GoPro HD HERO 960 – First Test Ride

Es ist Montag und es ist heiß! Die letzten Tage hat es nur geregnet, jetzt scheint die Sonne und eine subtropische Warmfront bringt ganz Deutschland durcheinander. Mir geht es nicht anders. Als der Tag im nicht klimatisierten Büro überlebt ist geht es mit dem Moped zu Louis. Ich bestellt mir für mein „Mädchenmoped“ eine neue Aktivhalterung für das TomTom Rider 2. Im Internet habe ich gelesen, dass ich kein Einzelfall bin. Die Dinge gehen früher oder später alle kaputt. Es gibt vier winzig kleine vergoldete Kontaktstifte die von kleinen Federn rückwärts gegen ein auf den Halter gestecktes TomTom Rider drücken. Mein TomTom Rider auf der BMW mit der Sandra immer fährt wurde vor ein paar Monaten während der Fahrt nicht mehr geladen. Einer der kleinen Stifte steckte tief in der Halterung und kam nicht mehr heraus.

In der letzten Woche habe ich den Halter dann zerlegt und mal geschaut was los ist. Nicht schlecht gestaunt habe ich dann als ich sah, dass dieses Ding mit den vier kleinen goldenen Stiften ein super Spezialbauteil ist und dass es direkt auf eine kleine Platine gelötet ist. Eigentlich hatte ich gedacht, dass es da eine kleine Feder oder etwas gibt. Aber schwer gefehlt, hier kann man eigentlich nichts reparieren. Bei eBay bietet jemand Reparaturen für pauschal 29,- Euro an – vielleicht hätte ich ihm das Ding schicken sollen?

Egal, bei Louis soll es den Aktiv-Halter geben! Also hin und bestellen. Die Antwort ist klar, es dauert lange, richtig lange! Für mich ist das genau das KO-Kriterium für das TomTom Urban Rider. Es kommt OHNE Aktiv-Halter!! Für lange Touren ist das Mist! Man braucht für den ernsthaften Einsatz also einen zusätzlichen Halter und das Mistding kostet 80 Euro!! Aber wenn es nur die 80 Euro wären, man muss auch noch 4 Wochen warten bis Louis es liefern kann!!

Aber egal, an meiner blauen BMW funktioniert der Halter noch und ich muss ja eh meistens vor fahren 🙂

Nach der Bestellung dann noch ein kurzer Plausch wegen eines Halters für die neue GoPro Kamera. Es gibt eine Halter für eine Fahrrad-Lenkstange. Das Ding ist aus Plastik und kostet 25 Euro. Ok, sieht billig aus, ist es auch, aber die kleine Kamera wiegt auch fast nichts, das könnte funktionieren.

Mein Einkauf dauert etwas länger und ich lerne einen netten anderen Biker kennen. Seinen Namen habe ich inzwischen leider vergessen, nennen wir ihn einfach Tyler Durden. Ihm gefällt mein Moped und er möchte mal damit fahren. Kein Thema, ich bekomme sein Moped. Kurz tanken, dann den Halter anschrauben, kurz die GoPro Kamera aus dem Appartement holen, in das wasserdichte Gehäuse damit, die Motoren starten und los. Es geht über die B9 in Richtung Worms. Bei Nierstein rechts ab in Richtung Bad Kreuznach, dann über Friesenheim und Guntersblum zur B9 und wieder zurück. Was für ein schöner „Ausritt“.

Die kleine feine GoPro Kamera kennt drei verschiedene Video Modi. Eine Anleitung gibt es übrigens hier. Ich wähle die Einstellung r2 – das bedeutet 720p (1280 x 720 Pixel) bei 30 Bildern/Sekunde im Seitenverhältnis 16:9 – für YouTube genau richtig!

