Allein im Arches National Park – Oder: Nicht mein Tag

Sandra würde Moab gern mal in Ruhe erkunden und ein wenig das tun was Frauen am Liebsten tun – Shoppen!

Am Morgen daher das übliche Programm, duschen, anziehen und ab zu Denny’s. Sandra probiert mal die “Grits” – wir können und nichts darunter vorstellen. In der Rubrik “Build your own grand slam” kann man sich vier Dinge beliebig zusammenstellen. Meist reichen schon drei ‘Kleinigkeiten’ um satt zu werden. Also versucht sie mal die Grits. Es kommt ein großer Teller mit einer Art Milchreis. Was genau das ist können wir beide nicht sagen. Aber mir schmeckt es ganz gut. Sie mag es aber nicht und so bleibt “Nr. 4” unbeachtet zurück.

Nach dem Frühstück geht es kurz zum Family Dollar. Ich brauche was zum Rasieren. Entweder ist der Akku in meinem Rasierer kaputt oder die amerikanischen 110 Volt reichen nicht um ihn aufzuladen. Also kaufe ich ne Packung Nassrasierer – die hat John Wayne hier auch schon benutzt 🙂

Danach setze ich Sandra am Motel ab und fahre weiter zum Arches National Park. So etwa um 12h30 komme ich an der Window Section an. Nach dem Sturm und dem nächtlichen Regen ist die Luft angenehm frisch, es sind etwa 13 °C. Ich habe mich etwas wärmer angezogen und will das klassische Foto von gestern noch einmal bei Windstille und gutem Licht fotografieren. Während ich durch den ersten Arch hindurch klettere rutschen mir die Wanderschuhe, unter denen reichlich nasser Sand klebt, einfach weg. Ich falle rückwärts auf den Rücken und rutsche ein Stück den Felsen herunter bis die Füße wieder halt finden. Meine schöne Nikon D2x poltert derweil den Abhang hinunter. Hin ist sie, Fels ist härter als Magnesium. Ich ärgere mich still und leise vor mich hin und bin froh, dass ich im Auto noch die Nikon D300 als Reservekamera dabei habe. Eigentlich habe ich die D300 wegen der ISO-200 für das Tele vorgesehen und die D2x wegen der guten Auflösung für das Weitwinkel. So muss ich nicht ständig im allgegenwärtigen Sandsturm die Objektive wechseln.

Das geht jetzt leider nicht mehr 😐

Ich bin total bedient und als ich endlich in Stellung für das Foto des Tages bin hat sich die Sonne so weit gedreht, dass ich beide Bögen nun im Gegenlicht sehe – massiv blöd! Also weiter zum Double-Arch. Hier will ich mal mit der Hasselblad SWC ein paar Fotos schießen. Also wandere ich die paar hundert Meter zum Double-Arch mit der D300 und der SWC. Am Arch angekommen mache ich ein paar Testbilder mit der D300 um zu sehen welche Belichtungszeit für die SWC perfekt ist. Dann kommt die SWC auf mein kleines ‘Wanderstativ’ und ich mach zwei Fotos. Kurz drauf fällt mir auf, dass ich schon wieder vergessen habe den Objektivdeckel abzunehmen. Es ist einfach total blöd wenn man nicht direkt durch das Objektiv schauen kann. Also nochmal das Ganze…

Während die SWC auf das nächste Motiv wartet versuche ich auf dem Rücken liegend mit der D300 die optimale Belichtung für das nächste Motiv zu finden. Da kommt ein kleiner Windstoß, das kleine Stativ rutscht auf dem sandigen Felsen aus und ‘Klatsch’ liegt die SWC auf der Seite. Oh je, nicht schon wieder. Heiß und kalt durchzuckt es mich. Schnell hin hechten damit sie nicht noch den ganzen Fels herunter rutscht. Im Hintergrund sagt jemand “Oh oh”… Es hat die Gegenlichtblende erwischt und an einer Kante sind ein paar Schrammen. Sie scheint den Sturz ansonsten komplett unverletzt überstanden zu haben. Es ist einfach nicht mein Tag…

Ich versuche wieder auf dem Rücken liegend den doppelten Bogen gegen den Himmel abzulichten. Irgendwann bin ich mir sicher, dass 1/125 Sekunde und Blende 11 so verkehrt nicht sind. Dann bringe ich die SWC in Position. Ein Druck auf den Drahtauslöser und NICHTS PASSIERT!!! Ach ja, der Schieber – schon wieder vergessen. Also den Schieber raus, den Drahtauslöser drücken und NICHTS PASSIERT!!! Ich kriege langsam die Krise – ist das Ding nun auch kaputt? Nein ist sie nicht, der Film ist mal wieder voll…

Also Magazin raus und vorsichtig einen neuen Film einlegen. Bei all dem Sand und Wind hier ist das gar nicht so einfach.

