Angekommen

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Der Flieger ist dann doch halbwegs pünktlich. Um 12h47 Ortsteil landen wir in Las Vegas. Es klappt alles reibungslos und als wir um 22h Ortszeit mitten im Death Valley im Furnace Creek Inn ins Bett fallen sind wir wirklich total erledigt…

Update vom 02.03.2011

Hier habe ich noch ein kleines Video der Landung am Flughafen in Las Vegas.

Noch 19 Arbeitstage

Noch einen Monat arbeiten, noch eine Produktivstellung überleben und noch einen ganzen Sack voll kleiner Softwarefehler finden und korrigieren. Zwischendurch noch zweimal nach Hause fahren und Wäsche waschen, dann heißt es wieder „Jetzt bloss nichts vergessen!!“

Geplant sind Las Vegas, Death Valley, Los Angeles, Santa Monica, Highway No. 1, San Francisco, Yosemite, Mono Lake, Bodie und dann wieder las Vegas. Mal sehen was zwischendurch alles passiert. In Las Vegas muss ich Sandra dann allein in den Flieger setzen, sie muss nach drei Wochen zurück. Die zwei Wochen danach kann ich dann die USA auf eigene Faust erkunden. Die Spannung ist schon ein wenig da, aber auch die Ratlosigkeit wohin es denn genau gehen soll.

Abends lese ich in diversen Reiseführern und danach schaue ich mir noch bei Google-Earth die vielen Panoramio Fotos an. Das ist gar keine schlechte Sache, so findet man schnell heraus welche coolen Locations es so gibt.

Sehr hilfreich ist auch der Google-Streetview. So kann man schon mal schauen wie man auf die Golden Gate Bridge auffährt, wo die Bezahl-Häuschen sind und so weiter. Wirklich überaus praktisch! Während ich mit Google-Streetview vorab die USA erkunde muss ich immer wieder an das ganze Hin und Her in Deutschland denken. Mir kommt in den Sinn, dass mein Zuhause nur eine milchig farbige Fläche ist weil ich komische Nachbarn habe die um ihre Privatsphäre bangen. Aber was soll das denn, nichts ist öffentlicher als die Fassade eines Hauses. Will man ein Haus oder eine Wohnung vermieten, so steigert Google-Streetview sogar den Wert der Immobilie! Aber egal, die Nachbarn sind eben wie sie sind und ich kann und will sie ja auch nicht ändern…

Heute ist der erste Februar 2011. Am 27. Februar fliegen wir nach Las Vegas und ich kann es kaum noch abwarten.

Gestern habe ich noch ein wenig in den Bildern des letzten Trips gewühlt und mir ist eine Belichtungsreihe aus der False Kiva im Canyonlands Nationalpark in die „Hände“ gefallen.

Ein Blick aus der False Kiva in den Canyonlands National Park

Dieses Bild hier ist ein HDR das ich aus 7 einzelnen Bildern zusammen gestellt habe, die jeweils mit einem Unterschied von einer Blende belichtet waren. Dies bei konstanter Blende und variabler Zeit – also mit ZEITAUTOMATIK

Das mag alles sehr verwirrend klingen, ist es aber gar nicht.

Wer mag, kann ja mal hier nachlesen wie das geht.

The Venetian – Oder: Klimaanlagen machen Gänsehaut

Es ist etwa acht Uhr als uns die ersten Sonnenstrahlen wecken. Und die haben es schon richtig in sich! Unser Zimmer liegt nach Osten und die Morgensonne macht es so schnell so warm, dass wir es ohne die ratternde alte Klimaanlage kaum aushalten können. Also schnell anziehen und ab zu COCO’s vorn an der Straße.

Es gibt ein Frühstück, dass sich hinter dem bei Denny’s nicht zu verstecken braucht. Der Spaß kostet inkl. Steuern und Trinkgeld etwa 25 Dollar – die Preise ähneln sich.

