Die iPad Kündigung

Kurz nachdem das super tolle neue iPad auf den Markt kam begab es sich, dass der Ansgar sich auch so ein Ding im Apple-Online-Store bestellte. Als kostenlose Zusatzoption gab es damals eine Micro-SIM von vodafone – also gleich mit bestellen – ist vielleicht ganz cool. Die Inbetriebnahme war sowas von einfach, die Karte in das iPad stecken, das iPad starten, http://www.vodafone.de aufrufen, persönliche Daten eingeben, Tarif buchen, fertig!

Der mobile Internetzugang mit dem iPad klappt auch wirklich ganz vorzüglich. vodafone hat in der Tat eines der besten Netze in Deutschland. Gebucht habe ich damals die 3GB Monatsflat für 24,95 Euro im Monat. Keine schlechte Sache, doch rückblickend muss ich sagen, dass ich sie fast gar nicht genutzt habe. Klar wäre es cool gewesen mal in der Bahn auf dem iPad online den Spiegel zu lesen – aber ich fahre meist mit dem Auto oder dem Motorrad. Wenn ich mal mit der  Bahn unterwegs bin, ist das iPad nie dabei. Ok, man könnte abends im Schwayer am Mainzer Volkspark zusammen mit den Kollegen YouTube-Videos anschauen – haben wir auch einmal gemacht – bis sich die anderen Gäste beschwert haben – fällt also auch aus.

Kurzum, was soll ich mit einer 3GB Flatrate machen die ich eigentlich gar nicht nutze? Eine Kündigung wäre da doch eine gute Alternative!!

Nach dem etwas frustrierenden Kündigungsversuch bei moobicent (ist ein vodafone Reseller!) versuche ich mich also mal auf dem iPad. Ein paar Minuten später bin ich dann auch schon wieder reichlich enttäuscht. Auf der vodafone Webseite kann man überall lesen wie man Kunde wird, nur nicht wie man diesen Zustand wieder ändern kann! Nach einigen Versuchen mit der integrierten Suchfunktion lande ich auf einer Seite die genau beschreibt wie ein FAX auszusehen hat und welche Sätze darin enthalten sein müssen. Irgendwie ganz weit hinten in meinem Langzeitgedächtnis regt sich aber was anderes. Wurde nicht beim Vertragsabschluss gelobt, dass man das alles total variablen hin und her switchen kann so wie man es benötigt?

Ich schnappe mir erneut das iPad und versuche http://ipad.vodafone.de – klappt nicht – dann http://www.vodafone.de/iPad – klappt auch nicht – Frust!

Dann kommt mir die Idee einfach bei meinem Windows 7 PC mal die Windows-Taste zu drücken und „vodafone“ einzutippen – schwupps habe ich eine Bestätigungsmail gefunden in der genau beschrieben ist wie man die Vertragsoptionen ändern kann.

Der Zauberlink lautet http://www.vodafone.de/mib

Warum mib? Man In Black??

Egal, ich kann kündigen und das klappt so was von gut, dass ich ein paar Screenshots machen muss. Während ich die Sceenshots mache muss ich an meine Versuche denken genau dasselbe auf dem schönen neuen Android Handy zu machen – es ist nicht ‚gerootet‘ also geht das nur wenn man auf einem PC oder Mac das Android SDK installiert hat!! Wie schön einfach ist doch manchmal das iPad.

Hier die Kündigung…

Dafür kann man vodafone eigentlich nur loben – oder?

Update nach 6 Monaten:

Leider musste ich erfahren, dass vodafone so toll doch nicht ist! Trotz meiner erfolgreichen und über das iPad einsehbaren Kündigung hat vodafone nun fast ein halbes Jahr lang monatlich weiterhin 25 Euro abgebucht. Die Hotline war überfüllt und somit kein Call-Agent erreichbar. Auf E-Mails wurde erst beim x-ten Anlauf reagiert und dann hiess es, dass sie mein Kundenpasswort brauchen, weil sie wegen des Datenschutzes sonst nicht in meine Vertragsdaten schauen können!!!

