Nikon D800E – 200mm Brennweiten im Vergleich

Nachdem ich vor einigen Tagen verschiedene 300mm Brennweiten an der Nikon D800E miteinander verglichen habe, gibt es heute einen Vergleich verschiedener 200mm Brennweiten. Diese Objektive stehen diesmal auf dem Programm. Es ist eine Mischung aus teils uralten extrem preiswerten 200mm Festbrennweiten, einem modernen Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm Zoom, einem 18-200mm Superzoom im DX-Format und einem 150mm Zeiss-Objektiv das eigentlich für Hasselblad-Kameras gedacht ist. Dieses große schwere Zeiss-Objektiv lässt sich in Verbindung mit einem recht preiswerten Adapter sehr gut an der D800E und vergleichbaren Kameras nutzen.

Testkandidaten

Hier die Testkandidaten, anklicken für Originalgröße…

Nikon D800E - 200mm - Lens Comparison - Objektivvergleich

Von links nach rechts

  • Nikon MF Ais 4/200mm
  • Tokina MF 3,5/200mmm
  • Nikon MF Ai 4/200mm
  • Zeiss / Hasselblad 4/150mm
  • Nikon MF AiS 4/80-200mm
  • Nikon MF AiS 5.6/100-300mm
  • Sigma EX 3.5/180mm Macro
  • Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm
  • Nikon AF-S VR 18-200mm DX (Nicht abgebildet)

Auch wenn nicht alle Objektive genau bei 200mm Brennweite liegen, so ist der Vergleich dieser Linsen doch spannend. Der extrem hochauflösende Chip der D800E sollte hier jede noch so kleine Schwäche unerbittlich enttarnen. Aus dem RAW-Bildern habe ich mit Nikon Capture sehr hochauflösende ca. 12MB große JPG-Dateien erstellt. Alle Dateien wurden mit den gleichen Einstellung im Batch-Verfahren konvertiert.

Testaufbau

DX-Objektive an der D800E

Dieses Bild habe ich mit dem Nikon AF-S VR 18-200mm Superzoom aufgenommen. Ein Objektiv, dass von Forums-Experten gern mal als „Deppenzoom“ bezeichnet wird, das aber trotzdem unter Nikon Fans im DX-Format sehr beliebt ist. Dieses Bild zeigt sehr schön, dass man mit diesem Objektiv durch aus auch an der D800E arbeiten kann, aber man muss das Ergebnis kräftig beschneiden, so dass letztlich nur etwa 18 Megapixel übrig bleiben. Für viele Anwendungen ist das noch halbwegs ok und man hat ein kleines kompaktes Objektiv im Gepäck. Will man aus seiner D800E jedoch das Maximum herausholen, so ist diese Kombination nicht empfehlenswert.

Testergebnisse

Diese Original-Dateien habe ich auf meinem Webserver für Euch abgelegt (Jeweils ca. 12MB).

Diskussion der Ergebnisse

Auflösung bei Blende 11

Schauen wir uns die Ergebnisse im Detail an. Beginnen wir mit dem Auflösungvermögen bei Blende 11. Bei dieser Einstellung liefern diesen Objektiven die beste Auflösung. Ausgesucht habe ich einen Ausschnitt aus dem unteren Bildbereich. Dort ist die Anforderung an die Auflösung extrem hoch. Wirklich überraschend ist hier, dass abgesehen vom 18-200mm „Deppenzoom“ alle Objektive sehr ähnliche Ergebnisse liefern. Schaut man ganz genau hin, so liefert das Sigma EX 3,5/180mm die beste Qualität, bei geringer Verzeichnung und hohem Kontrast. Das moderne Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm schlägt sie recht gut, zeigt allerdings eine deutliche Verzeichnung. Auch ist beim 70-200 eine leichte Randunschärfe deutlich sichtbar. Das alte billige AiS 80-200mm Schiebezoom schlägt sich hier sichtbar besser.