Am Ende der Testfahrt hat die Kamera innerhalb von etwa 30 Minuten 2,84 GB aufgezeichnet!! Wir verabschieden uns und schon wird das Video auf den MiniMac kopiert und dann in iMovie importiert. Die langweiligen Szenen nehme ich heraus. Danach bleiben noch 11 Minuten übrig. Inkl. Titel und Abspann erzeugt iMovie daraus ein 884MB großes Video – oups… Der erste Versuch dieses Monstrum bei YouTube über meine dünne Internet-Verbindung hochzuladen geht nach etlichen Stunden dann auch prompt in die Hose 😦

Aber kein Problem, einen Tag arbeiten und dann kann schon der zweite Versuch starten. Diesmal dauert es etwa 300 Minuten, dann ist das Video übertragen. Die Verarbeitung auf YouTube dauert nochmals etwa 60 Minuten. Was für ein Wahnsinn… Während ich auf den Upload warte überlege ich, wie man das Video kleiner bekommt. Beim Export via iMovie kann man die Option „Mit Quicktime exportieren…“ auswählen. Dort sind jede Menge Settings die ich noch nicht ganz verstehe. Ich wähle mal eine Bitrate von 256 KBit/s und nach 34 Minuten ist eine MPEG-4 Datei  auf die Platte geschrieben worden, die nur noch 75 MB groß ist. Aber dieses Video sieht gruselig aus, durch die krasse Komprimierung besteht es im wesentlichen aus „LEGO-Bausteinen“ – nicht wirklich schön.

Also weiter probieren, ich nehme mal 5000 KBit/s – 35 Minuten später ist ein etwa 500 MB großes File entstanden. Also versuche ich es ein drittes Mal mit 2048 KBit/s – diese Datei ist dann 180MB groß bzw. klein. Die Qualität ist noch ganz erträglich und verglichen mit den 884MB des „Originals“ ist sie fast winzig 🙂

Diese Datei importiere ich dann in iMovie und mache einen Schnitt kurz nach dem Titel und kurz vor dem Abspann. Den langen Mittelteil will ich schneller ablaufen lassen. Gern würde ich dazu den Song „Premonition“ (Vorahnung) des neuen Albums von Joe Satriani abspielen. Doch der ist sicher bei YouTube bekannt und wird sehr wahrscheinlich abgelehnt werden. Was tun? Es gibt einen kostenlosen Audio-Editor der in Java programmiert ist und sowohl für Windows als auch für den Mac kostenlos erhältlich ist – Audacity heißt das Programm. Es ist winzig und schnell auf dem Mac installiert. Damit öffne ich dann die MP3 Datei zu Premonition und ändere das Tempo um +4% — mal sehen ob YouTube es dann noch“erkennt“ 🙂

Als ich das Stückchen Musik dann als MP3 speichern will fehlt wieder ein MP3-Codec – mich macht das alles wahnsinnig – wieder soll ich auf irgendeine Webseite gehen, den Codec herunter saugen, installieren und und und… Warum sind diese kostenlosen Programme so oft so umständlich zu installieren? Egal, ich speichere die Datei im WAV-Format. Das braucht iMovie intern sowieso und ich kann sie ja nach dem Upload wieder löschen.

Das Einfügen in den Video-Clip klappt ohne Probleme. Ich kriege sogar eine Überlappung hin. Wenn ich den Mittelteil mit einer Geschwindigkeit von +265% abspiele passt der Song perfekt und die Fahrt sieht dann noch viel dynamischer und cooler aus. Das Video noch schnell exportieren – ohje – das dauert wieder gut 20 Minuten – nun ist der Film ja kürzer…

Während dessen trudelt auch der große Tobias ein – mein Nachbar! Während der Mac rödelt bis die CPU glüht, schauen wir uns ein paar Videos an und hören Gitarrenlehrer-Musik von Joe Satriani. Nach einigen YouTube Streifzügen ist Tobias dann reif für die Matratze. Ich eigentlich auch, aber nun ist das Video exportiert – schnell hochladen… Das dauert nochmals 55 Minuten. Warum ist das nur alles so schrecklich zeitraubend? Seit ich denken kann muss ich auf Computer warten. Meine BMW beschleunigt in 8 Sekunden von 0 auf 200 Km/h – egal welchen Computer man hat – er ist langsam – eigentlich immer. Mein ganzes Leben verbringe ich damit auf Computer zu warten, vielleicht fahre ich deshalb so gern Motorrad?

Egal, das Video ist jetzt endlich online!