Hallo, geht’s noch??

Testbilder mit der Nikon P7000

Es ist Freitag und ich kann endlich mal wieder in meinem eigenen Bett ausschlafen – was für ein Luxus. Während ich im Bad die Zähne putze denke ich an all die nörgelnden unzufriedenen Kinder dieser Welt die gar nicht wissen wie gut sie es haben. Sie werden von der Mama geweckt, müssen keine Wäsche waschen, kriegen ein Frühstück gemacht und werden dann noch mit Papas X5 zur Grundschule gefahren damit sie sich keine Erkältung einfangen.

Ok, nicht allen Kindern geht es so gut! Aber die denen es so gut geht wissen es in der Regel nicht zu schätzen. Welche Mutter und welcher Vater haben sich nicht schon die Haare gerauft weil der Nachwuchs egal wie immer unzufrieden war? Während die Zahnbürste in den Becher wandert kommt mir die Idee mal zu versuchen wie sich die neuen NIKON P7000 auf dem Gebiet der „eBay-orientierten Produktfotografie“ schlägt.

Also vier frische geladene Batterien in das Nikon SB-900 stecken und dann mal sehen was geht. Auf dem Weg ins Wohnzimmer stolpere ich über den neuen Koffer. Ok, erst einmal wird der Koffer ausgepackt, es ist ne Menge Wäsche drin die reif für die Waschmaschine ist. Eine Weile danach läuft die Waschmaschine vor sich hin und ich habe das Manfrotto 190CLB samt FLM Centerball 38 FT in der Hand. Das Ding ist schwer und ich habe jetzt einen größeren Koffer. Also könnte ich den Kugelkopf an ein größeres und leichteres Carbonstativ montieren. Die Suche nach einem geeigneten Schraubendreher fördert längt verloren geglaubte Dinge ans Tageslicht. Wenn ich doch mal ein paar Tage am Stück daheim sein könnte, irgendwann wären auch alle Kartons mal ausgepackt… Aber es hat auch was gutes, ich finde drei Ladegeräte für Mignonzellen und einen fast neuen Schraubendreher.

Die Operation gestaltet sich schwieriger als gedacht. Der Kugelkopf ist nicht nur von unten mit drei Madenschrauben fixiert, nein er ist auch mit viel Draft an die Mittelsäule des Stativs geschraubt. Ich ziehe die Panorama-Stellschraube so fest es geht und versuche den Kugelkopf abzuschrauben. Es rührt sich einfach gar nichts. Für Aussenstehende wäre es ein lustiges Bild wie ich da im Wohnzimmer mit dem Stativ ringe. Aber schließlich hat es verloren und ich kann den Kugelkopf auf das deutliche leichtere BENRO Carbonstativ montieren. Dieses Stativ hatte ich mir im Januar 2009 kurz vor dem Abflug in die USA bei Foto Oehling in Mainz gekauft. Es hat schon die Wave und viele andere schöne Orte gesehen. Nur eines hatte ich beim Kauf damals nicht bedacht – meinen Koffer! Daher musste ich das damals alles zerlegen und einzeln transportieren. In diesem Jahr kann ich es gebrauchsfertig in den Koffer packen. Am 27. Februar könnte ich knapp unterhalb des Zabriskie-Point kurz in den Koffer greifen und mich dann zur Horde der Abendlichtsüchtigen dazu gesellen – mal sehen – ich werde berichten 🙂

Ok, eigentlich geht es hier um die Testbilder die ich heute mit der neuen P7000 gemacht habe.

