HEAVY RAIN

Seit ein paar Wochen hat Kollege Fabian eine SONY Playstation PS3. Er als eingefleischter XBox 360 User war zunächst ja seeehr kritisch. Aber die zwei haben sich dann doch noch miteinander angefreundet. Beim Frühstückskaffee gab es dann eine Weile wenig andere Themen. Zocken mit der PS3 oder der XBox – was ist besser? Wenn man Fabian glauben darf, dann gibt es für die XBox einfach die besseren Spiele. Dennoch nutzt er die PS3 als eine Art Mediacenter. Meine PS3 ist schon etwas älter, sie ist größer und macht deutlich mehr Radau. Er hat ne 320GB Platte, ich nur ne 40er… Dafür habe ich fast das Doppelte bezahlt – aber ich habe das Ding ja auch schon ne ganze Weile…

Eigentlich hatte ich mir die PS3 gekaut, weil es damals der preiswerteste BluRay-Player am Markt war. Bis heute habe ich die Entscheidung auch nicht bereit. Gemacht habe ich schon so allerhand mit dem Ding, aber eben nicht das wofür sie doch eigentlich gedacht ist. Bis mir Fabian dann vor einigen Monaten von HEAVY RAIN vorgeschwärmt hat. „Ein interaktiver Spielfilm – der coolste Titel den es für die PS3 gibt“ – da bin ich dann doch irgendwann weich geworden.

Während der letzten Monate habe ich am Wochenende immer mal ne halbe Stunde geopfert und mir HEAVY RAIN gegeben. Ganz witzig war der gemeinsame Abend mit Kumpel Anastasios – da hatten wir wirklich ne Menge Spaß!! Nur kann ich mit diesem Controller-Dings nicht wirklich umgehen. Ständig bekommt man bei HEAVY RAIN gesagt man solle R1, L2, R2 dann das X den O und was nicht alles drücken. Dazu kommen diverse Schüttelgesten und was weiß ich nicht alles. Ständig drücke ich auf die falschen Knöpfe und so sterben mir in allen brenzligen Situationen des Spiels die Charaktere weg, einer nach dem anderen…

Heute ist dann das große Finale! Eines der 20 möglichen Enden liegt zum Greifen nahe. Doch ich schaffe es nicht, dass der Vater dessen Sohn verschwunden ist sich vor der Polizei retten kann. Er kommt in den Knast und erhängt sich. Dann die Schießerei des Privat-Detektivs, ich erwische nicht alle und er wird angeschossen. Später gehe ich in ein falsches Zimmer und der Gute landet zusammen mit einer der netten weiblichen Figuren in einem Auto auf dem Boden eines Hafens. Ich muss den Controller schütteln, irgendwas drücken, schütteln, klicken, drücken R1, L2, langsam drehen, schütteln – ich bin zu blöd – der weibliche Charakter – ich glaube ihr Name war Laureen – ertrinkt während sich der Detektiv retten kann. Später vernichtet er alle Beweise und sitzt still vor einer brennenden Papiertonne. Wie dem auch sei, am Ende sind eigentlich alle tot. Auch der Sohn dessen Leben ich die ganze Zeit zu retten versucht habe ertrinkt. Was für ein trauriges Ende. Zwischendurch ein kurzes Telefonat mit Fabian, ich gebe eine kurze Wasserstandsmeldung durch wer gerade alles gestorben ist. Fabian ist entsetzt und prophezeit mir das traurigste Ende, das bei HEAVY RAIN möglich ist.

Und so soll es dann auch kommen…

Als es sich anbahnt muss ich einfach mal kurz die Pause drücken und meine neue P7000 auf ein Stativ stellen. Den letzten traurigen Rest will ich für einen kurzen Kameratest nutzen.

Hier ist das Video in einer Auflösung von 720P.

Hier gibt es eine Demo, die sehr schön zeigt wie es innerhalb des Spiels abgeht – schön gemacht!!

Hier gibt es noch ein paar Erläuterungen der Macher – sehr gut!