Danach die paar Meter zurück zum Motel, ins Auto und durch die morgendliche Wüstenhitze über den Las Vegas Boulevard nach Norden. Wir steuern das ‘The Venetian’ an. Ein riesiges Casino das im Stile von Venedig erbaut ist. Als wir aus dem (noch) fast leeren Parkhaus das Casino betreten fällt mir ein Geldautomat ins Auge. Er steht mitten im Casino – wie praktisch 🙂 Ich stecke meine Kreditkarte ein und kann ohne eine PIN oder ähnliches 200 Dollar abheben – so offeriert es jedenfalls der Automat. Dass fast 20 Dollar Gebühren anfallen verschweigt er nicht – Autsch. Egal, ich habe nur noch 25 Dollar und hier ist das Leben nicht so preiswert wie auf dem Dorf. Der Automat stellt sogar eine Quittung aus – großartig. Nur wo ist das Geld? Es gibt ein Cash-Fach aber das bleibt hartnäckig verschlossen! Hm, ich schaue mir die Quittung an, es sieht so aus als müsste ich mein Geld an einer Kasse abholen. Ich frage eine der netten Angestellten. Ich muss zum ‘Cashier’. Dort angekommen muss ich meine ID und meine Kreditkarte zeigen. Mit ID ist der Personalausweis gemeint. Sowas hat der Angestellt noch nicht gesehen, einen deutschen Personalausweis. Damit kann er so recht nichts anfangen. Er schiebt mir einen Block rüber und bittet mich meine Adresse aufzuschreiben. Komisch, die steht doch auf der Rückseite des Personalausweises – ok – ich schreibe meinen Namen und meine Adresse auf. Er kann meine Handschrift nicht lesen. Ich frage ihn ober noch nie einen deutschen Personalausweis gesehen hat. Hat er nicht! Leute gibt es und das in einem der größten Casinos am Ort 🙂 Ich erkläre ihm, dass bis auf den ZIP-Code (Postleitzahl) alles auf der Rückseite steht was er braucht. Dann kommt Sandra ‘Gibt es ein Problem?’ Er schaut komisch drein, dann vergleicht er akribisch meine Unterschriften auf Kreditkarte und Personalausweis. Er schaut sich die Fotos an, dann beginnt er etwas auf dem Computer zu tippen. Nach endlos erscheinenden Minuten erhebt er sich und geht wortlos weg. Als er zurück kommt muss ich einen Abholschein unterschreiben und erhalte eine Quittung. Ich bin verdutzt – und was jetzt? Dann endlich fragt er mich wie ich meine 200 Dollar haben will. Ich wähle vier 50er und bekomme sie sogar – geht doch! Aber so kompliziert hätte ich das nicht erwartet. In den Casinos ist die Straße des Geldes in die Tresore der Betreiber ein irre breiter echt gut geteerter 10 spuriger Highway! Der Weg des Geldes vom Tresor zu einer einfach unbedeutenden Privatperson ist dagegen eher eine steinige staubige Dirtroad. Aber damit kennen wir uns ja inzwischen aus, dumm nur, dass Kreditkarten keinen Allradantrieb haben…

Ok, das Casino: Es gibt einen kleinen Canale Grande und Touristen werden gegen harte Währung mit kleinen Gondeln spazieren gefahren. Einige der Gondolieros singen gern und geben in der großen Halle immer mal wieder ihre Können zum Besten. Die Halle quittiert dies immer wieder ohne Murren mit einem wirklich grandiosen Echo. Die Amerikaner haben es echt drauf, da ist eine ganze Stadt mit einem künstlichen Himmel überzogen und alles was darunter ist wird auf (für Männer) angenehme 20°C herunter gekühlt. Sandra ist nach etwa drei Stunden sowas von durch gefroren, dass sie sich nach Sonne und Wärme sehnt. Wir gehen zum Parkhaus. Leider ist es das Falsche! Es scheint mehrere Parkhäuser zu geben. Wir latschen und suchen und latschen und suchen. Nach einer halben Stunde haben wir den Abgang gefunden durch den wir gekommen sind. Diese Casinos sind einfach riesig groß. Kleine Städte für sich!

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Als wir im Auto sitzen ist Sandra ziemlich fertig. Mir tut auch alles weh. Die Teppiche sind so dick und weich, dass man die ganze Zeit das Gefühl hat man würde hier auf 5 cm dickem Moosgummi laufen. Das schlaucht zumindest mich 🙂

Ein paar Minuten sind es bis zu COCO’s Restaurant. Es gibt Steaks mit Stampfkartoffeln und einseitig gebratenem Käsebrot – Lecker!

Danach werden die Bilder gesichtet, es ist schon 15h. Sandra geht eine Weile an den Pool, als ich ihr folge gibt es dort keinen Schatten und mir ist es dort viel zu warm. Also wieder zurück, die ratternde Klimaanlage anwerfen und den tollen neuen BOSE Kopfhörer genießen. Da kann rattern was will, sobald eine wenig Musik läuft höre ich von dem Getöse nicht’s mehr – großartig.

Es ist gleich 18h – wir machen uns jetzt mal auf und besuchen das Excalibur. Ich bin gespannt!

Die Diashow zum ‘The Venetian’ gibt es hier.

