Nikon D7000 mit 200mm Objektiven

Wer kennt das nicht, irgendwann kauft man sich seine erste Spiegelreflex und ist damit eine Weile ganz glücklich. Nach ein paar Monaten beginnt man dann seine Fotos mit anderen Augen zu sehen. Jedes Bild auf dem ein Tier zu sehen ist, gerät zum „Suchbild“. Bei Portraits ist die Tiefenschärfe so groß, dass es kaum gelingt das Motiv schön freizustellen. Die gezielte Bildgestaltung durch das Spiel mit Schärfe und Unschärfe liefert frustierende Ergebnisse.

Ein Teleobjektiv muss her!

Doch die Dinger sind nicht ganz billig und das Angebot ist riesig. Viele Hersteller versprechen mit Superzooms mit 10-fachem oder noch größeren Zoombereich alles abzudecken was der ambitionierte Amateur so braucht. Doch sind diese Objektive nicht ganz preiswert und in den meisten Disziplinen eher mittelmäßig. Mir ging es genauso! Mit dem Wechsel zur ersten digitalen SLR einer Nikon D100, war mein erstes „Teleobjektiv“ ein kleines leichtes Nikon AF-D 28-200mm. Ganz nett das winzige Ding, aber kein wirkliches Teleobjektiv! Also ging die Suche weiter. Als nächstes Objektiv stand ein Nikon AF-D 70-300 auf der Liste. Ein preiswertes Ding mit viel Plastik, keine echte Offenbarung. Dann ein Sigma 170-500, das war schon besser, aber auch nicht das was ich mir erhoffte. Später dann ein „langes Macro“ – ein Sigma EX DG 3.5/180mm. Dazu ein 1.4x Teleconverter. Endlich klappt das Spiel mit der Unschärfe! Ich verbringe ganze Nachmittage mit meiner Nikon F4 samt Lupensucher und dem neuen Macro zwischen Bienen und Blumen. Egal ob Film oder Digital, mit diesem Objektiv gelingen knackscharfe Fotos, ich bin begeistert!

Das Sigma 170-500 wird ein Jahr später wieder bei eBay verkauft und es kommt ein Nikon AF-D VR 80-400 ins Haus. Ein gutes Objektiv, relativ leicht, recht scharf und bezahlbar. Aber der Autofokus ist damit wirklich langsam. Für schnell bewegte Motive ist es auch nicht das was ich suche. Aber meinen Affen mit den grünen Bohnen habe ich damit fotografiert!

Dann der Schicksalstag, ich werde übermütig und kaufe mit ein Nikon AF-S VR 4/200-400m. Was für eine Granate! Dazu noch ein neuer 1.7x Teleconverter – kein Zoo ist mehr vor mir sicher. Ich bin nur noch mit meinem Stativ und dem langen Tele unterwegs. Einmal darf es sogar mit nach Teneriffa und prompt gibt es Streß am Flughafen. Das Monstrum ist zu schwer! Seitdem benutze ich es fast gar nicht mehr. Zu groß, zu unpraktisch, zu schwer, zu alles…

In vielen Tests lese ich, dass das Nikon AF-S VR 2.8/70-200 ganz ausgezeichnet sein soll. Es dauert nicht lang und dann liegt es auf dem Gabentisch. Es ist wirklich großartig, funktioniert sehr gut mit dem 1.7x Teleconverter und ist zudem halbwegs, bezahlbar, kompakt und tragbar. Es passt in meinen Fotorucksack und ist ab sofort mein ständiger Begleiter.

Wer soll das bloß alles schleppen?

Auf der USA-Reise im Jahr 2009 beginne ich dann auch dieses Ding zu verfluchen. Trotz allem ist es wirklich schwer und auf langen Wanderungen lasse ich es immer öfter zurück im Auto. Ein gutes Gefühl habe ich dabei nicht, aber es ist versichert! Dann vor der USA-Reise im Jahr 2010 kaufe ich mir wieder ein Superzoom, eine Nikon AF-S VR 18-200mm. Die selbsternannten Experten der Fotocommunity bezeichnen es als „Deppenzoom“. Mir ist das egal, es verspricht eine ordentliche Bildqualität und ich erhoffe mir auf den geplanten Wanderungen einfach weniger Gewicht herum zu schleppen. Das 70-200 ist trotzdem im Gepäck und das ist auch gut so!

