Nikon D300 – Fotosafari in Utah

Im Sommer 2007 habe ich meine famose Nikon D2x mit einer Nikon D300 ergänzt. Der zusätzliche MB-D10 Batteriegriff und der ebenfalls zusätzliche Nikon BL-3 Adapter ermöglichten die Nutzung des riesigen EN-EL4 Akkus sowohl in der D2x als auch in der D300. Schnell war noch ein weiterer EN-EL4 gekauft und los ging es mit zwei Kameras. Weil sie etwas besser bei der Auflösung feinster Details ist und im Gegenzug bei ISO-100 die etwas besseren Bilder liefert, war die D2x meist mit AF-S 2.8/17-55mm Midrange-Zoom bestückt.  Die „normale“ ISO-Empfindlichkeit der D300 ist mit ISO-200 doppelt so hoch wie bei der D2x und die Bildfolge ist im 12-Bit RAW-Modus mit angesetztem EN-EL4 mit satten 8 B/s wirklich schnell. Daher hatte ich die D300 meist mit dem famosen Nikon AF-S VR 2.8/70-200 bestückt. Als es dann im Frühjahr 2009 für ganze sechs Wochen im Südwesten der USA ging, musste die D2x aber trotzdem daheim bleiben. Zusätzlich zur D300 hatte ich damals noch eine Nikon S600, eine Nikon F5 und eine Nikon F100 im Gepäck. Es war ein ziemlicher Wahnsinn, die Fotoausrüstung wog fast mehr als der Rest meines Gepäcks, da war für die D2x einfach kein Platz mehr.

Am Ende der Rückreise habe ich mein Gepäck noch schnell mit der Nikon S600 abgelichtet und so sah das damals aus…

Nikon D300 - USA South West - 2009

Diese Zeiten sind inzwischen vorbei, damals habe ich gemerkt, dass man eh nicht parallel mit mehreren Kameras fotografieren kann. Zusätzlich zur D300 noch einmal fast jedes Motiv parallel auf Fuji VELVIA-50 oder Kodak EKTAR-100 abzulichten, das erspare ich mir mittlerweile. Heutzutage geht es entweder komplett „analog“ auf Tour oder eben nur mit einer digitale Kamera im Rucksack.

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Wenn es das nächste mal in die USA geht, wird die D800E im Fotorucksack sein und zusätzlich die sehr gute Panasonic HC-X909 Videokamera. Dann noch ein paar Objektive und fertig. Mehr braucht man im Jahr 2013 eigentlich nicht mehr. Auch bei den Objektiven werde ich ausdünnen, das AF-S VR 5/16-35, das AF-S 2.8/24-70 und das AF-S VR 2.8/70-200 werde ich einpacken.

Im Jahr 2009 war das noch anders und ich habe damals sehr lange hin und her überlegt was ich mitnehmen soll. Rückblickend wäre ich allein mit der Nikon D300 sehr gut ausgerüstet gewesen. Diese Kamera ist schnell und robust, sie ist flexibel und die Bildqualität läßt zumindest bei niedrigen ISO-Werten kaum Wünsche offen. Läßt man den MD-D10 Batteriegriff im Auto, so spart man Gewicht und die Kamera macht trotzdem noch gute Fotos…

Nikon D300 - USA South West - 2009

„Never hike alone“ – diesen Hinweis findet man im Südwesten der USA immer wieder. Ich war meist mit meiner D300 ganz allein auf abgelegenen Pfaden unterwegs und immer wenn ich mal wieder ein verendetes totes Tier fand hatte ich ein ungutes Gefühl. Passiert ist mir letztlich nichts, ich war auch nicht besonders wagemutig und habe nach einigen Wochen begonnen mich jeden Tag an Rezeption abzumelden und auf einem Zettel zu hinterlassen wohin es gehen soll.

Nikon D300 - USA South West - 2009

Die schönen Foto-Locations im Südwesten der USA sind teilweise sehr einfach zu erreichen, wie beispielsweise der Horse-Shoe-Bend bei Page in Arizona. vom Parkplatz aus läuft man ein paar hundert Meter über eine Sanddüse und schon sieht man diese mächtige Schlucht in der man den Kölner Dom gleich mehrfach verschwinden lassen könnte…

Nikon D300 - USA South West - 2009

Rund um Page hat Arizona mit  The Wave, White Pocket, Lake Powell, Antelope Canyon usw. viele tolle Fotomotive zu bieten. Trotzdem zog es mich nach einiger Zeit in Richtung Utah. Monument Valley, Arches National Park, Canyonlands National Park das sind einige der Highlights die von der Mehrzahl der Touristen besucht und systematisch abfotografiert werden. Doch besonders abseits der Touristenströme gibt es viele tolle Sachen zu entdecken. Mein Freund Wolfgang hat mich damals für ein paar Tage in den USA besucht und gemeinsam haben wir einige Touren in der Nähe von Escalante in Utah unternommen. Dort gibt es die wunderbare „Hole in the Rock Road“ oder auch HITRR genannt. Diese Off-Road Piste ist eine harte Prüfung für jeden Pneu der vielen Geländewagen die dort tagtäglich ihre langen Staubfahnen hinter sich her ziehen.

