivalent von 200mm Brennweite, also einen ganz schmalen scharfen Lichtkegel. Schaut Steffi nach rechts drehe ich die Kamera so, dass das Blitzlicht gegen die rechte Wand blitzt. Schaut sie nach links, drehe ich die Kamera um 180° und blitze gegen die andere Wand. Während dessen muss ich immer aufpassen, dass man im Hintergrund nur die dunkle Decke sieht und nicht den Türrahmen oder andere nicht gewollte Details.

Dann gibt es noch ein bisschen Fotoquatsch. Fabian in Steffi albern ein wenig herum, die Bilder sind witzig, aber nur für den privaten Gebrauch geeignet 🙂

Als ich zwei Stunden später die Bilder sichte, kommt Kollege und Nachbar Tobias dazu, Er ist überraschst was man mit einem Kopierstempel so alles anstellen kann. Auch die Möglichkeiten zur Schwarz-Weiß-Umsetzung via Kanalmixer usw. lösen den einen oder anderen AHA-Effekt aus. Fotografieren macht schon Spaß, vor allem wenn man nicht davon leben muss 🙂