Tag 16 hat begonnen

Es ist 1h41 in der Nacht. Eigentlich bin ich hundemüde und total durchgefroren. Doch das Reisefieber ist schon ein wenig da. Nach einem langen Arbeitstag waren heute mal fast alle „Externen“ in Mainz im Heiliggeist. Es gab Club-Sandwich und Hövels – alles ganz vorzüglich! Danach Wiskey, Bier und Rotwein in meinem Appartement – nicht für mich allein – ein paar Kollegen waren noch dabei 🙂 Während Tobias was zum langweilig herumstehenden Nikon Coolscan V ED fragt kommen wir auf die Idee ein paar Dias anzuschauen.

Ein paar Minuten später steht der gute alte Rollei Überblendprojektor auf dem Tisch und wirft die ersten 2009er Dias vom Horseshoe Bend an die weiße Wand. Ich kann das Ding kaum noch bedienen, aber irgendwann klappt es mit dem Timer und der Überblenderei. Es geht durch den Horse Shoe Bend, den Lower Antelope Canyon, zum White Pocket und den Coyote Buttes. War das ne coole Reise…

Zweihundert Dias später sind die Kollegen dann auch „gesättigt“ – vom Wiskey und den Dias – keine Ahnung was härter ist – aber sie gehen ins Bett – nicht zusammen – brav getrent.

Während links und rechts die Kollegen schnarchen krame ich auf der Festplatte herum und finde eine nette kleine Bildersammlung der 2010er Fahrt zur Hickman Bridge mit anschließender Rundreise durch Schnee und Berge. Vorbei am Brayce Canyon zurück nach Escalante. War das ein Tag…

Eine kleine Bilderserie gibt es in meinem Photo-BLOG:

http://anscharius.blogspot.com/2011/02/american-dreams.html

Eine kleine Kostprobe:

Noch 18 Tage

Es ist Mittwoch der 2. Februar – der Wecker klingelt das erste Mal um 7h – ich bin hundemüde. Als ich den Wecker abstelle fällt mein Blick auf den Stapel USA-Reiseführer – ich bin sofort hellwach 🙂

Ein Nikon-Mitarbeiter beim Test eines Prototyps der neuen D4

Am Abend zuvor habe ich in den Bildern des letzten USA-Trips gewühlt und habe ein paar unentdeckte ‚Perlen‘ gefunden. Die Vorfreude steigt, auch wenn eigentlich noch nichts vorbereitet ist, aber es sind ja auch noch ein paar Tage. Am nächsten Wochenende steht noch ein größere Produktivstellung an, der komplette Austausch einer Software mit der viele hundert Menschen arbeiten. Es gilt das System so auszutauschen, dass keine Daten verloren gehen und es keinen Stillstand in der Sachbearbeitung gibt.

Wie hat Tobias es neulich so schön gesagt: „Wir wollen einem Cowboy während er mit einem Pferd durch die Gegend reitet das Pferd und der Hintern austauschen und er soll nichts davon bemerken!“

Ok, es ist nicht ganz so hart. Eher so: „Ein Cowboy schnallt sein Pferd an einem Saloon an und geht dort ein Bier trinken. Als er danach auf seinem Pferd weiter reitet bemerkt er nicht, dass wir es ausgetauscht haben!“

Klingt doch ganz einfach? In der echten Welt geht das nur mit Kopfschmerzen und vielen Überstunden, aber wenn es dann geklappt hat ist es schon irgendwie cool.

Die Überstunden fallen umso leichter wenn ich an den Flug nach Las Vegas denke…

Noch 19 Arbeitstage

Noch einen Monat arbeiten, noch eine Produktivstellung überleben und noch einen ganzen Sack voll kleiner Softwarefehler finden und korrigieren. Zwischendurch noch zweimal nach Hause fahren und Wäsche waschen, dann heißt es wieder „Jetzt bloss nichts vergessen!!“

Geplant sind Las Vegas, Death Valley, Los Angeles, Santa Monica, Highway No. 1, San Francisco, Yosemite, Mono Lake, Bodie und dann wieder las Vegas. Mal sehen was zwischendurch alles passiert. In Las Vegas muss ich Sandra dann allein in den Flieger setzen, sie muss nach drei Wochen zurück. Die zwei Wochen danach kann ich dann die USA auf eigene Faust erkunden. Die Spannung ist schon ein wenig da, aber auch die Ratlosigkeit wohin es denn genau gehen soll.

Abends lese ich in diversen Reiseführern und danach schaue ich mir noch bei Google-Earth die vielen Panoramio Fotos an. Das ist gar keine schlechte Sache, so findet man schnell heraus welche coolen Locations es so gibt.

Sehr hilfreich ist auch der Google-Streetview. So kann man schon mal schauen wie man auf die Golden Gate Bridge auffährt, wo die Bezahl-Häuschen sind und so weiter. Wirklich überaus praktisch! Während ich mit Google-Streetview vorab die USA erkunde muss ich immer wieder an das ganze Hin und Her in Deutschland denken. Mir kommt in den Sinn, dass mein Zuhause nur eine milchig farbige Fläche ist weil ich komische Nachbarn habe die um ihre Privatsphäre bangen. Aber was soll das denn, nichts ist öffentlicher als die Fassade eines Hauses. Will man ein Haus oder eine Wohnung vermieten, so steigert Google-Streetview sogar den Wert der Immobilie! Aber egal, die Nachbarn sind eben wie sie sind und ich kann und will sie ja auch nicht ändern…

Heute ist der erste Februar 2011. Am 27. Februar fliegen wir nach Las Vegas und ich kann es kaum noch abwarten.

Gestern habe ich noch ein wenig in den Bildern des letzten Trips gewühlt und mir ist eine Belichtungsreihe aus der False Kiva im Canyonlands Nationalpark in die „Hände“ gefallen.

Ein Blick aus der False Kiva in den Canyonlands National Park

Dieses Bild hier ist ein HDR das ich aus 7 einzelnen Bildern zusammen gestellt habe, die jeweils mit einem Unterschied von einer Blende belichtet waren. Dies bei konstanter Blende und variabler Zeit – also mit ZEITAUTOMATIK

Das mag alles sehr verwirrend klingen, ist es aber gar nicht.

Wer mag, kann ja mal hier nachlesen wie das geht.