Hier habe ich vier Bilder ausgesucht. Die P7000 kann ihre Bilder im RAW-Modus auf der Speicherkarte ablegen. Wer will kann wie bei den großen Schwestern zusätzlich ein JPG speichern. Die RAW-Bilder habe ich mit Nikon Capture 2.2.6 geöffnet und die Ausrichtung korrigiert. Da ich die Bilder wie durchschnittliche „eBayer „machen wollte, habe ich natürlich KEIN Stativ benutzt. Das SB-900 Blitzlicht habe ich einfach nach oben gegen die weiße Decke gerichtet. Das war es dann auch schon. Von Nikon Capture aus habe ich die Bilder dann als 16-Bit TIFF gespeichert und danach mit Photoshop ein bisschen die „Linsen geputzt“. Dann als JPG gespeichert und hier hochgeladen. Klingt doch ganz einfach, oder?

Wer auf die kleinen Vorschaubilder klickt kann sich die großen „Originale“ anschauen. Ich muss sagen, ich bin vom Detailreichtum, dem Rauschverhalten bei ISO-200 und der Schärfe der Bilder durchaus überrascht. Sie sehen fast aus als wären sie mit einer deutlich teureren Spiegelreflex gemacht worden – RESPEKT!

Aber urteilt selbst – und hinterlasst vielleicht einen kurzen Kommentar 🙂

Das Wetter ist fies, ich will gar nicht so recht vor die Türe. Aber ein kurzer Blick aus dem Fenstere inspiriert mich dann doch zu einem kleinen Panorama-Experiment.

Der Panorama-Assistent der P7000 ist über die verschiedenen „Szenen“ verfügbar. RAW-Bilder kann man da leider keine machen, aber dafür bekommt man ein wirklich brauchbare Unterstützung im Display angeboten. Über die in das Multifuktionsrad auf der Rückseite integrierte Wippe kann man vorgeben in welche Richtung man ein Panorama fotografieren möchte. Nach dem ersten Bild wird dann zum Beispiel der rechte Teil ganz links im Display angezeigt. Diese Hilfe ist transparent und man kann so sehr schön das nächste Foto korrekt anknüpfen.

Hier ist mein erstes P7000 Freihand-Panorama mit 21-MPix:

Zombies in der Mensa

Da sitze ich am Abend des zweiten Produktivstellungswochenendes müde und abgekämpft an meinem Notebook und blättere durch meine E-Mails. Und was finde ich da? Eine Mail von meinem älteren Bruder Florian mit einem Aufsatz den sein jüngster Sohn Alexander für die Schule verfasst und dort wohl auch vorgetragen hat. Nach all den Fehlern, der Testerei, den Shelve-Sets, den Fehlerkorrekturen und erneuten Tests und Fehlern kommt das richtig gut – und ich will es Euch daher nicht vorbehalten.

Man bedenke – Alexander besucht die 5. Klasse!

Hier nun sein Aufsatz….

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Mensa – Mittagessen einmal anders