An einem der ersten Tage der USA-Reise 2010 ist Sandra frustig, weil sie kein Tele dabei hat. Ich leihe ihr das 18-200 und sie ist damit ganz glücklich. Sie ja, ich nicht, denn ich schleppe mich jetzt doch wieder mit dem 70-200 ab. Am Ende der Reise hat Sandra mit nichts anderem mehr fotografiert. Sie liebt das 18-200 VR…

Doch der viele Wüstensand hat seine Spuren hinterlassen. Während das 70-200 nur ein wenig knirscht, hat das 18-200 Probleme bei 200mm auf Motive scharf zu stellen die weit weg sind. Man kann manuell nachhelfen, aber das geht irgendwann auch nicht mehr. Sandra nimmt es 2011 wieder mit in die USA, aber immer wieder löst ihre D3000 nicht aus, weil die Entfernung zu groß und die Brennweite auf 200mm eingestellt ist.

Im Mai 2011 bekomme ich das Superzoom dann zurück, es ist kaputt. Aber es hat noch Garantie! Also ab zum Fotohändler meines Vertrauens und schon wird alles geregelt. Ganz unproblematisch und total kostenlos! Leider kaufe ich im Gegenzug eine Nikon D7000, ein AF-S VR 16-85mm und ein koreanisches 14mm Objektiv… Aber das ist eine andere Geschichte…

Warum erzähle ich das alles?

Ganz einfach, ich will denen unter Euch, die es schaffen das alles hier zu lesen, ein wenig den Frust nehmen und zeigen, dass ihr nicht allein seid! Die Suche nach dem perfekten Objektiv und der perfekten Kamera wird wohl niemals aufhören 🙂 Aber ich bin inzwischen so ziemlich da angekommen wo ich hin will. Zwischendurch habe ich immer mal wieder bei eBay sehr preiswerte alte Objektive gekauft und im Gegenzug anderes wieder abgestoßen. Heute liebe ich die kompakten überaus robusten und lichtstarken Linsen ohne Autofokus. Und das schöne ist, sie sind für wirklich kleines Geld zu haben.

Heute will ich einige der erwähnten Objektive einander gegenüberstellen. Als „Testbody“ habe ich mir die neue Nikon D7000 ausgeguckt…

Hier aber erst einmal einige Bilder der oben erwähnten Objektive:

1. Nikon AF-D 28-200

2. Nikon AF-D 70-300

3.  Sigma 170-500

4. Sigma EX DG 3.5/180

5. Nikon AF-S 55-200

6. Nikon AF-D VR 80-400

7. Nikon AF-S VR 2.8/70-200

8. Nikon TC 17 II-E

9. Nikon AF-S VR 4/200-400

10. Nikon AF-S VR 18-200

So, nun zum eigentlichen Thema, mein 200mm Test! Einige dieser Objektive habe ich noch im Schrank und ich will heute ein paar Testbilder zeigen, die ich mit der D7000 bei etwa 200 Millimetern Brennweite gemacht habe.

Das sind meine Testkandidaten:

1. Ein altes Tokina 3.5/200 das ich mal für 45 Euro bei eBay ersteigert habe

2. Das AF-S VR 18-200mm Superzoom

3. Das famose Nikon AF-S VR 2.8/70-200

4. Das knackscharfe Sigma EX 3.5/180

Da alle diese Objektive bei Blende 8 die annähernd höchste Auflösung liefern, habe ich mit Zeitautomatik, Stativ und der Spiegelvorauslösung jeweils ein Testbild im RAW-Format erstellt. Diese Testbilder habe ich dann in Nikon Capture geöffnet und jeweils einmal MIT Objektiv-Korrekur und einmal OHNE Objektivkorrekur gespeichert. So werden die Stärken und Schwächen der einzelnen Objektive ein wenig deutlicher.

