Kritisch gesehen – A Lonely Place To Die

Was kann man an einem völlig verregneten Sonntag besseres tun als mit einer leckeren Tafel Schokolade und einem Glas Kirschsaft auf dem Sofa zu liegen? Ganz einfach, man kann zusätzlich noch einen guten Film anschauen! Nur welchen Film sollte man sich zu Gemüte führen?

Schauen wir doch mal was das neue Apple TV in 1080p alles zu bieten hat. Zwischen den vielen hundert Trailern sticht mir schließlich der Film „A Lonely Place To Die“ ins Auge. Auf den ersten Blick könnte man meinen es handle sich um einen Bergsteigerfilm, vielleicht eine Neuauflage von Cliffhanger? Das Ausleihen via Apple-TV kostest bei iTunes 4,99 Euro – warum also nicht…

Im Gegensatz zum Ausleihen eines Films via Playstation 3 oder anderen Diensten startet beim Apple-TV der Film bereits nach einigen wenigen Sekunden. Die Apple-Cloud funktioniert wirklich gut, hier leisten die vielen hundert Microsoft-Azure-Container ganze Arbeit!

Und der Film startet furios. Es gibt tolle Kletterszenen, einen „Beinahe-Unfall“ und im Hintergrund sieht man immer wieder die grandiosen Schottischen Highlands. Die Kulisse ist atemberaubend und erinnert mich an die Reise über die norwegische Hardangervidda im Jahr 2009. Unsere Hauptcharaktere finden bei ihrer zweiten Wanderung mitten in der Wildnis ein kleines Mädchen dessen Sprache sie nicht verstehen. Sie scheint entführt worden zu sein. Die Gruppe beschließt das Mädchen zu retten, aber sie haben die Rechnung ohne zwei finstere Gesellen gemacht die ihnen fortan auf den Fersen sind.

Meiner Meinung nach fällt der Film nach der ersten halben Stunde sehr ab. Ist der Auftakt noch furios und lässt auf eine ungewöhnliche neue Geschichte hoffen, so beginnt jetzt ein genretypisches Katz- und Mausspiel. Einer nach dem anderen müssen die Charaktere ihr Leben lassen um die kleine Anna zu retten. Wer wird der nächste sein? Das alles ist durchaus spannend und gut inszeniert, auch wissen Schauspieler und Drehorte durchaus zu gefallen und die Musik tut ihr übriges. Doch echte Wendungen und Überraschungen gibt es leider nicht.

So wird die Entführungsgeschichte konsequent weiter geführt, die Frequenz der Schießereien steigert sich und die Anzahl der Toten wachst von Minute zu Minute. Wer hier subtilen Nervenkrieg während der Verhandlungen mit den Entführern erwartet wird enttäuscht werden. Stattdessen gibt es viele durchaus gut gestaltete Szenen während eines nächtlichen Straßenfests, das zunehmend an den Monstercorso der Schweizer Fastnacht erinnert. Der Showdown ist dann letztlich zwar gut ins Szene gesetzt, aber doch sehr vorhersehbar.

Mein Fazit

Dieser Film ist ein solide inszenierter Actionstreifen. Drehorte, Inszenierung, Musik und Schauspieler wissen durchaus zu gefallen, aber die Geschichte hat leider nur wenig neues zu bieten. Meiner Meinung nach wurde die Chance verpasst eine wirklich ungewöhnliche Geschichte auf spannende Art und Weise zu erzählen. Lies der Auftakt dies noch hoffen, so bleibt letztlich ein durchaus unterhaltsamer Film für einen verregneten Sonntagnachmittag. Lange in Erinnerung wird er wohl nicht bleiben, schade eigentlich…

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