Ostern kann kommen

Um 16h geht es zu Fuß zum Appartement. Umziehen, Koffer packen und dann mit dem Moped heim nach Bonn. Es soll Regenschauer geben, aber ich habe Glück und sehe immer nur die Regenfronten in der Ferne. Es ist Gründonnerstag und es ist viel los auf den Straßen. Aber die 163PS machen das Überholen leicht. Ein beherzter Griff am Gas und schon werden die Autos im Rückspiegel kleiner.

Daheim angekommen geht es kurz zum Einkaufen, dann zum “Ostermahl” in den Lindenhof und dann schnell schauen wie sich die Bilder aus der SWC auf dem Scanner machen. Nicht alle Bilder haben krassen Lichteinfall. Es sieht aus als wären es die Bilder bei denen der Schieber eine ganze Weile nicht im Magazin gesteckt hat. Vielleicht darf sie doch mit in die USA, aber mit einem anderen fast neuen Magazin?!?!

Hier ist eines der Bilder von der Wanderung mit Edith und Wolfgang am Guerges-Steig – ist doch ok – oder?

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Nun ab ins Bett, der Tag war lang…

Frisch rasiert um 6h53

Die Zeitverschiebung beträgt nur eine Stunde und dennoch schaue ich um 6h04 das erste Mal auf den Wecker. Es ist Freitag und es sind noch sieben Tage bis es wieder losgeht. Ich hätte nicht gedacht, dass sich diese kurze Zeitverschiebung so sehr bemerkbar macht. Eine Stunde – wie soll das erst wieder in Las Vegas werden? Ich glaube da sind es 9 Stunden Unterschied. Einmal in Arizona angekommen wird es beim Wechsel zwischen Utah und Arizona wieder eine Stunde sein, aber mehrmals täglich!

Gerade geht mir ein Gedanke durch den Kopf, wenn man im Arizona ein schlafen geht und stets in Utah aufwacht, hat dann jeder Tag 25 Stunden – Hmmm. Oder sind es 25 und 23 Stunden im Wechsel, schließlich muss man nach dem Wachwerden im anderen Bundesstaat ja auch wieder zurück. Und, wer bringt einen nachts unbemerkt über die Grenze? Was wenn man an der Stelle der Erde an der sich das Datum ändert nach Norden schaut und mit beiden Füßen jeweils links und rechts der Datumsgrenze steht. Ist dann das Linke Bein einen Tag älter als das Rechte? Zeit ist was komisches… Na, vielleicht solle ich auch einfach nur mal unter die Dusche gehen und nicht am Morgen über absurden Dingen sinnieren.

Jedenfalls habe ich früh am morgen meinen Rasierer gefunden und bis auf die Stoppeln die ich übersehen habe ist das Gesicht nun wieder ganz menschlich 🙂

Schnell an den Compi und die Bilder der Wanderung am Guerges-Steig noch einmal sichten. War ne coole Wanderung, trotz oder vielleicht gerade wegen des Nebels.

Hier gibt es ein kleines Fotoalbum zur Wanderung. Die GPS-Daten habe ich auch, aber die sind noch im “Aufzeichnungsgerät” – die gibt es später…

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Hier gibt es ein echt gutes Kaninchen:

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Jetzt geht es erst einmal unter die Dusche, dann gibt es ein ganz leicht variiertes bestes Frühstück der Welt, dann wird ordentlich was gearbeitet und danach geht es wieder heim nach Bonn. Koffer auspacken, Wäsche waschen, das übliche. Am Sonntag dann fast alles in umgekehrter Reihenfolge. Und schon muss ich wieder dran denken wie sich wohl jemand fühlt der mit dem linken Fuß im Gestern steht…

Die Spannung steigt

Nun dauert es nicht mehr lang dann geht es mal wieder für ein paar Tage nach Teneriffa.

Das größte Problem: WELCHE KAMERA NEHME ICH BLOSS MIT….

Männer! 😉

Letzte Woche war ich abends zum Testshooting mit der alten Hasselblad SWC an der Theodor-Heuss-Brücke in Mainz. Gestern konnte ich die Bilder endlich mal auf den Scanner legen.

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Schön sehen sie aus. Der Fuji Velvia 50 hat einfach die satten Farben die ich so liebe. Viele andere Typen aus der Fotocommunity mögen das gar nicht. Die sagen dann immer mal, dass das alles aussieht wie ne Tüte HARIBO Goldbärchen. Egal, mir gefällt es so 🙂

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Und der Unterschied ist schon krass, wenn man mal einen “frischen” Film mit einem Film vergleicht der seit 30 Jahren abgelaufen ist:

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Ok ok, das Licht war auch ein Anderes, aber dennoch, der frische Velvia 50 sieht einfach gut aus. Langsam reift die Einsicht, dass die alte SWC mit nach Teneriffa darf! Wenn ich mir die Bilder anschaue freue mich mich schon auf die nächsten Sonnenauf- und untergänge auf den Kanaren.

Analog:

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Digital:

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Sieht eigentlich beides gut aus – vielleicht hat Ken Rockwell doch recht – nicht die Kamera macht das Bild.

So, nun mal schnell die Wäsche aufhängen und dann los…

Reisefieber

Lange hat mein BLOG geruht – es gab ja auch wenig zu berichten außer arbeiten, schlafen, arbeiten, schlafen. Zwischendurch mal am Rhein entlang düsen und ein paar Fotos machen, dann wieder an die Arbeit…

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Nun geht es aber schon bald für eine Woche auf meine liebste Insel – nach Teneriffa! Warum schon wieder? Weil es eine Einladung zu einer Geburtstagsparty auf Teneriffa gibt! Da es sich nicht wirklich lohnt für einen Tag nach Teneriffa zu fliegen wird es gleich eine ganze Woche – prima!

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Kaum zu Hause heißt es dann die Klamotten zusammen zu suchen und an meinem Geburtstag soll es dann nach Las Vegas gehen. Von dort aus 4 Wochen lang kreuz und quer durch den Süd Westen der USA. Grob geplant ist Page, Escalante, Moab und auf dem Rückweg ein Abstecher nach New Mexico. Wenn zwischendurch mal Zeit ist stöbere ich derzeit in allen möglichen BLOGs, bei flickr und der fotocommunity. Es gibt dort einfach sooo vieles was ich noch sehen möchte. Da sind 4 Wochen wieder viel zu wenig. Aber wer beim Wandern nicht aus Versehen “verloren geht” kann ja noch mal wieder kommen!

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Eine der kniffligsten Fragestellungen ist die des Equipments! Im letzten Jahr habe ich mich mit vier Kameras und zig Objektiven abgeschleppt. Das meiste habe ich dann kaum benutzt und die Dias sind gut verstaut in einer Diakiste. Eingescannt ist noch fast gar nichts! Na mal sehen was in diesem Jahr den Rücken biegt…

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Ob ich in den USA bloggen kann wird sich zeigen. Im letzten Jahr war es gelegentlich zum Haare raufen.

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So, nun wieder an die Arbeit…

Schnell noch ein “Ich kann es kaum noch abwarten”-Video…

 

Update am Nachmittag:

Eben war der Postbote da und hat das neue Spielzeug mit gebracht – Hasselblad Flexbody – Bis man den versteht vergeht eine Weile. Das Fotografieren mit dem Ding ist eher was für Masochisten – aber es ist witzig! Da konnte ich auch gleich mal wieder ein Polaroid machen. 180s Entwicklungszeit – die waren lang! Danach konnte ich es kaum abwarten, rauf auf den Scanner mit dem schmierigen Ding. Herrlich blasse Farben, unscharf wie die Hölle, so muss das sein 🙂 Nach dem Scannen ein lautes “Ratsch” – da hat sich das feuchte Polaroid sofort in den Scanner verliebt und wollte gar nicht mehr wieder hinunter 🙂

Hier mein erstes Foto mit dem – im wahrsten Sinne des Wortes schrägen – Hasselblad Flexbody:

Bilddaten:
Fuji FP-100 Sofortbildfilm, Carl Zeis Planar 2,8/80mm, F/22, 1/8s, Stativ & Drahtauslöser sind bei diesem schrulligen Ding obligatorisch!!

Auf dem Scan sieht man sehr schön wie das feuchte Bild gleicht mit dem Vorlagenglas verklebt ist 🙂

Das dicke Ende kommt zum Schluß – Oder: Wie ich mich über den Vermieter geärgert habe

Um dem Vermieter einen Gefallen zu tun, bin ich um 6 Uhr in der Frühe aufgestanden und habe das Reisemobil dann statt um 12h schon um kurz vor 10 in St. Augustin abgeliefert. Alles war soweit ok bis ich diese Rechnung hier gesehen habe…

Das Wohnmobil war vom 10. Juli bis zum 24. Juli gemietet – eigentlich 15 Tage. Ab dem 15. Tag sind alle Kilometer enthalten. Doch für 15 Tage kann man das Wohnmobil gar nicht mieten!! Es müssten dann mindestens 21 Tage sein!! Da wir weiter gefahren sind als nur 250 Kilometer am Tag, gab es also eine Strafzahlung in Höhe von 396,- Euro!! Auf meinen Vorschlag einfach 15 Tage zu bezahlen gibt es nur Empörung und außerdem kann man das "in dem Programm gar nicht eingeben". Klar, schuld ist immer die EDV. Die 120 Euro Bereitstellungsgebühr enthalten keinen Sprit!! In den USA ist es üblich, dass man die erste Tankfüllung kauft und das Fahrzeug dann leer zurückbringt. Hier is das nicht so! Ja wofür habe ich dann 120 Euro bezahlt? Für die 120 Liter Frischwasser und dafür, dass eine Kabeltrommel und ein Gartenschlauch im Stauraum enthalten sind? "Das legen wir dann extra dazu, das gibt es sonst nämlich nicht!" Na prima, das Wohnmobil wird alle 14 Tage für 120 Euro "Bereitstellungsgebühr" vermietet – da müsste die Kabeltrommel eigentlich aus purem Gold sein!!

Ich bin echt sauer, das Ding wird noch für 71 Euro voll getankt. Obwohl es praktisch übergabefertig ist und ich es vor der Haustüre eine ganze Weile gefegt und geputzt habe muss ich noch 160 Euro Endreinigung zahlen, es ist nicht "sauber genug". Na prima! Von meinen bei Abholung in Bar entrichteten 650 Euro Kaution sehe noch 23 Euro. Ob der Bar bezahlte Rest wirklich beim Finanzamt landet ist mir unklar…

Ich schlucke meinen Ärger runter und schwöre mir mich beim nächsten Mal besser zu informieren. Beim Caravan Center in Köln Wesseling wurde gleich gesagt, dass man das Wohnmobil lieber einen Tag länger mieten sollte, wegen der Freikilometer. Dort kann man das scheinbar verbuchen, sicher haben die dort auch "ein anders Programm".

Egal, morgen gibt es eine Grillparty in Offenbach. Ich will noch etwas persönliches verschenken und fahre mit meinem Peugeot in die Bonner Innenstadt. Es ist ein komisches Gefühl mit fast ausgestreckten Beinen in einem scharf konturierten Sportsitz Platz zu nehmen. Das Lenkrad ist so komisch weit oben und ich sehe die Straße aus einem spitzen Winkel. Ich muss das linke Bein festhalten, der Fuß unten am Bein will immer mal wieder auf die Kupplung treten. Da ist aber nur ein großes Bremspedal und wenn man da mit dem linken Fuß drauflatscht kracht es richtig im Gebälk. Alles ist anders, alles ist wie früher, alles ist gut…

In der Stadt gibt es das was ich brauche natürlich nirgendwo. Es macht mich total fertig, kaum war man mal ein Jahr lang nicht in Bonn einkaufen sind alle Läden weg, pleite, umgezogen oder haben eine anderes Angebot. Es geht von einem Laden in den anderen, schließlich werde ich fündig, aber es muss noch angefertigt werden! Ich habe Zeit bis 16h. Na prima, da kann ich daheim endlich mal wieder einen leckeren Espresso trinken und meinem "Lützfrust" ein wenig Luft machen…

Der Urlaub war trotzdem schön und das Wohnmobil (nun darf ich es wieder so nennen) hat mir auch gut gefallen. Wie sagt man im Ruhrgebiet "Man jewöhnt sich an allem!" – auch an einen Fiat Ducato! Wenn es hätte sein müssen, ich hätte ihn auch als "Privat-PKW" behalten 🙂

Es geht aber doch noch kurz in meinen präferierten Fotoladen. Die Mamiya 645 pro hatte ich dabei, aber konnte sie nicht benutzen weil wieder die Batterien leer waren! Ich kaufe also gleich zwei Batterien, sie kosten zusammen 12 Euro! V28PX oder so ähnlich heißen die Batterien, die gibt es fast nirgendwo… Ich halte einen Schnack mit Herrn Severin. Eigentlich hätte ich gern eine richtige Hasselblad. Etwas das im Zweifel ganz ohne Strom klarkommt und immer funktioniert, so wie meine gute alte Rolleiflex. Er hat leider keine da, zwar alle Linsen, Filmmagazine und was man sonst noch braucht, aber kein Gehäuse. Schade, nach dem Ärger über den Vermieter würde ich mir gern etwas Gutes tun. Aber da ist dann doch noch was, eine Noblex! Geiles Ding!! Aber hallo!! Die braucht zwar auch Strom, aber es sind einfach Mignonzellen, die gibt es zur Not auch am Nordkap!

Ein geiles Ding: http://www.kenrockwell.com/tech/noblex.htm

Nächste Woche werde ich sie gleich mal ausprobieren, 120er Filme habe ich noch reichlich 🙂

Mit einer Noblex kann man solche Bilder hier machen – ganz ohne Stichen oder sonst was, Die Kamera rotiert einfach das Objektiv. Ok, ein Stativ sollte man vielleicht dabei haben…

http://www.whistlerinns.com/cedarsprings/HarmonyLakePano01.jpg

http://www.noblexcanada.com/noblexproducts.htm

So, nun aber ab in die Stadt…