Nikon D700 versus Nikon D7000 – Gibbous Moon

Es ist einer der vielleicht letzten wunderbaren Spätsommertage. Nach einer langen Motorradtour tut die Dusche gut und es geht an die Planung des Abendprogramms. Aber vorher noch schnell die Wäsche aufhängen, hey was ist denn das? Der Mond steht wunderbar sichtbar knapp über dem Bonner Venusberg. Der Tag war klar und wolkenlos und nun ist auch der Nachthimmel sternenklar. Schnell das Stativ aufgestellt, das Nikkor AF-S VR 4/200-400mm oben drauf montiert, den 1.7x Teleconverter dran gesetzt und dann Feuer frei…

1) La Luna mit Nikon D700 – Vollformat!

Zuerst ist die noch fast nagelneue D700 an der Reihe. Spiegelvorauslösung aktivieren und Klick – nach 30 Sekunden habe ich bei ISO 100, Blende 11 und 1/30s  ein Bild das nicht überstrahlt ist und auf dem die Krater welche die Mondoberfläche bedecken sehr schön zu sehen sind.

2) Nun kommt die D7000 an die Reihe. Das neue Vergrößerungsokular ist seit meines kleinen Unboxing noch dran und der Mond sieht im Sucher viel größer aus als bei der D700. Bis alles scharf ist, braucht es ein paar Anläufe. Schließlich ist es Blende 13 mit 1/10s und ISO-100. Nicht exakt das was an der D700 eingestellt war, aber nahezu vergleichbar. Aus der kleinen Reihe suche ich zwei Bilder aus die ähnlich hell und nicht verwackelt sind.

Hier die beiden Bilder im direkten (Größen-)Vergleich:

12-Megapixel-Vergleich

Danach werden sie mit Nikon Capture NX 2.2.6 konvertiert und die 16-Bit TIFF-Dateien jeweils in Photoshop geöffnet. Das Bild aus der D7000 verkleinere ich auf das Format D700 (12 statt 16 MPix). Danach werden sie beschriftet und separat gespeichert. Hier sind sie nun, das Bilder aus der D700 ist in 1:1 Originalgröße, das Bild aus der D7000 ist entsprechend verkleinert. Wir sehen, beide Kameras machen hier eine gute Figur, etwas anderes hätte ich auch nicht erwartet!

16-Megapixel-Vergleich

Nun drehen wir den Spieß um und nehmen das Bild aus der D7000 in Originalgröße und vergleichen ist mit der entsprechend vergrößerten Version aus der D700.

Um die Originalgröße zu sehen, die Bilder einfach anklicken…

Mein Résumé

Die Unterschiede sind geringer als erwartet. Auf den ersten Blick erscheint das Bild, das die D7000 mit ihrem um 50% kleineren Chip und der (rein rechnerisch) 33% höheren Auflösung bietet, deutlich größer. Bringt man beide Bilder auf das Niveau der D700 mit 12-MPix , so sind kaum Unterschiede erkennbar. Dreht man den Spieß um und vergrößert das Bild der D700 auf das Format der D7000, so zeigt sich das Bild der D7000 (bei ISO-100!!) etwas detailreicher. Aber die Unterschiede sind weitaus weniger krass als erwartet. Beim DX-Chip mit 16-MPix sind wir scheinbar auch schon an der Grenze des Auflösungsvermögens wirklich guter Objektive angekommen. Nach diesem kleinen Test bin ich mir sicher, dass man unter idealen Bedingungen und perfekten Objektiven mit der D7000 im Telebereich die etwas besseren Ergebnisse erzielen wird. Doch sobald das Licht weniger wird oder der Motivkontrast steigt, wird die D700 ihre Stärken ausspielen. Das Rauschen bei ISO 800 oder gar ISO 1600 ist bei der D700 spürbar geringer. Aufgrund der mehr als doppelt so großen Pixel ist auch der Dynamik-Umfang der D700 größer, was besonders bei der Konvertierung von RAW-Bildern auffällt. Hier lassen sich bei der D700 aus scheinbar überbelichteten Bereichen oft noch erstaunliche Strukturen herausarbeiten. Auch die dunklen Bildbereiche haben meist noch überraschend viel Zeichnung und Struktur. Vergleicht man den Dynamik-Umfang der D700 gar mit einer topaktuellen „Consumer-Camera“ wie der P7100, so fällt der deutlich höhre Dynamikumfang der D700 noch viel stärker auf. Hier muss man bedenken, dass die Pixel der P7100 etwa 1/4 der Größe der Pixel der D700 haben.

Wie hieß es in der Werbekampagne zu „Godzilla“ damals so schön „Size matters!!“ Jeder der ein Mittelformatrückteil besitzt wird das unterstreichen können und gleichzeitig über diesen kleinen Kamera-Vergleich grinsen 🙂

Für mich stellt sich daher weniger die Frage „D700 oder D7000?“ sondern vielmehr „Wann D700 und wann D7000?