Hurricane nach Las Vegas

Der letzte Tag in Utah ist angebrochen, es ist 8:25 und die Sonne scheint durch einen Schlitz im Vorhang in unser geräumiges schönes Appartement. Eine Stunde später sind wir startklar. Dem Zimmermädchen legen wir ein paar Dollar hin, geben die Schlüssel ab und verabschieden uns vom netten Geschäftsführer. Es geht los in Richtung St. George zu Denny’s.

Das Frühstück ist wie gewohnt gut und preiswert. Danach brechen wir auf in Richtung Las Vegas. Das GPS hängt an der Windschutzscheibe und zeigt etwa 930 Höhenmeter. Auf dem Weg nach Las Vegas werden es beständig weniger Höhenmeter. Ich überlege ob ich nicht einfach den Leerlauf einlegen könnte. Oder mal ein Fahrrad mieten und nach Las Vegas rollen lassen? Na, vielleicht, muss man doch etwas gegen den Luftwiederstand tun – egal – es geht bergab – jedenfalls rein physikalisch gesehen.

Als wir an der Ausfahrt zum Valley of Fire ankommen zeigt das Thermometer schon 27°C. Gestartet sind wir bei 13°C – wir schauen uns tief in die Augen. “Hast Du Lust auf eine Wanderung in praller Sonne bei 30 Grad? In der Wüste ohne Schatten?” – Nein, haben wir nicht und so geht es einfach weiter. Wenig später sind wir in Las Vegas. Wir fahren in Richtung Flughafen, dann von der Autobahn runter und schauen mal ob wir ein preiswertes Motel in der Nähe des Strip finden. Schließlich landen wir im ‘America’s Best Value Inn’. Die beiden Nächte kosen etwa 100 Dollar. Das Zimmer nicht klein, muffig und echt spartanisch ausgestattet. Aber wir sind ja nicht lange hier. Und es gibt einen kleinen Pool.

Wir räumen das Auto leer und dann geht es zu Fuß Los zum “New York New York”. Sandra ist ganz begeistert. Nach all den Steinen tun Menschen und Häuser richtig gut! Es gibt Pizza und Pepsi – schmeckt super! Dann mal rüber ins MGM, dann Planet Hollywood und das Monte Carlo. Zwischendurch Geschäfte bis zum Abwinken. Nach ein paar Stunden sind wir pflastermüde und wollen nur noch auf die Couch. Es geht zurück ins Motel. Kurz alles ablegen und dann mit iPOD bzw. Badeanzug an den Pool. Während sich Sandra physikalisch abkühlt tue ich es auf mentale Weise. Es gibt Cafe del Mar bis zum Abwinken. Der neue BOSE Kopfhörer ist genial. Ich schließe die Augen und bin weg. Kein Flughafen mehr, keine Autos, keine Hubschrauberrundflüge – nur groovige Musik.

Als die Sonne hinter den Häusern versunken ist geht es zum Abendessen. Direkt vor der Türe ist ein kleine Restaurant. Die Speisekarte ist gut, die Bedienung freundlich und die Preise sind überaus zivil. Der Laden hat sogar 24 Stunden lang geöffnet. Es gibt Bier und Rotwein. Wir entscheiden uns für das Steak mit Stampfkartoffeln, Zwiebeln und geröstetem Käse-Baguette. Dazu einen Gartensalat mit Hausdressing. Alles zusammen mit einem Glas Rotwein und einer Flasche Bier kostet knapp 25 Dollar und es war sogar richtig lecker. Es macht sich bezahlt wenn man sich 500 Meter vom Strip entfernt 🙂

Danach sind wir platt und sichten die Fotos des Tages.

Ich habe ein kleines Experiment gemacht. An die D300 habe ich das 10,5mm Fisheye montiert. Dann habe ich die Kamera in den JPG-Modus gestellt, auf ‘Unendlich’ fokussiert, den Autofokus abgeschaltet und 500 Intervallbilder mit einem Intervall von 5 Sekunden eingestellt. Innerhalb der Casinos stelle ich ISO-1600 und Blende 2.8 ein, außerhalb Blende 8 und ISO-200. So laufen wir stundenlang durch Las Vegas und die Kamera klickt und klickt. Weitgehend unbemerkt fotografiere ich hunderte von Passanten, alles ohne durch den Sucher zu schauen, die Kamera an der Schulter oder ganz platt vor dem Bauch.

Die Bilder sind witzig und spiegeln einen ungeschminkten Eindruck dieser Stadt wieder.

Ein paar ‘normale’ Fotos gibt es auch noch 🙂

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Hier ist die Diashow des Tages.