Gleich zu Beginn der HITRR gibt es auch der rechten Seite ein Areal mit dem schönen Namen Devils Garden. Dort gibt es viel zu sehen und man kann sich dort schon mal einen Tag oder länger aufhalten.

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Etwas weiter in Richtung Nord-Osten haben wir damals geparkt und sind den Wegpunkten auf Wolfgangs Garmin Colorado 300 gefolgt. Unser Ziel waren die Moqui-Marbles etwas oberhalb des Zebra-Canyons und natürlich auch dieser wunderschöne Canyon selbst.

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

In den darauf folgenden Wochen ging es mehrere tausend Meilen weit kreuz und quer durch den Süd-Westen. Immer auf der Suche nach schönen Locations war die Nikon D300 mein stetiger Begleiter. Wenn ich mir rückblickend die Fotos anschaue die ich damals mit dieser Kamera aufgenommen habe, so bin ich immer wieder erstaunt über den Tonwertumfang und das was sich mit einigen wenigen Klicks aus den RAW-Dateien herausholen läßt.

Hier noch einige weitere Beispiel-Fotos die ich 2009 in Utah aufgenommen habe.

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Fazit

In den letzten 6 Jahren habe ich mit der Nikon D300 viele Reisen und zig tausend Fotos bestritten. Sie war bis heute nicht ein einziges Mal zur Reparatur und nach dem Umbau auf Infrarot 803nm (Nanno-Meter) werde ich sie wohl noch viele Jahre mit Begeisterung benutzen. Die neue Nikon D800E liefert bei dreifacher Auflösung und besserem ISO-Rauschverhalten eine nochmals drastisch bessere Bildqualität. Aber man muss auch den Preis dieser Kamera bedenken. Wer ein preiswertes zuverlässiges robustes Arbeitsgerät sucht und selten Prints anfertigen läßt die größer als 60×90 cm sind, der ist auch im Jahr 2013 mit der Nikon D300 oder der etwas neueren Nikon D300s noch sehr gut bedient.

Nikon D300 – Die ersten Infrarotfotos

Dass ich meine meine frisch auf Infrarot 830nm umgebaute Nikon D300 abholen konnte, ist jetzt schon ein paar Tage her. Wegen der vielen Arbeit und des schlechten Wetters ist es bislang auch nur bei einigen ersten Testfotos meines Ceran-Kochfeldes geblieben. Heute sollte sich das endlich ändern!

Nachdem meine kleine Mainzer Wohnung aufgeräumt und ein wenig geputzt war ging es gegen Mittag los in Richtung Bonn. Auf dem Beifahrersitz lag endlich mal wieder ein Fotorucksack. Im Rucksack meine Nikon D300 die jetzt statt des Anti-Aliasing-Filters einen Infrarotfilter hat, der langwelliges Licht ab einer Wellenlänge von etwa 830 Nanometern passieren lässt. So „richtig Infrarot“ ist das natürlich noch nicht – aber es ist mit dem vergleichbar was man früher sehr aufwändig mit Infrarot-Filmmaterial fotografieren konnte.

Das Wetter ist recht freundlich und das Thermometer zeigt lässige 17 °C. Mit geöffnetem Dach geht es mit meinem kleinen Zweisitzer über die B42 am Rhein entlang. Kurz hinter Rüdesheim kommt dann der Binger Mäuseturm in Sicht. Ganz in der Nähe ist ein Parkplatz und so kann ich die ersten Fotos aufnehmen. An der Nikon D300 ist seit dem IR-Umbau das famose Nikon AF-S 2.8/17-55mm Zoom-Objektiv montiert. Dieses Objektiv eignet sich für die Infrarot-Fotografie wirklich sehr gut. Und es ist verblüffend wie viel Licht der Chip meiner D300 trotz des sehr dichten Infrarotfilters doch noch konsumieren kann. Bei ISO-200 kann ich mit Blende 5,6 und 1/125s frei aus der Hand fotografieren – das ist wirklich beeindruckend!

Mit meiner D800E und einem auf das Objektiv geschraubten IR720 muss ich bei ISO 200 und Blende 5,6 an Tagen wie diesem (um mal eine Zitat der Toten Hosen zu verwenden) etwa 15 – 30 Sekunden lang belichten! Der Komfortgewinn durch den nun direkt vor dem Chip der Kamera befindlichen IR-Filter ist ganz außerordentlich. In vielen Situationen kann man sogar den Belichtungsmesser verwenden. Meist muss man ihn an die aktuelle Lichtsituation anpassen indem man ihn mit der +/- Taste „kalibriert“. Danach kann man den Ausschnitt ändern und der Belichtungsmesser übernimmt den Rest. Heute muss ich den Belichtungsmesser um +2 EV korrigieren. Dass das überhaupt notwendig ist liegt daran, dass der Chip der D300 jetzt praktisch farbenblind ist, aber der Belichtungsmesser leider nicht! Damit der Belichtungsmesser verlässliche Werte liefert die zur nun geänderten Empfindlichkeit des Sensors passen, müsste man auch den Belichtungsmesser mit einem identischen Infrarot-Filter bestücken. Das klappt aber leider nicht, weil bei allen Versuchen die gläserne Abdeckung des Belichtungsmessers zu entfernen diese bisher stets zerstört wurden!