Für den Test habe ich diesmal ein kleines Testchart im Format DIN A3 verwendet. Um das große ISO12233 Testchart im Format 60x90cm zu verwenden ist meine Wohnung leider nicht groß genug. Bei 200mm Brennweite und dem 1.5x Cropfaktor der D7000 bräuchte ich etwa 6-8 Meter. Beim kleinen DIN A3 Testchart reicht ein Abstand von etwa 3 Metern, das klappt also auch im Wohnzimmer. Leider kann ein Drucker bei 300dpi in diesem kleinen Format die allerfeinsten Details nicht mehr komplett auflösen, aber die Ergebnisse sind dennoch brauchbar. Das Testchart habe ich auf einen alten Notebook-Karton geklebt. So kann man das Testchart gut irgendwo abstellen stellen und dann abfotografieren.

Die Ergebnisse:

Die Ergebnisse sind für mich keine große Überraschung. Das 18-200mm Objektiv liefert ein brauchbares Ergebnis, aber es ist doch sichtbar schlechter als das 70-200er Tele. Hier muss also jeder für sich selbst abwägen, will er schleppen oder mit leichten Unschärfen in den Fotos leben. Interessant sind die Unterschiede zwischen korrigiertem und unkorrigiertem JPG, da werden die Schwächen der Objektive deutlich sichtbar!

Sehr interessant fand ich, dass das Nikon 18-200 bei 200mm  einen völlig anderen Bildausschnitt lieferte als das alte Tokina 3.5/200.

Aber seht selbst:

– Tokina 3.5/200:

– Nikon AF-S VR 18-200 @200mm

Ist das wirklich ein 200mm Objektiv? Bei diesem Objektiv ändert sich Abbildungsmaßstab je nach Fokuspunkt wirklich sehr stark!

Nach einem formatfüllenden Bild mit dem 18-200 habe ich das 70-200 montiert und von der gleichen Position aus das Testchart fotografiert. Hier sieht man wieder einen krass anderen Ausschnitt.

Mir zeigt dieses Ergebnis, dass ein 200er Tele ist nicht immer ein 200er Tele ist! Vor einigen Monaten hat Nikon den Nachfolger meines 70-200mm Teleobjektivs vorgestellt. Dieses neue Objektiv hat eine weitere Naheinstellgrenze. Wer das Ding also im Nahbereich nutzen möchte, kommt weniger nah an das Motiv heran und dementsprechend sind der Abbildungsmaßstab kleiner und die Auflösung insgesamt schlechter, weil man später eine Ausschnittsvergrößerung machen müsste.

Die einzelnen Testbilder habe ich auf meinem Web-Server abgelegt. Einfach auf die Links klicken und dann in Ruhe vergleichen.

Benutzt einfach die „Rechte Maustaste“ -> „In neuem Fenster öffnen“…

Die RAW-Bilder könnt Ihr Euch lokal speichern und dann ggf. mit Nikon Capture in Ruhe anschauen.

Objektiv JPG-Unkorrigiert JPG-Korrigiert RAW
Tokina MF 3.5/200mm F/8 – 200mm F/8 – 200mm F/8 – 200mm
Nikon AF-S VR 18-200 F/8 – 200mm F/8 – 200mm F/8 – 200mm
Nikon AF-S VR 70-200 F/8 – 200mm F/8 – 200mm F/8 – 200mm
Sigma
EX 3.5/180mm
F/8 – 180mm F/8 – 180mm F/8 – 180mm

Der Blutmond

Während bundesweit tausende „Mondfans“ auf die nächtliche Mondfinsternis warten, schlafe ich tief und fest. Am nächsten Morgen wird mir klar, ich habe nicht viel verpasst

Später am Abend krame ich ein wenig in meinen Fotos die im Jahr 2010 in den USA entstanden sind. Am 27.April 2010 war in Esclante ein klarer Himmel und ein wunderbar klarer Mond. Warum sich also in Deutschland die Nacht um die Ohren hauen und letztlich nur eines von vielen tausend „wolkigen“ Mondfotos schießen…