Die Mensa-Zombies

Es fing alles so harmlos an. Ich ging in die neue Mensa, hielt meinen Chip vor das Ladegerät und erhielt meine Cevapcici, Kartoffeln, Salat und Bananenquark. Als ich mich umdrehen und zu meinen Freunden gehen wollte, zersplitterten die Fenster mit einem laute Klirren und es kamen 23 Zombies, die Ähnlichkeiten mit Dr. Frankensteins Schöpfung hatten, in den Speisesaal gestürmt. Ich schrie laut auf, als ein ekelhaft grüner Zombie seine Klauen in den Hals eines Menschen, der das Pech hatte, am Fenster zu sitzen, rammte. Der Körper des jungen unschuldigen Mannes begann zuerst zu zittern und dann zu flackern. Plötzlich gab es einen grellen Blitz, und als ich die Augen wieder öffnete, sah ich statt 23 24 Zombies. Ich kapierte sofort, dass der Mann zu dem sumpf- braunen Zombie ganz rechts geworden war. Jetzt begann der größte  Zombie (ich vermutete, dass es der Anführer war) zu sprechen: „Wir wollen essen, und wenn wir es nicht bekommen, verwandeln wir euch auch in Zombies!“ Brav stellten sich die 24 furchteinflößenden Monster am Terminal A an. Doch die Frau von der Essensausgabe blieb cool und antwortete gelassen: „Ohne Chip kein Essen!“ Da schrien alle Zombies laut durcheinander, doch ein gelber, der mit braunen Punkten besprenkelt war, fasste sich schnell wieder und deutete genau auf mich! Sofort kapierte ich: die Zombies hatten mich als ihr zweites Opfer ausgewählt! Als sie alle auf mich zu polterten, schrie ich ängstlich aber immer noch höflich: „Wenn ihr mein Essen bekommt, hört ihr dann auf, Menschen in Zombies zu verwandeln?“ „Ja, dann lassen wir euch Menschen in Ruhe,“ riefen die Zombies. Als sie meine Cevapcici, Kartoffeln und meinen Salat (sie mochten alle keinen Bananenquark) verschlungen hatten, fingen die Geschöpfe an zu flackern. Da plötzlich gab es einen grellen Blitz, gefolgt von einem ohrenbetäubenden Schrei. Es war der schwarze Zombie, der den Schrei ausgestoßen hatte. Jetzt zerfiel er zu Asche.

Die anderen Zombies waren zu Menschen geworden, denn jedes Kind weiß hoffentlich, dass gutes Essen, vermischt mit Kaiser-Natron (das ist ein Pulver, das man bei vielen Sachen einsetzen kann, nicht zu verwechseln mit Natronlauge!) gut gegen Monster hilft.

Die nun zurückverwandelten Menschen erklärten mir, dass sie von dem schwarzen, jetzt zu Asche  zerfallenen Zombie überfallen und in Zombies verzaubert wurden.

Die  Zurückverwandlung in Menschen war natürlich ein Grund zum Feiern, und es gab auch zur Feier des Tages Essen für alle, auch für die, die keinen Chip dabei hatten.

Alexander Hillebrand – Klasse 5a1

Der Rolandsbogen – Oder: Der Herbst macht alles bunt

Der erste Blick aus dem Fenster macht schon Lust auf eine kleine Wanderung. Schnell ein Foto mit dem schönen Name “Schlafzimmerblick” geschossen, dann duschen, anziehen, frühstücken und los.

 

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Bis zum Rolandsbogen ist es nicht weit. Wir parken etwa unterhalb und wandern durch den Wald nach oben. Ziemlich aus der Puste oben angekommen zeigt sich das Siebengebirge von seiner schönsten Seite.

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Die D2x die mit im April im Arches-Nationalpark hingefallen ist habe ich heute zum ersten Mal wieder dabei. Sie funktioniert super, die Jungs (oder sind es Mädels?) bei Nikon haben ganze Arbeit geleistet – denke ich! Irgendwann nehme ich die Kamera ins Hochformat und will Auslösen, aber nichts tut sich. Ah, der Hochformatauslöser ist ja auch “gelockt”. Schnell den Schieber auf den weißen Punkt und dann los. Aber nichts tut sich, keine Autofokus, kein Auslösen, nichts. Was ist denn das? Ich mache die Kamera aus, an, aus an – nix geht – komisch. Ich verriegle den Hochformatauslöser wieder und alles klappt. Entriegelt, alles tot. schließlich verstehe ich was los ist. Die Kamera ist genau auf diesen Punkt gefallen und es wurde bei der Reparatur nicht nur der Spiegelkasten sondern auch das gesamte Kameraunterteil getauscht. Dabei ist wohl der Auslöseknopf nicht richtig eingebaut worden. Der Auslöser ist praktisch immer gedrückt. Entriegelt man ihn werden daher keine Menüs und nichts angezeigt. Statt dessen bewegt sich beim Einschalten der Autofokus hin und her.

Schlechte Stimmung!