Das Zeiss-Objektiv bietet neben gutem Kontrast und hoher Auflösung eine praktisch verzeichnungsfreie Abbildung. Eine Vignettierung ist auch bei offener Blende praktisch nicht erkennbar. Diese Objektive verdienen Ihren guten Ruf durchaus. Und in Verbindung mit einem professionellen Mittelformatrückteil werden sie an einer Hasselblad perfekte Ergebnisse produzieren. Die Nutzung an einer Kleinbild-Spiegelreflex ist mittels eines Adapters zwar möglich, aber doch irgendwie esoterisch. Das Objektiv ist einfach sehr groß und schwer und wenn man mit einem kleinen, leichten sehr billigen Nikon AiS 4/200mm sehr ähnliche Ergebnisse erzielt, warum sollte man sich dann mit dem großen Zeiss/Hasselblad-Objektiv abmühen?

Auflösung am Bildrand bei Blende 11

Ein Blick in die obere linke Ecke zeigt, dass alle Kandidaten bei Blende 11 praktisch keine sichtbare chromatische Aberration produzieren. Den Ausschnitt des 18-200mm DX-Objektivs habe ich entsprechend vergrößert. Schaut man sich das Sigma bzw. das Zeiss-Objektiv im direkten Vergleich an so wird klar, dass ein DX Objektiv an der D800E nicht vielmehr als eine Notlösung darstellt. Beim AF-S VR 2.8/70-200 ist die Verzeichnung gut sichtbar. Und auch hier schlägt sich das alte 80-200mm Schiebezoom erneut wirklich gut. Interessant finde ich, dass das uralte von mir selbst auf Ai umgebaute Nikon 4/200 (aus der Ära der Nikon F) sich im Vergleich zu den deutlich moderneren Objektiven sehr gut schlägt. Das Ergebnis ist praktisch identisch und zeigt mir einmal mehr, dass der gute Ruf der Nikon-Objektive seit mehr als 60 Jahren mehr als berechtigt ist.

 

Einschränkungen

So spannend wie dieser Vergleich auch sein mag, man sollte bedenken, dass alle Bilder im Nahbereich mit einem Abstand von etwa 2-3 Metern aufgenommen wurden. Besonders das Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm zeigt in diesem Nachbereich bei offener Blende nicht das was es eigentlich kann. Schaut man die Bilder im Detail an, so wirken sie bei Blende 2,8 und 4 irgendwie unscharf und verwackelt. Mich hat das zunächst irritiert. Daher habe ich sie mehrfach neu aufgenommen. Aber stets mit gleichem Ergebnis. Dieses Objektiv arbeitet in Nahbereich nicht optimal. Sobald man auf ein Motiv fokussiert, das 5-10 Meter und weiter entfernt ist, verschwindet dieser Effekt, zumindest bei meinem Exemplar. Wer sich für das Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm interessiert sollte daher ggfs. mit „seinem“ Modell einige Testaufnahmen machen.

Fazit

Dieser kleine Vergleich zeigt erneut, dass die alten manuell fokussierten Objektive nicht zu unterschätzen sind. Man bekommt sie sehr preiswert und falls man sie bei Blende 8/11 verwenden kann, liefern sie durchweg brauchbare Ergebnisse.

Das Nikon AF-S VR 2.8/70-200 zeigt eine deutlich sichtbare Verzeichnung und ausgeprägte Randunschärfe. Im mittleren Bildbereich ist die Auflösung. mit der oben beschriebenen Einschränkung, sehr gut. Damit empfiehlt es sich eher als lichtstarkes „Supertele“ für DX Kameras. Hier wird es sichtbar bessere Ergebnisse liefern als das Nikon AF-S VR 18-200 Superzoom Objektiv. Aber man muss auch den vierfachen Preis und etwa das dreifache Gewicht einkalkulieren.

Wer sehr genau auf jeden Cent achten muss, der hat mit dem Tokina 3,5/200mm ein sehr kompaktes sehr preiswertes kleines Teleobjektiv, für das man bei den diversen Onlineplattformen kaum mehr als 50-100 Euro bezahlen wird. Wer nicht unbedingt zoomen will, der könnte sich als Alternative zum Nikon 70-200 das Sigma  3,5/180mm Macro kaufen. Es bietet bei ähnlicher Brennweite eine wirklich hervorragende Bildqualität und kostet neu kaum mehr als 500 Euro. Ein echter Preistipp!