Wer seine Kamera also im „Hard-Core-Verfahren“ auf Infrarot umrüsten lässt, der muss damit leben, dass die Belichtungsmessung gelegentlich mal ganz kräftig daneben liegt. Aber mit ein wenig Übung und der Nutzung des +/- Korrekturknopfes bekommt man auch das in den Griff.

Hier mein erstes Testfoto mit dem Nikkor AF-S 2.8/17-55mm… (Alle Fotos sind 1000 Pixel breit – einfach in neuem TAB öffnen…)

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Da man den Binger Mäuseturm hier nur im Hintergrund erahnen kann, nun ein Vergleichsbild das mit dem Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm entstanden ist. Ein Stativ hatte ich zwar dabei, aber es war heute nicht notwendig und das ist der eigentliche Knaller an diesem Kameraumbau!

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Hier sehen wir den Binger Mäuseturm nun etwas größer. Die Sonne schien zwischendurch mal ganz kurz zwischen den Wolken hindurch und prompt sehen die blattlosen Bäume rechts neben diesem witzigen Bauwerk sofort ganz nett aus.

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Auf der gegenüberliegenden Rheinseite ist rechts oben zwischen den Weinreben eine sehr schöne alte Burgruine. Hier habe ich mal ein Foto das ich mit Snappseed aus einem RAW-Bild erstellt habe. Es muss also nicht immer Photoshop oder Nikon Capture NX sein – das billige kleine Snapseed liefert sehr oft wirklich tolle Ergebnisse.

Und weiter geht die Reise. Entlang des Rheinufers reiht sich eine schöne alte Burg an die Nächste. Nicht umsonst ist dieser Teil des Rheins schon vor vielen Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt worden. Immer wieder halte ich kurz an und schieße mit meiner D300 und dem 2.8/70-200mm Telezoom ein Foto nach dem anderen. Und bereits bei der Sichtung der Ergebnisse im Auto wird mir klar, dass dieser Umbau letztlich doch eine gute Aktion war!

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Als ich Bonn erreiche scheint das diffuse Sonnenlicht sehr schön auf das Siebengebirge. Kurz vor Bad Godesberg kann man die B42 nach rechts verlassen und dann gleich vom Straßenrand aus einige wirklich schöne Blicke auf das Siebengebirge erheischen.

Hier habe ich nun drei Fotos des frisch restaurierten „Schloss Drachenfels“ für Euch. Dieses tolle Gebäude ist gar nicht so alt wie es ausschaut. Es wurde von einem Bonner Bürger erbaut nachdem er an der Pariser Börse zu Geld gekommen war. Es war mehr ein protziges Ego-Bauwerk als ein Heim für sich und seine Familie. Wirklich bewohnt hat er es indes nie und erst viele Jahre nach dem zweiten Weltkrieg hat der skurrile Millionär Paul Spinat dieses Gebäude mit Leben erfüllt. Legendär waren seine Play-Back-Konzerte an der Pfeifenorgel und sein goldfarbener Rolls-Royce! Diese Nobelkarosse war das Markenzeichen des 1989 verstorbenen Textilfabrikanten, der das Schloss 1971 zum Preis von 500 000 Mark gekauft und anschließend vor dem endgültigen Verfall gerettet hatte.

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Schaut man sich diese beiden Fotos an, so fällt auf, dass eigentlich nichts auffällt. Man kann die Infrarot-Fotos aus der umgebauten D300 sowohl mit Nikon Capture NX als auch mit Photoshop CS 5 und dem integrierten Adobe Camera RAW entwickeln. Egal wie, die Ergebnisse können sich sehen lassen!

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Fazit:

Der Umbau meiner mittlerweile ziemlich abgegriffenen Nikon D300 war mit 529,- Euro nicht ganz preiswert, aber scheinbar doch jeden Euro-Cent wert! Ich bin wirklich begeistert von den Ergebnissen und der enormen Geschwindigkeit mit der ich nun recht abgefahrene Schwarz-Weiß-Bilder erstellen kann. Mit der Nikon D800E hätten die Fotos eine höhere Auflösung, aber ich müsste jedes Mal ein Stativ aufstellen und es würde mich immer wieder mehrere Minuten  kosten auch nur ein Bild korrekt zu fokussieren und zu belichten.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass beim Umbau eine Korrektur des Autofokussystems durchgeführt wurde. Was genau dort gemacht wurde ist aber eher ein Betriebsgeheimnis. Aber egal, letztlich zählt das Ergebnis und damit bin ich für heute sehr zufrieden.