Improvisiertes Shooting

Es ist Mittwoch und in ein paar Tagen geht es in die USA. Also ich ins Büro komme ist Kollegin Steffi schon da. Zwischendurch quatschen wir über Fotos, Portraits, Posen, Schminke usw. In der Kaffeepause geht es zusammen mit Fabian weiter. Wir machen für den Abend ein kleines improvisiertes Shooting aus.

Später bei Steffi ist nicht viel Platz, aber es gibt weiße Wände und sie hat eine dunkle Decke die wir über die Wohnzimmertür hängen können. Ich schraube das famose AF-S 2.8/17-55mm an meine D300 und los geht es. Auf den Blitzschuh wird ein SB-900 gesteckt. Die Posen müssen sich an den Gegebenheiten des kleinen Wohnzimmers orientieren. Ich stelle den Reflektor des Blitzlichts auf ein Äquivalent von 200mm Brennweite, also einen ganz schmalen scharfen Lichtkegel. Schaut Steffi nach rechts drehe ich die Kamera so, dass das Blitzlicht gegen die rechte Wand blitzt. Schaut sie nach links, drehe ich die Kamera um 180° und blitze gegen die andere Wand. Während dessen muss ich immer aufpassen, dass man im Hintergrund nur die dunkle Decke sieht und nicht den Türrahmen oder andere nicht gewollte Details.

Dann gibt es noch ein bisschen Fotoquatsch. Fabian in Steffi albern ein wenig herum, die Bilder sind witzig, aber nur für den privaten Gebrauch geeignet 🙂

Als ich zwei Stunden später die Bilder sichte, kommt Kollege und Nachbar Tobias dazu, Er ist überraschst was man mit einem Kopierstempel so alles anstellen kann. Auch die Möglichkeiten zur Schwarz-Weiß-Umsetzung via Kanalmixer usw. lösen den einen oder anderen AHA-Effekt aus. Fotografieren macht schon Spaß, vor allem wenn man nicht davon leben muss 🙂

 

 

Fly me to the moon

Es ist der vorletzte Tag der vorletzten Woche bevor es für eine lange Zeit in die USA geht. Die Mittagskarte der Kantine ist nicht so mein Fall. Auch Fabian hat kein Lust auf Kohlrouladen, also gehen wir gemeinsam zum La Rustica und lassen es uns dort gut gehen.

Doch mein Salat bekommt mir nicht wirklich. Eigentlich kann ich alles essen, Bratwurst, Burger, Fritten, danach Crème brûlée – alles kein Thema – aber mit Salat hat mein Körper keinen Vertrag. Kaum zurück im Büro geht die Rennerei schon los. Es gärt und brodelt und ich fühle mich richtig krank. Kurz nach 17h geht es gar nicht mehr, ich will nur noch nach Hause. Aber mein Zuhause ist weit weg. Also geht es zu Fuß zum Appartement gleich neben dem besten Hotel der Welt. Ich freue mich auf einen Jägermeister, vielleicht hilft das.

Während ich die Treppenstufen zum Rhein hinunter stapfe fliegt ein Flugzeug nach dem anderen über meinen Kopf hinweg. Am Himmel lacht mich ein fast voller Mond an. Groß und schwer hängt er am Himmel, das letzte Abendlicht färbt den Himmel leicht violett und der Mond erinnert mich an das Gesicht eines lächelnden Chinesen.

Auf den letzten Metern ist plötzlich das Grummeln im Bauch fast vergessen. Schnell rein und die Kamera klar machen. Ich schnappe mir die D300, dran kommt der 1.7er Teleconverter und das famose AF-S 2.8/70-200. Ich stelle auf Zeitautomatik, Blende 5.6 und ISO-320. Danach geht es schnell die Treppe wieder hinauf. So habe ich freue Sicht auf den Himmel, den Mond und die Flieger die ein paar Minuten später in Frankfurt am Main landen wollen.

