Nikon D700 – Was leistet das Nikon AF 28-80G

Nikon D700 mit Nikkor AF 28-80G

(Nikon D7000 mit Nikon AiS 2.8/85mm, F/16, ISO-200, SB-800 mit Bouncer von rechts, RAW-Modus)

In einem meiner letzten Videos habe ich kurz erwähnt, dass ich mich in den kommenden Wochen einigen Objektiven widmen möchte, die von „Forumsexperten“ gern als „Scherbe“ oder „Kit-Linse“ bezeichnet werden. Aufmerksam geworden bin ich auf diese billigen Plastikdinger wegen eines Artikels von Ken Rockwell, dem „Chuck Norris of Photography“. Er hat einen wirklich guten und sehr ausführlichen Test zu verschiedenen „Standard-Zooms“ erstellt. Am Ende dieses Berichts schreibt er, dass er trotz allem was diese dicken, teuren und schweren Objektive leisten, bei langen Wanderungen gern mal das kleine leichte Nikon AF-D 28-80G an seiner Nikon D3 oder D800 verwendet.

Das hat mich aufmerksam gemacht und ich habe mir eben dieses Objektiv via amazon.de in fast neuwertigem Zustand zum Spottpreis von nur 45,- Euro gekauft. Was kann eine 45 Euro Scherbe an einer Kamera für 2.000 Euro leisten? Das ist die Frage! Einige meiner YouTube Zuschauer haben mich dann aufmerksam gemacht, dass es ja auch noch das ältere AF-D 28-80 gibt – also ohne „G“ – eine Variante die noch über einen Blendenring verfügt. Damit könnte man dieses ebenfalls wirklich billige Plastikding sogar noch an der Nikon F4 ganz gut verwenden.

Bei meinen ersten Bildern eines ISO 12233 Testcharts war ich dann schon ziemlich überrascht. Das kleine 28-80G kommt mit zwei Linsen weniger aus als das etwas größere 28-80 mit Blendenring und liefert dennoch wirklich tolle scharfe detailreiche Bilder die in den „Extremstellungen“ in vertretbarem Maße verzeichnet sind. Bei Blende 8 und 11 ist die Abbildungsqualität wirklich beeindruckend. Hier muss sich diese kleine Scherbe nicht hinter deutlich teureren Objektiven verstecken. Wer also ohnehin mit einem Stativ arbeitet, keinen VR benötigt und mit Blende 8/11 leben kann, der hätte mit dem 28-80G ein äußerst preiswertes Objektiv mit überraschend guten Eigenschaften.

Gestern war etwas Gelegenheit diese kleine „Scherbe“, die sich zweifellos wirklich billig anfühlt und auch so aussieht, an der Burg Satzvey bei Euskirchen bei fiesem Gegenlicht auf die Probe zu stellen.

Hier sind einige der Bilder die dabei entstanden sind.

Beginnen wir mit diesem kleinen „Baron Münchhausen“ der sich auf seinen Ritt auf der Kanonenkugel vorbereitet. Seinen Namen habe ich vergessen, der kleine Junge sprach auch nur Französisch und ich habe mir ziemlich einen abgebrochen. Dieses Sprache ist echt nicht mein Ding, trotz der Jahre auf dem Gymnasium. Aber das ist heute nicht das Thema. Schaut man sich das Bild an, so haben wir eine ganz leichte Hintergrundunschärfe. Sie könnte deutlich ausgeprägter sein, das ist nicht gerade die Domäne dieser der kleinen Billiglinse. Aber dennoch hebt sich der kleine Junge sehr schön vom Hintergrund ab. Das fiese Gegenlicht ist auf dem Foto nicht spürbar, die Schatten in seinem Gesicht habe ich mit dem eingebauten kleinen Blitzlicht der D700 kompensiert. Ich verstehe nicht, warum so viele Leute diese kleinen eingebauten „Blitze“ immer wieder so verdammen. Ok, das Sucherbild ist dadurch etwas kleiner, aber diese Dinger sind total praktisch! Ohne Aufhellblitz wäre das Gesicht des Jungen voll im Schatten und die Farben blass und langweilig.

Nun ein krasser Gegenlicht-Test. Voll in die Mittagssonne fotografiert, meine Vater hätte früher mit dem Kopf geschüttelt „Das macht man nicht, das wird doch eh nix!!“ Aber der Tonwertumfang der D700 ist riesig und die billige Scherbe schlägt sich auch hier wirklich gut. Ich hätte im linken unteren Bildbereich fiese Farbflecken und Lens-Flares erwartet. Aber das ist nichts, wirklich beeindruckend, das können manche Objektive für 1.000 Euro und mehr weniger gut!