Nikon FM3A – Richtig scannen

Die Nikon FM3A wurde von 2001 bis 2006 hergestellt und ist für viele traditionsbewusste Fotofans bis heute die Krönung der vollmechanischen Spiegelreflexkameras. Bereits 1982 hatte Nikon mit der FM2 – in die ein Seiko-Verschluß eingebaut war – einen Weltrekord mit einer vollmechanisch gesteuerten kürzesten Verschlusszeit von 1/4000s aufgestellt. Die kürzeste Blitzsynchronzeit lag bei 1/200s, mit der FM2N wurde diese 1984 nochmals auf 1/250s verkürzt. Erst 7 Jahre später wurde der vollmechanische Verschluss der FM2 durch den einen gleichwertigen Hybrid-Verschluss der FM3A abgelöst der sich nun alternativ auch elektronisch gesteuert auslösen ließ. Damit ist den Nikon Ingenieuren eine Symbiose aus der famosen Nikon FM2 und FE2 gelungen. Außerdem sieht die FM3A nicht nur wirklich gut aus, sie gilt auch als überaus robust und zuverlässig. Geht ihr mal der Strom aus so ist das gar kein Problem, sie kann noch vollmechanisch betrieben werden. Bis heute ist die FM3A ein wirklich heiß begehrtes Sammlerobjekt und für neuwertige Exemplare werden nicht selten 1.000 Euro und mehr gezahlt.

Nikon Fm3a

Umso größer war meine Freude als ich ein solches Exemplar vor ein paar Tagen via ebay.ch bei einem Fotoladen in Genf sehr preiswert „abstauben“ konnte. Manchmal gehört eben ein bisschen Glück dazu 🙂 In den nächsten Wochen werde ich ein Video zur FM3A aufnehmen und sie mit ihren Brüdern und Schwestern vergleichen. Heute soll es aber um die ersten Fotos gehen die ich mit der Nikon FM3A aufgenommen habe. Da die Nikon FM3A keine digitale Kamera ist, ist naturgemäß die Wahl des Filmmaterials für die Ergebnisse von entscheidender Bedeutung. Da aktuell in meinem Kühlschrank relativ viele Kodak T-MAX 100 sowie Kodak EKTAR-100 schlummern, habe ich mich bei der ersten „Fotoexkursion mit der FM3A für diese beiden Filme entschieden. Mit von der Partie waren ein einfacher Gelbfilter, ein Nikon AiS 1.8/50mm und ein Tokina MF 2.8/200mm. Der letzte Winter war der dunkelste Winter seit 40 Jahren und so hatten meine Freundin Sandra und ich auch kein wirklich schönes Licht als wir auf der Insel Grafenwerth bei Bad Honnef meine neue/alte FM3A ausprobieren konnten. Aber ein bedeckter Himmel liefert oft genau das weiche Licht das man für schöne Portraits haben möchte. Also schauen wir uns mal die ersten Fotos auf Kodakt T-MAX 100 an. Dieser SW-Film ist recht feinkörnig und liefert selbst bei Verwendung eines Gelbfilters sehr schöne feine Kontraste. Außerdem lässt der Gelbfilter das Gesicht meines „Models“ etwas ebenmäßiger aussehen.

Nikon_Fm3a_AiS_18_50mm_TMAX_100007

Gleich beim ersten Bild sehen wir schon das schöne Bokeh des eigentlich recht ordinären AiS 1.8/50mm „Normal-Objektives“. Das obere Foto habe ich bei Blende 2.8 mit Zeitautomatik aufgenommen. Unschöne Vignettierungen gibt es nicht und das Gesicht meiner Freundin Sandra ist sehr scharf abgebildet. Vergrößert auf das richtige Fotopapier würde das ein schönes Portrait abgeben.

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Schauen wir mal weiter, im zweiten Bild fällt schon der Dunst der nasskalten Luft auf. Zwar ist der Drachenfels nur ein paar Kilometer weit entfernt und dennoch erscheint er wegen des trüben Wetters matt und lustlos.

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Hier das gleiche Foto mit dem Tokina 2.8/200mm – freihändig bei Blende 4 – eigentlich ganz brauchbar. Man sieht sehr schön das neue Restaurant oben auf dem Drachenfels. Vielleicht sollten wir uns das bald mal aus der Nähe anschauen 🙂 Hier nun einige Beispielfotos die ich auf Kodak Ektar-100 aufgenommen habe. Dieser Farbnegativ-Film ist extrem feinkörnig, hat einen beachtlichen Tonwertumfang und kann sehr detailreiche gute Fotos liefern – wenn der Fotograf alles richtig macht!!

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Beim ersten Foto gefällt mir die knallig bunte Wand unter der Fußgängerbrücke wirklich gut, denn sie passt farblich sehr schön zu Sandras Lippenstift! Auch hier wieder ein schönes Bokeh und sauber abgestufte Kontraste.

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War das vorherige Bild im Schatten aufgenommen, so haben wir hier jetzt ein Portrait unter bewölktem Himmel. Es ist schon spannend, dass man bei diesem nasskalten Sauwetter ohne Reflektoren, Aufhellblitze oder andere Hilfsmittel sehr natürlich wirkende Portraits fotografieren kann.

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Nun ein Foto das am vorletzten Samstag in der Bonner City vor dem Sterntor entstanden ist. Diesmal habe ich das famose AiS 2.0/85mm verwendet. Ein kleines leichtes oft sehr preiswert zu habendes Portrait-Teleobjektiv das ein tolles Bokeh liefert und trotzdem knackscharfe Bilder ermöglicht.