Nikon D800E – 300mm Teleobjektive im Vergleich

Schaut man sich die Liste der Teleobjektive an bei Nikon innerhalb der letzten 50 Jahre konstruiert wurden so wird schnell klar, dass dies eine heimliche Leidenschaft der Nikon-Ingenieure sein muss. Nikon Kameras werden von vielen Profis eingesetzt und diese Profis sind oft bei Sportveranstaltungen oder dort wo es Promis zu sehen gibt unterwegs. Eine ganz andere Fotografen-Spezies ist weltweit unterwegs und lauert auf das ultimative Tierfoto. All diesen Fotografen gibt Nikon seit vielen Jahren zu teils exorbitanten Preisen hervorragende Teleobjektive an die Hand.

Geht man an einem schönen sonnigen Tag mal in einen Zoo, so sieht man viele Amateure mit ihren „langen Tüten“ zwischen den Gehegen umherstreifen, auch sie sind auf der Suche nach dem ultimativen Tierfoto. Die Mehrzahl der Fotoamateure träumt insgeheim vom einem ultimativen Teleobjektiv so wie sie es in den Nachrichten auf den Stativen der Profis zu sehen bekommen. Doch wirklich leisten können sich das nur wenige. Erst vor einigen Tagen hat Nikon ein neues 800mm Supertele vorgestellt, dieses dicke Ding wird soviel kosten wie ein Kleinwagen. Außerdem wird es schwer sein wie ein Stück Blei und man wird damit auf allen Flugreisen ein Problem wegen der Größe und des Gewichts dieses Objektivs haben.

Welche Teleobjektive an der D800 bzw. der D800E was können, was sie wiegen und kosten, das will ich heute ein wenig ausloten.

Beginnen wir mit einem Nikon AF-S VR 4/200-400mm. Dieses Ding kostet runde 6.500 Euro und liegt damit an der Obergrenze dessen was ein „normaler“ Fotoamateuer investieren kann. Dieses Telezoom ist nicht nur teuer, es ist auch groß und schwer. Bei meinen letzten Reisen hatte ich mit diesem Monstrum regelmäßig Probleme mit dem Handgepäck. Aber, es liefert auch geniale Ergebnisse und der 2-fach Zoombereich gibt einem die in der Tierfotografie oft notwendige Flexibilität. In Verbindung mit den Video-Features ist es an der D7000 oder auch der D800E gibt, ist es ein tolles Gerät für die Beobachtung von Tieren. Gelegentlich verwende ich es auch mit dem Nikon TC17-E II Teleconverter. Damit funktioniert der Autofokus noch, das Sucherbild ist ausreichend hell und der Vergrößerungsfaktor gewaltig. Nutzt man es mit einer DX-Kamera hat man ein halbwegs bezahlbares und transportables Supertele mit dem man sich nirgendwo zu schämen braucht 🙂

Hier eines meiner Beispielvideos.

Zurück zu meiner kleinen Testreihe, so sieht dieses Telefobjektiv an der D800E aus. Ein echt „dicker Brummer“, gell?

Nikon D800E & Nikon AF_S VR 4/200-400mm

Wenn die enormen Abmessungen und das Gewicht des großen Teleobjektivs nicht „tragbar“ sind, nehme ich in der Regel das Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm und den 1.7er Teleconverter mit. Damit hat man ein kompaktes relativ lichtstarkes Objektiv mit sehr guten Abbildungseigenschaften. Diese Kombination ist neu für etwa 2.300 Euro zu haben.

Nikon D800E & Nikon AF_S VR 2.8/70-200mm / Nikon TC17-E II

Auf dem Gebrauchtmarkt bekommt man mit ein wenig Glück für etwa 1.000 Euro das schon recht betagte Nikon AF-D VR 80-400mm. Der 1.7er Teleconverter funktioniert mit diesem Objektiv allerdings nicht und es hat keinen AF-S Motor, also keinen eingebauten Ultraschallantrieb für den Autofokus. Das Fokussieren muss also ein Motor in der Kamera übernehmen. Viele preiswerte Nikon DSLR-Modelle verfügen inzwischen nicht mehr über diesen Motor, so dass man genau hinschauen muss, ob dieses Objektiv für die eigene Kamera geeignet ist oder nicht.