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Im letzten Jahr habe ich etwa 900 Kleinbild-Dias geschossen. Davon ist etwa die Hälfte mit langen Kratzern aus dem Labor zurück gekommen. Keine Ahnung ob es der Sand im Gehäuse oder in Problem im Labor war. Jedenfalls sind die meisten Dias des letzten Jahres verschrammt. Ob das mit den Rollfilmen aus der SWC auch passiert? Als der Film geladen ist mache ich meine Bilder und klettere noch ein wenig in den Felsen herum. Dann ist es 16:00 – eigentlich wollte Sandra jetzt anrufen. Aber mein Handy findet hier draußen wieder einmal kein Netz. Also schnell ins Auto und zurück zum Motel – bevor das S-GEN zuschlägt.

Um 16h20 bin ich dann am Motel. Sandra ist auch schon dort. Sie hat aber keine Lust noch einmal mit in den Park zu fahren. Also tanke ich meine Bilder auf dem Notebook ab und putze erst einmal in Ruhe die D300. Sie ist jetzt meine “Hauptkamera”. Und sie hat trotz aller Vorsicht und trotz Ultraschall-Sensorreinigung diverse kleine schwarze Punkte auf allen hellen Flächen.

Also Eclipse und Sensor-Swabs aus dem Koffer kramen. Das habe ich aus dem letzten Jahr gelernt, man sollte etwa für die Reinigung des Kamerachips dabei haben! Im letzten Jahr habe ich es mit Q-Tips und Alkohol versucht, das war alles Blödsinn und hat mir den letzten Nerv geraubt. Nun mache ich es richtig und nach zweimal Wischen ist der Chip auch schon wieder blitz blank.

Dann geht es wieder los. Es ist 18h15 und um Punkt 20h soll laut GPS am Delicate Arch die Sonne untergehen. Ich beeile mich so gut es geht. Am Trailhead schnell den Rucksack schultern. Er ist eigentlich zu schwer und ich habe sicher wieder viel zu viel dabei – ach egal. Andere Leute gehen ins Fitnessstudio – ich trage Kameras und Objektive.

Der Weg hoch zum Delicate Arch kommt mir sehr bekannt vor. Kleine Steinmännchen markieren den Weg. Es geht teilweise steil bergauf. Es ist kühl und mir wird trotzdem warm. Unterwegs überholen mich drei junge Fotografen. Sie sind richtig in Panik und haben Sorge, dass sie zu spät oben ankommen könnten. Fast im Laufschritt hechten sie den Berg hinauf. Ich lasse es ruhiger angehen. Zum Einen habe ich mehr Gepäck auf dem Rücken und zum anderen bin ich fast so alt wie die drei Typen zusammen. Also ganz ruhig.

Als ich oben ankomme sind die drei schon voll beschäftigt. Ihnen läuft beim Fotografieren der Schweiß den Nacken herunter. Ich ziehe mich erst einmal um. Es ist total praktisch wenn man ein trockenes zweites Hemd dabei hat!

Danach wird die Kamera aufgebaut. Pünktlich zum Sonnenuntergang geht es los. Ein paar Bilder von links, von rechts, im Gegenlicht. Dann ist die Show vorbei. Alle packen ein, bis auch mich. Während ich mir die Szenerie so anschaue beginnt der Delicate Arch plötzlich ganz kurz intensiv rot aufzuglühen. Darauf hatte ich gehofft. Während meine Kamera klappert kramen alle anderen hektisch in ihren Fotorucksäcken. Sie sind zu spät – der Spaß hat nur einige wenige Augenblicke gedauert.

Ich bleibe noch ein wenig und schaue wie der Mond aufgeht und sich die Sterne zeigen. Danach geht es im Mondlicht mit der neuen Taschenlampe den Berg hinunter. Es ist teilweise nicht ganz einfach den Weg zu finden. Es gibt zwar Steinmännchen aber die stehen teilweise weit auseinander. Zwischendurch daher immer mal wieder der Blick auf das GPS. Ich bin auf dem richtigen Weg. Dann ein paar hundert Meter vor dem Parkplatz gehen die Batterien im GPS zur Neige. Egal, ich bin ja schon fast da.