Nikon_Fm3a_AiS_20_85mm_EKTAR_100004

Man beachte in diesem Foto die Stoffstrukturen das bunten Schals!!

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Hier nun ein Portrait bei dem ich einen Cokin-Filter vor das 85mm Objektiv gesetzt habe. Es ist ein über Kreuz fein geschliffene Kunststoffscheibe, sie liefert einen unaufdringlichen Weichzeichner-Effekt den man wirklich gut gebrauchen kann. Ganz witzig war es übrigens, dass ich auf der Insel Grafenwerth einen zweiten Kodak T-MAX 100 in meine Nikon FM3A einlegen wollte und feststellte, dass der Film schon belichtet war. Umso größer war natürlich die Spannung als ich ihn dann am Samstag fertig entwickelt beim Bonner Cityfotocenter abholen konnte und etwas später auf dem Scanner hatte. Als die ersten Bilder sichtbar wurden traute ich meinen Augen nicht, dieser Film zeigt Fotos die ich 2005 auf dem höchsten Berg Spaniens mit meiner Nikon F5 und dem AF-S 24-85mm aufgenommen habe. Seit fast genau 8 Jahren lag dieser belichtete Film unbemerkt in meinem Kühlschrank!!! Wirklich geschadet hat ihm die lange Wartezeit indes nicht. Die Fotos sind ok, wenn gleich nicht genauso feinkörnig wie die Bilder des „frischen“ Pendants.

Welcher Scanner?

Vor die digitale Bearbeitung traditionell mit Filmmaterial erstellter Fotos haben die Götter den Scan gelegt. Doch wie scannt man im Jahr 2013 einen Farb- oder Schwarz-Weiß-Film? Die extrem guten Nikon Scanner Coolscan 5000 und Coolscan 9000 werden nicht mehr hergestellt. Die Software wird auf aktuellen Mac’s nicht mehr unterstützt und unter 64-Bit Windows Systemen geht auch nichts mehr. Zwar könnte man sich mit dem sehr guten Vue-Scan helfen, aber diese Software kann den automatischen Nikon Filmstreifen-Einzug nicht steuern. Dias lassen sich mit Vue-Scan digitalisieren, bei Negativ-Streifen hört der Spaß leider auf… Die Hersteller Reflecta und Plustek haben in den letzten Monaten brauchbare Mittelformatscanner vorgestellt, deren Preis sich aber bei etwa 1.500 Euro bewegt. Alternativ könnte man einen Flachbrett-Scanner mit Durchlichteinheit versuchen. Hier hat EPSON den V700 und den baugleichen V750 im Angebot. Beim deutlich teureren V750 sind ist das Vorlagen-Glas optisch vergütet um Reflektionen zu unterdrücken. Ein sehr deutlichen Qualitätsgewinn lässt sich damit allerdings nicht erzielen. Aktuell ist der EPSON V700 für 594,- Euro via amazon.de erhältlich.

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Sieht man sich im Internet nach Stimmen von Benutzern um, so findet man zwischen Begeisterung und Frustration die gesamte Spannbreite. Der Grund ist häufig, dass die Vorlagenhalter falsch eingestellt sind. Die Scanqualität des EPSON V700 steigt und fällt mit dem korrekten Abstand des Vorlagenhalters auf dem Vorlagenglas. EPSON liefert hier kleine Plastik-Füßchen in unterschiedlicher Höhe mit. Was damit jedoch zu tun ist wird nicht erwähnt. Hier sind alle Anwender im Vorteil die sich intensiv mit diesem Scanner auseinandersetzen können.

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Ich habe mit diesem Scanner bislang ausschließlich Mittelformat-Dias gescannt und den zugehörigen Vorlagenhalter in langen nächtlichen Sitzungen mit vielen Probescans „optimal“ eingestellt. 35mm Kleinbilddias und Negative habe ich bislang immer mit einem Nikon Coolscan 5000 gescannt und in letzter Zeit häufig einfach mit der Nikon D7000, dem 40er Macro und dem Nikon ES-1 abfotografiert. Einen 32-Bit Windows Rechner habe ich in Bonn nicht mehr, daher steht der Coolscan 5000 auch in meinem kleinen Appartement in Mainz. Also versuche ich ausnahmsweise mal einige 35mm Filmstreifen mit dem EPSON V700 zu scannen. Die ersten Ergebnisse sind wie fast befürchtet vernichtend schlecht. Ich habe versehentlich einige automatische Korrekturen der Scanner-Software und das ICE aktiviert. Mit Schwarz-Weiß-Filmen funktioniert die auf Infrarotlicht basierende ICE-Technologie aber nicht! Also heißt es alle „Optimierungen“ auszuschalten, die Belichtung so einzustellen, dass keine Tonwerte verloren gehen und einen erneuten Anlauf zu wagen.

Epson_Scan_Settings

Epson_Scan_Preview

Epson_Scan_Histogram

Danach sehen die ersten Scans grundsätzlich ganz ok aus, nur sind sie nicht wirklich scharf. Sehr schnell kommen mir die kleinen Füßchen aus Plastik wieder in den Sinn. Die vier Füße bzw. Abstandshalter sind schnell getauscht und die Ergebnisse danach sichtbar besser. Mehr oder weniger aus ungebremstem Spieltrieb zerschneide ich eine alte Visitenkarte und klebe die Streifen mit etwas Tesafilm unter die vier Abstandshalter. Und siehe da, das bringt tatsächlich einen weiteren Qualitätsgewinn.