Richtig blöd ist das – die Reparatur war so teuer, dafür hätte man eine D7000 kaufen können, es hat länger als ein halbes Jahr gedauert und nun funktioniert die Kamera nur zur Hälfte. Am nächsten Samstag kann ich sie wieder zur Reparatur abgeben. Ich bin gespannt wann sie dann irgendwann mal “richtig” fertig ist und alles wieder funktioniert. Die Sachbearbeiter bei meiner Kameraversicherung werden sich sicher auch fragen was das für ein “Fall” gewesen ist…

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Oben auf der Terrasse gibt es einen Kaffee und eine Cola. 5,90 Euro kostet der Spaß – Selfservice – versteht sich!

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Während des Abstieges bekommen wir Appetit auf einen guten Döner. Den finden wir in Godesberg und er ist echt gut! Das lässt den Ärger über die nur halb reparierte Kamera vergessen. Daheim werden schnell die Bilder gesichtet und dann geht es auch schon fast wieder los zur Arbeit. Die Wochenende sind kurz und die Tage werden noch kürzer. Schwer vorstellbar, dass das Eine nichts mit dem Anderen zu tun hat 🙂

Fertig für den Winterschlaf – Oder: Der letzte Trip des Jahres?

Es ist Freitag, die Woche ist geschafft und ich bin mit dem Auto auf dem Heimweg. Die Autobahn ist frei und alles geht ganz stressfrei ab. Fast zuhause dann kurzentschlossen ein kleiner Schlenker zum Kaiser’s. Ich habe Hunger! Man sollte niemals hungrig einkaufen! An der Kasse stelle ich das wieder einmal fest als 136 Euro auf der Anzeige stehen. Wer soll das bloß alles essen? Und gerade heute habe ich mich erst mit Tobias darüber unterhalten, dass weltweit so viele Lebensmittel weggeworfen werden. Ich bin da wohl Teil des Problems. Statt rational darüber nachzudenken was ich in zwei Tagen essen kann bevor es wieder los geht kaufe ich wonach mir ist. Frustkompensation?

Egal, es gibt Ramazotti, die Flasche für 8,88 Euro und ein Glas gibt es dazu! Wow, schnell liegen 6 Flaschen in Einkaufswagen. Dass da der Einkauf ein wenig teurer wird wundert mich eigentlich nicht 😉

Daheim muss ich mit meinem guten alten NOKIA N95 mal ein Foto machen, es sieht einfach zu gut aus 🙂

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Später am Abend versuche ich mal Windows 7 auf meinem Macbook als virtuelle Maschine zum Laufen zu bekommen. Bei einem der letzten Notebooks die ich mir gekauft habe ist ein Windows 7 Professional 32-Bit dabei – das erscheint mir ganz richtig. Also rein in den Mac! Die Installation ist problemlos, aber als nach einer Weile alles fertig ist die Überraschung: Dieses Windows ist TÜRKISCH

Nach ein wenig herumprobieren fällt mir wieder ein, dass ich das vor einigen Monaten schon einmal hatte und dass man die Sprache nachträglich nur bei der Ultimate Edition von Windows 7 ändern kann. Also weg damit und im DVD-Fundus wühlen. Da ist noch ein Windows 7 Homeedition 64-Bit. Ob das klappt? Ich versuche es mal. Das Setup läuft problemlos durch und diesmal ist das Windows sogar auf Deutsch! Und siehe da, es lässt sich sogar problemlos aktivieren. Dann die nächste Nagelprobe – in der Kiste liegt noch ein Office 2007 Professional. Auch das klappt Problemlos und aktivieren kann ich es auch, ich bin begeistert. Diese Office-Version hatte ich mal auf einem Notebook das es nicht mehr gibt und eigentlich hatte ich erwartet, dass die Aktivierung fehlschlägt, weil es ja schon einmal aktiviert worden ist. Aber scheinbar kann man mit Pausen von mehreren Monaten immer mal wieder eine Aktivierung durchführen, sehr Kundenfreundlich 🙂

So vergeht der Abend, ich installiere Garmin Mapsource, GPS-Trackanalyse.NET, Irfan-View, Nikon View NX2, Silverlight, Visual Studio .NET 2010 Express C# und was man sonst noch alles braucht 🙂 Schnell ist der Tag vorbei und kurz vor Mitternacht gehen auch schon die Lampen aus. Morgen wird es ein langer Tag.