Dann bricht die Internet-Verbindung zusammen. Ein Teil dieses Artikels ist weg. Ich weiche auf mein HTC Desire aus, das ich als WLAN Hotspot betreiben kann. Na prima, der Upload der „Musik-Version“ des Videos ist nun auch kaputt – fast fertig und dann abgebrochen. Warum sind schnurlose Verbindungen eigentlich immer so wacklig?

Aber auch egal, es ist jetzt 0:29h – ich muss morgen arbeiten und noch ein wenig schlafen. Die „Musik-Version“ liefere ich so bald wie möglich nach…

Gute Nacht 🙂

Using the DataColor Spyder Cube

Das gesamte Wochenende war total verregnet. Eigentlich sollte es ein Motorradtour geben, aber die ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Am Sonntag gibt es endlich keinen Regen mehr, dafür ist es schwül und fast unerträglich warm. Die Koffer sind schon gepackt, doch bevor es wieder mit dem Motorrad nach Mainz geht will ich für Euch noch schnell ein kleines Video basteln. Ganz fertig werde ich leider nicht, aber das MacBook ist so klein, das kann man auch auf dem Motorrad mitnehmen. In Mainz angekommen wird das Video noch schnell geschnitten und als MP4-Datei exportiert. Über Nacht bleibt das Notebook eingeschaltet, während es das große Video in einer 720p Auflösung bei YouTube hochlädt. Am nächsten Morgen ist alles fertig, leider ist im Titel ein Tippfehler – ich hoffe Ihr verzeiht mir das 😦

GoPro HERO HD 960 – Action Cam

Das Wochenende war total verregnet. Eigentlich war eine gemeinsame Motorradtour mit Sandra und meinem Bruder Florian geplant. Aber das Wetter hat uns einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht 😦

Am Sonntag wird noch ein wenig die Wohnung aufgeräumt und Sandra macht sich um 14h auf den Heimweg. Ich selbst nehme noch schnell ein paar Video-Sequenzen zum Thema Produktfotografie auf. Um 19h packe ich dann meine sieben Sachen zusammen und bin um 20h07 mit meiner blauen BMW unterwegs zur Arbeit nach Mainz.

Im letzten Abendlich geht es vorbei an der Lorelei und vielen anderen schönen Dingen. Das Licht ist großartig, die Landschaft immer wieder ein Traum. Während ich die K1200 durch die Kurven am Rhein entlang schwinge, bin ich fast ein wenig wehmütig, dass man diese tolle Tour nicht festhalten kann. Zwar zeichnet das TomTom Urban Rider die Route auf, aber die kennen wir ja inzwischen zur Genüge. Wie cool wäre es, wenn man die ganze Tour aufzeichnen und später in 30-facher Geschwindigkeit abspielen könnte?

Bei Bingen geht es auf die Autobahn und im letzten Abendlich erreiche ich Mainz gegen 22h.

Als ich die Türe zu meinem Appartement öffne lächeln mich ein paar nette amazon-Kartons an – tirili – das ist ja wunderbar! In den beiden kleinen Kartons sind die Staffeln 2+3 der TV-Serie Lost – Fabian hat Recht behalten – man wird süchtig danach 🙂 Und dann ist da noch ein echt großer Karton. Darin finde ich meine neue „Helmkamera“. Eine GoPro HERO HD 960 mit Reserve-Akku und einer Stativ-Halterung.

Wirklich praktisch ist es, dass ich ein paar SD-Karten dabei habe auf denen die zuvor aufgenommenen Video-Sequenzen sind. Eine dieser Karten stecke ich mal in die neue Kamera. Sie ist so klein wie ein Spielzeug. Dann noch der Akku hinein und schon geht es los. Nach zwei Minuten ist mein erstes Video fertig – genial einfach das kleine Ding!

Nun brauche ich noch eine Halterung an meiner BMW und dann kann es losgehen…

Eine Idee für eine Halterung habe ich auch schon. Bei meinem TomTom Urban Rider war eine passive Halterung dabei. Diese habe ich durch ein aktive Halterung ersetzt. So wird das Ding auch auf langen Touren kontinuierlich mit Strom versorgt. Von dieser Halterung ist noch so allerhand übrig. Daraus sollte sich etwas zaubern lassen.

