Nikon D800 – Der erste Prototyp

Es ist schon interessant was man alles mit Photoshop anstellen kann. Man kann sich beispielsweise Fotos einer Nikon D3, D700, D7000 und D300 nehmen und sich mit ein paar Mausklicks daraus eine schöne neue Kamera zusammen stellen. Ob es diese Kamera dann tatsächlich mal so zu kaufen gibt, das wage ich zu bezweifeln, aber ein netter Zeitvertreib ist es dennoch. Witzig wird es wenn plötzlich die ganze Welt denkt, das Bild sei wirklich real,-

Hier das „Original“ – ob es wirklich echt ist??

 

iPad gekündigt aber vodafone bucht weiter ab…

Wer meinen BLOG seit längerer Zeit verfolgt, hat schon am 13. Februar lesen können, wie ich von der augenscheinlich geglückten problemlosen Kündigung meiner vodafone 3GB Flatrate für das Apple iPad berichtet habe. Kurz nach der Kündigung bin ich dann für eine längere Zeit in den USA gewesen und habe nicht weiter über meinen vodafone Vertrag nachgedacht. Bei meiner Heimkehr habe ich auch keinerlei Rechnungen gefunden und bin davon ausgegangen, dass alles prima geklappt hat. Aus den Augen aus dem Sinn.

Einige Wochen später ist mir dann bei der Durchsicht der vielen hundert Kontobewegungen aufgefallen, dass vodafone, trotz der auf dem iPad bestätigten erfolgreichen Kündigung, weiterhin monatlich 24,95 Euro von meinem Konto abgebucht hat. Entsprechende Rechnungen wurden aber nicht verschickt.

Weil bei der Hotline niemand zu erreichen war, habe ich mich per E-Mail an vodafone gewendet. In der Folge gab es eine E-Mail vom Kundendienst. Ich solle ihnen mein Kennwort mitteilen, weil sie aus Gründen des Datenschutzes nicht auf mein Konto zugreifen könnten!! Wie krass ist denn das? Ein Kennwort dient dazu den Kunden den Geschützen Zugang zu genau ihrem Konto zu ermöglichen. Solch eine Information ist höchst vertraulich und die soll ich nun in einen vodafone-Vordruck eintragen und diesen inkl. Namen usw. per Fax an vodafone senden? Wer weiß, wie lange dieses Fax dort herumliegt und wer es alles lesen kann. Wo bleibt HIER der Datenschutz? Das kann ja wohl nicht wahr sein.

Aber egal, ich habe einfach ein neues Kennwort beantragt. Ein „Altes Kennwort“ kenne ich nicht nicht, warum auch schließlich werde ich über die SIM-Karte des iPAds authentifiziert. Man schaltet das WLAN ab, aktiviert die SIM-Karte, geht mit Safari auf http://www.vodefone.de und schon sieht man seine Vertragsdaten. Das sieht dann so aus und ein Kennwort braucht man dafür NICHT!!

So sieht das seit Februar 2010 unverändert aus.

Als ich den Datentarif gekündigt habe konnte ich auf dem iPad das hier lesen:

Steht hier ganz klar „Die Datenoption ist zum 20.02.11 gekündigt“ oder steht das da nicht?

Wie dem auch sei, beim ersten Anlauf gab es seitens vodafone keine weiteren Anrufe und ich bin davon ausgegangen, dass sie mir die zu unrecht eingezogenen Telefongebühren irgendwann erstatten würden. Aber Pustekuchen! Rund 10 Monate später fällt mir auf, dass statt einer Gutschrift von vodafone weiterhin monatlich abgebucht wird. Also versuche ich wieder einmal mich durch die Telefonwarteschlangen zu hangeln, um wieder frustriert eine E-Mail zu verschicken.

Der vodafone Support reagiert wie beim ersten Mal, es gibt eine E-Mail, sie brauchen mein Kennwort. Ok, also drucke ich das Formular erneut aus, unterschreibe es, scanne es ein und schicke es per E-Mail mit den beiden oben gezeigten Screenshots an den vodafone Kundendienst.

Heute klingelt dann mein Handy, eine nette Dame des vodafone Kundendienstes ist am anderen Ende. Sie sagt mir zu, dass sie mir erneut Rechnungsduplikate für die letzten Monate zusenden will. Hä? Duplikate von was? Ich habe keine Rechnungen erhalten, sonst hätte ich auch eher reagieren können. Als ich vorsichtig nachfrage wann ich mit der Erstattung der zu unrecht eingezogenen Geldbeträge rechnen kann erfahre ich, dass ich nach Deutschem Recht nur schriftlich mit Unterschrift kündigen kann. Hä? Warum wurde mir dann auf der Webseite auf dem iPad von vodafone angezeigt mein Datentarif sei gekündigt? Auch konnte ich keine Verbindung mehr herstellen, es gab ja auch keinen Datentarif!