Hier noch ein „Schuss aus der Hüfte“ den ich perspektivisch korrigiert habe, damit die Burg Satzvey gerade steht. Volles Gegenlicht und dennoch sind die Farben ok und das Bild ist scharf und detailreich bis in die Ecken. Vignettierungen der Bildecken sind kaum wahrnehmbar, ein überraschend gutes Ergebnis.

Jetzt versuchen wir uns mal an einem HDR. Eine Belichtungsreihe aus 9 Bildern mit 0,7EV Unterschied. Ausgelöst habe ich die D700 via Menü Option „Intervall-Bilder“. Hier habe ich ein wirklich billiges kleines DÖRR Stativ mit einem ganz einfachen Gitzo-Kugelkopf verwendet. Das Ergebnis ist ebenfalls überraschend gut. Die Farbsäume halten sich in Grenzen und abgesehen von einem „Regenbogen-Effekt“ in der Mitte des Bildes sind keine weiteren Abbildungsfehler erkennbar, großartig!

Nun ein krassifiziertes HDR, man muss es nicht mögen 🙂 Es ist in etwa 60s aus fünf JPGs mit kleinster Größe und stärkster Komprimierung via Photomotiv Pro 4.0 entstanden. Interessant finde ich, dass man auch ohne großen Schnickschnack mit der D700 und diesem billigen Objektiv brauchbare Fotos hinbekommt.

Hier einige der Vorschau-JPGs aus der D700, sie sind „Out-Of-The-Cam“ – also völlig unbearbeitete Bilder ohne jedweden künstlerischen Anspruch. Sie zeigen jedoch, die Abbildungseigenschaften dieses Objektivs unter schwierigen Bedingungen recht gut.

Abschließend ist mein Fazit unerwartet positiv. Diese Ergebnisse hätte ich der 45 Euro Linse nicht zugetraut. Auf weiten Wanderungen wird dieses Objektiv künftig wohl einer meiner Begleiter sein. Warum soll man sich mit einem AF-S VR 2.8/24-70 abschleppen, wenn man an der D700 und auch der D7000 mit diesem leichten kleinen Objektiv ähnlich gute Ergebnisse erzielen kann?

Nikon P7100 – Mercedes SLK – Challenge 2012

Die Arbeit der Woche ist getan und nun geht es bei tollem Wetter „oben ohne“ auf der B42 am Rhein entlang nach Hause. Wie lange habe ich mich auf diese Stunden gefreut, fast mein ganzes Leben lang. Es ist Zeit für einen Film! Und jeder erfolgreiche Blockbuster braucht natürlich einen Trailer – nicht irgendeinen Trailer – einen Theatrical Trailer – der Wahnsinn 🙂

Gefilmt wird mit der kleinen feinen Nikon P7100, das einzige Zubehörteil ist ein kleines leichtes Stativ das ich seit vielen Jahren immer wieder dabei habe. Es ist billig und fast unverwüstlich. Der Ton kommt diesmal direkt aus der P7100. Die Einstellung „Hintergrundgeräusche reduzieren“ habe ausgeschaltet, damit hört man zwar bei höheren Geschwindigkeiten den Wind, aber es wird auch nicht ständig laut und leise!

Auf einem kleinen Parkplatz kurz hinter Rüdesheim halte ich kurz mal an. Die P7100 kommt auf das Stativ, das Dach mache ich mal auf und zu, damit man es auf dem Video auch schön sehen kann. Dann fahre ich einfach mal von der Kamera weg, wieder zurück, stelle die Kamera ans andere Ende des Parkplatzes, fahre wieder darauf zu, wieder zurück und noch einmal das ganze… Die Radfahrer die vorbei kommen halten mich für geisteskrank. Aber sie wissen ja auch nicht, dass ich einen Trailer im Kopf habe, einen Theatrical Trailer 😉

Ich hoffe dieser kurze kleine Spaß gefällt Euch. Über Kommentare und Anmerkungen freue ich mich wie immer sehr!