Ob es klappt? Ihr werdet es dann sehen 🙂

Nikon D7000 – Digitutor

Heute will ich nur kurz einen interessanten Link und zwei Videos posten. Auf der Nikon-Webseite gibt es den so genannten Digitutor. Einfach hier klicken und schon könnt Ihr Euch eine ganz witzig gemachte multimediale Präsentation zur Kamera, ihren Bedienelementen und ihrer Benutzung anschauen.

Wirklich super sind auch die Kurzfilme die Chase Jarvis mit dieser kleinen tollen Kamera produziert hat. Aber seht selbst:

 

Nikon D7000 mit 200mm Objektiven

Wer kennt das nicht, irgendwann kauft man sich seine erste Spiegelreflex und ist damit eine Weile ganz glücklich. Nach ein paar Monaten beginnt man dann seine Fotos mit anderen Augen zu sehen. Jedes Bild auf dem ein Tier zu sehen ist, gerät zum „Suchbild“. Bei Portraits ist die Tiefenschärfe so groß, dass es kaum gelingt das Motiv schön freizustellen. Die gezielte Bildgestaltung durch das Spiel mit Schärfe und Unschärfe liefert frustierende Ergebnisse.

Ein Teleobjektiv muss her!

Doch die Dinger sind nicht ganz billig und das Angebot ist riesig. Viele Hersteller versprechen mit Superzooms mit 10-fachem oder noch größeren Zoombereich alles abzudecken was der ambitionierte Amateur so braucht. Doch sind diese Objektive nicht ganz preiswert und in den meisten Disziplinen eher mittelmäßig. Mir ging es genauso! Mit dem Wechsel zur ersten digitalen SLR einer Nikon D100, war mein erstes „Teleobjektiv“ ein kleines leichtes Nikon AF-D 28-200mm. Ganz nett das winzige Ding, aber kein wirkliches Teleobjektiv! Also ging die Suche weiter. Als nächstes Objektiv stand ein Nikon AF-D 70-300 auf der Liste. Ein preiswertes Ding mit viel Plastik, keine echte Offenbarung. Dann ein Sigma 170-500, das war schon besser, aber auch nicht das was ich mir erhoffte. Später dann ein „langes Macro“ – ein Sigma EX DG 3.5/180mm. Dazu ein 1.4x Teleconverter. Endlich klappt das Spiel mit der Unschärfe! Ich verbringe ganze Nachmittage mit meiner Nikon F4 samt Lupensucher und dem neuen Macro zwischen Bienen und Blumen. Egal ob Film oder Digital, mit diesem Objektiv gelingen knackscharfe Fotos, ich bin begeistert!

Das Sigma 170-500 wird ein Jahr später wieder bei eBay verkauft und es kommt ein Nikon AF-D VR 80-400 ins Haus. Ein gutes Objektiv, relativ leicht, recht scharf und bezahlbar. Aber der Autofokus ist damit wirklich langsam. Für schnell bewegte Motive ist es auch nicht das was ich suche. Aber meinen Affen mit den grünen Bohnen habe ich damit fotografiert!

Dann der Schicksalstag, ich werde übermütig und kaufe mit ein Nikon AF-S VR 4/200-400m. Was für eine Granate! Dazu noch ein neuer 1.7x Teleconverter – kein Zoo ist mehr vor mir sicher. Ich bin nur noch mit meinem Stativ und dem langen Tele unterwegs. Einmal darf es sogar mit nach Teneriffa und prompt gibt es Streß am Flughafen. Das Monstrum ist zu schwer! Seitdem benutze ich es fast gar nicht mehr. Zu groß, zu unpraktisch, zu schwer, zu alles…

In vielen Tests lese ich, dass das Nikon AF-S VR 2.8/70-200 ganz ausgezeichnet sein soll. Es dauert nicht lang und dann liegt es auf dem Gabentisch. Es ist wirklich großartig, funktioniert sehr gut mit dem 1.7x Teleconverter und ist zudem halbwegs, bezahlbar, kompakt und tragbar. Es passt in meinen Fotorucksack und ist ab sofort mein ständiger Begleiter.

