Nikon 1 V3 – Top oder Flop?

Nikon_1_V3

Das Nikon 1 System hat es mir trotz aller Einschränkungen irgendwie angetan. Auch wenn an den Kameras zum vollen Glück noch einiges fehlt und viele sinnvolle Features von den Nikon Marketing-Strategen gestrichen wurden, um die teureren Spiegelreflexkameras zu „schützen“, so macht es dennoch Spaß mit diesen Kameras zu fotografieren. Lange bevor die Nikon 1 V3 angekündigt wurde habe ich überlegt was ich mir von einer Nikon 1 V3 wünschen würde.

Auf meiner Wunschliste standen unter anderem diese Punkte:

  1. Hochauflösender Sucher wie bei Olympus OM-D E-M1
  2. 7-fach Bracketing für HDR-Bilder (Wie Nikon P7000)
  3. Stabiler Batteriegriff wie bei Olympus OM-D E-M1
  4. Eingebautes WLAN mit Android/iOS App wie von Panasonic oder Olympus
  5. Eingebautes GPS
  6. Eingang für externes Mikrofon
  7. Ausgang für Kopfhörer
  8. Gleiche Batterie wie Nikon 1 V3 (oder D800 etc.)
  9. HD-Video mit 24/25/30/60/120/400 Bildern pro Sekunde
  10. 2-3 User-Settings
  11. Klappdisplay wie Panasonic GH-3 oder GH-4
  12. Touchdisplay wie GH3/GH4
  13. Schneller Speicher für 100 RAW-Bilder bei 20 B/s
  14. Frei definierbare Funktionstasten wie bei Panasonic GH3 oder Olympus E-M1 etc.
  15. Videos alternativ über Auslöser statt den zu kleinen roten Knopf starten
  16. Ein „richtiger“ Blitzschuh!!!
  17. 1/25 Sekunde als längste Belichtungszeit im Video-Modus

Da man sich bei Nikon mit der Veröffentlichung der Nikon 1 V3 wirklich viel Zeit gelassen hat, habe ich mir irgendwann eine Olympus OM-D E-M1, Panasonic GH3 und andere MFT-Kameras wie beispielsweise die niedliche Panasonic GM-1 gekauft. Zu einem Zeitpunkt zu dem ich schon gar nicht mehr mit der Vorstellung der Nikon 1 V3 gerechnet habe, kam sie dann doch noch und sogar mit einem neuen leistungsstarken Teleobjektiv!

Der erste Blick in die Liste der Features war dann auch gleich eine herbe Enttäuschung. Statt mit 24 und 25 Bildern liegt die niedrigste Framerate für Videos bei 30 B/s. Eine Kombination mit vorhandenen Kameras die mit 24 B/s (Nikon D7000) oder 25 B/s bzw. 50 B/s filmen (Panasonic HC-X909) ist also nicht problemlos möglich. Statt eines vernünftigen Blitzschuhs gibt es den von den Vorgängern bekannten spezifischen Anschluss für Zubehör des Nikon 1 Systems. Zwar kann man hier jetzt einen elektronischen Sucher einschieben, der sich qualitativ mit dem Sucher der Olympus OM-D E-M1 oder der Fuji X-T1 messen kann, aber dieser Sucher sitzt wacklig und lässt sich nicht vernünftig befestigen. In den letzten Tagen ist er mir trotz aller Sorgfalt zigmal hingefallen und es ist ein Wunder, dass er noch funktioniert.

Will man diesen zweifellos herausragenden Sucher benutzen, so kann man sich den kleinen GPS-Stöpsel in die Haare schmieren. Auch ein externes Mikrofon lässt sich nicht anschließen und auch ein zusätzliches Blitzlicht lässt sich nicht nutzen wenn der Sucher aufgesteckt ist. Statt dessen muss man mit einem winzigen „Zwergen-Blitzlicht“ belohnt, das diesen Namen eigentlich gar nicht verdient. Das ist alles mehr als ärgerlich, statt dieses winzigen Blitzes hätte ich mir einen „vernünftigen Blitzschuh“ mehr als sehnlichst gewünscht…

In der Hoffnung, dass man sich bei Nikon bequemt hat die für Android und iOS lieferbare APP auf einen Stand zu bringen den es bspw. bei Olympus und Panasonic seit langer Zeit gibt, verharrt die verfügbare APP beim minimalistischen Funktionsumfang der ersten Version. Das ist mehr als enttäuschend! Mit der dieser APP lässt sich über ein Tablet oder ein Smartfon einfach nichts ausrichten. Man kann ein Foto auslösen und auf der Kamera vorhandene Bilder per WiFi Netzwerk auf sein Telefon kopieren, das war der Funktionsumfang!! Was soll dieser Bockmist? Eine Weltfirma wie Nikon sollte das besser können, die deutlich kleineren Wettbewerber können es ja auch!

