Nikon D600 – Vorstellung am 15. September 2012

Es ist der 25. August und am 18. September 2012 wird die Photokina 2012 ihre Pforten in Köln öffnen. Seit der Vorstellung der Nikon D800 wartet die internationale Fangemeinde auf die Präsentation der neuen D600. Zum Jahresbeginn wurde die D4 am Wochenende vor der CES in Las Vegas präsentiert. Dieser Vorstellungstermin war nicht ungeschickt gewählt und löste während der CES einen wahren Run auf den Nikon-Stand aus. Derzeit verdichten sich die Anzeichen, dass Nikon am Wochenende vor der Photokina mindestens ein neues Modell präsentieren wird. Ich halte die Vorstellung der D600 für wahrscheinlich.

Ob auch ein Nachfolgemodell für die D300s vorgestellt wird bleibt abzuwarten. Diese Lücke ist derzeit mit der D7000 sehr gut besetzt und ob es sinnvoll ist, zwei nahezu identische Kameras mit jeweils 24 Megapixeln im Programm zu haben (FX-D600 & DX-D400), das muss man abwarten.

Update: Über die genauen technischen Daten der neuen D600 konnte bis zum 13. September 2012 nur spekuliert werden. Inzwischen kennen wir die finalen technischen Merkmale:

  • 24.3-megapixel FX-format (full-frame) CMOS sensor with excellent signal-to-noise ratio and wide dynamic range. Delivers richly detailed images with smooth tonal gradations.
  • Highly sensitive autofocus with Multi-CAM4800 39-point AF system: delivers fast and precise coverage across the frame. Sensitive down to -1 EV and compatible up to f/8.
  • ISO 100–6400: extendable up to 25,600 (equivalent) and down to 50 (equivalent). Enables faster shutter speeds for finely detailed images with minimal noise.
  • Multi-area D-Movie records FX- and DX-format Full HD (1080p) movies in 30p, 25p and 24p. Max recording time approx. 29 minutes 59 seconds. Offers uncompressed HDMI output to external devices and high-fidelity audio control.
  • EXPEED 3 image processing engine with 14-bit A/D conversion and 16-bit image processing for superb tonal gradation.
  • HDR (High Dynamic Range): ideal for high-contrast scenes. Takes two shots within a single shutter release to create an image with an extremely wide dynamic range, low noise and rich color gradation.
  • Active D-Lighting: capture more detail in high-contrast lighting conditions. Nikon’s Active D-Lighting automatically retains the details in both dark and bright areas for stunning images with natural contrast.
  • Scene Recognition System: the camera’s image sensor and its 2,016-pixel RGB sensor provide precise data to the Scene Recognition System, which optimizes exposure, autofocus and white balance immediately before the shutter is released for sharply defined images.
  • Time-lapse shooting: use Interval Timer Shooting to trigger the shutter at preset intervals. Use Time Lapse Photography to save images as movie files and view slow action in fast playback, with playback rates from 24 to 36,000 times faster than normal.
  • Picture Controls customize the look of your stills and videos by fine-tuning parameters such as sharpness, saturation, and hue before capture.
  • Precision 8-cm (3.2-in.), 921k-dot, VGA LCD monitor with automatic monitor brightness control. Delivers bright, crisp image playback with a wide color reproduction capacity.
  • High-performance viewfinder with approx. 100% frame coverage and 0.7x magnification. Offers DX Crop Mode with viewfinder marking.
  • 5.5 fps continuous shooting: capture fast-moving action at five-and-a-half frames per second.
  • Quiet shooting mode: perfect for discreet photography, the sound of the camera’s mirror return mechanism is noticeably reduced.
  • Mirror balancer: minimizes the bounce of the mirror’s down movement, extending viewing time and allowing more time for AF operation—one reason the D600 achieves AF and focus tracking even during high-speed continuous shooting.
  • Compact, light and durable: built to withstand severe conditions, the camera boasts magnesium alloy top and rear covers and weighs only 760 g (without battery). Weather-sealed to the same degree as Nikon’s professional D800 SLR, it offers enhanced resistance to moisture and dust.
  • Dual-axis electronic virtual horizon: you can confirm the camera’s position relative to the horizontal plane and its pitch (forward or rear rotation) using the LCD monitor, or the viewfinder.
  • Twin SD card slots: two SD memory card slots offer enhanced shooting flexibility. Use the second card when the first is full, or record stills on one and movies on another. SDXC and UHS-I compatible.
  • Wireless transfer: Nikon’s optional WU-1b Mobile Adapter lets you share images directly from the D600 to a smartphone or tablet, or to control the camera remotely via your smart device*.
    * Compatible with smart devices using Android OS. Compatibility with iOS will be available from fall, 2012. A Wireless Mobile Adapter Utility must be installed on the smart device prior to use. This utility can be downloaded from Google Play™ at no charge.