Edit am nächsten Morgen:

Der kleine Film hat mir so großen Spaß gemacht, dass ich noch eine zweite Version erstellt habe. Hier sind einige Outtakes am Ende zu sehen. Die Kamera habe ich mit den beiden vorderen Beinen des Stativs in den Fußraum gestellt und das hintere Stativ-Bein gegen den Beifahrersitz abgestützt. Prinzipiell hat das gut funktioniert. Nur durch die ganzen Schlaglöcher und das viele Gerüttel hat sich meine kleine „Konstruktion“ immer wieder gelöst und in der einen oder anderen Kurve ist mir die Kamera dann immer wieder umgekippt. So musste ich die meiste Zeit mit einer Hand lenken und mit der anderen Hand das Stativ festhalten. Was man nicht alles für seine Leser und Zuschauer auf sich nimmt 🙂

Dann habe ich den Trailer im Sinne eines Qualitätsvergleichs mal bei VIMEO hochgeladen. So könnt Ihr Euch selbst ein Bild der Bildqualität dieser so unterschiedlichen Plattformen machen. Bei VIMEO muss man grundsätzlich bezahlen, damit man seine Videos dort ablegen darf. Aber es gibt dort praktisch keine Idioten. Bei Youtube ist das anders, da stand schon mal unter einem meiner Videos ein Kommentar mit der Endung „You fucking dog“. So etwas nervt total und ist überflüssig wie ein Kropf. Daher werde ich in den kommenden Monaten immer mal wieder Videos bei VIMEO posten und schauen was dort alles passiert.

Okidoky, eine englische Version meines kleinen Spaß-Trailers habe ich auch erstellt.

Als SLK 55 AMG ist er definitiv ein Männerauto – aber dann kostest er fast das Doppelte. Ob das den Spaß, die verbrannten Reifen und die Schrecksekunden an der Zapfsäule wert ist?

Mercedes SLK 200 – Soundcheck

Mercedes SLK-200 R172

Mercedes SLK-200 R172

Als es los nach Mainz geht ist es noch dunkel und kalt, die Uhr steht erst bei 6h – ich bin noch müde aber wenn ich später fahre sind die Straßen unerträglich voll, also los… Auf dem Beifahrersitz habe ich meine kleine Nikon P7100 und ein einfaches DÖRR Stativ mit einem simplen Gitzo-Kugelkopf. Mein neues ZOOM H2n ist auch dabei. Im Kofferraum liegt das neue MacBook, ich bin gut ausgestattet. Während mich die Sitzheizung ordentlich auftaut werde ich langsam wach. Irgendwo hinter Koblenz halte ich kurz an und bringe die P7100 auf dem Beifahrersitz in Position. Zwei Beine des Stativs sind zu 2/3 ausgezogen und weisen in den Fußraum der Beifahrerseite. In der Mitte drücken sie gegen das Handschuhfach. Das dritte Bein ist fast vollständig ausgezogen und stützt sich nach hinten gegen den Beifahrersitz ab. So steht die kleine leichte Kamera recht stabil und ich kann sogar während der Fahrt auf dem Display kontrollieren was wirklich aufgezeichnet wird. Sogar den Zoom kann ich betätigen als mich rechts ein stromlinienförmiger Zug der Deutschen Bahn zu überholen versucht.

Am Abend in Mainz kopiere ich die 20 minuten dauernde 1GB große Videodatei und ein großes WAV-File aus meinem ZOOM H2n auf die 750er Festplatte in meinem MacBook das ich am Wochenende zuvor umgebaut und zusätzlich mit einer pfeilschnellen SSD versehen habe. Die Arbeit an diesem Notebook gerät jetzt richtig zur Freude. Zuerst versuche ich mich mit iMovie. Aber ich bekomme die Tonspur wieder nicht synchron unter das Video gelegt, vom späteren Schnitt ganz zu schweigen. Also wird nicht lange gefackelt, ich starte das MacBook neu, halte die Alt-Taste gedrückt und wechsle zu Windows 7. Dort habe ich mir das Magix Video Deluxe MX installiert und damit komme ich inzwischen richtig gut zurecht. Es ist nicht so einfach zu bedienen wie iMovie, aber die Möglichkeiten sind wesentlich vielfältiger und letztlich irgendwie professioneller.

Nun klappt es auch die mit dem ZOOM H2 separat aufgenommene Tonspur perfekt unter das Video zu legen. Bevor ich losgefahren bin, habe ich im Auto einmal laut in die Hände geklatscht. Damit habe ich einen guten Synchronpunkt, das Klatschen ist auf dem Video-Ton ebenso wie auf der separaten Audiospur zu hören und in der Wellenformdarstellung in Magix Video Deluxe gut zu sehen. Am Ende habe ich nochmals kurz in die Hände geklatscht, damit habe ich die Sicherheit, dass nichts auseinander gelaufen ist. Das Problem mit unterschiedlichen Samplingraten von 44,1 und 48 kHz macht mich nämlich manchmal wirklich fertig…

Nach etwa zwei Stunden ist das Video zusammen montiert. Auf dem I7 Prozessor mit seinen acht Prozessorkernen braucht das 17″ MacBook für den Export des Videos in Richtung YouTube gerade mal 3 Minuten. Das Video dauert 5 Minuten, damit ist dieses Notebook schneller als alle anderen Computer die ich daheim habe!