Einen zusätzlichen Griff gibt es nun, aber diesen muss man jedes mal abschrauben um die winzige Batterie zu wechseln. Wenigstens hat man nicht schon wieder ein neues Format erfunden sondern das Format beibehalten, das bspw. mit der Nikon 1 J2 eingeführt wurde. Lieber wäre mir der Akku der Nikon 1 V1 gewesen, oder wenigstens ein gut erreichbares Akku-Fach in einem etwas größeren Batteriegriff, aber auch hier „Fehlanzeige“ 😦 Leicht erreichbare User-Settings für den blitzschnellen Wechsel aller Einstellungen gibt es auch nicht. Auf den Ausgang für einen Kopfhörer um den Ton bei Video-Aufnahmen kontrollieren zu können gibt es ebenfalls nicht. Das Display kann man inzwischen klappen aber nicht schwenken. YouTube-Videos von sich selbst kann man mit der Kamera also immer noch nicht vernünftig aufnehmen…

Die Nikon 1 V3 kann mit bis zu 60 B/s fotografieren. Das ist echt extremst rasend schnell, aber was nutzt das wenn nach etwa einer halben Sekunde der schnelle interne Kameraspeicher voll ist und man ewig warten muss bis alle Bilder auf die jetzt winzig kleinen fummeligen Micro-SD Karten übertragen wurden? Mir wäre lieber die Kamera würde „nur“ mit 10 Bildern pro Sekunde fotografieren, dafür aber DAUERHAFT bis die Speicherkarte voll oder der Akku leer ist! So sind die 60 B/s leider nicht viel mehr als ein Marketing-Gag.

Die Funktionstasten kann man nun in gewissen Grenzen definieren, aber Olympus und Panasonic haben hier eindeutig die Nase vorn! Und statt mit dem großen gut erreichbaren Auslöser muss man Videos entweder über den Fn3 Knopf des optionalen Griffes oder dem schlecht erreichbaren „roten Knopf“ starten. Das ist MIST! Bei der Videoaufzeichnung nervt ebenfalls, dass bei jedem Clip der Ton stets erst nach einer kleinen Verzögerung aufgezeichnet wird. Will man unschöne Aussetzer vermeiden, so muss man beim Schnitt bei JEDEM CLIP am Anfang und Ende ein wenig was abschneiden. Dieses Problem haben andere Hersteller auch, aber deren Kameras sind teilweise um Welten billiger zu haben. Bei einem „Nikon Premium-Produkt“ hätte ich mehr erhofft!!

Doch genug geschimpft, kommen wir zu den guten Seiten der neuen Nikon 1 V3. Gleich am ersten Tag habe ich in der Bonner Innenstadt beim Brunnen vor dem Sterntor dieses kleine erste Testvideo aufgenommen.

Ein paar Tage später ist mir beim Fotografieren der Burg Sooneck ein kleiner Brunnen aufgefallen. Dort habe ich mit dem brandneuen Nikkor AF-S G ED VR 4,5-5,6/70-300mm dieses kleine Testvideo aufgenommen.

Am letzten Sonntag ging es dann mit der gleichen Kombination für eine Stunde in den Bonner Rheinauen-Park. Diesmal hatte ich ein Stativ dabei und habe fast ausschließlich mit dem neuen 70-300mm Teleobjektiv gefilmt. Dieses Objektiv entspricht wegen des kleinen Chips der Nikon 1 V3 einem 189-810mm Teleobjektiv. Zwar ist es zu einem Preis von über 1.000 Euro nicht gerade billig, aber die Bildqualität ist gut und das Objektiv ist wunderbar kompakt und leicht. Allerdings nervt auch hier die drehbare Verriegelung. Immer wieder passiert es so, das man den angenehm breiten Zooring in der Hand hält und versehentlich den winzigen Verriegelungsknopf drückt. Dreht man nun etwas über die kurze 70mm Brennweite hinaus, so schaltet man damit die Kamera ab. Besonders in Momenten bei denen es auch jede Sekunde ankommt ist das mehr als ärgerlich. Warum braucht dieses teure Objektiv diesen überflüssigen Mechanismus, wenn die Nikon 1 V3 doch einen sehr schönen Ein/Aus-Schalter hat?

Am vorletzten Wochenende war Gelegenheit die neue Kamera im Wildpark Hellenthal zu testen. Dort war ich von der Bildqualität wirklich sehr angetan. Auch funktioniert das Auslösen und fokussieren via Touch-Display nun wirklich gut. So wurden auch einige der Fotos dieses Tages bei flickr ein echter Hit. Hier habe ich eines der Fotos aus dieser Session, einfach mal via flickr.com im Format 1920px öffnen. Das ist gar nicht schlecht!!

Fish Eagle Portrait - Nikon 1 V3 & AF-S VR 70-300mm

Hier habe ich kleines Beispiel zusammen montiert das einen Adler zeigt der von einem Baum in Richtung seines Falkner startet. Es ist schon sehr beeindruckend wie die Nikon 1 hier den Fokus halbwegs gut nachgeführt und den kompletten Bewegungsablauf aufzeichnen kann. Doch man sollte sich solche Sequenzen nicht immer erhoffen. Auch wenn der Autofokus vergleichsweise schnell ist, sind praktisch alle Vögel schneller. Sobald ein Adler oder was auch immer sich nicht mehr parallel zur Kamera sondern darauf zu bewegt, ist auch schnell Schluss mit lustig. Auch hätte ich mir einen vernünftigen fest gekoppelten Fokusring gewünscht… Das elektronische Pendant funktioniert zwar vergleichsweise gut, aber meiner Meinung nach bei einem Objektiv der 1.000 Euro Klasse eben nicht gut genug! Ärgerlich ist auch hier, das man kaum in der Lage ist das Objektiv manuell vernünftig auf „Unendlich“ zu fokussieren.

