Seit etwa 10 Jahren gibt es nun schon eine Musikrichtung mit dem schönen Namen Dubstep. Doch in Deutschland ist sie erst seit kurzer Zeit wirklich populär. Mein Freund Fabian sagt in seiner unnachahmlichen Art gern mal, dass Dubstep aus einer Ansammlung von WopWopWops und YepYepYeps besteht. Hier habe ich ein Video für Euch in dem zwei coole Jungs über die Kinect-Steuerung der XBox 360 die Software Ableton auf einem Mac steuern und damit krassen Dubstep machen. Es ist anstrengend das anzuhören aber die Idee finde ich faszinierend. Eine ähnliche Art zu musizieren gab es zuerst und auch schon fast zuletzt mit dem Theremin. Doch dieses uralte krasse Ding war nicht wirklich polyphon und erlaubte auch kein rhythmischen Figuren. Es war eher ein Instrument das zur Untermalung von Sience-Fiction-Filmen in den 50er und 60er Jahren verwendet wurde.
Ganz witzig finde ich, dass dennoch einige Größen der Rockmusik wie bspw. Jimmy Page von Led Zeppelin gelegentlich sogar auf der Bühne ein Theremin aufgestellt und es in einen Solopart integriert haben.
Hier ist nun ein Video in dem diese zwei Typen eine Art modernes Theremin spielen. Elektrostatische Felder gilt es dabei nicht mit der Körperhaltung zu verändern. Vielmehr wird hier mit Licht und den Händen ein genial flexibler Software-Sequenzer gesteuert. Auch wenn man das Ergebnis nicht mögen muss, es zeigt dennoch wie Musik in den nächsten Jahren aussehen könnte. Vielleicht werden unsere Enkel statt mit der Blockflöte irgendwann mit der XBox 720 im Wohnzimmer vor dem großen Fernseher musizieren. Aber und das ist entscheidend, es wird anders klingen und aus der Kinect-Steuerung wird keine Spucke fließen 🙂
Hier ein Video in dem Jimmy Page den „Master of the Theremin“ gibt 🙂
Dass man mit einem Theremin auch „richtige“ Musik machen kann zeigt dieses Video sehr eindrucksvoll..
Das Wetter war toll und ich habe einen Tag frei. Also schnell dem Sohneman eine SMS schicken ob er Lust auf eine Runde mit dem Moped hat. Alles klappt perfekt, um 11h45 sind wir mit meinem weißen Mädchenmotorrad unterwegs. Es geht an der Sieg entlang zur Biker-Ranch bei Dattenfeld. Dort ist die Hölle los und als dann ein dicker Brummer auf der abschüssigen Einfahrt mit seinen beiden „Reitern“ umkippt grinsen einige Fahrer kleiner pfeilschneller Sportler ziemlich breit.
Auf dem Rückweg fahre ich noch vorsichtiger und bin bei einigen engen Kurven und Kehren ganz froh, dass ich an meinen beiden Mopeds einen AC Schnitzer Superbike-Lenker habe. Das Handling ist damit wirklich gut, man sitzt sehr entspannt und bekommt im Gegenzug ziemlich viel Wind auf den Helm. Manch einer will das sicher nicht, aber bei mir ist es eher Programm. Ohne den „GegendrucK“ würde ich wohl ständig viel zu schnell fahren. Wenn man den Luftzug heftig und schmerzhaft an Helm und Genick zu spüren bekommt geht man freiwillig vom Gas – besser ist das – man lebt einfach länger!
Auf dem Rückweg tut mir der Hintern so weh, dass ich auf der abgespeckten Mädchensitzbank nicht mehr sitzen kann. Also ist eine Pause angesagt. Dabei albern mein Sohn und ich ein wenig herum und schließlich entstehen zwei wirklich nette Handy-Knipsbilder. Mit ein wenig Bewegungsunschärfe sieht das sofort ganz nett aus. Den Seitenständer habe ich natürlich weg retuschiert. Die Bildbearbeitungszeit betrug etwa 30 Sekunden – Das Ergebnis ist nicht wirklich gut – aber es ist ja auch nur ein Spaß…
Er ist jetzt 14 Jahre alt und kurz vor Weihnachten wird er 15 und darf dann schon Moped fahren. Gut wenn man da schon mal mit dem Papa ein wenig Fahrpraxis bekommt!