In großen Stückzahlen lieferbar wird diese neue Kamera voraussichtlich zum Weihnachtsgeschäft sein. Danach werden auf dem Gebrauchtmarkt die Preise für die Nikon D700 kräftig purzeln. In den diversen Foren wird derzeit ein Kaufpreis in Höhe von ca. 1.500 Euro gehandelt. Damit wird ein neuwertiges Exemplar der D700 für ca. 1.300 Euro erhältlich sein. Für alle die sich künftig die Umrechnung von Brennweiten zwischen dem DX- und FX-Format sparen wollen und die sich „ISO ohne Reue“ wünschen, werden im Januar 2013 paradiesische Zeiten anbrechen. Bei amazon.de findet man aktuell die D700 in sehr gutem Zustand aktuell bereits zu Preisen zwischen 1.300 und 1.600 Euro.

Update 20.09.2012:

Bei Amazon ist die Nikon D600 bereits gelistet: Nikon D600 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, Live View) nur Gehäuse schwarz

Hier habe ich zwei Fotomontagen bei denen ich eine „virtuelle D600“  aus einer D7000 und einer D800 in Photoshop zusammengefügt habe. Diese Montagen sind einige Wochen vor der Nikon-Pressekonferenz entstanden. Die „echte Nikon D600“ sieht ein wenig anders aus!

Nikon D600 - Rückseite - Back - Display

Nikon D600 - Front - Top

Update am 13.09.2012

Bei Nikon hat man die Welt wieder überrascht und war zwei Tage schneller als meine Prognose 🙂 Unabhängig davon wird es auch in Deutschland noch die eine oder andere Pressekonferenz zu dieser neuen Top-Kamera geben. Und die ersten Bilder zeigen, dass ich mit meinen „Kollagen“ gar nicht so weit weg bin vom endgültigen Design der neuen Nikon D600.

So sieht sie wirklich aus:

Nikon D600 - AF-S VR 24-120mm - Front - Top

Eine Auswahl erster Beispielbilder aus dieser Kamera gibt es bereits auf der Nikon US-Webseite zu sehen.

http://imaging.nikon.com/lineup/dslr/d600/sample.htm

Anas – Allein auf Weltreise – Teil III

Es gibt Neuigkeiten von meinem Freund Anastasios der nun schon seit April 2012 allein um die Welt reist. Aktuell ist Anas in der Stadt Kho Phi Phi in Thailand. In seiner letzten E-Mail schreibt er:

[…] mein „neues hobby“ ist dann auch nicht ganz vergleichbar, aber ich habe schon jetzt das gefuehl dass es ein nteures ist. ich war gestern tauchen (mit flasche und so weiter), gehe morgen wieder los, und der spass kostst jedes mal so an die hundert euro. was man am ende des tages hat sind in der regel schoene impressionen. morgen soll ich angeblich verschiedene zahme haiarten zu gesicht bekommen. noch koennte ich mit zehn fingern schreiben 😉 […]

beste gruesse aus kho phi phi in thailand,
anas.

Am Wochenende hat mich auch wieder eine Postkarte aus Kambodscha erreicht.

Seine aktuelle Reiseroute habe ich anhand der letzten Fotos für Euch rekonstruiert.