Im Auto angekommen bin ich der Vorletzte. Später sehe ich ein paar Scheinwerfer hinter mir, da ist jemand noch länger geblieben als ich. Am Auto ist das Hemd vom Aufstieg wieder trocken – ich kann wieder wechseln – sehr praktisch!!

Um 22h bin ich dann am Motel, Sandra wartet schon! Bei Denny’s gibt es einen “Classic Burger” – der ist gut und macht so richtig satt. Später im Motel dann die Bilder sichern, Akkus aufladen, bloggen und schon ist es wieder 0:15 – die Zeit vergeht hier irgendwie schneller als in Deutschland…

Gute Nacht!

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So sieht die Wanderung hoch zum Delicate Arch aus:

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Ab dem kleinen ‘Kringel’ im rechten Drittel geht es zu Fuß den Berg hinauf.

Das KMZ dazu habe ich hier abgelegt. Wer mag kann es ja mal mit Google Earth öffnen und selbst schauen wie es da aussieht.

Hier ist die Diashow des Tages.

Arches Reloaded – Oder: My first Thunder Storm

Es ist wieder 08:00 als ich wach werde. Sandra ist schon wach – wie jeden Tag. Ich habe geschnarcht, sie hat kein Auge zu getan, jedenfalls die meiste Zeit nicht, also etwa eine Stunde oder so – weibliche Zeitmessung funktioniert anders als bei uns. Auf und ab unter die Dusche – tut das gut! Dann die Sachen packen und ab zu unserem präferierten Restaurant – Denny’s

Es gibt Frühstück – ich kenne die Karte inzwischen fast auswendig und stelle mir heute mal was neues zusammen.

  • Two scrambled eggs
  • Wheat Toast
  • Two sausage links
  • Yoghurt

Das schmeckt alles richtig gut und ist die ideale Grundlage für einen langen Tag im Arches Nationalpark. Da sind wir dann auch schon kurz drauf. Auch hier eine nette Rangerin die uns erklärt, dass es gerade die Woche der Nationalparks ist und dass der Eintritt kostenlos ist. Wir bekommen eine Karte und da fragt sie uns woher wir kommen. “We are from germany!” “Guten Morgen!” Dann bekommen wir von der grinsenden Dame eine deutsche Beschreibung des Parks und seiner Sehenswürdigkeiten ausgehändigt. Perfekt!

Es geht mir 35 mph durch den Park. Der Himmel ist mir schweren Gewitterwolken übersät, es sind etwa 19°C – die Laune ist gut! Das Lichterspiel ist großartig! Wir steuern die ‘Window Section” an – die habe ich im letzten Jahr nicht geschafft. Dort gibt es zwei Arches direkt nebeneinander und man kann einen dritten zusätzlich durch einen der Arches anschauen. Ein Postkartenmotiv das es hier immer wieder zu sehen gibt. Jeder hat das schon mal so fotografiert. Die Fußspuren auf den Felsen zeugen davon.

Danach geht es weiter in Richtung Delicate Arch. Dort gibt es einen 4 WD Trail den ich auch immer schon mal anschauen wollte. Also hoppeln wir über die Bordsteinkante und geben uns der gemütlichen Schaukelei hin. Anfangs ist das noch ganz witzig, aber nach dem wir ein Viehgatter passiert haben wird es echt unangenehm. Es geht rauf und runter, durch Bachläufe und über Felsbrocken. Das macht jetzt definitiv keinen Spaß mehr. Ich schaue auf dem GPS nach, der Weg führt eh nur in eine Sackgasse. Also umkehren und ein Plätzchen für ein Picknick suchen. Es gibt Baguette, Salami, Käse, Äpfel und Orangen. Dazu Wasser in größeren Mengen 🙂

Dann wieder zurück, eine Stelle ist echt bedenklich – später bin ich froh dass wir sie in trockenem Zustand passieren konnten!! Sandra steigt aus und macht ein paar Offroad Fotos. Als wir am Trailhead zum Delicate Arch sind bin ich ganz froh, dass wir nicht weiter gefahren sind. Es geht in Richtung Devils Garden. Ich möchte den schönen Wanderweg zum Double-O Arch noch einmal gehen und mir die Natursteinbögen anschauen die ich im letzten Jahr nicht geschafft habe. Wir finden einen Parkplatz, schlüpfen in die hohen Wanderstiefel, packen Kameras und Wasser ein und dann geht es auch schon los.