Als das Video fertig ist schaue ich es in Ruhe mit einem ordentlichen Kopfhörer an und bin begeistert wie schön man das Schmatzen hört, dass der SLK zwischen den Gängen produziert. Die 7-Gang Automatik schaltet nicht einfach hoch, der SLK gibt jeweils einen kurzen Gas-Stoß in die Zylinder, was der relativ kleine 1,8 Liter Vierzylinder mit einem satten Brabbeln quittiert. Die Sounddesigner waren hier wirklich kreativ und das Ding klingt trotz aller Vernunft, Downsizing und Spritsparbemühungen wie ein echter Roadster. Auf den teilweise miserablen Straßenabschnitten der B9 habe ich später noch reichlich Gelgenheit seine sportliche Federung zu „genießen“.

Als das Video fertig für den Upload ist, sind von mehr als 1.0 GB noch 0,085 GB übrig, nach zwei Stunden sind diese 85 MB dan sogar bei YouTube abgetankt und hier ist nun mein neues Video. Hört mal genau hin, ich habe es mehrfach eingebaut, wie dieses Auto zwischen den Gängen kurz auf das elektronische Gaspedal drückt, ist in meinen Ohren eine wahre Freude. Roooooaaaaar Brrr Rooooooaaaaaaaaarrrrr 🙂

Hier ist ein kleines Video das sehr schön zeigt wie der Sound des kleinen Vierzylinders für die Insassen dieses Fahrzeugs aufbereitet wird 🙂

Nikon P7000 – Featurette

Nachdem der Rohschnitt seit Monaten auf der Festplatte meines Computers wartet, habe ich die letzten Tage genutzt um daraus endlich einen fertigen Film zu erstellen. Als nach vielen Stunden mit Schnitt, Probeschauen, Verwerfen, Ändern, Probeschauen und abermaligem Ändern der Film endlich fertig ist klingelt es an der Türe. Der Postbote ist da und bringt mir zwei DVD die ich etliche Tage zuvor online bei Magix bestellt habe. Bei der Sichtung des neuen Audiomaterials wird schnell klar, ich muss die komplette Hintergrundmusik wegwerfen und mit diesem Material neu umsetzen. Und endlich habe ich einige wirklich gut passende Geräusche mit Straßenatmosphäre, Vogelzwitschern, Wasserfällen und vielem mehr. Damit kann ich die vom Wind gebeutelten schlechten Tonaufnahmen aus der P7000 sehr einfach ersetzen und werde ein wesentlich besseres Endergebnis erzielen.

Als nach einen weiteren Tag der Film in seiner neuen Version steht geht es an den Export. Ich wähle ein MP4 Dateiformat in der besten Qualität mit zwei Encoding-Duchgängen. Als nach etwa vier Stunden das Ergebnis steht bin ich gespannt. Die Datei ist 4,8 GB groß – urgs – wie soll ich das bei YouTube hochladen? Egal, ich schau es mir erst einmal an. Gleich nach den ersten Kamerafahrten tritt totale Ernüchterung ein. Ständig sind flackernde Streifen und andere Artefakte und Bildstörungen zu sehen. So geht das nicht, das ruiniert die ganze Arbeit.

Der Film wird mit anderen Settings neu exportiert. Wieder und wieder versuche ich es. Anti-Interlace-Filter ein/aus, was auch immer. Die kleinen „Testrendering“ mit 60s sind ok, der gesamte fertige Film ist es nicht. Es ist zu Haare raufen und macht mich fast wahnsinnig. Erst als ich ein 113MB großes Update aus dem Internet heruntergeladen habe, dies installiert ist und der Rechner neu gestartet ist, gelingt ein Export im WMV-Format (Windows-Media-Video). Mit einem Qualitätsfaktor von 95 ist diese Datei 2,78 GB groß, das könnte klappen.

Für den Upload verwende ich Google Chrome. Mit meiner 6 MBit DSL-Leitung benötigt der Upload viele Stunden.