Nikon D800E & Nikon AF-D VR 80-400mm

Wer noch weniger Geld hat, der bekommt für etwa 150 Euro auf dem Gebrauchtmarkt Objektive wie das Nikon AiS 5.6/100-300mm zu kaufen. Es ist ein Schiebezoom mit sehr brauchbarer Abbildungsqualität. Es ist recht leicht und sehr kompakt. Damit könnte es für all jene interessant sein, die ein Teleobjektiv weniger für die Tier- als vielmehr für die Landschaftsfotografie suchen. Wer Landschaften fotografiert muss oft lange Wanderungen über weite Distanzen zurücklegen um zur ultimativen Fotolocation zu gelangen. Mit einem kleinen leichten Teleobjektiv wie diesem hier, fallen solche Wanderungen spürbar leichter aus.

Nikon D800E & Nikon AiS 5.6/100-300mm

Ok, schauen wir uns an was diese Objektive leisten. Ich habe hier eine Testreihe für Euch und jeweils von der größten Blende bis Blende 22 ein kleines Testchart im Format DIN A3 abfotografiert, dass ich mit einem EPSON STYLUS PRO R2880 auf Fotopapier gedruckt habe. Das Papier hat leider keine perfekt matte Oberfläche, daher reflektiert bei einigen Bildern die Oberfläche das einfallende Tageslicht. Alle Bilder sind bei etwa 300 Brennweite entstanden. Die D800E stand auf einem Stativ und wurde mit der Spiegelvorauslösung so erschütterungsfrei wie irgend möglich ausgelöst.

Versuchsaufbau

Mein Versuchsaufbau sah etwa so aus. Damit Ihr einen Eindruck von der Größe des Testcharts bekommt, habe ich mal einen einfachen Gliedermaßstab davor gestellt.  Das Testchart ist mit Tesafilm an einem alten Karton befestigt und diesen habe ich auf ein Regal gestellt um das Testchart ablichten zu können.

Liste der Testbilder

Hier habe ich Euch die konvertierten Testbilder in voller Auflösung bereitgestellt. Wer ein Original-RAW-Bild haben möchte, der muss sich einfach melden. Aber, diese Dateien sind pro Stück etwa 45MB groß!! Um die Bilder in der vollen Größe zu öffnen, einfach auf die Links klicken. Sie sollten in neuen Fenstern oder neuen TABs geöffnet werden. Damit kann man sie dann sehr einfach miteinander vergleichen.

  1. Nikon AF-S VR 4/200-400mm
    1. Blende 4
    2. Blende 5.6
    3. Blende 8
    4. Blende 11
    5. Blende 16
    6. Blende 22
  2. Nikon AF-D VR 5.6/80-400mm
    1. Blende 5.6
    2. Blende 8
    3. Blende 11
    4. Blende 16
    5. Blende 22
  3. Nikon AiS 5.6/100-300mm
    1. Blende 5.6
    2. Blende 8
    3. Blende 11
    4. Blende 16
    5. Blende 22
  4. Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm & TC17-E II
    1. Blende  5.6
    2. Blende 8
    3. Blende 11
    4. Blende 16
    5. Blende 22

Diskussion der Bildergebnisse

Schaut man sich die Bilder an so fällt schnell auf, dass alle Objektive bei vollständig geöffneter Blende eine sichtbare Vignettierung zeigen. Blendet man die Objektive um 2-3 Stufen ab, so verschwindet die Vignettierung fast vollständig und die Abbildungsqualität erreicht das Maximum. Bei Blende 16 und Blende 22 ist keine Zunahme der Abbildungsqualität mehr erkennbar. Ganz im Gegenteil, nun kommen die Beugungseffekte an den Blendenlamellen ins Spiel und die Abbildungsqualität nimmt sogar ab!

Schauen wir einmal ins „Zentrum“ der vier Testkandidaten bei offener Blende.