Am Landscape Arch denke ich mir, dass ich ihn mal im Morgenlicht fotografieren möchte. Mittags blendet die Sonne wie die Hölle. Abends ist er vielleicht auch ganz gut – das könnte ich ja auch dem Rückweg ausprobieren. Es geht weiter in Richtung Double-O Arch. Sandra ist schon mal ein wenig voraus gegangen. Ich kann sie durch das Teleobjektiv oben auf einem der Felswände sehen. Später im Motel fällt mir auf, dass da überall Gesichter in den Felsen sind. Witzig sieht das aus!

Als ich aufsteige werde ich ausgiebig fotografiert – ich bin gespannt wie das aussieht 🙂

Dann begutachten wir noch kurz die Einsturzstelle des ‘Wall Arch’. Dnach geht es über einen etwa zwei Meter breiten Felsgrat relativ steil nach oben. Sandra kommt damit nicht klar. Wir packen Ihre Kamera ein und ich will ihr helfen. Sie fängt an zu schimpfen und will da nicht hoch. Von oben kommen zwei junge Typen ganz flott in Turnschuhen herunter gehüpft. Eigentlich keine sehr schwierige Stelle. Ich rede ihr zu wie einem kranken Pferd, aber es hilft nichts. Irgendwann bin ich so genervt, dass mir nur noch ein “Ok, ich geh dann mal allein weiter. Wir sehen uns in zwei bis drei Stunden!” herausrutscht. Kurz drauf folge ich den Trails zum ‘Partition Arch’ und danach zum ‘Navajo Arch’. Ich fotografiere ein paar HDRs und quatsche mit einigen der anderen Wanderer. Es ist sogar eine schwangere Frau mit einem vielleicht ein Jahr alten Baby auf dem Arm dort unterwegs. Sie ist dort auch hoch gekommen. So schwierig kann es also nicht sein! Grummel…

Während ich den Navajo Arch fotografiere donnert es über mir ganz kräftig. Ich packe eine der beiden Kameras in den Rucksack. Irgendwie klappt das alles nicht weil ich den Rucksack hier nirgendwo ablegen kann. Rucksäcke sind unpraktisch!

Während dessen prasseln große Wassertropfen auf mich ein. Sie werden vom Sturm fast waagerecht durch die Luft getragen. Als die Kamera verpackt ist stelle ich mich einen Augenblick unter den Arch. Eigentlich kein schlechter Platz. Aber wie lange wird es regnen? Wo ist Sandra? Sitzt sie noch neben dem eingestürzten Wall Arch und wartet auf mich? Ist sie im Auto und spielt auf dem iPOD Solitär? Oder macht sie sich Sorgen wo ich im Gewitter abgeblieben bin? Ich bin mir sicher, sie macht sich Sorgen. Frauen haben dieses spezielle Gen, das S-Gen. Ohne das S-Gen ist das Leben manchmal einfacher, zumeist bei uns Männern. Ich ärgere mich still vor mich hin, dass sie nicht mit gekommen ist. Wir könnten jetzt hier gemeinsam ein paar Minuten warten bis das Gewitter abgezogen ist und dann zusammen zum Auto zurück wandern. Egal, ich will sie nicht warten lassen. Also geht es durch den prasselnden Regen zurück zum Auto. Der Rücken ist schnell klitschnass. Ich habe einen Fleece-Pulli dabei, den wickle ich um die D300. Sie hat gerade das lange Teleobjektiv montiert und ich bekomme sie damit nicht in den Rucksack. Wechseln kann ich es nicht, dann wird alles pitschnass – und zwar von INNEN – gar nicht gut! Die D300 hat unter der äußeren Hülle einen Gummimantel der Feuchtigkeit vom Innenleben abhält. Eigentlich sollte da nichts passieren. Der Lowe Pro Minitrecker AW hat eine integrierte Schutzhülle gegen Regen. Habe ich noch nie gebraucht, heute ist sie wirklich bemerkenswert sinnvoll!