Samstag – Der letzte Trip des Jahres?

Als ich wach werde ist es 7h30, draußen über Museumsmeile zeigt sich ein Morgenhimmel von seiner schönsten Seite. Ab unter die Dusche, ein Bahnticket online buchen und dann ab zum Bonner Hauptbahnhof. 10h14 sitzen wir im Bistro des ICE nach Süden. Es gibt zwei mal das Gourmet-Frühstück mit Kaffee und Rührei – genial! Verglichen mit dem besten Frühstück der Welt im Quartier 65 ist es kein Vergleich, aber der Industriekäse schmeckt mir dennoch und das Ei ist mit Liebe zubereitet – jedenfalls bilde ich mir das ein 🙂

Hier habe ich ein Knipsbild gefunden, dass ich mit meinem NOKIA N95 während der letzten Zugfahrt gemacht habe. Kein Photoshop, ein echt bewegter Bewegungseffekt. Ich mag’s 🙂

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Kaum haben wir unser Frühstück verzehrt sind wir auch schon in Mainz. Warum fahre ich eigentlich immer mit dem Motorrad oder dem Auto? Egal, wir müssen raus. Ab in ein Taxi zum Appartement. Dort angekommen werden wir freudig begrüßt, wir brauchen nochmal 30 Minuten und dann sitzen wir komplett winterfest eingekleidet auf unseren bayrischen Turbinen.

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Eigentlich soll es links herum durch die Mainzer Innenstadt, die Theodor-Heuss-Brücke zur B42 gehen. Aber das Schicksal hat sich gegen uns verschworen. Nicht nur, dass meine Brille sowas von beschlagen ist, dass ich kaum noch was sehen kann, die Schlange der Autos die von rechts kommen nimmt einfach kein Ende. Ok, gehen wir über zu Plan B –> RECHTS ABBIEGEN Wir schaffen ganze 50 Meter, dann stehen wir an der Bushaltestelle vor dem Quartier 65. Meine Brille ist so beschlagen, ich sehe einfach gar nichts mehr. Sandra hat ihre Brille schon sicher verstaut, ich wollte es ja nicht wahr haben, aber bei 5°C beschlägt die Brille schon wenn man nur daran denkt in den Helm hinein zu atmen. Mist, was mache ich mit dem Ding? Wenn die gleich hin ist kriege ich echt Ärger mit dem besten Augenoptiker der Welt! Grundsätzlich kein Problem, aber er ist mein großer Bruder und wer will es sich mit dem schon verscherzen?

Vorsichtige stecke ich die Brille zur Hosentaschenkamera die heute mal nicht in der Hosentasche sondern in der rechten Brusttasche sitzt. Da macht sie zwar eine Beule und die sieht echt komisch aus, aber man kommt im Zweifel schnell ran und das ist dann wieder überaus praktisch 🙂

Es geht auf die A60, wir sind erst ein paar Minuten unterwegs und schon kriecht die Kälte in alle Ritzen. Buh, 5,5°C zeigt der Bordcomputer – uhhh…

Es geht in Richtung Bingen und dann rechts ab auf die andere Seite des Rheins. Dann in Richtung Rüdesheim. Am Himmel hängt Hochnebel, es ist wirklich garstig, kein Wetter für eine entspannte  Mopedtour – jedenfalls noch nicht!