Am Telefon entbrennt ein Streitgespräch, die nette Dame ist nicht mehr so nett und schließlich bin ich angesichts ihrer Belehrungen so verärgert, dass ich mich nur kurz bedanke und dann auflegen muss um nicht vor Wut zu platzen.

Ein Freund hat mir vor langer Zeit mal gesagt, die Mobilfunkanbieter wären die Raubritter des 21. Jahrhunderts – ob er damit Recht hatte??

Eben habe ich mal kurz bei http://www.google.de nach „iPad vodafone Kündigung“ gesucht und eine lange Liste von Einträgen frustrierter vodafone-Kunden mit dem gleichen Problem gefunden.

Hier zwei Beispiele die sogar aus einem moderierten vodafone-Forum stammen!!

https://www.vodafone.de/forum/posts/list/2439.page

https://www.vodafone.de/forum/posts/list/2721.page

Schaut man sich das vodafone Infodokument 4142 an so gibt es dort klipp und klar diese Passage zu lesen:

Dort steht also: Sie können Ihre Vodafone MobileInternet Basic einfach und bequem selbst verwalten, Tarifoptionen wechseln und kündigen.

Unterliege ich einer Sinnestäuschung oder bietet vodafone da die Kündigung direkt auf dem iPad an? Ich denke ich habe richtig gelesen und Ihr auch! Genau so hatte es ja auch funktioniert – leider aber nur unter der Haube!

Dass ich nun 250 Euro für nicht erbrachte und auch nur abrufbare Leistungen zahlen soll ist echt der Kracher. Am Telefon musste ich mir auch noch anhören, dass ich selbst schuld sei weil ich mich erst so spät gemeldet habe. Hallo? Habe ich es nicht schon früher versucht? Habe ich irgendwelche Rechnungen bekommen? Habe ich versucht einen Kundendienst anzurufen der fast nie erreichbar ist? In einem vodafone Shop war ich auch. Die haben mir nur gesagt, dass sie da nichts tun können und dass ich mich an den Support wenden soll – prima!

Heute werde ich einen neuen Versuch starten mein Geld zurück zu bekommen. Wie das ausgeht werde ich Euch hier berichten. Man darf gespannt sein…

Tutorial – Portrait Retusche bei Männern

Heute habe ich für Euch eine kleines Tutorial zum Thema „Portrait Retusche“ erstellt. Diesmal haben wir ein Männergesicht als Vorlage und wollen mal sehen ob wir mit einer sanften sehr unauffälligen Nachbearbeitung aus einem langweiligen schlecht komponierten Bild ein authentisches Portrait zaubern können.

Dieses Tutorial habe ich auf meinem MacMini im Format 1920×1080 Pixel aufgezeichnet. Neu gelernt habe ich in der letzten Woche, dass man mit dem Quicktime Player auf dem Mac nicht nur abspielen sondern auch aufzeichnen kann!! Und das geht sogar supergut, da fragt man sich, warum ich mir vor ein paar Wochen die Software Screenium gekauft habe. Ok, Screenium hat ein paar Features mehr, aber eigentlich kann man auch mit dem Quicktime Player alles machen was man für solch ein Tutorial benötigt. Warum gibt es in den „Windows-Bortmittlen“ eigentlich kein Pendant dazu?

Dieses 32-Minuten lange Tutorial braucht auf der Festplatte meines MacMini gerade einmal 600 MB und das in voller HD-Auflösung und ohne irgendwelche XVID-Kompressoren oder andere Plug-Ins. Das ist wirklich super und nach dem Upload bei YouTube ist es noch richtig scharf und man kann es auch mit etwas langsameren Leitungen in voller HD Auflösung anschauen. Das rockt! Leider ist der MacMini ein wenig überfordert, wenn gleichzeitig noch eine Tonspur via USB von meinem ZOOM H2 Audiorekorder aufgezeichnet werden muss. Ich habe es versucht und es gibt immer kleine „Kratzer“ im Ton wenn Photoshop rechnet oder andere Aktionen ausgeführt werden müssen. Daher habe ich den Ton ohne USB Verbindung direkt mit dem ZOOM H2 aufgenommen. Zum Schluss konnte ich die Tonspur dann via USB auf den Mac kopieren und per Drag & Drop vom Finder direkt in iMovie „werfen“.