Ein paar Minuten später klettere ich hinunter zum eingestürzten ‘Wall Arch’. Es ist nicht einfach, alles ist glitschig und ich habe echt Sorge abzurutschen und mir auf dem Sturz ein paar Knochen zu brechen. Es sind nur ein paar Meter, aber trotzdem wird es höllisch weh tun und die nicht verpackte Kamera ist danach bestimmt reif für die Mülltonne. Also GANZ vorsichtig! Teilweise auf dem Hintern, der ist eh schon nass, geht es den Felsgrat hinunter. Sandra ist nicht zu sehen! Hinter mir ist eine ganze Horde junger Wanderer. Alle sind auf dem Rückzug. Der Regel lässt nach und ein paar hundert Meter weiter zeigen nur noch ein klitsch nasses Hemd, eine nasse Hose und eine Menge kleiner Pfützen vom Gewitterregen. Ich krame die D2x wieder heraus, es ist ein Weitwinkel dran, damit kann ich schnell ein paar Pfützenfotos machen.

Dann holen mich die Wanderer hinter mir ein. Ein fragt “Are your cameras ok?” “Yes, they are made for professional use. They are ok!” “Where are you from?” I’m from germany!” “Hey cool, ich habe dreieinhalb Jahre lang Deutsch in Heidelberg studiert!”

Leute gibt es! Da reist echt ein junger Amerikaner für mehrere Jahre nach Deutschland um dort Deutsch zu lernen! Innerlich schüttle ich wein wenig mir dem Kopf, äußerlich muss ich grinsen! Wir unterhalten uns, er fragt wo ich wohne, was ich arbeite usw. Er ist froh mal Deutsch sprechen zu können. Nach einer Weile fällt mir auf, dass er auf Deutsch fragt und ich auf Englisch antworte. Very strange!! Dann geht es weiter, zum Auto sind es noch etwa zwei bis drei Kilometer. Es kommt ein zweiter Regenschauer. Ich kann nun gar nichts wegpacken. Beide Kameras werden nun richtig nass. Aber sie sind ja für den professionellen Einsatz gemacht… Hoffentlich!

Am Auto angekommen ist auch der zweite Schauer vorbei. Ich habe mich von meinem amerikanischen Freund und seiner Freundin verabschiedet. Sie hat nur gegrinst, ich denke sie spricht kein Deutsch und hat sich nur gewundert was ihr Freund da so treibt!

Am Auto treffe ich Sandra, sie ist auch nass geworden und vielleicht seit 5 Minuten hier. Sie war am Double-O Arch, oder kurz davor. Ähh, nun doch? Ja, sie war dort. Die Schmach den Felsgrat nicht hoch zu kommen wollte sie nicht auf sich sitzen lassen. Als ich weg war ist sie mir nach gestiegen. Nur bin ich zum ‘Partition Arch’ links abgebogen. So haben wir uns dann grandios verloren!

Aber die Laune ist trotzdem gut. Ich habe eine trockenes Hemd im Auto und die Hose trocknet auch schon wieder. Funktionskleidung für Wanderer hat doch viele Vorteile!

Und los geht es, es ist erst 17h und wir steuern direkt unserer Lieblingsrestaurant Denny’s an. Es gibt einen Westernburger mit French Fries und eine Dr. Pepper Cola. Das schmeckt und macht total satt! Ein paar Minuten später sind wir dann im Motel. Es werden Fotos gesichtet und der BLOG ein wenig weiter geführt. Sandra ist unterdessen beim Shopping. Ganz allein im großen Amerika! So gegen 20h ist wie dann zurück. Sie grinst wie ein Honigkuchenpferd und präsentiert mir ihre neuesten Errungenschaften. Wir haben jetzt eine Kühlbox aus Styropor. Morgen kaufen wir noch ein paar Beutel, dann können wir uns vor dem Start Eis aus der Eismaschine zapfen und haben dann den ganzen Tag über kühle Getränke – genial!

Und das beste daran, diese Kühlbox kostet gerade mal 2,25 US Dollar!!

Um 21h32 beginnt dann das Abendprogramm. Es gibt Pale Rider mit Clint Eastwood. Danach kommt Rambo 🙂

Hier gibt es die Diashow des Tages.

Update um 22:45

Langsam rückt das Ende der Reise näher und wir machen uns Gedanken wie es weiter geht. Eigentlich ist es uns ja ein wenig zuwider, aber eine grobe Planung ist doch vielleicht gar nicht so schlecht.

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Wir stellen uns also ein Programm für die nächsten Tage zusammen. Es ist ‘stramm’ – ob es klappt – wir werden es sehen!

Hier die Track-Analyse des Tages:

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Wer das zugehörige KMZ selbst mit Google Earth anschauen möchte, findet es hier zum Download.