Bei Rüdesheim steuern wir die Tanke an bei der ich Neulich schon zusammen mit Hauke einen Regenschauer abgewartet habe. Sandra bestellt sich einen Kakao, der würde Hauke auch schmecken! Ich wärme mir die klammen Finder daran. Nach einer halben Stunde geht es weiter. Vorher ziehe ich mir die etwas dickeren GoreTex Handschuhe über. Sie waren nach der Regenschlacht mit dem großen Bruder (der Augenoptiker) von vor ein paar Wochen ziemlich mit genommen. Um nicht zu sagen “verschimmelt”… Aber viel heißes Wasser und Waschmittel haben sie gerettet. Nun bin ich froh, dass ich sie dabei habe. Sie sind definitiv wärmer als die Handschuhe die ich mir für die Schwarzwaldtour mit dem großen Brüderchen gekauft habe.

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In Rüdesheim ist dann die Schranke runter. Jeder der mal dort war kennt das! Kurz vorher stand auf einem Schild “Achtung Ölspur” – meist muss man sich da nicht viel bei denken aber heute ist es eine echte Ölspur! Später werden wir sehen, dass sie bis zur nächsten größeren Ortschaft reicht, was für eine Sauerei!

An der geschlossenen Schranke stehen zwei Mopeds, zwei BMWs. Eine F800ST und ein alter Boxer. Unter den Helmen schauen blonde lange Haare hervor. Huch, zwei Mädels – und das bei dieser Schweinekälte! Dann drehen sie sich um und es ist doch ein klassisches Paar. Sie fährt das Mädchenmoped, er den alten Boxer. Die langen blonden Haare irritieren mich dennoch…

Die Schranke öffnet sich und wir düsen los. Später gesellt sich ein Typ mit einer Harley dazu, nun sind wir schon zu fünft, aber nicht sehr lange. Etwa auf Höhe der Loreley sind wir schon wieder allein. Der Nebel ist weg, die Sonne scheint und das Thermometer klettert auf 13°C. Was für ein Tag, es kommen fast Frühlingsgefühle auf und das kurz vor Weihnachten!!

Bei Neuwied kreuzen wir den Rhein, es geht auf die B9 in Richtung Bonn. Bei Remagen dann ein kleiner Schlenker, vorbei an der Apollinaris-Kirche in Richtung Wachtberg Berkum. Meine Hausstrecke! Im dritten Gang lasse ich es ein wenig krachen, die Nadel steht zwischen 8.000 und 11.000 U/Min. Der Vortrieb ist göttlich, die Kälte vergessen, der Kreislauf in Wallung. Das habe ich mir gewünscht seit ich mit 15 das erste Mal auf einem Moped gesessen habe! hat ja nur 31 Jahre gedauert – es gibt Dinge im Leben auf die muss man eben ein wenig länger warten 🙂

Im E-Center in Berkum kaufen wir noch ein wenig ein und wärmen die kalten Glieder an einem heißen Kaffee. Dann geht es heim!

Mit hereinbrechender Dunkelheit ist es dann geschafft. Die Mopeds werden verstaut und das Abendprogramm kann beginnen.

Ich werde mal mein kleines schönes MacBook an. Das virtuelle neue Windows 7 läuft prima, findet aber nach kurzer Zeit sage und Schreibe 48 notwendige und 15 optionale Updates. Zusammen fast ein Gigabyte. Na hört das denn nie auf? Egal, während sich alles updatet gibt es eine DVD auf die Augen. Dann ist es soweit, ich kann mal wieder etwas in mein BLOG schieben. Der neue Blogging Client namens ECTO fängt an herum zu mosern, dass der Testzeitraum langsam abläuft. Ok, ich habe ja jetzt ein Windows 7. Also wird der Live Writer 2011 installiert und schon kann ich wieder kostenlos weiter bloggen und das sogar mit einer Anwendung die so einfach ist, dass selbst meine Mama sie bedienen könnte.

@Mama: Wann startest Du Deinen BLOG? 🙂

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