  • 2012-07-31 bis 2012-08-04 Ko Tao
  • 2012-08-04 bis 2012-08-07 Ko Phagnan
  • 2012-08-07 bis 2012-08-09 Ko Samui
  • 2012-08-09 bis 2012-08-13 Patong
  • 2012-08-10 Visa Run Myanmar
  • 2012-08-12 Tauchen Racha Noi und Racha Ya

Aktuell sieht das etwa so aus:

Hier habe ich einige der neuesten Fotos für Euch herausgesucht:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nikon D800E – AF-S 2.8/70-200mm + AiS 2.8/55mm

Nach ein paar Tagen mit schlechtem Wetter scheint endlich mal die Abendsonne. Etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang wird die D800E mit einigen Objektiven eingepackt. Im obigen Video habe ich diese Linsen einzeln vorgestellt. Mein Ziel ist ein Feld mit farbenfrohen schönen Blumen. Mein Auto kann ich direkt neben dem Feld abstellen und es kann sofort losgehen. An die D800E setze ich eines meiner Lieblingsobjektive, ein etwa 20 Jahre altes AiS 2.8/55mm Micro Nikkor. Ein altes Macro-Objektiv ohne CPU und ohne Autofokus, es ist komplett aus Metall gebaut und funktioniert auch nach vielen Jahren noch wie am ersten Tag. Nach etwa 100 Bilder geht es zurück zum Auto, das 55er Macro muss dem AF-S VR 2.8/70-200mm weichen. Etwa 50 Bilder später geht es auf die andere Straßenseite. Dort lockt ein einsamer Baum am Horizont. Auf dem Feld davor liegen die letzten runden Strohballen. Vielleicht wurde der Bauer vom Regen überrascht und lässt sie nun auf dem Feld trocknen? Wie dem auch sei, sie bieten sich an das langweilige Stoppelfeld ein wenig zu strukturieren. Es ist etwa 30 Minuten vor Sonnenuntergang und die Strohballen werfen im letzten Abendlicht schöne lange Schatten.

Schauen wir uns die Ergebnisse im Detail an. Hier habe ich einige Bilder für Euch ausgesucht und eine JPG-Version in Originalgröße auf meinem Webserver abgelegt. Einfach auf die kleinen „Vorschaubilder“ klicken und etwa 10MB später könnt Ihr Euch die großen Varianten anschauen.

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AiS 2.8/55mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm

Nikon D800E - Example - Beispiel - Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm

Schaut man sie diese Bilder im Detail an, so fällt die immense Auflösung der D800E erneut auf. Keine andere FX-Kamera  löst derzeit annähernd viele feinste Details au Probleme mit fiesen Moiré-Mustern gibt es wie erwartet nicht. In der Natur ist dieses Problem auch wirklich höchst selten. Die verwendeten Objektive machen an der D800E eine wirklich gute Figur. Durch den recht großen Chip klappt auch das gezielte Spiel mit der Hintergrundunschärfe. Das Bokeh beider Objektive ist sehr brauchbar. Bei den Bildern mit dem 55er Macro-Objektiv kommt der eingebaute kleine Blitz zum Einsatz. Das Objektiv ist wunderbar schlank und so wirft es keinen Schatten auf das Motiv. Einmal mehr zeigt sich wie praktisch es doch ist diesen kleinen „Notblitz“ immer dabei zu haben! Besonders im Nahbereich hilft er allerfeinste Unschärfen zu Vermeiden die sich durch die Bewegung des Motivs oder der Kamera ergeben könnten. Die geringe Lichtleistung des Blitzlichts ist im Nahbereich durchaus ausreichend.

Da das AiS 2.8/55mm keine eingebaute CPU hat, kann die D800E (meiner Meinung nach) die sehr genaue iTTL Blitzbelichtungsmessung nicht benutzen. Die Ergebnisse sprechen trotzdem für sich. Und mir ist bei einem korrekt belichteten Bild letztlich ziemlich gleichgültig wie dieser Belichtungswert ermittelt wurde. Alles was zählt ist das Ergebnis 🙂

Bei der Durchsucht der Bilder fällt auch auf, dass sich nach nur etwa 1000 Auslösevorgängen bereits Staubkörner auf dem Chip der D800E angesammelt haben. Es ist ein echtes Ärgernis und einmal mehr zeigt sich, dass bei hartnäckigen Staubpartikeln die „Ultraschall-Reinigung“ des Chips einfach nicht funktioniert. Meiner Meinung nach kann dieses „Gimmick“ eine gute gemachte Chipreinigung einfach nicht ersetzen. Und je höher die Auflösung des Chips ist, desto störender sind auch allerfeinste noch so winzige Staubpartikel. Verglichen mit einer D700 erscheinen gleich große Partikel in der 100% Ansicht in der dreifachen Größe!