Für die Synchronisation mit dem Film habe ich versucht beide Aufzeichnungen zeitgleich zu starten und habe mich später an den kleinen leisen Mausklicks orientiert, eigentlich ganz einfach. Da sich in iMovie eine Video mit separater Tonspur nicht so einfach schneiden lässt, habe ich beides zusammen erst einmal exportiert was gut zwei Stunden gedauert hat. Dann habe ich es wieder in iMovie importiert, das hat ca. 20 Minuten gedauert. Anschließend konnte ich es schneiden, mit Intro und Outro versehen und wieder exportieren. Dieser Export hat wieder etwa 2 Stunden benötigt. Insgesamt hat der Mac also etwa 5 Stunden an diesem Video „gearbeitet“. Hier würde ich mir einen Dual-Quadcore mit 8x 3GHz wünschen. Aber den gibt es mit OS-X leider nicht für 850 Euro 😦

Der Upload in Richtung YouTube hat leider auch erst beim zweiten Mal geklappt – Bloggen ist Schwerstarbeit!

Über Anmerkungen und Anregungen würde ich mich wie immer sehr freuen. Nun aber „Film ab“ und viel Spaß beim Nachmachen 🙂

Nikon D800 – Erste Bilder

Langsam oder sicher werden die Tage kälter und die Nächte länger, schon bald steht der Weihnachtsmann vor der Tür. Ob er für den einen oder anderen ganz arg braven Fotofreak eine Nikon D800 in seinem Sack haben wird ist jedoch ungewiss. Allerdings wurden in den letzen Tagen zwei Fotos bekannt die sehr wahrscheinlich einen Prototypen der neuen Nikon D800 zeigen.

Schauen wir uns diese beiden Fotos mal im Detail an (Quelle: http://nikonrumors.com).

Interessant finde ich, das auf der Oberseite ganz in der Nähe des Auslösers ein rot markierter Aufnahmeknopf für Video-Sequenzen zu sehen ist. Dies entspricht ein wenig dem Konzept der neuen Nikon D5100. Gleich daneben findet sich ein „Altbekannter aus Zeiten der Nikon D1“ wieder, der „Mode-Button“. Buttons für Blitz und Bracketing sind rechts neben dem Objektiv zu sehen, das sieht aus wie bei der D7000. Neben den Anschlüssen für ein Blitz-Synchronkabel sehen wir eine Öffnung für ein eingebautes Mikrofon, so wie bspw. bei der Nikon D300s. Aber es ist nur ein Mikrofon zu erkennen, ich bin gespannt wie man damit eine Stereo-Tonspur aufzeichnen wird.

Der Wählhebel für den Autofokus wurde wie bei der D7000 um 90° gedreht und kann nun mit dem linken Ringfinger betätigt werden, eigentlich ganz praktisch. Mitten drin sehen wir wie bei der Nikon D7000 einen Knopf. Diesen wird man drücken und dann mit dem vorderen und hinteren Wählrad die „Spielarten“ des Autofokussystems einstellen können.

Neben den Hilfslicht für das Fokussieren in dunkler Umgebung sehen wir noch ein integriertes Blitzlicht. Alles in allem sieht das doch sehr nach der D7000 aus und ich denke wer die D7000 bedienen kann wird mit der D800 spontan klar kommen.

Schauen wir uns die Rückseite an. Hier fällt zuerst das große Okular ins Auge. Es erinnert sehr an D3 oder D700. Es gibt einen Okularverschluss und ein Einstellrad für eine Dioptrien-Korrektur. Zwischen Spot-, Matrix- und mittenbetonter Belichtungsmessung wird man wie bei der Nikon D100 mit einem kleinen Drehwähler umschalten. Wirklich erfreulich finde ich, dass die Bedienknöpfe schön groß geblieben sind. Bei der F5 sind sie klein und fummelig, hier sie alles so aus als wäre es weiterhin genauso wie wir es uns wünschen – prima!

Weitere Überraschungen erwarten uns nicht. Der (optionale) Batteriegriff sieht aus wie bei der D7000 oder der D300/700. Es gibt einen Info-Button. Das ist kennen wir auch von der D7000, hier ist es sehr praktisch wenn man im Live-View-Modus einen künstlichen Horizont oder ein Gittermuster einblenden kann. So wie es aussieht unterscheidet die D800 zwischen einem Live-View für Foto und Video – man darf gespannt sein. Alle anderen Bedienelemente kennen wir von der D7000.