Etwa 30 Minuten später ist es zu dunkel für scharfe Fotos. aber ich habe ein paar nette Fotos machen können. Zurück am Mini-Mac wird dann die Beute gesichtet. Es gibt einen Jägermeister und etwas Schokolade. Gut auch, dass noch reichlich Toilettenpapier da ist…

 

Die iPad Kündigung

Kurz nachdem das super tolle neue iPad auf den Markt kam begab es sich, dass der Ansgar sich auch so ein Ding im Apple-Online-Store bestellte. Als kostenlose Zusatzoption gab es damals eine Micro-SIM von vodafone – also gleich mit bestellen – ist vielleicht ganz cool. Die Inbetriebnahme war sowas von einfach, die Karte in das iPad stecken, das iPad starten, http://www.vodafone.de aufrufen, persönliche Daten eingeben, Tarif buchen, fertig!

Der mobile Internetzugang mit dem iPad klappt auch wirklich ganz vorzüglich. vodafone hat in der Tat eines der besten Netze in Deutschland. Gebucht habe ich damals die 3GB Monatsflat für 24,95 Euro im Monat. Keine schlechte Sache, doch rückblickend muss ich sagen, dass ich sie fast gar nicht genutzt habe. Klar wäre es cool gewesen mal in der Bahn auf dem iPad online den Spiegel zu lesen – aber ich fahre meist mit dem Auto oder dem Motorrad. Wenn ich mal mit der  Bahn unterwegs bin, ist das iPad nie dabei. Ok, man könnte abends im Schwayer am Mainzer Volkspark zusammen mit den Kollegen YouTube-Videos anschauen – haben wir auch einmal gemacht – bis sich die anderen Gäste beschwert haben – fällt also auch aus.

Kurzum, was soll ich mit einer 3GB Flatrate machen die ich eigentlich gar nicht nutze? Eine Kündigung wäre da doch eine gute Alternative!!

Nach dem etwas frustrierenden Kündigungsversuch bei moobicent (ist ein vodafone Reseller!) versuche ich mich also mal auf dem iPad. Ein paar Minuten später bin ich dann auch schon wieder reichlich enttäuscht. Auf der vodafone Webseite kann man überall lesen wie man Kunde wird, nur nicht wie man diesen Zustand wieder ändern kann! Nach einigen Versuchen mit der integrierten Suchfunktion lande ich auf einer Seite die genau beschreibt wie ein FAX auszusehen hat und welche Sätze darin enthalten sein müssen. Irgendwie ganz weit hinten in meinem Langzeitgedächtnis regt sich aber was anderes. Wurde nicht beim Vertragsabschluss gelobt, dass man das alles total variablen hin und her switchen kann so wie man es benötigt?

Ich schnappe mir erneut das iPad und versuche http://ipad.vodafone.de – klappt nicht – dann http://www.vodafone.de/iPad – klappt auch nicht – Frust!

Dann kommt mir die Idee einfach bei meinem Windows 7 PC mal die Windows-Taste zu drücken und „vodafone“ einzutippen – schwupps habe ich eine Bestätigungsmail gefunden in der genau beschrieben ist wie man die Vertragsoptionen ändern kann.

Der Zauberlink lautet http://www.vodafone.de/mib

Warum mib? Man In Black??

Egal, ich kann kündigen und das klappt so was von gut, dass ich ein paar Screenshots machen muss. Während ich die Sceenshots mache muss ich an meine Versuche denken genau dasselbe auf dem schönen neuen Android Handy zu machen – es ist nicht ‚gerootet‘ also geht das nur wenn man auf einem PC oder Mac das Android SDK installiert hat!! Wie schön einfach ist doch manchmal das iPad.

Hier die Kündigung…

Dafür kann man vodafone eigentlich nur loben – oder?