IMAG1573

IMAG1571

Hier nun ein 100% Vergleich eines Scan des gleichen Negativs ohne und mit Korrektur der Höhe des Vorlagenhalters. (Einfach anklicken für Original-Größe)

EPSON-V700-Sharpness-35mm-100Percent

Das Bild zeigt einen Ausschnitt des Kraters des jüngsten Vulkans den Teneriffa zu bieten hat, den Pico Viejo. Hier habe ich einige weitere Scans dieses Films der satte 8 Jahre auf seine Entwicklung warten musste… (alle Bilder 1000 Pixel breit)

Teneriffa-T-MAX-100027

Teneriffa-T-MAX-100029

Teneriffa-T-MAX-100045

Fazit:

Richtig justiert liefert ein recht preiswerter Flachbrettscanner wie der EPSON V700 auch bei 35mm Kleinbildvorlagen sehr brauchbare Ergebnisse. Sehr angenehm ist dabei, dass die EPSON Software den „Mehrfachzuschnitt“ beherrscht und die einzelnen Bilder recht sicher erkennt und sauber zuschneidet. Je nach Länge der Filmstreifen lassen sich so 20, 24 oder sogar 28 Bilder in einem Arbeitsgang scannen. Allerdings sollte man sich die Mühe machen und für jedes einzelne Bild die Helligkeit korrekt einstellen. Zwar gibt es einen „Automatik-Modus“ – aber dieser liefert meiner Meinung nach keine guten Ergebnisse. Helle Bildbereiche sind schnell ausgefranst und dunkle Bildbereiche versinken leicht in tiefem Schwarz. Einmal mehr zeigt sich auch hier, ein guter Scan ist eine „Einzelanfertigung“.

Mein persönliches Fazit ist, dass mir meine neue Nikon FM3A richtig viel Spaß macht und ich mich darauf freue sie auf vielen Fototouren einzusetzen. Der Kodak EKTAR-100 lässt sich mit dem EPSON V700 sehr gut scannen und liefert erstaunlich scharfe detailreiche Fotos mit schönen knackigen Farben. Aber auch hier gilt, ohne gutes Licht keine guten Farben! Und was mich an der Nikon FM3A ganz besonders begeistert, ist die wirklich zuverlässig arbeitende Belichtungsautomatik die in Verbindung mit dem hohen Belichtungsspielraum nur wenig Ausschuss aufgrund von Fehlbelichtung erwarten lässt.

Epson_Scan_Preview_Ektar

Zum Abschluss habe ich hier für alle „Pixelpeeper“ noch einen Scan aus dem EPSON V700 in voller Originalgröße – einfach anklicken…

EPSON V700 - Sample - Beispielbild

Nikon D2x – Tipps für bessere Fotos

Manchmal ist es schon interessant wen man als Blogger und YouTuber mit seinen Artikeln und Videos erreicht. Wenn ich im Detail nachschaue wer meine Videos bei YouTube konsumiert, dann sind das meist Männer im Alter zwischen 45 und 54 Jahren. 14 Jahre alte Jungs sind da eher die Ausnahme und Frauen leider sowieso…

YouTube-Demografie

Vor ein paar Tagen habe ich in einem Video die Nikon D800E mit verschiedenen anderen semiprofessionellen Kameras vergleichen. Umso mehr habe ich mich natürlich gefreut, als sich kurz darauf der 14 Jahre alte Julian mir per E-Mail bei gemeldet hat um mir zu erzählen, dass er seine Nikon D7000 gegen eine Nikon  D2x eingetauscht hat. Im ersten Moment dachte ich nur „Urgs, hoffentlich habe ich mit diesem Video keinen Fehler gemacht und hoffentlich wird Julian mit der D2x auch glücklich!“

Aber warum sollte er das nicht? Wenn ich selbst „nur fotografieren will“ und vor der Wahl stünde meine D7000 oder meine D2x einzupacken, ich selbst würde immer die D2x mitnehmen. In der „echten Welt“ war im letzten Jahr dann doch oft die D7000 in der Fototasche, denn sie ist etwas universeller ausgestattet und kann auch Videos in FULL HD aufzeichnen. Da ich immer wieder viele kleine „Video-Schnipsel“ aufgenommen habe, war also die D7000 im Fotorucksack. Seit ich die D800E habe, nehme ich meist nur noch die D800E mit, weil sie einfach alles kann was ich mir wünsche.