Die Abdeckung für die Speicherkarten ist auf der rechten Gehäuseseite zu erkennen. Wie bei D700 und D7000 gibt es keine explizite Verriegelung mehr. Dafür kann man diese Fächer gut öffnen und es sieht aus als wäre die D800 wie die D7000 mit zwei SD-Karten-Slots ausgestattet.

Okay, was sagen uns nun diese Fotos?

Eigentlich nichts was wir nicht schon wissen oder ahnen. Die D800 wird sich mit einigen kleinen Änderungen bedienen lassen wie eine D7000. Und ich vermute, dass die Pixel auf dem Chip der D800 eine ähnliche Packungsdichte wie bei der D7000 haben werden.Der Chip ist rund doppelt so groß, damit sollten doppelt so viele Pixel drauf passen, es sollten rein technisch gesehen 32 Megapixel machbar sein. Inwiefern dies Pixelmonster Spaß dann machen wird, werden wir sehen. Sehr wahrscheinlich wird man sich passend zur D800 einen neuen Computer und neue Festplatten kaufen müssen.

Letztlich wird diese Kamera etwa das dreifache der D7000 kosten aber nicht das dreifache leisten. Wer seine Bilder im wesentlichen im Web präsentiert und keine Drucke erstellen muss die größer als 60×90 cm sind, der hätte meiner Meinung nach mit der D7000 ein wirklich brauchbare Alternative. Vom gesparten Geld kann man sich das famose 16-85mm AF-S VR, das AF-S 2.8/40mm Makro und das AF-S VR 55-300mm leisten. So hat man zum Preis der D800 eine komplette Fotoausrüstung, bei der sicher auch noch ein Polfilter drin sein sollte.

Was man sich letztlich kauft, muss jeder selbst entscheiden. Im Vergleich zur D800 hat die D7000 derzeit jedoch einen riesigen Vorteil – SIE IST REAL 🙂

Nikon P7100 – Praxistest am Rhein

Heute ging es für zwei Stunden nach Unkel am Rhein. Dieser bezaubernde kleine Ort hat eine wirklich schöne Promenade am Rheinufer. Die Fernsicht war nicht überragend aber die Sonne schien doch immer mal wieder zwischen den Wolken hindurch. Die große schwere Fotoausrüstung habe ich mir auch heute erspart und mal versucht mit der Nikon P7100 ein paar schöne Fotos auf die Beine zu stellen. Die Location kannte noch noch nicht so recht und ich denke es würde sich lohnen an einem schönen kalten klaren Wintermorgen von dort aus mit einem langen Teleobjektiv ein paar schöne Bilder in Richtung Drachenfels zu schießen.

Hier ist eine kleine Auswahl meiner Fotos aus der kleinen Nikon P7100. Fast alles ist „Out-Of-The-Cam“, also genauso wie die P7100 es als JPG-Datei auf der Speicherkarte abgelegt hat.

Wer mal ein Bild im Original sehen möchte oder sich anhand eines RAW-Bildes eine eigene Meinung zur P7100 verschaffen will, kann sich gern bei mir melden. Alle hier verknüpften Fotos haben 1000 Pixel Seitenlänge. Also mal anklicken um sie größer zu sehen.

Beginnen wir mit einem „schnellen Schuß“ aus dem Treppenhaus. Es ist ein mit Nikon Capture konvertiertes RAW-Bild.

Jetzt einige JPGs von der Rhein-Promenade in Unkel.

Hier ein Test für den Zoombereich der P7100. Diese Perspektive wäre an einem kalten klaren Wintermorgen wahrscheinlich sehr interessant.

Besonders interessant ist derzeit die Uferlinie des Rheins weil er aufgrund der langen Trockenperiode sehr wenig Wasser führt. Überall liegt Treibgut herum das man wunderbar in seine Bilder einbeziehen kann.

Dieses Foto ist ein ein verkleinertes „Original-JPG“. Bei gutem Licht liefert diese kleine Kamera wirklich sehr detailreiche schöne Fotos.

Hier ein weiteres JPG direkt aus der Kamera.

Zum Abschluss ein Vergleichsfoto zum ersten Bild aus diesem Post. Hier ist es besonders interessant wie sehr sich die Fassade eines Gebäudes in Abhängigkeit der Tageszeit aus fotografischer Sicht verändert. Und es zeigt zugleich, dass es durchaus sinnvoll ist sich ein Motiv zu „erarbeiten“ indem man es immer mal wieder besucht.