Nikon D800E - 300mm - Shaprness Comparison

Der gleiche Ausschnitt bei Blende 11

Nikon D800E - 300mm - Shaprness Comparison

Nun die obere linke Ecke bei Blende 11

Nikon D800E - 300mm - Shaprness Comparison

Auch wenn die Testumgebung sicher nicht perfekt und die Ausleuchtung verbesserungswürdig ist, so zeigt diese Gegenüberstellung doch die exorbitant gute Bildqualität des Nikon AF-S VR 4/200-400mm Objektivs. Die Bilder sind sehr scharf und man kann fast die Papierfasern erkennen. Im Vergleich fallen die drei anderen Objektive sichtbar ab. Beim AF-D 80-400mm hat man den Eindruck, dass dieses Objetkiv den krassen Chip der D800E einfach nicht mehr adäquat mit Bildmaterial versorgen kann.

Trotz Teleconverter liefert das AF-S VR 2.8/70-200mm noch brauchbare Ergebnisse. Ohne Teleconverter wäre es auf dem Niveau des 200-400mm Objektivs. Das uralte billige 100-300mm Schiebezoom schlägt sich gar nicht so schlecht. Wenn man bedenkt, dass man es auf dem Gebrauchtmarkt sehr sehr preiswert kaufen kann, ist es durchaus eine Empfehlung wert, wenn das Geld für eine der teuren Linsen nicht ausreicht.

Die Hersteller Tamron, Sigma und Tokina haben ebenfalls sehr brauchbare Objektive im Angebot. Welches Objektiv nun perfekt ist, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wer einen guten Fotohändler in der Nähe hat sollte fragen, ob er die 2-3 Objektive die er in der engeren Auswahl hat für ein paar Stunden ausleihen kann um sich eine eigene Meinung zu bilden.

In meinem Shop findet ihr ggfs. ein Testchart im Format 60x90cm. Es ist richtig matt, spiegelt also nicht wie diese kleine „Testvariante“ und weil es auch viel größer ist, spielt die Struktur des Papiers bei der Diskussion der Bildergebnisse eine untergeordnete Rolle. Allerdings braucht man für den Test eines Teleobjektives mit einem großen Testchart auch wirklich viel Platz! Ich hatte ihn heute nicht, daher habe ich mein kleines DIN A3 Testchart verwendet. Will man bei 60x90cm ein 400mm Teleobjektiv testen, so sollte man einen Raum haben der etwa 8 – 10 Meter breit oder lang ist. Notfalls kann man auch in den Garten ausweichen und das Testchart beispielsweise an die Hauswand hängen. 🙂

Hier der Link zum Testchart in meinem Shop.

Anas – Allein auf Weltreise – Teil I

Nach ein paar Jahren als Berater bei der Mummert + Partner Unternehmensberatung AG habe ich im Jahr 2000 meinen Arbeitskollegen Anastasios kennen gelernt. Seine Freunde nennen ihn kurz „Anas“. In den gemeinsamen Jahren als Berater waren wir viel zusammen unterwegs, haben hier und da ein Jahr im gleichen Hotel gewohnt, bis tief in die Nacht hinein schlaue Sachen programmiert und uns danach noch gemeinsam ein Bier genehmigt. Die Nachtwächter kannten uns irgendwann und im Hotel gehörten wir bald zum Inventar. Im Jahr 2005 trennten sich dann unsere beruflichen Wege, doch Freunde sind wir trotzdem geblieben, auch wenn wir uns ein wenig aus den Augen verloren haben.

Vor ein paar Tagen erreichte mich dann diese Postkarte aus China…

Auf die Rückseite hat er in gewohnt knapper Weise diese Worte geschrieben:

Ich war ziemlich platt und als dann ein paar Tage die nächste Postkarte eintrudelte begann ich mich zu wundern. Diese Postkarte sieht so aus:

Hier gibt es diese Worte zu lesen:

In der nächsten Woche fand ich dann diese Postkarte in meinem Briefkasten:

Und wieder gibt es eine Nachricht die kurz und bündig ist:

Am Freitag habe ich dann Abends diese Karte gefunden:

Darauf steht zu lesen:

Spätestens nach dieser Postkarte wurde ich massiv stutzig. Irgendwie war ich der Meinung, dass er vielleicht schon wieder daheim sein könnte und habe ihm eine E-Mail geschickt. Seine Antwort enthielt dann einen Link zu seiner „Reise-Bildersammlung“ die ihre Wurzeln bereits im Mai 2012 hat. Und ich war platt, der Anas macht ein Weltreise, ganz allein mit einer Kamera und einem Rucksack um die Welt. Irgendwann im Januar 2013 will er wieder zurück sein. Bis dahin soll ihn sein Weg über Moskau kreuz und quer durch Asien bis nach Australien führen. Davon eine derart lange Reise zu machen habe ich bislang nur geträumt, verwirklichen lies sie sich bislang leider nicht. Irgendwas kommt immer dazwischen, meist sind es der Job und das notwendige Kleingeld.

Umso spannender war es für mich in den vielen Bildern zu stöbern die Anas im Web abgelegt hat. Aus den Überschriften der Foto-Ordner kann man seine Reiseroute rekonstruieren. Ich habe ihn per E-Mail gefragt ob ich daraus eine kleine Artikel-Serie für meinen BLOG machen darf und ob er auch die Insel JAVA bereisen wird. Das war natürlich ein Insiderscherz, da wir früher alles in .NET programmiert haben und er inzwischen mit JAVA arbeitet.

Diese Antwort habe ich heute von ihm erhalten:

hi ansgar!

java (die insel gab der kaffeebohne ihren englischen namen) und bali werde ich noch bereisen. sumatra (wie die kaffeesorte die man kaufen kann) werde ich wohl aus zeitmangel streichen. ja, ich weis, ich habe mehr als genug zeit, aber ich will halt nach australien. ich werde in etwa 4 wochen von singapur nach jakarta fliegen, ein mal von west nach ost ueber die insel reisen, dann mit der faehre nach bali uebersetzen. nach einer ruhepause auf der insel geht es dann mit dem flieger nach australien. eine route habe ich nur grob: ich weis wo ich in etwa lang will, aber genaueres kann ich nicht sagen. ich werde z. b. am 27 in bankog ankommen, habe dort kein zimmer (was aber noch nie ein problem war) und keine ahnung ueber welche stops ich nach sueden richtung malaysia (kuala lumpur) und singapur reisen werde. texte gibt es nicht, das ist mir zu aufwendig. da ich quasi jeden tag mehrere mails schreibe moechte ich nicht mehr zit fuer einen blog draufgehen lassen. aber alle mails zusammen sind dann in auszuegen doch so etwas wie ein tagebuch 🙂

wenn du das in deinen blog packen willst … dann muss ich dir ja immer die schoenste karte schicken 🙂 bekommen wirst du noch welche, ich werde ja noch durch kambodscha, thailand, malaysia, singapur, indonesien und australien reisen. wenn du willst kannst du auch ein bild von meinen bildern zum bloggen aussuchen, ich habe die in hoeherer ausfloesung auf der kamera. aber wie das so ist mit den amateuren: alle bilder sind im vorbeilaufen geschossen oder aus einem fahrzeug, ohne vorbereitung oder stativ. der ort ist dem ordnernamen zu entnehmen (moskau, peking, etc.). so, ich muss jetzt mal einen eiskaffee schluerfen gehen. die schmecken hier richtig genial.

beste gruesse,
anas.

Na wenn das keine Aufgabe ist! Hier habe ich seine bisherige Reiseroute rekonstruiert:

Reiseroute von Mai 2012 bis Juli 2012 – Anklicken für volle Auflösung

Hier seine Zwischenstopps im Detail:

  • 2012-05-18 bis 2012-05-24 Moskau
  • 2012-05-24 bis 2012-05-29 Transsib 1
  • 2012-05-29 bis 2012-05-31 Ulan Bator
  • 2012-05-31 bis 2012-06-01 Transsib 2
  • 2012-06-01 bis 2012-06-06 Peking
  • 2012-06-06 bis 2012-06-10 Tokio
  • 2012-06-10 bis 2012-06-12 Kyoto
  • 2012-06-12 bis 2012-06-13 Nara
  • 2012-06-13 bis 2012-06-15 Osaka
  • 2012-06-15 bis 2012-06-16 Nagano
  • 2012-06-16 bis 2012-06-17 Tokio
  • 2012-06-17 bis 2012-06-19 Seoul
  • 2012-06-19 bis 2012-06-21 Syncheon
  • 2012-06-20 Yeosu Expo 2012
  • 2012-06-21 bis 2012-06-26 Seoul
  • 2012-06-26 bis 2012-07-01 Hong Kong
  • 2012-06-28 Macau
  • 2012-07-01 bis 2012-07-05 Hanoi
  • 2012-07-05 bis 2012-07-07 Ha Long und Cat Ba
  • 2012-07-08 bis 2012-07-10 Hue
  • 2012-07-10 bis 2012-07-12 Hoi An
  • 2012-07-10 Easy Rider Tien
  • 2012-07-13 bis 2012-07-14 Nha Trang
  • 2012-07-14 bis 2012-07-15 Da Lat
  • 2012-07-15 bis 2012-07-17 Saigon
  • 2012-07-18 bis 2012-07-20 Phnom Penh
  • 2012-07-21 bis 2012-07-23 Battambang

Hier nun einige Bilder die ich für Euch aussuchen durfte. Ich bin mir sicher, weitere werden folgen 🙂

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Hier geht es weiter mit Teil II seiner wunderbaren Reise.

Luftaufnahmen einfach selbst erstellen

Welcher engagierte Video-Amateuer hat nicht schon einmal davon geträumt Aufnahmen aus der Luft zu machen? Bislang wawr dies nur mit wirklich teuren Modellhubschraubern möglich, die in der Lage waren eine „richtige“ Kamera zu tragen. Mit dem Erscheinen der ersten GoPro-Kameras wurden die Anforderungen an die Tragfähigkeit des „Luftfahrzeugs“ geringer, aber es war dennoch ein komplexes und exklusives Vergnügen. Mit der AR.DRONE 2.0 ist nun in deutschen Geschäften via Saturn und Mediamarkt zum Preis von etwa 300 Euro eine kleine Drohne erhältlich, die über ein iPad oder ein iPhone bzw. einen iPod Touch der neueren Generation gesteuert werden kann. Der absolute Clou bei der Geschichte ist, dass man während der Steuerung bspw. via iPad sehen kann was die Kamera der Drohne gerade aufzeichnet. Das ist wirklich ziemlich cool!

Der Hersteller der AR.DRONE ist www.parrot.com

Aber man sollte es nicht übertreiben, sonst muss wie in diesem Video gezeigt irgendwann einmal die Feuerwehr ausrücken um eine dieser Drohnen zu „retten“.  Und das könnte ggfs. nicht so glimpflich ausgehen wie bei diesen netten Feuerwehrleuten in Las Vegas!

Hier habe ich ein sehr professionell produziertes Video von Chase Jarvis für Euch. Schaut Euch am Schluß mal an wie sie hier den Flug über die „U-Bahntreppe“ realisiert haben! Da hing eine Nikon D7000 unter einem 2.0000$ Hubschrauber! Das geht inzwischen viel einfacher und presiwerter!

Ganz spannend sind auch die Flugaufnahmen in diesem Video:

Wer jetzt angefixt ist und sich das Ding kaufen geht, der schreibt mir bitte eine E-Mail und schickt mir einen Link zu seinen ersten Videos 🙂

Schweiz 2012 – Sandras Geschichte

Unsere Reise in die Schweiz liegt nun schon wieder ein paar Tage zurück. Während ich abends meine „Bilder des Tages“ gesichtet und einen ausführlichen Artikel für diesen BLOG geschrieben habe, hat es Sandra ruhiger angehen lassen. Sie hat die Erlebnisse aller Tage in einem großen Artikel zusammen gefasst. Wer gern ihre Geschichte lesen möchte, der findet sie hier oder klickt einfach auf das „Vorschaubild“. ich wünsche Euch viel Spaß bei der Lektüre 🙂