Auf Euer Feedback bin ich gespannt!

Anas – Allein auf Weltreise – Teil II

Vor ein paar Tagen habe ich Euch in diesem Artikel Anas – Allein auf Weltreise von der Weltreise meines Freundes Anastasios berichtet. Am Wochenende habe ich dann wieder eine Postkarte in meinem Briefkasten gefunden, diesmal aus Vietnam.

Postkarte von Anastasios - Vietnam

Postkarte von Anastasios - Vietnam

Die letzten Stationen seiner Reise sahen so aus:

  • 2012-07-23 bis 2012-07-27 Siam Reap und Angkor
  • 2012-07-27 bis 2012-07-30 Bangkok
  • 2012-07-31 bis 2012-08-04 Ko Tao

Schauen wir uns doch mal auf der Karte an wo das alles ist. (Karte anklicken für Originalgröße)

Anastasios auf Weltreise - Reiseroute - Teil 2

Hier habe ich eine kleine Auswahl der Fotos die Anas während der letzten Wochen geschossen hat.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nikon D800E – Landschaftsfotografie mit Teleobjektiven

Für die Mehrzahl der Fotografen ist die Landschaftsfotografie unmittelbar mit der Nutzung von Weitwinkelobjektiven verknüpft. Auch wird die Mehrzahl der Landschaftsfotografien weltweit mit weiten- oder gar ultraweiten Winkeln erstellt. Sehr kurze Weitwinkelobjektive haben die Eigenschaft, Objekte die sich sehr nah vor dem Objektiv befinden überproportional groß abzubilden. Das ist auch der Grund, warum Weitwinkelobjektive in der Portraitfotografie meist nicht zu gebrauchen sind, sie machen eben „Knollnasen“. Setzt man sie hingegen zur Sonnenuntergangszeit am Meer ein, so kann man den Schaum der Brandung fast bis in das Objektiv hinein fließen lassen. Bei Brennweiten von 20mm und weniger lassen sich bereits bei Blende 8  bis 11 unter Berücksichtigung der Hyperfokaldistanz ganz erstaunliche Effekte mit nahezu unendlicher Tiefenschärfe erzielen.

Bei Teleobjektiven ist das grundlegend anders. Sie haben einen deutlich engeren Blickwinkel, die Tiefenschärfe ist viel geringer und in der Landschaftsfotografie wirken die Bildergebnisse „kompakter“. Durch den engen Blickwinkel werden die Proportionen der Objekte deutlich weniger stark verzerrt und die Proportionen oft weitgehend beibehalten. Vor vielen Jahren habe ich mal in einem Buch gelesen, das Teleobjektiv würde den „Raum verdichten“. Damals musste ich bei dieser Formulierung grinsen, aber es ist doch etwas dran.

Hier habe ich vier Beispiele für Euch, die ich vor ein paar Tagen zur Sonnenuntergangszeit im Süden von Mainz aufgenommen habe. Es war schrecklich schwül und die Mücken haben mich übel zerstochen. Und auch der erhoffte grandiose Abendhimmel wollte sich nicht einstellen. Alles in allem war diese kleine Exkursion eher ein Fehlschlag. Aber als Demobilder taugen einige der Ergebnisse dennoch.

Alle Bilder habe ich in Originalgröße auf meinem Webserver abgelegt. Einfach die kleinen Vorschaubilder anklicken.

Beginnen wir mit einem Blick über einen Weinberg auf einen kleinen Turm der viele hundert Meter weit weg war. Der Turm ist gut erkennbar und bildet den Angelpunkt der Bildgestaltung. Durch die verwendete kleine Blende ist die Tiefenschärfe ausreichend groß. Damit die Bildkomposition funktioniert braucht man einen erhöhten Standpunkt. Ich habe mich hier für einem kleinen Aussichtspunkt entschieden. Will man im Abendlicht mit einem Teleobjektiv bei kleiner Blende ein Bild mit größer Tiefenschärfe aufnehmen, so ist ein Stativ absolute Pflicht! Wenn die Kamera es ermöglicht, sollte man unbedingt die Spiegelvorauslösung verwenden!