Doch die Nikon D2x ist noch immer ein robustes gutes „Arbeitstier“ und man kann damit wirklich tolle Fotos machen. Ich habe hier mal ein paar Tipps aufgeschrieben mit denen man noch bessere Fotos erhält. Diese Tipps gelten natürlich auch für „fast“ alle anderen Kameras! Also aufgepasst und weitergelesen 🙂

Hier meine 10-Gebote für bessere Fotos:

  1. Bei jedem Bild über Bildgestaltung, Inhalt und Aussage nachdenken.
  2. Im RAW-Modus fotografieren
  3. Für Landschaften und Stills immer ein Stativ benutzen
  4. Wenn mit Stativ, dann ohne VR fotografieren
  5. Zusätzlich zum Stativ immer die Spiegelvorauslösung und den Okularverschluss benutzen
  6. Einen Kabelauslöser wie bspw. den Nikon MC-20 verwenden
  7. Alle billigen UV-Filter und Skylight-Filter an Angsthasen verschenken und statt dessen hochwertige vergütete Zirkular-Polfilter und Grauverlaufsfilter benutzen (B&W)
  8. Wenn möglich Belichtungsreihen aufnehmen (bspw. 3 Fotos mit 0.7 EV Unterschied)
  9. Falls möglich, Objektive mit wenigen Linsen verwenden, also Festbrennweiten
  10. Alle Objektive um 2-3 Stufen abblenden.
    1. 1.4er Objektive auf Blende 5.6
    2. 2.8er Objektive auf Blende 8
    3. 4.0er Objektive auf  Blende 8 – 11
    4. 5.6er Objektive auf Blende 11

Hat man alle diese Gebote beachtet, so steht man nach der Fototour vor der Herausforderung, das beste aus den gemachten Fotos herauszuholen. Damit die Sichtung der Bilder auf einem Windows PC schneller geht, kann man mit der D2x (und vielen anderen Kameras) immer zusätzlich zum RAW-Bild ein kleines stark komprimiertes JPG aufnehmen. Diese JPG-Bilder kann bspw. die Windows „Bild und Faxanzeige“ sehr schnell darstellen. So kann man schnell durch viele hundert Fotos navigieren und sich die besten Fotos für die Nachbearbeitung herauspicken.

Ich lege meist einen Unterordner mit dem Namen „Reworked“ an und speichere dort nach der RAW-Konvertierung alle Fotos als 16-Bit TIFF Datei. Zusätzlich erstelle ich meist für meinen BLOG eine kleine Version mit 1000 Pixeln Kantenlänge, das erledigt ein kleines Photoshop-Makro für mich. Diese kleinen Bilder verwende ich für meinen BLOG. Die großen TIFF-Dateien warten dann darauf, dass ich große Prints davon anfertige oder anderes damit mache.

Ganz wichtig:

Niemals die RAW-Dateien nach der Konvertierung löschen! Der Geschmack ändert sich und die Leistungsfähigkeit der RAW-Konverter steigt von Jahr zu Jahr. Nicht selten sehe ich heute Fotos die ich vor 10 Jahren gemacht habe und denke nur „Oh Gott wie konnte ich nur…“ Dann ist es sehr vorteilhaft, wenn man noch die RAW-Bilder hat und sie mit allen Kenntnissen und Erfahrungen die man neu dazu gewonnen hat erneut verarbeitet. Nicht selten entstehen dabei Fotos von deren Qualität man selbst überrascht ist!

Hier nun ein Foto das mir Julian per E-Mail zugeschickt hat in voller Größe – einfach anklicken…

Nikon D2x - Nikon AF-S VR 18-299mm

Bei diesem Foto stört mich etwas, dass man an den oberen Kanten „angeschnittene“ Baumstämme sieht. Das lässt sich ganz einfach mit einer trapez-förmigen Entzerrung in beheben. Viele Programme bieten dazu eine „Perspektiv-Korrektur“. In Photoshop CS5 kann man bspw. Strg+A, Strg+T drücken und ist dann im Modus „Transformieren“. Jetzt klickt man mit der rechten Maustaste in das Bild und wählte „Perspective“ oder „Perspektive“. Danach kann man das Bild an den Ecken mit dem Mauszeiger „greifen“ und es breiter oder schmaler ziehen. Das ist sehr praktisch um „stürzende Linien“ auszugleichen. Aber man sollte es nicht übertreiben, sonst sieht es komisch aus.

Das Bild habe ich im JPG-Modus „bekommen“ und ich habe mich gefragt, wie man es ein wenig aufpeppen kann? Die Farben sind recht kühl und grundsätzlich korrekt. Trotzdem habe ich es via Strg+A und Strg+C in die Zwischenablage kopiert, dann mit Photoshop CS5 ein kräftiges „HDR-Toning“ durchgeführt und dann das Original-Foto via Strg+V als neue Ebene darüber gelegt. Über die Transparenz dieser Ebene kann man dann sehr schön regeln wie stark das Tonemapping letztlich ausfallen soll. Als nächsten Schritt habe ich via Strg+U den Dialog „Hue/Saturation“ oder auch „Farbton/Sättigung“ aufgerufen und die Sättigung der roten und gelben Bildelemente verstärkt. Dann habe ich im Dialog „Photo Filter“ den „Warming Filter (85)“ mit 25% Deckkraft (Voreinstellung) darüber gelegt. Zum Schluss habe ich die Helligkeit der Mitteltöne durch ganz leichtes Biegen der Gradationskurve (Strg+M) abgesenkt. Das Bild hat nun einen leicht violetten Farbstich. Dieser ließe sich ganz einfach korrigieren, aber gerade dieser Farbstich gefällt mir hier außergewöhnlich gut. Viele Fotografen setzen farbige Cokin-Filter ein um genau diesen Effekt zu erzielen. Hier hat er sich ganz nebenbei ergeben und es gefällt mir so wie es ist 🙂