Doch dann fast ein Jahr nachdem ich die vielen kurzen Video-Schnipsel und Fotos gemacht habe ist mein Film endlich online, was für ein Fest 🙂

Danach versuche ich meine erste Blu-Ray zu erstellen. Die Kapitel-Marker und Menüs sind schnell gesetzt und aus Vorlagen zusammengestellt. Doch nun muss der gesamte Film erneut gerendert werden. Ganze 4,5 Stunden soll das schon wieder dauern, ich kann es echt nicht mehr sehen…

Am nächsten Morgen freue ich mich darauf meine erste Blu-Ray in meiner SONY Playstation 3 anschauen zu können, aber statt eines Films hält mein Computer nur eine Fehlermeldung für mich bereit…

Update um 15:30

Nachdem ich meine erste Motorradtour des neuen Jahres unternommen habe und beide Mopeds nun vollgetankt und mit korrektem Luftdruck auf das nächste sonnige Wochenende warten, starte ich einen zweiten Anlauf für die Erstellung meiner ersten Blu-Ray. Und diesmal klappt es, scheinbar war der Rohling aus dem ersten Versuch fehlerhaft. Bei einer Tasse heißem Kaffee schaue ich mir meinen ersten „echten Film“ auf meinem 52″ Fernseher an und bin schwer beeindruckt wieviel besser die Qualität im Vergleich zum stark komprimierten „YouTube-Stream“ ist, den ich mir im Vergleich via Apple-TV anschaue. Die eingebetteten Bilder sind „rattenscharf“, der Tom kommt über die großen Lautsprecher „kinomäßig“ daher und letztlich macht mich das Ergebnis wirklich froh.

Nun wird es noch schwerer die Zeit abzuwarten bis die neue Nikon D800E endlich da ist. Mit dieser Kamera eine Endeckungsreise durch Island zu unternehmen, was für eine großartige Vorstellung. Vielleicht kann ich diesen Traum ja tatsächlich umsetzen, schauen wir mal…

Nodalpunkt-Adapter billig selbst gebaut

Jeder der sich schon intensiv mit der Panoramafotografie auseinander gesetzt hat kennt das Problem. Damit sich die einzelnen Aufnahmen wirklich gut zusammenfügen lassen braucht man einen „Nodalpunkt-Adapter“. Der Nodalpunkt ist ganz einfach gesagt der Punkt in dem sich die „Strahlen kreuzen“. Was bei den Ghostbusters gefährlich war ist in der Panoramafotografie wichtig! Entsprechende Adapter sind meist teuer und klobig. Seit ich die kleine Nikon AW-100 habe, ging mir der Gedanke im Kopf herum mir so etwas selbst zu basteln und zwar ganz ganz billig!

Vor einigen Wochen ging es dann zum Baumarkt, dort habe ich mir einen weiß lackierten Metallwinkel gekauft. Bei amazon.de habe ich mir ein passendes HAMA-Schraubenkit bestellt. In diesem Kit sind alle nur denkbaren Schrauben mit Stativgewinden in allen gängigen Größen drin. Mit einer kleinen Feile habe ich die Bohrungen in dem Metallwinkel so vergrößert, dass die Schrauben hindurch passen. Auf die lange Seite habe ich ein Stückchen Moosgummi geklebt. An der schmalen Seite habe ich ein Langloch gefeilt. So kann ich die AW-100 an diesem Winkel prima hin und her schieben. Einige Panoramafotos habe ich damit auch schon gemacht. Den zugehörigen Artikel findet ihr hier.

Heute habe ich ausprobiert wie sich die neue Fuji X100 auf diesem selbstgebastelten Zubehörteil macht. Was soll ich sagen, sie passt ganz großartig! Erste Testfotos werde ich morgen aufnehmen.

So sieht mein selbst gebastelter billiger Nodalpunkt-Adapter aus wenn die X100 angeschraubt ist. Das Moosgummi gibt es in der Bastelabteilung eines jeden Baumarktes, ich habe es mit Sekundenkleber fixiert. Toll ist, dass man an den Blitzschuh der X100 eine kleine Wasserwaage stecken kann. So ist es sehr viel einfacher die Kamera exakt auszurichten. Um den Nodalpunkt ganz exakt zu treffen muss man ein wenig experimentieren. Wenn ich den Winkel ganz leicht nach hinten schwenke scheint es sehr gut zu passen. Aber die ersten Testbilder werden es morgen zeigen!

Fuji X100 mit Nodalpunkt-Adapter I

Fuji X100 mit Nodalpunkt-Adapter II

Fuji X100 mit Nodalpunkt-Adapter III