Update nach 6 Monaten:

Leider musste ich erfahren, dass vodafone so toll doch nicht ist! Trotz meiner erfolgreichen und über das iPad einsehbaren Kündigung hat vodafone nun fast ein halbes Jahr lang monatlich weiterhin 25 Euro abgebucht. Die Hotline war überfüllt und somit kein Call-Agent erreichbar. Auf E-Mails wurde erst beim x-ten Anlauf reagiert und dann hiess es, dass sie mein Kundenpasswort brauchen, weil sie wegen des Datenschutzes sonst nicht in meine Vertragsdaten schauen können!!!

Hallo, geht’s noch??

Die Kündigung

Eine irgendwie geartete Dienstleistung zu buchen ist in dieser schönen Welt gar kein Problem. Nur los wird man sie in der Regel nicht wieder. Wer ist in seinem Leben noch nicht auf einen Zeitungsdrücker oder einen Werber eines Buchclubs hereingefallen? Manchmal geht es auch subtiler! Man erstellt ein online Angebebot und sorgt dafür, dass es in der Presse bejubelt wird. Voller Euphorie akzeptieren die neuen Kunden automatische Verlängerungen und hohe Laufzeiten bei den doch so billigen Verträgen.

Ein Jahr später sieht die Welt dann ganz anders aus. Die ach so tolle Flatrate wurde ganz heimlich auf 5GB begrenzt – Fairflat nennt man das jetzt. Obwohl Leistungen eingeschränkt wurden bleibt der Preis natürlich gleich. Ganz blöd, wenn man einen neuen Apple Mini-Mac hat, der sich gleich in den ersten Tagen des Monats gigabyteise ein Update nach dem anderen herunterlädt. Die Konkurrenten haben die Preise gesenkt und da muss man mithalten. So wird die im Jahr 2007 noch so preiswerte angebotene UMTS-Flatrate einfach zum halben Preis angeboten. Super! Nur den ‚Bestandskunden‘ die in ihrer Vertragsfalle festhängen sagt das vorsorglich niemend. Klar wäre es fair ihnen schon allein aufgrund ihrer ‚Treue‘ die laufenden Verträge umzustellen, aber vielleicht bemerkt es ja niemand. Wenn sie es dann doch bemerken macht man ihnen das Leben einfach mal ein wenig schwer, vielleicht kann man sie ja so dazu bringen nicht zu kündigen.

Wer von uns hat nicht schon auf den Webseiten eines Online-Anbieters das Formular für die Kündigung gesucht? Bei web.de gibt es gern mal Mitgliedschaften wie den web.de-Club total gratis und super kostenlos – zum Test – für drei Monate – sagt man ‚Ja‘ und vergisst zu kündigen haben sie wieder einen neuen Kunden ‚gewonnen‘. Will der kündigen, kein Problem, er schicht einfach ein Fax an eine Fax-Nummer die gut versteckt ist und die man lange suchen muss. Wer kein Fax hat und nicht dran denkt, dass er auch via Internet faxen könnte hat spätestens jetzt ein Problem. Ok, es gibt ja noch den ‚eingeschriebenen Brief‘, aber da muss man ersteinmal selbst was tippen, drucken, eintüten, zur Postfiliale wandern – die es natürlich inzwischen aus Kostengründen nicht mehr gibt – und dann bei einem Zeitschriftenladen mit ‚integrierter Postfiliale‘ das ganze Ding zum Selbstkostenpreis absenden. Klingt ganz einfach, ist es aber nicht…

Mein Versuch meine 39,95 Euro UMTS-Flatrate bei moobicent.de durch die seitlangem verfägbare 19,95 Euro Flatrate zu ersetzen will jedenfall auch so recht nicht klappen.

Wer versucht ein Formular zum Thema ‚Kündigung‘ zu finden wird auch hier wieder schwer entäuscht sein. Weill man eine E-Mail Anfrage stellen, gibt es einen fertigen Fragenkatalog – von Kündigung steht da nicht wirklich was. Also schicke ich mal eine E-Mail mit „Allgemeinen Vertragsfragen“ und einem kurzen Kündigungstext auf die Reise.

Mal sehen was daraus wird – ich werde berichten!