Dieses Foto unbedingt via flickr in der Original-Größe (Pfeil unten rechts auf der flickr-Webseite) anschauen!

Eagle versus Nikon 1 V3

Zum Abschluss habe ich hier noch ein Fotos das ich vor ein paar Tagen auf dem Weg von Bonn nach Mainz auf einem Parkplatz oberhalb von Cochem an der Mosel aufgenommen habe. Das Bild zeigt die Reichsburg und ich habe es mit dem billigen Nikkor AF-S VR 30-110mm im RAW-Modus aufgenommen. Ich finde, auch hier spricht die Bildqualität für sich!

Cochem # 1 - Nikon 1 V3

Fazit

Mir macht das Fotografieren mit der Nikon 1 V3 Spaß, auch wenn ich viele Features vermisse. Toll sind die Qualität der Fotos und Videos, wirklich schlecht ist der wackelige Halt des überragenden elektronischen Suchers. Lehnt man sich zurück und analysiert in aller Ruhe was man bei der Nikon 1 V3 für sein Geld erhält, so ist das Fazit leider mehr als mager. Zusammen mit dem neuen Nikkor AF-S VR 10-30mm PD Zoom, dem elektronischen Sucher und dem zusätzlichen Handgriff kostet die Nikon 1 V3 satte 1249,- Euro. Zu diesem Preis bekommt man schon eine Panasonic GH3 mit einem hochwertigen Objektiv und etwas Zubehör. Für ein paar Euro mehr ist auch eine Olympus OM-D E-M1 drin, oder alternativ die hervorragende Fuji X-T1. Hätte ich meine Nikon 1 V3 nicht im kompletten Set bei eBay für 700,- Euro abgeschossen, ich hätte sie nicht gekauft. Sie leistet kaum mehr als die Nikon 1 V2 und hinkt bezüglich der Features wie Bracketing, Video-Framerates und WiFi-APP gegenüber den Konkurrenten deutlich hinterher.

Was für die Nikon 1 spricht ist die Möglichkeit mittels des FT-1 Adapters erwachsene „Männer-Teleobjektive“ zu adaptieren und so beispielsweise aus dem gewaltigen Nikkor AF-S VR 4/200-400mm ein grandioses 540 – 1080mm Supertele mit Blende 4 zu machen.

Positiv aufgefallen ist mir, dass vor der RAW-Konvertierung zunächst hoffnungslos überstrahlt wirkende Bildbereiche doch noch Zeichnung enthielten. Bedingt durch den kleinen Chip mit den extrem winzigen Pixeln ist der Dynamik-Bereich der Nikon 1 V3 sehr viel kleiner als beispielsweise bei einer Nikon D800. Aber in der Praxis erweist er sich als groß genug um unter brauchbaren Lichtverhältnissen an gute Ergebnisse zu kommen.

Alle die gern nachts fotografieren, werden trotzdem an der Nikon 1 V3 keine Freude haben. Hier ist beispielsweise die Olympus OM-D E-M1 mit der 2.0er Firmware deutlich im Vorteil. Bei der Olympus kann man im Modus „Live-Comp“ miterleben wie bei Langzeitbelichtungen die Bilder entstehen und dann wenn man es für richtig hält den Belichtungsvorgang durch ein zweites Betätigen des Auslösers beenden. Dies wäre ein Feature das auch der Nikon 1 V3 gut zu Gesicht stehen würde. Allerdings habe ich keine Hoffnung, dass die Nikon-Entwickler für solche sinnvollen Features jemals grünes Licht bekommen werden…

Die hohen Bildraten von 40 und 60 B/s sind meiner Meinung nach Augenwischerei, denn in der Praxis behindern sie oft eher als das sie einen Nutzen haben. Wer mit 60 B/s fotografiert und einen etwas zu nervösen Auslesefinger hat, der wird alle entscheidenden Momente verpassen weil seine Nikon 1 V3 genau dann wenn man es nicht gebrauchen kann mit dem Übertragen der Fotos auf die Speicherkarte beschäftigt sein wird. Mit 10 oder 20 B/s kommt man auch mit der Nikon 1 V3 ganz gut durchs Leben, mehr braucht man im normalen Fotoalltag für nichts!

Was mich bei Videoaufnahmen massiv stört ist die Tatsache, dass die längste Belichtungszeit auf 1/100s festgelegt ist. Beispielsweise mit meiner Nikon D800E kann ich bei 25 B/s bei einer Belichtungszeit von maximal 1/25 s filmen. Unter schwierigen Lichtbedingungen bei denen die Nikon D800E noch mit ISO-800 auskommt, muss die Nikon 1 schon auf ISO-3200 gehen um bei gleicher Blende die gleiche Belichtung erzielen zu können. Das ist eine schwere Einschränkung für alle die beispielsweise gern YouTube-Videos etc. aufnehmen. Wer bei der Aufnahme nicht für richtig viel Licht sorgen kann, der wird sich später über total verrauschte Video-Clips ärgern müssen.

Weiterhin gibt es viele kleine Details die mich stören. So ist es zunächst toll, dass der elektronische Sucher einen Augensensor hat und man diesen auch deaktivieren kann. Aber diese Einstellung wird nicht gespeichert. Schaltet man die Kamera (versehentlich) aus und wieder ein, so ist der Augensensor immer wieder aktiv. Wer seine Kamera auf einem Stativ verwendet und sie über das Display bedienen möchte wird sich so immer wieder über diesen Sensor ärgern, weil er jedes mal wenn man ihm zu nahe kommt das Display abschaltet. So ist immer wieder ein Druck auf den seitlich am wackligen Sucher angebrachten Knopf notwendig um den Augensensor zu deaktivieren, das nervt zumindest mich total.

Gut gefällt mir, dass man die „Bildkontrolle“ via Menü-Option deaktivieren kann. Bei vielen anderen Systemkameras geht das nicht und dies ist besonders wenn es schnell gehen soll oft extrem hinderlich. Wer mit 20 Bildern pro Sekunde beim Sport fotografiert, der will nicht jedes mal wenn er den Auslöser loslässt die zuletzt fotografierten Fotos anschauen!! Hier ist es toll, dass der Sucher der Nikon 1 V3 sich dann nicht umschaltet und man das Geschehen weiter verfolgen kann.

Die Verarbeitung der Nikon 1 V3 ist sehr gut und sie fühlt sich hochwertig an. Die Einschaltzeit ist angenehm kurz und der Autofokus arbeitet im Vergleich zu anderen Systemkameras schnell und mit brauchbarer Trefferquote. Dennoch muss man die Hoffnung begraben, bei schnell bewegten Objekten nur scharfe Fotos zu erzielen. Je nachdem wie gut sich ein Motiv vom Hintergrund abhebt, ist der Ausschuss teilweise exorbitant hoch. Im schnellen Modus ist es weniger gezieltes Fotografieren als eher ein wilder herumfuchteln und hoffen auf die perfekte Fotografie. Diese sind mit der Nikon 1 V3 zweifellos möglich, aber wer eine Olympus OM-D E-M1 wirklich beherrscht wird mit einer ähnlichen Trefferquote und weniger Ausschuss nach Hause kommen. Jeder der mit einer Nikon 1 V3 fotografiert sollte daher unbedingt die Verwendung des AF-L Buttons üben. Damit kann man zur rechten Zeit Autofokus und/oder Belichtung speichern. Wer also bei einer Adler-Flugshow wirklich scharfe Bilder haben will, der beobachtet auf welchen Bahnen sich die Tiere bewegen, fokussiert auf eine Stelle die ihm gefällt, betätigt den AF-L Knopf und verfolgt dann die Tiere bis sie sich hoffentlich genau dort befinden wo man sie haben möchte. Diese Technik funktioniert nicht nur bei der Nikon 1 V3, man sollte sie erlernen und wird damit beim Autorennen und ähnlichen Veranstaltungen eine deutlich höhere Trefferquote erzielen als wenn man sich auf den meistens doch noch viel zu langsam arbeitenden Autofokus verläßt.

Zum neuen Nikkor AF-S 10-30mm PD Zoom gibt es nicht viel zu sagen. Das Ding ist winzig, macht was es soll und liefert gute Ergebnisse. Der automatische Verschluss vor der Frontlinse ist praktisch aber nicht sonderlich stabil. Eine Möglichkeit um einen Polfilter oder ähnliches zu verwenden gibt es wegen des fehlenden Filtergewindes leider nicht. Der Motorzoom ist im Gegensatz zu den Pendants von Olympus oder Panasonic für Videofilmer nicht zu gebrauchen. Bei diesem Objektiv hat man einen Endlos-Zoomring, eine Steuerung der Geschwindigkeit mit der das Objektiv seine Brennweite verändert ist damit leider nicht möglich. Jedem Videofilmer sei daher das teure, große und schwere Nikkor AF-S VR 10-100mm PD Zoom ans Herz gelegt.

Top oder Flop?

Wer noch keine Kamera besitzt und keine Nikon-Objektive sein eigen nennen darf, dem würde ich vom Kauf der Nikon 1 V3 abraten. Das mag hart klingen, aber beispielsweise eine Olympus OM-D E-M1 ist einfach die bessere Kamera. Einzig wenn es auf jedes Gramm Gewicht ankommt und man ein wirklich langes Teleobjektiv für Fotosafaris sucht, hat die Nikon 1 V3 in Verbindung mit dem neuen 70-300mm die Nase vorn weil aktuell für das Micro-Four-Thirds System kein vergleichbares Objektiv verfügbar ist. Wer sich für eine Nikon 1 V3 entscheidet muss sehr tief in die Tasche greifen und bekommt für sein Geld eine sehr spezielle Kamera die viel Spaß machen kann, der aber wichtige Features fehlen und die im Gegenzug mit unsinnigem Mist wie 4-Sek Video, Best-Moment-Capture und anderem Krams „aufgerüstet“ wurde, den kein ernsthaft fotografierender Menschen jemals nutzen wird. Statt dieser praxisfremden Gimmiks hätte ich mir Bracketing und User-Settings wie bei einer Nikon P7000 oder D7000 gewünscht.

Aber was nicht ist kann ja noch werden, vielleicht schafft man es bei Nikon im Jahr 2018 eine Nikon 1 V4 auf den Markt zu bringen die endlich überflüssigen Ballast vermissen lässt und statt dessen mit sinnvollen Features aufgewertet wird.

Warten wir’s ab…

 

Nikon D810 – Die besten Objektive

Mit der D810 hat Nikon eine Kamera mit einem besonders hochauflösenden Sensors im Angebot die mehr als ein heißes Eisen ist. Aber dieser Sensor verlangt sowohl die Fotografen als auch den verwendeten Objektiven alles ab. Nur mit den besten Objektiven, der richtigen Blendeneinstellung und kurzen Verschlusszeiten läßt sich das Potential dieser Kamera wirklich ausreizen. Wer mit Stativ,  Fernauslöser und Spiegelvorauslösung arbeite, kann mit dieser Kamera Ergebnisse erzielen, die vor einigen Jahren Besitzern teurer digitaler Mittelformat-Kameras vorbehalten waren.

Allerdings haben die Hersteller dieser Kameras nicht geschlafen und haben weiterhin die Nase vorn, aber nicht nur bei Pixelgröße und Auflösung sondern auch beim Preis. Aber vVerglichen mit einem digitalen Rückteilen wie dem Mamiya Leaf Credo 80 für knapp 25.000 Euro, ist die Nikon D810 schon fast ein Schnäppchen.

„Nikon D810 – Die besten Objektive“ weiterlesen

Photokina 2014 – Top oder Flop?

Mit dem Siegeszug der Digitalfotografie konnten sich die Kamera-Hersteller über viele Jahre hinweg über stetig steigende Umsatzzahlen freuen. Doch diese fetten Jahre sind inzwischen vorbei. Der Markt ist gesättigt, in fast jedem Haushalt schlummert eine moderne digitale Kamera und wartet auf Motive die oft über Monate hinweg nicht kommen wollen. Viele potentielle Kunden verwenden ihre teure Kamera nur im Urlaub und interessieren sich ansonsten nicht weiter für die Superlative welche die Kamerahersteller immer wieder durch ihre Marketing-Abteilungen an die Presse weiterleiten lassen.

Vor diesem Hintergrund war die Photokina 2014 ein von vielen Herstellern mit Spannung erwartetes Event. Ob die Erwartungen erfüllt wurden und welche Tops und welche Flops es gab wollen wir uns hier kurz anschauen.

Meine Liste ist natürlich nicht vollständig und von meinen persönlichen Vorlieben geprägt. In den letzten Tagen habe ich lange hin und her überlegt ob ich überhaupt etwas zur Photokina schreiben soll. Dann hatte ich die Idee eine „Liste der Innovationen“ hochzuladen, die nichts als eine schwarze Bitmap enthalten sollte. Aber ganz so schlimm war es dann ja doch nicht…

Nikon D750

Nun ist sie da, aber braucht die Welt diese Kamera wirklich? Mit der D750 schiebt Nikon eine weitere Vollformatkamera in die Lücke zwischen D610 und D810.

D750_ambience_1

Technisch ist sie auf dem aktuellsten Nivea, sie kann alles was man sich nur wünschen kann, sie ist schnell, hochwertig verarbeitet, fühlt sich gut an und liefert tadellose Ergebnisse. Preislich ist sie knapp unterhalb der D800 angesiedelt und es gibt neben Wifi endlich ein schwenkbares Display. Bei Olympus, Panasonic & Co gibt es dieses Features schon seit Jahren und hier hat Nikon endlich etwas nachgeliefert was längst überfällig war. Allerdings wird man angesichts der Nikon APPs für iOS und Android am neuen Wifi-Feature nur wenig Freude haben. Das können die Wettbewerber beispielsweise bei Panasonic und Olympus bislang eindeutig besser. Hier sollte Nikon schnellstens nachbessern!

D750_80_400_MBD16_frt34r

Bei der D750 hat Nikon im wesentlichen Detailarbeit geleistet, wirkliche Innovationen sucht man vergeblich. Wem das Erlebnis des Fotografierens mit einem etwas größeren griffigen Kamerakorpus gleichgültig ist, der wird mit einer Nikon D600 oder D610 zum deutlich niedrigeren Preis die gleichen Ergebnisse erzielen.

D750_LCD_GrpAreaAF_illumination_E

D750_LCD_MonitorColor_E

Der Korpus der Kamera besteht aus robustem Magnesium, eine Innovation ist es nicht, aber es ist eben kein billiges Polycarbonat…

D750_MB_Mgbody_01

Die Detailarbeit macht sich bei den Video-Modi bemerkbar. Wer allerdings auf Support für 4K Videos gehofft hat wird enttäuscht sein. Was es bei der Panasonic GH4 schon seit Monaten gibt, sucht man bei der deutlich teureren Nikon D750 vergeblich. Aber die Framerates erlauben endlich die Flexibilität die man sich in einem Setup mit mehreren Kameras wünscht. Ich ärgere mich immer wieder, dass die Olympus OM-D EM-1 zum Preis von 1.500 Euro für den Korpus lediglich mit 30 B/s in 1080p filmen kann. Wo ist das Problem der Kamera auch 25 und 24 Bilder pro Sekunde beizubringen? Beim Videoschnitt ist es immer wieder mehr als ätzend wenn man einen Film aus Sequenzen zusammenstellen muss die mit unterschiedlichen Framerates aufgenommen wurden.

Bei ruhigen Szenen ist es kein Problem aber sobald Objekte gefilmt werden die sich mit kontinuierlicher Geschwindigkeit bewegen gibt es im fertigen Film bei unterschiedlichen Bildraten eine sehr unangenehmes Rucken. Der Grund ist so einleuchtend wie einfach. Zwar können moderne Schnittprogramme mit allen Arten von Framerates umgehen, aber sie lassen sich eben nicht so einfach konvertieren. Fügt man eine Sequenz die mit 30 B/S aufgenommen wurde in ein Videoprojekt ein das auf 25 B/s basiert, so müssen einzelne Frames/Bilder ausgelassen werden. Dass das Ergebnis nicht mehr flüssig läuft ist klar. Fügt man einen Clip mit 24 B/s in ein Projekt ein das auf 30 B/s basiert so müssen einzelne Bilder mehrfach angezeigt werden um von 24 auf 30 B/s zu kommen. Das Ergebnis ist in den meisten Fällen nur wenig zufriedenstellend.

D750_LCD_MOVIE_FrameRate_E

Aus diesem Grund ist es keine wirklich gute Idee Clips aus einer Nikon D7000 (24 B/s) mit Clips aus einer Olympus OM-D EM-1 (30 B/s) zu mischen. Kommt noch eine Kamera wie die Panasonic GM1 hinzu, die fest mit 25 B/s filmt, wird es nicht besser… Ich habe nur wenig Verständnis für diese Politik der Kamerahersteller. Wenn man einer Kamera für 1500 Euro einen Video-Modus spendiert, dann sollte der Anwender auch zwischen 24, 25 und 30 B/s wählen können. Wenn eine Kamera wie die D750 darüber hinaus 50 und 60 B/s im Angebot hat, so ist das mehr als begrüßenswert für alle die mal eine schöne Zeitlupe in ihr Videomaterial integrieren möchten. Hier hat endlich mal jemand mitgedacht…

Das schwenkbare Display der D750 ist recht praktisch sobald Motive aus ungewöhnlichen Positionen fotografiert werden sollen. Das Problem dabei, man kann dieses Feature nur im Live-View Modus nutzen und ist dann auf die Arbeit mit dem langsamen Kontrast-basieren Autofokus angewiesen. Eine Freude ist das nicht und auch hier sind Systemkameras wie beispielsweise eine Olympus OM-D EM-1 deutlich im Vorteil!

D750_24_85_back34r_2

D750_24_85_back34r_1

Alles in allem ist die Nikon D750 eine grundsolide Vollformatkamera die alles kann was man als sich als Foto-Amateur wünschen kann. Die Bildqualität ist exzellent und das erprobte durchdachte Bedienkonzept noch immer wegweisend.

D750_20_1.8_front34l

Einen echten Meilenstein wie bei der Nikon D2x oder der D3 hat Nikon mit der D750 aber nicht abgeliefert. Nichts an dieser Kamera ist schlecht, aber es ist eben auch nichts revolutionär. Und genau das wird das Problem sein. Warum soll man diese Kamera kaufen wenn man beispielsweise schon eine D700 hat?

Panasonic CM1

In den letzten Jahren haben Mobiltelefone schrittweise das Fotografieren und Filmen gelernt. In den Känguru-Chroniken wurde schon vor längerer Zeit ein Witz gemacht in dem das Känguru eine Kamera erfand mit der man auch telefonieren kann. Diesen Witz hat man bei Panasonic ernst genommen und mit der CM1 ist in einigen Wochen zum Preis eines iPhone 6 mit 128GB ein Android basiertes Smartphone mit revolutionär guter Kamera verfügbar. Wer von seiner kleinen Bridgekamera allerdings ein Zoom-Objektiv gewöhnt ist wird auch hier enttäuscht sein. Panasonic hat hier eine ganz ordentliches Weitwinkel verbaut, ein Objektiv das einem 28mm Kleinbild-Weitwinkel entspricht. Das ist ganz nett, aber auch nicht revolutionär.

lumix-smart-camera-dmc-cm1_panasonic-100436921-primary.idge

 

Lytro Illum V2

Die neue Lichtfeldkamera aus dem Hause Lytro ist nun endlich verfügbar. Vom Spielzeug-Flair des ersten Modells ist nichts geblieben. Die neue Lytro Ilum V2 sieht fast aus wie eine „normale Kamera“ und das ist auch gut so 🙂

In diesem Video wird sehr schön erklärt was an der Lytro Illum so besonders ist.

Diese Kamera ist aus meiner Sicht die einzige echte Innovation der diesjährigen Photokina in der Sparte der Kameras. Es ist dem Hersteller nur zu wünschen, dass dieses sehr ungewöhnliche Konzept gut aufgenommen wird. Spannend finde ich, dass es den Lytro Desktop nun auch für OS-X gibt und dass man damit kleine Film-Clips exportieren kann. So lassen sich die ungewöhnlichen Fotografien beispielsweise in ein YouTube-Video integrieren. Ein Konzept mit viel Potential von dem wir hoffentlich noch viel zu hören und zu sehen bekommen werden!!

JOBO GYROpod SP-1 und MD-1

In meiner Jugend kannte ich den Hersteller JOBO eher als Lieferanten von Filmentwicklungsdosen mit poppig roten Plastikdeckeln. Mit dem Niedergang der traditionellen Fotografie hat man bei JOBO reagiert und war in den letzten Jahren stets auf der Suche nach Nischen im prall gefüllten Fotoangebot. Nach den innovativen Gorilla-Pods gibt es nun die echt saucoolen GYROpod Stative. Die Dinger sind nicht ganz preiswert aber ein Knaller in Form und Funktion. Auf ein solches Gadget haben Amateurfilmer in aller Welt lange gewartet. Damit wird ein iPhone oder eine kleine Panasonic GM1 zur (fast) perfekten Steady-Cam.

Jobo-GyroPod-SP1

Leider ist die etwas größere Ausführung für „erwachsene“ Kameras mit einem Listenpreis von rund 700 Euro nicht ganz preiswert ausgefallen. Aber angesichts dessen was hier an Hightech drin steckt ist dieser Preis durchaus angemessen. Wem beim Filmen das Hantieren mit dem sperrigen Stativ auf den Geist geht, der liegt mit dem GYROpod MD-1 künftig genau richtig!

Jobo-GyroPod-MD1

Dieses System ist für mich der heimliche Star der Photokina 2014, es ist innovativ und bislang einzigartig – so sollten Produkte sein die auf einer Messe wie der Photokina vorgestellt werden.

Top oder Flop?

Meiner Meinung nach war die Photokina 2014 eher ein Flop. Der Markt ist mehr als übersättigt und echte Innovation ist auch in diesem Jahr absolute Mangelware.

USA-2014 – Wieder eine Reise ins Ungewisse – Teil 2

Das Wochenende ist nah und es ist Zeit für den zweiten Teil meiner Reportage zur USA-Reise im May 2014. In dieser Folge dreht sich alles um die Fahrt der Tahoe Queen auf dem Lake Tahoe und meinen ersten Tag in Idaho. Die zugehörigen Artikel aus meinem BLOG findet Ihr hier:

Im dritten Teil wird uns unsere Reise weiter zum Yellowstone National Park und nach Cody in Wyoming führen. Nach einigen Tagen geht es dann von Wyoming in Richtung Süden nach MOAB. Hier wird dann Teil 4 anschließen.

Während der Wochen in den USA war ich viel nachts unterwegs und habe recht viele Fotos auf denen der Sternenhimmel mit einigen schönen Strukturen im Vordergrund zu sehen ist. Diese Fotos sind eine wahre „Fundgrube“ und so habe ich in den letzten Tagen zwischen all der „Video-Bearbeiterei“ immer mal auf der Festplatte gesucht welche Fotos für eine Nachbearbeitung lohnend erscheinen. Die Ausbeute war gar nicht schlecht und drei Fotos habe ich bereits bei flickr.com hochgeladen. Die Resonanz auf das folgende Bild ist abermals überraschend gut. Das Foto hat es nach nur einem Tag in den „Explore“ geschafft, es ist also derzeit auf der Startseite von flickr.com zu sehen. Dieser Erfolg freut mich sehr und bestärkt mich in meinem Willen die Fotos nicht einfach unbeachtet auf der Festplatte altern zu lassen, sondern in den kommenden Wochen immer mal wieder zu schauen welche Schätze sich dort noch verbergen.

Moving in Circles around the Polar Star - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

 

Im zweiten Teil meines Videos gibt es auch ein Kapitel in dem es sich um den „großen Motivationsschub“ via flickr.com geht. Während meiner Nacht in den Alabama Hills bei Lone Pine sind auch die beiden folgenden Fotos entstanden.

Mobius Sky - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Nightsky over Alabama Hills - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

 

Alles in allem war für mich das sehr positive Feedback auf flickr.com das besondere Element der letzten Reise. Nie zuvor habe ich Foto ausgestellt die an nur einem Tag mehr als 20.000 mal aufgerufen wurden und mehr als 1.000 Favoriten „Sternchen“ einsammeln konnten.

Für dieses Feedback und die vielen privaten Nachrichten und Rückmeldungen möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich auch bei den Lesern dieses BLOG’s bedanken.

USA-2014 – Wieder eine Reise ins Ungewisse – Teil 1

 

Pünktlich zum Start in ein hoffentlich sonniges Wochenende kann ich Euch heute den ersten Teil meiner großen Reportage „USA-2014“ präsentieren. In diesem Video steckt viel mehr Arbeit als man denken würde. Zunächst muss man natürlich einmal diese Reise unternehmen und an all den Orten fotografieren und filmen. Ständig hält man an, schaut nach ob die GoPro noch außen am Auto klebt und wenn wieder einmal der Akku leer ist freut man sich über ein Ladekabel im Auto. Später daheim sucht man aus tausenden von Bildern und Video-Sequenzen einige Highlights zusammen, denn das Video soll möglichst kompakt und unterhaltsam sein.

Beim Videoschnitt steht man dann vor der Aufgabe Bilder und Musik so gut wie möglich miteinander zu verschmelzen. Wenn es perfekt sein soll, muss jeder Schnitt zur Musik passen und die Bilder müssen mit der Musik harmonieren und darauf so gut wie möglich abgestimmt sein. Bei jedem Schnitt stellt sich die Frage des „Übergangs“. Soll es ein einfacher harter Cut sein, oder soll es eine Überblendung geben? Vielleicht einen Effekt dazu? Wie lange soll der Übergang dauern, wann blendet man die Musik aus und den nächsten Track wieder ein?

FCPX-Videoschnitt

Bei der Aufnahme des Kommentars kann man sich einen langen Text vorschreiben und ihn vor einem Mikrofon „herunter sprechen“. Ich mag es aber lieber die Bilder zu schauen und quasi „live“ zu kommentieren. Der Kommentar darf natürlich nicht übersteuert sein und die Lautstärke muss möglichst über das gesamte Video hinweg konstant bleiben. Arbeitet man über viele Tage hinweg Abend für Abend an einem solchen Video, so steht das Mikrofon mal hier mal dort, keine einfache Aufgabe hier eine wirklich durchgängige Lautstärke und gleichbleibende Tonqualität zu erzielen. Tödlich sind Versprecher, die immer wieder vorkommen, oder eine falsche Betonung. Wieder und wieder beginnt man aufs neue bis man schließlich einige Sekunden eines neuen Kommentars korrekt gesprochen hat. Während der vielen Runden die man dabei dreht verliert man immer wieder das Gefühl für den Gesamtzusammenhang. So stellt man machmal erst eine Woche später fest, dass man sich irgendwo wiederholt hat. Man entdeckt doppelte Adjektive und stellt beschämt fest, dass man bei 10 Kommentarschnipseln 6 mal „wirklich“ gesagt hat.

Nun muss man entscheiden ob man damit leben kann oder ob man wieder einen gesamten Abend zu opfern bereit ist um die entsprechenden Kommentare erneut aufzunehmen…

Schwierig wird es zuweilen auch beim Upload in Richtung YouTube. 15 Minuten Video in guter FULL-HD Qualität sind etwa 2 Gigabyte groß. Natürlich kann man es stärker komprimieren, aber dann sieht das „was letztlich zählt“ einfach schlechter aus als es möglich wäre. Ohnehin muss man im Vergleich zur Ausgabe auf eine Blu-Ray mit schweren Qualitätseinbußen leben wenn man ein solches Video über YouTube veröffentlicht. Da soll es nicht noch schlechter werden nur damit sich die Upload-Zeit verkürzt. Wirkich blöd wird es, wenn der Upload übers Wochenende läuft und man viele Stunden später feststellen muss, dass er schon wieder abgebrochen ist. Vielleicht lag es am DSL-Router der sich in der Nacht neu verbunden hat? Man weiß es nicht und kann nur frustriert einen neuen Upload starten.

Wer all diese Arbeit freiwillig und unentgeltlich auf sich nimmt muss dann auch noch damit leben, dass irgendwelche verstrahlten Typen sich einen Spaß daraus machen das mühsam erstellte Video mit überflüssigen Kommentaren und negativen Bewertungen zu überziehen. An solchen Tagen fragt man sich dann warum man das alles macht…

Aber manchmal gibt es dann Tage die einen all das vergessen lassen, während man E-Mails wie diese hier liest:

Feedback zum YouTube Video

 

In den nächsten Wochen werde ich also weiterarbeiten an diesem großem Video-Projekt. In Teil 2 wird es um die Tage am Lake Tahoe, in Sun Valley Idaho und den ersten Kontakt mit dem Yellowstone Nationalpark gehen.

Ich freue mich auf Euer Feedback. Wer mag kann die kostenlose Kommentarfunktion in diesem BLOG verwenden. Man muss sich nicht groß registrieren und kann so den anderen Lesern seine Meinung mitteilen. Über einen „Daumen hoch“ bei YouTube freue ich mich natürlich auch, schließlich ist es zumeist der einzige Lohn den man für diese Arbeit erhält…