Wer soll das bloß alles schleppen?

Auf der USA-Reise im Jahr 2009 beginne ich dann auch dieses Ding zu verfluchen. Trotz allem ist es wirklich schwer und auf langen Wanderungen lasse ich es immer öfter zurück im Auto. Ein gutes Gefühl habe ich dabei nicht, aber es ist versichert! Dann vor der USA-Reise im Jahr 2010 kaufe ich mir wieder ein Superzoom, eine Nikon AF-S VR 18-200mm. Die selbsternannten Experten der Fotocommunity bezeichnen es als „Deppenzoom“. Mir ist das egal, es verspricht eine ordentliche Bildqualität und ich erhoffe mir auf den geplanten Wanderungen einfach weniger Gewicht herum zu schleppen. Das 70-200 ist trotzdem im Gepäck und das ist auch gut so!

An einem der ersten Tage der USA-Reise 2010 ist Sandra frustig, weil sie kein Tele dabei hat. Ich leihe ihr das 18-200 und sie ist damit ganz glücklich. Sie ja, ich nicht, denn ich schleppe mich jetzt doch wieder mit dem 70-200 ab. Am Ende der Reise hat Sandra mit nichts anderem mehr fotografiert. Sie liebt das 18-200 VR…

Doch der viele Wüstensand hat seine Spuren hinterlassen. Während das 70-200 nur ein wenig knirscht, hat das 18-200 Probleme bei 200mm auf Motive scharf zu stellen die weit weg sind. Man kann manuell nachhelfen, aber das geht irgendwann auch nicht mehr. Sandra nimmt es 2011 wieder mit in die USA, aber immer wieder löst ihre D3000 nicht aus, weil die Entfernung zu groß und die Brennweite auf 200mm eingestellt ist.

Im Mai 2011 bekomme ich das Superzoom dann zurück, es ist kaputt. Aber es hat noch Garantie! Also ab zum Fotohändler meines Vertrauens und schon wird alles geregelt. Ganz unproblematisch und total kostenlos! Leider kaufe ich im Gegenzug eine Nikon D7000, ein AF-S VR 16-85mm und ein koreanisches 14mm Objektiv… Aber das ist eine andere Geschichte…

Warum erzähle ich das alles?

Ganz einfach, ich will denen unter Euch, die es schaffen das alles hier zu lesen, ein wenig den Frust nehmen und zeigen, dass ihr nicht allein seid! Die Suche nach dem perfekten Objektiv und der perfekten Kamera wird wohl niemals aufhören 🙂 Aber ich bin inzwischen so ziemlich da angekommen wo ich hin will. Zwischendurch habe ich immer mal wieder bei eBay sehr preiswerte alte Objektive gekauft und im Gegenzug anderes wieder abgestoßen. Heute liebe ich die kompakten überaus robusten und lichtstarken Linsen ohne Autofokus. Und das schöne ist, sie sind für wirklich kleines Geld zu haben.

Heute will ich einige der erwähnten Objektive einander gegenüberstellen. Als „Testbody“ habe ich mir die neue Nikon D7000 ausgeguckt…

Hier aber erst einmal einige Bilder der oben erwähnten Objektive:

1. Nikon AF-D 28-200

2. Nikon AF-D 70-300

3.  Sigma 170-500

4. Sigma EX DG 3.5/180

5. Nikon AF-S 55-200

6. Nikon AF-D VR 80-400

7. Nikon AF-S VR 2.8/70-200

8. Nikon TC 17 II-E

9. Nikon AF-S VR 4/200-400

10. Nikon AF-S VR 18-200

So, nun zum eigentlichen Thema, mein 200mm Test! Einige dieser Objektive habe ich noch im Schrank und ich will heute ein paar Testbilder zeigen, die ich mit der D7000 bei etwa 200 Millimetern Brennweite gemacht habe.