In diesem Beispiel habe ich das Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm verwendet. Über dieses Objektiv habe ich im letzten Artikel schon geschrieben. Bei den dort verlinkten Testbildern war eine ausgeprägte Randunschärfe sichtbar. Schaut man sich diese Bilder in der Originalgröße an, so ist hier der Schärfebereich homogener, weil das Objektiv nicht im Nahbereich eingesetzt wurde. Wer ganz genau hinsieht, wird aber dennoch an den Bildrändern einen deutlichen Schärfeabfall erkennen. Wer dies vermeiden will kann bspw. eine der Festbrennweiten einsetzen die ich im letzten Artikel schon vorgestellt habe.

Kommen wir zum nächsten Beispiel. Hier wir ein Dilemma der Landschaftsfotografie mit Teleobjektiven deutlich, der Dunst! Gerade an warmen Tagen flimmert die Luft in der Hitze des Sonnenlichts. Kommt noch Feuchtigkeit hinzu ergeben sich trübe Luftschichten die es meist fast unmöglich machen Objekte in großer Entfernung mit einem Teleobjektiv scharf abzubilden.

Aus diesem Grund schlägt die Stunde der Landschaftsfotografien mit langen Teleobjektiven meist sehr früh an kühlen Sommermorgenden oder sogar während der klaren kalten Wintertage. Der weiße Fleck im Bild ist übrigens ein Jogger mit weißem Hemd, spätestens jetzt wird klar, ein Stativ ist PFLICHT!

Kommen wir zu einem anderen wichtigen Kapitel der Fotografie, zum Tonwertumfang der Kamera. Meist wird dies auch als Dynamik bezeichnet. Je kleiner die Pixel des Sensors einer Digitalkamera sind, umso geringer ist die Dynamik, also der maximal abzubildende  Kontrastumfang eines Motivs. Blickt man mit einem Objektiv direkt in die Sonne, so ist das für den Chip einer Digitalkamera so ziemlich die härteste aller Prüfungen. Schlimme Reflektionen an den Oberflächen der Linsen, die so genannten „Lensflares“ sind für diese Aufnahmesituation oft sehr charakteristisch. Vermeiden kann man sie indem man den „Fingertrick“ verwendet, den ich in einem meiner Artikel in der Rubrik „Photoshop“ schon beschrieben habe.

Das hier verwendete Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm Objektiv zeigt in dieser krassen Gegenlichtsituation praktisch keine sichtbaren Lensflares. Dies zeigt wie gut die Entspiegelung und der optische Konstruktion dieses Objektives ausgeführt sind. Und entgegen aller Befürchtungen ist der Dynamikumfang der D800E gar nicht so eng wie befürchtet.

Doch trotzdem ist der Vordergrund sehr dunkel und weist nur mäßig viel Zeichnung auf. Wie kann man das ändern? Ein sehr einfacher Trick ist die Erstellung einer Belichtungsreihe. Im folgenden Beispiel habe ich im Abstand von nur wenigen Sekunden drei identische Fotos mit einem Unterschied von jeweils einer Blendenstufe aufgenommen. Aus diesen drei Bildern habe ich dann das folgende Bild zusammengefügt. Es ist kein HDR! Statt dessen ist der Vordergrund aus dem hellsten Bild entnommen. Für den mittleren Bereich wurde das dunkelste Bild verwendet, der oberer Bereich stammt aus dem „normal“ belichteten Foto.

Das Ergebnis ist homogener, aber irgendwie auch etwas „blasser“ als vorherige Beispielbild. Was einem letztlich gefällt ist dem persönlichen Geschmack überlassen. Mir persönlich gefällt es gut, wenn es keine „Tonwertabrisse“ gibt, also Bildbereiche die entweder komplett schwarz oder weiß sind. In diesem Bildbereichen ist jedwede Zeichnung verloren und beim genauen Hinsehen sind sie meist wirklich unschön.

Schaut Euch die Bilder in der Originalgröße an und urteilt selbst 🙂