Als ich später das Moped in der Garage einparke kommt mir wieder in den Sinn, dass im Mai mal wieder eine TÜV-Prüfung fällig ist. Das Motorrad ist jetzt 4 Jahre alt!
Als ich dann heute morgen aus dem Fenster schaue regnet es und es ist kalt und garstig. Kein schöner Tag für einen Besuch beim TÜV. Doch als sich später der Himmel aufklart schwinge ich mich einfach mal auf meine weiße K1200r. Die nächste TÜV-Prüfstelle ist nicht weit weg. die Papiere die ich brauche habe ich dabei, die letzte Inspektion liegt erst ein paar hundert Kilometer zurück. Eigentlich sollte nichts schief gehen. Am TÜV angekommen sind schon einige Biker dort, sie nutzen wie ich den freien Brückentag.
Sofort gibt es spannende Benzingespräche, die meisten Biker verstehen sich ja auf Anhieb. Direkt vor mit wird eine Motorrad geprüft dessen TÜV schon ein Jahr lang abgelaufen ist. Es war mal eine HONDA, zu erkennen ist davon heute nichts mehr. So gut wie alles ist geändert. Die Verkleidung gekappt, ein anderer Scheinwerfer, ein neues Cockpit, ein neues Heck, andere Auspuffrohre. „Na wenn das mal gut geht..“ schießt es mir durch den Kopf. Aber es klappt, dieses krasse Ding bekommt eine TÜV-Plakette!
Dann bin ich an der Reihe. Der TÜV Prüfer schwingt sich auf mein Mädchenmoped und heizt wie der Teufel über die Prüfanlage. Das macht er viele Male am Tag und ich habe den Eindruck, dass er es genießt Tag für Tag 100 verschiedene Motorräder ausprobieren zu können.
Während später in der Halle die Abgaswerte bestimmt werden gibt es eine lange Diskussion wegen des AC Schnitzer Superbike-Lenkers. Ich habe eine Teilegutachten dabei, auch für den Hinterreifen und die Spiegel gibt es Unterlagen. Aber der Prüfer ist skeptisch. Er leuchtet mit seiner Taschenlampe hierhin und dorthin. Es ist fast wie beim Arzt. Eigentlich ist es Unsinn, aber ich fühle mich dabei immer wieder als würde ich selbst auf dem Prüfstand stehen. Letztlich findet er aber nichts. Er schreibt sich noch eine Nummer auf die in den Lenker eingraviert ist und verschwindet. Nach etwa 10 Minuten klebt er dann die heiß begehrte blaue Plakette auf mein Kennzeichen – Strike!
Zu bezahlen habe ich 62,95 Euro. Im Gegenzug gibt es eine Bescheinigung über die erfolgreiche Abnahme die ich künftig mitzuführen habe. Und so sieht das aus…
Auf dem Motorrad ist ein breiter 190er Hinterreifen montiert. Dazu gibt es vom Hersteller eine Reifenfreigabe – BMWK1200 RK12RMIPR2 – Diese habe ich mir kurz bevor ich losgefahren bin noch schnell im Internet herausgesucht und ausgedruckt. Und sie hat sich als wirklich hilfreich erwiesen!
Kurz vor der Abfahrt beim TÜV dufte ich dann noch diese wunderschöne MV Agusta ablichten!! Mein Handy hat die Farben ein wenig verfälscht, eigentlich ist sie knallrot und ich dachte zuerst es sei eine Ducati! aber sie ist noch eine Spur edler und wie der TÜV-Prüfer mit diesen heißen gerät abgerauscht ist, das wäre eigentlich ein Youtube-Video wert gewesen!
Später daheim bin ich froh, dass auch das erledigt ist. Hier ist er, der teuerste Aufkleber den ich kenne…
Es ist ein Thema das mich jetzt schon seit Monaten bewegt. Klar muss geistiges Eigentum geschützt werden, ich will auch nicht, dass jemand anders heimlich meine Fotos verkauft oder sich mit meinen Videos „schmückt“. Aber das Thema „Urheberrecht“ auf YouTube ist einfach nur schlecht. Lädt man ein Video hoch gibt es die Möglichkeit ein paar Cent damit zu verdienen, das reicht vielleicht für die monatlichen Kosten des eigenen Servers beim Web-Hoster, viel mehr wird es nicht werden. Es sei denn man ist unter 25, hat große Brüste und ist bereit diese zeigen. Hat man all das nicht, so kann man sich vielleicht noch bei lebensgefährlichen Wettrennen mit der Polizei filmen, aber das war es dann auch schon fast.
