Teneriffa 12-2013 – Tag 10

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Heute ist für meine Sandra der Tag der Tage! Heute geht es zum Delfin Watching und darauf freut sie sich schon fast ein Jahr lang. Um 11h wird sie hier mit einem Auto abgeholt, dann geht es in den Süden und dann von Playa de las Americas mit einem Boot zur Spielwiese der Delfine draußen auf dem Meer. Die Delfine kennen das inzwischen sehr gut und einige genießen es in den Wellen die von den starken Motoren der Boote erzeugt werden zu surfen.

Einige Delfine sind inzwischen sehr zutraulich und kommen direkt an die Boote heran. Angefüttert werden sie indes nicht, denn dies ist streng verboten und wer seine Lizenz behalten will ermahnt seine Gäste den Delfinen nichts ins Wasser zu werfen. Berücksichtigt man den durchschnittlichen Touristen IQ, so würden anderenfalls sicherlich Berge von Brot, Obst und Bonbons bei den Delfinen im Meer landen. Einige Delfine folgen inzwischen den Booten in eine kleine Bucht und dort können ganz Unerschrockene zu den Tieren ins Wasser steigen.

Nach dem Frühstück steigt bei meiner Sandra die Nervosität spürbar. Sie packt ihren neuen Rucksack und bittet mich ein Backup ihrer Speicherkarten zu machen. Ich selbst achte penibel darauf JEDEN ABEND den Inhalt meiner Speicherkarten auf meine externe Festplatte zu kopieren.  Nachdem alles kopiert ist lösche die Dateien von den Speicherkarten. Oft habe ich für den Notfall eine zweite externe Festplatte dabei und lege hier eine Sicherheitskopie ab. Bislang sind mit nur EINMAL Daten verloren gegangen. Das war im Jahr 2011 in der Nähe von Big Sur am der Westküste der USA. Damals habe ich von mehreren Speicherkarten den Inhalt in einen Ordner auf meiner externen Festplatte kopiert. Bei der zweiten Speicherkarte hat mein Mac mich damals „gefragt“ ob er das vorhandene Objekt namens „DCIM“ ersetzen oder den Kopiervorgang abbrechen soll. Ich war es von meinen Windows-Computern gewohnt hier einfach auf „Ja“ zu klicken, denn bei Windows wird der Inhalt des neuen Ordners dem bestehenden hinzugefügt.

Inzwischen kann man in diesen Situationen auf dem Mac auf „Beide Ordner behalten“ klicken, damals ging das noch nicht und es wurde der vorhandene Ordner gelöscht und mit dem neuen Ordner ersetzt. So waren plötzlich fast alle Bilder eines Tages verloren. Damals habe ich mich schwer geärgert und bin am nächsten Tag noch einmal zurück gefahren um alles erneut zu fotografieren. Doch ein Foto ist fast immer eine einzigartige Momentaufnahme die sich meist nicht wiederholen lässt. So bin ich damals mit vielen neuen und vor allem besseren Fotos zurück gekehrt. Ein echter Verlust war es also nicht, aber ich habe vor allem daraus gelernt noch sorgfältiger bei der Datensicherung vorzugehen. Daher kann ich es auch nicht haben, wenn ich bei der abendlichen Datensicherung angesprochen werden und zwischen durch mal schnell dieses oder jenes erledigen soll. Denn dann geht meist etwas schief weil man nach dem Abendessen oder einer anderen eingeschobenen „Nebentätigkeit“ nicht mehr so genau weiß was schon alles gesichert ist, was man löschen kann und was eben noch „einzigartig“ ist.

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In den Tagen die wir hier auf der Insel sind hat meine Sandra noch gar keine Daten gesichert. Heute ist daher „Holland in Not“ denn für die Delfin-Tour braucht sie Platz auf ihren Speicherkarten.  So drückt sie mir zwei Stunden bevor es los geht eine kleine Sammlung unterschiedlichster Speicherkarten in die Hand. Es ist ein kleiner Zoo, Micro-SD in Adaptern, normale SD-Karten, 8-GB, 16-GB, 32-GB, es ist alles dabei. Ihre neue externe 1TB Festplatte mit USB-3.0 ist noch leer und so schnappe ich mir meinen neuen Mac und schiebe alles auf die leere Festplatte. Weil wir nicht wissen was auf welcher Karte ist, lege ich dort einen Ordner „Unsortiert“ an und erstelle für jede Speicherkarte einen Unterordner mit schönen Namen wie „Micro-SD 8GB SanDisk – Buenavista“. Beim Kopieren der Daten fällt auf, dass die Lesegeschwindigkeit stark variiert. Bei einigen Karten kann 1GB in rund 60s kopiert werden, bei anderen Karten dauert ein vergleichbarer Vorgang bis zu 180s lang.

Es fällt auch auf, dass meine neuen 64GB großen 400x CF-Karten mit Ultra-DMA (Direct Memory Access) im Vergleich einfach rasend schnell sind. Hier kann ich 1GB in ca. 20s auf eine externe Festplatte mit USB 3.0 kopieren. Das ist sehr cool wenn man nach einer ausgedehnten Session die Datensintfluten der Nikon D800E sichern möchte. Gestern habe ich im Jardín Botáninco wirklich viele Video-Sequenzen aufgezeichnet und so sind fast 40GB zusammen gekommen. Dieser Datenwust lies sich relativ schnell in Sicherheit bringen. In den Zeiten meiner Nikon D100 wäre dies via USB 1.1 eine abendfüllende Veranstaltung geworden!!

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Hier im Hotel klappt es mit dem Zugang zum Internet heute mal wieder überhaupt nicht. Gestern ging es kurzzeitig aber spät am Abend war zwar das WLAN erreichbar, aber die Webseite für die Autorisierung lies sich nicht öffnen. Heute ist es das gleiche Spiel, eben habe ich unten an der Rezeption nachgefragt was den los ist und ob man nicht irgendetwas tun könne damit es mit dem Zugang zum Internet wieder klappt. Die nette Dame an der Rezeption hat mir daraufhin gesagt, der Router sei schon wieder einmal kaputt und sie habe den Servicetechniker angerufen. Dieser sollte schon vor einer Stunde hier sein. Ich solle mich bitte noch etwas gedulden…

Wirklich verstehen tue ich das alles nicht mehr, meine heimische Fritzbox läuft seit Jahren ohne Probleme und ich kann mich nicht einmal daran erinnern, wann ich sie zuletzt neu starten musste. Aber hier auf Teneriffa ist man mit diesem leidigen Thema seit Jahren konfrontiert. Ganz gleich wo man ist, der Internet-Zugang ist ein Trauerspiel. Meist klappt es via Smartphone und HSPDA sehr gut, aber mit einem deutschen Vertrag ist genau das eben unglaublich teuer.

Wer mit dem Gedanken spielt hier her zuziehen und hier zu leben und dafür einen schnellen Zugang zum Internet braucht, der sollte sich vorher unbedingt schlau machen was wo geht und was eben nicht. Sicher ist es eine gute Idee vor der Unterzeichnung eines Mietvertrages mal einen Plausch mit den zukünftigen Nachbarn zu halten. Wer in La Laguna wohnt wird es beispielsweise etwas einfacher haben. Dort sollen 6 MBit/s möglich sein, aber hier draußen „auf dem Lande“ gibt es oftmals nur sehr alte Telefonleitungen die keine flotten Datenraten ermöglichen. Während in deutschen Großstädten mittlerweile 100 MBit/s möglich sind geht es hier in der Nähe von Afrika doch eher „gemütlich“ zu…

Gegen 12h gebe ich alle Versuche einen Artikel zu publizieren auf und beschäftige mich ein wenig mit meiner Fotoausrüstung. Irgendwie kann ich den vierten Akku für meine D800E nicht finden. Eigentlich bin mich mir sicher, dass ich vier Akkus dabei habe. Aber ein Exemplar scheint sich so gut zu verstecken, dass ich es einfach nicht finden kann. Bei der Spielerei fällt mir auf, dass die Nikon 1 V1 bei einem EN-EL15 Akku im Display anzeigt, dieser Akku wäre verbraucht und könnte nicht mehr verwendet werden. Tatsächlich zeigt die Akku-Diagnose sowohl der D800E als auch der Nikon 1 V1 an, dass dieser Akku sich in Stufe 4 befinde, was auch immer das heißen mag… Stufe 4 ist jedenfalls nicht gut, das heißt, dass der Akku kaum noch Kapazität hat und nicht mehr lange durchhalten wird. Die D800E funktioniert noch damit, aber meine Nikon 1 V1 lehnt ihn kategorisch ab. Also packe ich gegen 13h meine Sachen und fahre rüber zum Alcmapo La Villa. Dort gibt es einen kleinen Fotoladen, vielleicht hat der einen Akku für meine Kamera(s). Der Weg zum Einkaufszentrum ist schnell und problemlos, einen Akku gibt es in dem kleine Fotoladen freilich nicht. Mir kommt in den Sinn es mal bei Visanta in der Innenstadt zu versuchen. Das ist der einzige Laden in Puerto dem man wirklich vertrauen kann. Die unzähligen kleinen Foto und Elektronik Läden an der Promenade sollte man eher meiden wenn man nicht von A bis Z über’s Ohr gehauen werden will.

Also beschließe ich im Parkhaus unter dem Alcampo mein Auto zur Ausfahrt nach Santa Cruz zu lenken. Allerdings erweist sich das als großer Fehler, als ein echt großer Fehler! Es ist der letzte Tag vor Weihnachten und es ist einfach die Hölle los. Nichts geht mehr, bis zur Autobahn brauche ich fast eine halbe Stunde obwohl es nur ein paar hundert Meter sind. Als ich schließlich etwas oberhalb von Puerto de la Cruz bin, ist der Blick auf die Bucht am Playa Martianez sehr schön und ich halte meinen OPEL Meriva instinktiv am rechten Seitenstreifen an. Schnell raus und ein paar Fotos machen. Dabei staune ich nicht schlecht, als ich plötzlich vor dem Auto meines Freundes Wolfgang stehe, die Welt ist hier wirklich klein. Ich schreibe ihm gleich mal eine SMS, aber es kommt keine Antwort. Ok, ich will auch nicht stören also mache ich noch ein paar Fotos. Schließlich bin ich schon etliche hundert Meter den Berg hinab in Richtung Innenstadt gelaufen. Warum also umkehren und das Auto holen, wenn man in der Stadt eh keinen Parkplatz findet? Also geht es zu Fuß weiter. Am Strand angekommen filme ich ein wenig die Surfer und mache mich dann auf den Weg zu einer der beiden Visanta Niederlassungen. Dort werde ich tatsächlich sofort fündig, es gibt sogar zwei Akkus! Es sind keine Original-Akkus, aber der Verkäufer versichert mir, dass sie problemlos in meinen Kameras funktionieren. Wir machen die Probe aufs Exempel, schließlich habe ich meine Nikon 1 V1 dabei. Und siehe da, die Akku-Diagnose erkennt diese Batterie und zeigt sie mit „0“ an, also „Neu“ statt „4“ wie „Alt“. Der Akku hat sogar noch 43% seiner Ladung – perfekt er ist gekauft!

Beim Preis muss ich ein wenig schlucken, denn diese Akkus sind nur wenig billiger als die Original-Akkus von Nikon. Satte 75,- Euro für zwei EN-EL15 Akkus, wahrscheinlich wären sie via amazon.de in Deutschland billiger gewesen. Aber egal, die Dinger funktionieren und ich will hier in den nächsten Wochen noch viel fotografieren!

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Mit den beiden Akkus in der Fototasche geht es ein wenig durch die Stadt. Ein paar Meter weiter finde ich einen Typen der sich komplett mit goldener Farbe angemalt hat und eine grinsende Statue gibt. Mal sitzt er auch einem unsichtbaren Stuhl, mal grinst er und freut sich wenn man ihm ein paar Euros in seine kleine goldene Konservendose wirft. Mir kommt die Idee ihn mit meinem ND-1000 zu fotografieren. Schnell ist das Nikon AF-S 1,2/32mm an die Nikon 1 V1 montiert. Jetzt noch der Filter-Adapter von 40,5 auf 77mm und schon passt mein B&W ND-1000 Graufilter! Später werde ich ganz erstaunt über die Farbwiedergabe sein. Bislang habe ich diesen Filter an der Nikon 1V1 noch nicht benutzt und ich bin überrascht wie gut diese Kamera sich mit diesem Filter schlägt!

Etwas unterhalb der Promenade ist eine kleine betonierte Fläche von der aus man einen schönen Blick auf das Meer hat. Dort stelle ich mein kleines Stativ auf und schraube die Nikon 1 V1 oben drauf. Mit dem ML-L3 Infrarot-Auslöser kann ich sie nun perfekt erschütterungsfrei auslösen. Und so entsteht Bild um Bild. Plötzlich fällt mir der tolle Abendhimmel über der Stadt auf. Schnell wechsle ich das 1,2/32mm geben das 6,7-13mm Weitwinkel-Zoom. Doch diese Objektiv ist deutlich weniger lichtstark und so zeigt die Kamera in Kombination mit dem ND-1000 Filter auf dem rückwärtigen Display praktisch gar nichts mehr an. Auch der Autofokus funktioniert nicht. Aber man kann diese Kamera auch ganz prima manuell fokussieren. Und bei Blende 8 ist aufgrund der kurzen Brennweite die Tiefenschärfe so gewaltig, dass ohnehin alles scharf abgebildet wird.

Ich gehe etwas zur Seite und direkt vor mir ist ein großer Lava-Felsen im Wasser an dem sich ganz wunderbar das Wasser bricht. Gelegentlich rollt vom Meer eine kräftige Welle heran und überspült diesen Kameraden komplett. Das sieht bei etwas längeren Belichtungszeiten richtig geil aus. Als es für den ND-1000 zu dunkel ist, tausche ich den Filter gegen einen „normalen“ Grauverlaufsfilter. Damit sieht der Himmel jetzt so richtig krass kitschig aus und die dunklen Felsen haben noch etwas Zeichnung. Bild um Bild entsteht und ich bin richtig aus dem Häuschen weil sie auf dem Display der Nikon 1 so supergut aussehen.

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Später im Hotel halten diese Fotos dann tatsächlich was das Display schon versprach. Ich bin total glücklich mit der fotografischen Beute dieses recht ungeplanten Tages. Gegen 20h ist dann auch meine Sandra von ihrer Tour zurück. Sie hat rund hundert Delfine und alle möglichen anderen Fische gesehen. Sie ist müde aber überglücklich. Schnell schauen wir uns einige ihrer Fotos auf dem Display ihrer Nikon D5100 an. Und ich bin beeindruckt was das Sportprogramm dieser Kamera heute wieder geleistet hat!! Allerdings hat meine Sandra die ersten und wichtigen Fotos mit einer 32GB großen Micro-SD Karte und einem Karten-Adapter aufgenommen. Irgendwann hat die Kamera nicht mehr ausgelöst und nur noch Fehler gemeldet. Ob diese Fotos nun alle verloren sind, werden wir morgen sehen. Aber selbst wenn, der Tag war auch ohne fotografische Ausbeute für sie wirklich gelungen.

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Nun haben wir 22h30 und der Tag war lang und meine Füße schmerzen. Ich bin viel in der Stadt herumgelaufen und habe stundenlang neben meiner kleinen Kamera gestanden und auf die perfekte Welle gewartet. Der Internet-Zugang des Hotels funktioniert noch immer nicht, es ist ein Trauerspiel. Also gehe ich jetzt mal ins Bett und versuche mich ein wenig auf das Weihnachtsfest einzustimmen, das laut Kalender morgen vor der Türe stehen soll, glauben kann ich es ja nicht so wirklich…

Teneriffa 12-2013 – Tag 9

„Hase aufstehen, Haaaase, es ist gleich neun Uhr, Früüüüühstüüüüück…“ Die Worten erklingen in weiter Ferne, in meinen Träumen bin ich noch mit der Nikon D800E unterwegs und habe die geilsten Motive der Welt vor dem Objektiv. Aber die Worte sind auf sehr real und schließlich wache ich doch noch auf. So wirklich will ich mich aber noch nicht von meinem warmen weichen Bettchen trennen. „Aaaaansgaaar nun mach schon!“ „Och Mausi, hast Du nicht mal ein liebevolles Wort für mich?“ „Los jetzt!!“

Tage die so beginnen können eigentlich nur gut werden. Nach der Körperpflege sitzen wir beim Frühstück. Während ich versuche wach zu werden und wir uns die vielen Leckereien schmecken lassen, läuft ganz in der Nähe eine Waschmaschine mit unserer ersten Ladung weißer Wäsche. Man kommt hier wirklich sehr gut mit wenig Wäsche über die Runden. Eigentlich würde es völlig ausreichen Kleidung für 5-7 Tage einzupacken und diese alle paar Tage für kleines Geld (5,- Euro Waschmaschine + 4,- Euro Trockner) schnell durchzuwaschen. Die Waschmaschine läuft 30 Minuten und der Trockner braucht nochmals 45 Minuten. Als um 10h die Wäsche fertig ist saust meine Sandra schnell rüber und lädt alles in den Trockner um. Nun haben wir 45 Minuten um auf der Terrasse die warme Morgensonne zu genießen und uns dabei ein Glas Sekt und eine Tasse Kaffee schmecken zu lassen. 15 Minuten bevor der Trockner fertig ist wird es mir zu warm, ich bin kein Sonnenanbeter. „Du Schatz, ist es ok für Dich wenn ich schon einmal hoch gehe?“ „Ja.“ „Duhu, hast Du noch ein liebes Wort für mich?“ „Tschüss!“

Unsere Kommunikation ist einfach aber effizient und meine Sandra grinst dabei 🙂

Etwas später entscheidet Sandra sich zu einem kleinen Einkaufsbummel im Alcampo La Villa und ich entschließe mich zu einem Besuch im Botanischen Garten. Auf dem Weg zum Botanischen Garten setze ich meine Sandra am Einkaufszentrum ab und bin rund 10 Minuten später schon an meinem Ziel. Der Eintritt kostet nur 3,- Euro und schon kann ich loslegen. Heute habe ich die famose Nikon 1 mal daheim gelassen und habe die Nikon D800E nebst 5 Objektiven sowie meine Nikon D300 (Infrarot 830nm) samt 16-85mm und 10,5mm dabei. Mein Rucksack ist also wieder viel zu schwer aber am Ende des Tages werde ich fast alle Objektive benutzt haben und mit vielen schönen Fotos zurückkehren. Das Rokinon 3,5/24mm Shift & Tilt und das Nikon AF-S 2,8/24-70mm sind allerdings unbenutzt im Rucksack verblieben!

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An der D800E ist noch das SAMYANG 2,8/14mm montiert und ich so schieße damit meine ersten Fotos. Etwas später kommt das Nikon AF-S 4/16-35mm an das Bajonett, später dann das Nikon AF-S VR 2,8/70-200mm. Fotografieren tue ich wenig, die meiste Zeit filme ich die vielen ungewöhnlichen Pflanzen im dieser schönen Gartenanlage.

Der korrekte Name ist eigentlich „Jardín de Aclimatacion de la Orotava“, aber hier kennt man ihn meist nur als „Jardín Botánico“. Der Garten stammt noch aus der Zeit der großen spanischen Seefahrer. Damals brachten sie Pflanzen aus allen Ecken der Welt mit nach Madrid. Da Madrid mit rund 600 Metern über dem Meer relativ hoch liegt, sind dort die Winter kalt und die Sommer heiß. Nur wenige der mitbedachten Pflanzen haben damals die harten Winter in Madrid überlebt. Die Mehrzahl der Pflanzen war nicht winterhart und war nach dem ersten Winter dahin. Die Ursache kannte man wohlgleich noch nicht und so wurde der Gedanke geboren die Pflanzen auf Teneriffa ganz langsam an das kältere Klima in Madrid zu gewöhnen. Einige Jahre später musste man schließlich aber am spanischen Königshause feststellen, dass dieser Plan nicht aufging. Pflanzen die keinen Frost vertragen kann man auch nicht daran gewöhnen. So geriet der Jardín Botánico langsam aber sicher in Vergessenheit. Dank des Engagements einzelner Privatpersonen haben aber viele der Pflanzen, die aus aller Herren Länder dort zusammengetragen wurden, bis heute überlebt und stellen nun einen echten Schatz dar. Es gibt Pflanzen aus Australien, gleich daneben etwas aus Brasilien, Papua Neuguinea, Neuseeland, Indien, China, die Liste ist wirklich lang.

Da wir auch auf den Kanaren aktuell Winter haben, blühen leider nur sehr wenige Pflanzen. Das meiste was man dort aktuell sehen kann ist einfach nur grün. Aber dieser Garten ist dennoch auch im „Winter“ bei 23°C einen Besuch wert. Die Stimmung ist angenehm ruhig und die vielen Bänke unter Palmen oder dem australischen Affenbrotbaum laden dazu ein hier zu verweilen.

So schaffe ich es auch tatsächlich fast sechs Stunden lang zu filmen, zu fotografieren und mich immer mal wieder für ein paar Minuten auf eine der Bänke zu setzen und die friedliche Stimmung zu genießen.

Am Ende des Tages habe ich fast zwei Stunden Videomaterial und rund 200 Fotos aufgenommen. Die Mehrzahl der „coolen Fotos“ stammt allerdings aus meiner Infrarot-Kamera. Dieses Kamera liebt gedämpftes Sonnenlicht und grüne Pflanzen. Ihre Blätter werden weiß wie Schnee dargestellt und so ergibt sich bei den meisten Fotos eine herrlich unwirkliche Szenerie.

Teneriffa 12-2013 – Tag 8 – Teil 2

Der achte Tag ist wirklich sehr entspannt. Nachdem die Internet-Anbindung des Hotels endlich wieder halbwegs funktioniert und ich einen Artikel veröffentlichen konnte, schaue ich in Ruhe meine E-Mails durch und sehe mal was sich auf Facebook so getan hat. Meine Sandra ist während dessen mit dem Bus nach La Paz gefahren und stöbert dort ein wenig durch die Geschäfte. Unterdessen nehme ich nach längerer Pause mal wieder einen neuen Teil für „Ansgars kleine Fotoschule“ auf. Diesmal geht es um die Reisefotografie und das Equipment das ich aktuell dabei habe. Nach etwa zwei Stunden ist das Video soweit aufgenommen und muss noch geschnitten werden. Aber das hat noch Zeit, schließlich kann ich es hier auf Teneriffa ohnehin nicht veröffentlichen. Um 16h meldet sich dann auch mein Frauchen, sie sitzt in La Paz bei Pepito und lässt sich ein Gläschen HUGO schmecken. Ich packe schnell meine Sachen ein und bin schon 30 Minuten später mit dem Auto dort um sie einzusammeln.

Gemeinsam fahren wir zur Finca San Juan und freuen uns Jo & Caro Schlichting weiterzusehen. Jo hat leckeren Kuchen für uns und es gibt ein Tässchen guten deutschen Filterkaffee mit warmer Milch – super!

Finca San Juan - Tenerife

Von Jo erfahren wir, dass die Inselregierung beschlossen hat die Straße zum Punta de Teno dauerhaft zu sperren. Die Steinschlaggefahr ist hoch und nachdem im letzten Jahr einige Touristen an einem Strand bei einem Steinschlag ums Leben gekommen sind, will man offensichtlich weitere negative Schlagzeilen verhindern. Das ist sehr schade denn damit ist ein echtes Highlight der Insel künftig nicht mehr wirklich erreichbar. Gerade am Punta de Teno hatte man einen famosen Blick auf den Sonnenuntergang über La Gomera. Ich muss also froh sein, dass ich dort im letzten Jahr einen wunderbaren Sonnenuntergang erleben durfte, es war das letzte Mal! Wer künftig dorthin will muss sehr gut zu Fuß sein und eine lange anstrengende Wanderung auf sich nehmen!

Canarian Sunset - Nikon D800E - Tenerife - Teneriffa

Interessant ist es auch zu hören, dass die Arbeiten am südlichen Autobahnring weitgehend fertig gestellt sind, dass nun aber das Geld für die Asphaltierung fehlt. Von der EU sind etliche hundert Millionen Euro nach Teneriffa geflossen um den Autobahnring zu schließen und damit neue Arbeitsplätze zu schaffen. Aber fast die Hälfte dieser Mittel sind einfach „verschwunden“. Es hat sich also irgendjemand sehr großzügig bedient und nun gibt es eine Autobahntrasse auf der wenn überhaupt nur Allradautos im Schritttempo fahren könnten. Das ist wirklich ärgerlich und wird künftige Zuwendungen der EU sicher deutlich erschweren.

Überhaupt scheint es weltweit mit Großprojekten schwierig zu sein. Hier auf Teneriffa bekommt man die Autobahn nicht fertig, in Deutschland werden Flughäfen gebaut die man besser wieder abreißen sollte oder es gibt Baustellen für einen Bahnhof die total aus dem Ruder laufen.

Als die Sonne tief steht verabschieden wir uns von Jo und Caro und machen uns auf den Rückweg zum Hotel. Während ich mit meinem Noise-Canceling-Kopfhörer mein Video schneide schaut Sandra etwas im Fernsehen. Um 20h gehen wir zum Abendessen und lassen danach den Tag ausklingen. Das Leben hier ist wirklich sehr entspannt!

Teneriffa 12-2013 – Tag 8

F2,8 - Nikon D800E & AF-S VR 2.8/70-200mm

Langsam fällt es mir schwer korrekt zu ermitteln welchen Tag wir heute haben. Auch weiß ich immer nicht was es für ein Wochentag ist. Völlig überrascht war ich als mir gestern klar wurde, dass in der nächsten Woche schon Weihnachten ist. Aktuell denke ich, dass wir am Dienstag Heiligabend haben werden. Eigentlich kann ich es selbst kaum glauben, die Zeit in der wir als Kinder der Bescherung mit vielen tollen Geschenken entgegen gefiebert haben ist in meiner Erinnerung noch sehr präsent. Die Stunden vergingen quälend langsam und irgendwann hat uns dann die Mama mit einer kleinen Glocke erlöst. Der Papa hatte seine Super 8 Kamera vor dem rechten Auge und verzog wieder das Gesicht so wie er es immer tat wenn er filmte. Wir hatten einen gewaltigen Halogenstrahler. Das Ding hatte 2.000 Watt und wurde nach ein paar Minuten so heiß, dass man sich die Finger daran verbrennen konnte. Aber dann war der wertvolle Film ja eh schon einmal durch die Kassette gelaufen. Während wir uns auf die Geschenke stürzten und der Papa uns mit stolz geschwelltere Brust dabei filmte, versuchte die Mama mit der Filmleuchte für eine ausreichende Beleuchtung der Szenerie zu sorgen.

In meinen Gedanken ist das alles gar nicht so weit weg, aber in der Realität sind es schon mehr als 40 Jahre. Meine Einstellung zu Weihnachten hat sich seitdem sehr verändert. Konnte ich es früher kaum erwarten, gab es später die Phase in der ich wie die anderen Leute auch kurz vor den Feiertagen noch hektisch von einem Geschäft ins nächste gelaufen bin. Alles war voll, überall wurde gedrängelt und alle waren schwer gestresst. Seit ich zum Weihnachtsflüchtling geworden bin ist mein Leben an einem Monat im Jahr spürbar entspannter. Während ich dies hier schreibe haben wir wahrscheinlich Samstag. Ich sitze im T-Shirt auf einem grauen Gartenstuhl an einem etwas wackligen Gartentisch aus schnödem grauen Kunststoff. Ich kann einen kleinen Wasserfall hören, er ist gleich vor mir, vielleicht 30 Meter weit weg unten am Pool. Überall stehen Palmen die sich heute ausnahmsweise mal sanft im Wind wiegen. Ich kann ein paar Kinder hören die sich im Pool vergnügen. Weiter unten am Berg geht gerade ein älteres Ehepaar den Weg in Richtung Stadt hinunter. Beide haben kleine Fotoapparate dabei, bleiben immer wieder stehen und zeigen sich gegenseitig die Fotos die sie gerade gemacht haben.

Ein paar hundert Meter weiter kann ich den Parque Taoro und das ehemalige Grand Hotel sehen. Gleich dahinter beginnt der Atlantik. Während es gestern so stürmisch war, dass uns mehrfach beinahe die Kameras samt Stativ umgefallen wären, ist es heute schön ruhig. Das Wasser der See zeigt nur hier und da mal eine kleine Schaumkrone, sicher könnte man heute unten am Playa de Jardin sehr gut schwimmen gehen.

Das Thermometer zeigt auch heute wieder lockere 23°C und die gesamte Szenerie ist mehr als friedlich. Wenn ich mir vorstelle ich müsste jetzt mit kalten Füßen und Schneematsch an den Schuhen im Kaufhaus überlegen welches Parfum ich Tante Berta im letzten Jahr geschenkt habe und welches ihr in diesem Jahr gefallen könnte, ein Horror…

Sicher kann Weihnachten auch sehr schön sein, aber für mich hat der Reiz der Geschenke und das Leuchten in den Augen schon vor langer Zeit aufgehört. Es sind eher die jungen Familien mit ihren kleinen Kindern die in der nächsten Woche die Augen zu Leuchten bringen. Ich bin es nicht mehr, ich bin inzwischen einfach nur froh wenn der ganze Spuk vorbei ist und ich für die Oma keine Weihnachtslieder mehr auf dem Klavier spielen muss.

Los Roques & El Teide - Nikon D800E - Full Moon Capture!

Meine Sandra ist gerade unterwegs in die Stadt. Ein Nagel ist kaputt gegangen und unten in La Paz gibt es ein Nagelstudio. Das klingt irgendwie martialisch, ist es aber gar nicht. Wir haben vereinbart, dass ich sie gegen 16h beim Supermercado 2000 (geiler Name für einen Supermarkt) abhole und wir dann Jo & Caro Schlichting auf der Finca San Juan besuchen werden. Sicher hat Caro eine kleine Leckerei für uns. Später zum Sonnenuntergang könnten wir vielleicht noch schnell nach Mesa del Mar fahren, aber das werden wir ganz spontan entscheiden.

Heute war auch der erste Tag der Reise an dem wir ausschlafen konnten weil wir keinen Termin hatten und nirgendwo hin mussten. Beim Frühstück waren wir sehr spät und sind tatsächlich satt geworden. Unseren Kaffee haben wir in der warmen Morgensonne auf der Terrasse genossen und uns gefreut als wir mithören durften, wie sich Herr Prof. Dr. Alexander von und zu Humboldt samt Gattin von anderen Gästen verabschiedet haben, weil sie morgen abreisen werden. Für den Rest der Reise wird sich also niemand mehr mit spitzen Ellenbogen am Buffet durchkämpfen. Nach seiner Abreise wird es keine Vorratsteller mit Bergen von Essen zu bestaunen geben, die nur 30 Minuten später leicht angenagt komplett in den Müll wandern. Es gibt Gäste die fallen einfach auf, leider nicht immer nur positiv…

El Teide with transient Lake after a huge storm - Nikon D800E & SAMYANG 2,8/14mm

Als ich gestern meinen Artikel zum Tag 7 veröffentlichen wollte, ging mal wieder gar nichts. Ich habe fast 60 Minuten lang unten in der Lobby versucht eine Verbindung herzustellen, aber es war nichts zu machen. Ziemlich gefrustet habe ich mir daher auf dem Zimmer mein Handy gegriffen, das Roaming aktiviert, einen WLAN-Hotspot eingerichtet und darüber meinen Artikel veröffentlicht. Anschließend habe ich noch kurz ein paar E-Mails auf meinem Handy gecheckt und war erstaunt, dass dabei satte 13,59 MB über die Antenne gegangen sind. 1 MB kostet bei meinem aktuellen Handy-Vertrag 50 Euro-Cent, die ganze Aktion hat also fast 7,- Euro gekostet. Das ist nicht viel, aber es ist doch ärgerlich wenn man parallel einen WLAN-Zugang bezahlt der nicht funktioniert. Heute scheint es aber ganz gut zu klappen. Eben konnte ich einige neue Fotos bei flickr.com hochladen und meine E-Mails konnte ich auch abrufen. Vielleicht liegt es daran, dass wir hier schon fast 12h haben. Die meisten Gäste sind am Pool oder mit ihren Mietwagen auf der Insel unterwegs. Eigentlich ist das keine schlechte Idee und ich denke ich fahre gleich vielleicht auch mal zum Jardin Botanico und gehe dort auf die Suche nach schönen Motiven.

Aber schauen wir mal, ich muss ja keine Geschenke kaufen und somit ist hier auch alles ganz entspannt. Bis später dann 🙂

Teneriffa 12-2013 – Tag 7

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Für den siebten Tag unserer Reise hat Sandra einen Besuch im Siam Park im Süden der Insel geplant. Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen und setzen uns in Bewegung. Auf der Autobahn ist recht viel Verkehr aber wir kommen trotzdem ohne Stau vorwärts. Nach etwa einer Stunde sind wir in der Nähe des Flughafens und treffen uns dort mit Heinz aus der Schweiz. Am Tag zuvor hat es mit einem Treffen leider nicht geklappt, aber heute haben wir Gelegenheit uns kennenzulernen und eine gemeinsame Fototour zu unternehmen. Heinz ist heute allein, seine Frau lässt es sich im Ort Playa de las Americas gut gehen. Zuerst setzen wir meine Sandra beim Siam Park ab und fahren dann ein Stück zurück zur alten Lepra Station in der Nähe des Ortes Abades.

Nach den schweren Stürmen des letzten Monats ist die Straße zur alten Geisterstadt in schlechtem Zustand. Aber ich fahre ganz vorsichtig und so geht alles gut. Wir parken unseren OPEL Meriva vor dem alten Eingangstor und schauen welche Fotosachen wir heute mitnehmen. Ich habe meine komplette Nikon 1 Ausrüstung dabei, aber da man eh nicht mit mehreren Kameras gleichzeitig fotografieren kann entschließe ich mich sie im Auto zu lassen. Mein Rucksack mit der Nikon D800E, einigen Objektiven und der Nikon D300 (Infrarot 830nm) ist auch so schon schwer genug. Bewaffnet mit unseren SIRUI Stativen gehen wir auf Motivsuche.

Es ist schon witzig, dass Heinz und ich eine sehr ähnliche Fotoausrüstung haben. Er fotografiert mit einer Nikon D600 und verwendet praktisch die gleichen Objektive auf die ich auch schwöre.

Bei der ersten Location tauschen wir mal die Linsen und Heinz hat nun Gelegenheit mein Rokinon 3,5/24mm Shift &Tilt auszuprobieren. Ich fotografiere derweil mit dem SAMYANG 2.8/14mm und dem Nikon AF-S VR 4/16-35. Irgendwann wechseln wir die Linsen wieder zurück und ich versuche mich mit dem Shift & Tilt Objektiv an der einen oder anderen „Miniatur-Aufnahme“. Dazu schwenke ich das Objektiv etwas nach oben oder unten und fotografiere mit vollständig geöffneter Blende. Durch drehen am Fokusring kann ich so beeinflussen welche Stellen des Bildes scharf abgebildet werden und was in Unschärfe zerfließt. Auch bei Video-Sequenzen sieht dieser Effekt ganz witzig aus.

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In der kleinen Bucht etwas unterhalb der Geisterstadt montiere ich das AF-S VR 16-35mm an meine D800E und schraube einen B&W ND1000 Graufilter vor das Objektiv. Wenn ich die Blende öffne zeigt die D800E im Live-View sehr schön was man fotografieren wird. Der Blick durch den Sucher hingegen ist durch den Filter vollständig abgedunkelt. Aber es ist sehr cool, sogar der Autofokus funktioniert mit diesem Filter! Nachdem das Motiv gewählt ist, schalte ich den Autofokus aus, schließe die Blende bis auf 11 oder sogar 16 und kann so zwischen 15 und 30 Sekunden lang belichten. Die Wellen des stürmisch aufgepeitschten Meeres zerfliessen so zu einem sahnig weichen Pudding was bei vollem Gegenlicht ziemlich abgefahren aussieht.

Plötzlich finde ich eine kleine Höhle, ganz ähnlich wie die kleine Höhle die ich im Juli auf La Palma entdeckt habe. In der Höhle riecht es extrem fies nach Urin und anderen Dingen von denen ich lieber nicht wissen möchte was es ist. Aber für ein gelungenes Foto muss man schon einmal ein bisschen leiden. Und ich leide heute richtig! Zusammen gekauert hocke ich neben meiner Kamera und warte Bild um Bild still ab bis die langen Belichtungszeiten endlich rum sind.

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Etwa eine Stunde später beschließen wir uns weitere Gebäude der Geisterstadt anzuschauen. Aber es ist äußerst stürmisch und wir müssen aufpassen, dass der Wind unsere Kameras nicht samt Stativ einfach umwirft. Gegen 16h meldet sich der Hunger und meine Sandra schickt mir auch schon eine SMS, dass sie genug vom den Wasserrutschen und anderen Attraktionen im Siam Park hat.

Also flitzen wir zum Auto, holen Sandra ab und lassen uns an der Promenade von Playa de las Americas einen kleinen Snack schmecken. Gegen 18h machen wir uns auf den Heimweg. Nachdem wir unseren Freund Heinz am Hotel abgesetzt haben geht es über die Autobahn weiter nach Puerto de la Cruz. Der Himmel hat sich inzwischen außergewöhnlich eingefärbt. Alles ist in sanftes Rosa gehüllt, wäre es nicht so kitschig könnte man es richtig schön finden. Sicher gibt es heute oben am Pico del Teide wieder einen famosen Sonnenuntergang. Die Spitze ist noch immer weiß verschneit und wir können sie von der Autobahn aus klar und deutlich sehen. Aber man kann nicht alles haben. Wäre ich ganz allein, ich würde es mir sicher geben schnell den Berg hinauf zu flitzen, aber andererseits ist es schon spät und ich würde sicher erst wieder nach dem Ende des großen Schauspiels dort eintreffen.

Im Hotel gibt es nicht einen kleinen Nachtisch und schon ist auch dieser Tag fast wieder vorbei. Gleich werde ich mal versuchen diesen und den Artikel des gestrigen Tages zu veröffentlichen. Am Morgen habe ich noch schnell alles gegeben, aber die Internet-Anbindung war so langsam, dass nicht einmal der WordPress Texteditor geladen werden konnte. Alle Versuche zwei etwas größere Bilder bei flickr.com hochzuladen habe nach ca. 30 Minuten abgebrochen. In den letzten Jahren war die Internet-Anbindung auf dieser Insel ja schon immer eine Katastrophe, aber aktuell geht da fast gar nichts. Das ist wirklich ärgerlich zumal dieser unglaublich schlechte Internetzugang auch noch bezahlt werden muss. Eigentlich wäre für jede verzweifelte Stunde ein kleines Schmerzensgeld fällig…