Hier ist mein Beitrag – mein BLUTMOND vom April 2010…

Durch einfaches „Anklicken“ kann dieser Mond vergrößert werden 🙂 Witzig finde ich, dass man ihn hier mal von einer anderen Seite sieht! Nun aber ab ins Bett, morgen wird ein langer Tag und abends geht es mit dem Motorrad am Rhein entlang wieder heim nach Bonn. Auch in dieser Woche hatte ich wieder die überaus famose kleine Nikon D7000 dabei. Was habe ich letztlich fotografiert? NIX – WIRKLICH GAR NIX – Na vielleicht morgen auf dem Heimweg…

Nikon D4 – Die Gerüchteküche brodelt

Im April 2010 hatten wir bei der Verlosung viel Glück und durften gleich am nächsten Tag die Wave besuchen – großartig! Natürlich waren wir dort nicht ganz allein. Aber es sind dennoch eine Reihe schöner Fotos entstanden. Später habe ich dann ein Bild in der Fotocommunity veröffentlicht und aus Spaß darunter geschrieben, dass ich einen Nikon Tester getroffen habe, der in der Wave einen frühen Prototypen der Nikon D4 testet.

Jemand aus der Fotocommunity hat dieses Bild dann im Forum der Fotocommunity gepostet. Das Bild der Wave mit dem vermeintlichen Nikon Tester wurde daraufhin viele hundert Mal aufgerufen. Dort ist der Artikel vom Besuch bei der Wave verlinkt und dieser Post wurde so der mit Abstand meist gelesene Artikel meines gesamten BLOGs.

Heute ist schon fast Pfingsten 2011, das schwere Erdbeben und die nachfolgenden Katastrophen haben auch die Entwicklung der neuen Nikon D4 um Monate zurück geworfen. Die Menschen in Japan haben derzeit auch andere Sorgen als exzentrische Fotoamateure die zu viel Kohle auf dem Bankkonto haben mit neuen Statussymbolen zu versorgen. Wie dem auch sei, ich verfolge die Gerüchteküche immer mal wieder ein wenig, so auch heute.

Heute fand ich dann diese Webseite: http://nikostsatsakis.wordpress.com/2010/11/27/nikon-d4-πρώτη-ματιά

Hier kann man schöne gefälschte Fotos der neuen Nikon D4 sehen (…eigentlich ist es jedoch eine D3x.)

Ganz interessant ist der Text der bei diesen Fotos steht:

ISO 25 – 128000
32 Mpix
Multicam 4000 FX
HD-βίντεο mit 2560 x 1600 Pixeln
Anti Σκόνη & Anti Vibration
Auslieferung ab 01.04.2011 στις ΗΠΑ den und Ιαπωνία
9999 δολάριο ΗΠΑ

Es gibt Neue Auch Objektive:
Nikkor AF-S VR II 2.8/10-24mm – 2899, – US $
Nikkor AF-S VR II 2.8/24-70mm – 3599, – US $

Schaut man sich mein Foto in der fotocommunity an, so findet man interessante Parallelen:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/extra/egallery/pcat/566682/display/20829810

Hier gibt es folgendes zu lesen:

Die Spezifikation der Kamera klingt erstaulich gut:
ISO 25 – 128000
32 MPix
Multicam 4000 FX
HD-Videos mit 2560 x 1600 Pixeln
Anti Dust & Anti Vibration
Auslieferung ab 01.04.2011 in den USA und Japan
9999 US-Dollar

Es gibt auch neue Objektive:
Nikkor AF-S VR II 2.8/10-24mm – 2899,- US $
Nikkor AF-S VR II 2.8/24-70mm – 3599,- US $

Das ist sie nun, die internationale Gerüchteküche namens „Internet“! So entstehen Mythen, Halbwahrheiten und Spekulationen. Das ist die Schmiere im Web 2.0 Getriebe, das macht die Leute kirre.

Ich selbst versuche mich ein wenig davon zu lösen, es ist eh alles unsinnige Spekulation. Fakt ist, das Erdbeben war verheerend und die Japaner müssen erst einmal wieder auf die Beine kommen bevor sie uns mit Kameras beglücken die wir (Hand aufs Herz) eigentlich alle gar nicht brauchen. Egal welcher Mann mir begegnet während ich eine Kamera dabei habe, sie schielen alle auf das „Firmenschild“. Frauen schauen mir auf den Hintern, Männer auf die Kamera – so ist das eben.