Will man mit einem Video ein paar Cent verdienen muss man diesen Passus bestätigen:
Durch Klicken auf diese Schaltfläche bestätige ich, dass ich Inhaber sämtlicher Elemente dieses Videos bin oder ausreichende kommerzielle Nutzungsrechte für alle Audio- und Video-Elemente habe, um dieses Video zu monetarisieren. Mir ist bewusst, dass YouTube möglicherweise Nachweise zu den kommerziellen Nutzungsrechten benötigt und die Monetarisierung meiner Videos oder mein Konto wegen wiederholten Missbrauchs dieses Systems sperren kann. Die Anforderungen sind mir bekannt, diese Meldung bitte nicht mehr anzeigen.
Trotz alledem wird man früher oder später auf das Problem stoßen, dass man selbst beweisen muss, dass zur Musik die man in seinem Video verwendet hat alle Recht hat oder sie von einem selbst produziert wurde. Nur wie beweist man das? Ok, es gibt Video-Tutorials und man kann hier und da Einspruch erheben. Aber mal ganz ehrlich, mit einem Video das 1.000 Mal angeschaut wird verdient man wenn es gut läuft vielleicht 70 Cent… Und dafür soll man nun lange Mails schreiben und sich täglich mit irgendwelchem GEMA-Mist herumärgern?
Mir platzt da echt der Kragen, die derzeitigen Regelungen zum Urheberrecht auf YouTube sind weder kundenfreundlich noch sinnvoll.
Da habe ich vor zwei Tagen dieses Video hier erstellt und es mit drei kurzen Musikschnipseln von einer Royalty Free Music Compilation unterlegt. Diese Musik hat rund 30 Euro gekostet und der Herausgeber gibt in der Beschreibung bekannt, dass man sie auch kommerziell nutzen darf. Trotzdem hat YouTube die Monetarisierung gesperrt
Also habe ich gestern mit meiner „NI MASCHINE MIKRO“ einen neuen Soundtrack erstellt und alles nochmals bei YouTube gepostet. Hier ist es. Aber sieht hier jemand eine Geld-bringende Werbebotschaft?
Aber ich habe einen Weg gefunden wie man Content-ID Treffer vermeiden kann und das sogar sehr zuverlässig!! Aber seht selbst, nach einer kurzen Werbepause…
Kurzer Nachtrag:
Gerade eben habe ich dies E-Mail zur neuen zweiten Version des Videos erhalten:
Hallo ancharius,
vielen Dank, dass du deine Videos zur Monetarisierung eingereicht hast. Wir haben die Monetarisierung für die folgenden Videos deaktiviert, da wir nicht bestätigen konnten, dass du für alle enthaltenen Inhalte über die erforderlichen kommerziellen Nutzungsrechte verfügst.
Wenn du nachweisen kannst, dass du für alle Elemente in deinem Video die erforderlichen kommerziellen Nutzungsrechte innehast, informiere dich darüber, wie du Anspruch auf ein Video erheben kannst. Reiche dann über die oben stehenden Links die entsprechenden Nachweise ein.
Bitte beachte, dass wir nur Anzeigen in Videos schalten können, die für Werbetreibende geeignet sind. YouTube behält sich das Recht vor, die endgültige Entscheidung über die Monetarisierung eines Videos zu treffen, und kann die Monetarisierung für Nutzer deaktivieren, die wiederholt ungeeignete Videos einreichen. Falls bei einigen deiner Videos die Überprüfung noch aussteht, kannst du die Monetarisierung für diese Videos über /my_videos deaktivieren.
Den Experten von www.nikonhumors.com scheint ein neuerlicher genialer Coup gelungen zu sein. In einem bislang nicht offiziell bestätigten Artikel wurden dort vor wenigen Minuten Hinweise auf eine mögliche Revolution bei der Firmware der Nikon D4 veröffentlicht. Einmal mehr zeigt sich hier wie gut schonungsloser investigativer Journalismus gepaart mit excellentem Know-how harmonisieren.
