OS-X Lion unter Windows 7

Vor ein paar Tagen habe ich Euch vorgestellt wie ich mein bereits im Jahr 2007 gekauftes DELL Inspiron 9400 Notebook ein wenig aufgemöbelt und mit Windows 7 in der 64-Bit Version ausgestattet habe. Ein paar Tage später läuft es immer noch wirklich gut. Die SSD und der zusätzliche Speicher haben das Ding ganz schön auf Trab gebracht.

Gestern habe ich dann bei YouTube durch Zufall ein Video gefunden in dem jemand gezeigt hat, wie er unter Windows 7 eine virtuelle Maschine mit dem brandneuen Apple OS-X Lion zum Fliegen bekommt. Das wollte ich auch mal ausprobieren. Also schnell das MacBook zuklappen und das renovierte Windows 7 Notebook starten. Unter dem im Video geposteten Link gibt es dann eine ZIP-Datei die etwa 6 GB groß ist. Der Download über mein DSL mit 6 MBit/s hat also mehrere Stunden gedauert. Aber dann war das Ding da!

Also via 7-Zip auspacken – klappt nicht – zu wenig Festplattenplatz! Ok, dann schauen wir mal… Im Arbeitszimmer kommt noch eine externe 1TB Platte mit USB und ESATA Anschlüssen zu Vorschein. Die habe ich vor einer Weile mal gekauft um im Büro in Mainz für eine Laptop-Umstellung ein Backup machen zu können. Seit dieser Zeit lag sie ungenutzt in meinem Arbeitszimmer herum. Schnell diese Platte formatieren und schon klappt es mit dem Auspacken der ZIP-Datei.

Anschließend wird die VMWare Workstation Software installiert. Danach ist ein Neustart fällig. Als nächstes braucht man einen Patch, damit eine virtuelle Maschine mit OS-X akzeptiert wird, die eigentlich nicht auf dem Speiseplan steht. Danach wird die virtuelle Maschine wieder auf die neue SSD des getunten Notebooks kopiert und kann sogar sofort gestartet werden. Es ist ein englisches OS-X Lion. Alles sieht aus wie auf meinem kleinen MacBook. Die Performance ist etwas schlechter und es steht weniger Speicherplatz zur Verfügung. Aber das ist ok. Will ich mit Photoshop arbeiten kann ich das auch unter Windows 7 erledigen. Unter Windows 7 funktioniert meine Logitech Quickcam 9000 auch ganz vorzüglich, ich kann damit also ganz wunderbar Skypen und kleine Videos für meinen BLOG aufzeichnen.

Dann kommt die Nagelprobe, wird die Apple Entwicklungsumgebung XCode in der virtuellen Maschine laufen? Ich starte also mal den eingebauten App-Store und siehe da, nachdem ich mich angemeldet habe kann ich XCode kostenlos herunterladen und installieren. Der Download hat wiederum etwa 4 GB, die Installation kann ich erst kurz vor Mitternacht ausführen. Aber es klappt alles prima. Das erste kleine Testprojekt lässt sich auf Anhieb kompilieren und der iPAD Simulator startet sogar in der „nativen“ Auflösung. Das funktioniert, weil dieses schöne alte DELL Notebook ein geniales Display mit 1920 x 1200 Pixeln hat!! Das ist also mehr als FULL HD! Das iPad hat wenn es aufrecht steht eine Auflösung von 1024 Pixeln, ich bin also mit den horizontalen 1200 Pixeln des Notebook auf der sicheren Seite.

Nachdem Pages und einige weitere Programm via App-Store auch in der virtuellen Maschine installiert sind fahre ich sie herunter und kopiere die Files wieder auf die externe Festplatte. Damit geht es rüber ins Arbeitszimmer. Dort steht ein DELL 3.0 GHZ Quad-Core mit einem 30″ Display. Dieses riesige Ding hat 2560 x 1600 Pixel Auflösung, ob die virtuelle Maschine auch damit laufen wird? Also schnell VMWare Workstation installieren, Patch einspielen, neu starten und siehe da, es klappt. Nun macht die Arbeit mit XCode so richtig Spaß. Anders als auf dem kleinen MacBook habe ich nun ein riesiges Display. Alles ist gleichzeitig zu sehen und ich muss beim Programmieren nicht zwischen den Fenstern wechseln, das ist schon cool. Mit dem schnellen Quadcore läuft dann auch die virtuelle Maschine ganz flüssig. Safari spielt problemlos YouTube Videos ab ohne dass sie ruckeln oder stehen bleiben. Das Verschieben der Fenster ist ein klein wenig langsamer als auf dem „richtigen“ Mac, hier merkt man dann doch, dass es kein „richtiger“ Mac ist, aber man kann damit leben.

Wie cool wäre es, wenn jetzt noch das Apple Magic Trackpad funktionieren würde das hier seit fast einem Jahr im Schrank liegt? Also schnell zwei frische AA-Batterien hinein und los. Das Trackpad wird natürlich in der virtuellen OS-X Welt nicht erkannt. Warum nur? Vielleicht muss ich unter Windows 7 die Treiber installieren? Ich krame mal in meinem BLOG, da habe ich beschrieben wie es geht. Eine Stunde später sind zwar die Treiber installiert, das Trackpad wird unter Windows 7 erkannt, aber es funktioniert nicht. Das ist ärgerlich, aber ich versuche mich jetzt mal wieder an der virtuellen Maschine. Auch da wird es nicht erkannt. Es gibt auch gar kein Blue Tooth, was ist los?

Dann kommt mir die Erleuchtung, ich muss in den VMWare Einstellungen dafür sorgen, dass die virtuelle Maschine direkten Zugriff auf die Blue Tooth Komponenten erhält. Ein paar Klicks später wird das Trackpad dann erkannt, wie cool! Schnell zurück mit dem Magic Trackpad an das DELL Notebook – auch hier klappt es nach ein paar Minuten. Die Treiber für Windows sind gar nicht notwendig, super!

Hier noch zwei Screen Shots die ich eben auf dem Notebook gemacht habe. Sie sind 1920 x 1200 Pixel groß, also einfach anklicken um sie in der Originalgröße zu sehen.

Und so sieht es aus, wenn man ein paar Anwendungen gestartet hat und auf dem Magic Trackpad mit vier Fingern nach oben streicht.

Erste Gehversuche mit OS-X Lion

Bevor es am Mittwoch mit den Kollegen in die Sushi-Bar am Mainzer Südbahnhof geht, stoße ich auch meinem Mac-Mini und meinem Mac-Book noch den Download für das neue OS-X Lion am. Als ich um 23h nach einigen Nigiris, Takamis und Mojitos wieder in meinem Appartement bin, ist der Download immer noch nicht abgeschlossen. Kurz bevor es ins Bett geht sind dann beide Mac’s so weit, dass sie das OS-X Lion installieren können. Die Prozedur ist ganz einfach, aber sie dauert dann doch eine Weile. Das Mac-Book kommt zuletzt an die Reihe und so so schlafe ich über der Prozedur einfach ein…

Am nächsten Morgen ist das Mac-Book im Standby, aber es läßt sich aufwecken. Der Mac-Mini meldet bereits OS-X 10.7 als neue Betriebssystemversion. Auf dem Mac-Book ist es noch 10.6.8 – also nix mit Lion!! Ist das was schief gegangen?? Ich starte es mal neu, vielleicht klappt es ja dann. Aber nichts ist nach dem Neustart anders, von OS-X Lion ist nichts zu sehen. Ich starte mal den App-Store, aber es wird angezeigt, dass das OS-X Lion installiert wäre. Hm, nur wo ist es denn??

Nach ein paar Minuten fällt mir dann ein neues Icon in der Docking-Leiste auf. Aha, so kann ich die Installation starten, alles gar kein Problem wenn man weiß wie! Die Prozedur dauert auch hier etwa 30 Minuten. Zu lange, denn ich will zur Arbeit. Also muss das Notebook mit ins Auto. Als ich am frühen Abend mit der Arbeit fertig bin und heim nach Bonn fahren möchte, ist dann auch das neue OS-X Lion auf dem Mac-Book installiert. Prima! Mit laufender GoPro Kamera geht es über die A61 nach Bonn. Die Fahrt ist überaus ätzend, es ist viel los, überall sind Baustellen und ich verfluche die Heimfahrt. Aber ich sitze im Trockenen und kann Musik hören, auf dem Moped wäre es jetzt wirklich fies!!

Daheim angekommen will ich mir das aufgezeichnete Video-Material auf dem Mac-Book anschauen. Die kleine GoPro Kamera hat nur im 720P Modus gefilmt und innerhalb von zwei Stunden trotzdem knapp 7GB aufgezeichnet. Der Import in iMovie soll etwa zwei Stunden dauern, was für ein Wahnsinn. Während der Import läuft versuche ich die neuen Features zu erkunden. Aber der Mac ist fast tot, iMovie schluckt alle Ressourcen. Ich öffne mal die Aktivitätsanzeige um wie unter Windows die Prozesspriorität von iMovie ein wenig zu reduzieren. Aber das geht damit überhaupt nicht. Ich muss googeln, dann die Lösung, man muss dafür voll im ernst ein paar Unix-Befehle im Unix-Terminal eintippen (sudo, renice, blä blä blä). Ich bin vom fortschrittlichsten Betriebssystem der Welt wirklich schwer beeindruckt… Das ging sogar schon unter Windows NT 3.1 😦

Egal, ich lassen den Mac vor sich hin ackern. Dann fällt mir auf, dass Spotlight meine externe fast volle 1,5 TB Festplatt indiziert. Ja sind die denn komplett wahnsinnig? Kurz googeln, dann ist klar wie man auch das abschaltet. Im neuen supertoll überarbeiteten Finder suche ich das Symbol für die interne Festplatte, es ist weg! Ein wenig Probieren und dann kann ich es bei den Favoriten wieder hinzufügen. Au Backe…

Die Navigation via Trackpad wurde überarbeitet. Nun funktioniert innerhalb des Finders das Zurückspringen zum übergeordneten Ordner über die drei-finger-nach-links Wisch-Geste nicht mehr. Bei Safari klappt es, hier kann ich zwischen mehreren aufgerufenen Webseiten chronologisch mit der Wisch-Geste hin und her navigieren. Im Finder geht das nicht mehr, wie blöd ist das denn?

Irgendwie kommt mir der ganz Mac nun auch langsamer vor. Vielleicht ist es Einbildung, aber ich habe ähnliches schon unter den ersten Kommentaren zum neuen OS-X Lion gelesen.

Aber dann finde ich ein schön gemachtes Video, das die neuen Gesten erklärt. Super gemacht ist das, sehr sparsam, sehr schick, nur fehlt mir eine der am meisten benutzten Gesten im Finder. Soll das der Fortschritt sein?

OS-X Lion ist da…

Was lange währt wird endlich gut! Apple hat Wort gehalten und seit heute gibt es im App-Store das neue Betriebssystem für den Mac. Und wieder ist es das fortschrittlichste Betriebssystem aller Zeiten! Die Liste der Features verschlägt einem glatt die Sprache. Endlich kann die weltweite Fangemeinde aufatmen, künftig wird man Fenster an allen Seiten mit der Maus anklicken und vergrößern können – Bingo!

Und siehe da, die eingebauten Web-Cams können nun sogar tatsächlich mit der nativen Auflösung aufzeichnen was man ihnen zuspricht – genial!

Das Beste ist aber, dass nun beim Kopieren von Ordnern ein vorhandener gleichnamiger Ordner nicht mehr versehentlich unwiderruflich gelöscht werden kann. Der Mac kann nun auch die Inhalte bestehender Ordner zusammenführen, wahrlich das modernste Betriebssystem aller Zeiten und mit Sicherheit das Beste seit der Erfindung des Commodore C64 – ich bin restlos begeistert!!!!!

Und es gibt noch 248 andere tolle neue Features. Und es sind sogar einige wenige Funktionen dabei, die es bei Windows 7 nicht schon seit Jahren gibt. Na dann mal los…

Über den App-Store kann man das Update ganz bequem bezahlen, es kostet 23,99 Euro. Dann startet der Download – Wow – 3,74 GB – Müsste ich das über meinen kleinen UMTS-Stick herunterladen wäre mit einem Schlag fast mein gesamtes „Monatsvolumen“ verbraucht. Aber ich habe derzeit ein kostenloses WLAN, da heißt es nur ein paar Stunden zu warten.

Prima, da bleibt dann noch Zeit für den Ausstand meines lieben Kollegen Tobias. Gestärkt mit Sushi und einigen Cocktails werde ich dann so gegen Mitternacht das neue OS-X Lion bewundern können. Ob das auch beim Einschalfen hilft? Wir werden sehen…

Ok Freunde, ob in meinem Mac nach dem Mega-Update ein kleines Löwenherz schlägt wird sich zeigen. Ich werde berichten und das ganz objektiv und nicht so ironisch wie heute 🙂

Die GoPro HD HERO 1080 ist da

Kurz vor 12h geht die Klingel, ein Bote von DPD ist an der Tür und bringt mir ein Päckchen. Als ich es auspacke finde ich ein LCD-BacPac für die neue GoPro HD HERO 1080 die leider noch nicht da ist. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass diese Kamera vielleicht auch heute noch eintrudelt. Und siehe da, kaum eine Stunde später ist das dann auch der Bote von DHL an der Türe und hat die Kamera dabei. Das schreit jetzt nach einem „Unboxing“. Bei YouTube packen ständig irgendwelche Typen etwas aus und tausende YouTuber schauen begeistert zu – das sollte ich vielleicht auch mal machen 🙂

Als alles ausgepackt ist versuche ich die neue Kamera zusammen mit dem LCD-BacPac einzuschalten, aber es passiert nichts – absolut gar nichts! Ist das was kaputt? Schlechte Qualitätssicherung in China?? Mist, oder habe ich was falsch gemacht? Ich versuche es noch ein paar Mal, aber die Kamera bleibt tot. Hm, was tun? Ich frage mal bei Google nach und siehe da, die nagelneue Kamera braucht erst einmal ein Firmware-Update!! Wie sollte das auch anders sein. Hat irgendjemand von Euch schon mal einen Kaffeeautomaten sofort in Betrieb nehmen können ohne zunächst eine neue Firmware einzuspielen??

Die Prozedur ist aber ganz einfach und wird auf der GoPro-Webseite mit einem kleinen netten Video erklärt. Die Firmware ist eine 8,2MB große Datei. Für den Download muss man nur einen Namen und eine E-Mail-Adresse angeben. Dann wird die Firmware in den „Root“ einer SD-Karte kopiert. Entweder via Card-Reader oder man steckt die Karte direkt in die Kamera und verbindet sie via USB-Kabel mit dem Computer. Dann taucht die SD-Karte als Wechselmedium auf und man kann die Firmware entsprechend kopieren.

Hier ist das Video zum Firmware-Update:

 

Ist doch alles ganz einfach, oder? Danach klappt es dann auch mit dem Nachbarn!

 

 

Zeitraffer mit GoPro HD HERO 960

Es ist Freitag, die Wohnung ist nun ein wenig aufgeräumt und gesaugt habe auch schon. Während das kleine MacBook im Hintergrund meinen neuen „Fahrfilm – Rüdesheim nach Bonn“ bei YouTube hoch zu laden versucht, schaue ich mir mein „Werk“ mal an. Die Zeitraffersequenz am Ende ist mir irgendwie zu langsam. Also lege ich ein neues Projekt an und ziehe nur die zweistündige „Wolkensequenz“ hinein. Mit iMovie kann ich das um den Faktor 20 beschleunigen. Ohne weitere Änderungen mache ich einen Export auf die Festplatte und verwendet den Quicktime-Exportfilter. Bei der Kompression wähle ich die höchste Qualität, den Ton schalte ich ab, da gibt es eh nichts zu hören. Nach etwa 30 Minuten ist der Export abgeschlossen.

Nun importiere ich den um 2000% beschleunigte  Filmschnipsel. Schnell einen Titel und den üblichen Abspann einfügen und das Tempo erneut um den Faktor 5 beschleunigen. Nun ziehen die Wolken so richtig dramatisch schnell über die Bonner Museumsmeile. Leider hat die kleine GoPro Kamera mit der ich das Video aufgenommen habe ein krasses Weitwinkelobjektiv mit 170° Blickwinkel. Es sind sogar noch die Ränder des Fensterrahmens zu sehen und der Horizont ist krumm wie eine Wurst. Je dunkler es wird um so höher hat die Kamera den ISO-Wert geschraubt und parallel die Rauschunterdrückung hochgefahren. Zum Ende hin ist der Film dadurch ziemlich unscharf. Aber egal, es ist ja nur ein Experiment!  Mit iMovie kann man sehr leicht einen Ausschnitt wählen der den Fensterrahmen nicht enthält. Durch den Beschnitt reduziert sich die ohnehin geringe Auflösung leider nochmals um ca. 50%!!

Schnell noch eine passende musikalische Untermalung aus dem iMovie-Archiv heraussuchen und dann ab nach YouTube. Beim Upload wähle ich eine kleine 380p, mehr würde keinen Sinn machen, da einfach nicht mehr an Informationen „drin“ sind.

Der Upload läuft parallel zum riesigen „Fahrfilm“. Über mein 6 MBit/s „Hausfrauen-DSL“ ist der winzige Filmschnipsel nach etwa 30 Minuten schon online – wer hätte das gedacht 🙂

Und hier ist es nun, mein neues Experiment:

 

Und pünktlich zu Kaffee und Kuchen ist dann auch das Monstervideo online – der Soundtrack stammt übrigens von Dredge!

UPDATE: Und genau dieser Soundtrack scheint das Problem zu sein! Obwohl die Musik in mono, leiser und 4% schneller unterlegt ist wird sie vom YouTube Content-Filter als BMG-Content erkannt. Daher ist das Video weltweit sichtbar, nur nicht in Deutschland. Ich habe jetzt mal via Audio-Swap irgendeinen belanglosen Title aus der Rubrik „Easy Listening“ unterlegt – Dancing with desire – heißt der Song. Mal sehen wie lange die YouTube Server-Farm brauchen wird um das riesige Video einmal durch den Fleischwolf zu drehen…