Vor ein paar Tagen habe ich mir eine Nikon D7000 gekauft, eine geniale kleine Kamera die kaum Wünsche offen lässt und praktisch alles kann was man(n) so braucht. Doch macht man damit auch automatisch bessere Fotos? Ich denke eben nicht. Der Fotograf macht das Bild, nicht die Kamera!

98% aller Fotografen zeigen weltweit ihre Fotos in Internetportalen wie flickr oder der fotocommunity in einer Auflösung von vielleicht 1000 Pixel Kantenlänge. Die Masse der Fotografen ist genau damit zufrieden und auch ganz glücklich. Einige wenige lassen ihre Bilder bei einem der vielen Dienstleister drucken. Die Mehrzahl dieser Prints landet auf einem Stück Leinwand und wird auf einen Keilrahmen aufgezogen. Nach einer wirklichen Fotografie sieht das danach nicht mehr aus. Eher so wie wollen und nicht können, wie fotografierte Gemälde.

Hand auf’s Herz, wer ist bereit für einen wirklich gut gemachten Print in edler Rahmung mit Passepartout und hochwertigem entspiegeltem Glas im Format 60×90 cm etwa 400 Euro zu bezahlen? Weltweit bleiben da von vielen Milliarden „Knipsern“ noch einige wenige tausend wirklich ambitionierte Amateure und Fotofans übrig. Mal ehrlich, braucht DIESE Welt eine Nikon D4 mit 32.000.000 Pixeln und allem Schnickschnack, wo doch eine D7000 für 999,- Euro schon alles kann was man braucht?

Na vielleicht braucht sie es eben doch, nicht wegen der Fotos sondern wegen des Alleinstellungsmerkmals.

Mich selbst will ich da gar nicht ausschließen 🙂 Ich habe relativ große Hände und nach F4e, F5, D1x, D2x wäre die D4 genau das was ich mir für die Zukunft auch wünschen würde. Sicher wird sie sündhaft teuer aber sicher auch sehr sehr gut. Oft habe ich schon überlegt ob mir eine D3x satte 7.000 Euro wert ist. Aber bislang lebe ich wirklich sehr gut ohne die D3x. Vom gesparten Geld habe ich mir eine BMW K1200r Sport gekauft. Jedes mal wenn da die 163 Pferde am Hinterreifen reißen macht das glücklich. Vier Räder bewegen den Körper, zwei Räder bewegen die Seele, so ist das eben. Jeder muss selbst wissen wofür er seine Knete ausgibt. Ich habe mich für das Motorrad und gegen die D3x entschieden. Wenn ich überlege, dass ich 2005 für die D2x satte 4.800 Euro bezahlt habe und dass sie heute nur noch etwa 800 Euro wert ist, dann ist das schon krass. Aber das ist ein ganz anderes Thema 🙂

Mein Leben mit dem iPad

Manch einer mag es vielleicht schon einmal gedacht haben, ausgesprochen wird es jedoch nur höchst selten. Aber ich will es dennoch hier schreiben – Steve Jobbbbs is GOD – So, nun ist es raus! Dieser Man hat es tatsächlich geschafft, vielen Millionen Männern einen Teil ihrer Kindheit zurück zu geben! Endlich können sich erwachsene Menschen wieder wie Kinder fühlen. Statt der Märklin Lokomotive gibt es endlich einen adäquaten Ersatz, das iPad! Was wäre unser Leben ohne diese Produkte, kaum mehr als ein trauriges dunkles Jammertal 🙂

Heute ist dann endlich der Tag der Tage, mein neues iPad II ist da!! Brauchen tue ich es eigentlich nicht, aber dennoch bin ich gespannt auf das kleine flache Zauberding. Ob da nun ein Wecker drin ist, der mich künftig zuverlässig wecken kann? Ob ich damit Excel Sheets werde öffnen können, ob ich meine Magic Maus werde verbinden können, ob es mit meiner Apple Tastatur funktionieren wird – 1000 Frage stehen im Raum, diese gilt es nun zu beantworten.