Das sind meine Testkandidaten:

1. Ein altes Tokina 3.5/200 das ich mal für 45 Euro bei eBay ersteigert habe

2. Das AF-S VR 18-200mm Superzoom

3. Das famose Nikon AF-S VR 2.8/70-200

4. Das knackscharfe Sigma EX 3.5/180

Da alle diese Objektive bei Blende 8 die annähernd höchste Auflösung liefern, habe ich mit Zeitautomatik, Stativ und der Spiegelvorauslösung jeweils ein Testbild im RAW-Format erstellt. Diese Testbilder habe ich dann in Nikon Capture geöffnet und jeweils einmal MIT Objektiv-Korrekur und einmal OHNE Objektivkorrekur gespeichert. So werden die Stärken und Schwächen der einzelnen Objektive ein wenig deutlicher.

Für den Test habe ich diesmal ein kleines Testchart im Format DIN A3 verwendet. Um das große ISO12233 Testchart im Format 60x90cm zu verwenden ist meine Wohnung leider nicht groß genug. Bei 200mm Brennweite und dem 1.5x Cropfaktor der D7000 bräuchte ich etwa 6-8 Meter. Beim kleinen DIN A3 Testchart reicht ein Abstand von etwa 3 Metern, das klappt also auch im Wohnzimmer. Leider kann ein Drucker bei 300dpi in diesem kleinen Format die allerfeinsten Details nicht mehr komplett auflösen, aber die Ergebnisse sind dennoch brauchbar. Das Testchart habe ich auf einen alten Notebook-Karton geklebt. So kann man das Testchart gut irgendwo abstellen stellen und dann abfotografieren.

Die Ergebnisse:

Die Ergebnisse sind für mich keine große Überraschung. Das 18-200mm Objektiv liefert ein brauchbares Ergebnis, aber es ist doch sichtbar schlechter als das 70-200er Tele. Hier muss also jeder für sich selbst abwägen, will er schleppen oder mit leichten Unschärfen in den Fotos leben. Interessant sind die Unterschiede zwischen korrigiertem und unkorrigiertem JPG, da werden die Schwächen der Objektive deutlich sichtbar!

Sehr interessant fand ich, dass das Nikon 18-200 bei 200mm  einen völlig anderen Bildausschnitt lieferte als das alte Tokina 3.5/200.

Aber seht selbst:

– Tokina 3.5/200:

– Nikon AF-S VR 18-200 @200mm

Ist das wirklich ein 200mm Objektiv? Bei diesem Objektiv ändert sich Abbildungsmaßstab je nach Fokuspunkt wirklich sehr stark!

Nach einem formatfüllenden Bild mit dem 18-200 habe ich das 70-200 montiert und von der gleichen Position aus das Testchart fotografiert. Hier sieht man wieder einen krass anderen Ausschnitt.

Mir zeigt dieses Ergebnis, dass ein 200er Tele ist nicht immer ein 200er Tele ist! Vor einigen Monaten hat Nikon den Nachfolger meines 70-200mm Teleobjektivs vorgestellt. Dieses neue Objektiv hat eine weitere Naheinstellgrenze. Wer das Ding also im Nahbereich nutzen möchte, kommt weniger nah an das Motiv heran und dementsprechend sind der Abbildungsmaßstab kleiner und die Auflösung insgesamt schlechter, weil man später eine Ausschnittsvergrößerung machen müsste.

Die einzelnen Testbilder habe ich auf meinem Web-Server abgelegt. Einfach auf die Links klicken und dann in Ruhe vergleichen.

Benutzt einfach die „Rechte Maustaste“ -> „In neuem Fenster öffnen“…

Die RAW-Bilder könnt Ihr Euch lokal speichern und dann ggf. mit Nikon Capture in Ruhe anschauen.

Objektiv JPG-Unkorrigiert JPG-Korrigiert RAW
Tokina MF 3.5/200mm F/8 – 200mm F/8 – 200mm F/8 – 200mm
Nikon AF-S VR 18-200 F/8 – 200mm F/8 – 200mm F/8 – 200mm
Nikon AF-S VR 70-200 F/8 – 200mm F/8 – 200mm F/8 – 200mm
Sigma
EX 3.5/180mm
F/8 – 180mm F/8 – 180mm F/8 – 180mm