Wer ist also der Sieger dieses kleinen abendlichen Wettrennens? Ich würde sagen, es ist kein K.O. sondern ein knapper „Sieg nach Punkten“ für die etwas modernere D7000. Dies liegt aber im wesentlichen im überschaubaren Motivkontrast und der Chip-Empfindlichkeit von ISO-100  begründet. Sobald Motive abgelichtet werden sollen die sich schnell bewegen und dazu das Licht höhere ISO-Werte fordert, wird die D700 ihre Stärken ausspielen!

Wie dies beim Nachfolger der D700  in einigen Monaten aussieht, wird eine spannende Frage sein!

Nikon P7100 – Unboxing & Hands-On

Als es an der Türe klingelt ist es Montag, ich habe einen nicht ganz freiwilligen Tag im Homeoffice vor mir und bekomme von einem HERMES-Boten ein Päckchen geliefert. Es ist der neue DSL-Router, schon sehr bald werde ich kein Kunde der Telekom mehr sein, ich bin gespannt welche Abenteuer da noch auf mich warten! Aber davon will ich heute gar nicht berichten! Kurz drauf klingelt es erneut, diesmal ist es der Postbote, er hat ein Objektiv dabei, das Walimex 3.5/8mm Fisheye mit Anschluss für das Nikon-F Bajonett! Als einige Stunden später ein DHL Bote klingelt ist der Tag perfekt, diesmal bringt er eine nagelneue Nikon P7100 vorbei. Das Ding ist seit Monaten vorbestellt, nun ist es endlich lieferbar!

Als mein Tagewerk erledigt ist, mache ich mich an ein kleines Unboxing. Die Nikon D7000 zeichnet in FULL HD auf, der Ton wird ganz einfach mit dem Nikon ME-1 aufgenommen. Der Autofokus ist abgeschaltet und der VR ist ebenfalls tot gelegt. Noch schnell die Fenster schließen und schon kann es losgehen. Ein paar Tage später ist das Video dann auch schon geschnitten. Der Upload in Richtung YouTube dauert die ganze Nacht und den halben Tag – aber das 5GB Monstrum ist jetzt online – in voll total coolem FULL HD 🙂

Ich würde mal sagen – holt euch ein Bier aus dem Kühlschrank und setzt euch mit eurem Notebook bequem auf das Sofa – das Video läuft fast 33 Minuten – ich muss noch lernen mich kurz zu fassen…

 

Hier habe ich einige erste Testbilder aus dieser wunderbaren kleinen Kamera!

1) Eine Mainzer Abendstimmung – gestern am anderen Ende der „Eisenbahn-Brücke“ aufgenommen – 200mm Brennweite – HDR aus 5 JPGs

2) Heute kurz nach Sonnenuntergang in Rheinhessen – Weitwinkel – HDR aus 5 JPGs

3) Und noch ein Bild aus Rheinhessen – heute ganz kurz vor Sonnenuntergang – HDR aus 10 JPGs mit „Fingertrick“

4) Und ein weiteres Foto des heutigen Trips durch Rheinhessen – HDR aus 5 JPGs – Kurz nach Sonnenuntergang

5) Und noch ein Foto das ich gestern kurz vor Sprendlingen gemacht habe.

Hier habe ich noch ein kleines Testvideo, das vor drei Tagen am Rhein bei Mainz entstanden ist. Man sieht ganz deutlich, dass die Videos der P7100 bei wenig Licht stark verrauscht sind. Wird es noch dunkler, kommen Probleme mit dem Autofokus hinzu. Aber ich denke, dass man dennoch in den frühen Abendstunden recht schöne Aufnahmen mit dieser Kamera hinbekommen wird.

 

Die Nikon P7100 ist da

Was für eine schöner Tag, erst bringt ein Bote den neuen DSL-Router, dann kommt das neue SAMYANG 3,5/8mm und in den Abendstunden dann noch die neue Nikon P7100!! Letztere war seit Monaten vorbestellt und ich bin vielleicht einer der ersten Fotografen in Deutschland die dieses kleine schöne Ding in Händen halten dürfen!! Ein kleines Unboxing gibt es auch schon, aber es ist noch auf einer Speicherkarte und muss noch geschnitten werden. Das gibt es dann morgen oder übermorgen – versprochen!

Mein erstes Fazit:

Die Nikon Ingenieure haben die Stimmen ihrer Fans erhört und endlich kann man Belichtungsreihen in Verbindung mit dem kleinen Infrarot-Auslöser erstellen – großartig! Richtig coolen HD-Fotos steht damit auch bei der Nikon P7100 nichts mehr im Wege! Ich freue mich schon auf die nächsten Fototrip zur Blue-Hour und die ersten HDR-Aufnahmen aus der neuen P7100 🙂

Hier schon mal einige Fotos für alle die noch warten müssen….