Also rein ins Auto und ab zu UPS. Wieder daheim schnappe ich mir die P7000 und die D7000 um ein kleines Video zu erstellen. „Unboxing the iPad II“ – das wird ein Spaß! Eine Weile Später ist das Video dann auch schon fertig geschnitten und auf die Festplatte meines kleinen MacBooks exportiert. Ich habe es mal in einer Auflösung von 720p aufgenommen. Das Video hat 17 Minuten und ist 1,46GB groß – hui…



Über meinen „Hausfrauen-DSL“ – so nennen das die meine Arbeitskollegen – versuche ich das Ding dann bei YouTube zu veröffentlichen. Damit es besser klappt nehme ich den Java-Uploader. Der soll zuverlässiger funktionieren. Etwas sechs Stunden später sind sogar schon 25% dieses kleinen Videos auf den Google-Servern angekommen. Als Restzeit werden 1047 Minuten angezeigt – hallo? Eine weitere Stunde später sind es immer noch 25% – das kann echt nicht wahr sein. Diese 720p Auflösung macht mich fertig, was wenn man in voller HD Auflösung arbeiten will? Dann gehen sicher das Notebook und alles was daran hängt völlig in die Knie. Mich beschleicht der Eindruck, dass dieser ganze Krams noch in den Kinderschuhen steckt.

Ich breche den Upload also ab, das wird eh nichts mehr – auch nicht mit einem kleinen Java-Applet – oder vielleicht gerade deshalb?

Ich starte also einen neuen Versuch, diesmal direkt via iMovie. Diesmal komme ich nicht sehr weit. Mein Film ist länger als 15 Minuten, daher verweigert iMovie den Upload an Youtube… Okay… Also exportiere ich den Film ein zweites Mal in der zweitkleinsten Auflösung. Schauen wir mal ob das vielleicht bei YouTube publiziert werden kann. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Telekom die Anschlüsse der Youtube-nutzenden Kunden drosselt? Mich beschleicht da fast so ein Gefühl, gelesen habe ich während der vergangenen Tage viel darüber..

Nach mehreren fehlgeschlagenen Upload-Versuchen ist es am Samstag um 11:11 dann endlich geschafft – mein Unboxing-Video ist online! Zwar nur in einer krass reduzierten Auflösung, aber mehr kriege ich einfach nicht durch die heimische Leitung „gepumpt“ – I’m so sorry…

Ok, ich hoffe Ihr erkennt meine überschwängliche Freud ob dieses neuen Spielzeugs – sorry, es ist ein ‚Gadget‘ (englisch für Apparat, technische Spielerei oder auch Schnickschnack). Leute dieses Gerät wird Euer Leben verändern! Es weckt zwar immer noch nicht, das mit der Maus war ein Fehlschlag und es hat schon die ersten Schrammen auf der Unterseite – aber es ist so unendlich cool. Nun gehe ich noch zu meinem Augenoptiker und kaufe mir ein Sonnenbrille, die man besonders gut im Haar tragen kann. Danach melde ich mich im örtlichen Fitnessstudio an und suche kurz ein Sonnenstudio auf. Eines ist sicher, dann bin ich endlich auf dem richtigen Weg zu einem wahren Apple-User, fast so cool wie die Verkäufer in diesen Tempeln des Apple-Designs. Wow, was für ein Leben, nun wird alles gut – endlich – danke Steve Jobbbbs!!

Erwähnen sollte ich vielleicht noch, dass alle 71 iPad Anwendungen die sich im iTunes meines Notebook verborgen hatten aktualisiert werden mussten. Via iPad klappte das nur für einige wenige Anwendungen – sorry – die Dinger heißen ja jetzt APPs. Danach hagelte es erst einmal Fehlermeldungen. Ich konnte die APPs aber via iTunes aktualisieren und dann erneut auf das iPad kopieren. Ist alles doch ganz einfach und klappt immer wie von selbst – eben Apple – eben (fast) perfekt – wie so vieles im Leben…

Ach sorry ich habe doch noch etwa vergessen, meinen alten Peugeot sollte ich noch gegen einen schicken Mini Cooper eintauschen der in einer modernen Trendfarbe lackiert ist, sonst passt das alles nicht zum fabelhaften neuen iPad…

Aber vorher geht es noch schnell zur Erstkommunion meiner kleinen Nichte Nina 🙂

Es gibt noch so vieles zu entdecken…

Mit der Nikon D7000 am Rhein entlang





Kurz bevor die Peugeot Werkstadt in Mainz Hechtsheim schließt, flitze ich vom Büro rüber zu meinem kleinen Peugeot 207 SW. Beim Starten des Motors vergesse ich wieder die Kupplung zu treten, an eine Automatik gewöhnt man sich wirklich schnell… Beim zweiten Versuch klappt es dann auf Anhieb 🙂 Kurz drauf bin ich bei der Werkstadt. Der Kofferraumdeckel bei meinem 407 Coupé läßt sich nun wieder öffnen, es musste ein Teil des Kabelbaumes ersetzt werden. Am Vorabend habe ich ein wenig gegoogelt, was die Ursache sein könnte und bin auf mehrere Diskussions-Threads gestoßen, innerhalb derer andere Peugeot-Fahrer vom gleichen Problem berichtet haben. Eigentlich ist es ein Konstruktionsfehler, wenn man ein Stück Kabelbaum von der festen Karosserie zum Kofferraumdeckel führen muss. Aber egal, jetzt klappt es wieder und die Reparatur liegt mit 228 Euro noch halbwegs im Rahmen.

Als ich losfahren will meldet sich ersteinmal wieder der Bordcomputer „Einparkhilfe defekt“… ich ignoriere das mit aller Tapferkeit und fahre in Richtung Autobahn. Der Motor ist noch kalt und die Dieselrakete ruckt immer mal wieder „Fehler im Abgassystem“ – irgendwann ist das Abgasrückführungsventil wohl doch noch fällig…

Auf der Autobahn geht dann gar nichts. Im Radio wird durchgesagt, dass bei Mainz Finten Gegenstände auf der Fahrbahn liegen, ich fahre irgendwann entnervt wieder runter in Richtung Innenstadt. Das ist auch nicht viel besser, aber ich schaffe es schließlich auf die andere Rheinseite. Es geht auf der B42 am rechten Ufer des Rheins entlang. Immer wieder sehe ich im krassen Gegenlicht die ein oder andere Burg am gegenüberliegenden Ufer. Dann hält mich nichts mehr, ich fahre an den Straßenrand, krame die neue D7000 aus dem Kofferraum, montiere das AF-S 2.8/70-200 samt B&W Polfilter und schieße einen ganzen Haufen RAW-Bilder diverser Burgen.

Daheim angekommen ist es dann auch schon fast 20h, was für ein Tag!

Beim Kaisers gibt es noch ein letztes Roggenbrot. Fingerdick mit Nutella bestrichen ist das der Hammer schlechthin – sowas von lecker!

Dann kommt die D7000 auf ein Stativ und nun darf sie den Posttower filmen wie er sich langsam vor dem blauen Nachthimmel schlafen legt. Während desssen schaue ich mir meine Beute an. Es ist nicht viel dabei, das Gegenlicht war wirklich fies, die Farben sind flau es gibt kaum Kontraste – es war definitiv kein Fotowetter. Aber in den RAW-Bildern stecken doch noch allerlei Reserven. Was Nikon Capture da noch herausholt ist überaus erstaunlich!

Aber seht selbst – hier ein JPG sowie es die Kamera geliefert hat und gleich danach ein konvertiertes RAW-Bild.

Hier drei der vielen schönen Burgen die man im „Westen“ zu sehen bekommt.

Hier habe ich noch ein HDR, das vorgestern an der Mainzer Theodor-Heuss-Brücke zusammen mit Tobias entstanden ist.

Und nun schaue ich mir mal die Videos an, die ich parallel mit der D7000 während des Sonnenuntergangs aufgenommen habe. 🙂