Aufs neue stellt sich auch hier die Frage „Was wäre unser Leben ohne die Arbeit engagierter Blogger und Forums-Experten?“ Ich denke es wäre unverändert, nur langweiliger 🙂
In der letzten Woche habe ich Euch den Nikon Slide Copying Adapter ES-1 vorgestellt. In den Tagen danach haben mich einige E-Mails erreicht in denen Ihr mich gefragt habt, ob man mit dem ES-1 auch Negative scannen bzw. abfotografieren kann. Grundsätzlich müsste das schon gehen aber der ES-1 ist eigentlich für gerahmte Dias gemacht. Um damit Negative ordentlich abfotografieren zu können müsste man eine Art „Filmbühne“ haben. Nur wo nimmt man die her? Die letzten Tage habe ich in Otzenhausen im Saarland verbracht und dort gab es viel Gelegenheit über dieses Problem nachzudenken.
Und mir ist eine Lösung eingefallen die ich gleich heute ausprobieren musste!
Zuerst habe ich mir ein altes Diarähmchen aus meinem Archiv gesucht. Dann habe ich die Gläser entfernt und mit einer kleinen Hobby-Bohrmaschine und einem Schleifvorsatz die Seiten des Rähmchens so abgeschliffen, dass ich ein Stück Filmmaterial hineinschieben kann. Damit habe ich dann ein wahllos ausgesuchtes uraltes SW-Negativ aus der Hinterlassenschaft meines Vaters mit meiner Nikon D7000 und dem AF-S 2.8/40mm DX Macro abfotografiert. Als ich das zugehörige RAW-Bild fertig konvertiert hatte war ich wirklich überrascht welch wunderbare kleine Perle ich da erwischt habe. Aus einer bewegten Menge heraus schaut ein Junge in die Kamera meines Vaters, eine alte Zeiss Ikon. Alle Personen sind verwischt und kaum zu erkennen und dann dieser scheue Blick – ich finde es großartig! Mein Vater fand es wahrscheinlich blöd weil „ja alles total unscharf ist“. Der Film war mit anderen Filmen zusammengerollt in einer alten Filmdose verpackt. Das Ganze lag einige Jahrzente in einem Schuhkarton auf dem Dachboden und später im Keller meines Elternhauses. Irgendwann hat meine Mutter mir diese Kiste in die Hand gedrückt. Ich bin nun fast ein wenig aufgeregt und freue mich schon sehr auf die Entdeckung der übrigen Fotos.
Wenn man bedenkt, dass Nikon keine Scanner mehr herstellt und die Scan-Software nicht weiterentwickelt, ist es gar keine schlechte Lösung vorhandene traditionell aufgenommene Fotos mit der beschriebenen Ausrüstung abzulichten. Das Ergebnis ist nicht viel schlecht als mit einem Coolscan V ED und es geht sooo viel schneller…
Wie das alles aussieht und was ich genau gemacht habe, könnt Ihr in diesem Video sehen, das ich eben extra für Euch erstellt habe – hoffentlich gibt es mal ein Lob dafür 🙂 Wer nicht loben will kann ja auch bei YouTube mal den „Gefällt mir“ Knopf drücken…
Und jetzt – FILM AB…
Hier ist das Bild aus dem Video.
Kurzer Nachtrag
Gestern habe ich von meiner Mutter erfahren was ich da eigentlich gefunden habe. Es sind Fotos von der Hochzeit meiner Eltern. Die Braut rechts im Bild ist meine Mutter in jungen Jahren, der Mann in der Mitte welcher der Kamera gerade den Rücken zudreht ist mein Vater. Die Fotos hat eine Freundin meiner Eltern mit der alten Zeiss Ikon meines Vaters gemacht. Ob heutige Hochzeitsbilder in 50 Jahren von Euren Kindern „gefunden“ werden? Alles was nicht gedruckt oder ausbelichtet ist, könnte irgendwann im digitalen Nirvana verschwinden. Aber schauen wir mal, vielleicht überleben ja die Bilder unserer Generation bei flickr und facebook, so dass unsere Kinder und Enkel sie in 50 Jahren noch anschauen können 🙂