Nikon D2x - Nikon AF-S VR 18-299mm

Weitere Tipps & Tricks für bessere Fotos habe ich hier für Euch zusammengestellt:

Meine Literaturtipps für alle die dazu lernen möchten und bessere Fotos machen wollen:

Hier findet Ihr weitere Fotos vom 14 Jahre alten Julian:

Nikon D300 – National Parks im HD-Format

Heute habe ich einige Fotos im HD-Format für Euch die im Jahr 2010 mit der Nikon D300 an einigen sehr schönen Locations im Südwesten der USA entstanden sind. (Einfach anklicken…) Die Bilder habe ich mit Snapseed bearbeitet und mit 1920 Pixeln Kantenlänge hier eingebunden. Wirklich oft kann ich das leider nicht machen, denn langsam aber sicher geht in meinem BLOG der Speicherplatz zu Ende…

Beginnen wir mit der Location die Steven Spielberg für das Intro von „Indiana Jones 3“ gewählt hat. Dass es hier keine Höhle gibt in der man alte Goldschätze finden kann sollte klar sein, oder? Der Bild hinab ich den Arches Nationalpark ist trotzdem großartig 🙂

Arches_NP_04

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Hier ein Suchbild das gleich nebenan entstanden ist. Man achte auf das kleine Mädchen das ganz rechts im großen Bogen sitzt und staunt 🙂

Arches_NP_01

Etwas weiter Südlich in Arizona liegt der Lake Powell, das größte Wassersportgebiet der USA. Für etwa 500 bis 1.000 Dollar pro Tag kann man hier toll ausgestattete Hausboote mieten und damit die vielen nahezu unendlich verästelten Seitenarme des Lake Powell erforschen. Es ist kein ganz billiges Vergnügen, aber auf den Booten finden locker 8 Personen platz, damit ist diese Bootspartie pro Kopf dann doch gar nicht mehr so teuer.

Lake_Powell_01

Hier nun ein Foto das am vielleicht schönsten Aussichtspunkt entstanden ist den der Lake Powell zu bieten hat. Der Alstrom Point ist mit einem Allradauto mit viel Bodenfreiheit relativ einfach zu erreichen. Allerdings ist die Fahrt eine ziemliche Tortour weil es keine richtige Straße gibt und man viele Kilometer lang über eine staubige Piste mit Schlaglöchern, Querrillen und dicken Felsbrocken muss. Hat man es endlich geschafft, so ist man mehrere hundert Meter hoch über dem See und hat einen unvergleichlichen Ausblick. Besonders früh am Morgen oder zum Sonnenuntergang ist es hier wirklich spektakulär!

Alstrom_Point

Zurück im Örtchen Page kann man dann den Antelope Canyon besuchen. Hier hat man die Wahl zwischen Upper- und Lower-Antelope Canyon. Der untere Teil hat einen engen schmalen Einstieg und ist aus fotografischer Sicht schöner. Den oberen Teil des Canyons erreicht man inzwischen nur noch im Rahmen einer Jeep-Tour. Zu einem horrenden Preis wird man einige wenige Kilometer mit einem Geländewagen zum Eingang des Canyons gefahren der nur ein paar hundert Meter lang ist. Auch hier sind durchaus schöne Fotos möglich, aber im Gegensatz zum unteren Teil des Canyons ist das Zeitfenster oft sehr klein. Besonders an stürmischen Tagen sind beide Canyons nicht zu empfehlen weil dann extrem viel Sand hinein geweht wird, der so manche Kamera irreparabel zerstören kann.

Upper_Antelope_Canyon_02

Upper_Antelope_Canyon_01

Hier habe ich noch ein Foto für Euch in dem man die Dimensionen dieses Canyons sehr schön erahnen kann. Der untere Teil auf der anderen Straßenseite ist ungleich enger aber eben interessanter und außerdem deutlich preiswerter!

Upper_Antelope_Canyon_03

Nicht hereinfallen sollte man auf die Canyon-Adventure-Tours die im nahe gelegenen Örtchen Page angeboten werden. Die großem Geländewagen suggerieren hier ein tolles Abenteuer, aber letztlich ist es nicht viel mehr als eine windiger Bustransfer. Also lieber mit dem eigenen Auto hinfahren und nur den Lowe-Antelope-Canoyn besuchen.

Vor einigen Jahren ist hier eine Gruppe mit Touristen nach einem plötzlichen Regenfall ertrunken. Danach wurde ein gutes Warnsystem installiert. Wer den Canyon besuchen möchte sollte es nicht am Tag nach schweren Gewittern tun, denn dann wird der Canyon wahrscheinlich gesperrt sein.

Eine sehr schöne Alternative ist der nahe gelegene Waterholes Canyon. Hier braucht man eine Genehmigung die man ganz in der Nähe bekommt. In diesem Artikel findet Ihr weitere Details: